Standpunkt
Welche Zukunft hat die stationäre Allergologie?
Is there a future for treating allergy patients as inpatients?
V. Blaschke und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 255 - 258
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 6/2003, S. 255–258
Welche Zukunft hat die stationäre Allergologie?
V. Blaschke1 und Th. Fuchs2
1Herzzentrum, Abteilung Kardiologie und Pneumologie und 2Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Georg-August-Universität, Göttingen
Mit Einführung der diagnosis-related groups (DRG) in das deutsche Krankenhausfinanzierungssystem werden tagesgleiche Pflegesätze durch ein pauschalisierendes Entgeltsystem abgelöst. Der ökonomische Anreiz für Krankenhäuser besteht zukünftig in einer möglichst frühen Entlassung der Patienten. Es wird erwartet, daß mit der Verkürzung der Verweildauer eine deutliche Reduktion der stationären Kapazitäten einhergeht. Die finanziellen Auswirkungen auf die Profitabilität der stationären Allergologie werden beispielhaft für allergologische Kernleistungen berechnet. Es zeigt sich, daß eine orale Medikamentenexposition für das Krankenhaus wesentlich lukrativer sein kann als z.B. die Diagnostik einer chronischen Urtikaria. Unter steigendem ökonomischen Druck bei reduzierter Bettenkapazität wird für die Krankenhäuser eine aktivere Auswahl ihrer Patienten, z.B. nach ökonomischen Kriterien, zunehmende Bedeutung erlangen.Correspondence to:
Dr. med. V. Blaschke
Herzzentrum
Abteilung Kardiologie und Pneumologie
Georg-August-Universität
Robert-Koch-Straße 40
D-37075 Göttingen
Kasuistik
Allergisches Kontaktekzem – Fehldiagnose Nahrungsmittelallergie nach Bioresonanzdiagnostik
M. Stahl und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 171 - 175
Abstract
M. Stahl und Th. Fuchs
Abteilung Dermatologie und Venerologie, Bereich Allergologie, Georg-August-Universität, Göttingen
Seit etwa 3 Monaten bestand bei einer sonst gesunden 45 Jahre alten Juristin ein Kontaktekzem im Gesicht und Dekolleté. Eine Dermatologin und Allergologin diagnostizierte mit Hilfe der Bioresonanztechnik multiple “Nahrungsmittelallergien”. Hauttests erfolgten nicht. Die Patientin mied sukzessive immer mehr Nahrungsmittel und nahm schließlich über Wochen nur noch eine bestimmte Sorte Dinkelbrot, Bananen, Kartoffeln, Nudeln, Butter, Ei und Salz zu sich. Unter der Diät nahm sie mehr als 10 kg ab. Der Hautbefund blieb darunter weitgehend konstant. Systemtherapien erfolgten mit Prednisolon oral, da die Patientin topische Kortikosteroide wegen ihrer möglichen Nebenwirkungen strikt ablehnte. Sie berichtete über eine Verschlechterung des Ekzems nach Anwendung von Prednicarbat. Unter oraler Prednisolontherapie ging die Erkrankung zurück, anschließend kam es jeweils erneut zu einer Exazerbation des Ekzems. Hinweise auf eine atopische Diathese bestanden nicht. Andere Allergien waren nicht bekannt. Wir diagnostizierten mittels Epikutantest ein allergisches Kontaktekzem, ausgelöst insbesondere durch (Chlor-) Methylisothiazolinon (MCI/ MI) und Duftstoffe, die in ihren Kosmetika nachweisbar waren, sowie durch Prednicarbat.Correspondence to:
Dr. med. Maren Stahl
Abteilung Dermatologie und Venerologie
Bereich Allergologie
Georg-August-Universität
Von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Email: [email protected]
Übersicht
Kontakturtikaria und Proteinkontaktdermatitis in der Berufsdermatologie
U. Krüger und Th. Fuchs
Jahrgang 55 p. 107 - 115
Abstract
U. Krüger und Th. Fuchs
Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen
Die Proteinkontaktdermatitis wurde vor 30 Jahren erstmals beschrieben. Bereits die Erstbeschreiber wiesen auf die berufliche Relevanz der Erkrankung hin. Die Besonderheit der Proteinkontaktdermatitis sind Soforttypreaktionen unter dem klinischen Bild eines Ekzems. Pathogenetisch werden nichtimmunologische von immunologischen Mechanismen unterschieden. Eine mögliche Verbindung zwischen der IgE-bedingten Mastzelldegranulation und der T-Zell-Aktivierung stellen IgE-Rezeptoren auf Entzündungszellen der Haut dar. Die Proteinkontaktdermatitis stellt eine wichtige Differenzialdiagnose in der Berufsdermatologie dar. Die häufigsten Auslöser sind dabei Pflanzen- und Tierprodukte. Eine vorbestehende Barrierestörung der Haut kann eine Proteinkontaktdermatitis begünstigen. Zur Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben dem serologischen Nachweis von spezifischem IgE sind dies vor allem der offene Epikutantest, Pricktest, Reibtest sowie der klassische Epikutantest. Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Symptomatik. Im Vordergrund steht die Prävention durch Schutzmaßnahmen und Reduktion der Kontakte zu potenziellen Auslösern im beruflichen Umfeld.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Th. Fuchs
