Übersichten
Spezifische Hyposensibilisierung bei atopischem Ekzem
Specific immunotherapy in atopic eczema
U. Darsow, I. Forer und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 53 - 61
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 2/2005, S. 53–61
Spezifische Hyposensibilisierung bei atopischem Ekzem
U. Darsow, I. Forer und J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
IgE-vermittelte Sensibilisierungen werden bei Patienten mit atopischem Ekzem (AE) häufig nachgewiesen. Aeroallergene sind relevante Auslösefaktoren der allergischen Rhinokonjunktivitis und des allergischen Asthma bronchiale, können aber auch Triggerfaktoren bei AE sein. Der Einsatz der spezifischen Hyposensibilisierung/Immuntherapie (SIT) wie bei den respiratorischen atopischen Erkrankungen, ist für Patienten mit AE jedoch umstritten. Verbesserte diagnostische Methoden, um Subgruppen von Patienten mit relevanten Allergien zu charakterisieren (Atopiepatchtest) und die Ergebnisse von Pilotstudien, deuten jedoch auf ein Potential der SIT für die Therapie des AE hin. Mögliche Exazerbationen des Ekzems, aber auch mittelfristige klinische Verbesserungen durch SIT wurden beschrieben. Eine Literaturübersicht zeigte bei sechs von neun kontrollierten Studien und bei 11 von 12 publizierten klinischen Beobachtungen einen positiven Therapieeffekt. Eine hohe Plazeboresponderrate fällt bei mehreren publizierten Studien auf. In ausgewählten Fällen kann die SIT eine Behandlungsoption für das AE sein. Zur Evaluation von Sicherheit und Effizienz sind jedoch größere klinische Studien an geeigneten Untergruppen von Patienten mit AE erforderlich.Correspondence to:
PD Dr. med. U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Übersicht
Zentralnervöse Verarbeitung von Juckreiz
Central nervous processing of itch
U. Darsow, F. Pfab, M. Valet, J. Huss-Marp, T. Sprenger, G.I. Athanasiadis, H.J. Baurecht, C. Zimmer, T.R. Tölle, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 469 - 472
Abstract
U. Darsow1,2, F. Pfab1,2, M. Valet3, J. Huss-Marp1,2, T. Sprenger3, G.I. Athanasiadis1, H.J. Baurecht4, C. Zimmer5, T.R. Tölle3, H. Behrendt2 und J. Ring1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM), Klinische Kooperationsgruppe Helmholtz Zentrum/Technische Universität München, 3Neurologische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München, 4Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie, Technische Universität München, 5Abteilung für Neuroradiologie, Radiologie, Technische Universität München
Juckreiz ist das Leitsymptom vieler allergischer oder entzündlicher Dermatosen. Die objektive Messung oder Beschreibung der Juckreizwahrnehmung ist jedoch sehr schwierig. Dieser Artikel fasst aktuelle Fortschritte in Studien zur zentralnervösen Pruritusverarbeitung zusammen. Die neue Methode der schnellen alternierenden Temperaturmodulation des Histaminjuckreizes ermöglicht jetzt hochauflösende Bildgebungsstudien im Humanmodell. In derartigen Studien konnte mittels funktioneller Kernspintomografie an gesunden Kontrollpersonen gezeigt werden, dass Pruritus durch ein Netzwerk von Gehirnregionen prozessiert wird, die zur Verarbeitung von sensorischen, emotionalen, aufmerksamkeitsbezogenen, evaluativen und motivationalen Aspekten beitragen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Übersicht
Juckreiz bei atopischem Ekzem
Itch in atopic eczema
U. Darsow, F. Pfab, E. Ripphoff, M. Valet, T.R. Tölle und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 452 - 460
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 9/2011, S. 452–460
Juckreiz bei atopischem Ekzem
U. Darsow1,2,3, F. Pfab1,2,3, E. Ripphoff1,2, M. Valet4, T.R. Tölle4 und J. Ring1,3
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2KKG Helmholtz Zentrum/TU München, 3Christine Kühne Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), München, 4Klinik für Neurologie, Klinikum rechts der Isar, TU München
Das atopische Ekzem gehört zu den am stärksten juckenden Dermatosen. Nur ein Teil der pruriginösen Mediatoren beim atopischen Ekzem ist bislang bekannt. Aktuelle Studien zeigten, dass der Histamin-4-Rezeptor bei der Pathophysiologie des Juckreizes eine bedeutende Rolle spielt, auch Tryptase und Interleukin-31 sind beteiligt. Unterschiede in der Wahrnehmung und der Kinetik des Juckreizes zwischen Gesunden und Ekzempatienten weisen auf eine zentralnervöse inhibitorische Aktivität bei den Patienten hin. In Fragebogenstudien wählten Patienten mit atopischem Ekzem vergleichsweise häufiger emotionale Deskriptoren. Im Rahmen des Patientenmanagements muss die Therapie von klinischem Pruritus die Ursache und die Wahrnehmung des Juckreizes, das heißt die Haut und das zentrale Nervensystem, durch eine Kombination aus topischer und systemischer Behandlung ansprechen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Originalarbeit
„Medically Unexplained Symptoms“ bei Patienten mit Verdacht auf Allergien: Die Rolle der psychiatrischen Komorbidität und der Arzt-Patienten-Interaktion
“Medically unexplained symptoms” in patients with suspected allergies: The role of psychiatric comorbidity and patientdoctor- interaction
C. Hausteiner-Wiehle, M. Grosber, E. Bubel, S. Groben, S. Bornschein, C. Lahmann, F. Eyer, B. Eberlein, H. Behrendt, B. Löwe, P. Henningsen, D. Huber, J. Ring und U. Darsow
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 3 - 8
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 1/2013, S. 3–8
„Medically Unexplained Symptoms“ bei Patienten mit Verdacht auf Allergien: Die Rolle der psychiatrischen Komorbidität und der Arzt-Patienten-Interaktion
C. Hausteiner-Wiehle1, M. Grosber2, E. Bubel1, S. Groben1, S. Bornschein3, C. Lahmann1, F. Eyer4, B. Eberlein2, H. Behrendt5,6, B. Löwe7, P. Henningsen1, D. Huber1,8, J. Ring2,5,6 und U. Darsow2,5,6
1Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Technischen Universität München (TUM), 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TUM, 3Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TUM, 4Toxikologische Abteilung, II. Medizinische Klinik der TUM, 5Umwelt- Dermatologie und Allergologie, Helmholtz-Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, TUM, 6Christine Kühne Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), München, 7Institut und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Schön-Klinik Hamburg-Eilbek, Hamburg, 8Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum Harlaching, München
Hintergrund: Beschrieben wird die Arzt- Patienten-Interaktion bei Patienten mit „medically unexplained symptoms (MUS)“, für die die Patienten Allergien als Ursache vermuten. Methoden: 204 Patienten, die sich zur Allergie-Diagnostik in einer Universitätsklinik befanden, wurden interviewt und füllten eine Reihe von Selbstbewertungsfragebögen aus, die verschiedene Aspekte der Krankheitswahrnehmung abdeckten. Zudem beantworteten sie Screening-Fragebögen für psychische Störungen. Nach dem Interview wurde die Arzt-Patienten-Interaktion durch die interviewende Psychiaterin bewertet. Abschließend werteten Allergologen unabhängig davon die Ergebnisse aller diagnostischen Tests aus und bewerteten die organische Erklärbarkeit der Beschwerden. Danach wurden die Patienten mit MUS mit den Patienten mit organisch hinreichend erklärten Beschwerden verglichen. Ergebnisse: Die Beschwerden von 148 Patienten wurden als organisch erklärt eingestuft, die von 56 Patienten als organisch unerklärt. In der logistischen Regressionsanalyse waren psychische Komorbidität (OR 3,72; CI 1,77 – 7,79; p = 0,001), weibliches Geschlecht (OR 3,02; CI 1,26 – 7,24; p = 0,01) und Unzufriedenheit mit der medizinischen Betreuung (OR 1,08 für jeden Anstieg von 1 Punkt auf der Testskala; CI 1,01 – 1,14; p = 0,02) unabhängige Prädiktoren für MUS. Bei Hinzufügen der psychiatrischen Einschätzung der Arzt-Patienten-Interaktion war eine problematische Interviewer-Perspektive ein unabhängiger Prädiktor für MUS (OR 1,50 für jeden Anstieg um 1 Punkt; CI 1,22 – 1,84; p < 0,001). Schlussfolgerungen: Ein Kurz-Screening für psychische Störungen, die häufig mit körperlichen Beschwerden einhergehen, sollte Teil der Allergiediagnostik werden. Eine problematische Arzt-Patienten-Interaktion kann ein Prädiktor für organisch nicht hinreichend erklärte Körperbeschwerden sein und verdient daher eine verstärkte klinische und wissenschafltiche Beachtung.Correspondence to:
