Abstract
C. Mon1, G. Moreno2, M. Ortiz1, R. Diaz3, J.C. Herrero1, A. Oliet1, I. Rodriguez1, O. Ortega1, P. Gallar1 and A. Vigil1
1Nephrology Department, 2Hematology Department and 3Intensive Care Unit, Hospital Severo Ochoa, Madrid, Spain
We report a patient who developed type II heparin-induced thrombocytopenia (HIT) and accidentally received a recombinant hirudin (r-hirudin) overdosage. Treatment with hemodialysis (HD) using high-flux polysulfone dialyzer and hemofiltration was performed. Length of treatment was adjusted, monitoring activated partial thromboplastin time (aPTT) to 1.5 – 2.5 times the mean of the normal range. She developed deep venous thrombosis and occlusion of vascular access. Only after cessation of heparin lock catheter, platelet count began to increase. After one year of treatment with acenocoumarol and additional low-dose r-hirudin, neither bleeding nor thrombotic episodes have been reported.Correspondence to:
C. Mon, MD
Hospital Severo Ochoa
Avda de Orellana sn
28911 Madrid, Spain
Email: [email protected]
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 5/2014, S. 190–197
Bewertung der gesundheitlichen Risiken bei Exposition gegenüber Bioaerosolen
D. Gerstner1, S. Walser1, B. Brenner1, J. Bünger2, T. Eikmann3, M. Raulf- Heimsoth2, A. Kolk4, D. Nowak5, H. Sagunski6, N. Sedlmaier7, R. Suchenwirth8, G. Wiesmüller9, K.-M. Wollin8, I. Tesseraux10 und C. Herr1
1Sachgebiet AP2 Arbeits- und Umweltmedizin/-epidemiologie, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, München, 2IPA-Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum, 3Institut für Hygiene und Umweltmedizin, UKGM-Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Gießen, 4 IFA, Fachbereich 2, Sankt Augustin, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, 5Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der LMU München, 6BGV-Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Hamburg, 7LfU-Bayerisches Landesamt für Umwelt Referat 21, Augsburg, 8NLGANiedersächsisches Landesgesundheitsamt, Hannover, 9 Abteilung Infektions- und Umwelthygiene, Gesundheitsamt der Stadt Köln, 10 Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umwelt, Karlsruhe
Bei der Exposition gegenüber mikrobiell kontaminierten Aerosolen in der Umwelt und insbesondere am Arbeitsplatz sind in zahlreichen Studien und Untersuchungen gesundheitlich adverse Effekte beobachtet worden. Dennoch gibt es bislang keine gesundheitsbezogenen Beurteilungswerte, die auf Basis von Erkenntnissen aus toxikologischen und umweltepidemiologischen Studien abgeleitet wurden. Im Projekt GABi (Gesundheitsbasierte Ableitungswerte Bioaerosole) sollen aus den Ergebnissen von wissenschaftlichen Studien, Untersuchungen und Berichten aus den Bereichen Arbeitsmedizin, Innenraum- und Umwelthygiene gemeinsam mit einem Expertennetzwerk gesundheitsbezogene Werte für Bioaerosole abgeleitet werden. Hierfür wird ein systematischer Review mit gezielter Literatursuche in Medline (PubMed) und unter Einbeziehung von Literaturempfehlungen der Netzexperten durchgeführt und Studien einbezogen, die sowohl Daten zur Exposition (Luftmessungen) als auch zur Wirkung (Gesundheitseffekte) enthalten. Die Ableitung erfolgt durch die Experten nach toxikologischen sowie infektiologischen und allergologischen Kriterien. Eine umfassende Suchstrategie wurde entwickelt und erbrachte n = 1.537 Literaturstellen. Zusammen mit den Literaturempfehlungen ergaben sich nach Doublettenentfernung 1.565 Studien. Zur Eingrenzung der Studien wurde ein Abstract-Screening mit verschiedenen Ausschlusskriterien vorgenommen. Die Trefferzahl konnte so auf 99 Studien reduziert werden. Nach vorläufigem Ausschluss von Endotoxin- bzw. βGlukanstudien (n = 45) und Kinderstudien (n = 10) wurde als nächster Schritt ein standardisiertes Extraktionssheet erstellt, mit dessen Hilfe eine Zusammenstellung und Zuordnung der gesundheitlichen Wirkungen zu den Expositionsdaten verschiedener Bioaerosole erfolgt. Die Suchergebnisse stellen eine Grundlage fü die Identifikation von Schlüselstudien und die Bestimmung dosisabhängiger Wirkungsendpunkte für relevante Gruppen von Mikroorganismen dar. Der aktuelle Stand der Aus- und Bewertung wird vorgestellt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Caroline Herr
Sachgebiet Arbeits- und Umweltmedizin, Epidemiologie
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit
Pfarrstraße 3
