39. Kolloquium der Bad Reichenhaller Forschungsanstalt für Krankheiten der Atmungsorgane 22. – 24. Juni 2007
Pulmonale Komplikationen bei HIV/AIDS-Patienten
B. Schaaf
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 275 - 287
Abstract
B. Schaaf
Medizinische Klinik III, Universität zu Lübeck
Der Verlauf der HIV-Infektion ist gekennzeichnet durch einen progredienten zellulären Immundefekt. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer erhöhten Inzidenz “normaler”, insbesondere aber auch opportunistischer Infektionen. Infektionen der Lunge spielen dabei eine besondere Rolle, da die Atemwege ständigem Kontakt mit Mikroorganismen ausgesetzt sind. Mit zunehmender Immunschwäche nimmt sowohl die Häufigkeit der ambulant erworbenen bakteriellen Pneumonie als auch die Häufigkeit opportunistischer Infektionen mit Erregern, die von den Defekten der zellulären Immunabwehr profitieren, zu. Hierzu zählen insbesondere die Pneumocystis jirovecii, die nichttuberkulösen Mykobakterien und virale Erreger. Die Inzidenz der Tuberkulose steigt zwar mit zunehmendem Immundefekt, tritt aber auch in frühen HIV-Stadien gehäuft auf. Weltweit sind etwa ein Drittel aller HIV-Patienten mit Tuberkulose koinfiziert. Durch den Einsatz der antiretroviralen Therapie ist es in den industrialisierten Ländern gelungen, die HIV-assoziierte Morbidität und Mortalität drastisch zu senken. Als Folge der Immunrekonstitution ist damit auch die Inzidenz klassischer pulmonaler Komplikationen, wie der Pneumozystose, deutlich gesunken. Die antiretrovirale Therapie ist gelegentlich jedoch auch mit pulmonalen Komplikationen verbunden, am eindrucksvollsten sind hierbei das Immunrekonstitutions- und Inflammationssyndrom, das durch eine massive Entzündung auf okkulte Infektionen gekennzeichnet ist.Correspondence to:
PD Dr. med. B. Schaaf
Medizinische Klinik III
Universität zu Lübeck
Ratzeburger Allee 160
D-23538 Lübeck
Email: [email protected]
Empfehlung
Management der Influenza-A/H1N1-Pandemie im Krankenhaus: Update Januar 2010
T. Schaberg, T. Bauer, K. Dalhoff, S. Ewig, D. Köhler, J. Lorenz, G. Rohde, M.W. Pletz, S. Rosseau, B. Schaaf, N. Suttorp, T. Welte, W. Haas und A. Reuß
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 248 - 256
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 6/2010, S. 248–256
Management der Influenza-A/H1N1-Pandemie im Krankenhaus: Update Januar 2010
T. Schaberg1, T. Bauer2, K. Dalhoff3, S. Ewig4, D. Köhler5, J. Lorenz6, G. Rohde7, M.W. Pletz8, S. Rosseau9, B. Schaaf10, N. Suttorp9, T. Welte8, W. Haas11 und A. Reuß11
1Zentrum für Pneumologie, Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) gGmbH, Rotenburg an der Wümme, 2Klinik für Pneumologie, Lungenklinik Heckeshorn, HELIOS Klinikum Emil von Behring, Berlin, 3Medizinische Klinik III, Universitätsklinik Lübeck, 4Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Infektiologie, Augusta-Kranken-Anstalt, Bochum, 5Fachkrankenhaus für Pneumologie und Allergologie, Kloster Grafschaft GmbH, Schmallenberg, 6Abteilung Innere II, Kreiskrankenhaus Lüdenscheid, 7Medizinische Klinik III, Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinik Bergmannsheil GmbH, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, 8Zentrum Innere Medizin – Abteilung Pneumologie, Medizinische Hochschule Hannover, 9Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Berlin, 10Medizinische Klinik (Pneumologie/Infektiologie), Klinikum Dortmund gGmbH, Dortmund, 11Robert-Koch-Institut, Berlin
Dieses Update trägt den Erfahrungen Rechnung, die sich aus der ersten Welle der neuen Influenza-Epidemie mit kontinuierlicher Mensch-zu-Mensch-Übertragung im Krankenhaus ergeben haben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Schaberg
Diakoniekrankenhaus Rotenburg
Elise-Averdiek-Straße 17
D–27356 Rotenburg (Wümme)
Email: [email protected]
Epidemiologie in der Allergologie
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring und S. Koletzko
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 20 - 31
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 1/2012, S. 20–31
GINIplus und LISAplus. Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 und S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
