Leitlinie
Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis
C. Bachert, U. Borchard, B. Wedi, L. Klimek, G. Rasp, H. Riechelmann, G. Schultze-Werninghaus, U. Wahn und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 147 - 162
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 4/2003, S. 147–162
Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis
C. Bachert, U. Borchard, B. Wedi, L. Klimek, G. Rasp, H. Riechelmann, G. Schultze-Werninghaus, U. Wahn und J. Ring
Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
HNO-Universitätsklinik Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Übersicht
Ebastin – Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit eines nicht sedierenden Antihistaminikums
B. Wedi, Th. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, R. Mösges und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 275 - 288
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 7/2004, S. 275–288
Ebastin – Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit eines nicht sedierenden Antihistaminikums
B. Wedi1, Th. Fuchs2, J. Kleine-Tebbe3, R. Mösges4 und J. Ring5
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 2Haut- und Poliklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 3Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Gelände DRK-Kliniken, Berlin, 4Institut für Medizinische Sta
Ebastin ist ein modernes nicht sedierendes Antihistaminikum mit günstigen pharmakologischen und klinischen Eigenschaften, das zur Behandlung der saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria zugelassen ist. Der aktive Metabolit Carebastin erreicht nach 4 Stunden die Cmax, besitzt eine Halbwertszeit von 15 – 19 Stunden und wird hauptsächlich renal ausgeschieden. Aus klinischen Studien werden keine relevanten anticholinergen oder kardialen Effekte berichtet. Dagegen besitzt die Substanz zahlreiche antiinflammatorische Wirkungen und eine gute antihistaminische Wirksamkeit, die zu der belegten hohen klinischen Wirksamkeit von Ebastin beitragen. Im Vergleich zu Loratadin und Cetirizin ist Ebastin 10 mg mindestens ebensogut bis besser wirksam. Die ebenfalls zugelassene höhere Dosierung von 20 mg bietet einen zusätzlichen klinischen Nutzen bei der Behandlung der allergischen Rhinitis. Ebastin besitzt ein vorteilhaftes Nutzen-Risikoprofil und stellt damit eine weitere wichtige Option für die Behandlung allergischer Soforttypreaktionen dar.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Übersichten
Neues zur Urtikaria
B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 435 - 443
Abstract
B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie,Medizinische Hochschule Hannover
In den letzten Jahren sind neue Konzepte zur Urtikaria entwickelt worden. In dieser Publikation wird daher eine Auswahl aktueller Aspekte vorgestellt, die sich auf Klassifikation und Diagnose, Autoimmunurtikaria, Autoreaktivität, Infektassoziation, veränderte Laborparameter sowie Therapie und Abgrenzung zu besonderen Urtikariaformen und anderen Krankheitsbildern bezieht. Einige dieser Aspekte haben bereits zu einem veränderten Management betroffener Patienten geführt, während bei anderen noch Forschungsaktivitäten zur Bestätigung bzw. weiteren Klärung erforderlich sind. Es ist zu hoffen, daß in den nächsten Jahren vor allem neue therapeutische Strategien entwickelt werden, die das Management der oft langjährig betroffenen und in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkten Patienten erleichtern werden.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Mitteilung
Stellungnahme zur Infrarotlichttherapie der allergischen Rhinitis
B. Wedi
Jahrgang 28 p. 160 - 160
Abstract
Stellungnahme zur Infrarotlichttherapie der allergischen Rhinitis
B. Wedi
Aktuelle Allergologie
Fragebogen zur Medikamentenüberempfindlichkeit
B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 469 - 473
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 11/2005, S. 469–473
Fragebogen zur Medikamentenüberempfindlichkeit
B. Wedi
Correspondence to:
PD Dr. med. B. Wedi
Funktionsbereich Allergologie
und Umweltmedizin
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Kasuistik
Anaphylaktische Reaktion auf Cefazolin bei guter Verträglichkeit von Penicillin, Amoxicillin und einzelnen anderen Cephalosporinen
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 431 - 435
Abstract
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Penicilline und Cephalosporine werden häufig zur Behandlung bakterieller Infektionen sowie zur Durchführung einer Endokarditisprophylaxe eingesetzt. Nach Auftreten einer IgE-vermittelten allergischen Reaktion stellt sich die Frage einer Gruppenallergie der Penicilline, bzw. einer Kreuzallergie zu einzelnen oder allen Cephalosporinen. Wir präsentieren eine mittels In-vitro-Diagnostik und Hauttestung gesicherte allergische Reaktion vom Soforttyp auf Cefazolin bei anamnestisch intraoperativer Anaphylaxie. Die weitere Abklärung zeigte eine gute Verträglichkeit von Penicillin und Amoxicillin sowie des Drittgenerations-Cephalosporins Ceftriaxon, aber auch positive Reaktionen auf Cefotiam, Cefuroxim und Cefuroximaxetil im Hauttest bzw. in der oralen Expositionstestung.
