Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Disease-Management-Programm für Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter : Eine gemeinsame Stellungnahme vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., Gesellschaft Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., Gesellschaft für Pädiatr
T. Spindler, R. Szczepanski und F. Friedrichs im Auftrag der Arbeitsgruppe Disease-Management der pädiatrischen Fachgesellschaften
Price
42.00 $
Jahrgang 15 p. 1 - 16
Abstract
T. Spindler1, R. Szczepanski2 und F. Friedrichs3 im Auftrag der Arbeitsgruppe Disease-Management der pädiatrischen Fachgesellschaften
1Fachkliniken Wangen, Waldburg-Zeil Kliniken, Wangen/Allgäu, 2Kinderhospital Osnabrück, Osnabrück, 3Praxis für Kinderheilkunde, Allergologie, Aachen
Das Thema Disease Management ist stark in den Vordergrund gerückt. Der Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen hat in seinem Gutachten 2001 den Aspekt der Qualitätssicherung der Behandlung chronisch Kranker in den Mittelpunkt gestellt. Die Effektivität der eingesetzten Mittel soll durch strukturierte Behandlungsprogramme gesteigert werden, die auf evidenzbasierten Leitlinien beruhen. Hierzu gehört die Definition unterschiedlicher Versorgungsebenen, die Definition der Schnittstellen zwischen denselben und die Etablierung strukturierter Schulungsprogramme für die Betroffenen. Dazu gehören auch Fortbildungsmaßnahmen für die beteiligten Leistungserbringer. Die für Asthma relevanten pädiatrischen Fachgesellschaften haben sich auf eine gemeinsame Stellungnahme zum Thema Disease-Management Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter geeinigt. Die wichtigsten Auszüge werden hier dargestellt. Interessierten kann auf Anfrage die gesamte Stellungnahme zugesandt werden (Anforderung über einen der drei oben aufgeführten Autoren) oder über die Homepages: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.: www.kinderaerzte-im-netz.de; Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V.: www.GPAEV.de; Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V.: www.med.uni-muenchen.de/GPP; AG Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V.: www.Asthmaschulung.de.
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Originalarbeit
Pilotstudie zur Bewertung der Wirksamkeit von Aarane® im Vergleich zu Budesonid bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale
S. Lau, W. Kamin, A. von Berg, F. Friedrichs, T. Zimmermann, W. Darlath, H.W. Voß und B. Niggemann
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 505 - 512
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 10/2002, S. 505–512
Pilotstudie zur Bewertung der Wirksamkeit von Aarane® im Vergleich zu Budesonid bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale
S. Lau1, W. Kamin2, A. von Berg3, F. Friedrichs4, T. Zimmermann5, W. Darlath6, H.W. Voß7 und B. Niggemann1
1Universitätskinderklinik Charité, Berlin, 2Universitätskinderklinik, Mainz, 3Marienhospital Wesel, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, 4Kinderarztpraxis, Aachen, 5Universitätskinderklinik Erlangen, 6Aventis Pharma Deutschland GmbH, Klinische Entwicklung, Bad Soden, 7ClinResearch GmbH, Köln
Ziel der Studie war der Vergleich der Wirksamkeit der fixen Arzneimittelkombination aus DNCG und Reproterol (4 ´ tgl. 2 Sprühstöße, Aarane®, Aventis) im Vergleich zu niedrig dosiertem Budesonid (2´ tgl. 2 Sprühstöße zu 50 mg) bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma. 51 Patienten mit Asthma bronchiale im Alter von 4 bis 18 Jahren und einem FEV1 von mindestens 60% des Erwartungswertes wurden in diese multizentrische, randomisierte, doppelblinde, double-dummy Parallelgruppenstudie einbezogen. Nach Aufnahme in die Studie sollten die Patienten 2 ´ tgl. 2 Sprühstöße zu 50 mg Budesonid oder Plazebo sowie 4 ´ tgl. 2 Sprühstöße der Fixkombination zu je 1 mg DNCG und 0,5 mg Reproterol oder Plazebo inhalieren. Besuche im Prüfzentrum erfolgten im 4-wöchigen Abstand. Die Compliance wurde mit Hilfe von Aufsätzen auf den Dosieraerosolen (Doser) gemessen. Primärer Endpunkt war der an den Besuchstagen gemessene Ruhe-FEV1-Wert. Daneben wurden weitere Lungenfunktionsparameter gemessen und Daten in Patiententagebüchern erhoben. Nach 12 Wochen ergaben sich für die Parameter der Lungenfunktion keine statistisch signifikanten Unterschiede. Jedoch lag eine tendenzielle Überlegenheit der Behandlung mit Budesonid vor. Zwei Drittel der Patienten in der Budesonidgruppe inhalierten täglich die empfohlene Dosierung von 2 ´ 2 Sprühstößen, während in der Fixkombinationsgruppe die empfohlene Dosierung von täglich 4 ´ 2 Sprühstößen von keinem Patienten realisiert wurde. Die meisten Patienten (57%) dieser Behandlungsgruppe inhalierten täglich 3 ´ 2 Sprühstöße. Sowohl die Therapie mit der Fixkombination als auch niedrig dosiertes Budesonid scheinen für die Behandlung des leichten bis mittelschweren Asthma bronchiale im Kindesalter geeignet zu sein.Correspondence to:
PD Dr. med. Susanne Lau
Klinik für Pädiatrie
Charité
Humboldt-Universität Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Leitlinie
S3-Leitlinie Allergieprävention – Update 2009
C. Muche-Borowski, M. Kopp, I. Reese, H. Sitter, T. Werfel und T. Schäfer und weitere Mitglieder der Konsensusgruppe Allergieprävention: K. Beyer, F. Friedrichs, E. Hamelmann, M. Hellermann, J. Huss-Marp, A. Kleinheinz*, S. Lau
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 383 - 393
Abstract
C. Muche-Borowski1, M. Kopp2, I. Reese3, H. Sitter4, T. Werfel5 und T. Schäfer6 und weitere Mitglieder der Konsensusgruppe Allergieprävention: K. Beyer7, F. Friedrichs8, E. Hamelmann9, M. Hellermann10, J. Huss-Marp11, A. Kleinheinz12*, S. Lau13,
1Institut für Sozialmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, 2Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg (DGKJ), 3Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München (AK-Diätetik in der Allergologie), 4Institut für theoretische Chirurgie, Universität Marburg (AWMF), 5Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover (DGAKI), 6Ratekau (DDG), 7Allergiezentrum Charité, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Berlin (GPA), 8Kinderarztpraxis Laurensberg (BV Kinder- und Jugendärzte), 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital (DGAKI, Sektion Pädiatrie), 10Therapie Schwelmer Modell GmbH, Schwelm, 11Zentrum Allergie und Umwelt, München, 12Elbe Klinikum Buxtehude, Dermatologisches Zentrum (ADP), 13Allergiezentrum Charité, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Berlin (PINA), 14Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Kinderklinik der Universität zu Köln(GPA), 15HNO-Klinik, Universitätsklinikum Münster (DGHNOKHC), 16Kinderumwelt GmbH, Osnabrück, 17Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V, Mönchengladbach (DAAB), 18HNO-Praxis, Grevesmühlen (BV HNO-Ärzte)
Die weitere Zunahme allergischer Erkrankungen in westlichen Industrienationen macht eine evidenzbasierte Primärprävention wichtig. Die Empfehlungen der 2004 veröffentlichten S3-Leitlinie Allergieprävention wurden auf der Basis einer aktuellen systematischen Literatursuche überarbeitet und konsentiert. Die Evidenzsuche erfolgte für den Zeitraum Februar 2003 – Mai 2008 in den elektronischen Datenbanken Cochrane und MEDLINE, sowie in den Referenzlisten von aktuellen Übersichtsarbeiten und durch Expertenanschreiben. Die aufgefundene Literatur wurde in zwei Filterprozessen zunächst nach Titel und Zusammenfassung und die verbliebenen Arbeiten im Volltext auf Relevanz hin überprüft. Für eingeschlossene Studien wurden Evidenzgrade vergeben und die Studienqualität im Sinne des Verzerrungspotentials (niedrig/hoch) angegeben. Die überarbeiteten Empfehlungen wurden unter Beteiligung von Vertretern relevanter Fachgesellschaften und (Selbsthilfe-)Organisationen formal konsentiert (nominaler Gruppenprozess). Von 4.556 Nennungen wurden 217 Studien (4 Cochrane Reviews, 14 Metaanalysen, 19 RCTs, 115 Kohorten- und 35 Fall-Kontroll-Studien) eingeschlossen und bewertet. Im wesentlichen unverändert blieben die Empfehlungen zur Vermeidung der Tabakrauchexposition, zum Stillen über 4 Monate (bei Risikokindern alternativ hypoallergene Säuglingsnahrung), der Vermeidung eines schimmelpilzfördernden Innenraumklimas, der Impfung nach Empfehlungen der STIKO und der Vermeidung felltragender Tiere (insbesondere Katzen) bei Risikokindern. Die Empfehlung zur Reduktion des Hausstaubmilbengehalts wurde als primärpräventive Maßnahme gestrichen. Eine Verzögerung der Beikosteinführung und eine Meidung potenter Nahrungsmittelallergene zur Primärprävention können aufgrund fehlender Belege nicht empfohlen werden. Neu aufgenommen wurden die Empfehlungen zum Fischkonsum (in Schwangerschaft/Stillzeit und als Beikost), zur Vermeidung von Übergewicht und zur Minimierung der Exposition gegenüber Luftschadstoffen im Innen- und Außenraum. Die Überarbeitung der Leitlinie auf einer umfangreichen Evidenzgrundlage führte sowohl zu einer Bestätigung bestehender Empfehlungen als auch zu wesentlichen Modifikationen sowie zu neuen Em- pfehlungen. Die Aktualisierung der Leitlinie ermöglicht es, evidenzbasierte und aktuelle Präventionsempfehlungen zu geben.Correspondence to:
Dr. hum. biol. Cathleen Muche-Borowski, MPH
Schwenckestraße 60
D-20255 Hamburg
Email: [email protected]
Leitlinie
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, A. Bufe, C. Ebner, P. Eigenmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M. Kopp, W. Lässig, H. Merk, B. Niggemann, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, H. Sitter, J.C. Virchow, M.