PD Dr. med. Constanze Hausteiner-Wiehle
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Langerstraße 3
D-81675 München
Email: [email protected]
Insektengiftallergie
Inkonsistente Ergebnisse bei der Insektengiftallergiediagnostik: praktisches Vorgehen
Diagnostics of hymenoptera venom allergy: practical approach for inconsistent findings
B. Eberlein, U. Darsow und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 362 - 367
Abstract
generalisierAllergologie, Jahrgang 37, Nr. 9/2014, S. 362–367
Inkonsistente Ergebnisse bei der Insektengiftallergiediagnostik: praktisches Vorgehen
B. Eberlein, U. Darsow und J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Die Routinediagnostik der Insektengiftallergie mit Anamnese, Hauttest und Bestimmung von spezifischem Immunglobulin E (sIgE) gegen Insektengiftextrakte kann zu widersprüchlichen Ergebnissen führen. Durch eine erweiterte Diagnostik, unter anderem mit Bestimmung von sIgE gegen Einzelallergene und Kohlenhydratseitenketten, Durchführung von Inhibitionstests und zellulären Tests, kann die diagnostische Sicherheit erhöht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Bernadette Eberlein
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Allergologie und Ohr
Ohrmuschel und Gehörgang: wann ist es eine Allergie?
Auricle and auditory canal: Allergy or not?
M. McIntyre, U. Darsow und A. Zink
Price
42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 105 - 110
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 3/2018, S. 105-110
Ohrmuschel und Gehörgang: wann ist es eine Allergie?
M. McIntyre1, U. Darsow2 und A. Zink2
1Allergie-Ambulanz der Medizinischen Klinik, Forschungszentrum Borstel; Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) und dem Airway Research Center North (ARCN), 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Dieser Artikel gibt einen Überblick über Allergien des äußeren Gehörgangs und des äußeren Ohres sowie deren Differentialdiagnosen. Die besonderen Charakteristika der entsprechenden Erkrankungen werden hervorgehoben. Eine allergologische Diagnostik sollte insbesondere bei therapieresistenten Krankheitsverläufen und bei konkretem Verdacht durchgeführt werden.Correspondence to:
Dr. Mareike McIntyre
Forschungszentrum Borstel
Parkallee 35
23845 Borstel
Email: [email protected]
Im Brennpunkt – Zur Diskussion gestellt
Herzrhythmusstörungen durch Antihistaminika
U. Darsow, J. Ring und C. Bachert
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Jahrgang 19 (1996) p. 259 - 261
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 5/1996, S. 259-261
Herzrhythmusstörungen durch Antihistaminika
U. Darsow1, J. Ring1 und C. Bachert2
1Dermatologische Klinik und Poliklinik der Technischen Universität, 2HNO-Klinik, Heinrich-Heine-Universität
Correspondence to:
Dr. med. U. Darsow, Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring, Dermatologische Klinik und Poliklinik der Technischen Universität, Biedersteiner Straße 29, D–80802 München
Prof. Dr. med. C. Bachert, HNO-Klinik, Heinrich-Heine-Universität, Moorenstraße 5, D–40225 Düsseldorf
Allergen-Immuntherapie
Definition von Pollenexpositionszeiten für klinische Studien zur Allergen-Immuntherapie bei polleninduzierter Rhinokonjunktivitis – ein EAACI-Positionspapier
Defining pollen exposure times for clinical trials of allergen immunotherapy for pollen-induced rhinoconjunctivitis – an EAACI position paper
O. Pfaar, K. Bastl, U. Berger, J. Buters, M.A. Calderon, B. Clot, U. Darsow, P. Demoly, S.R. Durham, C. Gala’n, R. Gehrig, R. Gerth van Wijk, L. Jacobsen, L. Klimek, M. Sofiev, M. Thibaudon und K.C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 386 - 399
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 9/2018, S. 386-399
Definition von Pollenexpositionszeiten für klinische Studien zur Allergen-Immuntherapie bei polleninduzierter Rhinokonjunktivitis – ein EAACI-Positionspapier*
O. Pfaar1#2, K. Bastl3, U. Berger3, J. Buters4#5, M.A. Calderon6#7, B. Clot8, U. Darsow4#9, P. Demoly10#11, S.R. Durham6, C. Gala’n12, R. Gehrig13, R. Gerth van Wijk14, L. Jacobsen15, L. Klimek2, M. Sofiev16, M. Thibaudon17 und K.C. Bergmann18
1Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Universitätsklinikum Mannheim, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 3Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Medizinische Universität Wien, Österreich, 4ZAUM, Zentrum Allergie und Umwelt, Helmholtz Zentrum München, Technische Universität München, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), München, 5Kühne-Stiftung, Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), München, 6Section of Allergy and Clinical Immunology, Imperial College London, London, 7National Heart & Lung Institute, Royal Brompton Hospital, London, UK, 8Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Payerne, Schweiz, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 10Département de Pneumologie et Addictologie, Hospital Arnaud de Villeneuve, University Hospital of Montpellier, Montpellier, 11INSERM UMR-S 1136, IPLESP, Equipe EPAR, Sorbonne Université, Paris, Frankreich, 12Department of Botany, Ecology and Plant Physiology, University of Córdoba, Córdoba, Spanien, 13Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, MeteoSchweiz, Zürich, Schweiz, 14Section of Allergology, Department of Internal Medicine, Erasmus MC, Rotterdam, Niederlande, 15ALC, Allergy Learning and Consulting, Copenhagen, Dänemark, 16Finnish Meteorological Institute, Helsinki, Finnland, 17RNSA (Réseau National de Surveillance Aérobiologique), Brussieu, Frankreich, 18Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin
Hintergrund: Die Wirksamkeit der Allergen-Immuntherapie (AIT) bei Pollenallergie wurde in zahlreichen randomisierten kontrollierten Studien belegt. Die Analyse der zugrunde liegenden klinischen Endpunkte erfolgt bezogen auf bestimmte Zeiträume (Saisons), die anhand der Pollenkonzentration definiert sind. Es gibt jedoch bislang keine validierte oder allgemein anerkannte akademische oder behördliche Definition für die relevante Intensität der Pollenexposition oder für die entsprechenden Zeiträume (Saisons). Daher hat die Europäische Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) eine Arbeitsgruppe einberufen, um im Expertenkonsens entsprechende Definitionen zu entwickeln. Methoden: Eine Expertengruppe aus den EAACI-Interessensgruppen „Immunotherapy“ und „Aerobiology and Pollution“ sichtete zunächst die aktuelle Literatur, um die jeweils genutzten Definitionen der Pollenexposition für die Festlegung der relevanten Zeiträume für die Auswertung der Wirksamkeit bei AIT-Studien zu erfassen. Für die nachfolgende Konsensusfindung bezüglich optimierter Definitionen wurden die zugrunde liegenden Prinzipien bei der Messung der Pollenexposition sowie die damit zusammenhängenden methodologischen Probleme und Einschränkungen berücksichtigt. Ergebnisse: Die Arbeitsgruppe erarbeitete eine Definition von Pollenexpositionszeiträumen für verschiedene Pollentypen. Die Definitionen für „Pollen-Saison“, „Pollen-Hochsaison“ (bzw. „Höhepunkt der Pollensaison“) und „Tage mit hoher Pollenbelastung“ werden im Folgenden vorgestellt. Schlussfolgerung: Das hier vorliegende EAACI-Positionspapier liefert Definitionen für die Exposition gegenüber verschiedenen Pollentypen zur Bestimmung von Auswertezeiträumen in AIT-Studien. Ihre entsprechende weitere Validierung muss in zukünftigen Studien erfolgen.