Abteilung Dermatologie und Venerologie
Universitätsmedizin Göttingen
Von-Siebold-Straße 3
D–37075 Göttingen
Email: [email protected]
Standpunkt
Welche Zukunft hat die stationäre Allergologie? Ein Update aus Anlaß der Fallpauschalenverordnung für 2004
Is there a future for treating allergy patients as inpatients? An update on recent changes in the political framework
V. Blaschke und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 111 - 114
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 3/2004, S. 111–114
Welche Zukunft hat die stationäre Allergologie? Ein Update aus Anlaß der Fallpauschalenverordnung für 2004
V. Blaschke1 und Th. Fuchs2
1Herzzentrum, Abteilung Kardiologie und Pneumologie,2Abteilung für Dermatologie und Venerologie,Georg-August-Universität, Göttingen
Seit dem 1.1.2004 haben die “Diagnosis-related-Groups” (DRGs) das auf tagesgleichen Pflegesätzen basierte System der Krankenhausfinanzierung abgelöst. Gleichzeitig wurde der erste auf deutschen Daten basierende Fallpauschalenkatalog eingeführt. Durch eine neue Systematik und angepaßte Bewertungsrelationen ergeben sich hieraus Änderungen für die stationäre Allergologie. Ein Vergleich allergologischer Kernleistungen mit klassischen dermatologischen Fällen wie Erysipel und atopischer Dermatitis zeigt, daß die stationäre Allergologie auch ein ökonomisch attraktiver Leistungsbereich ist. Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen müssen jedoch bei der Planung des eigenen Portfolios berücksichtigt werde.Correspondence to:
Dr. med. V. Blaschke
Herzzentrum
Abteilung Kardiologie und Pneumologie
Georg-August-Universität
D-37099 Göttingen
Email: [email protected]
Übersicht
Ebastin – Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit eines nicht sedierenden Antihistaminikums
Ebastine – review of the efficacy and safety profile of a nonsedating antihistamine
B. Wedi, Th. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, R. Mösges und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 275 - 288
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 7/2004, S. 275–288
Ebastin – Übersicht zu Wirksamkeit und Sicherheit eines nicht sedierenden Antihistaminikums
B. Wedi1, Th. Fuchs2, J. Kleine-Tebbe3, R. Mösges4 und J. Ring5
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 2Haut- und Poliklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 3Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Gelände DRK-Kliniken, Berlin, 4Institut für Medizinische Sta
Ebastin ist ein modernes nicht sedierendes Antihistaminikum mit günstigen pharmakologischen und klinischen Eigenschaften, das zur Behandlung der saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria zugelassen ist. Der aktive Metabolit Carebastin erreicht nach 4 Stunden die Cmax, besitzt eine Halbwertszeit von 15 – 19 Stunden und wird hauptsächlich renal ausgeschieden. Aus klinischen Studien werden keine relevanten anticholinergen oder kardialen Effekte berichtet. Dagegen besitzt die Substanz zahlreiche antiinflammatorische Wirkungen und eine gute antihistaminische Wirksamkeit, die zu der belegten hohen klinischen Wirksamkeit von Ebastin beitragen. Im Vergleich zu Loratadin und Cetirizin ist Ebastin 10 mg mindestens ebensogut bis besser wirksam. Die ebenfalls zugelassene höhere Dosierung von 20 mg bietet einen zusätzlichen klinischen Nutzen bei der Behandlung der allergischen Rhinitis. Ebastin besitzt ein vorteilhaftes Nutzen-Risikoprofil und stellt damit eine weitere wichtige Option für die Behandlung allergischer Soforttypreaktionen dar.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Leitlinien
Insektengiftallergie – Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Price
42.00 $
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Jahrgang 27 p. 375 - 380
Abstract
