Übersichten
Molekulare Pathogenese und Immuntherapie bei allergischem Asthma
S. Finotto, M. Hausding, T. Eigenbrod, U. Herz und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 15 - 23
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 1/2003, S. 15–23
Molekulare Pathogenese und Immuntherapie bei allergischem Asthma
S. Finotto1, M. Hausding1, T. Eigenbrod1, U. Herz2 und H. Renz2
1I. Medizinische Klinik und Poliklinik, Laboratorium für Immunologie, Universitätsklinikum Mainz, 2Abteilung für molekulare Diagnostik, Universität Marburg
Das allergische Asthma bronchiale stellt ein komplexes Krankheitsbild dar, welches durch reversible Bronchokonstriktion, Atemnot, Entzündung und “Airway Remodeling” charakterisiert ist. Allergien werden in einem komplexen genetischen Hintergrund vererbt. “Genom-Mapping” hat zur Identifizierung 20 verschiedener Genabschnitte geführt, von denen ein bedeutender Abschnitt auf dem verlängerten Arm des Chromosom 5 (5q31-33) liegt. Dieser beinhaltet den T-Helfer-Zelltyp 2(TH2)-Zytokin-Gencluster sowie auch das Gen, welches für IL-12p40 kodiert. In der Literatur gibt es mehrere Studien, die über die erfolgreiche Behandlung allergischen Asthmas in Tiermodellen berichten, in denen TH2-Zytokine durch die lokale Verabreichung von Antikörpern, die gegen Zytokine oder ihre Rezeptoren gerichtet sind, unterdrückt werden. Andererseits vermindert die lokale Verabreichung von TH1-Zytokinen wie IL-12 und IFN-g die lokale Eosinophilie und die bronchiale Hyperreaktivität. Weiterhin wurde demonstriert, daß T-bet “knockout-Mäuse”, sowohl heterozygot als auch homozygot (T-bet -/-), in Abwesenheit eines Allergens T-Zell-abhängige Hyperreaktivität, Atemwegsentzündung und “Airway Remodeling” in Übereinstimmung mit humanem Asthma zeigen. Das Gleichgewicht zwischen GATA-3 und T-bet scheint also für die Differenzierung der T-Zellen der Mukosa-Oberfläche von entscheidender Bedeutung zu sein. Ferner ist die Regulation dieses Gleichgewichts ein Hauptfaktor für das Verständnis T-Zell-vermittelter Immunantworten in der Mukosa.Correspondence to:
Susetta Finotto, PhD, PD
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Verfügungsgebäude für Forschung
und Entwicklung
Universitätsklinikum Mainz
Obere Zahlbacher Straße 63
D-55131 Mainz
Positionspapier
In-vitro-Allergiediagnostik
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 237 - 254
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 6/2003, S. 237–254
In-vitro-Allergiediagnostik
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Renz
Abteilung Klinische Chemie
und Molekulare Diagnostik
Universität Marburg
Baldinger Straße
D-35033 Marburg
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 1/2002, S. 5–6
Editorial
H. Renz
Correspondence to:
Harald Renz, Marburg
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
In-vitro-Allergiediagnostik
C.L. Skevaki und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 403 - 411
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 10/2014, S. 403–411
In-vitro-Allergiediagnostik
C.L. Skevaki und H. Renz
Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, Phillips-Universität Marburg, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Marburg
Bei Verdacht auf eine Allergie sind zur Diagnosestellung Laboruntersuchungen unabdingbar. Die Bestimmung von allergenspezifischem Immunglobulin E im Blut von Patienten hat die Allergiediagnostik drastisch verändert. Umso mehr als die molekulare Allergiediagnostik es inzwischen ermöglicht, ein Sensibilisierungsprofil des Patienten auf Stufe der Allergenkomponenten zu erstellen. Zellbasierte In-vitro-Tests beruhen meist auf der Aktivierung von Basophilen im peripheren Blut und der daraus resultierenden Freisetzung von Histamin, Leukotrienen und Expression zellulärer Marker. Allergologen sollten sich mit der zur Verfügung stehenden Palette von In-vitro-Assays sowie ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen. Im Folgenden soll eine Zusammenfassung der verfügbaren Tests und deren Durchführung erfolgen.Correspondence to:
Dr. med. C.L. Skevaki
Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie
Molekulare Diagnostik
Phillips-Universität Marburg
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Baldingerstraße
D-35043 Marburg
Email: [email protected]
Übersicht
Die mögliche Bedeutung der Neurotrophine in der Pathogenese des allergischen Asthmas
