Übersichten
Diagnostischer Wert von Mastzellmediatoren bei der Anaphylaxie
K. Brockow, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 125 - 129
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 4/2005, S. 125–129
Diagnostischer Wert von Mastzellmediatoren bei der Anaphylaxie
K. Brockow, H. Behrendt und J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie Biederstein und Zentrum für Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Die Freisetzung von Mediatoren aus Mastzellen und Basophilen führt zum klinischen Bild der Anaphylaxie. Dabei werden erhöhte Spiegel von Histamin und Histaminmetaboliten im Plasma bzw. Urin nachgewiesen. Histamin eignet sich jedoch nur bedingt als diagnostischer Marker für die Anaphylaxie; es wird schnell abgebaut und die Konzentration seiner Metabolite im Urin ist abhängig von anderen Faktoren, wie z.B. der Aufnahme histaminreicher Nahrungsmittel. Die Serinprotease Tryptase ist das Genprodukt von zwei Genen, dem a-Protryptase- und dem b-Tryptasegen in Mastzellen. Ein früher erhältlicher Immunassay wies direkt b-Tryptase nach, die Form, die im Rahmen einer Anaphylaxie freigesetzt wird. Mit dem zur Zeit kommerziell erhältlichen Test wird die Gesamttryptase gemessen und nur ein Anstieg im Vergleich zu Basalwerten wird als Zeichen einer Anaphylaxie gewertet. Eine Zunahme der Gesamttryptasekonzentration wurde nach vielen anaphylaktischen Reaktionen auf Insektengift, Arzneimittel und Nahrungsmittel nachgewiesen. Es besteht ein Trend zu höheren Werten bei schwereren Reaktionen. Bei fataler Anaphylaxie können stark erhöhte Tryptasekonzentrationen zur Diagnosesicherung beitragen. Dauerhaft erhöhte Basalwerte treten bei systemischer Mastozytose auf. Erhöhte Konzentrationen von Prostaglandin D2 und IL-6 wurden nach anaphylaktoiden Reaktionen beschrieben, die Wertigkeit von Lipidmediatoren und Zytokinen in der Diagnostik der Anaphylaxie bleibt jedoch weitgehend unerforscht. Der Nachweis erhöhter Konzentrationen der Mastzellmediatoren Histamin und Tryptase hilft bei der Diagnosesicherung fraglicher Anaphylaxien und trägt zum Verständnis des Pathomechanismus dieser Reaktionen bei.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Mastozytose
Diagnose und Klassifikation der Mastozytose
K. Brockow, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 224 - 232
Abstract
K. Brockow, H. Behrendt und J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum für Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Unter Mastozytose versteht man eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit unterschiedlichen Schweregraden und Verläufen, die durch exzessive Vermehrung von Mastzellen in der Haut und/oder in anderen Geweben gekennzeichnet sind. Der Verdacht auf Mastozytose wird aufgrund typischer klinischer Erscheinungen am Integument oder einer durch Mastzell-Mediator-Freisetzung hervorgerufenen Symptomatik gestellt und durch Biopsie bestätigt. Bei kutaner Mastozytose, wie sie in der Regel bei Kindern vorliegt, beschränkt sich die Mastzell-Vermehrung auf die Haut. Bei der Mehrzahl der Erwachsenen mit kutaner Mastozytose besteht auch eine systemischen Mastozytose mit Befall des Knochenmarks oder anderer Organe. Hohe Konzentrationen von Mastzell-Tryptase, löslichem CD25 und CD117 (KIT) im Serum bzw. Plasma sowie die Ausdehnung des Hautbefalls geben bereits Hinweise für einen ausgedehnten Systembefall. Untersuchungen des Knochenmarks sind zur Bestätigung einer systemischen Mastozytose von herausragender Bedeutung. Gelegentlich sind spezielle immunphänotypische Untersuchungen und KIT-Mutationsanalysen notwendig. Durch Staging-Untersuchungen wird der Schweregrad der systemischen Mastozytose erfasst und die Erkrankungsform eingeordnet. Zumeist liegt bei systemischem Befall eine indolente systemische Mastozytose vor. Die Prognose dieser Form ist sehr gut, während sie bei Formen mit assoziierten hämatologischen Erkrankungen, aggressiver Mastozytose oder Mastzell-Leukämie vorsichtig zu stellen ist. Es wird derzeit intensiv an neuen Therapiestrategien geforscht, um in Zukunft eine Verbesserung der Prognose auch aggressiver Formen der systemischen Mastozytose zu erreichen.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Allergie: Eine systemische Entzündung
Allergie und Luftschadstoffe
B. Eberlein-König, J. Ring und H. Behrendt
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 81 - 84
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 2/2002, S. 81–84
Allergie und Luftschadstoffe
B. Eberlein-König, J. Ring und H. Behrendt
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, Klinische Kooperationsgruppe Umweltdermatologie und Allergologie, Technische Universität München/GSF, Neuherberg-München
Die Rolle von Umweltfaktoren wird unter den Hypothesen, die im Zusammenhang mit dem Anstieg allergischer Erkrankungen in modernen westlichen Ländern stehen, besonders diskutiert. Um den Einfluß von Umweltschadstoffen auf Entstehung, Auslösung und Unterhaltung allergischer Reaktionen (Allergotoxikologie) näher charakterisieren zu können, werden epidemiologische und klinische Studien sowie experimentelle Testsysteme herangezogen. Diese Untersuchungen zeigten, daß unter den anthropogenen Luftschadstoffen mit möglichem allergiefördernden Einfluß insbesondere Schadstoffbelastungstypen mit Stickstoffoxiden (NOx), Ozon (O3), Nebenstrom-Tabakrauch, atmosphärischen Schwebstäuben und Dieselrußpartikeln von Bedeutung sind.Correspondence to:
PD Dr. B. Eberlein-König
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Allergologie
am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Erweiterte Abstracts
Allergieforschung im Klimawandel – gesundheitliche Gefahren durch Ambrosiapollen?
