Allergien durch tierische Lebewesen II
Atemwegsallergien durch Nutz- und Stalltiere
U. Ochmann und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 403 - 409
Abstract
U. Ochmann und D. Nowak
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Obwohl viele Berufsgruppen, hierunter Tierpfleger und -ärzte, Tierzüchter, Pferdetrainer, gegenüber Tierallergenen exponiert sind, gibt es nur für Landwirte umfangreichere Untersuchungen bezüglich Prävalenz und Krankheitsverlauf. Landwirte unterliegen einer Mischexposition, neben Tierallergenen sind sie auch gegenüber Vorratsmilben, Futtermittelstäuben, Gasen und Endotoxinen exponiert. Die Prävalenz von allergischen Atemwegserkrankungen ist bei Landwirten niedriger als in der Allgemeinbevölkerung, dennoch sind in Deutschland ca 5% aller Berufskrankheiten auf Atemwegserkrankungen bei Landwirten zurückzuführen. Europaweit findet sich je nach Tierhaltungsmethode eine Prävalenz von berufsbedingtem Rinderasthma bis zu 15%. Die Diagnostik eines Berufsasthmas muss das Krankheitsbild und die klinische Relevanz einer Sensibiliserung gegenüber Berufsallergenen bestätigen. Da die Prognose von der Krankheitsdauer abhängt, ist präventiv eine Expositionskarenz unumgänglich. Gleichfalls wichtig ist die Sekundärprävention, neben arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen können auch Checklisten der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sinnvoll sein.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann; Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, Ziemssenstraße 1, D-80336 München
Berufliche Allergien – Haut und Lunge II
Arbeitsmedizinische Begutachtung von allergischen Atemwegserkrankungen
Medical expertise of occupational allergic airways disease
U. Ochmann und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 286 - 297
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 6/2012, S. 286–297
Arbeitsmedizinische Begutachtung von allergischen Atemwegserkrankungen
U. Ochmann und D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Campus Innenstadt – Ludwig-Maximilians-Universität, München
Auch wenn die Zahlen durch Verbesserung von Prävention und Arbeitsschutz rückläufig sind, wurden im Jahr 2010 immer noch über 300 allergisch bedingte Atemwegserkrankungen neu als Berufskrankheit anerkannt. Dieser Artikel soll einen Betrag zu einem deutschlandweit möglichst vergleichbaren und qualifizierten Begutachtungsverfahren leisten, indem er die formalen Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit und die für die Beweisführung notwendigen diagnostischen Verfahren zusammenführt.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München – Campus Innenstadt
Ziemssenstraße 1
D–80336 München
Email: [email protected]
Schimmelpilze und mögliche gesundheitliche Risiken
Allergologische Diagnostik bei Schimmelpilz-Exposition
Allergological diagnostics following mold exposure
U. Ochmann und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 620 - 623
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 12/2012, S. 620–623
Allergologische Diagnostik bei Schimmelpilz-Exposition*
U. Ochmann und D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Eine Exposition gegenüber Schimmelpilzallergenen kann Soforttyp-Allergien, in seltenen Fällen auch eine exogen-allergische Alveolitis und bei Patienten mit vorbestehenden Lungenerkrankungen eine allergische bronchopulmonale Aspergillose verursachen. Schimmelpilzallergene kommen ubiquitär vor, erhöhte Expositionen am Arbeitsplatz sind durch verschimmelte Bausubstanz der Arbeitsräume oder durch Umgang mit schimmelpilzbelasteten Arbeitsstoffen möglich. Die Prävalenz von Sensibilisierungen gegenüber Schimmelpilzallergenen ist nicht genau bekannt, vor allem da es eine extrem hohe Anzahl von verschiedenen Schimmelspezies gibt und nur wenige standardisierte Schimmelpilzallergenextrakte für die Diagnostik zur Verfügung stehen. Die Diagnostik sollte leitliniengerecht mit Hauttesten und Bestimmung von spezifischen IgE-Antikörpern erfolgen, ergänzende indirekte Nachweismethoden sind in Einzelfällen zu empfehlen. Die Bestimmung von spezifischen IgG-Antikörpern ist nur bei klinischem Verdacht auf eine exogen-allergische Alveolitis indiziert. Eine isolierte Typ IV-Sensibilisierung auf Schimmelpilze gibt es nicht, Lymphozytentransformationsteste sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Die zukünftige Entwicklung von rekombinanten Allergenen kann zu einer Verbesserung der Diagnostik von Schimmelpilzallergien beitragen.
