15. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Exogen-allergische Alveolitis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
Eignet sich die Bestimmung von Aspergillus-versicolor-spezifischen IgG-Antikörpern als Expositionsmarker für Schimmelpilzbefall in Innenräumen?
Evaluation of Aspergillus versicolor- specific IgG antibodies as an exposition marker for indoor mould attacks?
M. Raulf-Heimsoth, S. Kespohl, B. Pesch, I. Sander, S. Casjens, U. Ranft, T. Schikowski, V. Harth, T. Brüning und U. Krämer
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 558 - 561
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 12/2010, S. 558–561
Eignet sich die Bestimmung von Aspergillus-versicolor-spezifischen IgG-Antikörpern als Expositionsmarker für Schimmelpilzbefall in Innenräumen?
M. Raulf-Heimsoth1, S. Kespohl1, B. Pesch1, I. Sander1, S. Casjens1, U. Ranft2, T. Schikowski2,3, V. Harth1, T. Brüning1 und U. Krämer2
1Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 2Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gGmbH, Düsseldorf, 3Schweizerisches Tropen- und Public-Health-Institut der Universität Basel (Swiss TPH), Schweiz
Ziel der Untersuchung war die Überprüfung der Bedeutung von spezifischen Aspergillus versicolor-IgG-Antikörper-Konzentrationen als Biomarker einer häuslichen Schimmelpilzexposition. Untersucht wurden die Seren von 402 älteren Frauen (69 bis 79 Jahre), die länger als 20 Jahre in der gleichen Wohnung lebten. 12,7 % dieser Frauen gaben im Fragebogen an, dass sie in ihren Wohnungen Schimmelpilzbefall bzw. 4,7 % Feuchteschäden hatten. In 13,6 % der Seren konnten Aspergillus versicolor-IgG-Konzentrationen >20 mgA/L nachgewiesen werden. Es bestand keine Korrelation zwischen den spezifischen IgG-Antikörperkonzentrationen und der Angabe „Schimmelpilzbefall in den Wohnräumen“. In den induzierten Sputumproben von Personen mit IgG-Antikörpern >20 mgA/L (n=32) war die TNFα-Konzentration signifikant erhöht und auch die Konzentrationen von IL-8 und IL-1β zeigten tendenziell erhöhte Werte. Bei den Frauen mit den Fragebogenangaben „Schimmelpilzbelastung in der Wohnung“ zeigte sich in den induzierten Sputumproben ein signifikant höherer prozentualer Neutrophilenanteil, ein signifikant erhöhter Gesamtzellgehalt sowie eine tendenziell erhöhte TNFα-Konzentration. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Relevanz von Aspergillus versicolor-spezifischen IgG-Antikörpern als Biomarker für eine Schimmelpilzexposition letztendlich nur in Studien evaluiert werden kann, in denen auch die Schimmelpilzexposition in den Wohnungen gemessen wird.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. Monika Raulf-Heimsoth
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Kompetenz-Zentrum Allergologie/Immunologie
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D–44789 Bochum
Email: [email protected]
Pulmonale Berufserkrankungen
Die Berufskrankheit 4301 und das Bäckerasthma
Occupational disease number 4301 and baker’s asthma
C. Bittner, V. Harth und A.M. Preisser
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 138 - 144
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 4/2014, S. 138–144
Die Berufskrankheit 4301 und das Bäckerasthma
C. Bittner, V. Harth und A.M. Preisser
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Durch potenziell allergisierende Stoffe verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen im Sinne der Berufskrankheit 4301 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) haben einen wichtigen Anteil an den anerkannten Berufskrankheiten in Deutschland. Aufgrund der hohen Exposition gegenüber einer Vielzahl von Allergenen hat der Bäckerberuf ein besonderes Potenzial, eine allergische Rhinitis und/oder ein Asthma bronchiale zu verursachen. In bisherigen Untersuchungen konnten einzelne relevante Allergene identifiziert werden; ausreichend sensitive Allergietests sind jedoch bis heute nicht verfügbar. Für eine präzise Diagnosestellung ist es umso wichtiger, eine gute Anamnese in Zusammenhang mit einer fundierten Lungenfunktionsdiagnostik zu erheben.Correspondence to:
Dr. med. Cordula Bittner
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Seewartenstraße 10
D–20459 Hamburg
Email: [email protected]
Übersicht
Spiroergometrie mit erhöhter Sauerstoffkonzentration – die Haldane-Transformation auf dem Prüfstand
Cardiopulmonary exercise testing with increased oxygen concentration – the Haldane transformation to the test
S. Lang, H. Eschenbacher, V. Harth und A.M. Preisser
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 86 - 93
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 2/2017, S. 86-93
Spiroergometrie mit erhöhter Sauerstoffkonzentration – die Haldane-Transformation auf dem Prüfstand
S. Lang1, H. Eschenbacher1, V. Harth2 und A.M. Preisser2
1CareFusion Germany 234 GmbH, Höchberg, 2Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Hamburg
Für Patienten mit physischen Einschränkungen durch Herz- oder Lungenerkrankungen stellt die Spiroergometrie eine große Herausforderung dar. Die Insufflation einer erhöhten Sauerstoffkonzentration (FIO2) kann dieser Patientengruppe die körperliche Belastungsuntersuchung erleichtern. Als Berechnungsgrundlage für die in der Spiroergometrie ermittelte Sauerstoffaufnahme (VO2) wird seit mehr als 100 Jahren die Haldane-Transformation verwendet. Diese Berechnung scheint jedoch auf raumluftähnliche Sauerstoffkonzentrationen beschränkt zu sein. Für höhere FIO2-Werte zeigen sich signifikante Abweichungen der VO2. Eine weitere Transformation, die Eschenbacher Transformation, scheint für alle FIO2-Bereiche Gültigkeit zu besitzen. Eine Verifizierung dieses Korrekturfaktors nach Eschenbacher verspricht einen Mehrwert der Spiroergometrie mit erhöhter FIO2.Correspondence to:
Stephan Lang, Dipl.-Sportwiss.
