Jahrgang 22 (1999), No. 2/1999(Februar)
The online-version will be updated before the print-version of this Journal is published. Upon request we will send the password and user name by e-mail. The online-service is only available for subscribers of the print-version, if proof of purchase is submitted.
The use of the online-version will be charged with an extra fee (additional to the subscription of the print-version). The service can be used until December 31st of the year of subscription.
|
| Price of the complete print-issue: 24.00$ |
Add to Cart
|
Laudatio
Lothar Jäger 65 Jahre
G. Metzner
Add to Cart
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Page No. 79
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 79-81
Lothar Jäger 65 Jahre
G. Metzner
Leipzig
Personalbibliographie Prof. Dr. med. habil. Lothar Jäger zum 65. Geburtstag
Add to Cart
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Page No. 82
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 82-91
Personalbibliographie Prof. Dr. med. habil. Lothar Jäger zum 65. Geburtstag
Übersicht
Neuere genetische und pathogenetische Aspekte der Atopie
New genetic and pathogenetic aspects of atopy
A. L. de Weck, M. Derer, P. Mayer, E. Liehl, B. Schiessl, M. Zunic und H. Schneider
Price
42.00 $
Page No. 92
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 92-97
Neuere genetische und pathogenetische Aspekte der Atopie
A. L. de Weck 1, M. Derer1, P. Mayer2, E. Liehl2, B. Schiessl2, M. Zunic2 und H. Schneider3
1 Cmg-Heska Allergy Products, Fribourg, 2 Novartis Forschungsinstitut, Wien, 3Novartis Nutrition, Bern
Anhand der Hundeatopie wurde festgestellt, daß die Vererbung einer hohen IgE-Antwort dominant verläuft. Allerdings sind für den phänotypischen Ausdruck dieses Gens verschiedene zusätzliche Umweltfaktoren erforderlich, wie ein sehr früher Kontakt mit einem Allergen, das die IgE-Antwort in Gang bringt, eine Verabreichung durch Einspritzung und die Abwesenheit einer Fütterung mit Allergenen in den ersten Lebensmonaten. Diese Beobachtungen zeigen, daß aus dem scheinbaren späteren allergischen Phänotyp keine richtigen genotypischen Schlußfolgerungen direkt abgeleitet werden können. Verschiedene Faktoren, die beim Hund zur IgEAntwort und Atopie führen, scheinen auch beim Menschen am Werke zu sein. Correspondence to:
Prof. Dr. med. A.L. de Weck
Gerimmun Foundation
14 Grands Places
CH-1700 Fribourg
Übersicht
Die intrazelluläre Unterbrechung von Todessignalen - Ein neuer Mechanismus zur Hemmung der Eosinophilen-Apoptose
Intracellular disruption of death signals - a new mechanism to inhibit eosinophil apoptosis
H.-U. Simon
Price
42.00 $
Page No. 98
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 98-100
Die intrazelluläre Unterbrechung von Todessignalen - Ein neuer Mechanismus zur Hemmung der Eosinophilen-Apoptose
H.-U. Simon
Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung, Universität Zürich, Davos
Die Hemmung der Eosinophilen-Apoptose durch Interleukin (IL-) 5 und andere Zytokine wird heute als wichtiges pathogenetisches Prinzip für die Entstehung der Gewebseosinophilie bei allergischen Erkrankungen allgemein anerkannt. Die Erkenntnis, daß die Eosinophilen-Apoptose auch über Todesrezeptoren reguliert wird, ist dagegen weniger bekannt. Kürzlich publizierte Arbeiten deuten daraufhin, daß die Unterbrechung von Todessignalen einen weiteren Mechanismus darstellen könnte, der neben einer Überexpression von Überlebensfaktoren zu einer Erhöhung der Eosinophilenzahl infolge gehemmter Apoptose bei chronisch-allergischen Entzündungen beiträgt. Correspondence to:
PD Dr. med. H.-U. Simon
Schweizerisches Institut für
Allergie- und Asthmaforschung
Universität Zürich
Obere Strasse 22
CH-7270 Davos
Originalarbeit
