Positionspapier
Primäre alimentäre Atopieprävention
C.P. Bauer, A. von Berg, B. Niggemann und W. Rebien
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Jahrgang 27 p. 289 - 295
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 7/2004, S. 289–295
Primäre alimentäre Atopieprävention
C.P. Bauer1, A. von Berg2, B. Niggemann3 und W. Rebien4
1Kinderklinik und Poliklinik der Technischen Universität, München, und
Fachklinik Gaißach der Landesversicherungsanstalt Oberbayern,
2Abteilung für Kinderheilkunde, Marienhospital, Wesel,
3Kinderklinik Charité der Humboldt-Universität, Berlin, 4Hamburg
Correspondence to:
Prof. Dr. med. C.P. Bauer
Fachklinik Gaißach der LVA Oberbayern
D-83674 Gaißach
Email: [email protected]
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
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Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
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Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
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Jahrgang 30 p. 469 - 486
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Leitlinien
Notfälle in der Allergologie: Akuttherapie der Anaphylaxie
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
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Jahrgang 31 p. 71 - 76
Abstract
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Anaphylaktische Reaktionen gehören zu den schwersten und häufig dramatischen Ereignissen in der Allergologie. Zur Akutbehandlung der Anaphylaxie sind nationale und internationale Leitlinien unabdingbar. Auf Vorstandsbeschluss der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe “Anaphylaxie” gebildet, die den Auftrag erhielt, eine Leitlinie zu erstellen, die inzwischen veröffentlicht worden ist. Die Therapiemaßnahmen anaphylaktischer Reaktionen richten sich nach der Anamnese (z.B. auslösendes Agens und zeitlicher Verlauf) und dem klinischen Befund (Erscheinungsbild und Schweregrad). Ein Algorithmus zur Behandlung der Anaphylaxie in Abhängigkeit vom Schweregrad wurde erstellt (Abb. 1) [1]. Die sofortige Beendigung der Zufuhr des mutmaßlichen Auslösers ist die erste Maßnahme. Zu den Basistherapiemaßnahmen bei Anaphylaxie zählen geeignete Lagerung (flach, Trendelenburg) und das Anlegen eines venösen Zuganges. Ein Programm zur “Anaphylaxie-Schulung” für Betroffene und Angehörige wird von der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) erarbeitet. Bei manifesten kardiovaskulären oder pulmonalen Reaktionen empfiehlt sich die Applikation von Sauerstoff. In der spezifischen medikamentösen Therapie haben sich Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin), Volumengabe (Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmittel), Antihistaminika und Glukokortikoide bewährt. In der Behandlung der Anaphylaxie im Kindesalter sind die besonderen Dosierungen zu berücksichtigen. Bei Atem- oder Kreislaufstillstand muss die sofortige und sachgemäße Reanimation entsprechend den interdisziplinären Empfehlungen der Bundesärztekammer eingeleitet werden. Jeder Patient, der eine Anaphylaxie erlitten hat, muss über die wesentlichen Verhaltensmaßregeln aufgeklärt werden, die zu Prophylaxe und Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen geeignet sind. Zur Selbstmedikation erhält der Patient ein “Notfallset”. Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen beinhaltet ein “Notfallset” zur Selbstmedikation Adrenalin als Autoinjektor (siehe oben), bei zu erwartenden respiratorischen Symptomen zusätzlich ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren, ferner ein Glukokortikosteroid und ein H1-Antihistaminikum.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Übersicht
Diätetische Behandlung atopischer Erkrankungen im Kindesalter
Effect of diet in the treatment of atopic disease in childhood
W. Rebien
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42.00 $
Jahrgang 14 (1991) p. 155 - 160
Abstract
Allergologie, Jahrgang 14, Nr. 4/1991, S. 155-160
Diätetische Behandlung atopischer Erkrankungen im Kindesalter
W. Rebien
Kinderabteilung (Chefarzt: Dr. Gidion), Allgemeines Krankenhaus Heidberg, Hamburg
Wiederholt wurde versucht, den Verlauf atopischer Erkrankungen, insbesondere der Neurodermitis, durch Diäten günstig zu beeinflussen. Zum Teil mußten Kinder abenteuerliche Diäten einhalten. Vor Einführung einer strengen oligoallergenen Diäten sollte eine exakte Diagnostik mittels Anamnese, Hauttest, RAST und/ oder Provokation erfolgen. Kinder reagieren in 90% nur auf 1 – 2 Nahrungsmittel. Bei negativem Pricktest (RAST) liegt in 99% keine Nahrungsmittelallergie vor. Spezifische IgG-Bestimmung ist für die Diagnostik der Nahrungsmittelallergie nicht geeignet. Bei Kindern mit schwerer Neurodermitis lohnt sich die Testung auf Nahrungsmittelallergie, weil in 40 – 50% dieser Test positiv ausfällt. Nach ca. 6 Jahren bildet sich die Nahrungsmittelallergie im Kindesalter 50 – 60% zurück.Correspondence to:
Dr. med. W. Rebien, Tangstedter Landstraße 400, W-2000 Hamburg 62