Correspondence to:
Dr. med. Dorothea Wieczorek
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Hautklinik Linden
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Leitlinien
Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel
B. Przybilla, W. Aberer, A.J. Bircher, R. Brehler, K. Brockow, H. Dickel, T. Fuchs, M. Hertl, M. Mockenhaupt, O. Pfaar, J. Ring, B. Sachs, D. Vieluf, B. Wedi, M. Worm, T. Zuberbier und H.F. Merk
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 153 - 158
Abstract
B. Przybilla1, W. Aberer2, A.J. Bircher3, R. Brehler4, K. Brockow5, H. Dickel6, T. Fuchs7, M. Hertl8, M. Mockenhaupt9, O. Pfaar10, J. Ring5, B. Sachs11, D. Vieluf12, B. Wedi13, M. Worm14, T. Zuberbier14 und H.F. Merk15
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Allergologische Poliklinik, Dermatologische Klinik, Universitätsspi
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9–11
D-80337 München
Email: [email protected]
Atopische Dermatitis
Apoptosemechanismen bei der atopischen Dermatitis
B. Wedi, D. Wieczorek, U. Raap und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 279 - 290
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 5/2002, S. 279–290
Apoptosemechanismen bei der atopischen Dermatitis
B. Wedi, D. Wieczorek, U. Raap und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Apoptosemechanismen sind in die Regulation einer Vielzahl biologischer Prozesse involviert. Da Apoptose zu einem sicheren Zelltod ohne sekundären Gewebeschaden führt, könnte eine Dysregulation von Apoptosemechanismen für die allergische Entzündungsreaktion von wesentlicher Bedeutung sein. Bei der atopischen Dermatitis wie auch bei anderen allergischen Entzündungsreaktionen finden sich modulierte Apoptosemechanismen von wesentlich an der allergischen Entzündungsreaktion beteiligten Zellen. Die Apoptose eosinophiler Granulozyten ist signifikant verzögert, was die Eosinophilie im peripheren Blut wie auch im Gewebe erklären könnte. Diese verzögerte Apoptose kann durch eine Dysregulation von exokrin bzw. autokrin produzierten Zytokinen wie IL-3 und IL-5 und Wachstumsfaktoren wie GM-CSF bedingt sein. Denkbar ist auch eine Modulation durch Staphylokokkentoxine. Parallel zur Apoptose Eosinophiler scheint auch die Apoptose von Monozyten bei der atopischen Dermatitis verzögert zu sein. Monozyten zeigen außerdem bzgl. ihrer Modulation durch GM-CSF und das Staphylokokkentoxin SEB ein mit Eosinophilen vergleichbares Verhalten. Im Gegensatz zu Eosinophilen und Monozyten ist die Apoptose von T-Zellen deutlich gesteigert und läßt sich auch durch Stimulation mit Stapyhlokokkentoxinen induzieren. In den Hautläsionen der atopischen Dermatitis finden sich darüber hinaus apoptotische Keratinozyten. Diese scheinen über in die Epidermis gewanderte T-Zellen mittels an ihrer Oberfläche exprimiertem Fas-Ligand ein Apoptose-Signal zu erhalten. Zusammenfassend wurde zumindest für Eosinophile, Monozyten, T-Zellen und Keratinozyten eine dysregulierte Apoptose bei der atopischen Dermatitis gezeigt. Zukünftige Untersuchungen werden diese veränderten Apoptosemechanismen im Detail charakterisieren müssen und sollten weitere an der allergischen Entzündungsreaktion beteiligte Zellen einschließen. Möglicherweise läßt sich dann auch klären, ob bestimmte apoptose-relevante Mechanismen/Gene als Marker für Atopie im Allgemeinen oder für einzelne Erkrankungen des atopischen Formenkreises dienen können.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Kasuistik
Beruflich bedingte Urtikaria, Angioödeme, Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale bei multiplen Typ I-Sensibilisierungen gegenüber Nahrungsmitteln
C. Rieger, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 382 - 387
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 7/2002, S. 382–387
Beruflich bedingte Urtikaria, Angioödeme, Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale bei multiplen Typ I-Sensibilisierungen gegenüber Nahrungsmitteln
C. Rieger, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Bei inhalativem Kontakt zu Johannisbrotkernmehl und anderen Nahrungsmittelstäuben entwickelte ein in der Tierfutterproduktion tätiger Mann berufsabhängig wiederholt Urtikaria, Angioödeme, rhinokonjunktivitische und asthmatische Beschwerden. Später traten gleiche Symptome auch nach dem Genuß von Erbsen und Bohnen auf. In der allergologischen Diagnostik fanden sich allergen- spezifische IgE Antikörper und positive Prickteste für Hülsenfrüchte, Mehle und birkenpollenassoziierte Nahrungsmittel. Nach oraler Provokation mit Johannisbrotkernmehl und Sojamehl kam es zu Angioödemen, rhinokonjunktivitischen und asthmatischen Beschwerden. Johannisbrotkernmehl, Sojamehl, Erbsen und Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Vermutlich führte die beruflich erworbene Sensibilisierung gegenüber Johannisbrotkernmehl über eine Kreuzreaktion zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auch gegenüber Sojamehl, Erbsen und Bohnen. Nach Meldung an die Berufsgenossenschaft erfolgte eine Umschulung zum Industriekaufmann. Es läuft ein Verfahren zur Anerkennung einer Berufskrankheit nach Ziffer 4301.Correspondence to:
Dr. med. C. Rieger
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Leitlinie
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 1: Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier, W. Aberer, K. Brockow, J. Grabbe, E. Hamelmann, K. Hartmann, T. Jakob, H.F. Merk, M. Ollert, F. Ruëff, P. Schmid-Grendelmeier, P. Staubach, I. Voigtmann, B. Wedi und M. Maurer