D-80538 München
Email: [email protected]
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 3/2020, S. 111-124
Perspektiven für ein bundesweites Pollenmonitoring in Deutschland – Fachübergreifender Arbeitskreis „Bundesweites Pollenmonitoring“
R. Baeker1, K.-C. Bergmann2,3, J. Buters3,4, T. Dümmel5, C. Endler6, T. Fuchs7, S. Gilge6, K. Gloyna8, R. Heesen9, C. Herr10, M. Hicke11, C. Höflich12, L. Klimek7, S. Kutzora13, M. Langner14,15, H.-G. Mücke12, G. Petzold11, S. Pleschka16, S. Röseler17, A. Schwalfenberg16, S. Simon11, W. Straff12, A. Weber10,13, B. Werchan2 und M. Werchan2
1Referat 43, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Infektionsschutz, Umwelthygiene, Zivil- und Katastrophenschutz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Potsdam, 2Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin, 3Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Berlin, 4Zentrum Allergie und Umwelt, Technische Universität München und Helmholtz Zentrum München, 5Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin, 6Referat Lufthygiene, Deutscher Wetterdienst, Freiburg, 7Ärzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 8Abteilung 3, Fachbereich Infektiologie, Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Rostock, 9VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf, 10Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin, Gießen, 11Länderarbeitsgruppe umweltbezogener Gesundheitsschutz, 12Fachgebiet II 1.5, „Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“, Umweltbundesamt, Berlin, 13AP 2 Arbeits- und Umweltmedizin/Epidemiologie, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Erlangen, 14Abteilung II 4, „Luft“, Umweltbundesamt, Dessau, 15Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz, Ausschuss Luftqualität/Wirkungsfragen/Verkehr, 16Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 17Klinik für Dermatologie und Allergologie, Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen
Allergene Pollen sind natürliche, biologische luftgetragene Partikel und der Hauptauslöser allergischer Atemwegserkrankungen. Die Messung allergener Pollen ist Voraussetzung für die gesundheitliche Vorsorge und zeigt Veränderungen im Pollenspektrum an, wie sie zum Beispiel im Rahmen des Klimawandels zu erwarten sind. Das in Deutschland einzige bundesweite Pollenmessnetz wird durch die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) betrieben. Fortbestand und Weiterentwicklung (u. a. Hybrid-System aus manuellen und automatischen Pollenfallen) dieses Messnetzes sind finanziell jedoch nicht gesichert. Im Sommer 2017 formierte sich daher der fachübergreifende Arbeitskreis „Bundesweites Pollenmonitoring“, um sich über diesbezügliche Perspektiven für Deutschland auszutauschen. Für den Austausch kam der Arbeitskreis zwischen November 2017 und Juni 2018 zu 3 Gesprächstagen mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammen. Die internen Protokolle zu den Gesprächstagen bildeten anschließend die Grundlage für die Erstellung des vorliegenden Positionspapiers, mit dem der Arbeitskreis seine Arbeit abschließt. Aufgrund der Bedeutung allergener Pollen für die menschliche Gesundheit und allergischer Erkrankungen für das Gesundheitssystem spricht sich der Arbeitskreis dafür aus, das bundesweite Pollenmonitoring in den Katalog staatlicher Aufgaben aufzunehmen, die der grundlegenden Versorgung der Bevölkerung mit wesentlichen Gütern und Dienstleistungen dienen (öffentliche Daseinsvorsorge). Hinsichtlich möglicher Zuständigkeiten im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge wurden im Arbeitskreis mehrere Lösungsansätze diskutiert. Unabhängig von der zukünftigen Zuständigkeit kommt der Kooperation von messtechnischen, klinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen eine grundsätzliche Bedeutung für die adäquate gesundheitliche Vorsorge zu.
Dieses Positionspapier des fachübergreifenden Arbeitskreises „Bundesweites Pollenmonitoring“ ist eine Übernahme aus dem Bundesgesundheitsblatt [Bundesgesundheitsblatt 2019;62:652–61, https:// doi.org/10.1007/s00103- 019-02940-y]. Der Artikel wurde unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (http://creativecommons. org/licenses/ by/4.0/deed.de) veröffentlicht.Correspondence to:
Dr. Conny Höflich
Fachgebiet II 1.5, „Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“
Umweltbundesamt
Corrensplatz 1
14195 Berlin
Email: [email protected]