Allergische Erkrankungen im Kindesalter
Zum Geleit
W. Rebien
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Jahrgang 9 (1986) p. 249 - 249
Abstract
Allergologie, Jahrgang 9, Nr. 6/1986, S. 249
Zum Geleit
W. Rebien
Allergische Erkrankungen im Kindesalter
Notfalltherapie in der Sprechstunde des Kinder-Allergologen
Emergency-guidelines for pediatric allergologists in an ambulatory praxis
W. Rebien
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42.00 $
Jahrgang 9 (1986) p. 280 - 284
Abstract
Allergologie, Jahrgang 9, Nr. 6/1986, S. 280-284
Notfalltherapie in der Sprechstunde des Kinder-Allergologen
W. Rebien
Kinderabteilung (Chefarzt: Dr. R. Gidion), Allgemeines Krankenhaus Heidberg
Anaphylaktische Zustande treten in der kinderallergologischen Sprechstunde äußerst selten auf. Dennoch sollte jeder Kinderarzt im Rahmen von Hauttestungen und Hyposensibilisierungen, aber auch nach Applikation anderer Medikamente mit einem anaphylaktischen Schock rechnen und ihn behandeln können. Die Therapie der Anaphylaxie richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad von leichten Allgemeinsymptomen (I) bis zum Atem- und Kreislaufstillstand (IV). Ab Schweregrad III (Schock) ist Adrenalin das Mittel der ersten Wahl. Anaphylaxieprophylaxe kann durch Allergenkarenz, Hyposensibilisierung und Prämedikation erreicht werden. Empfohlen wird, die Anaphylaxiebehandlung in regelmäßigen Abständen mit dem Sprechstundenpersonal zu üben.Correspondence to:
Dr. med. W. Rebien, Tangstedter Landstraße 400, D-2000 Hamburg 62
Hyposensibilisierung im Kindesalter
Hyposensitization in childhood
W. Rebien, H. Reibisch und M. Rau
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42.00 $
Jahrgang 7 (1984) p. 334 - 339
Abstract
Allergologie, Jahrgang 7, Nr. 9/1984, S. 334-339
Hyposensibilisierung im Kindesalter
W. Rebien, H. Reibisch und M. Rau
Kinderabteilung AK Heidberg (Chefarzt Dr. Gidion)
Die Wirksamkeit der subkutanen Hyposensibilisierung ist unumstritten, hingegen sind die immunologischen Vorgänge unter einer Hyposensibilisierung immer noch unklar. Nach einem kurzen geschichtlichen Oberblick wird auf meßbare immunologische Veränderungen – Serum-IgE-Abfall, Serum-IgG4-Anstieg, Sekret-lgA-Anstieg, Verminderung der Histaminfreisetzung aus Mastzellen und basophilen Granulozyten – eingegangen. Eine verläßliche Korrelation zwischen immunologischen Veränderungen unter der Hyposensibilisierung und Therapieerfolg konnte bisher nicht gefunden werden. Verschiedene Voraussetzungen zur Hyposensibilisierung von Kindern wie Anamnese, Beschwerdebild, Alter des Kindes, Anfangskonzentration des Hyposensibilisierungsextrakts, Allergenauswahl und Extraktzusammensetzung sollten berücksichtigt werden . Die im Handel erhältlichen Allergenextrakte, die lnjektionstechnik, Kontraindikationen und Nebenwirkungen der Hyposensibilisierung werden besprochen. Die subkutane Therapie mit einer Erfolgsquote von 77% ist der oralen Behandlungsform, die in 64% Erfolge zeigt, deutlich überlegen. Immunologische Veränderungen ließen sich unter der oralen Therapie nicht nachweisen. Vorläufige Doppelblind-Placebo-Studien finden zwischen Placebo und oraler Therapie keinen großen Unterschied. Verbesserungen der Hyposensibilisierungsergebnisse werden durch Neueinführung reiner, standardisierter Extrakte zu erwarten sein. Andere Erfolgskriterien – Anstieg des sekretorischen lgA, Verminderung der Leukotrienfreisetzung aus Mastzellen, Anstieg autoamiidiotypischer Antikörper – werden diskutiert.Correspondence to:
Dr. med. W. Rebien
Tangstedter Landstraße 400
D-2000 Hamburg 62
Immunologische Veränderungen unter Hyposensibilisierung mit an Tyrosin gekoppelten Allergenen der Hausstaubmilbe
Immunological changes during hyposensitization with tyrosin-bound allergens of house dust mite
W. Rebien und U. Wahn
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42.00 $
Jahrgang 5 (1982) p. 276 - 277
Abstract
Allergologie, Jahrgang 5, Nr. 6/1982, S. 276- 277
Immunologische Veränderungen unter Hyposensibilisierung mit an Tyrosin gekoppelten Allergenen der Hausstaubmilbe
W. Rebien und U. Wahn
Universitäts-Kinderklinik (Direktor: Prof. Dr. H. Bickel), Allergie-Ambulanz, Heidelberg
16 Kinder mit nachgewiesener Sensibilisierung gegen D. pteronyssinus (Anamnese, Prick-Test, RAST, Provokationstest) wurden mit tyrosingekoppelten Allergenen der Hausstaubmilbe über 6 bis 12 Monate hyposensibilisiert (kumulative Dosis 3.000 – 5.500 Noon-Einheiten). Vor und nach Therapie wurden Gesamt-IgE (PRIST), allergenspezifische Serum IgE-Antikörper (RAST) und blockierenden Antikörper (Serum-Inhibition der Histaminfreisetzung) bestimmt. Die retrospektive Befragung ergab in 10 von 16 Kindern einen Behandlungserfolg. Gesamt- und allergenspezifische Serum-IgE-Antikörper änderten sich unter Therapie nicht. Die blockierenden Amikörper stiegen signifikant, wenn auch individuell unterschiedlich an.Correspondence to:
Dr. med. W. Rebien
Allgemeines Krankenhaus
Heidberg - Kinderklinik
Tangstedter Landstraße 400
2000 Hamburg 62