*Erstpublikation in Allergy. 2017; 72: 713-722. DOI:10.1111/all.13092. Aktualisierter Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der EAACI und WILEY & Sons für die Übersetzung und den Nachdruck.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Universitäts-HNO-Klinik Mannheim
Universitätsklinikum Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected] und [email protected]
Polyposis nasi
Anti-IgE bei Polyposis nasi
Anti-IgE for treatment of Polyposis nasi
A. Arnold, T. Biedermann und U. Darsow
Price
42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 568 - 570
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 12/2018, S. 568-570
Anti-IgE bei Polyposis nasi
A. Arnold, T. Biedermann und U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Polyposis nasi bei Samter-Trias zeigt oftmals einen chronischen und postoperativ rezidivierenden Verlauf. Die „off-label“ Therapie mit anti-IgE kann subjektive und objektive Krankheitsparameter deutlich verbessern. Im hier vorgestellten Fall konnte innerhalb von zwei Monaten eine beeindruckende Remission erreicht werden konnte.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ulf Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner-Straße 29
80804 München
Email: [email protected]
Neurodermitis
Ursache und Wirkung – die Rolle der Hautbarriere bei atopischer Dermatitis
Cause and effect – role of the skin barrier in atopic dermatitis
U. Darsow und T. Biedermann
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 243 - 250
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 6/2019, S. 243-250
Ursache und Wirkung – die Rolle der Hautbarriere bei atopischer Dermatitis
U. Darsow und T. Biedermann
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, TU München
Verschiedene vererbte und erworbene Anomalien der epidermalen strukturellen und enzymatischen Proteine schädigen gemeinsam die Funktion der Hautbarriere, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für atopische Dermatitis (AD) führt. Bei der AD bestimmt ein komplexes Wechselspiel zwischen epidermaler Barriere und Immunaktivierung die Reaktion auf Umweltfaktoren, einschließlich Allergene und Mikroben. Ein zeitgemäßes Management der AD soll sich gleichzeitig mit der epidermalen Anfälligkeit und der Hautentzündung befassen. Die sich entwickelnde Forschung an präventiven Ansätzen für die AD durch frühe „Barrieretherapie“ kann auch zu Strategien führen, um die transkutane allergische Sensibilisierung zu minimieren und somit das Risiko von Nahrungsmittel- und Atemwegsallergien zu reduzieren.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ulf Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Zertifizierte Allergie-Zentren in Deutschland
Perioperative Anaphylaxie durch Patentblau V: schwierige allergologische Diagnosestellung
Perioperative anaphylaxis induced by Patent Blue V: difficult diagnosis
M. Absmaier, T. Biedermann und U. Darsow
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 305 - 308
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 7/2019, S. 305-308
Perioperative Anaphylaxie durch Patentblau V: schwierige allergologische Diagnosestellung
M. Absmaier, T. Biedermann und U. Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Der Farbstoff Patentblau V birgt das Risiko von allergischen Soforttypreaktionen bei perioperativer Anwendung. Initiale Diagnostik kann mit dem Prick-Test erfolgen, allerdings bereitet die Abgrenzung weiterer potentieller Allergene oftmals Probleme. Wir diskutieren die relevanten Aspekte anhand von zwei aktuellen Fällen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ulf Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Email: [email protected]
Originalarbeit
Prävalenz und Behandlung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns: Eine Querschnittsstudie
Prevalence and treatment of allergies in rural regions in Bavaria: A cross-sectional study
D. Böhmer, B. Schuster, J. Krause, U. Darsow, T. Biedermann und A. Zink
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 529 - 537
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 12/2019, S. 529-537
Prävalenz und Behandlung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns: Eine Querschnittsstudie
D. Böhmer1, B. Schuster1, J. Krause1, U. Darsow1, T. Biedermann1#2 und A. Zink1#2
1Klinikum rechts der Isar der TU München. Abteilung: Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Fakultät für Medizin, Technische Universität München
Hintergrund: Die Häufigkeit von Allergien in Deutschland ist hoch. Laut Robert-Koch-Institut haben etwa 20% der erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Allergie, wobei jedoch nur etwa 10% davon adäquat behandelt werden. Genauere Untersuchungen insbesondere für ländliche Regionen sind jedoch kaum verfügbar.
Fragestellung: Häufigkeit und medizinische Versorgung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns.
Methodik: Querschnittstudie zur Häufigkeit von Allergien und deren Behandlungen im Bayerischen Wald in zehn Praxen von nicht dermatologischen Ärzten mittels standardisierter Fragebögen, die vom Patienten selbst ausgefüllt wurden.
Ergebnisse: Im Zeitraum von Januar bis April 2017 nahmen 641 Patienten teil. Die Häufigkeit von Allergien im ländlichen Bayern war mit 37,3% höher als die für Deutschland gemeldete (20,0%). Zudem wurde laut Selbstauskunft knapp ein Drittel (30,4%) der Allergien überhaupt nicht behandelt. Des Weiteren zeigte sich eine deutlich höhere Prävalenz an Allergien bei Frauen im Vergleich zu Männern und die Prävalenz war in der Altersgruppe 18 – 29 Jahre am höchsten (45,7%). Der am häufigsten aufgesuchte Arzt bezüglich Allergien ist der Allgemeinmediziner.
