Übersichten
Update: Kreuzreaktivität zwischen Allergenen in Nahrungsmitteln und Birkenpollen
Update: Cross-reactivity betweeen food allergens and birch pollen allergens
B.K. Ballmer-Weber, S. Scheurer und S. Vieths
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 463 - 473
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 11/2003, S. 463–473
Update: Kreuzreaktivität zwischen Allergenen in Nahrungsmitteln und Birkenpollen
B.K. Ballmer-Weber1, S. Scheurer2 und S. Vieths2
1Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 2Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen
Erwachsene Patienten entwickeln eine Nahrungsmittelallergie meistens sekundär aufgrund einer IgE-Kreuzreaktion nach primärem Erwerb einer Sensibilisierung gegen Inhalationsallergene. Die IgE-Kreuzreaktion beruht auf einer Strukturähnlichkeit zwischen Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen. Die häufigste Nahrungsmittelallergie, die durch eine Inhalationsallergie vermittelt ist, stellt die pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie dar, wobei diese in Zentral- und Nordeuropa vor allem durch eine Birkenpollensensibilisierung vermittelt wird. Drei allergene Birkenproteine, Bet v 1, Bet v 2 und Bet v 6, sowie die sogenannten kreuzreaktiven Kohlenhydratdeterminanten (CCD) werden für die Kreuzreaktionen auf pflanzliche Lebensmittel verantwortlich gemacht. In der folgenden Übersichtsarbeit werden die wichtigsten biochemischen Charakteristika dieser 4 kreuzreaktiven Strukturen besprochen.Correspondence to:
PD Dr. med. Barbara K. Ballmer-Weber
Allergiestation
Dermatologische Klinik
Universitätsspital Zürich
Gloriastraße 31
CH-8091 Zürich
Originalarbeit
Spezifische IgE-Werte gegen Aero- und Nahrungsmittelallergene im Vergleich: Dr. Fooke ALLERG-O-LIQ und Pharmacia CAP-System
Allergen-specific IgE-values to inhalants and food allergens: Dr. Fooke ALLERGO- LIQ versus Pharmacia CAP-System
J. Kleine-Tebbe, K. Breuer, U. Lepp, S. Vieths, M. Worm, G. Kunkel, U. Wahn und S. Lau
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 129 - 135
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 4/2004, S. 129–135
Spezifische IgE-Werte gegen Aero- und Nahrungsmittelallergene im Vergleich: Dr. Fooke ALLERG-O-LIQ und Pharmacia CAP-System
J. Kleine-Tebbe1, K. Breuer2, U. Lepp3, S. Vieths4, M. Worm5, G. Kunkel1,6, U. Wahn7 und S. Lau7
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 3Medizinische Klinik, Forschungszentrum Borstel, 4Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 5Klinik für Dermatologie,
Zwei In-vitro-Tests zur Bestimmung allergenspezifischer IgE-Antikörper (sIgE) wurden verglichen, indem Seren mit sIgE gegen häufige Aero- (Birke t3, Lieschgras g6, Beifuß w6, Hund e5, Katze e1, Hausstaubmilbe D. pter. d1) und Nahrungsmittelallergene (NMA) (Hühnerei f1, Kuhmilch f2, Weizenmehl f4, Sojabohne f14, Haselnuß f17, Apfel f49) mit beiden Methoden bestimmt wurden. Abhängig vom Allergen stimmten die quantitativen Werte, angegeben als kU/l, unterschiedlich überein: Allergen/n t3/48, g6/47, w6/39, e1/40, e5/42, d1/39; Spearman rho 0,95***, 0,9***, 0,82***, 0,9***, 0,82***, 0,85***; Allergen/n f1/37, f2/38, f4/68, f14/52, f17/40, f49/40; Spearman rho 0,84***, 0,6***, 0,6***, 0,31*, 0,68***, 0,82***; *** p < 0,001; * p < 0,05. Während die Aeroallergene (t3, g6, e1, e5) im Punktediagramm eine mäßige Streuung um die ideale Regressionsgrade zeigten, waren die sIgE-Werte gegen NMA (f2, f4, f14, f17) stärker gestreut. Unterschiedlich ausgeprägte Assoziation und Streuung, abhängig vom Allergen, spiegelten sich in gleicher Weise beim Vergleich der semiquantitativen Klassen beider Systeme wider. Fazit: Allergene mit dominantem Majorallergen (z.B. t3, e1, f1) sind weniger problematisch als komplexe Allergene (z.B. d1) beim Vergleich von unterschiedlichen