H. Behrendt
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 401 - 401
Übersicht
Zentralnervöse Verarbeitung von Juckreiz
U. Darsow, F. Pfab, M. Valet, J. Huss-Marp, T. Sprenger, G.I. Athanasiadis, H.J. Baurecht, C. Zimmer, T.R. Tölle, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 469 - 472
Abstract
U. Darsow1,2, F. Pfab1,2, M. Valet3, J. Huss-Marp1,2, T. Sprenger3, G.I. Athanasiadis1, H.J. Baurecht4, C. Zimmer5, T.R. Tölle3, H. Behrendt2 und J. Ring1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM), Klinische Kooperationsgruppe Helmholtz Zentrum/Technische Universität München, 3Neurologische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München, 4Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie, Technische Universität München, 5Abteilung für Neuroradiologie, Radiologie, Technische Universität München
Juckreiz ist das Leitsymptom vieler allergischer oder entzündlicher Dermatosen. Die objektive Messung oder Beschreibung der Juckreizwahrnehmung ist jedoch sehr schwierig. Dieser Artikel fasst aktuelle Fortschritte in Studien zur zentralnervösen Pruritusverarbeitung zusammen. Die neue Methode der schnellen alternierenden Temperaturmodulation des Histaminjuckreizes ermöglicht jetzt hochauflösende Bildgebungsstudien im Humanmodell. In derartigen Studien konnte mittels funktioneller Kernspintomografie an gesunden Kontrollpersonen gezeigt werden, dass Pruritus durch ein Netzwerk von Gehirnregionen prozessiert wird, die zur Verarbeitung von sensorischen, emotionalen, aufmerksamkeitsbezogenen, evaluativen und motivationalen Aspekten beitragen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Originalarbeit
Psychosozialer Stress im Kindesalter und allergische Sensibilisierung
G. Herberth, S. Röder, A. Bockelbrink, T. Schäfer, M. Borte, O. Herbarth, U. Krämer, H. Behrendt, S. Sausenthaler, J. Heinrich und I. Lehmann
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 55 - 65
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 2/2010, S. 55–65
Psychosozialer Stress im Kindesalter und allergische Sensibilisierung
G. Herberth, S. Röder, A. Bockelbrink, T. Schäfer, M. Borte, O. Herbarth, U. Krämer, H. Behrendt, S. Sausenthaler, J. Heinrich und I. Lehmann
Umweltimmunologie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Leipzig
Stressereignisse in der Kindheit stehen zunehmend im Verdacht, eine Rolle bei der Entwicklung von allergischen Erkrankungen zu spielen. Allerdings ist der dahinterliegende Mechanismus, der Stress mit Fehlfunktionen des Immunsystems verbindet, noch nicht völlig aufgeklärt. Ziel unserer Studie war es, den Zusammenhang zwischen stressvollen, belastenden Lebensereignissen und Neuropeptid- und Zytokinkonzentrationen im Blut von 6-jährigen Kindern zu untersuchen. Weiterhin wurden die belastenden Lebensereignisse der ersten beiden Lebensjahre in Zusammenhang mit dem späteren Auftreten eines atopischen Ekzems gestellt. Innerhalb der LISAplus-Studie (Lebensstil-Immunsystem-Allergie) wurden in den Blutproben der Kinder die Konzentrationen der Neuropeptide vasoaktives intestinales Polypeptid (VIP), Somatostatin (SOM) und Substanz P (SP) und die Th1/Th2-Zytokine IFN-g und IL-4 gemessen. Belastende Lebensereignisse wie Erkrankung oder Tod eines Familienmitgliedes, Arbeitslosigkeit und Trennung/Scheidung der Eltern wurden mittels Fragebögen erfasst. Unsere Daten zeigen, dass eine Trennung oder Scheidung der Eltern das Risiko der Kinder, später an einem atopischen Ekzem zu erkranken, erhöht. Kinder, deren Eltern über eine Trennung/Scheidung berichteten, hatten höhere Blutkonzentrationen des Neuropeptids VIP und des Th2-Zytokins IL-4. Schwere Erkrankung oder Tod eines Familienangehörigen waren weder mit Neuropeptid- noch mit Zytokinkonzentrationen assoziiert. Arbeitslosigkeit der Eltern stand in Zusammenhang mit niedrigen IFN-g Konzentrationen, jedoch nicht mit Neuropeptidkonzentrationen. Scheinbar führt das Neuropeptid VIP als Mediator zwischen stressvollen, belastenden Lebensereignissen und Immunregulation zu einer Th2-lastigen Immunantwort bei Kindern mit getrennten/geschieden Eltern.Correspondence to:
Dr. rer. nat. G. Herberth
Umweltimmunologie
