Originalarbeiten
Verträglichkeit und Wirksamkeit einer 3-tägigen Rush-Hyposensibilisierung bei Bienen- und Wespengiftallergie
A. Bier und J.C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 125 - 128
Abstract
A. Bier und J.C. Virchow
Abteilung Pneumologie, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Rostock
Hintergrund: Stiche durch Hymenopteren können lokal und systemisch zu allergischen Reaktionen führen. Eine systemische Reak- tion infolge einer IgE-vermittelten Insektengiftallergie wird bei ca. 1 – 5% der Bevölkerung beobachtet. Die spezifische Immuntherapie (SIT) ist eine hochwirksame und gleichzeitig die einzige kausale Behandlung für diese Patienten. Methoden: In einer retrospektiven Analyse wurden die Verträglichkeit einer 3-tägigen Rush-Hyposensibilisierung und die Wirksamkeit anhand von Feldstichreaktionen während der 3-jährigen SIT bei insgesamt 93 Patienten, die aufgrund einer Insektengiftallergie systemische Reaktionen erlitten hatten, ausgewertet. Ergebnisse: 67 Patienten reagierten nur mit einer lokalen Rötung und Schwellung der Injektionsstelle. 14 Patienten berichteten leichte subjektive Allgemeinreaktionen ohne objektivierbaren Befund. 12 Patienten hatten objektive systemische Reaktionen, die mit Prednisolon und/oder Antihistaminika gut therapiert werden konnten. Einen Feldstich erlebten 29 Patienten, von denen nur 3 leichtgradige systemisch-allergische Allgemeinreaktionen erlitten. Schlussfolgerung: Die 3-tägige Rush-Insektengift-Hyposensibilisierung ist eine gut geeignete, verträgliche und wirksame Behandlung.Correspondence to:
Dr. med. Andrea Bier
Abteilung Pneumologie
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
Universitätsklinikum Rostock
E.-Heydemann-Straße 6
D-18057 Rostock
Email: [email protected]
Übersicht
Intrinsic Asthma – Schlüssel zum Verständnis des allergischen Asthmas?
J.C. Virchow jr.
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 248 - 254
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 6/2005, S. 248–254
Intrinsic Asthma – Schlüssel zum Verständnis des allergischen Asthmas?
J.C. Virchow jr.
Abteilung für Pneumologie, Medizinische Klinik und Poliklinik, Universität Rostock
Das intrinsische Asthma ist bis heute unzureichend verstanden. Nur wenige Untersuchungen haben sich systematisch dem Vergleich mit dem allergischen Asthma gewidmet und davon wiederum konnten nur einzelne auch immunologische Unterschiede herausarbeiten. Diese weisen darauf hin, daß das intrinsische Asthma, das sich klinisch vom allergischen Asthma der Kinder und Jugendlichen erheblich unterscheidet, möglicherweise in den Bereich der Autoimmunerkrankungen einzuordnen sei. Zusätzlich gibt es indirekte Hinweise, daß zytotoxische Mechanismen beim intrinsischen Asthma eine Rolle spielen. Die bessere Kenntnis der Pathogenese des intrinsischen Asthmas stellt möglicherweise den Schlüssel zum Verständnis des chronisch allergischen Asthmas mit seiner Entwicklung einer persistierenden Atemwegsobstruktion und des Atemwegs-Remodelings dar.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J.C. Virchow jr., FCCP, FAAAAI
Abteilung für Pneumologie
Medizinische Klinik und Poliklinik
Universität Rostock
Ernst-Heydemann-Straße 6
D - 18055 Rostock
Email: [email protected]
Editorial
Feste Kombinationen sind Mittel der ersten Wahl bei allen Schweregraden des persistierenden Asthmas – Contra
J.C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 552 - 551
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, A. Bufe, C. Ebner, P. Eigenmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M. Kopp, W. Lässig, H. Merk, B. Niggemann, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, H. Sitter, J.C. Virchow, M.