Schlussfolgerung: Strategien zur Steigerung der medizinischen Versorgung von Allergien sowie die Unterstützung von Präventionsprogrammen in ländlichen Regionen sind dringend erforderlich, um die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen zu minimieren.
Studienregistrierung: Diese Studie wurde durch die Ethikkomission der Technischen Universität München genehmigt (EK Nummer 548/16S).
* Diese Arbeit basiert auf der Publikation „Boehmer D, Schuster B, Krause J, Darsow U, Biedermann T, Zink A. Prevalence and treatment of allergies in rural areas of Bavaria, Germany: a cross-sectional study. World Allergy Organization Journal. 2018: 11: 36. DOI 10.1186/s40413-018-0218-z.Correspondence to:
Danielle Boehmer
Dermatologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Neurodermitis
Ursache und Wirkung – die Rolle der Hautbarriere bei atopischer Dermatitis
Cause and effect – role of the skin barrier in atopic dermatitis
U. Darsow und T. Biedermann
Jahrgang 68 (2020) p. 12 - 19
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 68, Nr. 1/2020, S. 12-19
Ursache und Wirkung – die Rolle der Hautbarriere bei atopischer Dermatitis*
U. Darsow und T. Biedermann
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, TU München
Verschiedene vererbte und erworbene Anomalien der epidermalen strukturellen und enzymatischen Proteine schädigen gemeinsam die Funktion der Hautbarriere, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für atopische Dermatitis (AD) führt. Bei der AD bestimmt ein komplexes Wechselspiel zwischen epidermaler Barriere und Immunaktivierung die Reaktion auf Umweltfaktoren, einschließlich Allergene und Mikroben. Ein zeitgemäßes Management der AD soll sich gleichzeitig mit der epidermalen Anfälligkeit und der Hautentzündung befassen. Die sich entwickelnde Forschung an präventiven Ansätzen für die AD durch frühe „Barrieretherapie“ kann auch zu Strategien führen, um die transkutane allergische Sensibilisierung zu minimieren und somit das Risiko von Nahrungsmittel- und Atemwegsallergien zu reduzieren.
*Erstpuplikation in Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 6/2019, S. 243-250.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ulf Darsow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Positionspapier
Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, ARIA, EAACI, DGAKI und GPA
Allergen immuntherapy in the current COVID-19 pandemic – A position paper of ARIA, EAACI, AeDA, DGAKI, and GPA
L. Klimek, O. Pfaar, M. Worm et al.
Jahrgang 43 (2020) p. 165 - 175
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 5/2020, S. 165-175
Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, ARIA, EAACI, DGAKI und GPA
L. Klimek*A,D,E,G,1, O. Pfaar*A,E,G,2, M. Worm*E,3, K.-C. BergmannA,D,3, T. BieberA,4, R. BuhlA,5, J. ButersA,6, U. DarsowA,7, T. KeilA,8, J. Kleine-TebbeA,9, S. LauA,10, M. MaurerA,69, H. MerkA,D,11, R. MösgesA,E,G,12#13#14, J. SalogaE,15, P. StaubachD,15, P. StuteA,16, K. RabeA,17, U. RabeD,18, C. VogelmeierA,19, T. BiedermannA,7#20, K. JungD,21, W. SchlenterD, 22, J. RingA,D,23#24, A. ChakerA,E,G,25#26, W. WehrmannD,27, S. BeckerD,G,28, N. MülleneisenD,29, K. NematD,30#31, W. CzechD,32, H. WredeD,33, R. BrehlerD,34, T. FuchsD,35, P.-V. TomazicB,36, W. AbererB,37, A. Fink-WagnerB,38, F. HorakB,39, S. WöhrlB,40, V. Niederberger-LeppinB,41, I. Pali-SchöllB,42#43, W. PohlB,44, R. Roller-WirnsbergerB,45, O. SprangerB,38, R. ValentaB,46, M. AkdisH,47, C. AkdisH,47, K. Hoffmann-SommergruberH,43, M. JutelH,48, P. MatricardiA,49, F. SpertiniC,50, N. KhaltaevC,51, J.-P. MichelC,52, L. NicodC,53#54, P. Schmid-GrendelmeierC,55, E. HamelmannE,56, T. JakobE,57, T. WerfelE,58, M. WagenmannE,59, C. TaubeE,60, M. GerstlauerF, 67, C. VogelbergF, 68, J. BousquetA,61#62#63#64#65#66 und T. ZuberbierA,3
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Sektion Rhinologie und Allergologie, Klinik für Hals-, Nasen-und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Philipps-Universität Marburg, 3Comprehensive Allergy Centre Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 4Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Bonn, 5III. Medizinische Klinik und Poliklinik Hämatologie, Internistische Onkologie und Pneumologie, Universitätsmedizin Mainz, 6Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 7Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München, 8Institut für klinische Epidemiologie und Biometrie, Julius-Maximilian- Universität, Würzburg, 9Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 10Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 11Abteilung Dermatologie & Allergologie, RWTH Aachen Universität, 12Medizinische Fakultät der Universität zu Köln, 13CRI – Clinical Research International Ltd., Hamburg, 14ClinCompetence Cologne GmbH, Köln, 15Hautklinik, Universitätsmedizin, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, 16Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern, Leipzig, 17Abteilung für Pneumologie, LungenClinic Grosshansdorf, 18Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 19Klinik für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie, Philipps-Universität Marburg, 20Einheit für Klinische Allergologie (EKA), Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Neuherberg, 21Praxis für Dermatologie, Immunologie und Allergologie, Erfurt, 22Ärzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 23Haut- und Laserzentrum an der Oper, München, 24Academia: München, 25HNO-Klinik des Klinikums rechts der Isar, Technische Universität München, 26Zentrum Allergie und Umwelt München (ZAUM); Helmholtz Zentrum München, 27Praxis für Dermatologie und Allergologie, Münster, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 29Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 30Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 31Praxis für Kinderpenumologie/Allergologie am Kinderzentrum Dresden (Kid), Dresden, 32Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 33Hals-, Nasenund Ohrenarzt, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, 35Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum, Georg-August-Universität, Göttingen, 36Klinische Abteilung für Allgemeine HNO, Medizinische Universität Graz, Österreich, 37Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, Österreich, 38Global Allergy and Airways Patient Platform GAAPP, Wien, Österreich, 39Praxis für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wien, Österreich, 40Floridsdorfer Allergiezentrum, Wien, Österreich, 41Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Medizinische Universität Wien, Österreich, 42Institut für Komparative Medizin, Interdisziplinäres Messerli Forschungsinstitut, Veterinärmedizinische Universität Wien und Medizinische Universität Wien, Österreich, 43Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Medizinische Universität Wien, Österreich, 44Abteilung für Atmungs- und Lungenkrankheiten, Krankenhaus Hietzing, Wien, Österreich, 45Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich, 46Institut für Pathophysiologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, 47Swiss Institute of Allergy and Asthma Research (SIAF), University of Zurich, Davos, Schweiz, 48Department of Clinical Immunology, Medizinische Universität Breslau, Polen, 49Charité – Universitätsmedizin Berlin, 50Division of Allergy and Immunology, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne, Schweiz, 51GARD Chairman, Genf, Schweiz, 52Department of Rehabilitation and Geriatrics, University of Geneva, Genf, Schweiz, 53Clinique Cecil, Hirslanden Gruppe, Lausanne, Schweiz, 54Abteilung Pneumologie, Centre hospitalier universitaire vaudois, Lausanne, Schweiz, 55Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 56Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsmedizin OWL der Universität Bielefeld, 57Klinik für Dermatologie, Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, UKGM, Justus-Liebig-Universität Gießen, 58Klinik fürDermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 59HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 60Klinik für Pneumologie, Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen, 61MACVIA-France, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 62INSERM U 1168, VIMA: Ageing and Chronic Diseases Epidemiological and Public Health Approaches, Villejuif, 63Université Versailles St-Quentin-en-Yvelines, UMR-S 1168, Montigny le Bretonneux, Frankreich, 64Euforea, Brussels, Belgien, 65Charité, Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, 66Berlin Institute of Health, Comprehensive Allergy Center, Department of Dermatology and Allergy, Berlin, 67Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 68Klinik für Kinderpneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 69Dermatologische Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Positionspapier der deutschen ARIA-GruppeA in Kooperation mit der österreichischen ARIA-GruppeB, der schweizerischen ARIA-GruppeC, dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA)D, der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)E, und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA)F in Kooperation mit der AG Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin der DGHNO-KHCG und der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI)H
Übersetzte und inhaltlich auf die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz adaptierte Fassung des ARIA/EAACI-Positionspapiers: Klimek L et al.: Handling of AIT in COVID-19 pandemics. Allergy. 2020 (in press).