IgE-Bestimmungsmethoden. Allergenspezifische IgE-Werte gegen Aeroallergene stimmen besser überein als gegen NMA. Gleiche Einheiten (kU/l) garantieren keine exakte Übereinstimmung allergenspezifischer IgE-Antikörperkonzentrationen. Die Untersuchung beschränkt sich auf die analytische Übereinstimmung der Methoden; die diagnostische Übereinstimmung konnte aufgrund fehlender klinischer Daten nicht ermittelt werden. Vergleichsstudien dieser Art sind dennoch sinnvoll und hilfreich als Orientierung zur aktuellen Vergleichbarkeit unterschiedlich gemessener IgE-Werte und für eine zukünftige Optimierung wichtiger Allergene für die IgE-Bestimmung.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinien
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
Food allergies by immunologic crossreactions
M. Henzgen, S. Vieths, I. Reese, S. Erdmann, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 177 - 190
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 5/2005, S. 177-190
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
M. Henzgen1, S. Vieths2, I. Reese3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, L. Jäger6, J. Kleine-Tebbe7, U. Lepp8, B. Niggemann9, J. Saloga10, I. Vieluf11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Klinik für Innere Medizin I, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 3Ernährungspraxis, Schwerpunkt Allergologie, München, 4Hautklinik, Universität Aachen, 5Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen
Grundlage für die Mehrzahl IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter sind kreuzreagierende Allergene. Ähnliche Molekülstrukturen in Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen bedingen die Bildung kreuzreagierender IgE-Antikörper. Damit wird infolge der Sensibilisierung gegen ein Kreuzallergen, meist primär ein Inhalationsallergen, ein ganzes Spektrum an Sensibilisierungen ausgelöst, und bereits der Erstkontakt mit dem Nahrungsmittel kann eine anaphylaktische Reaktion provozieren. Die größte Bedeutung haben pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien, wobei die baumpollenassoziierten Allergien am besten untersucht sind. Für die klinische Praxis reicht es nicht aus, mittels immunologischer Tests eine Kreuzreaktion nachzuweisen, sondern es muß zwischen einer Sensibilisierung ohne klinische Relevanz und einer klinischen Manifestation der Allergie unterschieden werden, weswegen bei unklarer Anamnese die Durchführung oraler Provokationstests notwendig wird. Daß baumpollenassoziierte Nahrungsmittelallergien durch die spezifische Immuntherapie mit Baumpollen eine Besserung erfahren können, zeigen einige offene Studien an Baumpollenallergikern. Wenigstens 50% dieser Patienten mit zusätzlichen Symptomen auf Nahrungsmittel beobachteten unter der Immuntherapie neben einer Besserung der polleninduzierten Beschwerden auch einen positiven Einfluß auf die Nahrungsmittelallergie. Allerdings stehen plazebokontrollierte Studien aus. Angesichts der Zunahme der Pollenallergien, der Verschiebung des Sensibilisierungsspektrums und einer Änderung unserer Eßgewohnheiten muß mit neuen, bisher unbekannten Kreuzreaktionen gerechnet werden.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Henzgen
Pneumologie und Allergologie
Klinik für Innere Medizin I
Klinkum der Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Leitlinien
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergien
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
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42.00 $
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Jahrgang 29 p. 370 - 380
Abstract
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Autorengruppe der AG Nahrungsmittelallergie der DGAKI
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Niggemann
Klinik für Pädiatrie m. S.