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 3 - 33
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 1/2010, S. 3–34
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe1, A. Bufe2, C. Ebner3, P. Eigenmann4, F. Friedrichs5, T. Fuchs6, I. Huttegger7, K. Jung8, L. Klimek9, M. Kopp10, W. Lässig11, H. Merk12, B. Niggemann13, U. Rabe14, J. Saloga15, P. Schmid-Grendelmeier16, H. Sitter17, J.C. Virchow18, M.
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Abteilung für experimentelle Pneumologie, Universitätsklinik Bergmannsheil, Bochum, 3Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 4Allergologie Pédiatrique, Hôpital des Enfants, Hôpitaux Universitaires de Genève, Schweiz, 5Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Praxis für Dermatologie und Immunologie, Erfurt, 9Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 10Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg, 11Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Halle/Saale, 12Universitätshautklinik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 14Abteilung Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 15Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 16Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 17Institut für theoretische Chirurgie, Universität Marburg, 18Abteilung Pneumologie, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universität Rostock, 19Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 20Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 21Allergie-Centrum Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zu den Wirkmechanismen der sublingualen Immuntherapie (SLIT) gibt es bisher noch keine einheitlichen Vorstellungen, allerdings werden bei hoch dosierten Präparaten ähnliche systemische Immuneffekte wie bei der SCIT beobachtet. Allergenkonzentrationen und Produkte zur SCIT oder SLIT sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung und unterschiedlicher Messmethoden ihrer wirksamen Inhaltsstoffe derzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die vorwiegend unmodifizierten Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs und ihrer Qualität und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Systematische Reviews zeigen erhebliche Heterogenität der Studienergebnisse zur SIT, die teilweise auf unterschiedlichen Probandengruppen, den eingesetzten Allergenprodukten sowie der Therapiedauer und -dosis beruhen. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (nach neuen GINA-Leitlinien, 2008) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermitteltem allergischem Asthma (nach alten GINA-Leitlinien, 2005) ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, insbesondere wenn zusätzlich eine allergische Rhinokonjunktivitis vorliegt. Sekundärpräventive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind daher Gründe, die Indikation zum Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter früh zu stellen. Diagnostik, Indikationsstellung und die Auswahl der relevanten Allergene sollen grundsätzlich von einem Facharzt vorgenommen werden, der über die allergologische Weiterbildung im Kerngebiet oder die Zusatzweiterbildung Allergologie verfügt. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich oder nicht ausreichend ist und ein geeigneter, wirksamer Extrakt zur Verfügung steht. Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Die Therapie sollte 3 Jahre durchgeführt werden. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen sehr selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten lebenslang. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch Gräserpollenallergene in mehreren großen, kontrollierten Studien belegt. Bei anderen Allergenquellen (Hausstaubmilben, Tierepithelien, Schimmelpilzsporen) existieren bisher weniger und teilweise methodisch unzureichende Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei allergischem Asthma bronchiale bislang unzureichend belegt. Die SLIT mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis mit wirksamen Produkten eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie oder anderen Allergenquellen bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Bei Kindern und