Leitlinie
Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter
D. Berdel, J. Forster, M. Gappa, D. Kiosz, W. Leupold, D. Pfeiffer-Kascha, E. Rietschel, A. Schuster, H. Sitter, T. Spindler und W. Wahlen
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 80 - 98
Abstract
D. Berdel, J. Forster, M. Gappa, D. Kiosz, W. Leupold, D. Pfeiffer-Kascha, E. Rietschel, A. Schuster, H. Sitter, T. Spindler und W. Wahlen
S2-Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), der Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter (AGAS) und der Gesellschaft für Pädiatrische
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Marienhospital Wesel
Kinder- und Jugendmedizin
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D–46483 Wesel
Email: [email protected]
Leitlinie
Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga zur Spirometrie
C.-P. Criée, D. Berdel, D. Heise, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, M. Rolke, S. Sorichter, H. Worth und H. Wuthe für die Deutsche Atemwegsliga e. V.
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 0 - -1
Abstract
C.-P. Criée, D. Berdel, D. Heise, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, M. Rolke, S. Sorichter, H. Worth und H. Wuthe für die Deutsche Atemwegsliga e. V.
Atemwegserkrankungen beim Kind – beim Erwachsenen
Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter
D. Berdel, J. Forster, M. Gappa, D. Kiosz, W. Leupold, D. Pfeiffer-Kascha, E. Rietschel, A. Schuster, H. Sitter, T. Spindler und W. Wahlen
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 0 - -1
Abstract
D. Berdel, J. Forster, M. Gappa, D. Kiosz, W. Leupold, D. Pfeiffer-Kascha, E. Rietschel, A. Schuster, H. Sitter, T. Spindler und W. Wahlen
Buchbesprechung
Asthma und Sport
D. Berdel
Price
42.00 $
Jahrgang 18 p. 130 - 130
Empfehlungen
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) – Teil 1
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Jahrgang 35 p. 256 - 272
Abstract
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Originalarbeit
Intraindividuelle, randomisierte Doppelblindstudie zum Vergleich des protektiven Effektes zwischen verschiedenen Anwendungsformen von DNCG und Reproterol bei Kindern mit Anstrengungsasthma
A. von Berg, B. Albrecht, W. Darlath, H.W. Voß und D. Berdel
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 557 - 564
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 557–564
Intraindividuelle, randomisierte Doppelblindstudie zum Vergleich des protektiven Effektes zwischen verschiedenen Anwendungsformen von DNCG und Reproterol bei Kindern mit Anstrengungsasthma
A. von Berg1, B. Albrecht1, W. Darlath2, H.W. Voß3 und D. Berdel1
1Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marienhospital Wesel, 2Klinische Entwicklung, Aventis Pharma Deutschland GmbH, Bad Soden, 3ClinResearch GmbH, Köln
Ziel der Studie war der Nachweis der Überlegenheit einer Einmalgabe der fixen Arzneimittelkombination aus DNCG und Reproterol im Vergleich zur alleinigen Gabe der Monopräparate sowie ihrer aufeinanderfolgenden Gabe (freie Kombination) hinsichtlich des protektiven Effektes bei Kindern mit nachgewiesenem Anstrengungsasthma. Hauptzielkriterium war der protektive Gesamteffekt des Vergleichs Fixkombination vs. Reproterol. Er wurde berechnet als Fläche unter der Kurve des FEV1 zwischen den Zeitpunkten t = –5 und t = 20 Minuten nach Inhalation der jeweiligen Prüfmedikation, wobei die Differenzen zum Ausgangswert bei t = –5 Minuten herangezogen wurden. Die Studie wurde auf der Basis eines adaptiven Folgetestplans mit zwei Zwischenauswertungen durchgeführt. Der konfirmatorische Vergleich der Behandlungen erfolgte mittels einfaktorieller Varianzanalyse mit Messwiederholungen auf dem Faktor Behandlung. Das globale Signifikanzniveau war mit Alpha = 0,025 (einseitig) festgelegt. Die erste Zwischenauswertung wurde wie geplant nach Abschluß von 16 Patienten durchgeführt und führte zur Ablehnung der Nullhypothese. Daher wurde die Rekrutierung nach der Zwischenauswertung abgebrochen, nachdem n = 20 Patienten in die Studie aufgenommen waren und der 5. Randomblock vervollständigt worden war. Hinsichtlich der Zielkriterien ergab sich eine statistisch signifikante Überlegenheit (jeweils p < 0.01) der Kombination aus DNCG und Reproterol sowohl gegenüber Reproterol (Hauptzielkriterium) als auch DNCG (Nebenzielkriterium). Während die Einzelsubstanzen alleine nicht in der Lage waren, Anstrengungsasthma vollständig zu verhindern, gelang dies durch ihre kombinierte Gabe. Unterschiede zwischen der fixen und einer freien Kombination konnten nicht festgestellt werden. Der Nachweis der überlegenen Wirksamkeit der fixen Arzneimittelkombination im Vergleich zu den Monopräparaten konnte erbracht werden.