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 3 - 33
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 1/2010, S. 3–34
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe1, A. Bufe2, C. Ebner3, P. Eigenmann4, F. Friedrichs5, T. Fuchs6, I. Huttegger7, K. Jung8, L. Klimek9, M. Kopp10, W. Lässig11, H. Merk12, B. Niggemann13, U. Rabe14, J. Saloga15, P. Schmid-Grendelmeier16, H. Sitter17, J.C. Virchow18, M.
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Abteilung für experimentelle Pneumologie, Universitätsklinik Bergmannsheil, Bochum, 3Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 4Allergologie Pédiatrique, Hôpital des Enfants, Hôpitaux Universitaires de Genève, Schweiz, 5Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Praxis für Dermatologie und Immunologie, Erfurt, 9Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 10Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg, 11Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Halle/Saale, 12Universitätshautklinik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 14Abteilung Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 15Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 16Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 17Institut für theoretische Chirurgie, Universität Marburg, 18Abteilung Pneumologie, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universität Rostock, 19Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 20Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 21Allergie-Centrum Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zu den Wirkmechanismen der sublingualen Immuntherapie (SLIT) gibt es bisher noch keine einheitlichen Vorstellungen, allerdings werden bei hoch dosierten Präparaten ähnliche systemische Immuneffekte wie bei der SCIT beobachtet. Allergenkonzentrationen und Produkte zur SCIT oder SLIT sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung und unterschiedlicher Messmethoden ihrer wirksamen Inhaltsstoffe derzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die vorwiegend unmodifizierten Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs und ihrer Qualität und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Systematische Reviews zeigen erhebliche Heterogenität der Studienergebnisse zur SIT, die teilweise auf unterschiedlichen Probandengruppen, den eingesetzten Allergenprodukten sowie der Therapiedauer und -dosis beruhen. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (nach neuen GINA-Leitlinien, 2008) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermitteltem allergischem Asthma (nach alten GINA-Leitlinien, 2005) ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, insbesondere wenn zusätzlich eine allergische Rhinokonjunktivitis vorliegt. Sekundärpräventive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind daher Gründe, die Indikation zum Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter früh zu stellen. Diagnostik, Indikationsstellung und die Auswahl der relevanten Allergene sollen grundsätzlich von einem Facharzt vorgenommen werden, der über die allergologische Weiterbildung im Kerngebiet oder die Zusatzweiterbildung Allergologie verfügt. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich oder nicht ausreichend ist und ein geeigneter, wirksamer Extrakt zur Verfügung steht. Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Die Therapie sollte 3 Jahre durchgeführt werden. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen sehr selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten lebenslang. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch Gräserpollenallergene in mehreren großen, kontrollierten Studien belegt. Bei anderen Allergenquellen (Hausstaubmilben, Tierepithelien, Schimmelpilzsporen) existieren bisher weniger und teilweise methodisch unzureichende Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei allergischem Asthma bronchiale bislang unzureichend belegt. Die SLIT mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis mit wirksamen Produkten eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie oder anderen Allergenquellen bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Bei Kindern und Jugendlichen kann die Anwendung der SLIT mit Präparaten, für die eine klinische Wirksamkeit in dieser Altersgruppe dokumentiert ist, in Betracht gezogen werden, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Die SLIT wird von einem Arzt eingeleitet, der mit der Therapie allergischer Erkrankungen Erfahrung (siehe Leitlinientext) hat. Die Therapie wird dem Patienten gemäß den Gebrauchsinformationen des Herstellers erläutert und 3 Jahre prä- und kosaisonal oder ganzjährig durchgeführt. Der Therapieverlauf sollte durch ärztliche Konsultationen wenigstens alle 3 Monate begleitet werden. Abgesehen von sehr häufig bis häufig auftretenden, dosisabhängigen unerwünschten lokalen Symptomen im Mund- und Rachenraum sind systemische Reaktionen vorwiegend leichterer Ausprägung nach einer SLIT bisher sehr selten beschrieben worden. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische oder andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvantien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Praxis Hanf, Herold und Kleine-Tebbe
Spandauer Damm 130, Haus 9
D–14050 Berlin
Email: [email protected]
Pädiatrische Pneumologie
Die Situation von Kindern und Jugendlichen im DMP Asthma bronchiale in der Region Nordrhein – eine Bestandsaufnahme
A. Weber und F. Friedrichs
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 425 - 431
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 9/2014, S. 425–431
Die Situation von Kindern und Jugendlichen im DMP Asthma bronchiale in der Region Nordrhein – eine Bestandsaufnahme
A. Weber1 und F. Friedrichs2
1Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Standort Köln, 2Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpneumologie, Allergologie und Umweltmedizin, Aachen