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 569 - 580
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 12/2011, S. 569–580
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 1: Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier1, W. Aberer2, K. Brockow3, J. Grabbe4, E. Hamelmann5, K. Hartmann6, T. Jakob7, H. F. Merk8, M. Ollert3, F. Ruëff9, P. Schmid- Grendelmeier10, P. Staubach11, I. Voigtmann12, B. Wedi13 und M. Maurer1
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz, 5Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität, Bochum, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln, 7Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 8Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 10Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 11Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 12Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Urtikaria ist eine häufige Erkrankung. Die Lebenszeitprävalenz für Urtikaria liegt bei nahezu 20%. Urtikaria verursacht nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und in der Schule und zählt daher zur Gruppe der schweren allergischen Erkrankungen. Diese Leitlinie um- fasst die Definition und Klassifikation der Urtikaria unter Einbeziehung der wesentlichen Fortschritte in der Erforschung der Ursachen, auslösenden Faktoren und Pathomechanismen dieser Erkrankung. Darüber hinaus befasst sie sich mit evidenzbasierten Strategien zur ökonomischen Diagnostik der verschiedenen Unterformen der Urtikaria. Die optimale Therapie der Urtikaria ist von enormer Wichtigkeit für die Patienten und sehr komplex. Sie wird daher in einer separaten Leitlinie behandelt. Diese deutschsprachige Leitlinie wurde auf der Basis der internationalen englischsprachigen, durch die UEMS (European Union of Medical Specialists) anerkannten Leitlinie unter besonderer Berücksichtigung der medizinischen Gegebenheiten im deutschsprachigen Raum erstellt. Diese Leitlinie ist zusammen mit der Schwesterleitlinie zur Therapie der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde. Die „Urticaria 2008“ war eine gemeinsame Initiative der Sektion Dermatologie der EAACI (European Academy of Allergy and Clinical Immunology), des EU-geförderten Network of Excellence GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network), des EDF (European Dermatology Forum) und der WAO (World Allergy Organization). Zum ersten Mal wurde hier, bei ausreichender Beweislage, die Grading-of-Recommendations-Assessment- Development-and-Evaluation(GRADE)- Methode mit Modifikationen so weit möglich verwendet.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Zuberbier
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier, W. Aberer, K. Brockow, J. Grabbe, E. Hamelmann, K. Hartmann, T. Jakob, H.F. Merk, M. Ollert, F. Ruëff, P. Schmid-Grendelmeier, P. Staubach, I. Voigtmann, B. Wedi und M. Maurer
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 187 - 208
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 4/2012, S. 187–208
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier1, W. Aberer2, K. Brockow3, J. Grabbe4, E. Hamelmann5, K. Hartmann6, T. Jakob7, M. Maurer1, H. F. Merk8, M. Ollert3, F. Ruëff9, P. Schmid-Grendelmeier10, P. Staubach11, I. Voigtmann12 und B. Wedi13
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz, 5Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln, 7Universitätshautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 8Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 10Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 11Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 12Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Eine länger dauernde Urtikaria hat einen starken Einfluss auf die Lebensqualität. Daher ist, wenn kausale Faktoren nicht beseitigt werden können, eine effektive symptomatische Behandlung notwendig. Die empfohlene Therapie der ersten Wahl ist die Gabe von nicht sedierenden H1-Antihistaminika der neuen Generation. Wenn die Standarddosierung nicht ausreichend wirksam ist, sollte die Dosis bis auf das Vierfache erhöht werden. Bei Patienten, die auch auf eine solche Behandlung nicht ansprechen, sind Therapeutika der zweiten Wahl zusätzlich zu Antihistaminika zu empfehlen. Dabei sollten sowohl das Nutzen-Risiko-Profil als auch die Kosten berücksichtigt werden. Kortikosteroide sind für die Langzeitbehandlung aufgrund ihrer unvermeidbaren schweren Nebenwirkungen nicht empfohlen. Die hier vorgelegte deutschsprachige Leitlinie wurde auf der Basis der internationalen englischsprachigen unter besonderer Berücksichtigung der medizinischen Gegebenheiten im deutschsprachigen Raum erstellt. Diese Leitlinie ist gemeinsam mit der Leitlinie zur Klassifikation und Diagnose der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde. Die „Urticaria 2008“ war eine gemeinsame Initiative der Sektion Dermatologie der EAACI (Euro pean Academy of Allergology and Clinical Immunology), des EU-geförderten Network of Excellence GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network), des EDF (European Dermatology Forum) und der WAO (World Allergy Organization). Die Autoren der deutschsprachigen Version waren während des Treffens anwesend.Correspondence to:
Prof. Dr. T. Zuberbier