Correspondence to:
Dr. med. Andrea von Berg
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marienhospital Wesel
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D-46483 Wesel
Empfehlungen
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) Teil II
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Jahrgang 35 p. 349 - 370
Abstract
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Originalarbeit
Erhebung von Lungenfunktionsnormalwerten (Spirometrie) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Die LUNOKID-Studie
D. Berdel, C. Beckmann, A. von Berg, M. Gappa, S. Illi, U. Krämer, C. Müller-Brandes, A. Schuster, G. Seitner, G. Steinkamp und M. Wisbauer für die LUNOKID-Studiengruppe
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 395 - 404
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 10/2010, S. 395–404
Erhebung von Lungenfunktionsnormalwerten (Spirometrie) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Die LUNOKID-Studie
D. Berdel1, C. Beckmann1, A. von Berg1, M. Gappa2, S. Illi3, U. Krämer4, C. Müller-Brandes5, A. Schuster6, G. Seitner4, G. Steinkamp7 und M. Wisbauer6 für die LUNOKID-Studiengruppe
1Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen an der 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital Wesel, 3Kinderklinik und Kinderpoliklinik, Dr. von Haunersches Kinderspital, München, 4Institut für Umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf, 5Pädiatrische Pulmonologie und Neonatologie, Medizinische Hochschule Hannover, 6Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, 7Klinische Forschung, Medizinisch-wissenschaftliches Publizieren, Hannover
Hintergrund: In der Diagnostik von Atemwegserkrankungen spielt die Lungenfunktionsprüfung auch bei Kindern eine entscheidende Rolle. Da Kinder und Jugendliche sich im Wachstum befinden und auch die Größe der Lunge und der Atemwege zunimmt, werden Messergebnisse von Kindern im Vergleich zu Lungenfunktionsmessergebnissen einer Population bewertet, die bezüglich Alter und somatischer Messgrößen vergleichbar ist. Die Qualität der verwendeten Referenzwerte ist entscheidend für die Bewertung von Messergebnissen. Allerdings werden in der Regel Referenzwerte von Kindern aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren verwendet, obwohl sich der Körperbau und die Entwicklung von Kindern in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Ziel der Studie: Erhebung aktueller Lungenfunktionsnormalwerte bei gesunden Kindern im Alter von 4 – 18 Jahren beiderlei Geschlechts. Methode: Die Messungen wurden in randomisiert ausgewählten Klassenstufen aller Schulen/ Schultypen und Kindergärten in 3 Regionen Deutschlands durchgeführt (Wesel, Düsseldorf, Hannover). Mithilfe eines Fragebogens, der sich an den der ISAAC-Studie anlehnt, wurde sichergestellt, dass das Kind nicht an Atemwegserkrankungen oder an anderen Störungen litt, die die Messergebnisse beeinflussen könnten. Speziell geschultes Studienpersonal untersuchte die Kinder während des Unterrichts direkt an den Schulen/Kindergärten. Die Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve (Parameter: FEV1, FEV0,5, FEV0,75, PEF, FVC, MEF25, MEF50, MEF75) wurde über ein Spirometer der Firma ndd Medizintechnik AG, Zürich, durchgeführt. Zuvor wurden Körperlänge und Körpergewicht des Kindes gemessen. Alle Daten wurden in einer zentralen Datenbank erfasst. Um sicherzustellen, dass die Messungen technisch einwandfrei sind, erfolgte eine externe Qualitätskontrolle. Dazu wurden alle Spirometrie-Kurven (Fluss/Volumen, Fluss/Zeit) der Messungen, die in die Datenbank eingehen sollten, von Experten begutachtet. Ergebnis: Zwischen August 2007 und Juni 2009 wurden bei 5.397 Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 – 18 Jahren Lungenfunktionsuntersuchungen durchgeführt. Bei 3.228 der Probanden waren die Messergebnisse der Lungenfunktion akzeptabel. Von diesen konnten 1.941 Kinder und Jugendliche als gesund eingestuft und in die Auswertung einbezogen werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marien-Hospital Wesel
Pastor-Janssen-Straße 8 – 38
D–46483 Wesel
Email: [email protected]
Originalarbeit
Erhebung von Lungenfunktionsnormalwerten (Spirometrie) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Die LUNOKID-Studie
D. Berdel, C. Beckmann, A. von Berg, M. Gappa, S. Illi, U. Krämer, C. Müller-Brandes, A. Schuster, G. Seitner, G. Steinkamp und M. Wisbauer für die LUNOKID-Studiengruppe
Price
42.00 $
Jahrgang 22 p. 148 - 157
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 22, Nr. 4/2010, S. 148-157
Erhebung von Lungenfunktionsnormalwerten (Spirometrie) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Die LUNOKID-Studie
D. Berdel1, C. Beckmann1, A. von Berg1, M. Gappa2, S. Illi3, U. Krämer4, C. Müller-Brandes5, A. Schuster6, G. Seitner4, G. Steinkamp7 und M. Wisbauer6 für die LUNOKID-Studiengruppe
1Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen an der 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital Wesel, 3Kinderklinik und Kinderpoliklinik, Dr. von Haunersches Kinderspital, München, 4Institut für Umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf, 5Pädiatrische Pulmonologie und Neonatologie, Medizinische Hochschule Hannover, 6Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, 7Klinische Forschung, Medizinisch-wissenschaftliches Publizieren, Hannover