*Erstpublikation in „Umweltmedizin in Forschung und Praxis“ 2011; 16: 70-73.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Ludwig-Maximilians-Universität München
Ziemssenstraße 1
D–80336 München
Email: [email protected]
Pulmonale Berufserkrankungen
Pulmonale Berufserkrankungen und Rehabilitation
Occupational respiratory diseases and pulmonary rehabilitation
U. Ochmann, N. Kotschy-Lang, W. Raab und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 164 - 179
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 4/2014, S. 164–179
Pulmonale Berufserkrankungen und Rehabilitation
U. Ochmann1, N. Kotschy-Lang2, W. Raab3 und D. Nowak1
1Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2Berufsgenossenschaftliche Klinik für Berufskrankheiten, Rehabilitationsklinik, Falkenstein, 3Klinik für Berufskrankheiten der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, Rehabilitationsklinik, Bad Reichenhall
Hintergrund: Rehabilitation ist eine anerkannte Therapieoption bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, evidenzbasiert finden sich Verbesserungen von körperlicher Leistungsfähigkeit, Atemwegssymptomen und Lebensqualität. Für berufsbedingte pneumologische Erkrankungen gibt es bislang nur wenige Informationen. Ziele: Ziel der Studie ist, Effekte und deren Nachhaltigkeit einer stationären Rehabilitationsmaßnahme bei Patienten mit unterschiedlichen pneumologischen Berufskrankheiten und teilweise komplexen Einschränkungen der Lungenfunktion zu evaluieren. Methode: Wir untersuchten 263 Patienten (Asthma bronchiale, Silikose, Asbestose, chronisch obstruktive Lungenerkrankung) mit einem 4-wöchigem stationärem Rehabilitationsprogramm und Folgeuntersuchungen nach 3 und 12 Monaten. Evaluiert wurden: Lungenfunktion, 6-Minuten-Gehtest (6MWD), maximale ergometrische Leistung (Wmax), Muskelkraft, Atemwegssymptome, Anzahl von Exazerbationen und assoziierten ärztlichen Konsultationen, Lebensqualität (SF-36, SGRQ), Ängstlichkeit und Depressivität (HADS), Luftnotempfinden (MRC, BDI/TDI). Ergebnisse: Verglichen mit den Ausgangsdaten fanden sich signifikante (p < 0,05) Verbesserungen von 6MWD, Wmax und Muskelkraft direkt nach Rehabilitation. Diese Effekte waren auch noch ein Jahr später nachweisbar, bei Asbestose geringer ausgeprägt. In dem Jahr nach Rehabilitation zeigte sich eine signifikante Reduktion der Exazerbationen um 35%, der antibiotischen Therapien bei Atemwegsinfekten um 27% und der Arztbesuche um 17% im Vergleich zum Jahr vor Rehabilitation. Bei den Fragebögen fanden sich keine Änderungen. Schlussfolgerung: Positive Effekte einer Rehabilitation mit anhaltender Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Reduktion der Inanspruchnahme des Gesundheitssystems können auch bei Patienten mit komplexen pneumologischen Berufskrankheiten gezeigt werden.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Ludwig-Maximilians-Universität
Ziemssenstraße 1
D-80336 München
Email: [email protected]
16. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Exogenallergische Alveolitis (EAA) der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
Bedeutung des Lungenemphysems bei der chronischen exogen-allergischen Alveolitis
Significance of lung emphysema in chronic hypersensitivity pneumonitis
U. Ochmann, W. Schulte, J. Sennekamp und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 229 - 234
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 6/2014, S. 229–234
Bedeutung des Lungenemphysems bei der chronischen exogen-allergischen Alveolitis
U. Ochmann1, W. Schulte2, J. Sennekamp3 und D. Nowak1
1Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Malteser Krankenhaus, Bonn/Rhein-Sieg, 3Malteser Lungen- und Allergiezentrum Bonn