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Price
42.00 $
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Übersicht
Abbildung der stationären Allergologie im aktuellen Krankenhausfinanzierungssystem. Ein Update zum Fallpauschalenkatalog 2007
U. Krüger, V. Blaschke und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 367 - 371
Abstract
U. Krüger1, V. Blaschke2 und Th. Fuchs1
1Abteilung Dermatologie und Venerologie, Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 2Abteilung Medizincontrolling, Ev. Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont gGmbH, Bad Pyrmont
Seit Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf ein diagnosebezogenes Fallpauschalensystem hat sich die stationäre Patientenbehandlung stark gewandelt. Verschiedene finanzielle Einflussfaktoren wirken sich negativ auf die Entwicklung der stationären Medizin aus. Kostenträgerrechnungen liegen nur in wenigen Kliniken vor. Therapie- und Diagnostikkosten orientieren sich nur in wenigen Fällen an Vorgaben aus medizinischen Leitlinien. Beispielhaft für die stationäre Allergologie werden die allergenspezifische Immuntherapie, die Medikamentenprovokation und die chronische Urtikaria vorgestellt. Zum Vergleich mit allgemeindermatologischen Fällen werden die Tagesdeckungsbeiträge für das atopische Ekzem und das Erysipel berechnet. Der Vergleich mit den Jahren 2003 und 2004 zeigt einen Rückgang der Tagesdeckungsbeiträge für die verglichenen Diagnosen. Diese Entwicklung ist nicht nur für die Allergologie, sondern für die gesamte Dermatologie abzusehen. Gefordert werden muss eine konsequente Optimierung und Rationalisierung in der stationären Dermatologie. Darüber hinaus müssen Kriterien der “evidenzbasierten Medizin” (EbM) zukünftig vermehrt im Finanzierungssystem berücksichtigt werden, damit die für eine Behandlung notwendigen personellen und materiellen Ressourcen finanzierbar bleiben.Correspondence to:
Dr. med. U. Krüger
Abteilung Dermatologie und Venerologie
Hautklinik der Georg-August-Universität
Von-Siebold-Strasse 3
D-37075 Göttingen
Email: [email protected]
Laudatio
Prof. Dr. Dieter Kleinhans – 75 Jahre
Th. Fuchs
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42.00 $
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Jahrgang 32 p. 81 - 81
Originalarbeit
Historische Aspekte der Hausstaubmilbenallergie
Historical aspects of dust mite allergy
C. Gutgesell, L. Meyer und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 455 - 459
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 9/2002, S. 455–459
Historische Aspekte der Hausstaubmilbenallergie
C. Gutgesell1, L. Meyer2 und Th. Fuchs1
1Hautklinik und Poliklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 2Abteilung Klassische Philologie, Universität Bern
Hintergrund: In bisherigen Übersichtsarbeiten zu historischen Aspekten der Hausstaubmilbenallergie finden sich keine Angaben zu antiken Autoren. Auch das deutschsprachige Schrifttum aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde bisher wenig berücksichtigt. Methoden: Wir suchten daher in Werken antiker Autoren (Hippokrates, Galen, Celsus und Plinius der Ältere) nach Hinweisen für Staubunverträglichkeiten. Zusätzlich wurde die relevante deutschsprachige Literatur aus den Jahren 1900 bis 1950 evaluiert. Schließlich berücksichtigten wir Arbeiten zum Thema, die in Medline aufgeführt sind. Ergebnisse: Es zeigte sich, daß bereits in der Antike ungünstige Effekte von Staub auf Haut und Schleimhäute beschrieben wurden. In der deutschen dermatologisch-allergologischen Fachliteratur gab es vor allem in den 1920er bis 1930er Jahren eine Diskussion darüber, ob Stauballergene einen wesentlichen Einfluß auf den Verlauf der atopischen Dermatitis ausüben könnten. In den Folgejahren verlor sich jedoch das Interesse an Hausstaub als Auslöser atopischer Symptome. Seit den 1960er Jahren mit der Entdeckung von Dermatophagoides pteronyssinus als allergologisch relevante Hausstaubmilbe erneuerte sich das Interesse an Innenraumallergenen als Provokationsfaktoren des Asthmas. Seit Beginn der 1980er Jahre mit der Einführung des Atopie-Patchtests wurden Hausstauballergene auch bei atopischer Dermatitis zunehmend als ursächlich bedeutsam beurteilt. Schlußfolgerung: Seit Jahrhunderten werden Staub bzw. Stauballergene als Auslöser von Haut- und Schleimhauterkrankungen beschrieben, wobei die Thematik im Laufe der Zeit ein unterschiedlich großes Interesse fand.Correspondence to:
Dr. med. C. Gutgesell
Hautklinik und Poliklinik
Georg-August-Universität
Von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Kasuistik
Shiitake (Lentinula edodes)-Dermatitis
Shiitake (Lentinula edodes) dermatitis
U. Lippert, V. Martin, C. Schwertfeger und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 484 - 488
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 9/2002, S. 484–488
Shiitake (Lentinula edodes)-Dermatitis
U. Lippert, V. Martin, C. Schwertfeger und Th. Fuchs
Hautklinik und Poliklinik, Georg-August-Universität, Göttingen
Shiitake (Lentinula edodes) ist in Asien ein beliebter Speisepilz, der auch in Europa zunehmend Verwendung findet. Er gehört zur Familie der Marasmiaceae, Gattung Lentinulae. Allergische Reaktionen durch Shiitake- Pilze äußern sich als Kontaktekzem, Alveolitis oder Asthma. Der Genuß von rohen Shiitake-Pilzen kann zu einer Toxikodermie führen. Hierbei entwickeln sich juckende Papeln. Als Toxin wird das Polysaccharid Lentina vermutet. Innerhalb von 7 Monaten sahen wir 3 Patienten, die nach Genuß dieses Pilzes verschieden ausgeprägte Hautveränderungen zeigten. Bei einem 45jährigen Hobbykoch der Shiitake-Pilzgerichte zubereitete und aß, traten erythematöse Papeln im Gesicht auf. Im Prick-to-Prick-Test mit einem Shiitake- Pilz zeigte sich eine Sofortreaktion, die sich in eine ekzematöse Spätreaktion umwandelte. Zwei weitere Patienten entwickelten disseminierte Papeln nach Genuß von rohen Pilzen. Ein Patient hatte zuvor gebratene Shiitake-Pilze gegessen und vertragen. Ein Pick-to-Prick-Test mit einem Shiitake-Pilz war bei beiden Patienten negativ. An den Teststellen entwickelten sich ekzematöse Spätreaktionen. Während der Fall 1 ein allergisches Geschehen vermuten läßt, erinnern Anamnese und Klinik der nachfolgenden Fälle an eine Toxikodermie. Ungewöhnlich sind allerdings die positiven Hauttestbefunde. Zur Klärung und Zuordnung dieser unterschiedlichen Reaktionen sind Untersuchungen weiterer Fälle unerläßlich.Correspondence to:
Dr. med. Undine Lippert
Hautklinik und Poliklinik
Georg-August-Universität
Von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Positionspapier
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
Therapeutic intervention in IgE-mediated food allergy
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 585 - 590
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 585–590
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Medizinische Klinik Borstel, Borstel
Nach eindeutigem Nachweis einer Nahrungsmittelallergie, möglichst mittels doppelblind und plazebokontrolliert durchgeführter oraler Provokation, stellt sich die Frage der therapeutischen Möglichkeiten. Die Karenz ist die einzige Intervention, deren Effekt geprüft ist. Der Patient muß ausführliche Diätpläne mit Meidungsstrategien und Hinweisen zu sinnvollem Ersatz der Ernährung erhalten und eingehend beraten werden. Die Karenz muß im Fall von Allergenen, die potentiell schwere anaphylaktische Reaktionen auslösen können, mit Notfallmedikamenten (schnell absorbierbares orales Antihistaminikum, Glukokortikosteroid, Adrenalin) kombiniert werden. Eine Reexposition erscheint nur unter ärztlicher Aufsicht nach 1 – 2 Jahren gerechtfertigt. Die bei anderen allergischen Erkrankungen kausal wirkende Therapie der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) stellt bei der Nahrungsmittelallergie die Ausnahme dar. Bei der baumpollenassoziierten Nahrungsmittelallergie kann den Patienten in Aussicht gestellt werden, daß sich nach Hyposensibilisierung mit einem Baumpollenextrakt auch die Reaktion auf die Nahrungsmittel bessert. Die subkutane Hyposensibilisierung mit Nahrungsmittelextrakten ist dagegen ausschließlich wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten. Eine orale Toleranzinduktion mit nativen Nahrungsmitteln kommt nur in Einzelfällen und bei nicht sicher meidbaren Nahrungsmitteln in Frage. Haben Patienten vorwiegend gastrointestinale Beschwerden, kann eine zeitlich begrenzte Therapie mit Cromoglykat versucht werden. Bei leichten Symptomen empfiehlt sich zur symptomorientierten Therapie ein modernes, nicht sedierendes, schnell wirksames Antihistaminikum. Abzulehnen sind “alternative Therapieformen” wie Rotationskost oder sogenannte “bioenergetische Verfahren” wie Elektroakupunktur nach Voll oder Bioresonanz.Correspondence to:
Dr. med. Ute S. Lepp
Medizinische Klinik Borstel
Parkallee 35
D-23845 Borstel
Leitlinien
Durchführung des Epikutantests mit Kontakt-Allergenen – Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
A. Schnuch, W. Aberer, M. Agathos, J. Brasch, P.J. Frosch, Th. Fuchs, G. Richter für die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe
Price
42.00 $
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Jahrgang 25 p. 613 - 616
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 12/2002, S. 613–616
Durchführung des Epikutantests mit Kontakt-Allergenen – Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
A. Schnuch, W. Aberer, M. Agathos, J. Brasch, P.J. Frosch, Th. Fuchs, G. Richter für die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe
Correspondence to:
PD Dr. med. A. Schnuch
IVDK an der Universitäts-Hautklinik
von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Berufsdermatologie aktuell
Allergische Berufsdermatosen – Hinweise für die Verwaltungs- und Begutachtungspraxis
Allergic occupational dermatoses – information for administration and assessment
B. Przybilla, V. Mahler und Th. Fuchs
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Jahrgang 58 p. 114 - 118
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 114–118
Allergische Berufsdermatosen – Hinweise für die Verwaltungs- und Begutachtungspraxis
B. Przybilla1, V. Mahler2 und Th. Fuchs3
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 3Abteilung für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
Diagnosis and therapy of bee and wasp venom allergy
B. Przybilla, F. Ruёff, A. Walker, H.-C. Räwer, W. Aberer, C.P. Bauer, D. Berdel, T. Biedermann, K. Brockow, J. Forster, Th. Fuchs, E. Hamelmann, T. Jakob, R. Jarisch, H.F. Merk, U. Müller, H. Ott, W. Sitter, R. Urbanek und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 563 - 562
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 11/2012, S. 563–589
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla1, F. Ruёff1, A. Walker1, H.-C. Räwer1, W. Aberer2, C.P. Bauer3, D. Berdel4, T. Biedermann5, K. Brockow6, J. Forster7, Th. Fuchs8, E. Hamelmann9, T. Jakob10, R. Jarisch11, H.F. Merk12, U. Müller13, H. Ott14, W. Sitter15, R. Urbanek16 und B. Wedi17
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig- Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Fachklinik Gaißach der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Gaißach, 4Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen, Marien-Hospital, Wesel, 5Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 7Kinderabteilung St. Hedwig, St. Josefskrankenhaus, Freiburg, 8Funktionsbereich Allergologie, Universitätshautklinik Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr- Universität Bochum, 10Forschergruppe Allergologie und Allergieabteilung, Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 11Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 12Hautklinik, Medizinische Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 13Allergiestation, Medizinische Klinik, Spital Ziegler, Spitalnetz Bern, Schweiz, 14Abteilung Pädiatrische Dermatologie, Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, 15Institut für chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 16Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Freiburg, 17Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen (Apis mellifera) oder Faltenwespen (insbesondere Vespula vulgaris, V. germanica) manifestieren sich fast immer als gesteigerte örtliche Reaktionen (schwere Lokalreaktion; bei bis zu 25% der Bevölkerung) oder als Allgemeinreaktionen mit den Symptomen der Soforttypallergie (Anaphylaxie; bei bis zu 3,5% der Bevölkerung). Anaphylaktische Stichreaktionen werden durch IgE-Antikörper, die gegen Giftinhaltsstoffe gerichtet sind, ausgelöst. Andere klinische Bilder allergischer Reaktionen („ungewöhnliche Stichreaktionen“) sind – ebenso wie Intoxikationen durch eine große Anzahl von Stichen – sehr selten. Insbesondere schwere anaphylaktische Reaktionen können zu bleibenden