Hintergrund: In der Diagnostik von Atemwegserkrankungen spielt die Lungenfunktionsprüfung auch bei Kindern eine entscheidende Rolle. Da Kinder und Jugendliche sich im Wachstum befinden und auch die Größe der Lunge und der Atemwege zunimmt, werden Messergebnisse von Kindern im Vergleich zu Lungenfunktionsmessergebnissen einer Population bewertet, die bezüglich Alter und somatischer Messgrößen vergleichbar ist. Die Qualität der verwendeten Referenzwerte ist entscheidend für die Bewertung von Messergebnissen. Allerdings werden in der Regel Referenzwerte von Kindern aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren verwendet, obwohl sich der Körperbau und die Entwicklung von Kindern in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Ziel der Studie: Erhebung aktueller Lungenfunktionsnormalwerte bei gesunden Kindern im Alter von 4 – 18 Jahren beiderlei Geschlechts. Methode: Die Messungen wurden in randomisiert ausgewählten Klassenstufen aller Schulen/ Schultypen und Kindergärten in 3 Regionen Deutschlands durchgeführt (Wesel, Düsseldorf, Hannover). Mithilfe eines Fragebogens, der sich an den der ISAAC-Studie anlehnt, wurde sichergestellt, dass das Kind nicht an Atemwegserkrankungen oder an anderen Störungen litt, die die Messergebnisse beeinflussen könnten. Speziell geschultes Studienpersonal untersuchte die Kinder während des Unterrichts direkt an den Schulen/Kindergärten. Die Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve (Parameter: FEV1, FEV0,5, FEV0,75, PEF, FVC, MEF25, MEF50, MEF75) wurde über ein Spirometer der Firma ndd Medizintechnik AG, Zürich, durchgeführt. Zuvor wurden Körperlänge und Körpergewicht des Kindes gemessen. Alle Daten wurden in einer zentralen Datenbank erfasst. Um sicherzustellen, dass die Messungen technisch einwandfrei sind, erfolgte eine externe Qualitätskontrolle. Dazu wurden alle Spirometrie-Kurven (Fluss/Volumen, Fluss/Zeit) der Messungen, die in die Datenbank eingehen sollten, von Experten begutachtet. Ergebnis: Zwischen August 2007 und Juni 2009 wurden bei 5.397 Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 – 18 Jahren Lungenfunktionsuntersuchungen durchgeführt. Bei 3.228 der Probanden waren die Messergebnisse der Lungenfunktion akzeptabel. Von diesen konnten 1.941 Kinder und Jugendliche als gesund eingestuft und in die Auswertung einbezogen werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marien-Hospital Wesel
Pastor-Janssen-Straße 8 – 38
D–46483 Wesel
Email: [email protected]
Epidemiologie in der Allergologie
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring und S. Koletzko
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 20 - 31
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 1/2012, S. 20–31
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 und S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
Der Anstieg der Prävalenzen von Asthma, Heuschnupfen und allergischer Sensibilisierung in Westdeutschland während der Zeit der deutschen Teilung und der rasche Anstieg dieser Krankheitshäufigkeit bei ostdeutschen Kindern und Jugendlichen nach der Wiedervereinigung sind untrügliche Zeichen für die herausragende Rolle von lebensstilabhängigen und umweltbezogenen Determinanten der Entwicklung atopischer Erkrankungen. Dabei spielt die perinatale Entwicklungsphase, in der das Immunsystem geprägt wird, vermutlich eine besondere Rolle. Deswegen können potenzielle Determinanten epidemiologisch am besten mittels Geburtskohorten bzw. Schwangerschaftskohorten untersucht werden. Gegenstand dieses Übersichtsartikels ist es, das Design der zwei großen deutschen Geburtskohorten GINIplus und LISAplus zu beschreiben und ausgewählte Ergebnisse zu atopischen Erkrankungen darzustellen. Mit GINIplus und LISAplus wurden Mitte bis Ende der 90er Jahre 5.991 bzw. 3.097 gesunde, reife Neugeborene in München, Wesel, Leipzig und Bad Honnef rekrutiert. Nach 10 Jahren sind noch circa 55% der Kohorte im Langzeitbeobachtungsprogramm eingeschlossen. Im Vordergrund standen bislang Fragen des natürlichen Verlaufs atopischer Erkrankungen sowie lebensstil- und umweltabhängige Faktoren. Darüber hinaus wurden Gene für atopische Erkrankungen, intermediäre Phänotypen sowie für oxidativen Stress verantwortliche Gene bestimmt und analysiert, ob deren Genvarianten den Einfluss identifizierter Umweltfaktoren modifizieren können. Die bisherigen Ergebnisse der beiden Geburtskohorten GINIplus und LISAplus tragen maßgeblich zu den Kenntnissen über atopische Erkrankungen und deren Determinanten bei.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
Email: [email protected]
Epidemiologie in der Allergologie
Die German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) zur präventiven Wirkung von Hydrolysatnahrungen bei Kindern mit Allergierisiko. Design und ausgewählte Ergebnisse
A. von Berg, B. Filipiak-Pittroff, U. Krämer, E. Link, J. Heinrich, S. Koletzko, A. Grübl, U. Hoffmann, C. Beckmann, D. Reinhardt, C.P. Bauer, E. Wichmann, und D. Berdel
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 32 - 43
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 1/2012, S. 32–43
Die German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) zur präventiven Wirkung von Hydrolysatnahrungen bei Kindern mit Allergierisiko. Design und ausgewählte Ergebnisse
A. von Berg1, B. Filipiak-Pittroff1, U. Krämer2, E. Link2, J. Heinrich3, S. Koletzko4, A. Grübl5, U. Hoffmann5, C. Beckmann1, D. Reinhardt, C.P. Bauer5, E. Wichmann3, und D. Berdel1
1Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 2Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 4Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München, 5Kinderklinik der Technischen Universität München