Neben dem Krankheitsbild einer akuten exogen-allergischen Alveolitis (EAA) mit expositionsassoziierten pneumologischen und systemischen Symptomen gibt es auch von Beginn an chronische Verlaufsformen. Bei diesen Patienten werden bildgebend meist diffuse fibrosierende Lungenparenchymveränderungen beschrieben, eine Subgruppe zeigt jedoch stattdessen ein Lungenemphysem. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die zum Thema Lungenemphysem bei chronischer EAA veröffentlichte Literatur und stellt die Diagnostik einer chronischen EAA mit Lungenemphysem mit der komplexen Beweisführung im Rahmen eines Berufskrankheitenverfahrens anhand einer Kasuistik eines Landwirts dar.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München
Ziemssenstraße 1
D–80336 München
Email: [email protected]
16. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Exogenallergische Alveolitis (EAA) der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
Bedeutung des Lungenemphysems bei der chronischen exogen-allergischen Alveolitis
Significance of lung emphysema in chronic hypersensitivity pneumonitis
U. Ochmann, W. Schulte, J. Sennekamp und D. Nowak
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 359 - 364
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 8/2014, S. 359–364
Bedeutung des Lungenemphysems bei der chronischen exogen-allergischen Alveolitis
U. Ochmann1, W. Schulte2, J. Sennekamp3 und D. Nowak1
1Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Malteser Krankenhaus, Bonn/Rhein-Sieg, 3Malteser Lungen- und Allergiezentrum Bonn
Neben dem Krankheitsbild einer akuten exogen-allergischen Alveolitis (EAA) mit expositionsassoziierten pneumologischen und systemischen Symptomen gibt es auch von Beginn an chronische Verlaufsformen. Bei diesen Patienten werden bildgebend meist diffuse fibrosierende Lungenparenchymveränderungen beschrieben, eine Subgruppe zeigt jedoch stattdessen ein Lungenemphysem. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die zum Thema Lungenemphysem bei chronischer EAA veröffentlichte Literatur und stellt die Diagnostik einer chronischen EAA mit Lungenemphysem mit der komplexen Beweisführung im Rahmen eines Berufskrankheitenverfahrens anhand einer Kasuistik eines Landwirts dar.Correspondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München
Ziemssenstraße 1
D–80336 München
Email: [email protected]
Übersicht
Diagnostischer Algorithmus bei IgEvermittelter Holzstauballergie
Diagnostic algorithm for IgE-mediated wood dust allergy
S. Kespohl, U. Ochmann, N. Kotschy-Lang, S. Maryska, D. Nowak, T. Brüning und M. Raulf
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 168 - 174
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 4/2016, S. 168-174
Diagnostischer Algorithmus bei IgEvermittelter Holzstauballergie
S. Kespohl1, U. Ochmann2, N. Kotschy-Lang3, S. Maryska1, D. Nowak2, T. Brüning1 und M. Raulf1
1Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), Bochum, 2Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, WHO Collaborating Centre for Occupational Health, Klinikum der Universität München, 3Berufsgenossenschaftliche Klinik für Berufskrankheiten Falkenstein/Vogtland
In der EU sind mehr als 3 Millionen Beschäftigte gegen Holzstäube exponiert. Sowohl irritative als auch allergische Atemwegsbeschwerden können durch eine Holzstaubexposition induziert werden. Die Sensibilisierungsprävalenz liegt in Abhängigkeit des verarbeiteten Holzes bei exponierten Beschäftigten zwischen 3% für nicht tropische Hölzer und bis zu 30% bei tropischen Hölzern. Zur sensitiven und spezifischen Erfassung von Sensibilisierungsprävalenzen ist es wichtig, standardisierte Testverfahren und -extrakte für die spezifische IgE (sIgE)-Diagnostik zu etablieren. Einerseits