Übersichtsarbeit
Harnwegsinfektionen nach Nierentransplantation
U. Ott, T. Werner und G. Wolf
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 489 - 495
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 36, Nr. 10/2007, S. 489–495
Harnwegsinfektionen nach Nierentransplantation
U. Ott1, T. Werner2 und G. Wolf1
1Klinik für Innere Medizin III, Friedrich-Schiller-Universität, Jena,
2Sophien- und Hufelandklinikum, Weimar
t einer kumulativen Inzidenz von bis zu 80%. Auch nierentransplantierte Männer erkranken im Vergleich zu Nichttransplantierten in einem erhöhten Prozentsatz. Es gibt neben der Immunsuppression weitere prädisponierende Faktoren wie die renale Grunderkrankung sowie Störungen des Harntransports, die Risikopatienten aufweisen. Neben asymptomatischen Bakteriurien, die unter den Bedingungen der Immunsuppression bereits therapiepflichtig sind, treten in einem erhöhten Maß schwerwiegende Pyelonephritiden und Fälle von Urosepsis auf. Durch diese schwerwiegenden Infektionen kann die Transplantatfunktion nachhaltig verschlechtert werden. Insbesondere in den ersten 6 Monaten nach der Nierentransplantation sind Harnwegsinfektionen häufig zu beobachten. Bei Risikopatienten treten aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt Infektionen auf. Neben einer Erregerdiagnostik muss vor allem bei rezidivierenden Infektionen eine Harnabflussstörung ausgeschlossen werden. Das Erregerspektrum umfasst neben E. coli auch Problemkeime, und nicht selten liegen Multiresistenzen vor. Bei rezidivierenden Infektionen muss in therapierefraktären Fällen zur Fokussanierung eine Nephrektomie der Eigennieren erwogen werden. Die Therapie dauert in der Regel 3 Wochen und sollte resistenzgerecht sein. Eine Prophylaxe mit niedrig dosiertem Cotrimoxazol ist nicht sinnvoll. Eine schwere interstitielle Nephritis des Transplantats, die durch Polyomaviren vom Typ BK ausgelöst werden kann, hat eine ernste Prognose für das Transplantatüberleben. Eine frühe Diagnosestellung mit anschließender Reduktion der Immunsuppression und eventueller Umstellung auf Leflunomide sollte erfolgen.Correspondence to:
Dr. med. Undine Ott
Klinik für Innere Medizin III
Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Übersichtsarbeit
Harnwegsinfektionen bei Diabetes mellitus
R. Fünfstück und T. Werner
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 105 - 116
Abstract
R. Fünfstück und T. Werner
Klinik für Innere Medizin I, Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH, Weimar
Patienten mit Diabetes mellitus sind häufig von Harnwegsinfektionen betroffen. Dies ist auf gestörte Abwehrmechanismen des Wirtes als Folge defizitärer immunologischer Reaktionen oder vaskuläre sowie neuropathische Organschäden zurückzuführen, die sich im Verlaufe des Diabetes mellitus entwickeln. Die Virulenz der Infektionserreger und die Expression der Pathogenitätsfaktoren uropathogener Keime sind genetisch determiniert und werden von den Wechselwirkungen zwischen Wirt und Erreger beeinflusst. Für die Entwicklung einer Infektion spielt die Adhäsion der Mikroorganismen an den Zellen der uroepithelialen Grenzschicht eine wichtige Rolle. Die bedeutsamsten Mediatoren dieses Prozesses, die bakteriellen Fimbrien oder Adhäsine und die Rezeptoren auf den Epithelzellen, sind identifiziert. Therapieentscheidungen basieren auf diesen Erkenntnissen. Durch eine instabile Stoffwechselsituation, eine Glukosurie oder durch einen Mangel an Lactobazillen werden akute und rezidivierende Infektionen gefördert. Therapiestrategien bei akuten und chronischen Harnwegsinfekten sowie bei asymptomatischer Bakteriurie müssen diese besonderen Verhältnisse berücksichtigen. Neben der Optimierung des Glukosestoffwechsels stellt die indikationsgerechte Gabe von Antibiotika ein wesentliches Kriterium der Behandlung dar. Die Auswahl und Einnahmedauer der antimikrobiellen Chemotherapeutika bei Patienten mit Diabetes mellitus ist auch vom Ausmaß und dem Schweregrad der Stoffwechselkomplikationen abhängig.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R. Fünfstück; Klinik für Innere Medizin I, Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH, Henry-van-der-Velde-Straße 2, D-99425 Weimar