Hintergrund: Es wird eine kurze Bestandsaufnahme über zentrale Aspekte des DMP Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen berichtet. Methodik: Querschnittlich werden 14.653 eingeschriebene DMP-Patienten unter 18 Jahren im Jahr 2013 betrachtet. Mittels einer logistischen Regressionsanalyse werden praxis- sowie patientenbezogene Einflussfaktoren zur Teilnahme an Asthma-Patientenschulungen überprüft. Ergebnisse: Die Analyse zeigt, dass die Qualitätsziele im Zeitverlauf von den Kindern und Jugendlichen häufiger erfüllt werden. Die Medikationsverordnung erfolgt leitliniengemäß. Vor allem die fachärztliche Betreuung der Patienten, die Schulungsberechtigung des Arztes sowie der Kontrollgrad der Patienten beeinflussen die Schulungsdurchführung der teilnehmenden Patienten. Diskussion: Das DMP Asthma bronchiale scheint erfolgreich in Deutschland etabliert. Patientenschulungen sind ein wichtiges Element zur Verbesserung der Qualität in der Asthmabehandlung, deren Durchführung von praxis- und patientenbezogenen Elementen beeinflusst wird.Correspondence to:
A. Weber, M.A. Public Health
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung
Standort Köln
Sedanstraße 10-16
D-50668 Köln
Email: [email protected]
Kurze Fallstricke aus der allergologischen Ernährungstherapie
Durchführung einer oralen Provokation mit gebackenem und pasteurisiertem Hühnerei – Vorschläge zum praktischen Vorgehen und zur Beratung der Familien
A. Schönfelder, V. Becker, F. Friedrichs und C. Pfannenstiel
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 439 - 443
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 11/2014, S. 439–443
Durchführung einer oralen Provokation mit gebackenem und pasteurisiertem Hühnerei – Vorschläge zum praktischen Vorgehen und zur Beratung der Familien
A. Schönfelder1, V. Becker2,3, F. Friedrichs3 und C. Pfannenstiel3
1Praxis für Ernährungstherapie Aachen, 2Kinderklinik des Bethlehem Gesundheitszentrums Stolberg, 3Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen
Correspondence to:
Annette Schönfelder
Praxis für Ernährungstherapie
Rathausstraße 10
D–52072 Aachen
www.ernaehrungstherapie-aachen.de
Leitlinie
Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie
J. Ring, K. Beyer, T. Biedermann, A. Bircher, D. Duda, J. Fischer, F. Friedrichs, T. Fuchs, U. Gieler, T. Jakob, L. Klimek, L. Lange, H.F. Merk, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, F. Ruëff, E. Rietschel, S. Schnadt, R. Seifert, H. Sitter, E.-M. Varga, M. Worm und K. Brockow
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 111 - 132
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 3/2015, S. 111–132
Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie
J. Ring1, K. Beyer2, T. Biedermann3, A. Bircher4, D. Duda5, J. Fischer3, F. Friedrichs6, T. Fuchs7, U. Gieler8, T. Jakob9, L. Klimek10, L. Lange11, H.F. Merk12, B. Niggemann13, O. Pfaar10, B. Przybilla14, F. Ruëff14, E. Rietschel15, S. Schnadt16, R. Seifert17, H. Sitter18, E.-M. Varga19, M. Worm20 und K. Brockow1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Universitäts-Hautklinik Tübingen, 4Klinik für Dermatologie, Universitätskrankenhaus Basel, Schweiz, 5Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Katholisches Klinikum Mainz, 6Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 7Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 8Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität Gießen, 9Universitäts-Hautklinik Freiburg, 10Zentrum für Allergologie und Rhinologie Wiesbaden, Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 11St.-Marien-Hospital Bonn, 12Hautklinik, Universitätsklinikum Aachen, 13DRK Kliniken Berlin Westend, 14Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität, München, 15Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Köln, 16Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V., Mönchengladbach, 17Institut für Pharmakologie, Medizinische Hochschule Hannover, 18Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität, Marburg, 19Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Graz, Österreich, 20Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergie- Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Correspondence to:
Prof. Dr. Dr. med. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Die Situation von Kindern und Jugendlichen im DMP Asthma bronchiale in der Region Nordrhein – eine Bestandsaufnahme
A. Weber und F. Friedrichs
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 11 - 17
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 27, Nr. 1/2015, S. 11–17
Die Situation von Kindern und Jugendlichen im DMP Asthma bronchiale in der Region Nordrhein – eine Bestandsaufnahme
A. Weber1 und F. Friedrichs2
1Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Standort Köln, 2Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpneumologie, Allergologie und Umweltmedizin, Aachen
Hintergrund: Es wird eine kurze Bestandsaufnahme über zentrale Aspekte des DMP Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen berichtet. Methodik: Querschnittlich werden 14.653 eingeschriebene DMP-Patienten unter 18 Jahren im Jahr 2013 betrachtet. Mittels einer logistischen Regressionsanalyse werden praxis- sowie patientenbezogene Einflussfaktoren zur Teilnahme an Asthma-Patientenschulungen überprüft. Ergebnisse: Die Analyse zeigt, dass die Qualitätsziele im Zeitverlauf von den Kindern und Jugendlichen häufiger erfüllt werden. Die Medikationsverordnung erfolgt leitliniengemäß. Vor allem die fachärztliche Betreuung der Patienten, die Schulungsberechtigung des Arztes sowie der Kontrollgrad der Patienten beeinflussen die Schulungsdurchführung der teilnehmenden Patienten. Diskussion: Das DMP Asthma bronchiale scheint erfolgreich in Deutschland etabliert. Patientenschulungen sind ein wichtiges Element zur Verbesserung der Qualität in der Asthmabehandlung, deren Durchführung von praxis- und patientenbezogenen Elementen beeinflusst wird.