Neben Umweltfaktoren stellen die genetische Disposition und ein früher Allergenkontakt wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung von Allergien dar. In dem Bestreben, die allergene Last für den allergiegefährdeten Säugling in den ersten Lebensmonaten zu reduzieren, wurden hypoallergene Säuglingsnahrungen, sogenannte Hydrolysatnahrungen zur primären Prävention als Ergänzung oder Ersatz von Muttermilch eingesetzt. Bei dem für die ersten 3 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt (FKZ 01 EE 9401-4), das unter dem Namen German Infant Nutritional Intervention-Program als „GINI-Studie“ bekannt wurde, handelt es sich um eine Geburtskohorte mit zunächst auf 3 Jahre geplantem Follow-up. Das Ziel der prospektiven, randomisierten, doppelblinden Untersuchung war es, den Einfluss der Ernährung mit unterschiedlicher hypoallergener Säuglingsnahrung in den ersten 4 – 6 Lebensmonaten auf die Entstehung einer Allergie bei Kindern mit anamnestisch bekannter familiärer Allergiebelastung bei Eltern und/oder leiblichen Geschwistern zu untersuchen. Die Zuweisung der Probanden zu einem der vier Interventionsarme (partiell hydrolysierte Formula auf Molkenbasis, extensiv hydrolysierte Formula auf Molkenbasis, extensiv hydrolysierte Formula auf Kaseinbasis und eine konventionelle Kuhmilchformula) erfolgte randomisiert und stratifiziert nach familiärer Allergiebelastung (einfach/beide Eltern) und Geburtsklinik. Die Rekrutierung erfolgte in 18 Geburtsabteilungen durch die drei beteiligten klinischen Zentren (Marien-Hospital-Wesel, Universitätskinderkliniken der Ludwig- Maximilians-Universität und der Technischen Universität München) im Zeitraum vom 01.09.1995 bis zum 30.06.1998. Parallel zur Interventionsstudie wurde in den Studienzentren eine nicht-interventionelle, komplementäre Beobachtungskohorte aus Kindern mit oder ohne Allergierisiko rekrutiert und mittels jährlichen, von den Eltern auszufüllenden Fragebögen verfolgt. Beide Studienarme zusammen – die GINI-Interventionsstudie (GINI-I, N = 2252) und die nicht-interventionelle Beobachtungsstudie (GINI-NI, N = 3739) ergänzen sich zu der bevölkerungsbezogenen Studie GINIplus (s. auch Artikel J. Heinrich et al. in diesem Heft). Als Ergebnis aus der Interventionsstudie zeigte sich, dass Säuglingsnahrungen auf Basis eines Milch-Protein-Hydrolysats gegenüber nicht hydrolysierter Säuglingsnahrung auf Basis intakten Kuhmilchproteins eine in ihrer Höhe unterschiedliche präventive Wirkung bezüglich allergischer Manifestation bis ins Schulalter haben. Dieser Effekt ist im Wesentlichen durch den Interventionseffekt auf die atopische Dermatitis bedingt. Er entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten und persistiert ohne Reboundeffekt. Im Einschulalter ist die kumulative Inzidenz des atopischen Ekzem in den Formula-Gruppen zwischen 26% und 45% reduziert. Eine Wirkung der Hydrolysatnahrungen auf die respiratorischen Allergien Asthma und allergische Rhinokonjunktivitis war nicht nachweisbar. Die Gegenüberstellung des Interventionsund Beobachtungsarms der GINIplus-Studie zeigte, dass das Risiko für ein Ekzem durch eine familiäre Allergiebelastung um das doppelte erhöht wird. Die frühe Intervention mit Kuhmilchhydrolysaten konnte dieses Risiko substantiell bis zum 6. Lebensjahr senken, während bei Randomisierung zur regulären Kuhmilchformula dieses Risiko im Vergleich zu Risikokindern der Beobachtungsgruppe tendenziell höher lag. Die Untersuchungsergebnisse der GINIplus-Kohorte haben somit zur Klärung lange kontrovers diskutierter Fragen beigetragen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Forschungsinstitut
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marien-Hospital
Pastor-Janßen-Straße 8-38
46483 Wesel
Email: [email protected]
Übersicht
Sind die Begriffe „allergischer Marsch“ und „Allergiekarriere“ zutreffend?
D. Berdel, J. Sennekamp und A. von Berg
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 323 - 326
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 6/2012, S. 323–326
Sind die Begriffe „allergischer Marsch“ und „Allergiekarriere“ zutreffend?
D. Berdel1, J. Sennekamp2 und A. von Berg1
1Forschungsinstitut am Marienhospital Wesel, 2Malteser Lungen- und Allergiezentrum Bonn
Wir überprüfen anhand der Daten der neueren Literatur, ob die in den 90er Jahren aufgekommenen Begriffe „allergischer Marsch“ und „Allergiekarriere“ auf die Entwicklung der allergischen Manifestationen im Kindesalter zutreffend sind. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass beide Begriffe nicht prägnant den Verlauf der Allergien beschreiben. Obwohl Assoziationen zwischen den allergischen Phänotypen atopisches Ekzem, allergisches Asthma und allergische Rhinitis sowie im Zeitverlauf Übergänge ineinander bestehen, können wir keine ausgeprägte Gesetzmäßigkeit im zeitlichen Auftreten der allergischen Krankheiten konstatieren. Wir schlagen daher vor, von den Begriffen „allergischer Marsch“ und „Allergiekarriere“ Abstand zu nehmen. Zutreffender erscheint uns, bei Bestehen einer allergischen Erkrankung von einem erhöhten Risiko zu sprechen, andere allergische Manifestationen zu bekommen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Rodehorsterallee 11
D–46499 Hamminkeln
Email: [email protected]
Übersicht
Die German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) zur präventiven Wirkung von Hydrolysatnahrungen bei Kindern mit Allergierisiko. Design und ausgewählte Ergebnisse
A. von Berg, B. Filipiak- Pittroff, U. Krämer, E. Link, J. Heinrich, S. Koletzko, A. Grübl, U. Hoffmann, C. Beckmann, D. Reinhardt, C.P. Bauer, E. Wichmann und D. Berdel
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 45 - 56
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 24, Nr. 2/2012, S. 45–56
Die German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) zur präventiven Wirkung von Hydrolysatnahrungen bei Kindern mit Allergierisiko. Design und ausgewählte Ergebnisse
A. von Berg1, B. Filipiak-Pittroff1, U. Krämer2, E. Link2, J. Heinrich3, S. Koletzko4, A. Grübl5, U. Hoffmann5, C. Beckmann1, D. Reinhardt, C.P. Bauer5, E. Wichmann3, und D. Berdel1
1Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 2Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 4Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München, 5Kinderklinik der Technischen Universität München