Email: [email protected]
Harnwegsinfektionen
Untersuchungen zur Resistenz von Erregern bei Harnwegsinfektionen stationärer Patienten gegenüber Nitroxolin
W. Pfister, R. Fünfstück, A. Sobke, T. Werner und J. Rödel
Price
42.00 $
Jahrgang 44 p. 294 - 298
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 7/2015, S. 294–298
Untersuchungen zur Resistenz von Erregern bei Harnwegsinfektionen stationärer Patienten gegenüber Nitroxolin
W. Pfister1, R. Fünfstück2, A. Sobke1, T. Werner2 und J. Rödel1
1Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena, 2Klinik für Innere Medizin I, Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar
Angesichts steigender Resistenzraten gegen eine Vielzahl bisher eingesetzter Antibiotika muss nach Alternativen in der Therapie gesucht werden. Nitroxolin (5-nitro-8-hydroxy- chinolin) ist antimikrobiell wirksam und wird schon seit einiger Zeit zur Behandlung unkomplizierter Harnwegsinfektionen eingesetzt. Ziel der eigenen Untersuchungen war es, eine Übersicht zur Resistenzsituation von Erregern bei Harnwegsinfektionen stationärer Patienten gegenüber dieser Substanz zu bekommen. Von insgesamt 2.051 grampositiven und gramnegativen Bakterienstämmen sowie von 136 Candida-Stämmen, die als Erreger von Harnwegsinfektionen bei stationären Patienten isoliert worden waren, wurde die Resistenz gegenüber Nitroxolin im Agardiffusionstest bestimmt. In einer zweiten Untersuchung wurde die minimale Hemmkonzentration (MHK) von Nitroxolin gegenüber grampositiven und gramnegativen Bakterienstämmen von 616 Patienten mit einer Harnwegsinfektion ermittelt. Unter diesen Patienten befanden sich 155 Patienten mit einem Diabetes mellitus. Bei der Testung mittels Agardiffusionstest wurden bei allen Stämmen mit Ausnahme von P. aeruginosa (82,0%) sehr niedrige Resistenzraten gegenüber Nitroxolin festgestellt. Ebenso wurde lediglich bei dieser Spezies eine erhöhte MHK 90 von 32 μg/ml ermittelt, während die Testung der anderen Bakterienstämme im Mikrobouillondilutionstest Werte für die minimalen Hemmkonzentrationen ergab, die sich im sensiblen Bereich bewegten. Aus mikrobiologischer Sicht zeigen die ermittelten Ergebnisse, dass Nitroxolin für die Behandlung von Harnwegsinfektionen, die nicht durch P. aeruginosa verursacht worden sind, geeignet erscheint. Es bestand dabei kein Unterschied in den Resistenzraten von Bakterien diabetischer und nicht diabetischer Patienten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. W. Pfister
Universitätsklinikum Jena
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Erlanger Allee 101
D–07747 Jena
Email: [email protected]
Übersicht
Magnesiummangel und Demenz – Morbus Alzheimer
K. Kisters, T. Werner und U. Gröber
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2017) p. 444 - 445
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 10/2017, S. 444-445
Magnesiummangel und Demenz – Morbus Alzheimer
K. Kisters1#3, T. Werner2 und U. Gröber3
1St. Anna-Hospital, Medizinische Klinik I, Herne, 2Protina Pharm., Ismaning, 3Akademie für Mikronährstoffmedizin, Essen