Erstpublikation in Atemwegs- und Lungenkrankheiten. 2014; 40:
425-431Correspondence to:
A. Weber, M.A. Public Health
Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung
Standort Köln
Sedanstraße 10-16
D-50668 Köln
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar, C. Bachert, A. Bufe, R. Buhl, C. Ebner, P. Eng, F. Friedrichs, T. Fuchs, E. Hamelmann, D. Hartwig- Bade, T. Hering, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M.V. Kopp, H. Merk, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, N. Schwerk, H. Sitter, U. Umpfenbach, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 431 - 470
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 9/2015, S. 431–470
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1,2, C. Bachert3, A. Bufe4, R. Buhl5, C. Ebner6, P. Eng7, F. Friedrichs8, T. Fuchs9, E. Hamelmann10, D. Hartwig-Bade11, T. Hering12, I. Huttegger13, K. Jung14, L. Klimek1, M.V. Kopp15, H. Merk16, U. Rabe17, J. Saloga18, P. Schmid-Grendelmeier19, A. Schuster20, N. Schwerk21, H. Sitter22, U. Umpfenbach23, B. Wedi24, S. Wöhrl25, M. Worm26 und J. Kleine-Tebbe27; Kommentierende Teilnahme und Prozessbegleitung: S. Kaul28 und A. Schwalfenberg29
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 3HNO-Universitätsklinik, Gent, Belgien, 4Abt. für Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 5III. Med. Klinik und Poliklinik, Schwerpunkt Pneumologie, Johannes-Gutenberg-Univ., Mainz; 6Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 7Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Kinderspital Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 9Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 10Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderzentrum Bethel, Evang. Krankenhaus Bielefeld, 11HNOPraxis, Lübeck, 12Lungenarztpraxis Tegel, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Med. Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Praxis für Dermatologie, Erfurt, 15Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Univ. zu Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 16Klinik für Dermatologie und Allergologie – Hautklinik, RWTH, Aachen, 17Abt. Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 18Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmed., Johannes Gutenberg-Univ., Mainz, 19Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 20Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, 21Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmed., Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie, Med. Hochschule Hannover, 22Institut für theoretische Chirurgie, Univ. Marburg; 23Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Viersen, 24Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Med. Hochschule Hannover, 25Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 26Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 27Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 28Abteilung Allergologie, Paul- Ehrlich-Institut, Langen, 29Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach
Die vorliegende Leitlinie (LL) (S2k) zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergikerselbsthilfeorganisation (Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)) nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Die SIT ist eine kausale immunmodulierende Therapie. Durch die Gabe von Allergenextrakten werden spezifische blockierende Antikörper, toleranzinduzierende Zellen und Botenstoffe aktiviert, die eine weitere Verstärkung der durch Allergene ausgelösten Immunantwort verhindern, die spezifische Immunantwort blockieren und die Entzündungsreaktion im Gewebe dämpfen. Produkte zur subkutanen Immuntherapie (SCIT) oder sublingualen Immuntherapie (SLIT) sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung derzeit nicht vergleichbar. Desgleichen sind die angegebenen Allergenkonzentrationen unterschiedlicher Hersteller aufgrund unterschiedlicher Methoden zur Messung der wirksamen Inhaltsstoffe zurzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepotextrakte eingesetzt. Die Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die klinische Wirksamkeit einer SIT wird mithilfe verschiedener Scores als primärer und sekundärer Zielparameter erfasst. Die European Medicines Agency (EMA) sieht für den primären Zielparameter einen kombinierten Symptom- und Medikationsscore vor. Für eine Vergleichbarkeit verschiedener Studienergebnisse ist zukünftig eine Harmonisierung der Auswertescores, z.B. durch den von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) empfohlenen kombinierten Symptom- und Medikationsscore (CSMS), erstrebenswert. Die aktuellen CONSORT(„consolidated standards of reporting trials“-Empfehlungen der ARIA/ GA2LEN-Gruppe geben Standards fü die Auswertung, Darstellung und Veröfentlichung von