Dünndarmdiagnostik I
Wegweisende histologische Befunde bei Dünndarmerkrankungen
A. Tannapfel
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 2 - 9
Abstract
A. Tannapfel
Institut für Pathologie, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil, Ruhr-Universität Bochum
Die wichtigsten histopathologischen Befunde bei Dünndarmerkrankungen sind Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Tumoren. Ischämien sind auf reduzierte mesenteriale Sauerstoffzufuhr durch Embolien, arterielle Thrombosen, non-okklusive (low flow) Ischämien und Mesenterialvenenthrombosen zurückzuführen. Die infektiöse Enteritis des Dünndarms wird von den gleichen Keimen ausgelöst, die auch das Kolon betreffen können. Insbesondere Yersiniosen, Viren sowie Histoplasma-Spezies werden im Dünndarm gefunden und können unter anderem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen im Sinne eines Morbus Crohn imitieren. Eine große Gruppe der entzündlichen Dünndarmerkrankungen wird durch die Gabe von nicht-steroidalen Antiphlogistika ausgelöst. NSAIDs können Ulzerationen oder Strikturen, sogenannte Diaphragmen, auslösen, bis hin zur Perforation. Der Morbus Crohn befällt den Dünndarm mit typischen histologischen Zeichen, wobei glanduläre Destruktionen, aphtöse Erosionen, Ulzerationen und transmurale Inflammation mit Fibrosen, Granulomen und Fisteln vorkommen. Generell ist die entzündliche Infiltration bei Morbus Crohn ausgeprägter und auch tiefergehend als bei NSAID-Läsionen. Im rechtsseitigen Kolon und insbesondere auch terminalen Ileum spielt die Yersinien-Infektion eine Rolle. Die glutensensitive Enteropathie kann durch Zottenatrophie, Kryptenhyperplasie und intraepitheliale T-Lymphozyten bioptisch gesichert werden. Maligne Tumoren sind generell im Dünndarm selten, es finden sich neben Adenokarzinomen Karzinoide, Lymphome oder auch gastrointestinale Stromatumoren (GIST).Correspondence to:
Prof. Dr. med. A. Tannapfel
Institut für Pathologie
Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil
Ruhr-Universität Bochum
Bürkle-de-la-Camp Platz 1
D–44789 Bochum
Email: [email protected]
Gastrointestinale Lymphome und Stromatumoren (GIST)
Pathologie gastrointestinaler Stromatumoren (GIST)
I. Tischoff und A. Tannapfel
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 273 - 276
Abstract
I. Tischoff und A. Tannapfel
Institut für Pathologie, Ruhr-Universität Bochum
Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind mesenchymale Tumoren, deren Ursprung in den interstitiellen Cajal-Zellen (ICC), sogenannte Schrittmacherzellen der Magen-Darm-Wand, angenommen wird. Sie lassen sich durch eine Expression von CD117 (c-kit) identifizieren und können dadurch von anderen mesenchymalen Tumoren des Gastrointestinaltrakts wie Leiomyomen oder Schwannomen abgegrenzt werden. Eine Dignitätsbeurteilung ist mitunter schwierig, wobei Tumoren unter 5 cm Größe und das Vorhandensein nur weniger Mitosen als GIST mit am ehesten benignem Verlauf einzuordnen sind. Der Nachweis von CD117 (c-kit) ist auf eine aktivierende Mutation des Tyrosinkinaserezeptors zurückzuführen. Wenige GIST sind jedoch CD117-negativ. Sie weisen Mutationen des PDGF-Rezeptors alpha (PDGFRA), einer c-kit-verwandten Rezeptor-Tyrosinkinase, auf.Correspondence to:
Prof. Dr. med. A. Tannapfel
Institut für Pathologie
Ruhr-Universität Bochum
BG Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D–44789 Bochum
Email: [email protected]
Extended Abstract
Neoadjuvant treatment of adenocarcinomas of the gastroesophageal junction and stomach – a feasibility trial combining cisplatin and docetaxel with either 5-fluorouracil or capecitabine
B. Schultheis, J. Riebeling, M. Allali, U. Bergmann, G. Kummer, U. Sendler, A. Tannapfel, A. Sendler and D. Strumberg
Price
42.00 $
Volume 48 p. 451 - 452
Abstract
Neoadjuvant treatment of adenocarcinomas of the gastroesophageal junction and stomach – a feasibility trial combining cisplatin and docetaxel with either 5-fluorouracil or capecitabine
B. Schultheis, J. Riebeling, M. Allali, U. Bergmann, G. Kummer, U. Sendler, A. Tannapfel, A. Sendler and D. Strumberg
Extended Abstract
Successful sequential antiangiogenic therapy for alveolar soft part sarcoma – a case report
B. Schultheis, G. Kummer, A. Tannapfel and D. Strumberg