liegen nur sehr wenige Holzextrakte als kommerziell verfügbare Testlösungen vor und andererseits können kreuzreaktive Kohlenhydratstrukturen (CCDs) das Testergebnis falsch-positiv beeinflussen. Insbesondere bei polysensibilisierten Patienten reicht häufig die alleinige serologische sIgE-Bestimmung auf Holzallergene nicht aus, um die Relevanz der Holzstaubsensibilisierung abschätzen zu können. Neben dem Provokationstest als Goldstandard und dem Haut- Prick-Test können auch weitere Testverfahren wie z.B. der CCD-Inhibitionstest und/ oder der Basophilen Aktivierungstest (BAT) dazu beitragen, den tatsächlichen Auslöser der berufsbedingten Beschwerden zu identifizieren.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Sabine Kespohl
Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA) Allergologie/Immunologie
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
www.ipa-dguv.de
Email: [email protected]
Allergie und Psyche
Asthma – Arbeit – Psyche
Asthma – workplace – psyche
U. Ochmann
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 572 - 575
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 12/2016, S. 572-575
Asthma – Arbeit – Psyche
U. Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Universität München
Je nach Literaturstelle haben 10 – 15% aller Asthmaerkrankungen bei Erwachsenen eine Assoziation zum Arbeitsplatz. Asthmatische Erkrankungen mit Arbeitsplatzbezug können sowohl durch Atemwegsallergene als auch durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Arbeitsstoffe ausgelöst werden. Die Diagnostik des arbeitsplatzassoziierten Asthma bronchiale umfasst eine ausführliche Arbeitsanamnese; sie wird ergänzt durch Methoden der Objektivierung des Arbeitsplatzbezugs und gegebenenfalls durch allergologische Testungen. Bei der Berufsberatung sollte Patienten mit allergischen Asthma von Berufen mit hoher Allergenexposition abgeraten werden. Auch für das berufliche Asthma können Zusammenhänge zu psychischen Komorbiditäten wie Depression und Angsterkrankungen gezeigt werden. Die Lebensqualität von Patienten mit Berufsasthma kann im Vergleich zu Patienten mit schicksalhaftem Asthma aufgrund weitreichenderer sozialer und finanzieller Folgen deutlich schlechter sein. Psychische Faktoren können auch ein Berufsasthma simulieren, wie zum Beispiel bei der Vocal cord dysfunction, beim Sick Building-Syndrome oder bei Ängsten vor Druckeremissionen im Büro.
*Vortrag im Rahmen der 23. Bad Saarower Herbsttagung des Verbandes der Allergologen Brandenburgs e.V. mit ArzthelferinnenseminarCorrespondence to:
Dr. med. Uta Ochmann
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München
Ziemssenstraße 1
80336 München
Email: [email protected]
Empfehlung
Aktuelle Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Atemwegsliga (DAL), Deutsche Lungenstiftung (DLS) sowie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (D
C.P. Criée, H.J. Smith, A.M. Preisser, D. Bösch, U. Butt, M.M. Borst, N. Hämäläinen, K. Husemann, R.A. Jörres, P. Kardos, C. Lex, F.J. Meyer, D. Nachtigall, D. Nowak, U. Ochmann, W. Randerath, A. Schütz, B. Schucher, J. Spiesshoefer, C. Taube, S. Walterspacher, M. Wollsching-Strobel, H. Worth, M. Gappa und W. Windisch
Jahrgang 50 (2024) p. 111 - 184
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 3/2024, S. 111-184
Aktuelle Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Atemwegsliga (DAL), Deutsche Lungenstiftung (DLS) sowie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (D
C.P. Criée1, H.J. Smith2, A.M. Preisser3, D. Bösch4, U. Butt5, M.M. Borst6, N. Hämäläinen7, K. Husemann8, R.A. Jörres9, P. Kardos10, C. Lex11, F.J. Meyer12, D. Nachtigall13† D. Nowak9, U. Ochmann9, W. Randerath14, A. Schüz15, B. Schucher16, J. Spiesshoefer17, C. Taube18, S. Walterspacher19, M. Wollsching-Strobel20, H. Worth21, M. Gappa22 und W. Windisch20