Studienergebnissen vor. Präarate, die häfige Allergenquellen enthalten (Pollen der Süßräer oder von Birke, Erle und Hasel, Hausstaubmilben, Bienen- und Wespengift), bedüfen in Deutschland aufgrund der Therapieallergene-Verordnung (TAV) in jedem Fall der Zulassung. Im Zulassungsverfahren werden diese auf Qualitä, Sicherheit und Wirksamkeit üerprüt. Aus Sicht der Autoren sollten zugelassene Allergenpräarate mit dokumentierter Wirksamkeit und Sicherheit oder im Rahmen der TAV verkehrsfäige Präarate, die bereits in klinischen Studien nach World-Allergy-Organization(WAO)- oder EMA- Standards eine Wirksamkeit und Sicherheit dokumentiert haben, bevorzugt eingesetzt werden. Individualrezepturen dienen der Verordnung seltener Allergenquellen (z.B. Pollen von Esche, Beifußoder Ambrosia, Schimmelpilz Alternaria, Tierallergene) zur SIT. Sie könen nicht mit den TAV-Allergenen gemischt werden. Die allergische Rhinitis und ihre Folgeerkrankungen (wie Asthma bronchiale) verursachen volkswirtschaftlich enorme direkte und indirekte Kosten. Entsprechend werden die Therapieoptionen, insbesondere der SIT, sozioöonomisch anhand von Kosten-Nutzenund Kosten-Effektivitäs-Analysen beurteilt. Die SIT ist auf lägere Dauer betrachtet im Vergleich zur Pharmakotherapie bei allergischer Rhinitis und allergischem Asthma deutlich kosteneffektiver –ein Effekt, der stark von der Compliance der Patienten beeinflusst wird. Metaanalysen belegen eindeutig die Wirksamkeit von SCIT und SLIT fü bestimmte Allergene und Altersgruppen. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualitä und Dosierungsschemata und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Es empfiehlt sich daher die Beurteilung der Einzelpräarate nach klar definierten Kriterien. Eine verallgemeinernde Üertragung der Wirksamkeit von Einzelpräaraten auf alle Präarate einer Applikationsform verbietet sich. Auf der Internetseite der DGAKI (www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit) finden sich Tabellen mit einer präaratespezifischen Darstellung der in Deutschland sowie in der Schweiz und Öterreich auf dem Markt befindlichen SIT-Produkte. Die Tabelle listet Studien fü Erwachsene und Kinder auf, das Jahr der Zulassung, den zugrunde gelegten Score, die Anzahl der randomisierten und ausgewerteten Patienten, und das Auswertungsverfahren (ITT, FAS, PP) fü Gräer- und Birkenpollen- sowie Hausstaubmilbenallergene sowie den Genehmigungsstatus fü die Durchfürung klinischer Studien. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollenallergie im Erwachsenenalter durch zahlreiche Studien sehr gut und im Kindes- und Jugendalter durch wenige Studien belegt. Bei Hausstaubmilbenallergie im Erwachsenenalter ist die Wirksamkeit durch einige und im Kindesalter durch wenige kontrollierte Studien belegt. Bei Schimmelpilzallergie (insbesondere Alternaria) liegen unabhägig vom Alter nur wenige kontrollierte Studien vor. Bei einer Tierallergie (in erster Linie auf Katzenallergene) finden sich nur kleine Studien mit teilweise methodischen Mägeln. Zur Wirksamkeit bei atopischer Dermatitis zeigte sich bisher nur ein moderater und uneinheitlicher Therapieeffekt bei einer hohen Heterogenitä der durchgefürten Studien. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (Global Initiative for Asthma (GINA)2007) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem Asthma (GINA 2005) ist die SCIT fü einzelne Präarate gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, sofern ein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen respiratorischen Symptomen und entsprechendem Allergen besteht. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch eine Gräerpollenallergie bei Erwachsenen und Kindern sehr gut und bei Baumpollenallergie bei Erwachsenen gut belegt. Bei der Hausstaubmilbenallergie belegen neue kontrollierte Studien mit teilweise hohen Patientenzahlen die Wirksamkeit der SLIT bei Erwachsenen. Im Vergleich zur allergischen Rhinokonjunktivitis finden sich nur begrenzt Studien zur Wirksamkeit der SLIT bei allergischem Asthma. Dabei zeigen neuere Studien eine Wirksamkeit auf die Asthmasymptome in der Subgruppe gräerpollenallergischer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Asthma und eine Wirksamkeit der SLIT bei primä hausstaubmilbenallergischem Asthma bei Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren und bei Erwachsenen. Sekundäpräentive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind wichtige Grüde, den Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter frü zu wälen. Dabei sollten solche Produkte berüksichtigt werden, fü die entsprechende Effekte gezeigt worden sind. Bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis kann eine SCIT oder SLIT mit Pollen- oder Milbenallergenextrakten durchgefürt werden, deren Wirksamkeit in mindestens