Pneumologie und Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: [email protected]
Stellungnahme
Neue Deklarationspflicht für Nahrungsmittelallergene in Lebensmitteln
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
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42.00 $
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Jahrgang 29 p. 403 - 409
Abstract
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Nahrungsmittelallergie I
Hauttestungen mit Nahrungsmittelallergenen
M. Henzgen, B.K. Ballmer-Weber, S. Erdmann, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 274 - 280
Abstract
M. Henzgen1, B.K. Ballmer-Weber2, S. Erdmann3, T. Fuchs4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Zentrum für Klinische Forschung, Universität Zürich, 3Bergisch-Gladbach, 4Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Herz-Lungenpraxis, Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 8Poliklinik, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 9Ernährungsberatung, München, 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 13Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologigie, Medizinische Hochschule Hannover
enen
Hauttestungen haben einen zentralen Stellenwert in der Abklärung von Sensibilisierungen bei Nahrungsmittelallergien. Insbesondere der Prick-Test stellt eine Routinemethode dar. Allerdings komplizieren instabile Allergene und das Fehlen standardisierter Extrakte das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie. Deswegen ist man nach wie vor auf einen Prick-zu-Prick-Test mit nativen Lebensmitteln angewiesen. Indikationen und Kontraindikationen für eine Hauttestung mit Nahrungsmittelallergenen unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen Allergien. Vorsicht ist bei Zustand nach schwerer anaphylaktischer Reaktion und bei bekannter hoher allergener Potenz der Nahrungsmittel geboten.Correspondence to:
PD Dr. med. Margot Henzgen
Klinik für Innere Medizin I
Pneumologie und Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Sojaallergie durch Kreuzreaktionen gegen Birkenpollen-Majorallergen Bet v 1
J. Kleine-Tebbe, D.A. Herold und S. Vieths
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 303 - 313
Abstract
J. Kleine-Tebbe1, D.A. Herold1 und S. Vieths2
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend (AAZW), Berlin, 2Paul-Ehrlich-Institut, Abteilung Allergologie, Langen
Die häufigste Form einer Sojaallergie in Mitteleuropa beruht auf einer birkenpollenassoziierten Kreuzreaktion. Aufgrund ähnlicher Struktur des Birkenpollen-Hauptallergens Bet v 1 und des Sojaallergens Gly m 4 zeigen 75% der Birkenpollenallergiker serologisch IgE-vermittelte Kreuzreaktionen gegen das Sojaprotein aus der Familie der Bet v 1-homologen Pflanzenstress-(“pathogenesis-related”) PR-10-Proteine. Allerdings entwickeln nur 10% der Birkenpollenallergiker klinische Symptome nach Genuss von geringgradig oder unprozessierten Sojaprodukten (Sojaflocken, Sojamilch, Tofu, Diätpulver mit Sojaisolat). Die vorwiegend lokalen, oropharyngealen Symptome können mit ausgeprägten und bedrohlichen Schwellungen im Hals- und Gesichtsbereich einhergehen. Darüber hinaus wurden systemische Reaktionen mit urtikariellen, gastrointestinalen und Kreislaufsymptomen beschrieben. Eine typische Anamnese mit rasch einsetzender Reaktion nach Genuss gering prozessierten Sojaproteins liefert in Verbindung mit einer ausgeprägten Birkenpollensensibilisierung die entscheidenden diagnostischen Hinweise. Native Sojaprodukte eignen sich aufgrund des instabilen Gly m 4 und seines mit 0,01 – 0,1% geringen Anteils am Gesamtsojaprotein besser zum Hauttest als kommerzielle Sojaextrakte. Aus dem gleichen Grund sind Sojagesamtextrakte zur allergenspezifischen IgE-Bestimmung bei Verdacht auf Gly m-4-bedingte Sojaallergie nicht empfindlich genug. Das seit kurzem verfügbare rekombinante Gly m 4 eignet sich wesentlich besser zum IgE-Nachweis. Bei nachgewiesener birkenpollenassoziierter, klinisch relevanter Sojaallergie sollten kaum oder gering prozessierte Sojaprodukte vermieden werden. Entsprechende Verpackungshinweise auf die potentielle Gefährdung von Birkenpollenallergikern durch diese Produkte wären wahrscheinlich hilfreich zur Vermeidung und rascheren Aufklärung der häufig unvermuteten Reaktionen. Erhitzte und stark prozessierte Produkte wie Sojasauce, texturiertes Sojaprotein, geröstete Sojabohnen oder Sojaöl stellen aufgrund ihrer geringen Gly m 4-Gehalte wahrscheinlich keine Gefährdung dar. Die Sojaallergie als Ausdruck einer birkenpollenassoziierten Kreuzreaktion sollte stärker publik gemacht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe; Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Spandauer Damm 130, Haus 9, D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Allergie auf Lupinenmehl: ein neues oder ein verstecktes Allergen?