C. Nassenstein, S. Mayer, A. Braun, M. Lommatzsch, H. Renz, W. Luttmann und J.C. Virchow jr.
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 408 - 418
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 9/2001, S. 408–418
Die mögliche Bedeutung der Neurotrophine in der Pathogenese des allergischen Asthmas
C. Nassenstein1, S. Mayer1, A. Braun2, M. Lommatzsch1, H. Renz3, W. Luttmann1 und J.C. Virchow jr.1
1Abteilung Pneumologie, Universitätsklinikum Freiburg, 2Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung, Hannover, 3Abteilung Klinische Chemie, Universitätsklinikum Marburg
Asthma bronchiale ist eine entzündliche Erkrankung, die mit einer bronchialen Hyperreagibilität (BHR) einhergeht. Obwohl sowohl die Anzahl verschiedener Immunzellen, die die Bronchialschleimhaut infiltrieren, als auch die Konzentration der freigesetzten Mediatoren in einigen Studien mit dem Grad der BHR korreliert werden konnten, ist es bisher nicht gelungen, den pathophysiologisch zugrunde liegenden Mechanismus, der die allergisch bedingte Atemwegsentzündung und die BHR verbindet, aufzudecken. Neurotrophine, beim Asthma in erhöhten Konzentrationen nachweisbar, induzieren die Synthese von Neuropeptiden sensorischer Neurone und können dadurch, wie im Tiermodell gezeigt, an der Pathogenese der BHR beteiligt sein. Da verschiedene Immunzellen, die an der asthmatischen Entzündung mitwirken, Neurotrophine bilden, scheint die Entzündung wichtige Voraussetzung für eine Augmentation der Neurotrophinbildung zu sein. Diese Immunzellen exprimieren darüber hinaus Neurotrophin-Rezeptoren, über die möglicherweise durch auto- bzw. parakrine Mechanismen eine lokale Entzündung aufrechterhalten werden kann. Neurotrophine könnten also sowohl an der BHR als auch an der Chronifizierung der Atemwegsentzündung beteiligt sein, wodurch ihnen eine zentrale Rolle in der Pathogenese des allergischen Asthmas zukommen würde. Correspondence to:
PD Dr. med. J.C. Virchow jr.
Abteilung Pneumologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Straße 55
D-79106 Freiburg
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Jahrgang 24 p. 525 - 534
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 11/2001, S. 535–544
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Die Wirkung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (SIT) ist komplex und induziert zahlreiche immunologische Veränderungen. Ihr Erfolg beruht vermutlich auf einer funktionellen Umorientierung und einer Toleranzentwicklung antigenspezifischer T-Lymphozyten mit verminderter allergischer Reaktionsbereitschaft und Entzündung. Die subkutane SIT ist bei allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bronchiale für einige klinisch relevante Allergene (unter anderen Birken-, Gräser-, Beifußpollen, Hausstaubmilben, Tierepithelien) kontrolliert untersucht und mit gutem Erfolg angewandt worden. Sie gilt derzeit als einzige kausale Therapie neben der Allergenkarenz und kann den natürlichen Verlauf der Allergie beeinflussen. Bei Hymenopterengiftallergien (Bienen- und Wespengift) zeigt die SIT die besteWirksamkeit im Vergleich zur Therapie mit anderen Allergenen. Eine Indikation zur SIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht oder schwer möglich ist und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollte nur ein Arzt mit allergologischer Ausbildung oder allergologischen Fachkenntnissen vornehmen. Die SIT wird von Ärzten mit Erfahrung in dieser Therapieform durchgeführt. Nach einer obligaten Zwischenanamnese und Injektion der vorgesehenen bzw. individuell angepaßten Dosis, die sorgfältig dokumentiert werden, muß der Patient 30 Minuten unter ärztlicher Kontrolle bleiben. Die Indikationsstellung und Durchführung der SIT bei Kindern entspricht im wesentlichen der Behandlung Erwachsener. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SIT. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Wirkungen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Veränderte Allergene, rekombinante Proteine und Adjuvantien zur Immunmodulation aus der modernen Grundlagenforschung versprechen zukünftig eine verbesserte Wirksamkeit der SIT mit Allergenen bei geringeren unerwünschten Wirkungen. Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Schloßstraße 51