einer doppelblind placebokontrollierten Studie gezeigt wurde. Derzeit erfolgen klinische Studien in den Indikationen Asthma und Hausstaubmilbenallergie, deren Ergebnisse teilweise publiziert sind bzw. noch ausstehen (vgl. DGAKI-Tabelle „enehmigte/ evtl. abgeschlossene Studien“via www.dgaki.de/leitlinien/ s2k-leitlinie-sit (nach www.clinicaltrialsregister. eu)). Bei der Indikationsstellung sind Faktoren, die die klinische Wirksamkeit erhöen, zu beachten. Unterschiede zwischen SCIT und SLIT sind in erster Linie bei den Kontraindikationen zu berüksichtigen. Auch bei Vorliegen von Kontraindikationen kann im begrüdeten Einzelfall eine Indikation zur SIT vorliegen. Die Injektionen zur SCIT sowie die Einleitung der SLIT werden von einem Arzt durchgefürt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befäigt ist. Eine vorherige Aufkläung mit Dokumentation ist erforderlich („herapieinformationsblatt“ Abb. 5 und 6; als Handout auch via www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit). Die Therapie sollte entsprechend der Fach- und Gebrauchsinformation des Herstellers durchgefürt werden. Sofern die SIT nach der Indikationsstellung von einem anderen Arzt durch- oder weitergefürt wird, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich, um eine konsequente Umsetzung und risikoarme Durchfürung der Therapie sicherzustellen. Generell wird die Durchfürung sowohl der SCIT als auch der SLIT nur mit Präaraten empfohlen, fü welche ein entsprechender Nachweis der klinischen Wirksamkeit aus entsprechenden Studien vorliegt. Die Therapieadhäenz der SIT-Patienten ist unabhägig von der Applikationsform niedriger als von äztlicher Seite angenommen wird; sie ist allerdings fü den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung. Die Verbesserung der Adhäenz in der SIT ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft, um eine kausale Wirksamkeit der Therapie zu gewärleisten. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist mölich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßahmen sehr selten. Die meisten unerwüschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Dosisabhägige unerwüschte lokale Symptome im Mund- und Rachenraum treten häfig bei der SLIT auf. Systemische Reaktionen hingegen sind zwar beschrieben, kommen aber deutlich seltener vor als bei der SCIT. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische und andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Das Risiko und die Folgen unerwüschter systemischer Reaktionen im Rahmen einer SIT könen durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Anwendung von Notfallmaßahmen –einschließich der früzeitigen Adrenalin-i.m.-Gabe –wirksam vermindert werden. Details der Akuttherapie und des Managements anaphylaktischer Reaktionen finden sich in der aktuellen Anaphylaxie- S2-Leitlinie der AWMF. Die SIT zeigt in vielen Bereichen (z.B. Allergencharakterisierung, neue Applikationswege, Adjuvanzien, schnellere und sichere Aufdosierung) einige innovative Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. Oliver Pfaar
HNO-Universitätsklinik Mannheim
und
Zentrum für Rhinologie and Allergologie
An den Quellen 10
D–65189 Wiesbaden, Deutschland
Email: [email protected]
Nachruf
PD Dr. med. Christoph Grüber
B. Niggemann und F. Friedrichs
Jahrgang 39 p. 99 - 99
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 3/2016, S. 99
PD Dr. med. Christoph Grüber
B. Niggemann und F. Friedrichs
Allergie und Impfen
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer, F. Friedrichs und T. Lob-Corzilius
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 367 - 370
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 8/2016, S. 367-370
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer1, F. Friedrichs2 und T. Lob-Corzilius3
1Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Schwäbisch Gmünd, 2Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 3Christliches Kinderhospital Osnabrück, Osnabrück
Maßnahmen zur Prävention und zum Management allergischer Impfreaktionen sollen für den Impfling eine größtmögliche Sicherheit gewährleisten, sie dürfen allerdings nicht zu einer unberechtigten Verunsicherung des Impflings oder dessen Sorgeberechtigten führen. Bei unbekannter allergologischer und Impfanamnese soll vor Impfung nach früherer allergischer Impfreaktion und nach allergischer Reaktion gegen Bestandteile des Impfstoffs gefragt werden. Bei erhöhtem Risiko für allergische Impfreaktion soll auch speziell über dieses Risiko aufgeklärt werden. Bei erhöhtem Risiko für anaphylaktische Impfreaktion sollte eine Nachbeobachtung von mindestens 2 Stunden erfolgen. Die Durchführung jeder Schutzimpfung erfordert die fachliche Qualifikation und die Ausstattung zur Erkennung und Behandlung potenzieller anaphylaktischer Reaktionen einschließlich der Schulung des medizinischen Assistenzpersonals. Die Behandlung allergischer Impfreaktionen entspricht der Behandlung systemischer allergischer Reaktionen anderer Ätiologie. Eine Verzögerung des Impfschutzes gegen potenziell zu Behinderung führende oder tödliche Erkrankungen unter der vermeintlichen Vorstellung, Allergien oder Asthma zu verhindern, ist nicht gerechtfertigt.Correspondence to:
Dr. med. Peter J. Fischer
Praxis für Kinder- und Jugendmedizin
m.S. Allergologie und Kinderpneumologie
Mühlbergle 11
73525 Schwäbisch Gmünd
Email: [email protected]
Ambulante pädiatrische Pneumologie
Ambulante pädiatrische Pneumologie: Geschichte – Diagnosespektrum – Versorgungsstrukturen – Zukunft des Fachs
F. Friedrichs, A. Pizzulli, U. Klettke, J. Andres und C. Runge
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 3 - 10
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 1/2017, S. 3-10
Ambulante pädiatrische Pneumologie: Geschichte – Diagnosespektrum – Versorgungsstrukturen – Zukunft des Fachs
F. Friedrichs1, A. Pizzulli2, U. Klettke3, J. Andres4 und C. Runge5
1Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 2Kinderarztpraxis, Berlin, 3Kinderarztpraxis, Berlin, 4med wiss Gesellschaft für Versorgungsforschung in der Medizin mbH, Weinitzen, Österreich, 5Kinderarztpraxis, Hamburg
Die Kinder-Pneumologie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer wichtigen Subdisziplin innerhalb der Kinder- und Jugendmedizin entwickelt. Die Inzidenz und Prävalenz von Erkrankungen der Atemwegsorgane bei Kindern und Jugendlichen hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Respiratorische Erkrankungen in diesem Alter unterscheiden sich in vielen Aspekten von denjenigen Erwachsener. Viele chronische Atemwegserkrankungen haben ihren Ursprung in der Kindheit. Gerade in der Kinder- und Jugendmedizin zeigen sich die Auswirkungen der vielfältigen Interaktionen von Umwelt und genetischer Veranlagung. Seit der bundesweiten Einführung der Schwerpunkt- bzw. Zusatzweiterbildung „Kinder-Pneumologie“ vor 13 Jahren haben sich ca. 300 Kinderpneumologen, überwiegend in eigener Praxis, niedergelassen. Im Durchschnitt werden in einer „Mischpraxis“ ca. 30% fachärztliche Patienten versorgt. Etwa 70% der kinderpneumologischen Patienten leiden an Asthma bronchiale. 80% der Kinderpneumologen sind Asthma-Trainer und nehmen am DMP Asthma bronchiale teil. 62% der Kinder-Pneumologen verfügen über die Zusatzbezeichnung „Allergologie“. Die spezifische Immuntherapie wird in 97% der kinderpneumologischen Praxen durchgeführt. Kinder-Pneumologen leisten in der Praxis auch einen wichtigen Beitrag bei der Versorgung von allergiekranken Kindern.Correspondence to:
Dr. med. Frank Friedrichs
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Allergologie, Umweltmedizin, Kinder- Pneumologie
Kinderarztpraxis Laurensberg
Rathausstraße 10
52072 Aachen
Email: [email protected]
Übersicht
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer, F. Friedrichs und T. Lob-Corzilius
Price
42.00 $
Jahrgang 29 (2017) p. 30 - 33
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 29, Nr. 1/2017, S. 30-33
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer1, F. Friedrichs2 und T. Lob-Corzilius3
1Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Schwäbisch Gmünd, 2Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 3Christliches Kinderhospital Osnabrück, Osnabrück
Maßnahmen zur Prävention und zum Management allergischer Impfreaktionen sollen für den Impfling eine größtmögliche Sicherheit gewährleisten, sie dürfen allerdings nicht zu einer unberechtigten Verunsicherung des Impflings oder dessen Sorgeberechtigten führen. Bei unbekannter allergologischer und Impfanamnese soll vor Impfung nach früherer allergischer Impfreaktion und nach allergischer Reaktion gegen Bestandteile des Impfstoffs gefragt werden. Bei erhöhtem Risiko für allergische Impfreaktion soll auch speziell über dieses Risiko aufgeklärt werden. Bei erhöhtem Risiko für anaphylaktische Impfreaktion sollte eine Nachbeobachtung von mindestens 2 Stunden erfolgen. Die Durchführung jeder Schutzimpfung erfordert die fachliche Qualifikation und die Ausstattung zur Erkennung und Behandlung potenzieller anaphylaktischer Reaktionen einschließlich der Schulung des medizinischen Assistenzpersonals. Die Behandlung allergischer Impfreaktionen entspricht der Behandlung systemischer allergischer Reaktionen anderer Ätiologie. Eine Verzögerung des Impfschutzes gegen potenziell zu Behinderung führende oder tödliche Erkrankungen unter der vermeintlichen Vorstellung, Allergien oder Asthma zu verhindern, ist nicht gerechtfertigt.Correspondence to:
Dr. med. Peter J. Fischer
Praxis für Kinder- und Jugendmedizin
m.S. Allergologie und Kinderpneumologie
Mühlbergle 11
73525 Schwäbisch Gmünd
Email: [email protected]