Körperschäden oder zum Tod führen. Akute Reaktionen werden symptomatisch behandelt. Danach ist bei Patienten mit allergischen Reaktionen eine langfristige Therapie notwendig. Sie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und, bei systemischer Soforttypreaktion, die spezifische Immuntherapie (SIT; Hyposensibilisierung). Adrenalin zur Selbstinjektion ist Bestandteil der Notfallmedikation bei Patienten mit früherer systemischer Soforttypreaktion. Grundlage der Diagnostik bei Patienten mit systemischen Soforttypreaktionen sind Anamnese sowie Hauttests und Bestimmung der spezifischen Serum-Immunglobulin- E(IgE)-Antikörper gegen Gesamtgift. Wird bei diesen Tests eine aufgrund der Anamnese erwartete Sensibilisierung nicht gefunden, so werden die spezifischen Serum- IgE-Antikörper gegen relevante Einzelallergene (zurzeit verfügbar Api m 1 und Ves v 5) bestimmt sowie gegebenenfalls zelluläre Tests vorgenommen. Die Ergebnisse der Diagnostik werden von verschiedenen Variablen beeinflusst, „alsch-negative“oder „falsch-positive“ Ergebnisse sind bei allen Tests möglich. Bei Patienten mit erhöhter Konzentration der basalen Serumtryptase 95. Perzentile 11,4 μ/l) und/oder Mastozytose verlaufen anaphylaktische Stichreaktionen häfig sehr schwer. Um diese Risiken zu erkennen, sind die Bestimmung der basalen Serumtryptasekonzentration und die Untersuchung der Haut auf das Vorliegen einer kutanen Mastozytose angezeigt. Bienen- oder Wespengift-SIT ist bei Patienten obligat, die eine Stichanaphylaxie mit respiratorischen oder kardiovaskulären Symptomen erlitten haben, sowie bei Patienten mit individuellen Risikofaktoren. Im Übrigen kann die SIT allen erwachsenen Patienten mit systemischer Stichreaktion vom Soforttyp unabhängig vom Schweregrad empfohlen werden. Nur bei Kindern mit systemischer Reaktion ausschließich der Haut kann auf der Grundlage von Studienergebnissen berechtigt auf die SIT verzichtet werden. Für die Dosissteigerung der SIT gibt es zahlreiche Behandlungsprotokolle, mit denen die Erhaltungsdosis in einem Tag (Ultra-Rush-Protokoll), nach 3 – 5 Tagen (Rush-Protokoll) oder in einigen ochen bis Monaten (konventionelle SIT) erreicht wird. Mit der Geschwindigkeit der Dosissteigerung nehmen die Nebenwirkungen zu. Die Standarderhaltungsdosis ist 100 μ. Bei Risikopatienten kann bei Bienengift- SIT, die weniger wirksam ist als Wespengift- SIT, von vornherein eine besser wirksame Erhaltungsdosis von 200 μ gegeben werden; manchmal kann dies auch bei Wespengift- SIT angezeigt sein. Als Nebenwirkungen der SIT können insbesondere in der Einleitungsphase systemische anaphylaktische Reaktionen und subjektive Allgemeinbeschwerden auftreten; schwere Reaktionen sind selten. In Einzelfällen kommt es zu wiederholten anaphylaktischen Reaktionen, die den Behandlungsverlauf stark behindern oder zum Therapieabbruch zwingen können. Um hier Verträlichkeit der SIT zu erreichen, erscheint derzeit eine Begleit- und/oder Vortherapie mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (gegenwärtig „off-label use“) am aussichtsreichsten; weiter erhalten diese Paienten eine erhöte Erhaltungsdosis (≥200 μ). Der Erfolg der SIT kann nicht durch Laborparameter erfasst werden. Eine Kontrolle der Wirksamkeit der Therapie durch einen Stichprovokationstest mit einem lebenden Insekt sollte etwa 6 –18 Monate nach Erreichen der Erhaltungsdosis (bei besonderer Gefährdung des Patienten auch früher) erfolgen. Bei Stichprovokationstests ist die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten. Kommt es trotz SIT zu einer erneuten systemischen Reaktion, so führt eine Steigerung der Erhaltungsdosis (meist sind 200 μ ausreichend) fast immer zum Erfolg. Bei den meisten Patienten kann die SIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern SIT und ein erneuter Stich ohne systemische Reaktion vertragen wurden. Ist dies nicht der Fall oder bestehen besondere Risiken, so wird der Patient gegebeenfalls läger behandelt. Manchmal (z.B. bei Mastozytose oder früerer Stichreaktion mit Herzkreislaufstillstand) ist eine lebenslange SIT indiziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
AllergieZentrum
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Kontaktekzem
Editorial – Kontaktallergie: Isothiazolinone, Riechstoffe, Nickel und Co.