Einer Demenz kann man durch Gabe von Magnesium vorbeugen. Es gibt bereits einige Studien, welche die Wirksamkeit von Magnesium bei Demenz belegen. Die Behandlung geschieht entweder in oraler Form oder durch intravenöse Anwendung.Correspondence to:
Prof. Dr. Klaus Kisters
Medizinische Klink
St. Anna Hospital
Hospitalstraße 19
44649 Herne
Email: [email protected]
Empfehlungen
Magnesiumhaushalt und Therapie bei Hypertonie
K. Kisters, H.G. Classen, J. Vormann, T. Werner, R. Smetana und O. Micke
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2020) p. 245 - 251
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 49, Nr. 5/2020, S. 245-251
Magnesiumhaushalt und Therapie bei Hypertonie
K. Kisters, H.G. Classen, J. Vormann, T. Werner, R. Smetana und O. Micke
Gesellschaft für Magnesium-Forschung e.V., Tutzing
Magnesium ist für den lebenden Organismus ein essentieller Mineralstoff, der in ausreichenden Mengen zugeführt werden muss. Die klinische Bedeutung der Magnesiumüberladung bzw. -intoxikation ist eher gering. Ein Magnesiummangel tritt jedoch beim Menschen häufig auf und kann trotz normaler Ernährung nicht immer komplett ausgeglichen werden. Als primären Effekt eines Magnesiummangels beobachtet man eine Reduktion von Enzymaktivitäten mit Schrittmacheraufgaben in den Stoffwechselwegen der Energieproduktion. Die beeinträchtigte Energieproduktion wirkt sich auf die Membranfunktion, die intrazelluläre Calcium-Relokation, Elektrolytgradienten, die Bildung von sekundären Botenstoffen und auch Syntheseaufgaben der Zelle aus. Daraus resultieren Konsequenzen für die Funktion der Organe und das Ausmaß der Reaktion des menschlichen Körpers auf äußeren und inneren Stress. Bei einer Vielzahl von internistischen Erkrankungen ist deshalb ein Magnesiummangel anzutreffen. Dies gilt auch für die arterielle Hypertonie. Die Magnesiummangeltheorie bei Hypertonikern ist bekanntlich gut dokumentiert. Ebenfalls zeigen Interventionsstudien der letzten Jahre eine positive Wirkung von Magnesium sowohl auf systolisch als auch diastolisch erhöhte Blutdruckwerte. Dies gilt sowohl bei Hypertonie als auch bei Grenzwerthypertonie. Insofern empfiehlt die Gesellschaft für Magnesium-Forschung bei jedem Hypertoniker den Magnesiumstatus zu überprüfen und im Bedarfsfall eine Therapie mit Magnesium einzuleiten, therapeutisch 300 – 600 mg Magnesium täglich, im Einzelfall auch höher.Correspondence to:
Prof. Dr. Klaus Kisters
Med. Klinik I
St. Anna Hospital Herne
Hospitalstr. 19
44649 Herne
Email: [email protected]
Magnesium
Magnesium bei Insulinresistenz, Prädiabetes, metabolischem Syndrom und Typ 2-Diabetes
T. Werner und J. Vormann
Price
42.00 $
Jahrgang 50 (2021) p. 334 - 340
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 8/2021, S. 334-340
Magnesium bei Insulinresistenz, Prädiabetes, metabolischem Syndrom und Typ 2-Diabetes
T. Werner1 und J. Vormann2
1Protina Pharmazeutische GmbH, Ismaning, 2IPEV, Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning
Die weltweite Prävalenz der Insulinresistenz (IR), dem metabolischen Syndrom (MetS) und Typ 2-Diabetes mellitus (T2D) mit steigender Tendenz ist Grund genug, Wege zu suchen, um Diabetes-Neuerkrankungen zu verhindern. Ein Mangel an Magnesium (Mg) ist ursächlich an der Entstehung von T2D beteiligt bzw. begünstigt das Fortschreiten einer IR/Prädiabetes zu einem manifesten T2D. Eine ausreichend hohe Mg-Zufuhr oder eine Mg-Supplementation stellen ein kostengünstiges, aber wertvolles und effektives Mittel dar, welches zur Verhinderung des Auftretens und Fortschreitens dieser Erkrankungen maßgeblich beitragen kann.Correspondence to:
Dr. Tanja Werner
Protina Pharmazeutische GmbH
Adalperostraße 37
85737 Ismaning
Email: [email protected]
Magnesium
Magnesium verbessert Interleukin- 6-Spiegel und Blutdruckwerte beim metabolischen Syndrom