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Permoserstrasse 15
D-04318 Leipzig
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Erweitertes Abstract
Immuntherapie erweitert: neue T-Helfer-Zell-Populationen im Zentrum neuer Therapiestrategien
S. Eyerich, C. Traidl-Hoffmann, J. Ring, H. Behrendt, A. Cavani, C. Schmidt-Weber und K. Eyerich
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 211 - 214
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 5/2010, S. 211–214
Immuntherapie erweitert: neue T-Helfer-Zell-Populationen im Zentrum neuer Therapiestrategien
S. Eyerich1, C. Traidl-Hoffmann1,2, J. Ring2, H. Behrendt1, A. Cavani3, C. Schmidt-Weber4 und K. Eyerich1
1ZAUM – Zentrum Allergie und Umwelt, Helmholtz-Zentrum München/Technische Universität München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Laboratory of Immunology, Istituto Dermopatico DellImmacolata, Rom, Italy, 4Molecular Immunology, Department of Allergy and Clinical Immunology, National Heart and Lung Institute, Imperial College, London, United Kingdom
Correspondence to:
Dr. med. K. Eyerich
Zentrum Allergie und Umwelt
Hemholtz-Zentrum München
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Übersicht
Neue Schlüsselzytokine in der Allergologie: IL-17, IL-22
S. Eyerich, C. Traidl-Hoffmann, H. Behrendt, A. Cavani, C.B. Schmidt-Weber, J. Ring und K. Eyerich
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 344 - 349
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 7/2011, S. 344–349
Neue Schlüsselzytokine in der Allergologie: IL-17, IL-22
S. Eyerich1, C. Traidl-Hoffmann1,2, H. Behrendt1, A. Cavani3, C.B. Schmidt-Weber1, J. Ring2 und K. Eyerich2
1ZAUM – Zentrum Allergie & Umwelt, Technische Universität und Helmholtz-Zentrum München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Laboratory of Immunology, Istituto Dermopatico DellImmacolata, Rome, Italy
Kaum ein Gebiet der klinischen Immunologie wurde in den letzten Jahren so intensiv untersucht wie die Biologie der T-Zell-Zytokine Interleukin (IL)-17 und IL-22. Deren molekulare Struktur, die Signalkaskade von Rezeptoren über intrazelluläre Moleküle bis zu Transkriptionsfaktoren, die zelluläre Quelle und besonders die mannigfaltigen Funktionen beider Zytokine sind bis heute in knapp 5.000 wissenschaftlichen Publikationen (www.pubmed.com) beschrieben worden. Dieser Übersichtsartikel fasst die interessantesten Forschungsschwerpunkte zu IL-17 und IL-22 aus den letzten Jahren zusammen.Correspondence to:
Dr. med. K. Eyerich
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Epidemiologie in der Allergologie
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring und S. Koletzko
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 20 - 31
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 1/2012, S. 20–31
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 und S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
Der Anstieg der Prävalenzen von Asthma, Heuschnupfen und allergischer Sensibilisierung in Westdeutschland während der Zeit der deutschen Teilung und der rasche Anstieg dieser Krankheitshäufigkeit bei ostdeutschen Kindern und Jugendlichen nach der Wiedervereinigung sind untrügliche Zeichen für die herausragende Rolle von lebensstilabhängigen und umweltbezogenen Determinanten der Entwicklung atopischer Erkrankungen. Dabei spielt die perinatale Entwicklungsphase, in der das Immunsystem geprägt wird, vermutlich eine besondere Rolle. Deswegen können potenzielle Determinanten epidemiologisch am besten mittels Geburtskohorten bzw. Schwangerschaftskohorten untersucht werden. Gegenstand dieses Übersichtsartikels ist es, das Design der zwei großen deutschen Geburtskohorten GINIplus und LISAplus zu beschreiben und ausgewählte Ergebnisse zu atopischen Erkrankungen darzustellen. Mit GINIplus und LISAplus wurden Mitte bis Ende der 90er Jahre 5.991 bzw. 3.097 gesunde, reife Neugeborene in München, Wesel, Leipzig und Bad Honnef rekrutiert. Nach 10 Jahren sind noch circa 55% der Kohorte im Langzeitbeobachtungsprogramm eingeschlossen. Im Vordergrund standen bislang Fragen des natürlichen Verlaufs atopischer Erkrankungen sowie lebensstil- und umweltabhängige Faktoren. Darüber hinaus wurden Gene für atopische Erkrankungen, intermediäre Phänotypen sowie für oxidativen Stress verantwortliche Gene bestimmt und analysiert, ob deren Genvarianten den Einfluss identifizierter Umweltfaktoren modifizieren können. Die bisherigen Ergebnisse der beiden Geburtskohorten GINIplus und LISAplus tragen maßgeblich zu den Kenntnissen über atopische Erkrankungen und deren Determinanten bei.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