*Autoren sind gemeinsame ErstautorenCorrespondence to:
Prof. Dr. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Positionspapier
Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2- entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
Use of biologicals in allergic and type-2 inflammatory diseases in times of the current COVID-19 pandemic – Position paper of AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
L. Klimek, O. Pfaar, M. Worm, et al.
Jahrgang 43 (2020) p. 255 - 271
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 7/2020, S. 255-271
Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2- entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
L. Klimek*A,G,H,1, O. Pfaar*B,G,H,2, M. Worm*B,3, T. Eiwegger*H,4#5#6, J. Hagemann*A,7, M. OllertE,H,8#9, E. UntersmayrH,10, K. Hoffmann-SommergruberH,10, A. VultaggioH,11, I. AgacheH,12, S. BavbekH,13, A. BossiosH,14#15, I. CasperA,1#16#17, S. ChanH,18, A. ChatzipetrouH,19, C. VogelbergC,20, D. FirinuH,21, P. KauppiH,22, A. KoliosH,16#23, A. KothariH,4, A. MatucciH,11, O. PalomaresH, 24, Z. SzépfalusiD,25, W. PohlD,26, W. HötzeneckerD,27, A.R. RosenkranzD,28, K.-C. BergmannA,B,3, T. BieberG,29, R. BuhlB,F,G,30, J. ButersG,31, U. DarsowG,32, T. KeilG,33, J. Kleine-TebbeA,34, S. LauB,H,35, M. MaurerG,H,98, H. MerkA,36, R. MösgesB,37#38#39, J. SalogaB,40, P. StaubachA,40, U. JappeA,B,H,41, K.F. RabeG,42, U. RabeA,42, C. VogelmeierG,44, T. BiedermannB,H,32#45, K. JungA,46, W. SchlenterA,47, J. RingA,B,48#49, A. ChakerA,H,50#51, W. WehrmannA,52, S. BeckerA,53, L. FreudelspergerA,7, N. MülleneisenA,54, K. NematA,55, W. CzechA,56, H. WredeA,57, R. BrehlerA,58, T. FuchsA,59, P.-V. TomazicH,60, W. AbererD,61, A.-H. Fink-WagnerD,62, F. HorakD,F,63, S. WöhrlD,64, V. Niederberger-LeppinG,65, I. Pali-SchöllG,10#66#67, W. PohlG,68, R. Roller-WirnsbergerG,69, O. SprangerG,70, R. ValentaG,71#94#95#96, M. AkdisH,72, P.M. MatricardiA,73, F. Spertini74, N. Khaltaev75, J.-P. Michel76, L. Nicod77, P. Schmid- Grendelmeier78, M. IdzkoG,79, E. HamelmannB,80, T. Jakob81, T. WerfelB,82, M. WagenmannB,83, C. TaubeB,84, E. Jensen-JarolimD,H,10#66, S. KornA,30, F. HentgesE,85, J. SchwarzeH,86, L. O´MahonyH,87, E.F. KnolH,88, S. del GiaccoH,89, T. Chivato PérezH,90, J. Bousquet**G,91#92#93#94#95, T. Zuberbier**G,H,3, C. Akdis**G,H,72 und M. Jutel**H,96#97
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik Marburg, Sektion Rhinologie und Allergologie, Medizinische Fakultät Marburg, Philipps-Universität Marburg, 3Comprehensive Allergy Center Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 4Translational Medicine Program, Peter Gilgan Centre for Research and Learning, Hospital for Sick Children, Toronto, Ontario, Canada, 5Division of Immunology and Allergy, Food Allergy and Anaphylaxis Program, The Hospital for Sick Children, Toronto, Ontario, Canada, 6Department of Immunology, University of Toronto, Toronto, Ontario, Canada, 7Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz, 8Department of Infection and Immunity, Luxembourg Institute of Health (LIH), Esch-sur-Alzette, Luxemburg, 9Department of Dermatology and Allergy Center, Odense Research Center for Anaphylaxis, University of Southern Denmark, Odense, Dänemark, 10Institute of Pathophysiology and Allergy Research, Center of Pathophysiology, Infectiology and Immunology, Medizinische Fakultät der Universität Wien, Wien, Österreich, 11Immunoallergology Unit, Careggi University Hospital, Florenz, Italien, 12Transylvania University, Brasov, Rumänien, 13Ankara University, School of Medicine, Department of Chest Disease, Division of, Immunology and Allergy, Ankara, Turkey, 14Abteilung für Atemwegsmedizin und Allergie, Karolinska University Hospital, Huddinge und Abteilung für Medizin, Huddinge, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden, 15Zentrum für Allergieforschung, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden, 16Department of Immunology, University Hospital Zürich, Zürich, Schweiz, 17Faculty of Medicine, University of Zürich, Zürich, Schweiz, 18Guy’ and St. Thomas’NHS Foundation Trust, Westminster Bridge Road, London, United Kingdom King’ College London School of Life Course Sciences & School of Immunology & Microbial Sciences, King’ Health Partners, Großritannien, 19Allergy Unit 2nd Department of Dermatology and Venereology, National University of Athens, Medical School, University General Hospital „TTIKON“ Athen, Griechenland, 20Universitäsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik fü Kinder- und Jugendmedizin, Fachbereich Kinderpneumologie/Allergologie, Dresden, 21Department of Medical Sciences and Public Health, University of Cagliari, Monserrato, Italien, 22Abteilung fü Allergie, Entzüdungszentrum, Universitäsklinikum Helsinki, Helsinki, Finnland, 23Department of Medicine, Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA, 24Department of Biochemistry and Molecular Biology, Chemistry School, Complutense University of Madrid, Spanien, 25Abteilung fü Päiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Universitäsklinik fü Kinderund Jugendheilkunde, Comprehensive Center for Pediatrics, Medizinische Universitä Wien, Wien, Öterreich, 26Abteilung fü Atmungs- und Lungenerkrankungen, Krankenhaus Hietzing, Wien, Öterreich, 27Abteilung fü Dermatologie und Venerologie, Kepler Universitäsklinikum, Linz, Öterreich, 28Klinische Abteilung fü Nephrologie, Universitäsklinik fü Innere Medizin, Medizinische Universitä Graz, Graz, Öterreich, 29Klinik fü Dermatologie und Allergologie, Universitä Bonn, Bonn, 30Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitäsmedizin Mainz, Mainz, 31Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) Technische Universitä und Helmholtz Zentrum Müchen, 32Klinik und Poliklinik fü Dermatologie und Allergologie der Technischen Universitä Müchen, 33Institut fü Klinische Epidemiologie und Biometrie, Universitä Wüzburg, 34Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 35Klinik fü Päiatrie m.S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité–Universitäsmedizin Berlin, 36Abteilung Dermatologie und Allergologie, RWTH Universitä, Aachen, 37Medizinische Fakultä der Universitä zu Kön, 38CRI –Clinical Research