S. Kisters, K. Kisters, T. Werner, J. Vormann, F. Tokmak, T. Westhoff, H.G. Predel und H. Reuter
Price
42.00 $
Jahrgang 53 (2024) p. 288 - 293
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 53, Nr. 6/2024, S. 288-293
Magnesium verbessert Interleukin- 6-Spiegel und Blutdruckwerte beim metabolischen Syndrom
S. Kisters1, K. Kisters2#3#4, T. Werner4, J. Vormann4, F. Tokmak3#4, T. Westhoff5, H.G. Predel6 und H. Reuter7#8
1Cand. med. dent. Universität, Köln, 2Med. Univ. Poliklinik, Münster, 3Operasan Dialyse Zentrum, Herne, 4Gesellschaft für Magnesiumforschung, Tutzing, 5Med. Klinik 1, Marienhospital, Herne, Ruhr Universität, Bochum, 6Institut für Herzkreislauferkrankungen und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule, Köln, 7Dpt. für Innere Medizin und Kardiologie, EVK Köln Weyertal, Köln, 8Universitäts-Hypertonie Zentrum, Universität Köln
Magnesium ist ein essentielles Elektrolyt und ist an ca. 600 enzymatischen Reaktionen und Stoffwechselprozessen beteiligt. Neue Daten belegen einen positiven Effekt von Magnesium auf Inflammation/Neuroinflammation und Interleukin 6. In diesem Zusammenhang führten wir eine prospektive Studie auf Magnesiumhaushalt und Interleukin-6-Spiegel bei 27 Patienten (13 Männer/14 Frauen, Alter: 60,2 ± 12,5 Jahre) mit einem metabolischen Syndrom durch. Alle Patienten wurden mit 400 mg Magnesiumcitrat in oraler Form täglich supplementiert. Die Interleukinspiegel wurden vor der Therapie und nach 6 und 12 Wochen unter der Magnesiumtherapie gemessen. 27 altersgleiche Metaboliker (10 Männer/17 Frauen, Alter: 64,6 ± 13,2 Jahre) ohne zusätzliche Magnesiumtherapie dienten als Kontrollgruppe. Alle Patienten waren nierengesund und erhielten keine Diuretika. In der Magnesiumgruppe fielen die Interleukin-6-Spiegel statistisch signifikant ab von 4,94 ± 3,30 auf 4,53 ± 6,89 auf 3,01 ± 1,32 pg/ml (MW ± SD) (p < 0,01). In der Kontrollgruppe betrugen die Interleukinwerte 3,73 ± 4,36 nach 6 Wochen 4,87 ± 4,35 und nach 12 Wochen 4,41 ± 3,15 pg/ml (MW ± SD) (n. s.). Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck wurde in der Gruppe unter Magnesiumgabe statistisch signifikant nach 12 Wochen gesenkt (systolisch: 134,6 ± 6,8 auf 126,3 ± 5,6 mmHg, diastolisch: 84,1 ± 3,9 auf 79,4 ± 1,6 mmHg) (MW ± SD) (p < 0,01). Die statistischen Analysen erfolgten mittels Mann-Whitney-U-Test. Zusammengefasst zeigen die hier vorliegenden Daten einen positiven Effekt einer längerfristigen Magnesiumsupplementierung bei Patienten mit metabolischen Syndrom auf die Interleukin-6-Spiegel. Die antiinflammatorische und antiartheriosklerotische Wirkung von Magnesium ist bei Metabolikern besonders wichtig in Bezug auf Lebensqualität und Lebenserwartung.Correspondence to:
Sophia Kisters
MVZ Praxisklinik und Dialysezentrum Herne
Wiescherstr. 20
44623 Herne
Email: [email protected]
Magnesium
Brief an die Herausgeber: Serum-Magnesium und ionisiertes Magnesium im Blut korrelieren nicht miteinander – Neue klinische Aspekte
S. Kisters, K. Kisters, T. Werner, J. Vormann, H.G. Classen, B. von Ehrlich, O. Micke, F. Tokmak, U. Gröber, H.G. Predel und H. Reuter
Jahrgang 53 (2024) p. 314 - 316
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 53, Nr. 6/2024, S. 314-316
Brief an die Herausgeber: Serum-Magnesium und ionisiertes Magnesium im Blut korrelieren nicht miteinander – Neue klinische Aspekte
S. Kisters1, K. Kisters2#3#4#5, T. Werner4, J. Vormann4, H.G. Classen4, B. von Ehrlich4, O. Micke4, F. Tokmak3#4, U. Gröber5, H.G. Predel6 und H. Reuter7#8
Correspondence to:
Sophia Kisters
Operasan MVZ Praxisklinik und Dialysezentrum Herne
Wiescherstr. 20
44623 Herne
Email: [email protected]