Modulation der In-vitro-Zytokinproduktion durch aromatische Kohlenwasserstoffe: Hinweise auf eine Beteiligung von Umweltschadstoffen an der Allergieentstehung
Modulation of in vitro cytokine production by aromatic hydrocarbons: indication for participation of environmental pollutants in development of allergy
G. Wichmann, F. Raabe und G. Metzner
Price
42.00 $
Page No. 101
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/ 1999, S. 101-107
Modulation der In-vitro-Zytokinproduktion durch aromatische Kohlenwasserstoffe: Hinweise auf eine Beteiligung von Umweltschadstoffen an der Allergieentstehung
G. Wichmann, F. Raabe und G. Metzner
Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Leipzig
Umweltschadstoffe scheinen bei der Entwicklung IgE-vermittelter Allergien . eine wichtige Rolle zu spielen. Die Mechanismen sind weitestgehend unbekannt und bedürfen experimenteller Klärung. Daher wurde ein geeignetes Zellkultursystem zur Erfassung Immunmodulatorischer Effekte von Umweltschadstoffen auf mononukleäre Zellen aus dem peripheren Blut des Menschen (PBMC) entwickelt. Immunmodulierende Effekte von Umweltschadstoffen aus Verbrennungsprozessen (Anthracen [Anth] , Benz[a]pyren [B[a]P], Benz[e]pyren [B[e]P], Dibenz[a,h]anthracen [DBA]) sowie von 7,12- Dimethylbenz[a]anthracen (DMBA), p-Benzochinon (pBC) und 2,4-Dinitro-l-fluorbenzen (DNFB) wurden ermittelt. Die Schadstoffe steigerten die Zytokinproduktion stimulierter PBMC dosisabhängig. Sie verursachten individuell verschiedene Zytokinprofile (Thl - oder Th2-dominiert). Danach kann auf eine individuelle Suszeptibilität der Spender für die schadstoffabhängige Dominanz von Th1 oder Th2 in Immunantworten geschlossen werden. Die Zytokinprofile korrelieren mit einer entsprechenden Immunglobulinproduktion. Th2-Dominanz führte zu erhöhter IgE-Produktion in vitro. Wir diskutieren Wirkungsmechanismen von Schadstoffen vor dem Hintergrund jener intrazellulären Signalwege, die zur Ausprägung von Th2-Dommanz führen. Die individuell verschiedene Beeinflussung der Zytokinproduktion durch Schadstoffe gibt weitere Hinweise auf eine kausale Beteiligung von Umweltschadstoffen in der Induktion von IgE-Synthese und auf das Entstehen von Allergien. Correspondence to:
Dipl.-Biol. G. Wichmann
Institut für Klinische Immunologie und
Transfusionsmedizin
Universitätsklinikum Leipzig
Delitzseher Straße 141
0-04129 Leipzig
Originalarbeit
Erhöhte Serumspiegel von Osteoklasten- aktivierenden Zytokinen als mögliche Ursache der Osteoporose beim variablen humoralen Immundefektsyndrom (CVID)
Increased serum levels of osteoclast activating cytokines as a possible reason for osteoporosis in patients with common variable immunodeficiency (CVID)
U. Junker, J. Fichtler, K. Nuske und H. Vogelsang
Price
42.00 $
Page No. 108
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/ 1999, S. 108-112
Erhöhte Serumspiegel von Osteoklasten- aktivierenden Zytokinen als mögliche Ursache der Osteoporose beim variablen humoralen Immundefektsyndrom (CVID)
U. Junker, J. Fichtler, K. Nuske und H. Vogelsang
Institut tür Klinische Immunologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Erhöhte Spiegel von Interleukin-6 (IL-6) im Serum von Patienten mit CVID wurden schon wiederholt als mögliche Ursache der bei diesen Patienten häufig vorkommenden Osteoporose angeschuldigt. Aktuellere Untersuchungen machen ein weiteres über das Signalübertragungsmolekül gp130 wirkendes Zytokin, Interleukin-l1 (IL-11), als potenten Stimulator von Osteoklasten aus. Wir zeigen, daß die früher in Bioassays gefundenen erhöhten IL-6-Spiegel mindestens teilweise der Wirkung von IL-11 geschuldet sind und daß IL-11 im Serum dieser Patienten sowohl von der Bioaktivität her als auch nach der Konzentration dramatisch erhöht ist. Wir interpretieren das als einen weiteren Hinweis dafür, daß über gp130 wirkende Zytokine eine essentielle Rolle bei der Osteoporose der CVID-Patienten spielen, und daß die gefundenen Ergebnisse die Untersuchung der übrigen Zytokine dieser Gruppe rechtfertigen . Correspondence to:
Dr. med. U. Junker
Institut für Klinische Immunologie
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Am Johannisfriedhof 3
07740 Jena
Originalarbeit
IgE-haltige Immunkomplexe im Serum und in der Synovialflüssigkeit von Patienten mit rheumatoider Arthritis
IgE containing immune complexes in serum and synovial fluid from patients with rheumatoid arthritis
M. Lößner, G. Hein und D. Herrmann
Page No. 113
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 113-118
IgE-haltige Immunkomplexe im Serum und in der Synovialflüssigkeit von Patienten mit rheumatoider Arthritis
M. Lößner1, G. Hein2 und D. Herrmann 1
1 Institut für Klinische Immunologie und 2Funktionsbereich Rheumatologie und Osteologie, Klinik für Innere Medizin IV, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Zirkulierende Immunkomplexe bei der Rheumatoidarthritis enthalten Immunglobuline vorwiegend der Klassen Mund G, weniger häufig auch E, sowie Komplementproteine. IgE-haltige Immunkomplexe werden zum Nachweis mit 2,5% PEG 6.000 präzipitiert, im gewaschenen und solubilisiertem Präzipitat wird das enthaltene IgE mittels Enzymimmunoassay gemessen. IgE-haltige Immunkomplexe wurden in den Seren von drei von 92 Gesunden (3%), von 43 von 101 Patienten mit Rheumatoidarthritis (43%), 36 von 83 Patienten mit atopischer Dermatitis (43%) und vier von 50 Patienten mit Psoriasis vuIgaris (8%) gefunden. Die in 20 Kniegelenkspunktaten von RA-Patienten gemessenen Spiegel von IgE-haltigen Immunkomplexen korrelieren mit den in den zugehörigen Seren ermittelten Werten. Bei einer Krankheitsdauer unter20Jahren zeigten RA-Patienten mit IgE haltigen Immunkomplexen im Serum signifikant größere Bewegungseinschränkungen, gemessen am Punkte-Score des Bewegungsfunktionstestes nach Keitel, als Patienten ohne solche Komplexe. Dieser Unterschied ist nicht festzustellen zwischen Patientengruppen mit und ohne zirkulierenden Immunkomplexen, die nach gängiger Methode, ohne Bestimmung des IgE-Anteils, nachgewiesen wurden. Damit erweisen sich IgE-haltige Immunkomplexe als Marker eines schwereren Krankheitsverlaufes. Es ist anzunehmen, daß sie IgE-Rezeptor-tragende Zellen (Mastzellen, Makrophagen) aktivieren bzw. deren Aktivierung erhöhen und so zur Verstärkung der Entzündung beitragen. Correspondence to:
PD Dr. rer. nat. D. Herrmann
Institut für Klinische Immunologie
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Am Johannisfriedhof 3
D-07740 Jena
Originalarbeit
Die Identifizierung differentiell exprimierter Gene in T-Lymphozytensubpopulationen bei diskordanten monozygotischen Zwillingen mit rheumatoider Arthritis
Identification of differentially expressed genes in T-lymphocyte subsets of discordant monozygotic rheumatoid arthritis twins
E. Stonane, W. Fiedler, I. Stonans und F. von Eggeling
Price
42.00 $
Page No. 119
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 119-126
Die Identifizierung differentiell exprimierter Gene in T-Lymphozytensubpopulationen bei diskordanten monozygotischen Zwillingen mit rheumatoider Arthritis
E. Stonane 1, W. Fiedler2, I. Stonans3 und F. von Eggeling2
1Institut für Klinische Immunologie,2Institut für Humangenetik und Anthropologie und Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Mit Hilfe der "Differential display reverse transcriptase-polymerase chain reaction" (DDRT-PCR) untersuchten wir die Unterschiede in der Genexpression bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA). Dafür wurden die mRNAs aus CD4+- und CD8+-Zellen des peripheren Blutsystems erkrankter und gesunder Personen isoliert und miteinander verglichen. In die Studie wurden nur monozygote Zwillinge einbezogen, um Fehler aufgrund von