Neben Umweltfaktoren stellen die genetische Disposition und ein früher Allergenkontakt wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung von Allergien dar. In dem Bestreben, die allergene Last für den allergiegefährdeten Säugling in den ersten Lebensmonaten zu reduzieren, wurden hypoallergene Säuglingsnahrungen, sogenannte Hydrolysatnahrungen zur primären Prävention als Ergänzung oder Ersatz von Muttermilch eingesetzt. Bei dem für die ersten 3 Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt (FKZ 01 EE 9401-4), das unter dem Namen German Infant Nutritional Intervention-Program als „GINI-Studie“ bekannt wurde, handelt es sich um eine Geburtskohorte mit zunächst auf 3 Jahre geplantem Follow-up. Das Ziel der prospektiven, randomisierten, doppelblinden Untersuchung war es, den Einfluss der Ernährung mit unterschiedlicher hypoallergener Säuglingsnahrung in den ersten 4 – 6 Lebensmonaten auf die Entstehung einer Allergie bei Kindern mit anamnestisch bekannter familiärer Allergiebelastung bei Eltern und/oder leiblichen Geschwistern zu untersuchen. Die Zuweisung der Probanden zu einem der vier Interventionsarme (partiell hydrolysierte Formula auf Molkenbasis, extensiv hydrolysierte Formula auf Molkenbasis, extensiv hydrolysierte Formula auf Kaseinbasis und eine konventionelle Kuhmilchformula) erfolgte randomisiert und stratifiziert nach familiärer Allergiebelastung (einfach/beide Eltern) und Geburtsklinik. Die Rekrutierung erfolgte in 18 Geburtsabteilungen durch die drei beteiligten klinischen Zentren (Marien-Hospital-Wesel, Universitätskinderkliniken der Ludwig- Maximilians-Universität und der Technischen Universität München) im Zeitraum vom 01.09.1995 bis zum 30.06.1998. Parallel zur Interventionsstudie wurde in den Studienzentren eine nicht-interventionelle, komplementäre Beobachtungskohorte aus Kindern mit oder ohne Allergierisiko rekrutiert und mittels jährlichen, von den Eltern auszufüllenden Fragebögen verfolgt. Beide Studienarme zusammen – die GINI-Interventionsstudie (GINI-I, N = 2252) und die nicht-interventionelle Beobachtungsstudie (GINI-NI, N = 3739) ergänzen sich zu der bevölkerungsbezogenen Studie GINIplus. Als Ergebnis aus der Interventionsstudie zeigte sich, dass Säuglingsnahrungen auf Basis eines Milch-Protein-Hydrolysats gegenüber nicht hydrolysierter Säuglingsnahrung auf Basis intakten Kuhmilchproteins eine in ihrer Höhe unterschiedliche präventive Wirkung bezüglich allergischer Manifestation bis ins Schulalter haben. Dieser Effekt ist im Wesentlichen durch den Interventionseffekt auf die atopische Dermatitis bedingt. Er entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten und persistiert ohne Reboundeffekt. Im Einschulalter ist die kumulative Inzidenz des atopischen Ekzem in den Formula-Gruppen zwischen 26% und 45% reduziert. Eine Wirkung der Hydrolysatnahrungen auf die respiratorischen Allergien Asthma und allergische Rhinokonjunktivitis war nicht nachweisbar. Die Gegenüberstellung des Interventionsund Beobachtungsarms der GINIplus-Studie zeigte, dass das Risiko für ein Ekzem durch eine familiäre Allergiebelastung um das doppelte erhöht wird. Die frühe Intervention mit Kuhmilchhydrolysaten konnte dieses Risiko substantiell bis zum 6. Lebensjahr senken, während bei Randomisierung zur regulären Kuhmilchformula dieses Risiko im Vergleich zu Risikokindern der Beobachtungsgruppe tendenziell höher lag. Die Untersuchungsergebnisse der GINIplus-Kohorte haben somit zur Klärung lange kontrovers diskutierter Fragen beigetragen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Forschungsinstitut
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marien-Hospital
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D-46483 Wesel
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla, F. Ruёff, A. Walker, H.-C. Räwer, W. Aberer, C.P. Bauer, D. Berdel, T. Biedermann, K. Brockow, J. Forster, Th. Fuchs, E. Hamelmann, T. Jakob, R. Jarisch, H.F. Merk, U. Müller, H. Ott, W. Sitter, R. Urbanek und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 563 - 562
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 11/2012, S. 563–589
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla1, F. Ruёff1, A. Walker1, H.-C. Räwer1, W. Aberer2, C.P. Bauer3, D. Berdel4, T. Biedermann5, K. Brockow6, J. Forster7, Th. Fuchs8, E. Hamelmann9, T. Jakob10, R. Jarisch11, H.F. Merk12, U. Müller13, H. Ott14, W. Sitter15, R. Urbanek16 und B. Wedi17
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig- Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Fachklinik Gaißach der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Gaißach, 4Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen, Marien-Hospital, Wesel, 5Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 7Kinderabteilung St. Hedwig, St. Josefskrankenhaus, Freiburg, 8Funktionsbereich Allergologie, Universitätshautklinik Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr- Universität Bochum, 10Forschergruppe Allergologie und Allergieabteilung, Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 11Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 12Hautklinik, Medizinische Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 13Allergiestation, Medizinische Klinik, Spital Ziegler, Spitalnetz Bern, Schweiz, 14Abteilung Pädiatrische Dermatologie, Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, 15Institut für chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 16Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Freiburg, 17Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen (Apis mellifera) oder Faltenwespen (insbesondere Vespula vulgaris, V. germanica) manifestieren sich fast immer als gesteigerte örtliche Reaktionen (schwere Lokalreaktion; bei bis zu 25% der Bevölkerung) oder als Allgemeinreaktionen mit den Symptomen der Soforttypallergie (Anaphylaxie; bei bis zu 3,5% der