D-14059 Berlin
Übersicht
Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei allergischer Rhino-Konjunktivitis – Bewährtes und Neues
L. Klimek und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 569 - 579
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 12/2001, S. 569–579
Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei allergischer Rhino-Konjunktivitis – Bewährtes und Neues
L. Klimek1,2, und H. Renz3
1Zentrum für Rhinologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik, Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 3Abteilung Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik, Philipps-Universität, Marburg
Hintergrund: Die Hyposensibilisierungstherapie oder spezifische Immuntherapie (SIT) ist neben der Allergenkarenz die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis. Bei der klassischen SIT wird ein Allergenextrakt repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan injiziert. Eine Vielzahl kontrollierter klinischer Studien belegt die Wirksamkeit dieser Form der SIT. Der Wirkmechanismus ist allerdings immer noch nicht in allen Einzelheiten bekannt. Derzeit wird die Vorstellung favorisiert, daß T-Lymphozyten hierfür eine zentrale Bedeutung besitzen. Insbesondere T-Helfer-Lymphozyten des TH2-Typs, welche u.a. IL-4 und IL-5 in hohem Maße produzieren, spielen für die Entwicklung, Aufrechterhaltung und Auslösung einer Soforttyp- Allergie eine essentielle Rolle. Nach heutigem Verständnis veranlaßt die SIT eine Umorientierung der allergeninduzierten Lymphokinproduktion zu einem dominierenden TH1-Zytokinprofil. Da das Mengenverhältnis von IL-4 und seinem Regulator IFN- das Ausmaß der IgE-Synthese durch B-Zellen steuert, hat die Umorientierung eine verminderte IgE-Produktion zur Folge. IFN- inhibiert zusätzlich die Differenzierung von TH2-Zellen aus Vorläuferzellen; dadurch stehen weniger TH2-Zellen zur Verfügung, um B-Zellen Hilfe zur Produktion von IgEAntikörpern zu leisten, und um die Differenzierung von Mastzellen und Basophilen sowie die Anlockung, Differenzierung und Aktivierung von Eosinophilen zu gewährleisten. Die Effektivität der SIT ist abhängig von dem spezifischen Allergen, der Qualität und Gesamtdosis der verabreichten Allergenextrakte und dem Applikationsschema. Neue Immuntherapieformen beinhalten die Peptidtherapie, die gentherapeutische Immuntherapie, die Anti-T-Zelltherapie und die Zielgerichtete Modifikation der Zytokin-Produktion.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
HNO, Allergologie, Umweltmedizin
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Übersicht
Mechanismen der T-Zell-Aktivierung in der allergischen Entzündung
A. Daser, U. Herz, T. Werfel, E. Köttgen und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 166 - 170
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 4/1996, S. 166-170
Mechanismen der T-Zell-Aktivierung in der allergischen Entzündung
A. Daser1, U. Herz1, T. Werfel2, E. Köttgen1 und H. Renz1
1Institut für Klinische Chemie und Biochemie, Virchow-Klinikum, Humboldt-Universität, Berlin, 2Dermatologische Klinik, Medizinische Hochschule Hannover
In letzter Zeit konnten die Signale, die zur T-Zell-Aktivierung bei allergischer Erkrankung führen, näher charakterisiert werden. Dieser Beitrag fokusiert die initialen Ereignisse auf der Ebene der kognitiven Interaktion zwischen MHC-Molekül, T-Zell-Epitop und dem T-Zell-Rezeptor.Correspondence to:
PD Dr. med. H. Renz, Augustenburger Platz 1, D–13353 Berlin
Original
Kriterien zur Erfassung kindlicher Atopiker mit Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel
H. RENZ und C.H.L. RIEGER
Price
42.00 $
Jahrgang 12 (1989) p. 366 - 370
Abstract
Allergologie, Jahrgang 12, Nr. 9/1989, S. 366-370
Kriterien zur Erfassung kindlicher Atopiker mit Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel
H. RENZ1 und C.H.L. RIEGER2
1Institut für Immunologie, Philipps-Universität Marburg, 2Kinderklinik, Philipps-Universität Marburg