CareFusion Germany 234 GmbH
Leibnizstraße 7
97204 Höchberg
Email: [email protected]
Exogen-allergische Alveolitis II
Beruf Biomüllwerker – Risiko für eine exogen-allergische Alveolitis
Organic waste collectors – risk of exogenous allergic alveolitis
A.M. Preisser und V. Harth
Price
42.00 $
Jahrgang 40 (2017) p. 303 - 305
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 8/2017, S. 303-305
Beruf Biomüllwerker – Risiko für eine exogen-allergische Alveolitis
A.M. Preisser und V. Harth
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Bei einem Biomüllwerker wurde erst zwei Jahre nach Krankheitsbeginn die Diagnose einer exogen-allergischen Alveolitis gestellt. Die fünf Kriterien zur Diagnose der EAA – entsprechend den aktuellen Empfehlungen (AG EAA; EAACI) mit Antigen-Exposition, expositionsabhängigen Symptomen, Nachweis spezifischer IgG, Knisterrasseln, sowie typischen Veränderungen in der Computertomographie – waren erfüllt. Auch die Nebenkriterien mit Lymphozytose in der Lavage, erniedrigter Sauerstoffaufnahme sowie dem Karenztest waren positiv. Als ursächlich wurden die Schimmelpilze Aspergillus fumigatus und Penicillium chrysogenum identifiziert, beides Spezies, die insbesondere in pflanzlichen Abfällen vorkommen. Biomüll und Gartenabfälle sollten in die Liste der für eine EAA typischen Ursachen aufgenommen werden.Correspondence to:
PD Dr. med. Alexandra M. Preisser
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM)
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Email: [email protected]
Exogen-allergische Alveolitis
Beruf Biomüllwerker – Risiko für eine exogen-allergische Alveolitis
Organic waste collectors – risk of exogenous allergic alveolitis
A.M. Preisser und V. Harth
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2018) p. 141 - 143
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 3/2018, S. 141-143
Beruf Biomüllwerker – Risiko für eine exogen-allergische Alveolitis
A.M. Preisser und V. Harth
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Bei einem Biomüllwerker wurde erst zwei Jahre nach Krankheitsbeginn die Diagnose einer exogen-allergischen Alveolitis gestellt. Die fünf Kriterien zur Diagnose der EAA – entsprechend den aktuellen Empfehlungen (AG EAA; EAACI) mit Antigen-Exposition, expositionsabhängigen Symptomen, Nachweis spezifischer IgG, Knisterrasseln, sowie typischen Veränderungen in der Computertomographie – waren erfüllt. Auch die Nebenkriterien mit Lymphozytose in der Lavage, erniedrigter Sauerstoffaufnahme sowie dem Karenztest waren positiv. Als ursächlich wurden die Schimmelpilze Aspergillus fumigatus und Penicillium chrysogenum identifiziert, beides Spezies, die insbesondere in pflanzlichen Abfällen vorkommen. Biomüll und Gartenabfälle sollten in die Liste der für eine EAA typischen Ursachen aufgenommen werden.