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla, F. Ruёff, A. Walker, H.-C. Räwer, W. Aberer, C.P. Bauer, D. Berdel, T. Biedermann, K. Brockow, J. Forster, Th. Fuchs, E. Hamelmann, T. Jakob, R. Jarisch, H.F. Merk, U. Müller, H. Ott, W. Sitter, R. Urbanek und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 563 - 562
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 11/2012, S. 563–589
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla1, F. Ruёff1, A. Walker1, H.-C. Räwer1, W. Aberer2, C.P. Bauer3, D. Berdel4, T. Biedermann5, K. Brockow6, J. Forster7, Th. Fuchs8, E. Hamelmann9, T. Jakob10, R. Jarisch11, H.F. Merk12, U. Müller13, H. Ott14, W. Sitter15, R. Urbanek16 und B. Wedi17
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig- Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Fachklinik Gaißach der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Gaißach, 4Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen, Marien-Hospital, Wesel, 5Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 7Kinderabteilung St. Hedwig, St. Josefskrankenhaus, Freiburg, 8Funktionsbereich Allergologie, Universitätshautklinik Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr- Universität Bochum, 10Forschergruppe Allergologie und Allergieabteilung, Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 11Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 12Hautklinik, Medizinische Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 13Allergiestation, Medizinische Klinik, Spital Ziegler, Spitalnetz Bern, Schweiz, 14Abteilung Pädiatrische Dermatologie, Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, 15Institut für chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 16Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Freiburg, 17Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen (Apis mellifera) oder Faltenwespen (insbesondere Vespula vulgaris, V. germanica) manifestieren sich fast immer als gesteigerte örtliche Reaktionen (schwere Lokalreaktion; bei bis zu 25% der Bevölkerung) oder als Allgemeinreaktionen mit den Symptomen der Soforttypallergie (Anaphylaxie; bei bis zu 3,5% der Bevölkerung). Anaphylaktische Stichreaktionen werden durch IgE-Antikörper, die gegen Giftinhaltsstoffe gerichtet sind, ausgelöst. Andere klinische Bilder allergischer Reaktionen („ungewöhnliche Stichreaktionen“) sind – ebenso wie Intoxikationen durch eine große Anzahl von Stichen – sehr selten. Insbesondere schwere anaphylaktische Reaktionen können zu bleibenden Körperschäden oder zum Tod führen. Akute Reaktionen werden symptomatisch behandelt. Danach ist bei Patienten mit allergischen Reaktionen eine langfristige Therapie notwendig. Sie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und, bei systemischer Soforttypreaktion, die spezifische Immuntherapie (SIT; Hyposensibilisierung). Adrenalin zur Selbstinjektion ist Bestandteil der Notfallmedikation bei Patienten mit früherer systemischer Soforttypreaktion. Grundlage der Diagnostik bei Patienten mit systemischen Soforttypreaktionen sind Anamnese sowie Hauttests und Bestimmung der spezifischen Serum-Immunglobulin- E(IgE)-Antikörper gegen Gesamtgift. Wird bei diesen Tests eine aufgrund der Anamnese erwartete Sensibilisierung nicht gefunden, so werden die spezifischen Serum- IgE-Antikörper gegen relevante Einzelallergene (zurzeit verfügbar Api m 1 und Ves v 5) bestimmt sowie gegebenenfalls zelluläre Tests vorgenommen. Die Ergebnisse der Diagnostik werden von verschiedenen Variablen beeinflusst, „alsch-negative“oder „falsch-positive“ Ergebnisse sind bei allen Tests möglich. Bei Patienten mit erhöhter Konzentration der basalen Serumtryptase 95. Perzentile 11,4 μ/l) und/oder Mastozytose verlaufen anaphylaktische Stichreaktionen häfig sehr schwer. Um diese Risiken zu erkennen, sind die Bestimmung der basalen Serumtryptasekonzentration und die Untersuchung der Haut auf das Vorliegen einer kutanen Mastozytose angezeigt. Bienen- oder Wespengift-SIT ist bei Patienten obligat, die eine Stichanaphylaxie mit respiratorischen oder kardiovaskulären Symptomen erlitten haben, sowie bei Patienten mit individuellen Risikofaktoren. Im Übrigen kann die SIT allen erwachsenen Patienten mit systemischer Stichreaktion vom Soforttyp unabhängig vom Schweregrad empfohlen werden. Nur bei Kindern mit systemischer Reaktion ausschließich der Haut kann auf der Grundlage von Studienergebnissen berechtigt auf die SIT verzichtet werden. Für die Dosissteigerung der SIT gibt es zahlreiche Behandlungsprotokolle, mit denen die Erhaltungsdosis in einem Tag (Ultra-Rush-Protokoll), nach 3 – 5 Tagen (Rush-Protokoll) oder in einigen ochen bis Monaten (konventionelle SIT) erreicht wird. Mit der Geschwindigkeit der Dosissteigerung nehmen die Nebenwirkungen zu. Die Standarderhaltungsdosis ist 100 μ. Bei Risikopatienten kann bei Bienengift- SIT, die weniger wirksam ist als Wespengift- SIT, von vornherein eine besser wirksame Erhaltungsdosis von 200 μ gegeben werden; manchmal kann dies auch bei Wespengift- SIT angezeigt sein. Als Nebenwirkungen der SIT können insbesondere in der Einleitungsphase systemische anaphylaktische Reaktionen und subjektive Allgemeinbeschwerden auftreten; schwere Reaktionen sind selten. In Einzelfällen kommt es zu wiederholten anaphylaktischen Reaktionen, die den Behandlungsverlauf stark behindern oder zum Therapieabbruch zwingen können. Um hier Verträlichkeit der SIT zu erreichen, erscheint derzeit eine Begleit- und/oder Vortherapie mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (gegenwärtig „off-label use“) am aussichtsreichsten; weiter