U. Jappe, und S. Vieths
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 314 - 325
Abstract
U. Jappe1,2 und S. Vieths2
1Universitäts-Hautklinik, Heidelberg, 2Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen
Die gerösteten Samen der Lupine, die zur Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae) gehört, werden seit langem in mediterranen Ländern als Zwischenmahlzeit konsumiert. In der EU wird Lupinenmehl seit den 90er Jahren als Zutat in Nahrungsmitteln bzw. als Ersatz für bestimmte Nahrungsmittel verzehrt. Es wird vornehmlich Weizenmehl zugesetzt. 1994 wurde der erste Fall einer Soforttypallergie auf lupinenmehlhaltige Pasta beschrieben. Seither wurde im europäischen Ausland wiederholt kasuistisch über allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach oraler oder inhalativer Aufnahme von lupinenmehlhaltigen Produkten berichtet. Lupinenmehl stellt aufgrund von Kreuzreaktionen ein Hochrisikoallergen für Erdnussallergiker dar, da Erdnuss und Lupine zu den Leguminosen zählen, wobei allerdings die Häufigkeit und der Grad der Kreuzreaktivität unbekannt sind. Lupine wurde am 22.12.2006 in den Anhang IIIA der Richtlinie 2000/13/EG, der das Verzeichnis der Zutaten, die unter allen Umständen auf der Etikettierung der Lebensmittel anzugeben sind, weil sie bei empfindlichen Personen unerwünschte Reaktionen hervorrufen können, aufgenommen. Seit 2007 gibt es erste Berichte über schwere Lupinenmehlallergie auch in Deutschland. Besonders gefährdet sind Erdnussallergiker oder Erdnuss-Sensibilisierte, wegen der Kreuzreaktivität auf Lupinenmehl zu reagieren. Aber es sind auch De-novo-Sensibilisierungen auf Lupinenmehl bekannt.Correspondence to:
PD Dr. med. U. Jappe, MSc.; Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Straße 51-59, D-63225 Langen
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Vorgehen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
T. Werfel, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 333 - 342
Abstract
T. Werfel1, S. Erdmann2, T. Fuchs3, M. Henzgen4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, M. Worm12 und T. Zuberbier12
1Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 2Bergisch-Gladbach, 3Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 4Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 8Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 9München; 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
In der vorliegenden Leitlinie der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der DGAKI und des ÄDA werden verschiedene Vorgehensweisen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem) diskutiert. Das Problem ist klinisch relevant, da viele Patienten vermuten, dass allergische Reaktionen gegen Nahrungsmittel Ekzeme auslösen oder verschlechtern können. Die Kunst besteht darin, die Patienten, die tatsächlich von einer Eliminationsdiät profitieren, zu identifizieren und gleichzeitig zu verhindern, dass zu häufig unnötige Diäten mit der Gefahr der Fehlernährung und der zusätzlichen emotionalen Belastung durchgeführt werden. Als Goldstandard in der Diagnostik nahrungsmittelabhängiger Reaktionen gilt die plazebokontrollierte, doppelblinde orale Provokation, da spezifisches IgE, Pricktests und anamnestische Angaben häufig nicht mit der Klinik korrelieren. Dies gilt insbesondere für verzögert einsetzende Ekzemreaktionen. Das Instrument der diagnostischen Eliminationsdiät sollte vor einer oralen Provokation genutzt werden. Bei multiplen Sensibilisierungen besteht die Möglichkeit einer zeitlich befristeten oligoallergenen Basisdiät und eines anschließenden stufenweisen Kostaufbaus. Bei gezieltem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte die orale Provokation nach ebenso gezielter Eliminationsdiät durchgeführt werden. Aufgrund der sich zum Teil langsam entwickelnden Ekzemverschlechterungen wird empfohlen, zumindest am Tag nach der Provokation die Haut zu untersuchen und ggf. eine repetitive Testung durchzuführen, wenn es am ersten Tag der oralen Provokation nicht zu einer klinischen Reaktion gekommen ist. In der Leitlinie werden verschiedene klinische Konstellationen diskutiert, die ein differenziertes Vorgehen bei Patienten mit atopischer Dermatitis ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel; Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Ricklinger Straße 5, D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnostisches Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudoallergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe
I. Reese, T. Zuberbier, B. Bunselmeyer, S. Erdmann, M. Henzgen, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, J. Saloga, S. Vieths und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 514 - 523
Abstract
I. Reese1, T. Zuberbier2, B. Bunselmeyer3, S. Erdmann4, M. Henzgen5, T. Fuchs6, L. Jäger7, J. Kleine-Tebbe8, U. Lepp9, B. Niggemann10, M. Raithel11, J. Saloga12, S. Vieths13 und T. Werfel14