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Originalarbeit
„Medically Unexplained Symptoms“ bei Patienten mit Verdacht auf Allergien: Die Rolle der psychiatrischen Komorbidität und der Arzt-Patienten-Interaktion
C. Hausteiner-Wiehle, M. Grosber, E. Bubel, S. Groben, S. Bornschein, C. Lahmann, F. Eyer, B. Eberlein, H. Behrendt, B. Löwe, P. Henningsen, D. Huber, J. Ring und U. Darsow
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 3 - 8
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 1/2013, S. 3–8
„Medically Unexplained Symptoms“ bei Patienten mit Verdacht auf Allergien: Die Rolle der psychiatrischen Komorbidität und der Arzt-Patienten-Interaktion
C. Hausteiner-Wiehle1, M. Grosber2, E. Bubel1, S. Groben1, S. Bornschein3, C. Lahmann1, F. Eyer4, B. Eberlein2, H. Behrendt5,6, B. Löwe7, P. Henningsen1, D. Huber1,8, J. Ring2,5,6 und U. Darsow2,5,6
1Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Technischen Universität München (TUM), 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TUM, 3Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TUM, 4Toxikologische Abteilung, II. Medizinische Klinik der TUM, 5Umwelt- Dermatologie und Allergologie, Helmholtz-Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, TUM, 6Christine Kühne Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), München, 7Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Schön-Klinik Hamburg-Eilbek, Hamburg, 8Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum Harlaching, München
Hintergrund: Beschrieben wird die Arzt- Patienten-Interaktion bei Patienten mit „medically unexplained symptoms (MUS)“, für die die Patienten Allergien als Ursache vermuten. Methoden: 204 Patienten, die sich zur Allergie-Diagnostik in einer Universitätsklinik befanden, wurden interviewt und füllten eine Reihe von Selbstbewertungsfragebögen aus, die verschiedene Aspekte der Krankheitswahrnehmung abdeckten. Zudem beantworteten sie Screening-Fragebögen für psychische Störungen. Nach dem Interview wurde die Arzt-Patienten-Interaktion durch die interviewende Psychiaterin bewertet. Abschließend werteten Allergologen unabhängig davon die Ergebnisse aller diagnostischen Tests aus und bewerteten die organische Erklärbarkeit der Beschwerden. Danach wurden die Patienten mit MUS mit den Patienten mit organisch hinreichend erklärten Beschwerden verglichen. Ergebnisse: Die Beschwerden von 148 Patienten wurden als organisch erklärt eingestuft, die von 56 Patienten als organisch unerklärt. In der logistischen Regressionsanalyse waren psychische Komorbidität (OR 3,72; CI 1,77 – 7,79; p = 0,001), weibliches Geschlecht (OR 3,02; CI 1,26 – 7,24; p = 0,01) und Unzufriedenheit mit der medizinischen Betreuung (OR 1,08 für jeden Anstieg von 1 Punkt auf der Testskala; CI 1,01 – 1,14; p = 0,02) unabhängige Prädiktoren für MUS. Bei Hinzufügen der psychiatrischen Einschätzung der Arzt-Patienten-Interaktion war eine problematische Interviewer-Perspektive ein unabhängiger Prädiktor für MUS (OR 1,50 für jeden Anstieg um 1 Punkt; CI 1,22 – 1,84; p < 0,001). Schlussfolgerungen: Ein Kurz-Screening für psychische Störungen, die häufig mit körperlichen Beschwerden einhergehen, sollte Teil der Allergiediagnostik werden. Eine problematische Arzt-Patienten-Interaktion kann ein Prädiktor für organisch nicht hinreichend erklärte Körperbeschwerden sein und verdient daher eine verstärkte klinische und wissenschafltiche Beachtung.Correspondence to:
PD Dr. med. Constanze Hausteiner-Wiehle
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Langerstraße 3
D-81675 München
Email: [email protected]
Umwelt- und berufliche Expositionen – Partikel, Bioaerosole und Allergene I
Editorial
H. Behrendt
Jahrgang 38 p. 581 - 582