Price
42.00 $
Volume 48 p. 468 - 469
Abstract
Successful sequential antiangiogenic therapy for alveolar soft part sarcoma – a case report
B. Schultheis, G. Kummer, A. Tannapfel and D. Strumberg
Übersicht
Histopathologische Differenzierung und Risiko-Populationen von Tumoren des Duodenums und der Papille
D.M. Gisder und A. Tannapfel
Price
42.00 $
Jahrgang 38 (2020) p. 242 - 247
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 6/2020, S. 242-247
Histopathologische Differenzierung und Risiko-Populationen von Tumoren des Duodenums und der Papille
D.M. Gisder und A. Tannapfel
Institut für Pathologie der Ruhruniversität Bochum
Aufgrund der komplexen Anatomie des Duodenums und der Ampulle handelt es sich hier um Neoplasien mit unterschiedlichen Entitäten. Unter Berücksichtigung dessen und unter Berücksichtigung der histologischen Differenzierungen zählen zu den neuen Subtypen an der Ampulle die pankreatikobiliäre, papilläre Neoplasie und die intraampulläre, papillär-tubuläre Neoplasie (IAPN). Allen duodenalen und ampullären Adenomen ist ihre Eigenschaft als präkanzeröse Läsion aufgrund der Adenom-Karzinom-Sequenz gleich. Mittels Biopsien kann nicht der vollständige Malignitätsgrad einer Neoplasie widergespiegelt werden, daher ist die Differenzialdiagnose eines Adenoms gegenüber einem frühen Karzinom nicht immer möglich. Eine Schnellschnittanalyse könnte hier zur Adaptierung des Operationsverfahrens helfen. Zudem unterscheiden sich, unter Berücksichtigung der anatomischen Verhältnisse Duodenalkarzinome von ampullären Karzinomen hinsichtlich ihrer regionären Lymphknoten und ihres TNM-Stagingsystems, weswegen sich eine getrennte Dokumentation empfiehlt.Correspondence to:
Dr. Doreen M. Gisder
Institut für Pathologie der Ruhruniversität Bochum
Georgius Agricola Stiftung Ruhr
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Email: [email protected]
Exogen-allergische Alveolitis (EAA)
Exogen-allergische Alveolitis durch Phthalsäureanhydrid: Fallbeschreibung und Literaturübersicht
V. van Kampen, A. Theile, A. Tannapfel, C. Eisenhawer, T. Brüning und R. Merget
Price
42.00 $
Jahrgang 48 (2025) p. 590 - 600
Abstract
Allergologie, Jahrgang 48, Nr. 10/2025, S. 590-600
Exogen-allergische Alveolitis durch Phthalsäureanhydrid: Fallbeschreibung und Literaturübersicht
V. van Kampen1, A. Theile2, A. Tannapfel2, C. Eisenhawer1, T. Brüning1 und R. Merget1
1Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 2Institut für Pathologie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine seltene, oft berufsbedingte allergische Erkrankung der Lunge. Es sind vielzählige inhalative Antigene bekannt, die eine EAA auslösen können. Meist handelt es sich um organische Stäube, selten um Chemikalien. Hier wird der klinische Fall eines Arbeiters in der Kabelproduktion vorgestellt, der gegenüber Weichmachern exponiert war und bei dem zunächst eine idiopathische Lungenfibrose diagnostiziert wurde. Das Vorhandensein von spezifischen IgG-Antikörpern (sIgG) gegen Phthalsäureanhydrid im Serum des Patienten zusammen mit einer verminderten Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität, Hypoxämie in Ruhe und bei Belastung sowie die Befunde der Computertomographie und der Histologie bestätigten die Diagnose einer chronischen, durch Phthalate verursachten EAA, zumal die Exposition gegenüber Phthalatverbindungen am Arbeitsplatz vom technischen Aufsichtsdienst verifiziert wurde und in ursächlichem und zeitlichem Zusammenhang mit den Symptomen stand. Eine Überprüfung der Literatur ergab, dass es Hinweise auf eine Weichmacher-Alveolitis gibt. Während in vier Fallberichten aufgrund der arbeitsbedingten Symptome Phthalsäureanhydrid als Ursache der berufsbedingten EAA vermutet wurde, konnten wir erstmals sIgG für Phthalsäureanhydrid nachweisen. Dieser Fall verdeutlicht, dass Phthalate, die bisher nur selten als Auslöser von EAA beschrieben wurden, bei Verdacht auf eine berufsbedingte EAA in Betracht gezogen werden sollten.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
van Kampen V, Theile A, Tannapfel A, Eisenhawer C, Brüning T, Merget R. Hypersensitivity pneumonitis to phthalic anhydride: Case description and review of the literature. Allergol Select. 2024; 8: 283-292.