Bevölkerung). Anaphylaktische Stichreaktionen werden durch IgE-Antikörper, die gegen Giftinhaltsstoffe gerichtet sind, ausgelöst. Andere klinische Bilder allergischer Reaktionen („ungewöhnliche Stichreaktionen“) sind – ebenso wie Intoxikationen durch eine große Anzahl von Stichen – sehr selten. Insbesondere schwere anaphylaktische Reaktionen können zu bleibenden Körperschäden oder zum Tod führen. Akute Reaktionen werden symptomatisch behandelt. Danach ist bei Patienten mit allergischen Reaktionen eine langfristige Therapie notwendig. Sie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und, bei systemischer Soforttypreaktion, die spezifische Immuntherapie (SIT; Hyposensibilisierung). Adrenalin zur Selbstinjektion ist Bestandteil der Notfallmedikation bei Patienten mit früherer systemischer Soforttypreaktion. Grundlage der Diagnostik bei Patienten mit systemischen Soforttypreaktionen sind Anamnese sowie Hauttests und Bestimmung der spezifischen Serum-Immunglobulin- E(IgE)-Antikörper gegen Gesamtgift. Wird bei diesen Tests eine aufgrund der Anamnese erwartete Sensibilisierung nicht gefunden, so werden die spezifischen Serum- IgE-Antikörper gegen relevante Einzelallergene (zurzeit verfügbar Api m 1 und Ves v 5) bestimmt sowie gegebenenfalls zelluläre Tests vorgenommen. Die Ergebnisse der Diagnostik werden von verschiedenen Variablen beeinflusst, „alsch-negative“oder „falsch-positive“ Ergebnisse sind bei allen Tests möglich. Bei Patienten mit erhöhter Konzentration der basalen Serumtryptase 95. Perzentile 11,4 μ/l) und/oder Mastozytose verlaufen anaphylaktische Stichreaktionen häfig sehr schwer. Um diese Risiken zu erkennen, sind die Bestimmung der basalen Serumtryptasekonzentration und die Untersuchung der Haut auf das Vorliegen einer kutanen Mastozytose angezeigt. Bienen- oder Wespengift-SIT ist bei Patienten obligat, die eine Stichanaphylaxie mit respiratorischen oder kardiovaskulären Symptomen erlitten haben, sowie bei Patienten mit individuellen Risikofaktoren. Im Übrigen kann die SIT allen erwachsenen Patienten mit systemischer Stichreaktion vom Soforttyp unabhängig vom Schweregrad empfohlen werden. Nur bei Kindern mit systemischer Reaktion ausschließich der Haut kann auf der Grundlage von Studienergebnissen berechtigt auf die SIT verzichtet werden. Für die Dosissteigerung der SIT gibt es zahlreiche Behandlungsprotokolle, mit denen die Erhaltungsdosis in einem Tag (Ultra-Rush-Protokoll), nach 3 – 5 Tagen (Rush-Protokoll) oder in einigen ochen bis Monaten (konventionelle SIT) erreicht wird. Mit der Geschwindigkeit der Dosissteigerung nehmen die Nebenwirkungen zu. Die Standarderhaltungsdosis ist 100 μ. Bei Risikopatienten kann bei Bienengift- SIT, die weniger wirksam ist als Wespengift- SIT, von vornherein eine besser wirksame Erhaltungsdosis von 200 μ gegeben werden; manchmal kann dies auch bei Wespengift- SIT angezeigt sein. Als Nebenwirkungen der SIT können insbesondere in der Einleitungsphase systemische anaphylaktische Reaktionen und subjektive Allgemeinbeschwerden auftreten; schwere Reaktionen sind selten. In Einzelfällen kommt es zu wiederholten anaphylaktischen Reaktionen, die den Behandlungsverlauf stark behindern oder zum Therapieabbruch zwingen können. Um hier Verträlichkeit der SIT zu erreichen, erscheint derzeit eine Begleit- und/oder Vortherapie mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (gegenwärtig „off-label use“) am aussichtsreichsten; weiter erhalten diese Paienten eine erhöte Erhaltungsdosis (≥200 μ). Der Erfolg der SIT kann nicht durch Laborparameter erfasst werden. Eine Kontrolle der Wirksamkeit der Therapie durch einen Stichprovokationstest mit einem lebenden Insekt sollte etwa 6 –18 Monate nach Erreichen der Erhaltungsdosis (bei besonderer Gefährdung des Patienten auch früher) erfolgen. Bei Stichprovokationstests ist die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten. Kommt es trotz SIT zu einer erneuten systemischen Reaktion, so führt eine Steigerung der Erhaltungsdosis (meist sind 200 μ ausreichend) fast immer zum Erfolg. Bei den meisten Patienten kann die SIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern SIT und ein erneuter Stich ohne systemische Reaktion vertragen wurden. Ist dies nicht der Fall oder bestehen besondere Risiken, so wird der Patient gegebeenfalls läger behandelt. Manchmal (z.B. bei Mastozytose oder früerer Stichreaktion mit Herzkreislaufstillstand) ist eine lebenslange SIT indiziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
AllergieZentrum
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Übersicht
Asthma bronchiale im Kindesalter* - Asthmaanfall und Dauertherapie
D. Berdel, T. Jakob und A. von Berg
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 237 - 249
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 4/ 1999, S. 237-249
Asthma bronchiale im Kindesalter* - Asthmaanfall und Dauertherapie
D. Berdel, T. Jakob und A. von Berg
Abteilung für Kinderheilkunde, Marien-Hospital, Wesel
Das Asthma bronchiale ist mit 5 - 15% die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, die Erstmanifestation liegt in über 80% vor dem 10. Lebensjahr. Es wird die medikamentöse Therapie des akuten Asthmaanfalls von der medikamentösen Dauertherapie unterschieden. Es stehen dafür zwei Medikamentengruppen - die Bronchodilatatoren und die Entzündungshemmer - zur Verfügung, mit denen bei gezielter und kombinierter Anwendung sowohl die Symptome des akuten Asthmaanfalls als auch die des chronischen Asthmas weitgehend reduziert oder vollständig beseitigt werden können. Jede Asthmatherapie sollte individuell so gestaltet sein, daß sie nicht nur das Wirkungs/Nebenwirkungsverhältnis und die Applikationsart der Medikamente berücksichtigt, sondern auch dem Alter des Kindes, seinen Bedürfnissen und Gewohnheiten sowie den asthmaauslösenden Faktoren Rechnung trägt. Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Abteilung für Kinderheilkunde