International Ltd., Hamburg, 39ClinCompetence Cologne GmbH, Kön, 40Hautklinik und Poliklinik, Universitäsmedizin Mainz, 41Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie des Forschungszentrums Borstel, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums fü Lungenforschung (DZL); Interdisziplinäe Allergie- Ambulanz, Medizinische Klinik III, Universitä zu Lüeck, 42LungenClinic Großansdorf, Großansdorf, 43Klinik fü Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläing Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 44Klinik fü Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie, Philipps-Universitä Marburg, 45Einheit fü Klinische Allergologie (EKA), Helmholtz Zentrum Müchen, German Research Center for Environmental Health GmbH, Neuherberg, 46Praxis fü Dermatologie, Immunologie und Allergologie, Erfurt, 47Äzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 48Haut- und Laserzentrum an der Oper, Müchen, 49Academia Müchen, 50HNO-Klinik, Universitäsklinik TUM, Müchen, 51ZAUM, Helmholtz Zentrum Müchen, 52Praxis fü Dermatologie und Allergologie, Müster, 53Klinik fü Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitä Tüingen, 54Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 55Klinik fü Kinderund Jugendmedizin, Universitäsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden; Praxis fü Kinderpenumologie/ Allergologie am Kinderzentrum Dresden (Kid), Dresden, 56Praxis und Klinik fü Dermatologie/Allergologie am Schwarzwald-Baar Klinikum, Villingen-Schwenningen, 57Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Nordrhein- Westfalen, 58Universitäsklinikum Müster, Klinik fü Hautkrankheiten, Ambulanz fü Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Müster, 59Klinik fü Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitäsklinikum, Georg-August-Universitä, Götingen, 60Klinische Abteilung fü allgemeine HNO, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 61Universitäsklinik fü Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 62Global Allergy and Airways Patient Platform GAAPP, Wien, Öterreich, 63Allergiezentrum Wien West, Wien, Öterreich, 64Floridsdorfer Allergiezentrum, Wien, Öterreich, 65Universitäsklinik fü Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 66Komperative Medizin, Interdisziplinäes Messerli Forschungsinstitut, Veterinämedizinische Universitä Wien, Medizinische Universitä Wien, 67Institut fü Pathophysiologie und Allergieforschung, Medizinische Universitä Wien, 68Abteilung fü Atmungs- und Lungenerkrankungen, Krankenhaus Hietzing, Wien, Öterreich, 69Universitäsklinik fü Innere Medizin, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 70Öterreichische Lungenunion, Wien, Öterreich, 71Immunopathologie, Abteilung fü Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum fü Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 72Swiss Institute of Allergy and Asthma Research (SIAF), University of Zurich, Davos, Schweiz, 73Charité– niversitäsmedizin Berlin, 74Division of Allergy and Immunology, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne, Schweiz, 75GARD Chairman, Genf, Schweiz, 76Department of Rehabilitation and Geriatrics, University of Geneva, Genf, Schweiz, 77Clinic Cecil of Hirslanden Group of Lausanne; Centre Hôitalier Universitaire du canton de Vaud Lausanne, Schweiz, 78Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitässpital Züich, Schweiz, 79Klinische Abteilung fü Pneumologie, Universitäsklinik fü Innere Medizin II, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 80Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitäsmedizin OWL der Universitä Bielefeld, 81Klinik fü Dermatologie und Allergologie, Universitäsklinikum Gießn, UKGM, Justus-Liebig-Universitä, Gießn, 82Klinik fü Dermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 83HNO-Klinik, Universitäsklinikum Düseldorf, 84Universitäsklinikum Essen (Aö), 85Service Immunologie-Allergologie Centre Hospitalier de Luxembourg, Luxemburg, 86Kinderleben und Gesundheit, Universitä von Edinburgh, Schottland, Großritannien, 87Medicine and Microbiology, APC Microbiome Ireland, National University of Ireland, Cork, Irland, 88Departments of Immunology, Dermatology and Allergology, University Medical Center Utrecht; Niederlande, 89Universitàdegli Studi di Cagliari, Cagliari, Italien, 90University Foundation San Pablo CEU, Madrid, Spanien, 91MACVIA-France, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 92INSERM U 1168, VIMA: Ageing and chronic diseases Epidemiological and public health approaches, Villejuif, Frankreich, 93UniversitéVersailles St-Quentin-en-Yvelines, UMR-S 1168, Montigny le Bretonneux, Frankreich, 94Euforea, Brussels, Belgien, 95Berlin Institute of Health, Comprehensive Allergy Center, Department of Dermatology and Allergy, Charité Universitäsmedizin Berlin, Humboldt- Universitä zu Berlin, 96Department of Clinical Immunology, Wrocłw Medical University, Wrocłw, Polen, 97ALL-MED Medical Research Institute, Wrocłw, Polen, 98Dermatologische Allergologie, Allergie- Centrum-Charité Klinik fü Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité–Universitäsmedizin Berlin
Hintergrund: Die Behandlung von Patienten mit Allergien und atopieassoziierten Erkrankungen wurde seit Beginn der COVID-19-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Empfehlungen zum „social distancing“ und die Angst der Patienten vor einer Infektion in medizinischen Einrichtungen haben zu einer drastischen Abnahme der persönlichen Arzt-Patienten-Kontakte geführt. Hiervon sind Akutversorgung und Behandlung chronisch Kranker gleichermaßen betroffen. Die Immunantwort nach SARS-CoV-2-Infektion ist bislang nur unzureichend bekannt und könnte durch eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern günstig aber auch ungünstig verändert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Allergikern für einen schwereren COVID-19-Krankheitsverlauf. Zahlreiche Patientinnen und Patienten befinden sich unter laufender Therapie mit Biologika, die über verschiedene Ansätze Typ 2 Immunantworten inhibieren. Es besteht Unklarheit über mögliche immunologische Interaktionen und potenzielle Risiken dieser Biologika im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2.