Die vorliegende Studie wurde durchgeführt, um Kriterien zu erarbeiten, aufgrund derer Kinder mit potentiellen Sensibilisierungen auf Nahrungsmittel erfaßt werden können. Ein Prick-Hauttest mit 30 nativen Nahrungsmitteln wurde bei 61 Atopikern (zwischen 1 und 17 Jahren) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit RAST und einer Beurteilungsskala (0-22 Punkte) verglichen, die klinische und diagnostische Parameter enthält. 43 der 61 Kinder zeigten 179 positive Hauttestreaktionen. Hohe Korrelationen zwischen Hauttest und RAST wurden für Ei und Nüsse (p < 0,001) sowie für Milch (p < 0,01) gefunden. 39 der 43 Kinder mit positivem Hauttest wiesen in der Beurteilungsskala mehr als 7 Punkte auf oder hatten ein Serum-Gesamt-IgE größer 250% als die Altersnorm. 11 der 15 Kinder mit positivem Hauttest und einem Score zwischen 0-7 Punkten hatten ein Gesamt-IgE größer 250%. Umgekehrt hatten 16 der 18 Kinder ohne Sensibilisierungen weniger als 8 Punkte und ein Gesamt-IgE kleiner 250%.Correspondence to:
Dr. med. Harald Renz
Deutschhausstraße
D-3550 Marburg
Untersuchungen über Nahrungsmittelallergien bei Kindern mit Neurodermitis
H. RENZ, H. DÜNGEMANN und J. RAKOSKI
Price
42.00 $
Jahrgang 11 (1988) p. 16 - 21
Abstract
Allergologie, Jahrgang 11, Nr. 1/1988, S. 16-21
Untersuchungen über Nahrungsmittelallergien bei Kindern mit Neurodermitis
H. RENZ, H. DÜNGEMANN und J. RAKOSKI
Klinik für Dermatologie und Allergie (Direktor: Prof Dr. Dr. S. Borelli), Davos
Auf eine Nahrungsmittelallergie wurden 321 atopisch kranke Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren mittels Anamnese und Bestimmung von Gesamt-IgE und spezifischen IgEAntikörpern gegen Nahrungsmittel untersucht. Auf einem hohen Signifikanzniveau konnte gezeigt werden, daß eine Übereinstimmung zwischen eindeutiger Anamnese auf Nahrungsmittelallergie und RAST-Befunden der Klassen III und IV bestand. Die Mehrzahl der RAST-Befunde der Klassen III und IV bei Patienten mit stummer Anamnese auf Nahrungsmittelallergie waren Ausgangspunkt für eine durch weitere Tests und/oder Provokationen zu diagnostizierende Nahrungsmittelallergie. Die Auswertung des Gesamt-IgE zeigte: Patienten mit gesicherter Nahrungsmittelallergie wiesen ein erhöhtes Gesamt-IgE mit Werten über 1000 U/ml auf (59,1% bei Patienten mit ausschließlicher Hautsymptomatik, 81,3% in der Gruppe mit Haut- und Schleimhautsymptomatik). Eine Eliminationsdiät bezüglich allergieauslösenden Nahrungsmitteln wurde zwischen 100% (für Fische) und 62,5% (für Nüsse) konsequent durchgeführt. Die Häufigkeit einer Nahrungsmittelallergie lag bei 16,8%.Correspondence to:
Dr. med. H. Renz
Institut für Immunologie
Robert-Koch-Straße 8
D-3550 Marburg
Übersicht
Biologika bei atopischen Erkrankungen: Indikationsstellung, Nebenwirkungsmanagement und neue Entwicklungen
U. Jappe, H. Beckert, K.-C. Bergmann, A. Gülsen, L. Klimek, S. Philipp, J. Pickert, M. Rauber- Ellinghaus, H. Renz, C. Taube, R. Treudler, M. Wagenmann, T. Werfel, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 54 - 80
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 1/2021, S. 54-80
Biologika bei atopischen Erkrankungen: Indikationsstellung, Nebenwirkungsmanagement und neue Entwicklungen
U. Jappe1#2, H. Beckert3, K.-C. Bergmann4, A. Gülsen2, L. Klimek5, S. Philipp6, J. Pickert7, M. Rauber-Ellinghaus8, H. Renz9, C. Taube3, R. Treudler10, M. Wagenmann11, T. Werfel12, M. Worm13 und T. Zuberbier14
1Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie des Forschungszentrums Borstel, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 2Interdisziplinäre Allergie-Ambulanz, Medizinische Klinik III, Universität zu Lübeck, 3Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik, Essen, 4Charité – Universitätsmedizin Berlin, korporatives Mitglied von Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, und Berlin Institute of Health, 5Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 6Hautarztpraxis Dr. Markus Friedrich/Dr. Sandra Philipp, Oranienburg, 7Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen & Marburg, Standort Marburg, 8Experimentelle Dermatologie und Allergologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, 9Institute of Laboratory Medicine, Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC), Philipps Universität Marburg, Member of the German Center for Lung Research (DZL) Marburg, 10Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie – Comprehensive Allergy Centre, Universitätsmedizin Leipzig, 11HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 12Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 13Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 14Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Comprehensive Allergy Center Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Mit den Biologika stehen zunehmend mehr Therapeutika zur Verfügung, die zielgerichtet bestimmte Schaltstellen im Pathomechanismus immunologisch dominierter Erkrankungen adressieren. Damit steht mehr die individuelle Krankheitsausprägung des einzelnen Patienten im Fokus der Diagnostik und Therapie (Präzisionsmedizin). Bezüglich der unterschiedlichen Phänotypen atopischer Erkrankungen war das schwere Asthma die erste Entität, für die Biologika zugelassen wurde, gefolgt von Urtikaria, und schließlich der atopischen Dermatitis und der chronischen Rhinosinusitis mit nasalen Polypen. Die Erfahrungen in der Therapie des schweren Asthma bronchiale machten deutlich, dass die Intensität des Ansprechens auf eine Biologikatherapie entscheidend von der Qualität der klinischen und immunologischen Phänotypisierung der Patienten abhängt, wobei diese Unterscheidung z. T. schwierig sein kann und sich verschiedene Phänotypen durchaus überlagern können. Das gilt auch für unterschiedliche Erkrankungen des atopischen Formenkreises, da Patienten in jeweils entsprechend unterschiedlicher Ausprägung unter mehreren atopischen Krankheiten gleichzeitig leiden können. Es bilden sich bereits Biologika heraus, die eine geeignete Therapie für das allergische Asthma bronchiale, das häufig gemeinsam mit einer schweren Neurodermitis auftritt, sowie die chronische Rhinosinusitis mit nasalen Polypen darstellen können. In der Praxis stellt sich dennoch zunehmend die Frage nach möglichen Biologika-Kombinationen zur Therapie komplexer Krankheitsbilder einzelner Patienten. Dabei gilt es, das Nebenwirkungsprofil zu beachten, zu denen auch Hypersensitivitätsreaktionen gehören, deren diagnostisches und logistisches Management eine sichere und effiziente Therapie der Grunderkrankung zum Ziel haben muss. Erhöhte Aufmerksamkeit gilt auch für eine Biologikatherapie bei Schwangerschaften und geplanten (planbaren) Impfungen sowie bestehenden Infektionen, wie zum Beispiel die SARS-CoV-2-Infektion. Vor dem Start einer Biologikatherapie sollten der Immunstatus in Bezug auf chronische Virus- und bakterielle Infektionen geprüft und gegebenenfalls vor Therapieeinleitung der Impfstatus aufgefrischt bzw. fehlende Impfungen nachgeholt werden. Derzeit liegen verlässliche Daten zum Effekt von Biologika auf die immunologische Situation der SARS-CoV-2-Infektion und COVID-19 nicht vor. Daher ist die Erforschung und Entwicklung geeigneter Diagnostikverfahren zur Erfassung immunologisch bedingter Nebenwirkungen sowie der Erfassung potenzieller Therapie-Responder und -Non-Responder von großer Bedeutung.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Jappe U, Beckert H, Bergmann K-C et al. Biologics for atopic diseases: Indication, side effect management and new developments. Allergol Select. 2021 Jan 5; 5: 1-25
DOI 10.5414/ALX02197ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Uta Jappe
Forschungszentrum Borstel
Leibniz-Lungenzentrum
Parkallee 35
23845 Borstel
Email: [email protected]
Nachruf
Nachruf für Joachim Ganzer
J. Ring, H. Renz und G. Schultze-Werninghaus
Jahrgang 44 (2021) p. 328 - 330
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 4/2021, S. 328-330
Nachruf für Joachim Ganzer
J. Ring, H. Renz und G. Schultze-Werninghaus
CAC in Deutschland stellen sich vor
Comprehensive Allergy Center AZH am Universitätsklinikum Marburg
W. Pfützner, J. Pickert, S. Mühlenbein, C. Möbs, M. Hertl, A. Nastev, S. Hoch, B.A. Stuck, M. Bauck, S. Weber, C. Skevaki, H. Renz und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 738 - 748
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 9/2021, S. 738-748 © 2021
Comprehensive Allergy Center AZH am Universitätsklinikum Marburg
W. Pfützner1#5, J. Pickert1#5, S. Mühlenbein1#5, C. Möbs1#5, M. Hertl1#5, A. Nastev2#5, S. Hoch2#5, B.A. Stuck2#5, M. Bauck3#5, S. Weber3#5, C. Skevaki4#5, H. Renz4#5 und O. Pfaar2#5
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, 3Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, 4Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, 5Allergiezentrum Hessen, Comprehensive Allergy Center, Universitätsklinikum Marburg, Philipps-Universität Marburg