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 12/2015, S. 581-582
Editorial
H. Behrendt
Verkehrsbelastung und Allergien
U. Krämer, T. Koch, U. Ranft, J. Ring und H. Behrendt
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 162 - 167
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 27, Nr. 3/2001, S. 162–167
Verkehrsbelastung und Allergien
U. Krämer1,3, T. Koch1, U. Ranft1, J. Ring2 und H. Behrendt3
1Medizinisches Institut für Umwelthygiene, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie – Am Biederstein – Technische Universität München, 3Abteilung für Umweltdermatologie und Allergologie, GSF/Technische Universität München
Abgase aus dem Straßenverkehr gehören zu den stärksten Quellen der Luftverschmutzung in den westlichen Industrienationen. Es gibt eine Reihe von experimentellen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Abgasen, die typischerweise aus dem Straßenverkehr stammen, und dem vermehrten Auftreten von Allergien nahe legen. Die epidemiologische Evidenz ist demgegenüber nicht eindeutig. Wir untersuchten daher zwischen 1988 und 1997 2149 6-jährige Kinder aus den Großstädten Köln und Essen und aus der Kleinstadt Borken und prüften, ob diejenigen, die in weniger als 50 m Abstand von einer verkehrsreichen Straße wohnten, mehr Allergien (Fragebogen) und allergische Sensibilisierungen (Haut-Prick-Test, Bestimmung von spezifischen IgE-Antikörpern) aufwiesen als solche, die weiter weg wohnten. Von 317 9-jährigen Kindern aus Düsseldorf wurde 1996 die Exposition personenbezogen genauer erfaßt und ein Zusammenhang mit Allergien und allergischen Sensibilisierungen ebenfalls überprüft. Es zeigte sich, daß für Kinder aus den Innenstädten eine höhere Verkehrsbelastung (gemessen als Wohnen an einer verkehrsreichen Straße oder NO2-Belastung vor der Haustür) mit dem vermehrten Auftreten von Allergien verknüpft war, während dies in kleineren Orten nicht nachweisbar war. Dabei erwies sich Stickstoffdioxid (NO2), gemessen vor der Haustür des Kindes, zwar als ein guter Indikator derVerkehrsbelastung, nicht jedoch als ein gutes Maß für die persönliche NO2-Belastung des Kindes. Der gezeigte Zusammenhang ist daher vermutlich nicht auf das NO2, sondern auf andere mit dem Verkehr assoziierte Schadstoffe zurückzuführen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Heidrun Behrendt, Klinische Kooperationsgruppe Umweltdermatologie-Allergologie, Technische Universität München/GSF, Biedersteinerstraße 29, D-80802 München
Originalarbeit
Prävalenzen von Atemwegserkrankungen, Allergien und Sensibilisierungen: Stadt/Land-Unterschiede bei sechsjährigen Kindern aus Ost-und Westdeutschland
U. Krämer, H. Behrendt, R. DoIgner, H. Oppermann, U. Ranft, J. Ring und H.-W. Schlipköter
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 27 - 37
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 1/1999. S. 27-37
Prävalenzen von Atemwegserkrankungen, Allergien und Sensibilisierungen: Stadt/Land-Unterschiede bei sechsjährigen Kindern aus Ost-und Westdeutschland
U. Krämer1,2, H. Behrendt3, R. DoIgner1, H. Oppermann4, U. Ranft1, J. Ring2 und H.-W. Schlipköter1
1Medizinisches Institut für Umwelthygiene, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Klinische Kooperationsgruppe Umweltdermatologie und Allergologie, GS/Technische Universität München, 4Hygieneinstitut Sachsen-Anhalt, Magdeburg
In einer Ost/West-Vergleichsstudie an 19.090 Kindern wurden die Prävalenzen von Atemwegserkrankungen und Allergien in städtischen und ländlichen Arealen miteinander verglichen. Die Prävalenz von Sensibilisierungen, gemessen als positive spezifische IgE-Antikörper im Serum gegen Pollen-. Hausstaubmilben- oder Katzenhaarallergene im CAP-RAST, wurde in einer Untergruppe von 3.699 Kindern untersucht. Es wurde geprüft, ob die gefundenen Stadt/Land-Unterschiede auf die zwischen städtischen und ländlichen Arealen unterschiedliche Luftbelastung mit Schwefeldioxid (S02) und Schwebstaub zurückgeführt werden können. Ein logistisches Regressionsmodell wurde für die Auswertung benutzt, um Verzerrungen durch Unterschiede in der soziodemographischen Struktur und der Innenraumluftqualität zu vermeiden. In Ost- wie in