1Praxis für Innere Medizin und Pneumologie, Northeim, 2Research in Respiratory Diagnostics, Berlin, 3Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 4Lungenpraxis Dr. Bösch, Landshut, 5Deutsche Atemwegsliga e. V., Bad Lippspringe, 6DGP-Akademie, Berlin, 7Berlin, 8MVZ Klinikum Kempten – Praxis für Pneumologie und Allergologie, Kempten, 9Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, LMU München, 10Lungenzentrum Maingau, Frankfurt, 11Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Neonatologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, 12Lungenzentrum München (Bogenhausen- Harlaching), München, 13Hamburg, 14Krankenhaus Bethanien gGmbH, Klinik für Pneumologie und Allergologie, Solingen, 15Atemhilfe, Berlin, 16LungenClinic, Grosshansdorf, 17Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Aachen, 18Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik, Essen, 19Klinikum Konstanz – Sektion Pneumologie, Konstanz, Universität Witten/Herdecke, Witten, 20Kliniken der Stadt Köln, Köln-Merheim, Universität Witten/Herdecke, 21Pneumologische und kardiologische Gemeinschaftspraxis, Fürth, 22Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Klinik für Kinder und Jugendliche, Düsseldorf
Aus der Einleitung
Messungen der Lungenfunktion stellen einen Kernbereich in der Diagnostik von Lungenerkrankungen dar und sind etablierter Standard in der diagnostischen Abklärung von Dyspnoe und Husten. Dabei stehen sehr unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung, die jeweils mehrere und mitunter eine Vielzahl von Messparametern erlauben. Wesentlich für die Interpretation von Lungenfunktionswerten sind der Einsatz jeweils geeigneter Messverfahren, die Etablierung verlässlicher Normwerte sowie eine weiterführende Stadieneinteilung des Schweregrades einer etablierten Einschränkung. In diesem Sinne ergeben sich aus den Einschränkungen, wie sie in der Lungenfunktionsdiagnostik etabliert sind, weitere diagnostische und/oder auch therapeutische Schritte, wie sie in den Leitlinien zu den jeweils entsprechenden Erkrankungen formuliert sind, wie zum Beispiel zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
Die letzten deutschen Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik stammen aus dem Jahr 2015 als Leitlinie zur Spirometrie [1]. 2022 wurde ein offizielles Dokument der Europäischen Fachgesellschaft (ERS = European Respiratory Society) in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Fachgesellschaft (ATS = American Thoracic Society) publiziert [2], in welchem neue Interpretationen von routinemäßigen Lungenfunktionstests vorgestellt worden sind. Betroffen sind die Spirometrie, die Bodyplethysmographie, die Diffusionskapazität, der Bronchodilatationstest sowie die Referenzwerte.
Diese Empfehlungen werden in dieser Arbeit vorgestellt und kritisch diskutiert. Darüber hinaus werden in weiteren Kapiteln die aktuellen Standards zur unspezifischen bronchialen Provokation, zur atemmuskulären Funktionsdiagnostik und zur forcierten Oszillometrie beschrieben. Die aktuelle Arbeit stellt damit eine Aktualisierung der Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik dar. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, das ein Kompendium Lungenfunktionsdiagnostik [3] weiterführende Informationen zu den genannten Untersuchungsmethoden beinhaltet.
Prof. Dr. med. Carl-Peter Criée,
Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga
und
Prof. Dr. med. Wolfram Windisch,
Präsident der DGPCorrespondence to:
Prof. Dr. Carl-Peter Criée
Praxis für Pneumologie
Albert-Schweitzer-Weg 9
37154 Northeim
Email: [email protected]