erhalten diese Paienten eine erhöte Erhaltungsdosis (≥200 μ). Der Erfolg der SIT kann nicht durch Laborparameter erfasst werden. Eine Kontrolle der Wirksamkeit der Therapie durch einen Stichprovokationstest mit einem lebenden Insekt sollte etwa 6 –18 Monate nach Erreichen der Erhaltungsdosis (bei besonderer Gefährdung des Patienten auch früher) erfolgen. Bei Stichprovokationstests ist die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten. Kommt es trotz SIT zu einer erneuten systemischen Reaktion, so führt eine Steigerung der Erhaltungsdosis (meist sind 200 μ ausreichend) fast immer zum Erfolg. Bei den meisten Patienten kann die SIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern SIT und ein erneuter Stich ohne systemische Reaktion vertragen wurden. Ist dies nicht der Fall oder bestehen besondere Risiken, so wird der Patient gegebeenfalls läger behandelt. Manchmal (z.B. bei Mastozytose oder früerer Stichreaktion mit Herzkreislaufstillstand) ist eine lebenslange SIT indiziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
AllergieZentrum
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Möglichkeiten und Grenzen der allergologischen In-vitro-Diagnostik
Möglichkeiten und Grenzen der zellulären In-vitro-Allergiediagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion
B. Wedi, B. Linhart und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 51 - 56
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 2/2013, S. 51–56
Möglichkeiten und Grenzen der zellulären In-vitro-Allergiediagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion
B. Wedi, B. Linhart und A. Kapp
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule
Hannover
Eine Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion kann über spezifische IgE-Antikörper oder aber IgE-unabhängig vermittelt werden. Da für viele Arzneimittel der Nachweis spezifischer IgEAntikörper in vitro nicht möglich ist, wurden zelluläre Tests als Ausdruck der zellgebundenen IgE-Reaktivität sowie IgE-unabhängiger Reaktionsmechanismen entwickelt. Problematisch in der Bewertung der klinischen Relevanz der Ergebnisse der zellulären In-vitro-Diagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen ist, dass nur wenige Daten vorliegen, die an verifizierten Toleranten bzw. Überempfindlichen erhoben wurden. Trotzdem stellen Basophilenaktivierungstests (BAT) und cellulärer Antigenstimulationstest (CAST) eine wertvolle diagnostische Ergänzung dar, da sie ohne Risiko für den Patienten eine Arzneimittelstimulation seiner Leukozyten im Reagenzglas ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Bettina Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Leitlinie
Hereditäres Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel
K. Bork, M. Maurer, M. Bas, K. Hartmann, T. Biedermann, W. Kreuz, E. Aygören-Pürsün, I. Martinez-Saguer, H. Ott und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 140 - 152
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 4/2013, S. 140–152
Hereditäres Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel
K. Bork1, M. Maurer2, M. Bas3, K. Hartmann4, T. Biedermann5, W. Kreuz6, E. Aygören-Pürsün6, I. Martinez-Saguer6, H. Ott7 und B. Wedi8
1Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 2Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 3Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Technische Universität München, 4Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Köln, 5Universitäts-Hautklinik Tübingen, 6Universitäts-Kinderklinik Frankfurt, 7Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, 8Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Correspondence to:
Prof. Dr. K. Bork
Universitäts-Hautklinik Mainz
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Kasuistik
Überempfindlichkeit auf Antihistaminika bei chronischer spontaner Urtikaria und Wärmeurtikaria
J. Durda, B. Wedi, V. Martin und K. Breuer
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 164 - 169
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 4/2013, S. 164–169
Überempfindlichkeit auf Antihistaminika bei chronischer spontaner Urtikaria und Wärmeurtikaria
J. Durda1, B. Wedi2, V. Martin1 und K. Breuer1
1Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Hintergrund: H1-Antihistaminika stellen eine im allgemeinen gut verträgliche Medikamentengruppe für die Therapie der Urtikaria dar. Es existieren nur wenige Fallberichte über Überempfindlichkeitsreaktionen auf Antihistaminika, wobei der zugrundeliegende Pathomechanismus nicht geklärt ist. Fallbericht: Wir beschreiben den Fall einer 28-jährigen Patientin mit chronischer spontaner Urtikaria, bei der es anamnestisch nach Einnahme verschiedener H1-Antihistaminika zur Auslösung von Krankheitsschüben kam. Methoden: Es erfolgte eine Pricktestung mit diversen Antihistaminika sowie ein CAST und ein FlowCAST mit dem venösen Blut der Patientin. Darüber hinaus führten wir eine plazebokontrollierte orale Provokationstestung mit Mizolastin durch. Ergebnisse: Im Pricktest kam es bei sämtlichen H1-Antihistaminika mit Ausnahme von Mizolastin zu positiven Reaktionen in der Sofortablesung. Im CAST und FlowCAST konnte allerdings bei Zusatz unterschiedlicher Antihistaminika keine Sulfidoleukotrienfreisetzung oder Aufregulation von Aktivierungsmarkern basophiler Granulozyten nachgewiesen werden. Bei der oralen Provokationstestung mit Mizolastin kam es zum Auftreten ausgeprägter, konfluierender Urticae am gesamten Integument. Schlussfolgerungen: H1-Antihistaminika stellen eine wirksame Medikamentengruppe für die Behandlung der Urtikaria dar, sie können allerdings in Einzelfällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Ein IgE-vermittelter Pathomechanismus erscheint vor dem Hintergrund der negativen CAST- und Flow- CAST-Ergebnisse unwahrscheinlich. Eine paradoxe H1-Rezeptoraktivierung als Ursache für die urtikariellen Hautreaktionen ist zu diskutieren.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