Westdeutschland sind auch nach Berücksichtigung dieser Störgrößen fast alle der untersuchten 13 Atemwegserkrankungen, -symptome und Allergien in der Stadt signifikant häufiger als auf dem Land. Bei infektiösen Atemwegserkrankungen und -symptomen ist der Stadt/Land-Effekt in Ostdeutschland größer als in Westdeutschland und reduziert sich dort bei Einbeziehung der örtlichen und zeitlichen S02- und Schwebstaubwerte (für häufigen Husten z.B. von einer Odds Ratio von 2,13 [CI95 1,76 – 2,58] zu einer von 1,78 [CI95 1,42 – 2,20]). Dort kann also ein Teil des Stadt/Land-Unterschieds auf die zwischen Stadt und Land unterschiedliche Luftbelastung mit S02 und Schwebstaub zurückgeführt werden. Nur in Westdeutschland waren die Häufigkeiten einer Pollen- oder Hausstaubmilbensensibilisierung in der Stadt gegenüber dem Lande geringfügig erhöht und die Häufigkeit einer Katzenhaarsensibilisierung war in der Stadt signifikant häufiger. Eine Verstärkung des Stadt/Land-Effekts bei sensibilisierten Kindern zeigte die Bronchitis in Ostdeutschland. Die höheren Häufigkeiten von Allergien und Sensibilisierungen (West) in der Stadt verglichen mit dem Land dagegen werden durch die in der Stadt höhere Belastung mit S02 und Schwebstaub nicht erklärt und sind auch nicht auf eine Wirkungsverstärkung bei sensibilisierten Kindern zurückzuführen.Correspondence to:
Dr. rer. nat. U. Krämer
Medizinisches Institut für Umwelthygiene
Auf'm Hennekamp 50
D-40225 Düsseldorf
Autorenreferate
Internationales Symposium Kongreßzentrum Davos, 15. – 17. Septmeber 2000: New Trends in Allergy V
Wissenschafltliche Leitung: Prof. Dr. Dr. J. Ring und Prof. Dr. H. Behrendt
Jahrgang 23 (2000) p. 412 - 428
Abstract
Allergologie, Jahrgang 23, Nr. 8/2000, S. 412–428
Internationales Symposium Kongreßzentrum Davos, 15. – 17. Septmeber 2000: New Trends in Allergy V
Wissenschafltliche Leitung: Prof. Dr. Dr. J. Ring und Prof. Dr. H. Behrendt
Übersicht
Das "Öko-Syndrom" ("Multiple Chemical Sensitivity"): Allergologisch-umweltmedizinisches Management
C. Triendl, S. Borelli, J. Rakoski, P. Herschbach, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 744 - 760
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 12/1999. S. 744-760
Das "Öko-Syndrom" ("Multiple Chemical Sensitivity"): Allergologisch-umweltmedizinisches Management
C. Triendl1,2, S. Borelli2, J. Rakoski1, P. Herschbach3, H. Behrendt1 und J. Ring1
1 Klinische Kooperationsgruppe Umweltdermatologie und Allergologie GSF/TUM, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2 Forschungsgruppe Noxenkatalog - Krankheiten durch Kontakte in Umwelt und Beruf - Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Abteilung für Psychosomatik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München
Unter "Öko-Syndrom" verstehen wir das "Vorliegen polysomatischer Beschwerden, meist subjektiver Natur, bei vom Patienten vermuteter Allergie oder sonstiger Schädigung durch Umweltschadstoffe". Andere Namen sind "Multiple Chemikaliensensitivität (MCS) oder "'Idiopathische Umweltunverträglichkeit" (IUU). Die ätiopathogenetischen Erklärungsversuche reichen von immunologischen Störungen über Hypothesen einer Beeinflussung des hypothalamisch-limbischen Systems durch olfaktorische Reize bis hin zu manifesten psychischen Erkrankungen. Zusammenfassend haben bis zum heutigen Tage sämtliche aufgeführte Theorien nur arbeitshypothetischen Charakter. Vorgestellt wird ein in vier Schritten gegliederter Untersuchungsplan, der dem allergologisch/umweltmedizinisch orientierten Arzt checklistenmäßig das schrittweise Vorgehen bei Verdacht auf Umweltschadstoff- induzierter Erkrankungen ermöglicht. Im speziellen ist bei Öko-Syndrom-Patienten eine umfassende allergologische Diagnostik erforderlich. Da in der Regel keine üblichen allergischen Reaktionen nachweisbar sind, muß eine eventuell vorliegende, nicht immunologisch bedingte Überempfindlichkeitsreaktion (Idiosynkrasie, Intoleranz oder pseudo-allergische Reaktion) ausgeschlossen werden. Der OPTI (oraler Provokationstest bei Idiosynkrasie) dient als valides Testverfahren zum Nachweis von Nahrungsmitteladditiva bzw. Arzneimittelunverträglichkeiten. Des weiteren haben wir für Öko-Syndrom-Patienten ein psychosomatisch- psychiatrisch orientiertes Diagnose- und Behandlungskonzept erstellt. Ein eigens entwickelter Fragebogen soll zur pathophysiologischen Klärung beitragen, inwieweit bei diesem Krankheitsbild psychiatrische bzw. psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen. Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