Editorial – Contact allergy: isothiazolinone, fragrances, nickel, et al.
Th. Fuchs und W. Aberer
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Jahrgang 38 p. 321 - 322
Abstract
zurückhalAllergologie, Jahrgang 38, Nr. 7/2015, S. 321-322
Editorial – Kontaktallergie: Isothiazolinone, Riechstoffe, Nickel und Co.
Th. Fuchs und W. Aberer
Mitteilungen
Insect Allergy - No Latex / Allergien im Urlaub: Symposium in Mallorca, 13. März 1999
Th. Fuchs und C. Bachert
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Jahrgang 22 (1999) p. 316 - 317
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 5/1999, S. 316-317
Insect Allergy - No Latex / Allergien im Urlaub: Symposium in Mallorca, 13. März 1999
Th. Fuchs1 und C. Bachert2
1Göttingen, 2Gent
Kasuistik
Allergisches Kontaktekzem durch ein „Henna-Tattoo“ bei epidermaler Sensibilisierung auf p-Phenylendiamin und Hydrochinon*
Allergic contact dermatitis due to a henna-tattoo with sensitization to p-phenylenediamine (PPD)
U. Lippert, H. Lessmann, A. Strüber-Walter, E. Oestmann und Th. Fuchs
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 261 - 264
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 6/2001, S. 261–264
Allergisches Kontaktekzem durch ein „Henna-Tattoo“ bei epidermaler Sensibilisierung auf p-Phenylendiamin und Hydrochinon*
U. Lippert, H. Lessmann, A. Strüber-Walter, E. Oestmann und Th. Fuchs
Abteilung Dermatologie, Georg-August-Universität, Göttingen
Eine 23-jährige Patientin stellte sich, eine Woche nach Auftragen eines schwarzen „Henna-Tattoos“ mit Hautveränderungen im Nacken vor. Scharf auf das Tattoo-Muster in Form einer Pflanze begrenzt, bestand ein lichenoides Ekzem. Anamnestisch ergab sich kein Hinweis auf vorbestehende Kontaktallergien. Ein Epikutantest mit Standardallergenen, Hydrochinon und einer in Deutschland gekauften hellroten Henna-Paste wurde durchgeführt. Es fanden sich deutlich postive Reaktionen auf p-Phenylendiamin (PPD), N-Isopropyl-N’-phenyl-p-phenylendiamin (IPPD) und Hydrochinon, nicht aber auf die Henna-Paste. Die von uns getestete hellrötliche Paste unterschied sich farblich von der in Ibiza verwendeten dunkelschwarzen. So läßt sich nur vermuten, daß die in Ibiza verwendete Paste mit p-phenylendiaminhaltigen Farbstoffen vermischt war. Diese werden Henna häufig zur Farbverdunklung und schnelleren Fixierung beigefügt. Kontaktallergien auf reines Henna sind sehr selten. Die Sensibilisierungspotenz von Lawson, dem färbenden Hauptbestandteil der Hennapflanze ist als schwach, die von PPD als hoch einzuschätzen. Die Befunde legen nahe, daß das allergische Kontaktekzem der Patientin durch eine Sensibilisierung gegen PPD und Hydrochinon im Tattoo verursacht wurde. Correspondence to:
Dr. med. Undine Lippert
Hautklinik und Poliklinik
Georg-August-Universität
von-Siebold-Straße 3
D-37075 Göttingen
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
Allergen immunotherapy – a position paper of the German Society for Allergology and Clinical Immunology
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Jahrgang 24 p. 525 - 534
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 11/2001, S. 535–544