D-20354 Hamburg
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar, C. Bachert, A. Bufe, R. Buhl, C. Ebner, P. Eng, F. Friedrichs, T. Fuchs, E. Hamelmann, D. Hartwig- Bade, T. Hering, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M.V. Kopp, H. Merk, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, N. Schwerk, H. Sitter, U. Umpfenbach, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 431 - 470
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 9/2015, S. 431–470
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1,2, C. Bachert3, A. Bufe4, R. Buhl5, C. Ebner6, P. Eng7, F. Friedrichs8, T. Fuchs9, E. Hamelmann10, D. Hartwig-Bade11, T. Hering12, I. Huttegger13, K. Jung14, L. Klimek1, M.V. Kopp15, H. Merk16, U. Rabe17, J. Saloga18, P. Schmid-Grendelmeier19, A. Schuster20, N. Schwerk21, H. Sitter22, U. Umpfenbach23, B. Wedi24, S. Wöhrl25, M. Worm26 und J. Kleine-Tebbe27; Kommentierende Teilnahme und Prozessbegleitung: S. Kaul28 und A. Schwalfenberg29
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 3HNO-Universitätsklinik, Gent, Belgien, 4Abt. für Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 5III. Med. Klinik und Poliklinik, Schwerpunkt Pneumologie, Johannes-Gutenberg-Univ., Mainz; 6Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 7Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Kinderspital Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 9Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 10Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderzentrum Bethel, Evang. Krankenhaus Bielefeld, 11HNOPraxis, Lübeck, 12Lungenarztpraxis Tegel, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Med. Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Praxis für Dermatologie, Erfurt, 15Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Univ. zu Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 16Klinik für Dermatologie und Allergologie – Hautklinik, RWTH, Aachen, 17Abt. Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 18Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmed., Johannes Gutenberg-Univ., Mainz, 19Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 20Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, 21Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmed., Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie, Med. Hochschule Hannover, 22Institut für theoretische Chirurgie, Univ. Marburg; 23Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Viersen, 24Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Med. Hochschule Hannover, 25Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 26Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 27Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 28Abteilung Allergologie, Paul- Ehrlich-Institut, Langen, 29Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach
Die vorliegende Leitlinie (LL) (S2k) zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergikerselbsthilfeorganisation (Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)) nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Die SIT ist eine kausale immunmodulierende Therapie. Durch die Gabe von Allergenextrakten werden spezifische blockierende Antikörper, toleranzinduzierende Zellen und Botenstoffe aktiviert, die eine weitere Verstärkung der durch Allergene ausgelösten Immunantwort verhindern, die spezifische Immunantwort blockieren und die Entzündungsreaktion im Gewebe dämpfen. Produkte zur subkutanen Immuntherapie (SCIT) oder sublingualen Immuntherapie (SLIT) sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung derzeit nicht vergleichbar. Desgleichen sind die angegebenen Allergenkonzentrationen unterschiedlicher Hersteller aufgrund unterschiedlicher Methoden zur Messung der wirksamen Inhaltsstoffe zurzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepotextrakte eingesetzt. Die Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die klinische Wirksamkeit einer SIT wird mithilfe verschiedener Scores als primärer und sekundärer Zielparameter erfasst. Die European Medicines Agency (EMA) sieht für den primären Zielparameter einen kombinierten Symptom- und Medikationsscore vor. Für eine Vergleichbarkeit verschiedener Studienergebnisse ist zukünftig eine Harmonisierung der Auswertescores, z.B. durch den von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) empfohlenen kombinierten Symptom- und Medikationsscore (CSMS), erstrebenswert. Die aktuellen CONSORT(„consolidated standards of reporting trials“-Empfehlungen der ARIA/ GA2LEN-Gruppe geben Standards fü die Auswertung, Darstellung und Veröfentlichung von Studienergebnissen vor. Präarate, die häfige Allergenquellen enthalten (Pollen der Süßräer oder von Birke, Erle und Hasel, Hausstaubmilben, Bienen- und Wespengift), bedüfen in Deutschland aufgrund der Therapieallergene-Verordnung (TAV) in jedem Fall der Zulassung. Im Zulassungsverfahren werden diese auf Qualitä, Sicherheit und Wirksamkeit üerprüt. Aus Sicht der Autoren