Der Anstieg der Prävalenzen von Asthma, Heuschnupfen und allergischer Sensibilisierung in Westdeutschland während der Zeit der deutschen Teilung und der rasche Anstieg dieser Krankheitshäufigkeit bei ostdeutschen Kindern und Jugendlichen nach der Wiedervereinigung sind untrügliche Zeichen für die herausragende Rolle von lebensstilabhängigen und umweltbezogenen Determinanten der Entwicklung atopischer Erkrankungen. Dabei spielt die perinatale Entwicklungsphase, in der das Immunsystem geprägt wird, vermutlich eine besondere Rolle. Deswegen können potenzielle Determinanten epidemiologisch am besten mittels Geburtskohorten bzw. Schwangerschaftskohorten untersucht werden. Gegenstand dieses Übersichtsartikels ist es, das Design der zwei großen deutschen Geburtskohorten GINIplus und LISAplus zu beschreiben und ausgewählte Ergebnisse zu atopischen Erkrankungen darzustellen. Mit GINIplus und LISAplus wurden Mitte bis Ende der 90er Jahre 5.991 bzw. 3.097 gesunde, reife Neugeborene in München, Wesel, Leipzig und Bad Honnef rekrutiert. Nach 10 Jahren sind noch circa 55% der Kohorte im Langzeitbeobachtungsprogramm eingeschlossen. Im Vordergrund standen bislang Fragen des natürlichen Verlaufs atopischer Erkrankungen sowie lebensstil- und umweltabhängige Faktoren. Darüber hinaus wurden Gene für atopische Erkrankungen, intermediäre Phänotypen sowie für oxidativen Stress verantwortliche Gene bestimmt und analysiert, ob deren Genvarianten den Einfluss identifizierter Umweltfaktoren modifizieren können. Die bisherigen Ergebnisse der beiden Geburtskohorten GINIplus und LISAplus tragen maßgeblich zu den Kenntnissen über atopische Erkrankungen und deren Determinanten bei.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
Email: [email protected]
Allergologie select
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich, I. Brüske, C. Cramer, U. Hoffmann, M. Schnappinger, B. Schaaf, A. von Berg, D. Berdel, U. Krämer, I. Lehmann, O. Herbarth, M. Borte, A. Grübl, C.P. Bauer, C. Beckmann, H. Behrendt, J. Ring and S. Koletzko
Volume 1 (2017) p. 85 - 95
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (85-95)
GINIplus and LISAplus. Design and selected results of two German birth cohorts about natural course of atopic diseases and its determinants
J. Heinrich1, I. Brüske1, C. Cramer2, U. Hoffmann3, M. Schnappinger1, B. Schaaf4, A. von Berg5, D. Berdel5, U. Krämer2, I. Lehmann6, O. Herbarth7, M. Borte8, A. Grübl2, C.P. Bauer2, C. Beckmann4, H. Behrendt9, J. Ring10 and S. Koletzko11
1Institut für Epidemiologie I, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, 2Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung (IUF), Düsseldorf, 3Kinderklinik, Technische Universität München, 4Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Bad Honnef, 5Forschungsinstitut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Marien-Hospital, Wesel, 6Department Expositionsforschung und Epidemiologie, UFZ – Helmholtz Zentrum, Leipzig, 7Institut für Umweltmedizin und Hygiene, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, 8Kinderklinik, Städtisches Klinikum St. Georg, Leipzig, 9Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 10Christine Kühne Center of Allergy Research and Education (CK-CARE), Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München, 11Dr. von Hauner‘sches Kinderspital, Ludwig-Maximilian-Universität München
The increasing prevalence of asthma, hay fever and allergic sensitization in Western Germany after division in 1949 and the rapid increase in East German children after re-unification in 1990 are strong indications for the role of life-style and/or environmental factors for development of atopic diseases. Obviously the perinatal period is crucial for priming the immune system. Therefore, explorations of determinants of atopic diseases need pregnancy or birth cohorts as most appropriate epidemiological study designs. This review presents the design and selected results of the two German birth cohorts GINIplus and LISAplus. GINIplus and LISAplus recruited 5.991 and 3.097 healthy, term newborns from Munich, Wesel, Leipzig and Bad Honnef. Approximatly 55% could be followed for the first 10 years. We analyzed the natural course of atopic diseases and the role of life-style, environmental and genetic factors for disease onset, intermediate phenotypes and for genes involved in detoxification and oxidative stress. The results of these two large birth cohorts contributed substantially to the understanding of atopic diseases and its determinants.Correspondence to:
Dr. J. Heinrich
Institut für Epidemiologie I
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
D–85764 Neuherberg
Email: [email protected]