Erstpublikation in Allergologie. 2017; 40: 303-305Correspondence to:
PD Dr. med. Alexandra M. Preisser
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM)
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Email: [email protected]
Allergie und Berufskrankheiten, Kasuistiken – Haut und Lunge
Schwere bronchiale Reaktion nach Provokation mit Fisch und Krustentieren
Severe bronchial reaction after challenge with fish and crustaceans
A.M. Preisser, A.M. Kraft und V. Harth
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 20 - 25
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 1/2020, S. 20-25
Schwere bronchiale Reaktion nach Provokation mit Fisch und Krustentieren
A.M. Preisser, A.M. Kraft und V. Harth
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Der arbeitsplatzbezogene Inhalationstest (AIT) dient der Identifizierung von allergischem Asthma, wenn Symptome wie Husten, Giemen oder Dyspnoe am Arbeitsplatz auftreten. Sein Einsatz ist mit Risiken verbunden. Ein Koch (28) beklagt seit 3 Jahren bei der Zubereitung von Meerestieren eine Rhinokonjunktivitis und Kontakturtikaria. Er arbeitet weiter, trägt nun Handschuhe, schmeckt Fischgerichte nicht mehr ab und erhält antiobstruktive Therapie der Stufe III (ICS, LABA). Der MCH-Test zeigt die leichte bronchiale Hyperreagibilität (BHR) (PD100;sRt: 0,28 mg MCH), Haut- und Bluttests belegen Typ I-Sensibilisierungen gegen Fisch- und Krustentierproteine. Im AIT mit Anbraten von Garnelen treten Rhinokonjunktivitis, Husten und Distanzgiemen, FEV1-Abfall > 20%, sRt-Anstieg auf 9,6 kPa*s und ein Angioödem auf.
Die BK-Anzeige wurde sehr spät erstellt, da Routine-Tests nur eine leichtgradige BHR belegten. Erst der AIT zeigte die Schwere des Asthma bronchiale.Correspondence to:
PD Dr. med. Alexandra M. Preisser
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Seewartenstraße 10/Haus 1
20459 Hamburg
Email: [email protected]
Pulmonale Berufskrankheiten, Teil 2
Berylliose bei einem Dreher
Berylliosis in a lathe operator
M. Velasco Garrido, V. Harth und A.M. Preisser
Price
42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 224 - 231
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 5/2025, S. 224-231
Berylliose bei einem Dreher
M. Velasco Garrido, V. Harth und A.M. Preisser
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Wir berichten über den Fall eines Drehers, bei dem eine Berylliose diagnostiziert und als Berufskrankheit der Nummer 1110 anerkannt wurde. Nach der Identifizierung der beruflichen Ursache konnte der Progression der Erkrankung durch Expositionskarenz entgegenwirkt werden. Im späteren Verlauf verschlechterte sich die klinische Situation des weiterhin im Unternehmen Beschäftigten mit zunehmender Dyspnoe und Abfall von FVC, FEV1 und CO-Diffusionskapazität. Nach endgültiger Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit stabilisierte sich die klinische Situation auf einem sehr niedrigen Leistungsniveau.Correspondence to:
Dr. med. Marcial Velasco Garrido, Facharzt für Arbeitsmedizin, M.P.H.
AG Klinische Arbeitsmedizin
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Email: [email protected]
Pulmonale Berufskrankheiten, Teil 2
Arbeitsbedingte Einwirkungen und pulmonale Alveolarproteinose
Work-related causes of pulmonary alveolar proteinosis
J. Pieter, V. Harth und A.M. Preisser
Price
42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 232 - 240
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 5/2025, S. 232-240
Arbeitsbedingte Einwirkungen und pulmonale Alveolarproteinose
J. Pieter, V. Harth und A.M. Preisser
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM), Hamburg
In etwa 30% der Fälle der seltenen Lungenerkrankung einer pulmonalen alveolären Proteinose (pAP) liegt eine relevante berufliche Inhalation von Stäuben, Rauch, Gasen oder Dämpfen vor. Eine klare Unterscheidung zwischen primären und sekundären Formen der pAP auf der Grundlage der Exposition ist nicht möglich, da eine relevante inhalative Exposition auch bei etwa 50% der autoimmunen Form beschrieben wurde. Ziel dieses Artikels ist es, den aktuellen Wissensstand über mögliche berufliche Auslöser der pAP zusammenzufassen. Die Datenlage ist nicht ausreichend, um für alle genannten Expositionen eine Kausalität anzunehmen. Die Erfassung von inhalativen Expositionen ist für alle Patientinnen und Patienten mit pAP relevant. Zunächst gilt es, inhalative Expositionen zu vermeiden und Präventionsmaßnahmen zu etablieren. In Zukunft kann die wissenschaftliche Auswertung eine Evidenzbasis für die ärztliche Beratung von Erkrankten, Arbeitnehmern und Arbeitgebern liefern.Correspondence to:
Dr. med. Julia Pieter
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM)
Seewartenstraße 10, Haus 1
20459 Hamburg
Email: [email protected]