sollten zugelassene Allergenpräarate mit dokumentierter Wirksamkeit und Sicherheit oder im Rahmen der TAV verkehrsfäige Präarate, die bereits in klinischen Studien nach World-Allergy-Organization(WAO)- oder EMA- Standards eine Wirksamkeit und Sicherheit dokumentiert haben, bevorzugt eingesetzt werden. Individualrezepturen dienen der Verordnung seltener Allergenquellen (z.B. Pollen von Esche, Beifußoder Ambrosia, Schimmelpilz Alternaria, Tierallergene) zur SIT. Sie könen nicht mit den TAV-Allergenen gemischt werden. Die allergische Rhinitis und ihre Folgeerkrankungen (wie Asthma bronchiale) verursachen volkswirtschaftlich enorme direkte und indirekte Kosten. Entsprechend werden die Therapieoptionen, insbesondere der SIT, sozioöonomisch anhand von Kosten-Nutzenund Kosten-Effektivitäs-Analysen beurteilt. Die SIT ist auf lägere Dauer betrachtet im Vergleich zur Pharmakotherapie bei allergischer Rhinitis und allergischem Asthma deutlich kosteneffektiver –ein Effekt, der stark von der Compliance der Patienten beeinflusst wird. Metaanalysen belegen eindeutig die Wirksamkeit von SCIT und SLIT fü bestimmte Allergene und Altersgruppen. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualitä und Dosierungsschemata und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Es empfiehlt sich daher die Beurteilung der Einzelpräarate nach klar definierten Kriterien. Eine verallgemeinernde Üertragung der Wirksamkeit von Einzelpräaraten auf alle Präarate einer Applikationsform verbietet sich. Auf der Internetseite der DGAKI (www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit) finden sich Tabellen mit einer präaratespezifischen Darstellung der in Deutschland sowie in der Schweiz und Öterreich auf dem Markt befindlichen SIT-Produkte. Die Tabelle listet Studien fü Erwachsene und Kinder auf, das Jahr der Zulassung, den zugrunde gelegten Score, die Anzahl der randomisierten und ausgewerteten Patienten, und das Auswertungsverfahren (ITT, FAS, PP) fü Gräer- und Birkenpollen- sowie Hausstaubmilbenallergene sowie den Genehmigungsstatus fü die Durchfürung klinischer Studien. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollenallergie im Erwachsenenalter durch zahlreiche Studien sehr gut und im Kindes- und Jugendalter durch wenige Studien belegt. Bei Hausstaubmilbenallergie im Erwachsenenalter ist die Wirksamkeit durch einige und im Kindesalter durch wenige kontrollierte Studien belegt. Bei Schimmelpilzallergie (insbesondere Alternaria) liegen unabhägig vom Alter nur wenige kontrollierte Studien vor. Bei einer Tierallergie (in erster Linie auf Katzenallergene) finden sich nur kleine Studien mit teilweise methodischen Mägeln. Zur Wirksamkeit bei atopischer Dermatitis zeigte sich bisher nur ein moderater und uneinheitlicher Therapieeffekt bei einer hohen Heterogenitä der durchgefürten Studien. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (Global Initiative for Asthma (GINA)2007) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem Asthma (GINA 2005) ist die SCIT fü einzelne Präarate gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, sofern ein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen respiratorischen Symptomen und entsprechendem Allergen besteht. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch eine Gräerpollenallergie bei Erwachsenen und Kindern sehr gut und bei Baumpollenallergie bei Erwachsenen gut belegt. Bei der Hausstaubmilbenallergie belegen neue kontrollierte Studien mit teilweise hohen Patientenzahlen die Wirksamkeit der SLIT bei Erwachsenen. Im Vergleich zur allergischen Rhinokonjunktivitis finden sich nur begrenzt Studien zur Wirksamkeit der SLIT bei allergischem Asthma. Dabei zeigen neuere Studien eine Wirksamkeit auf die Asthmasymptome in der Subgruppe gräerpollenallergischer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Asthma und eine Wirksamkeit der SLIT bei primä hausstaubmilbenallergischem Asthma bei Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren und bei Erwachsenen. Sekundäpräentive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind wichtige Grüde, den Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter frü zu wälen. Dabei sollten solche Produkte berüksichtigt werden, fü die entsprechende Effekte gezeigt worden sind. Bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis kann eine SCIT oder SLIT mit Pollen- oder Milbenallergenextrakten durchgefürt werden, deren Wirksamkeit in mindestens einer doppelblind placebokontrollierten Studie gezeigt wurde. Derzeit erfolgen klinische Studien in den Indikationen Asthma und Hausstaubmilbenallergie, deren Ergebnisse teilweise publiziert sind bzw. noch ausstehen (vgl. DGAKI-Tabelle „enehmigte/ evtl. abgeschlossene Studien“via www.dgaki.de/leitlinien/ s2k-leitlinie-sit (nach www.clinicaltrialsregister. eu)). Bei der Indikationsstellung sind Faktoren, die die klinische Wirksamkeit erhöen, zu beachten. Unterschiede zwischen SCIT und SLIT sind in erster Linie bei den Kontraindikationen zu berüksichtigen. Auch bei Vorliegen von Kontraindikationen kann im begrüdeten Einzelfall eine Indikation zur SIT vorliegen. Die Injektionen zur SCIT sowie die Einleitung der SLIT werden von einem Arzt durchgefürt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befäigt ist. Eine vorherige Aufkläung mit Dokumentation ist erforderlich („herapieinformationsblatt“ Abb. 5 und 6; als Handout auch via www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit). Die Therapie