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Die Wirkung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (SIT) ist komplex und induziert zahlreiche immunologische Veränderungen. Ihr Erfolg beruht vermutlich auf einer funktionellen Umorientierung und einer Toleranzentwicklung antigenspezifischer T-Lymphozyten mit verminderter allergischer Reaktionsbereitschaft und Entzündung. Die subkutane SIT ist bei allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bronchiale für einige klinisch relevante Allergene (unter anderen Birken-, Gräser-, Beifußpollen, Hausstaubmilben, Tierepithelien) kontrolliert untersucht und mit gutem Erfolg angewandt worden. Sie gilt derzeit als einzige kausale Therapie neben der Allergenkarenz und kann den natürlichen Verlauf der Allergie beeinflussen. Bei Hymenopterengiftallergien (Bienen- und Wespengift) zeigt die SIT die besteWirksamkeit im Vergleich zur Therapie mit anderen Allergenen. Eine Indikation zur SIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht oder schwer möglich ist und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollte nur ein Arzt mit allergologischer Ausbildung oder allergologischen Fachkenntnissen vornehmen. Die SIT wird von Ärzten mit Erfahrung in dieser Therapieform durchgeführt. Nach einer obligaten Zwischenanamnese und Injektion der vorgesehenen bzw. individuell angepaßten Dosis, die sorgfältig dokumentiert werden, muß der Patient 30 Minuten unter ärztlicher Kontrolle bleiben. Die Indikationsstellung und Durchführung der SIT bei Kindern entspricht im wesentlichen der Behandlung Erwachsener. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SIT. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Wirkungen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Veränderte Allergene, rekombinante Proteine und Adjuvantien zur Immunmodulation aus der modernen Grundlagenforschung versprechen zukünftig eine verbesserte Wirksamkeit der SIT mit Allergenen bei geringeren unerwünschten Wirkungen. Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Schloßstraße 51
D-14059 Berlin
Originalarbeit
Kontaktsensibilisierung gegen Polidocanol Daten des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK)
Contact allergy to Polidocanol – results of the Information Network of Departments of Dermatology (IVDK)
W. Uter, J. Geier, Th. Fuchs für den IVDK*
Price
42.00 $
Jahrgang 23 (2000) p. 475 - 480
Abstract
Allergologie, Jahrgang 23, Nr. 10/2000, S. 475–480
Kontaktsensibilisierung gegen Polidocanol Daten des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK)
W. Uter1, J. Geier1, Th. Fuchs2 für den IVDK*
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), 2Abteilung für Allergologie, Georg-August-Universität, Göttingen
Nach früheren Kasuistiken und kleineren Studien handelt es sich bei Polidocanol um ein potentiell relevantes Kontaktallergen bei Patienten mit chronischem Ekzem. Um die aktuelle Sensibilisierungsprävalenz bei epikutan getesteten Patienten sowie mögliche Risikofaktoren für eine Sensibilisierung gegen Polidocanol (wie z.B. Alter, Geschlecht, Ekzemlokalisation) zu untersuchen, wurden Registerdaten des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK) analysiert. Zwischen 1992 und 1999 wurden zwei unterschiedliche Testzubereitungen benutzt: Polidocanol 0,5% inWasser, das 1,3% positive Reaktionen bei 3186 Patienten erbrachte, und Polidocanol 3% in Vaseline, bei dem 2,1% positive Reaktionen bei 6202 Patienten auftraten. Die Konkordanz bei denjenigen, die mit beiden Zubereitungen getestet wurden (n = 649), war nur mäßig (Cohen’s simple kappa: 0,53). Eine logistische Regressionsanalyse zum Einfluß o.g. Faktoren auf den Sensibilisierungsstatus erbrachte ein Unterschenkelekzem (OR 2,32, 95% KI: 1,02 – 2,35) und ein Alter über 40 Jahre (OR 2,91, 95% KI: 1,74 – 5,19) als signifikante Risikofaktoren. Damit reiht sich Polidocanol in die Liste der Lokaltherapeutika ein, die bei einer nennenswerten Zahl älterer “Bein-Patienten” eine Kontaktallergie auslösen können und daher bei entsprechender Anamnese getestet werden sollten. Correspondence to:
PD Dr. med. W. Uter
IVDK, Büro Osnabrück
Beethovenstraße 16
D-49076 Osnabrück