Jugendlichen kann die Anwendung der SLIT mit Präparaten, für die eine klinische Wirksamkeit in dieser Altersgruppe dokumentiert ist, in Betracht gezogen werden, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Die SLIT wird von einem Arzt eingeleitet, der mit der Therapie allergischer Erkrankungen Erfahrung (siehe Leitlinientext) hat. Die Therapie wird dem Patienten gemäß den Gebrauchsinformationen des Herstellers erläutert und 3 Jahre prä- und kosaisonal oder ganzjährig durchgeführt. Der Therapieverlauf sollte durch ärztliche Konsultationen wenigstens alle 3 Monate begleitet werden. Abgesehen von sehr häufig bis häufig auftretenden, dosisabhängigen unerwünschten lokalen Symptomen im Mund- und Rachenraum sind systemische Reaktionen vorwiegend leichterer Ausprägung nach einer SLIT bisher sehr selten beschrieben worden. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische oder andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvantien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Praxis Hanf, Herold und Kleine-Tebbe
Spandauer Damm 130, Haus 9
D–14050 Berlin
Email: [email protected]
Allergisches Asthma I
Asthma-Diagnostik: aktuelle Konzepte und Algorithmen
M. Lommatzsch und J.C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 454 - 467
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 9/2012, S. 454–467
Asthma-Diagnostik: aktuelle Konzepte und Algorithmen
M. Lommatzsch und J.C. Virchow
Abteilung für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Rostock
Die Diagnose eines Asthma bronchiale kann auch für den erfahrenen Kliniker eine Herausforderung sein, da alle verfügbaren Einzel-Befunde (wie der Nachweis einer Bronchialobstruktion, der Nachweis einer bronchialen Hyperreagibilität oder der Nachweis einer Reversibilität) grundsätzlich mehrdeutig und für sich gesehen nicht pathognomonisch für Asthma sind. Auch können die Symptome eines Asthma bronchiale mit diversen anderen respiratorischen oder kardialen Erkrankungen verwechselt werden. Asthma bronchiale ist daher bis heute eine klinische Diagnose, bei der die präzise und detaillierte Anamnese-Erhebung durch den Arzt eine zentrale Rolle spielt. Die Kunst des Arztes besteht darin, die anamnestischen Angaben, die Befunde der körperlichen Untersuchung und die Ergebnisse der diversen apparativen Untersuchungen so zu integrieren, dass die Diagnose oder der Ausschluss eines Asthma bronchiale mit hoher Sicherheit erfolgen kann. Der vorliegende Artikel soll eine Übersicht über die aktuellen diagnostischen Möglichkeiten bei Verdacht auf Asthma bronchiale geben, und deren Wertigkeit für die Diagnosestellung im Einzelnen beleuchten.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Lommatzsch
Abteilung für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsklinikum Rostock
Ernst-Heydemann-Straße 6
D-18057 Rostock
Email: [email protected]
Allergisches Asthma
Asthma-Diagnostik: aktuelle Konzepte und Algorithmen
M. Lommatzsch und J.C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 424 - 437
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 11/2013, S. 424–437
Asthma-Diagnostik: aktuelle Konzepte und Algorithmen
M. Lommatzsch und J.C. Virchow
Abteilung für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Rostock
Die Diagnose eines Asthma bronchiale kann auch für den erfahrenen Kliniker eine Herausforderung sein, da alle verfügbaren Einzel-Befunde (wie der Nachweis einer Bronchialobstruktion, der Nachweis einer bronchialen Hyperreagibilität oder der Nachweis einer Reversibilität) grundsätzlich mehrdeutig und für sich gesehen nicht pathognomonisch für Asthma sind. Auch können die Symptome eines Asthma bronchiale mit diversen anderen respiratorischen oder kardialen Erkrankungen verwechselt werden. Asthma bronchiale ist daher bis heute eine klinische Diagnose, bei der die präzise und detaillierte Anamnese-Erhebung durch den Arzt eine zentrale Rolle spielt. Die Kunst des Arztes besteht darin, die anamnestischen Angaben, die Befunde der körperlichen Untersuchung und die Ergebnisse der diversen apparativen Untersuchungen so zu integrieren, dass die Diagnose oder der Ausschluss eines Asthma bronchiale mit hoher Sicherheit erfolgen kann. Der vorliegende Artikel soll eine Übersicht über die aktuellen diagnostischen Möglichkeiten bei Verdacht auf Asthma bronchiale geben, und deren Wertigkeit für die Diagnosestellung im Einzelnen beleuchten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. M. Lommatzsch