sollte entsprechend der Fach- und Gebrauchsinformation des Herstellers durchgefürt werden. Sofern die SIT nach der Indikationsstellung von einem anderen Arzt durch- oder weitergefürt wird, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich, um eine konsequente Umsetzung und risikoarme Durchfürung der Therapie sicherzustellen. Generell wird die Durchfürung sowohl der SCIT als auch der SLIT nur mit Präaraten empfohlen, fü welche ein entsprechender Nachweis der klinischen Wirksamkeit aus entsprechenden Studien vorliegt. Die Therapieadhäenz der SIT-Patienten ist unabhägig von der Applikationsform niedriger als von äztlicher Seite angenommen wird; sie ist allerdings fü den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung. Die Verbesserung der Adhäenz in der SIT ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft, um eine kausale Wirksamkeit der Therapie zu gewärleisten. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist mölich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßahmen sehr selten. Die meisten unerwüschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Dosisabhägige unerwüschte lokale Symptome im Mund- und Rachenraum treten häfig bei der SLIT auf. Systemische Reaktionen hingegen sind zwar beschrieben, kommen aber deutlich seltener vor als bei der SCIT. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische und andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Das Risiko und die Folgen unerwüschter systemischer Reaktionen im Rahmen einer SIT könen durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Anwendung von Notfallmaßahmen –einschließich der früzeitigen Adrenalin-i.m.-Gabe –wirksam vermindert werden. Details der Akuttherapie und des Managements anaphylaktischer Reaktionen finden sich in der aktuellen Anaphylaxie- S2-Leitlinie der AWMF. Die SIT zeigt in vielen Bereichen (z.B. Allergencharakterisierung, neue Applikationswege, Adjuvanzien, schnellere und sichere Aufdosierung) einige innovative Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. Oliver Pfaar
HNO-Universitätsklinik Mannheim
und
Zentrum für Rhinologie and Allergologie
An den Quellen 10
D–65189 Wiesbaden, Deutschland
Email: [email protected]
Chronische Urtikaria
Editorial: Chronische Urtikaria: auch 2016 eine Herausforderung!
B. Wedi
Jahrgang 39 p. 1 - 1
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 1/2016, S. 1
Editorial: Chronische Urtikaria: auch 2016 eine Herausforderung!
B. Wedi
Chronische Urtikaria
Retrospektive Untersuchung zu physikalischer Urtikaria und Sonderformen
J. Schneider und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 2 - 5
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 1/2016, S. 2–5
Retrospektive Untersuchung zu physikalischer Urtikaria und Sonderformen
J. Schneider und B. Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Erkenntnisse zu möglichen Pathomechanismen der physikalischen Urtikaria und Sonderformen (induzierbare Urtikaria) sind gering. Besonders die Rolle der verschiedenen vermuteten Triggerfaktoren, wie fokaler Infektionen und Autoimmunthyreoiditis ist weitestgehend ungeklärt. In dieser Arbeit wurden 104 Akten von Patienten mit physikalischer Urtikaria oder der Sonderform cholinergische Urtikaria retrospektiv ausgewertet. In der Fokusdiagnostik zeigten 15 – 20% erhöhte Streptokokkenantikörper. Gegenüber der Gesamtgruppe waren die Werte bei den sehr jungen Patienten signifikant erhöht. Erhöhte Schilddrüsenautoantikörper fanden sich bei ca. 15 – 30% der untersuchten Patienten und damit häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Obwohl keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen den viel diskutierten Triggerfaktoren und z.B. der Schwere der Erkrankung gefunden werden konnte, kann die aufwendige Diagnostik in schweren Fällen gerechtfertigt sein, um kausale Therapien zu ermöglichen.Correspondence to:
J. Schneider
c/o Prof. Dr. med. Bettina Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Email: [email protected] oder [email protected]
Chronische Urtikaria
Omalizumab bei Urtikaria: Eines für Alle?
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 22 - 28
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 1/2016, S. 22–28
Omalizumab bei Urtikaria: Eines für Alle?
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Das therapeutische Management der chronischen Urtikaria ist häufig eine Herausforderung. Nach einer genauen Klassifikation des Subtyps und einer Fokussuche stehen neben verschiedener Antihistaminika mit individueller Wirkstärke und meist überschaubaren unerwünschten Wirkungen einige weitere Optionen zur Verfügung. Diese führen angewandt gemäß dem Stufenschema der aktuellen Leitlinie in den meisten Fällen zu guten Therapieerfolgen. Nach einer Zulassungserweiterung kann Omalizumab zur Therapie schwer betroffener Patienten eingesetzt werden und stellt eine Bereicherung im klinischen Alltag dar. Insbesondere ist hervorzuheben, dass der Anti-IgE-Antikörper ohne besondere Laboruntersuchungen vor- oder während der Therapie eingesetzt werden kann; überdies ist Omalizumab bei nahezu allen Urtikariasubtypen bereits erfolgreich eingesetzt worden. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Erfolgsstory von Omalizumab in der Behandlung der chronischen Urtikaria.Correspondence to:
Dr. med. Dorothea Wieczorek
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
der Medizinischen Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Email: [email protected]