Methodik: Für die vorliegende Publikation wurde eine selektive Literaturrecherche in PubMed, Livivo und im World Wide Web für die zurückliegenden 10 Jahre (Zeitraum Mai 2010 – April 2020) durchgeführt. Darüber hinaus wurden hier die aktuellen, dort nicht enthaltenen deutschsprachigen Publikationen analysiert. Auf Grundlage dieser Daten gibt dieses Positionspapier Empfehlungen für die Behandlung mit Biologika bei Patienten mit allergischen und Atopie assoziierten Erkrankungen in der COVID-19-Pandemie.
Ergebnisse: Zur Aufrechterhaltung von Präsenzsprechstunden muss eine sichere und an die Pandemiesituation adaptierte Behandlungsumgebung geschaffen werden. Verlässliche Studiendaten zur Versorgung komplex erkrankter Atemwegs-, Atopie- und Allergiepatienten in Zeiten imminenter Infektionsgefahr durch SARS-CoV-2 fehlen bis dato. Typ-2-geprägte Immunreaktionen, wie sie bei Allergiepatienten oft vorliegen, könnten auf die verschiedenen Phasen von COVID-19 Einfluss nehmen, indem sie beispielsweise Immunreaktionen bremsen. Das könnte sich theoretisch in der frühen Phase der SARS-Cov-2 Infektion ungünstig, in der späten Phase schwerer Verläufe während eines „cytokine storm“ (Zytokinsturm) günstig auswirken. Da es dafür bisher aber keine Belege gibt, sollten alle Daten von Patienten unter einem gegen Typ-2 Immunreaktionen gerichteten Biologikum, die an COVID-19 erkranken, in Registern gesammelt und ihre Krankheitsverläufe dokumentiert werden, um in Zukunft erfahrungsbasierte Handlungsanweisungen geben zu können.
Schlussfolgerung: Die Therapie mit Biologika zur Behandlung von Asthma bronchiale, atopischer Dermatitis, chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen und spontaner Urtikaria sollte in der aktuellen COVID-19-Pandemie bei Patienten ohne Infektionsverdacht oder nachgewiesene SARS-CoV-2 Infektion unverändert fortgesetzt werden. Falls verfügbar ist es empfehlenswert, eine Formulierung zur Eigenapplikation zu bevorzugen und ein telemedizinisches Monitoring anzubieten. Behandlungsziel sollte sein, schwer kontrollierbare allergische und atopische Erkrankungen durch angemessene Bedarfs- und Add-on-Therapie bestmöglich einzustellen und die Notwendigkeit systemischer Glukokortikosteroide zu vermeiden. Im Falle eines begründeten Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 sollte die Therapie individuell durch Abwägung von Nutzen und Risiken als Einzelfallentscheidung unter Einbeziehung des Patienten bestimmt werden. Hierbei ist zu bedenken, dass mögliche Einflüsse von Biologika auf die Immunantwort bei COVID-19 aktuell nicht genau bekannt sind. Telemedizinische Angebote sind insbesondere für akuten Beratungsbedarf bei geeigneten Patienten wünschenswert.
*Autoren sind gemeinsame Erstautoren.
**Autoren sind gemeinsame Letztautoren.
Zitierweise der Erstpublikation:
Klimek L, Pfaar O, Worm M et al. Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2-entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie. Allergologie, 2020; 43: 255-271.Correspondence to:
Prof. Dr. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeit
Prävalenz und Behandlung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns: Eine Querschnittsstudie
Prevalence and treatment of allergies in rural regions in Bavaria: A cross-sectional study
D. Böhmer, B. Schuster, J. Krause, U. Darsow, T. Biedermann und A. Zink
Price
42.00 $
Jahrgang 32 (2020) p. 91 - 99
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 32, Nr. 3/2020, S. 91-99
Prävalenz und Behandlung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns: Eine Querschnittsstudie
D. Böhmer1, B. Schuster1, J. Krause1, U. Darsow1, T. Biedermann1#2 und A. Zink1#2
1Klinikum rechts der Isar der TU München. Abteilung: Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Fakultät für Medizin, Technische Universität München
Hintergrund: Die Häufigkeit von Allergien in Deutschland ist hoch. Laut Robert-Koch-Institut haben etwa 20% der erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Allergie, wobei jedoch nur etwa 10% davon adäquat behandelt werden. Genauere Untersuchungen insbesondere für ländliche Regionen sind jedoch kaum verfügbar.
Fragestellung: Häufigkeit und medizinische Versorgung von Allergien in ländlichen Regionen Bayerns.
Methodik: Querschnittstudie zur Häufigkeit von Allergien und deren Behandlungen im Bayerischen Wald in zehn Praxen von nicht dermatologischen Ärzten mittels standardisierter Fragebögen, die vom Patienten selbst ausgefüllt wurden.
Ergebnisse: Im Zeitraum von Januar bis April 2017 nahmen 641 Patienten teil. Die Häufigkeit von Allergien im ländlichen Bayern war mit 37,3% höher als die für Deutschland gemeldete (20,0%). Zudem wurde laut Selbstauskunft knapp ein Drittel (30,4%) der Allergien überhaupt nicht behandelt. Des Weiteren zeigte sich eine deutlich höhere Prävalenz an Allergien bei Frauen im Vergleich zu Männern und die Prävalenz war in der Altersgruppe 18 – 29 Jahre am höchsten (45,7%). Der am häufigsten aufgesuchte Arzt bezüglich Allergien ist der Allgemeinmediziner.
Schlussfolgerung: Strategien zur Steigerung der medizinischen Versorgung von Allergien sowie die Unterstützung von Präventionsprogrammen in ländlichen Regionen sind dringend erforderlich, um die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen zu minimieren. Studienregistrierung: Diese Studie wurde durch die Ethikkomission der Technischen Universität München genehmigt (EK Nummer 548/16S).