Das 2005 am Universitätsklinikum Marburg gegründete Allergiezentrum Hessen wurde 2015 als zweites Comprehensive Allergy Center (CAC) in Deutschland zertifiziert und inzwischen zweimal re-zertifiziert, zuletzt 2020. Im Geltungsbereich des Zertifikats sind die Klinik für Dermatologie und Allergologie, die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie das Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik aufgenommen. Es werden die Ziele und Strukturen des AZH CAC, seine Aufgaben, Schwerpunkte und Perspektiven dargestellt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Wolfgang Pfützner
Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie
Allergie-Zentrum Hessen
Universitätsklinikum Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
Übersicht
In-vitro-Allergiediagnostik
C. Skevaki, V. Härtel und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 795 - 808
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 10/2021, S. 795-808
In-vitro-Allergiediagnostik
C. Skevaki, V. Härtel und H. Renz
Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, Philipps-Universität Marburg
Klinisch manifeste Allergien, wie allergische Rhinitis, Asthma, atopische Dermatitis und allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel, Medikamente, Latex, Insektengift oder andere Allergene rechtfertigen eine ausführliche Diagnostik. Nach der Erhebung der Anamnese zur Sammlung von Informationen zu Symptomen, möglicher Allergenexposition und assoziierten Risikofaktoren und einer körperlichen Untersuchung können neben In-vivo-Hauttests auch einige In-vitro-Bluttests zur Diagnostik herangezogen werden. Sensibilisierungen gegen bestimmte Allergene können dabei mithilfe verschiedener Komponenten der allergischen Entzündungsreaktion nachgewiesen werden. Dieser Beitrag beleuchtet die serologischen und zellulären Testmöglichkeiten der in-vitro Allergiediagnostik. Es werden die serologische IgE-Bestimmung mithilfe von Extrakten sowie molekulare Methoden und zelluläre Aktivierungstests sowie Mediatorbestimmungen dargestellt.Correspondence to:
Priv.-Doz. Dr. Chrysanthi Skevaki
Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Feulgenstraße 12
35392 Gießen
Email: [email protected]
DGAKI InSight
Bericht vom 2. DGAKI-JSA Forschungstreffen: Vielfalt allergischer Erkrankungen und deren Modulatoren
M. Worm, U. Raap, T. Zuberbier, H. Renz, E. Hamelmann und S. Traidl
Jahrgang 45 (2022) p. 222 - 224
Abstract
Bericht vom 2. DGAKI-JSA Forschungstreffen: Vielfalt allergischer Erkrankungen und deren Modulatoren
M. Worm1, U. Raap2, T. Zuberbier1, H. Renz3, E. Hamelmann4 und S. Traidl5
1Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt- Universität zu Berlin, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Berlin, 2Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum Oldenburg – Comprehensive Allergy Center, Klinikum Oldenburg AöR, Oldenburg, 3Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH, Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, Campus Marburg, Campus Giessen, Marburg und Hiessen, 4Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Bielefeld, 5Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Hannover
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Campus Charité Mitte
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Biologika in der Allergologie und klinischen Immunologie: Update zu Therapien bei atopischen Erkrankungen, Urtikaria und Angioödem und zu Sicherheitsaspekten mit Schwerpunkt Hypersensitivitätsreaktionen
U. Jappe, K.-C. Bergmann, F. Brinkmann, V. Faihs, A. Gülsen, L. Klimek, H. Renz, S. Seurig, C. Taube, S. Traidl, R. Treudler, M. Wagenmann, T. Werfel, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2024) p. 727 - 770
Abstract
Allergologie, Jahrgang 47, Nr. 12/2024, S. 727-770
Biologika in der Allergologie und klinischen Immunologie: Update zu Therapien bei atopischen Erkrankungen, Urtikaria und Angioödem und zu Sicherheitsaspekten mit Schwerpunkt Hypersensitivitätsreaktionen
U. Jappe1#2, K.-C. Bergmann3, F. Brinkmann4, V. Faihs5, A. Gülsen6, L. Klimek7, H. Renz8, S. Seurig9, C. Taube10, S. Traidl11, R. Treudler12, M. Wagenmann13, T. Werfel11, M. Worm14 und T. Zuberbier3
1Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie des Forschungszentrums Borstel, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 2Interdisziplinäre Allergie-Ambulanz, Medizinische Klinik III, Universität zu Lübeck, 3Institut für Allergieforschung (IFA), Charité Universitätsmedizin Berlin und Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Berlin, 4Sektion Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Campus Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL), Lübeck, 5Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 6Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, 7Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 8Institute of Laboratory Medicine, Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC), Philipps Universität Marburg, Member of the German Center for Lung Research (DZL) Marburg, 9Nürnberger Interdisziplinäres Zentrum für Allergologie, Klinik für Innere Medizin 3, Schwerpunkt Pneumologie, Klinikum Nürnberg/Campus Nord, 10Ruhrlandklinik – Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen, Essen, 11Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 12Institute of Allergology IFA, Charité Universitätsmedizin corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Campus Benjamin Franklin, Berlin, 13HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 14Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin
Die Entwicklung gezielter Therapien von atopischen Erkrankungen, Urtikaria und Angioödemen mit Biologika ist rasant: Neue „Targets“ von klinisch-therapeutischer Relevanz wurden identifiziert, entsprechende zielgerichtete Antikörper entwickelt, in klinischen Studien geprüft und zur Therapie zugelassen. Hierzu zählen zur Behandlung von atopischen Erkrankungen der anti-IgE Antikörper Omalizumab (auch wirksam und zugelassen zur Behandlung der Urtikaria), der anti-IL-4/13 rezeptorspezifische Antikörper Dupilumab, die beiden anti-IL-13 Antikörper Lebrikizumab und Tralokinumab, der anti-TSLP Antikörper Tezepelumab, die beiden anti-IL-5 Antikörper Mepolizumab und Reslizumab, und der anti-IL5 rezeptorspezifische Antikörper Benralizumab. Zur Behandlung des hereditären Angioödems sind darüber hinaus – neben niedermolekularen Substanzen – als Biologika schon länger der C1 Inhibitor sowie der Antikörper Lanadelumab (gerichtet gegen Kallikrein) zugelassen. Weitere therapeutische Antikörper sind in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung. Des Weiteren wurde das Indikationsspektrum einiger sehr wirksamer Biologika um zusätzliche Erkrankungen mit Erfolg erweitert. In diesem Zusammenhang spannend sind die ersten Ergebnisse zum Einsatz der Biologikatherapie bei der Nahrungsmittelallergie und der eosinophilen Ösophagitis. Zusehends werden Biologika, die unterschiedliche Zielstrukturen adressieren, auch kombiniert, parallel oder aufeinander folgend verabreicht, um die optimale Wirksamkeit zu erreichen. Ein sich entwickelnder Bereich ist die Anwendung von Biologika bei Kindern und die Beobachtung immunologischer und nicht-immunologischer Nebenwirkungen. Dabei haben sich z. T. neue unerwartete Nebenwirkungen und Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt, die wiederum pathomechanistisch Fragen aufwerfen, wie zum Beispiel die Konjunktivitis unter Dupilumabtherapie, die nur bei der Therapie der atopischen Dermatitis, nicht aber bei Behandlung anderer atopischer Erkrankungen aufzutreten scheint. In der Dermatologie wurden paradoxe Reaktionen unter Therapie mit einigen Biologika bereits vor Jahren beschrieben. Auch die Immunreaktionen der Typen alpha bis epsilon auf Biologika (Hypersensitivitätsreaktionen) sind eine klinisch relevante Herausforderung, die sowohl die Auswahl eines Ausweichtherapeutikums betrifft als auch die erforderliche Diagnostik, die noch nicht in der Routinearbeit etabliert ist.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
Jappe U, Bergmann K-C, Brinkmann F, Faihs V, Gülsen A, Klimek L, Renz H, Seurig S, Taube C, Traidl S, Treudler R, Wagenmann M, Werfel T, Worm M, Zuberbier T. Biologics in allergology and clinical immunology: Update on therapies for atopic diseases, urticaria, and angioedema and on safety aspects focusing on hypersensitivity reactions. Allergol Select. 2024; 8: 365-406.