der Technischen Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Original paper
Stressful life events in childhood and allergic sensitization
G. Herberth, S. Röder, A. Bockelbrink, T. Schäfer, M. Borte, O. Herbarth, U. Krämer, H. Behrendt, S. Sausenthaler, J. Heinrich and I. Lehmann
Volume 2 (2018) p. 1 - 9
Abstract
Allergologie select, Volume 2, Nr. 1/2018 (1-9)
Stressful life events in childhood and allergic sensitization*
G. Herberth, S. Röder, A. Bockelbrink, T. Schäfer, M. Borte, O. Herbarth, U. Krämer, H. Behrendt, S. Sausenthaler, J. Heinrich and I. Lehmann
Environmental Immunology, Helmholtz Center for Environmental Research (UFZ), Leipzig, Germany
Stressful life events evidently have an impact on development of allergic diseases, but the mechanism linking stress to pathological changes of immune system function is still not fully understood. The aim of our study was to investigate the relationship between stressful life events, neuropeptide and cytokine concentrations in children as well as the association between early stressful life events and atopic eczema (AE). Within the LISA plus (Life style – Immune system – Allergy) study, blood samples from children of 6 years of age were analyzed for concentration of the neuropeptides vasoactive intestinal peptide (VIP), somatostatin (SOM), substance P (SP) and the Th1/Th2 cytokines IFN-γ and IL-4. Life events such as severe disease or death of a family member, unemployment or divorce of the parents were assessed with a questionnaire filled in by the parents. Furthermore, lifetime prevalence of AE and incidence after the assessment period of life events were compared. Our data suggest that separation/divorce of parents increase children’s risk of developing AE later in life. Children with separated/divorced parents showed high VIP levels and high concentrations of the Th2 cytokine IL-4 in their blood. Severe diseases and death of a family member were neither associated with neuropeptide levels nor with cytokine concentrations. Unemployment of the parents was associated with decreased IFN-γ concentrations in children’s blood but not with neuropeptide levels. Thus, the neuropeptide VIP might be a mediator between stressful life events and immune regulation contributing to the Th2 shifted immune response in children with separated/divorced parents.
*Based on a lecture on the occasion of the 3rd German Allergy Congress, Erfurt, September 10 – 13, 2008.
German version published in Allergologie, Vol. 33, No. 2/2010, pp. 55-65Correspondence to:
Dr. rer. nat. G. Herberth
Umweltimmunologie
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Permoserstrasse 15
D-04318 Leipzig
Email: [email protected]
Allergologie select
Novel key cytokines in allergy: IL-17, IL-22
S. Eyerich, C. Traidl-Hoffmann, H. Behrendt, A. Cavani, C.B. Schmidt-Weber, J. Ring and K. Eyerich
Volume 1 (2017) p. 71 - 76
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (71-76)
Novel key cytokines in allergy: IL-17, IL-22*
S. Eyerich1, C. Traidl-Hoffmann1#2, H. Behrendt1, A. Cavani3, C.B. Schmidt-Weber1, J. Ring2 and K. Eyerich2
1ZAUM – Zentrum Allergie & Umwelt, Technische Universität und Helmholtz-Zentrum München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Laboratory of Immunology, Istituto Dermopatico DellImmacolata, Rome, Italy
The biology of the T cell cytokines Interleukin (IL-)17 and IL-22 has been a main focus in the field of clinical immunology in the last decade. This intensive interest in both cytokines resulted in almost 5,000 scientific publications (www.pubmed.com) dealing with the molecular structure, extra- and intracellular signaling pathways, specific transcription factors and the function of IL-17 and IL-22. This review article highlights the main findings concerning IL-17 and IL-22 in the last years.