Abteilung für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsklinikum Rostock
Ernst-Heydemann-Straße 6
D-18057 Rostock
Email: [email protected]
Klinische Immunologie
Die Perforin- und Granzyme-B-vermittelte Apoptose
J.C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 121 - 128
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 3/2001, S. 121–128
Die Perforin- und Granzyme-B-vermittelte Apoptose
J.C. Virchow
Abteilung Pneumologie, Universitätsklinikum, Freiburg
Die granulavermittelte Apoptose, die über Perforin/Granzyme B (GrB) vermittelt wird, ist neben der rezeptorgesteuerten CD95/CD95L-Interaktion, ein weiterer, vergleichsweise neubeschriebener Weg, über den der programmierte Zelltod (= Apoptose) ausgelöst werden kann. Perforin und GrB werden zusammen in zytoplasmatischen Granula, hauptsächlich von natürlichen Killerzellen und zytotoxischen T-Lymphozyten, gespeichert. Nachdem sie auf die Zielzelle ausgeschüttet worden sind, bildet Perforin in deren Zellmembran Poren. GrB gelangt via Endozytose in die Zielzelle und verbleibt in den Endosomen bis Perforin auch diese Membran perforiert. Im Zytoplasma kann GrB den Zelltod über dreiWege erreichen: 1. ähnlich wie die CD95/CD95L-vermittelte Apoptose über eine Caspase-Kaskade zur zellulären Proteolyse führend; 2. oder aber andere zytoplasmatische Substrate hydrolysierend; 3. Substrate im Zellkern spaltend,umzu einer intranukleären Proteolyse zu führen. Gerade die beiden letztgenannten Wege, die keine Caspase-Kaskade benötigen, verleihen der Perforin/GrB-vermittelten Apoptose die besondere Bedeutung bei der Abtötung viral befallener Zellen, da diese nicht wie die Caspase- Kaskade durch virale Produkte blockiert werden können. Correspondence to:
PD Dr. med. J.C. Virchow jr.
Dr. med. S. Abd-el-Ghani
Dr. med. W. Lüttmann
Abteilung Pneumologie
Universitätsklinikum
Hugstetter Straße 55
D-79106 Freiburg
Übersicht
Die mögliche Bedeutung der Neurotrophine in der Pathogenese des allergischen Asthmas
C. Nassenstein, S. Mayer, A. Braun, M. Lommatzsch, H. Renz, W. Luttmann und J.C. Virchow jr.
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 408 - 418
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 9/2001, S. 408–418
Die mögliche Bedeutung der Neurotrophine in der Pathogenese des allergischen Asthmas
C. Nassenstein1, S. Mayer1, A. Braun2, M. Lommatzsch1, H. Renz3, W. Luttmann1 und J.C. Virchow jr.1
1Abteilung Pneumologie, Universitätsklinikum Freiburg, 2Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung, Hannover, 3Abteilung Klinische Chemie, Universitätsklinikum Marburg
Asthma bronchiale ist eine entzündliche Erkrankung, die mit einer bronchialen Hyperreagibilität (BHR) einhergeht. Obwohl sowohl die Anzahl verschiedener Immunzellen, die die Bronchialschleimhaut infiltrieren, als auch die Konzentration der freigesetzten Mediatoren in einigen Studien mit dem Grad der BHR korreliert werden konnten, ist es bisher nicht gelungen, den pathophysiologisch zugrunde liegenden Mechanismus, der die allergisch bedingte Atemwegsentzündung und die BHR verbindet, aufzudecken. Neurotrophine, beim Asthma in erhöhten Konzentrationen nachweisbar, induzieren die Synthese von Neuropeptiden sensorischer Neurone und können dadurch, wie im Tiermodell gezeigt, an der Pathogenese der BHR beteiligt sein. Da verschiedene Immunzellen, die an der asthmatischen Entzündung mitwirken, Neurotrophine bilden, scheint die Entzündung wichtige Voraussetzung für eine Augmentation der Neurotrophinbildung zu sein. Diese Immunzellen exprimieren darüber hinaus Neurotrophin-Rezeptoren, über die möglicherweise durch auto- bzw. parakrine Mechanismen eine lokale Entzündung aufrechterhalten werden kann. Neurotrophine könnten also sowohl an der BHR als auch an der Chronifizierung der Atemwegsentzündung beteiligt sein, wodurch ihnen eine zentrale Rolle in der Pathogenese des allergischen Asthmas zukommen würde. Correspondence to:
PD Dr. med. J.C. Virchow jr.