Marien-Hospital
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D-46483 Wesel
Allergologie select
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring and S. Koletzko
Volume 1 (2017) p. 85 - 95
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (85-95)
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 and S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
The increasing prevalence of asthma, hay fever and allergic sensitization in Western Germany after division in 1949 and the rapid increase in East German children after re-unification in 1990 are strong indications for the role of life-style and/or environmental factors for development of atopic diseases. Obviously the perinatal period is crucial for priming the immune system. Therefore, explorations of determinants of atopic diseases need pregnancy or birth cohorts as most appropriate epidemiological study designs. This review presents the design and selected results of the two German birth cohorts GINIplus and LISAplus. GINIplus and LISAplus recruited 5.991 and 3.097 healthy, term newborns from Munich, Wesel, Leipzig and Bad Honnef. Approximatly 55% could be followed for the first 10 years. We analyzed the natural course of atopic diseases and the role of life-style, environmental and genetic factors for disease onset, intermediate phenotypes and for genes involved in detoxification and oxidative stress. The results of these two large birth cohorts contributed substantially to the understanding of atopic diseases and its determinants.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
D–85764 Neuherberg
Email: [email protected]
Allergologie select
The German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) for the preventive effect of hydrolysed infant formulas in infants at high risk for allergic diseases. Design and selected results
A. von Berg, B. Filipiak-Pittroff, U. Krämer, E. Link, J. Heinrich, S. Koletzko, A. Grübl, U. Hoffmann, C. Beckmann, D. Reinhardt, C.P. Bauer, E. Wichmann, and D. Berdel
Volume 1 (2017) p. 28 - 39
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (28-38)
The German Infant Nutritional Intervention Study (GINI) for the preventive effect of hydrolysed infant formulas in infants at high risk for allergic diseases. Design and selected results
A. von Berg1, B. Filipiak-Pittroff1, U. Krämer2, E. Link2, J. Heinrich3, S. Koletzko4, A. Grübl5, U. Hoffmann5, C. Beckmann1, D. Reinhardt, C.P. Bauer5, E. Wichmann3, and D. Berdel1
1Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 2Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 4Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München, 5Kinderklinik der Technischen Universität München
In the complex interaction between certain environmental factors and genetic disposition, the early allergen exposure plays a major role in the development of allergic diseases. In aiming to reduce the allergen burden for the infant at risk during early infancy, cow milk protein hydrolysate infant formulas (hypoallergenic infant formulas) are appropriate alternatives to breastfeeding for primary allergy prevention. The German Infant Nutritional Intervention- Program (GINI) was supported for the first 3 years of the study by the German Ministry for Education and Research (BMBF) (FKZ 01 EE 9401-4). It is a birth cohort which was primarily scheduled until the children were 3 years old. The aim of the prospective, randomised, double-blind intervention study was to investigate the impact of different cow milk protein hydrolysate infant formulas in the first 4 – 6 months on the development of allergic diseases in children at risk due to at least one parent or biological sibling with a history of an allergic disease. The allocation to one of the 4 intervention formulas (partial whey hydrolysate, extensive whey hydrolysate, extensive casein hydrolysate or standard cow’s milk formula) was randomised and stratified by family history (single/biparental) and the respective obstetric clinic. Recruitment was carried out by the three clinical centers (Research Institute Marien-Hospital Wesel, Children’s Department, Ludwigs-Maximilians-University München and Children’s Department Technical University München) in 18 obstetric clinics between 01.09.1995 and 30.06.1998. Along with the intervention study a non-interventional, complementary observational cohort of children with or without allergy risk was recruited and followed by annual self-reporting parental questionnaires. The GINI intervention study (GINI-I, N = 2.252) and the non-interventional observation study (GINI-NI, N = 3.739) are combined in the population-based GINIplus study (see article J. Heinrich et al. in this journal). The results of the GINI intervention study confirm that, cow milk protein hydrolysate infant formulas have a preventive effect on allergic manifestation compared with a standard cow milk formula, until school age. However, the dimension of the effect is different between the formulas. This effect, which is mainly driven by the effect on atopic eczema, develops in the first months of life and persists without rebound. In the formula-groups the cumulative incidence of atopic eczema until school age is reduced between 26% and 45% compared with standard cow milk formula. A beneficial effect of the hydrolysate formulas on the respiratory manifestations asthma and rhinoconjunctivitis, however, could not be shown. By comparing the GINI-intervention and non-intervention arm of the GINIplus study it was demonstrated, that a family history for allergy doubles the risk for eczema in the offspring. Early intervention with cow milk protein hydrolysate infant formulas is able to substantially compensate this risk for eczema until the age of 6 years. In contrast, by randomisation to standard cow milk formula this risk showed a trend towards a higher incidence compared with children at risk from the non-intervention group. Thus, the results of the GINIplus study have contributed to answer some of the controversially discussed questions.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Forschungsinstitut