Erstpublikation in Allergologie. 2019; 42: 529-537.Correspondence to:
Danielle Boehmer
Dermatologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Anaphylaxie
α-Gal-Syndrom – nicht nur eine Fleischallergie
α-Gal syndrome – not just a meat allergy
P. Schmidle, B. Eberlein, U. Darsow, C. Kugler, T. Biedermann und K. Brockow
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 288 - 296
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 4/2021, S. 288-296
α-Gal-Syndrom – nicht nur eine Fleischallergie
P. Schmidle, B. Eberlein, U. Darsow, C. Kugler, T. Biedermann und K. Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Das α-Gal-Syndrom als neuartige Typ I-Allergie zeichnet sich dadurch aus, dass sich spezifische IgE-Antikörper nicht gegen Proteine, sondern das Kohlenhydrat Galactose-α-1,3-Galactose (α-Gal) richten und allergische Reaktionen auslösen. Hohe Konzentrationen von α-Gal finden sich hauptsächlich in rotem Säugetierfleisch, insbesondere den Innereien. Durch verzögerte gastrointestinale Aufnahme von α-Gal treten Typ I-Anaphylaxien in der Regel mit einer Latenz von etwa 3 bis 6 Stunden nach Verzehr von rotem Fleisch auf. Neben Säugetierfleisch können aber auch Medikamente und Medizinprodukte – abhängig vom Herstellungsprozess – anaphylaxieauslösende α-Gal-Epitope tragen. Die Gruppe dieser Produkte ist dabei sehr heterogen: sie umfasst Antikörper, gelatinehaltige Arzneimittel wie Impfstoffe, aber auch andere Medizinprodukte von tierischem Ursprung wie biologische Schweineherzklappen. Je nach Menge von α-Gal und der Art der Anwendung unterscheidet sich das Risiko für und ggf. der Zeitpunkt des Auftretens von Anaphylaxien. Aktuell wird versucht, Risikopatienten und Risikomedikamente für α-Gal-induzierte Anaphylaxien zu identifizieren. Wir konnten zeigen, dass ein In-vitro-Test wie der Basophilen-Aktivierungs-Test (BAT) bei der Beurteilung der Allergenität von Medizinprodukten hilfreich sein kann.Correspondence to:
Paul Schmidle
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Email: [email protected]
Molekulare Allergiediagnostik, Teil 2
Der komponentenbasierte Basophilen-Aktivierungstest als entscheidender In vitro-Test zum Nachweis einer Sensibilisierung bei Insektengiftallergie
Component-based basophil activation test as a decisive in vitro test to detect sensitization in cases of insect venom allergy
B. Eberlein, P. Schmidle, S. Blank, F. King, T. Biedermann, U. Darsow und K. Brockow
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42.00 $
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Jahrgang 44 (2021) p. 615 - 618
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 8/2021, S. 615-618
Der komponentenbasierte Basophilen-Aktivierungstest als entscheidender In vitro-Test zum Nachweis einer Sensibilisierung bei Insektengiftallergie
B. Eberlein1, P. Schmidle1, S. Blank2, F. King1, T. Biedermann1, U. Darsow1 und K. Brockow1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, München, 2Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität München und Helmholtz Zentrum München, München
Correspondence to:
Prof. Dr. Bernadette Eberlein
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Neue Therapieformen
Odyssee einer Patientin mit Wheat-dependent exercise-induced Anaphylaxis (WDEIA)
Odyssey of a patient with wheat-dependent exercise-induced anaphylaxis (WDEIA)
V. Faihs, R. Bent, J. Ring, C. Kugler, U. Darsow, T. Biedermann und K. Brockow
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Jahrgang 45 (2022) p. 429 - 433
Abstract
Allergologie, Jahrgang 45, Nr. 6/2022, S. 429-433
Odyssee einer Patientin mit Wheat-dependent exercise-induced Anaphylaxis (WDEIA)
V. Faihs, R. Bent, J. Ring, C. Kugler, U. Darsow, T. Biedermann und K. Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Kofaktorabhängige Nahrungsmittelallergien können zu schweren anaphylaktischen Reaktionen führen; oftmals vergeht eine lange Zeit bis zur korrekten Diagnosestellung. Wir berichten über eine 28-jährige Patientin, welche über 4 Jahre ca. 35 anaphylaktische Reaktionen erlitt, im Rahmen derer sie 3-mal reanimationspflichtig geworden sei. Über Jahre erfolgten unzählige, kostenintensive Arztbesuche ohne wegweisende Diagnose. Die Reaktionen führten zu einer schweren körperlichen und vor allem auch psychischen Belastung für die Patientin, die sich zunehmend sozial isolierte, den Studiengang wechselte und eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelte. In einer umfassenden allergologischen Abklärung (genaue Anamneseerhebung, Nachweis einer Sensibilisierung gegen ω-5-Gliadin, positiver Prick-Test gegen Weizengluten und verschiedene weitere Weizenallergenfraktionen) konnte schließlich im Rahmen einer oralen Provokationtestung die Diagnose Wheat-dependent exercise-induced Anaphylaxis (WDEIA) gestellt werden. Mithilfe einer individuellen Ernährungsberatung konnte die Patientin weitere Reaktionen vermeiden. Einen neuartigen Ausblick für WDEIA-Patienten könnte in Zukunft die Möglichkeit der sublingualen Immuntherapie darstellen.Correspondence to:
Dr. med. Valentina Faihs
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]
Originalarbeit
Organisation und Erkenntnisse einer Pilotstudie zur allergologischen Abklärung einer COVID-19-Impfstoffallergie in der Weihnachtswoche 2021
Allergological clarification of suspected COVID-19 vaccine allergy in the Christmas week 2021: organization and findings of a pilot study
R. Bent, V. Faihs, U. Darsow, T. Biedermann und K. Brockow
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Jahrgang 45 (2022) p. 812 - 822
Abstract
Allergologie, Jahrgang 45, Nr. 11/2022, S. 812-822
Organisation und Erkenntnisse einer Pilotstudie zur allergologischen Abklärung einer COVID-19-Impfstoffallergie in der Weihnachtswoche 2021
R. Bent, V. Faihs, U. Darsow, T. Biedermann und K. Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
Hintergrund: 2020 breitete sich die COVID-19-Pandemie durch das Coronavirus SARS-CoV-2 aus. Die Impfung steht im Zentrum der Bekämpfung von COVID-19. Anfängliche Berichte über Anaphylaxien nach Impfungen bewirkten Bedenken und Ängste der Bevölkerung und in der Folge eine hohe Nachfrage an Allergieabklärungen.
Methoden: Der Bedarf an und Gründe für Allergieabklärungen wurden anhand von Fragebögen und Anamnese erfasst. Patienten wurden zur Hauttestung in der Weihnachtswoche einbestellt und der Material- und Zeitaufwand sowie die Organisation sowie die Verträglichkeit einer späteren Impfung analysiert.
Ergebnisse: Der Bedarf an Testungen überstieg stark die Anzahl an Testterminen. Indikationen waren zumeist Ängste der Patienten bei nicht ganz sicher auszuschließender Polyethylenglykol (PEG)-Allergie. Es wurden 41 Patienten (38 Frauen, 3 Männer, Alter 51 ± 17,7) an 3 Tagen getestet. Eine Pflegekraft war durchschnittlich 30 Minuten und ein/e Arzt/Ärztin 25 Minuten mit einem Patienten beschäftigt. Bei 36 Patienten konnte eine Impfung nach Abklärung empfohlen werden, diese wurde positiv von 35 Patienten aufgenommen. Vier Patienten erhielten die Empfehlung für eine stationäre PEG Provokation oder stationäre Impfung; bei einer Patientin wurde aufgrund von Antihistaminika-Einnahme ein erneuter Testtermin ausgemacht. Zwei Drittel (27/41 Patienten, 65,9%), die sich alle initial aufgrund von Bedenken nicht impfen lassen wollten, wurden in der Zwischenzeit geimpft und vertrugen diese Impfung ohne wesentliche Komplikationen, weitere 9,8% beabsichtigen, sich noch impfen zu lassen. Lediglich vier Patienten (9,8%) lehnten nach der Testung weiterhin eine Impfung ab.
Schlussfolgerung: In der vorliegenden Pilotstudie zeigen wir eine sinnvolle und effektive Option auf, eine Triage der anfragenden Patienten vorzunehmen und Terminanfragen in einer Allergieabteilung schneller zeitnah abzuarbeiten. Durch die Optimierung innerklinischer Abläufe kann so eine deutlich höhere Patientenanzahl in vergleichbaren Zeiteinheiten allergologisch abgeklärt und der Impfung zugeführt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. Knut Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Str. 29
80802 München
Email: [email protected]