Abteilung Pneumologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Straße 55
D-79106 Freiburg
Im Brennpunkt – Zur Diskussion gestellt
Peak-Flow-Messung bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
J.C. Virchow, D. Nolte, H. Lindemann, F. Riedel
Jahrgang 18 (1995) p. 38 - 42
Abstract
Allergologie, Jahrgang 18, Nr. 1/1995, S. 38-42
Peak-Flow-Messung bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
J.C. Virchow, D. Nolte, H. Lindemann, F. Riedel
Asthma
Allergen-Immuntherapie bei allergischem Asthma
J.C. Virchow, O. Pfaar und M. Lommatzsch
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2024) p. 29 - 34
Abstract
Allergologie, Jahrgang 47, Nr. 1/2024, S. 29-34
Allergen-Immuntherapie bei allergischem Asthma
J.C. Virchow1, O. Pfaar2 und M. Lommatzsch1
1Abteilung für Pneumologie, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg
Das Ziel einer modernen Asthma-Therapie ist das Erreichen einer Remission. Im Armamentarium der personalisierten Asthma-Präzisionsmedizin stellt die Allergen-Immuntherapie (AIT) einen wesentlichen Bestandteil dar. Dabei bietet die subkutane AIT (SCIT) oder sublinguale AIT (SLIT) sowohl die Möglichkeit einer Primärprävention (Reduktion des Risikos, ein Asthma zu entwickeln) als auch die Möglichkeit, ein manifestes allergisches Asthma positiv zu beeinflussen (bis hin zum Erreichen einer Asthma-Remission). Entsprechend sollte eine AIT bei Patienten mit allergischem Asthma und einem nachweisbaren und klinisch relevantem Allergen immer erwogen und frühzeitig eingesetzt werden: Voraussetzung ist jedoch die genaue Phänotypisierung der Patienten.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
Virchow JC, Pfaar O, Lommatzsch M. Allergen immunotherapy for allergic asthma. Allergol Select. 2024; 8: 6-11.
DOI 10.5414/ALX02451ECorrespondence to:
Prof. Dr. Marek Lommatzsch
Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor
Abteilung für Pneumologie
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsmedizin Rostock
Ernst-Heydemann-Str. 6
18057 Rostock
Email: [email protected]
Asthma
Allergen-Immuntherapie bei allergischem Asthma
J.C. Virchow, O. Pfaar und M. Lommatzsch
Price
42.00 $
Jahrgang 50 (2024) p. 382 - 387
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 8/2024, S. 382-387
Allergen-Immuntherapie bei allergischem Asthma
J.C. Virchow1, O. Pfaar2 und M. Lommatzsch1
1Abteilung für Pneumologie, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsmedizin Rostock, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg
Das Ziel einer modernen Asthma-Therapie ist das Erreichen einer Remission. Im Armamentarium der personalisierten Asthma-Präzisionsmedizin stellt die Allergen-Immuntherapie (AIT) einen wesentlichen Bestandteil dar. Dabei bietet die subkutane AIT (SCIT) oder sublinguale AIT (SLIT) sowohl die Möglichkeit einer Primärprävention (Reduktion des Risikos, ein Asthma zu entwickeln) als auch die Möglichkeit, ein manifestes allergisches Asthma positiv zu beeinflussen (bis hin zum Erreichen einer Asthma-Remission). Entsprechend sollte eine AIT bei Patienten mit allergischem Asthma und einem nachweisbaren und klinisch relevantem Allergen immer erwogen und frühzeitig eingesetzt werden: Voraussetzung ist jedoch die genaue Phänotypisierung der Patienten.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der AutorenCorrespondence to:
Prof. Dr. Marek Lommatzsch
Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor
Abteilung für Pneumologie
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsmedizin Rostock
Ernst-Heydemann-Str. 6
18057 Rostock
Email: [email protected]