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Marien-Hospital
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D–46483 Wesel
Email: [email protected]
Thema des Monats
Prävention allergischer Krankheiten durch diätetische Maßnahmen
D. BERDEL und A. VON BERG
Price
42.00 $
Jahrgang 13 (1990) p. 2 - 7
Abstract
Allergologie, Jahrgang 13, Nr. 1/1990, S. 2-7
Prävention allergischer Krankheiten durch diätetische Maßnahmen
D. BERDEL und A. VON BERG
Kinderabteilung, Marien-Hospital Wesel
Der Darm des Neugeborenen und Säuglings wird im Gegensatz zu dem des Erwachsenen mit Fremdproteinen besonders stark belastet. Abhängig oder unabhängig davon sind Nahrungsmittelallergien beim Säugling und Kleinkind häufiger als im späteren Leben. Deshalb wird die Frage gestellt, ob gerade bei Neugeborenen mit erhöhtem Atopierisiko, d.h. bei positiver Allergie-Familienanamnese und/oder erhöhtem Nabelschnur-IgE, durch unterschiedliche frühkindliche Ernährung eine spätere Atopie-Manifestation zu beeinflussen ist. In den bisher vorliegenden Untersuchungen hat sich jedoch weder ein eindeutig protektiver Effekt des Stillens gegenüber Kuhmilchformula feststellen lassen, noch wird Soja- gegenüber Kuhmilchnahrung unwidersprochen positiv im Hinblick auf eine spätere Ekzem- oder Asthma-Manifestation beurteilt. Zwar traten in einer Untersuchung mit hypoallergener Formula im Vergleich zu Muttermilch geringgradig weniger und im Vergleich zu normaler Kuhmilchformula deutlich weniger allergische Symptome auf, aber diese Untersuchung reichte nur über einen Beobachtungszeitraum bis zum Ende des 4. Lebensmonates. Daher muß die Frage nach einer möglichen Allergieprävention bei atopiegefährdeten Säuglingen durch diätetische Maßnahmen offen bleiben. Solange keine klaren Ergebnisse prospektiv vergleichender Untersuchungen über mindestens 3 Jahre vorliegen, muß die Empfehlung zur Ernährung von Atopie-Risikokindern lauten: Möglichst 6 Monate Muttermilch, längeres Stillen scheint eher von Nachteil. Danach bei Symptomfreiheit Umstellung auf normale Kuhmilchformula und Beikost, die bis zum 12. Lebensmonat frei von aggressiven Allergenen (Hühnereiweiß, Nüsse, Zitrusfrüchte) sein soll. Treten Symptome während des Stillens auf, sollte die Mutter hypoallergene Kost einhalten. Bleibt eine Besserung aus, wird Abstillen und Umsetzen auf hypoallergene Formula empfohlen. Bei Auftreten von Symptomen nach dem 6. Lebensmonat sollte normale Kuhmilchformula durch hypo allergene Formula ersetzt werden.
Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Berdel
Pastor-Janßen-Straße 8-38
D-4230 Wesel
Bestimmung des Gesamt-IgE und des spezifischen IgE aus dem Kapillarblut
N. LIAPPIS und D. BERDEL
Price
42.00 $
Jahrgang 11 (1988) p. 10 - 12
Abstract
Allergologie, Jahrgang 11, Nr. 1/1988, S. 10-12
Bestimmung des Gesamt-IgE und des spezifischen IgE aus dem Kapillarblut
N. LIAPPIS und D. BERDEL
Universitäts-Kinderklinik Bonn
Im Rahmen einer Vergleichsuntersuchung wurde die Gesamt-IgE-Serumkonzentration und das spezifische IgE von zehn Inhalationsallergenen auf der Phadiatopscheibe sowie von zwei Einzelallergenen (Lieschgraspollen und Milcheiweiß) auf RAST-Allergen-Monoscheiben mit Hilfe des Fluoreszenzenzymimmunoassays aus dem Venen- und Kapillarblut bestimmt. Die Ergebnisse zeigten eine gute Übereinstimmung, so dass die Verwendung des Kapillarblutserums in der In-vitro-Allergiediagnostik empfohlen werden kann.Correspondence to:
Prof. Dr. rer.nat. N. Liappis
Adenauerallee 119
D-5300 Bonn 1
Evaluation der RAST-Allergen-Superscheibe und der RAST-Allergen-Multischeiben in der In-vitro-Allergiediagnostik im Serum von Kindern
N. Liappis und D. Berdel
Price
42.00 $
Jahrgang 10 (1987) p. 17 - 19
Abstract
Allergologie, Jahrgang 10, Nr. 1/1987, S. 17-19
Evaluation der RAST-Allergen-Superscheibe und der RAST-Allergen-Multischeiben in der In-vitro-Allergiediagnostik im Serum von Kindern
N. Liappis und D. Berdel
Universitäts-Kinderklinik Bonn (Direktor: Prof. Dr. W. Burmeister)
Mit Hilfe des Enzymimmunoassays erfolgte im Rahmen einer Vergleichsuntersuchung die Bestimmung der allergenspezifischen IgE-Antikörper im Serum von Kindern mit einer IgE-vermittelten Allergie. An die Papierscheiben waren jeweils entweder wie bisher kovalent nur ein Allergen (Monoscheibe) oder in Analogie zu den bei der Hauttestung eingesetzten Gruppenallergenen die wichtigsten Allergene unterschiedlicher Gruppen (Superscheibe) bzw. mehrere Allergene einer Gruppe (Multischeibe) gebunden. Positive und negative Testergebnisse der herkömmlichen Allergenscheiben (Monoscheibe) konnten in 95,7% (n = 140) mit der Allergen-Superscheibe und in 97,5% (n = 347) mit der Allergen-Multischeibe bestätigt werden. Sechsmal differierte die Reaktion bei der Allergen-Superscheibe und fünfmal bei der Allergen-Multischeibe um mehr als einen Stärkegrad im Vergleich zur Allergen- Monoscheibe. Die Allergen-Superscheibe ist somit als Orientierungshilfe bei der Entscheidung, ob es sich um eine Allergie handelt oder nicht, besser geeignet als die Bestimmung des Gesamt-IgE. Ist im Rahmen der Allergiediagnostik ein RAST indiziert, sollte dieser zunächst mit der Allergen-Superscheibe (Inhalationsallergene) bzw. den Allergen-Multischeiben (Nahrungsmittelallergene) eingeleitet werden, um im positiven Falle mit den Allergen-Monoscheiben eine weitere Differenzierung anzuschließen.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. N. Liappis, Adenauerallee 119, D-5300 Bonn 1