DOI 10.5414/ALX02533ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Uta Jappe
Klinische und Molekulare Allergologie
Forschungszentrum Borstel
Leibniz-Lungenzentrum
Parkallee 35
23845 Borstel
Email: [email protected]
Übersicht
Wege zur Remission: Neue Behandlungskonzepte bei entzündlichen Typ-2-Erkrankungen
M. Lommatzsch, K. Blumchen, L.A. Beck, J. Bousquet, G.G. Brusselle, W.J. Fokkens, E. Hamelmann, S. Lau, H. Ott, O. Pfaar, H.A. Sampson, J.S. Smolen, C. Taube, I.H. Tarner, M. Wagenmann, T. Werfel, M. Worm und H. Renz
Price
42.00 $
Jahrgang 48 (2025) p. 678 - 698
Abstract
Allergologie, Jahrgang 48, Nr. 12/2025, S. 678-697
Wege zur Remission: Neue Behandlungskonzepte bei entzündlichen Typ-2-Erkrankungen
M. Lommatzsch1, K. Blumchen2, L.A. Beck3, J. Bousquet4#19, G.G. Brusselle5, W.J. Fokkens6, E. Hamelmann7, S. Lau8, H. Ott9, O. Pfaar10, H.A. Sampson11, J.S. Smolen12, C. Taube13, I.H. Tarner14, M. Wagenmann15, T. Werfel16, M. Worm17 und H. Renz18
1Klinik für Pneumologie, Allergologie und internistische Intensivmedizin, Universität Rostock, 2Abteilung für Pädiatrie, Goethe-Universität, Frankfurt, 3Abteilung für Dermatologie, Universität Rochester, Rochester, USA, 4Institut für Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Mitglied der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, 5Abteilung für Atemwegsmedizin, Universitätsklinikum Gent, Gent, Belgien, 6Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum (UMC), Amsterdam, Niederlande, 7Abteilung für Pädiatrie, Universität Bielefeld, Bielefeld, 8Abteilung für Pädiatrie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 9Abteilung für Pädiatrische Dermatologie und Allergologie, Kinderklinik Auf der Bult, Hannover, 10Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Philipps- Universität Marburg, Marburg, 11Jaffe Food Allergy Institute, Icahn School of Medicine am Mount Sinai, New York, USA, 12Abteilung für Rheumatologie, Universität Wien, Wien, Österreich, 13Abteilung für Lungenheilkunde, Universitätsklinikum Essen – Ruhrlandklinik, Essen, 14Abteilung für Rheumatologie, Klinische Immunologie, Osteologie und Physikalische Medizin, Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim, 15Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, 16Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Universität Hannover, Hannover, 17Abteilung für Dermatologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 18Institut für Labormedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 19Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Allergologie und Immunologie, Berlin
Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs), die durch Typ-2-Entzündungen gekennzeichnet sind, darunter Asthma, allergische Rhinitis, chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, atopische Dermatitis, Nahrungsmittelallergien und eosinophile Ösophagitis, nehmen weltweit zu. Derzeit findet ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Behandlung dieser Krankheiten statt, hin zum Konzept der Krankheitsmodifikation und dem Behandlungsziel Remission, unabhängig von Schweregrad und Alter. Remission als Behandlungsziel bei chronisch-entzündlichen NCDs wurde zunächst bei rheumatoider Arthritis eingeführt und dann auf andere Nicht-Typ-2-Entzündungskrankheiten übertragen. Bei Typ-2-Entzündungskrankheiten ist dieses Konzept neu und derzeit am weitesten fortgeschritten bei Asthma. Dieses neue Paradigma wurde auf der Grundlage eines besseren Verständnisses der Pathophysiologie der Typ-2-Entzündung und der Einführung hochwirksamer Medikamente, die selektiv in Typ-2-Signalwege eingreifen, entwickelt. Hier geben wir einen Überblick über die Entwicklung der neuen Remissionskonzepte bei chronischen Erkrankungen mit Typ-2-Entzündung und diskutieren damit verbundene Herausforderungen und zukünftigen Forschungsbedarf.
Erstpublikation:
Lommatzsch M, Blumchen K, Beck LA et al. Roads to remission: evolving treatment
concepts in type 2 inflammatory diseases. EClinicalMedicine. 2025; 80: 103050.
DOI 10.1016/j.eclinm.2024.103050Correspondence to:
Prof. Dr. Marek Lommatzsch
Klinik für Pneumologie, Allergologie und internistische Intensivmedizin
Department für Innere Medizin
Universitätsmedizin Rostock
Ernst-Heydemann-Straße 6
18057 Rostock
Email: [email protected]