*Based on a lecture on the occasion of the 5th German Allergy Congress 2010, Hannover, Germany.Correspondence to:
Dr. med. K. Eyerich
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Allergologie select
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring and S. Koletzko
Volume 1 (2017) p. 85 - 95
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (85-95)
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 and S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
The increasing prevalence of asthma, hay fever and allergic sensitization in Western Germany after division in 1949 and the rapid increase in East German children after re-unification in 1990 are strong indications for the role of life-style and/or environmental factors for development of atopic diseases. Obviously the perinatal period is crucial for priming the immune system. Therefore, explorations of determinants of atopic diseases need pregnancy or birth cohorts as most appropriate epidemiological study designs. This review presents the design and selected results of the two German birth cohorts GINIplus and LISAplus. GINIplus and LISAplus recruited 5.991 and 3.097 healthy, term newborns from Munich, Wesel, Leipzig and Bad Honnef. Approximatly 55% could be followed for the first 10 years. We analyzed the natural course of atopic diseases and the role of life-style, environmental and genetic factors for disease onset, intermediate phenotypes and for genes involved in detoxification and oxidative stress. The results of these two large birth cohorts contributed substantially to the understanding of atopic diseases and its determinants.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
D–85764 Neuherberg
Email: [email protected]
Blutplättchen aktivierender Faktor (PAF-Acether) und Makrophagen: Kooperation von Mastozyten und Makrophagen bei der 48/80-induzierten Freisetzung von PAF-Acether aus peritonealen Zellen der Ratte
J.M. MENCIA-HUERTA, J. BENVENISTE und H. BEHRENDT
Jahrgang 7 (1984) p. 10 - 10
Abstract
Allergologie, Jahrgang 7, Nr. 1/1984, S. 10
Blutplättchen aktivierender Faktor (PAF-Acether) und Makrophagen: Kooperation von Mastozyten und Makrophagen bei der 48/80-induzierten Freisetzung von PAF-Acether aus peritonealen Zellen der Ratte
J.M. MENCIA-HUERTA1, J. BENVENISTE1 und H. BEHRENDT2
1Inserm U 200, Clamart-Paris, France, 2Med. Institut für Umwelthygiene, Universität Düsseldorf
Die Freisetzung von Blutplättchen aktivierendem Faktor (PAF-Acether: 1-0-Alky l-2-acetyl-glyceryl-3-phosphorylcholin) wurde zuerst in Verbindung mit anaphylaktischen Reaktionen gesehen und als Hinweis auf die Beteiligung von Basophilen und Mastzellen verstanden. Eine Freisetzung von PAF erfolgt auch aus einer Peritoneal-Rohzellsuspension der Ratte (PC), die überwiegend aus Mastzellen und Makrophagen besteht bei Einwirkung von Ionophor A23187 oder 48/80 (altbekannter Histaminliberator bei Ratten), oder während der Phagozytose von Zymosan-Partikeln. Compound 48/80 induzierte jedoch keine Freisetzung von PAF, wenn die Peritonealzellsuspension mehr als 4% Mastzellen enthielt oder wenn sie von Mastzellen ganz befreit war. Auftrennung der Peritonealzellsuspension über Ficoii-Gradienten ergab, daß Fraktionen, die reich an mononukleären Zellen aber ohne Mastzellen waren, PAF unter dem Einfluß von lonophor A23187, nicht jedoch von 48/80 freisetzten, während die Mastzellfraktionen bei Inkubation mit beiden Liberatoren Histamin aber kein PAF freisetzten. In 6 von 10 Experimenten, in denen über Ficoll-Gradienten angereicherte Fraktionen von mononukleären Zellen bzw. Mastzellen wieder zusammengegeben wurden, war die Fähigkeit der Zellpopulation, auf Wirkung von 48/80 hin PAF freizusetzen teilweise wiederhergestellt. Darüber hinaus ergab das Zusetzen von gereinigten Mastzell-Granula zu der Peritonealzellsuspension eine höhere, dosisabhängige Ausbeute an PAF. Schließlich konnte elektronenmikroskopisch nach Einwirkung von 48/80 auf Peritonealzellsuspension gezeigt werden, daß mononukleäre Zellen Mastzell-Granula phagozytieren. In vivo wurden im Rattenmesenterium bei Stimulation mit 48/80 ähnliche Befunde erhoben. Die Ergebnisse sprachen dafür, daß die Phagozytose von Mastzell-Granula möglicherweise einen wichtigen physiologischen Mechanismus der Mediator-Freisetzung aus Makrophagen darstellen könnte.Correspondence to:
Dr. med. J.M. Mencia-Huerta
32 rue des Carnets
F-92140 Clamart-Paris
PD Dr. med. Heidrun Behrendt
Gurlittstraße 53
D-4000 Düsseldorf
Zur Morphologie sensibilisierter und stimulierter Mastzellen
H. BEHRENDT
Jahrgang 2 (1979) p. 136 - 142
Abstract
Allergologie, Jahrgang 2, Nr. 4/1979, S. 136-142
Zur Morphologie sensibilisierter und stimulierter Mastzellen
H. BEHRENDT
Abteilung Anatomie der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen (Vorstände: Prof. Dr. W. Kühnel und Prof Dr. W. Lange)
Die Ultrastruktur isolierter Mastzellen von Ratte, Meerschweinchen und Mensch wird beschrieben. Die sensibilisierte Zelle ist durch intracytoplasmatische Mikrofilamente bei »aktivierten« Granulamatrices gekennzeichnet. Die anaphylaktische Degranulation verläuft unter dem Bilde der sequentialen Exocytose (Ratte), der Ausbildung intracytoplasmatischer Granulaketten (Meerschweinchen) oder charakteristischer Granulakanäle mit Exocytose von alteriertem Granulamaterial (Mensch).Correspondence to:
Priv.-Doz. Dr. H. Behrendt
Med. Institut f. Lufthygiene
und Silikoseforschung a. d. Universität
Gurlittstr. 53
D-4000 Düsseldorf