Polymorphismen oder zufällig exprimierter Gene zu vermeiden. Zusätzlich wurde die DDRT-PCR an dem spezifischen Zellmateral, welches zu zwei verschiedenen Zeitpunkten gesammelt wurde, mehrfach wiederholt. Im folgenden werden die ersten Ergebnisse der Pilotstudie an zwei Paaren monozygoter Zwillinge mit RA beschrieben. Bisher konnten mittels DDRT-PCR sieben unterschiedlich exprimierte cDNA-Fragmente in den Vergleichspaaren identifiziert werden. Die in der PCR erhaltenen DNA-Fragmente wurden direkt sequenziert und die DNA-Sequenzen anschließend mit den Datenbanken verglichen. Die Datenbankanalyse ergab für fünf cDNAs keine vergleichbaren Sequenzen. Ein PCR-Fragment, das nur in den gesunden Personen auftrat, ist zu 100% homolog zu einer cDNA-Sequenz aus der GenBank-Datenbank (Accession-Nummer aa833746). Die andere cDNA, exprimiert nur in einem RAPatienten, ist laut der Datenbank homolog zu dem 60S ribosomalen Protein L19 (aa970280). Unsere Ergebnisse zeigen, daß die DDRT-PCR erfolgreich zur Analyse unterschiedlich exprimierter Gene in Patientengruppen eingesetzt werden kann, um weitere Aufschlüsse über den komplexen pathogenetischen Mechanismus in RA-Patienten zu erhalten. Correspondence to:
Dr. med. E. Stonane
Institut für Klinische Immunologie
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Am 10hannisfriedhof 3
D-07740 Jena
Originalarbeit
Phänotypische und funktionelle Charakterisierung derCD8+CD57 +-T-Zellsubpopulation bei Patienten mit variablem humoralem Immundefektsyndrom (CVID)
Phenotypic and functional characterization of CD8+CD57+ subpopulation in patients with common variable immunodeficiency (CVID)
H. Vogelsang und J. Schadeberg
Price
42.00 $
Page No. 127
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 127-132
Phänotypische und funktionelle Charakterisierung derCD8+CD57 +-T-Zellsubpopulation bei Patienten mit variablem humoralem Immundefektsyndrom (CVID)
H. Vogelsang und J. Schadeberg
Institut für Klinische Immunologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Die phänotypische Analyse der CD8+CD57+-T-Lymphozyten von 33 Patienten mit variablem humoralem Immundefektsyndrom (CVID) ergab, daß in der CD8+CD57+-Subpopulation im Vergleich zur CD8+CD57- -Subpopulation CD11b, CD29 und C 1.7 . signifikant höher und CD25, CD26, CD27, CD28, CD69 und CD 130 niedriger exprimiert wurden. Bei 17 Patienten untersuchten wir die intrazelluläre Interleukinproduktion nach In-vitro-Stimulation mit PMA und Ionomycin. In der CD8+CD57+Subpopulation war IFN-y durchschnittlich höher bei verringerter Produktion von IL-2, IL-5, IL-6, IL-lO und IL-13. Die CD8+CD57+-Lymphozyten bei CVID-Patienten sind Zellen im fortgeschrittenen Aktivierungsstadium und haben ein zytotoxisches Zytokinprofil. Wir nehmen an, daß es sich um Effektorzellen im Rahmen der Virusabwehr handelt. Correspondence to:
Dr. med. H. Vogelsang
Institut für Klinische Immunologie
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Am Johannisfriedhof 3
0-07740 Jena
Originalarbeit
Atopische Dermatitis, Diarrhö und atopische Sensibilisierung im ersten Lebensjahr
Atopic dermatitis, diarrhoea and atopic sensitization in the first year of Iife
Th. Hirsch, V. Neumeister, B. Schulz, M. Sähn, G. Karge und W. Leupold
Price
42.00 $
Page No. 133
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 133-138
Atopische Dermatitis, Diarrhö und atopische Sensibilisierung im ersten Lebensjahr
Th. Hirsch1, V. Neumeister2, B. Schulz1, M. Sähn1, G. Karge1 und W. Leupold1
1 Kinderklinik und 2 Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin,
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden
Bei Kindern mit atopischer Dermatitis (AD) werden häufiger Diarrhö und Erbrechen beobachtet als bei Kindern ohne AD [2]. Wir untersuchten den Zusammenhang von gastrointestinalen Symptomen mit der Entstehung atopischer Sensibilisierung bei AD. 92 Neugeborene mit mindestens einem erstgradigen Angehörigen mit atopischer Sensibilisierung (spezifisches IgE gegen mindestens ein Allergen> 0,7 kUli) wurden im ersten Lebensjahr beobachtet. Bei 22 Probanden (23,9%) wurde im ersten Lebensjahr eine atopische Dermatitis diagnostiziert. Bei 18 Probanden (19,6%) trat im Rahmen fieberhafter Erkrankungen eine Diarrhö auf. Bei Kindern mit AD trat signifikant häufiger Diarrhö mit Fieber auf (8/22 = 36,4%) als bei Kindern ohne AD (10/70 = 14,3%). Bei Kindern mit AD und fieberhafter Diarrhö wurde nach einem lahT häufiger spezifisches IgE gegen Nahrungsmittelallergene im Serum und Gesamt-IgE im Stuhl sowie eine verminderte IFN-y-Produktion der mononukleären Zellen gefunden. Die Daten sprechen dafür, daß allergische Reaktionen im Darm eine Rolle bei der atopischen Sensibilisierung von Kindern mit AD spielen. Correspondence to:
Dr. med. 111. Hirsch
Kinderklinik
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
0-01307 Dresden
Originalarbeit
Antigenspezifische Sulphidoleukotrien-Produktion bei Patienten mit Latexallergie
Antigen-specific sulphidoleukotriene production in patients with allergy to latex
G. Sanchez, L. Vila, Maria L. Sanz, I. Dieguez and A. Oehling
Price
42.00 $
Page No. 139
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 139-143
Antigenspezifische Sulphidoleukotrien-Produktion bei Patienten mit Latexallergie
G. Sanchez, L. Vila, Maria L. Sanz, I. Dieguez and A. Oehling
Department of Allergology and Clinical Immunology, University Clinic, University of Navarra, Faculty of Medicine, Pamplona
IgE-vermittelte Reaktionen auf Latex finden sich häufig (2,8 - 10,7 %) bei Angestellten im Gesundheitswesen, die mit klinischer Ausrüstung arbeiten. Die Kreuzreaktivität dieses Allergens mit einigen Fruchtsorten (Banane, Walnuß, Kiwi etc.) ist erwiesen. In dieser Arbeit soll die antigenspezifische In-vitroFreisetzung von Sulphidoleukotrien bei Latexallergikern untersucht werden. Zehn Patienten mit Latexallergie wurden ausgewählt. Acht Pollenalleriker wurden als atopische Kontrollen eingeschlossen, 12 symptomfreie Personen als gesunde Kontrollen. Wir verwendeten 2 Latexextrakte, der eine wurde in unserem Labor hergestellt (mittels PBS-Extraktion), den anderen erhielten wir von der Fa. lfidesa-Aristegui (Bilbao, Spanien). Wir fanden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Extrakten, was ihr Verhalten in Hauttests (intrakutan und Prick) sowie die antigenabhängige Sulphidoleukotrien(SLT)Produktion (CAST) betrifft. Die Patientengruppe mit Latexallergie zeigte eine antigenspezifische SLT-Produktion, die signifikant größer war als bei der gesunden Kontrollgruppe (p < 0,000 I) und bei den Pollenallergikern (p < 0,0001). Die beobachteten Unterschiede bezüglich der antigenspezifischen Histaminfreisetzung zwischen Patienten und bei den Kontrollgruppen waren ebenfalls signifikant (p < 0,0001). Darüberhinaus wurden signifikante Unterschiede auch hinsichtlich der antigenspezifischen SLT-Produktion und der antigenspezifischen Histaminfreisetzung zwischen der Gruppe der gesunden Kontrollpersonen und der Gruppe der Pollenallergiker festgestellt (p < 0,05). Zwischen der antigenspezifischen SLT-Produktion und der antigenspezifischen Histaminfreisetzung konnte eine positive und signifikante Korrelation beobachtet werden (r = 0,84, P < 0,001). Eine positive und signifikante Korrelation wurde ebenfalls zwischen SLT-Produktion und Intrakutan- Test (r = 0,41 , P < 0,05), zwischen SLT-Produktion und Prick-Test (r = 0,59, P < 0,001) und zwischen SLT-Produktion und Prick-Prick-Test (r = 0,76, P < 0,001) gefunden. Aufgrund der erhaltenen Ergebnisse kann die antigenspezifische SLT-Bestimmung als nützliche Methode für die Diagnose der Latexallergie empfohlen werden. Correspondence to:
Dr. Maria L. Sanz
Department of AIlergology and
Clinical Immunology, University Clinic
University of Navarra,
Faculty of Medicine
Apartado 4209
E-31080 Pamplona
Übersicht
Trends der Prävalenz und Mortalität des Asthma bronchiale in Deutschland
Trends of prevalence and mortality of asthma in Germany
H.E. Wichmann und J. Heinrich
Price
42.00 $
Page No. 144
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 144-150
Trends der Prävalenz und Mortalität des Asthma bronchiale in Deutschland
H.E. Wichmann1,2 und J. Heinrich1
1 Institut für Epidemiologie, GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Neuherberg, 2Lehrstuhl für Epidemiologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München
In vielen Ländern zeigt sich in den letzten Jahrzehnten eine klare Zunahme der Prävalenz von Asthma bronchiale sowohl beim Kind als auch beim Erwachsenen. Viele Ursachen werden diskutiert, von denen Lebensstilfaktoren und die Exposition gegenüber Allergenen die größte Bedeutung haben dürften. Daten aus Deutschland sind nur teilweise verfügbar, doch diese fügen sich in das internationale Bild ein. In Deutschland ist die Prävalenz von Asthma und Asthmasymptomen sowie der Sensibilisierung im Westen höher als im Osten, ohne daß die Ursachen hierfür verstanden sind. Aufgrund der Angleichung der Lebensbedingungen ist in den nächsten Jahren ein deutlicher Prävalenzanstieg in Ostdeutschland zu erwarten. Dieser ist - unter der Hypothese der prägenden Rolle der frühen Lebensjahre - frühestens bei Kindern zu erwarten, die nach 1990 geboren sind. In der Tat zeigt sich bisher kein Anstieg bei "objektiven" Parametern der Sensibilisierung. Eine Zunahme bei Fragebogenangaben zu Allergien und Asthma in Ostdeutschland, die derzeit schon beobachtet wird, hängt möglicherweise mit diagnostischen Verhaltensweisen der Ärzte und stärkeren Aufmerksamkeitsreaktionen in der Bevölkerung zusammen. Die Entwicklung der Sterblichkeit des Asthma bronchiale ist schwer interpretierbar. So zeigt sich in einigen Ländern ein deutlicher Anstieg, in anderen eine deutliche Abnahme der Asthmamortalität. In Deutschland ist die Asthmamortalität in den letzten 20 Jahren nicht angestiegen, sondern eher leicht rückläufig. Als Gründe für dieses heterogene Bild kommen vor allem Unterschiede der Gesundheitssysteme, der Selbstmedikation, der Allergene und der Umweltbelastungen in Betracht, die sich in unterschiedlichen Ländern auf unterschiedliche Weise auswirken. Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. H.-E. Wichmann
Institut für Epidemiologie
GSF - Forschungszentrum flir Umwelt
und Gesundheit GmbH
Ingolstädter Landstraße 1
0-85764 Neuherberg
Autorenreferate
2. gemeinsame Tagung der AG "Epidemiologie, Biostatistik und Informatik" der DDG und der AG "Dermato- und Allergoepidemiologische Methodik“ der DAE, Mannheim, 25. - 26. September 1998
Leitung: B. Rzany, Mannheim, T. Schäfer, München, und T. Diepgen, Heidelberg
Add to Cart
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Page No. 151
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 151-158
2. gemeinsame Tagung der AG "Epidemiologie, Biostatistik und Informatik" der DDG und der AG "Dermato- und Allergoepidemiologische Methodik“ der DAE, Mannheim, 25. - 26. September 1998
Leitung: B. Rzany, Mannheim, T. Schäfer, München, und T. Diepgen, Heidelberg
Mitteilung
Zur Häufigkeit kardiotoxischer Effekte durch Antihistaminika
C. Bachert, Gent
Add to Cart
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Page No. 159
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/1999, S. 159
Zur Häufigkeit kardiotoxischer Effekte durch Antihistaminika
C. Bachert, Gent
Add to Cart
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Page No. 160
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 2/ 1999, S. 160
Buchbesprechungen