DOI 10.5414/ALX02519ECorrespondence to:
Dr. Vera van Kampen
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Bürkle‑de‑la‑Camp Platz 1
44789 Bochum
Email: [email protected]
Exogen-allergische Alveolitis (EAA)
Exogen-allergische Alveolitis durch Phthalsäureanhydrid: Fallbeschreibung und Literaturübersicht
V. van Kampen, A. Theile, A. Tannapfel, C. Eisenhawer, T. Brüning und R. Merget
Price
42.00 $
Jahrgang 52 (2026) p. 175 - 185
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 52, Nr. 4/2026, S. 175-185
Exogen-allergische Alveolitis durch Phthalsäureanhydrid: Fallbeschreibung und Literaturübersicht
V. van Kampen1, A. Theile2, A. Tannapfel2, C. Eisenhawer1, T. Brüning1 und R. Merget1
1Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 2Institut für Pathologie, Ruhr-Universität Bochum, Bochum
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine seltene, oft berufsbedingte allergische Erkrankung der Lunge. Es sind vielzählige inhalative Antigene bekannt, die eine EAA auslösen können. Meist handelt es sich um organische Stäube, selten um Chemikalien. Hier wird der klinische Fall eines Arbeiters in der Kabelproduktion vorgestellt, der gegenüber Weichmachern exponiert war und bei dem zunächst eine idiopathische Lungenfibrose diagnostiziert wurde. Das Vorhandensein von spezifischen IgG-Antikörpern (sIgG) gegen Phthalsäureanhydrid im Serum des Patienten zusammen mit einer verminderten Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität, Hypoxämie in Ruhe und bei Belastung sowie die Befunde der Computertomographie und der Histologie bestätigten die Diagnose einer chronischen, durch Phthalate verursachten EAA, zumal die Exposition gegenüber Phthalatverbindungen am Arbeitsplatz vom technischen Aufsichtsdienst verifiziert wurde und in ursächlichem und zeitlichem Zusammenhang mit den Symptomen stand. Eine Überprüfung der Literatur ergab, dass es Hinweise auf eine Weichmacher-Alveolitis gibt. Während in vier Fallberichten aufgrund der arbeitsbedingten Symptome Phthalsäureanhydrid als Ursache der berufsbedingten EAA vermutet wurde, konnten wir erstmals sIgG für Phthalsäureanhydrid nachweisen. Dieser Fall verdeutlicht, dass Phthalate, die bisher nur selten als Auslöser von EAA beschrieben wurden, bei Verdacht auf eine berufsbedingte EAA in Betracht gezogen werden sollten.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der AutorenCorrespondence to:
Dr. Vera van Kampen
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Bürkle‑de‑la‑Camp Platz 1
44789 Bochum
Email: [email protected]
Barrett-Ösophagus
Histopathologische Diagnostik des Barrett- Ösophagus
A. Tannapfel und S. Förster
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 65 - 70
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 2/2026, S. 65-70
Histopathologische Diagnostik des Barrett- Ösophagus
A. Tannapfel und S. Förster
Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum
Der Barrett-Ösophagus ist eine Metaplasie der distalen Ösophagusschleimhaut, die ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Dysplasie und somit eines Adenokarzinoms birgt. Zwar weiß man heute, dass dieses Risiko wesentlich geringer ist als ursprünglich angenommen, dennoch hat die Diagnose eines Barrett-Ösophagus weitreichende Konsequenzen. Molekulare Alterationen, die schließlich zur Entstehung eines invasiven Karzinoms führen, können zum Teil schon im Barrett-Ösophagus selbst gefunden werden. Sie helfen in der täglichen Diagnostik jedoch nur bedingt. Die Diagnose der Dysplasie ist mitunter schwierig, insbesondere bei unklaren Fällen sollte ein erfahrener gastroenterologisch versierter Pathologe hinzugezogen werden. Die Befundung invasiver Karzinome ist richtungsweisend und muss festgelegte Standards einhalten.Correspondence to:
Dr. med. Sarah Förster
Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum
am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Email: [email protected]