1Ernährungsberatung und -therapie, München, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinisches Zentrum für innovative Dermatologie, Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 4Praxis für Dermatologie, Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Pneumologie, ISpezifische Immuntherapie (SCIT) mit rekombinanten Allergenenmmunologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Jena, 8Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 9Herz-Lungen-Praxis, Stade, 10Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 11Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 12Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 13Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 14Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Die chronische Urtikaria, das rezidivierende Angioödem und das nicht allergische Asthma werden mit pseudoallergischen Reaktionen auf Nahrungsmittelinhaltsstoffe in Verbindung gebracht. Für die atopische Dermatitis und Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (GIT) ist dieser Zusammenhang umstritten. Pseudoallergische Reaktionen werden durch Zusatzstoffe, aber auch durch natürliche Nahrungsmittelinhaltsstoffe ausgelöst. Ein veränderter Histaminmetabolismus ist möglicherweise mit dem Krankheitsbild der Pseudoallergie assoziiert. Eine akute Urtikaria bzw. eine kurze Episode von Angioödemen stellen keine Indikation für ein aufwendiges diagnostisches Vorgehen dar. Nach ergebnisloser Basisdiagnostik bei chronischer Urtikaria kann die Durchführung einer pseudoallergenarmen Diät erwogen werden. Haut- und Bluttests stellen bei pseudoallergischen Pathomechanismen keine objektiven diagnostischen Parameter dar. Unter pseudoallergenarmer Diät sollte eine Dokumentation des Schweregrades erfolgen. Eine orale Provokation mit Zusatzstoffen führt nur in Einzelfällen zu reproduzierbaren Symptomen. Deshalb wird nach positivem Verlauf der pseudoallergenarmen Diät eine pseudoallergenreiche “Supermahlzeit” exponiert. Nach positiver Reaktion auf die “Supermahlzeit” erfolgt die Provokation mit Zusatzstoffen in der Regel als Sammelexposition. Bei vorbekanntem Asthma bronchiale oder bei anaphylaktoiden Reaktionen ist allerdings eine Testung der Einzelsubstanzen mit “einschleichender” Dosierung erforderlich. Der Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit kann über eine Exposition mit Histamindihydrochlorid erhärtet werden. Für Expositionen bei Symptomen im Bereich der Atemwege sollten inhalative Provokationen erwogen werden. Die Objektivierung der Symptome ist gerade bei Erkrankungen im Bereich des GIT erforderlich und sollte möglichst über eine DBPCFC erfolgen.Correspondence to:
Dr. Imke Reese; Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, Ansprengerstraße 19, D-80803 München
Email: [email protected]
Leitlinie
In-vitro-Diagnostik und molekulare Grundlagen von IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien
J. Kleine-Tebbe, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, I. Huttegger, U. Jappe, L. Jäger, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, Z. Szépfalusi, S. Vieths, M. Worm, T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 177 - 194
Abstract
J. Kleine-Tebbe1, B. Ballmer-Weber2, K. Beyer3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, M. Henzgen6, I. Huttegger7, U. Jappe8, L. Jäger9, U. Lepp10, B. Niggemann11, M. Raithel12, I. Reese13, J. Saloga14, Z. Szépfalusi15, S. Vieths8, M. Worm16, T. Zuberbier16
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz, 3Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 4Praxis für Dermatologie Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 6Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut Langen, 9Jena, 10Herz-Lungen-Praxis Stade, 11Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 12Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 13Ernährungsberatung München, 14Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 15Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 16Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 17Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Wichtigstes Instrument zur In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittelallergien ist die spezifische IgE-Bestimmung, deren Varianten (einzelne Allergenquellen oder -mischungen, Paneltests, Einzelallergene) sich erheblich in ihrer diagnostischen Wertigkeit unterscheiden. Hohe IgE-Werte gegen Hühnerei, Kuhmilch, Erdnuss oder Fisch sind mit erhöhtem Risiko für klinische Reaktionen assoziiert, erlauben aber selten den Verzicht auf eine orale Provokation. Zelluläre Methoden mit basophilen Leukozyten zum indirekten Nachweis IgE-vermittelter Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel sind nur in Einzelfällen sinnvoll. Bestimmte Molekülfamilien (z.B. Bet-v-1-Homologe, Lipidtransferproteine und Profiline) enthalten Allergene ähnlicher Sequenz und Struktur, deren gemeinsame IgE-Bindungsstellen die Grundlage der Kreuzreaktionen darstellen. Kreuzreaktive Kohlenhydratepitope (CCD), häufig pflanzlichen Ursprungs, können ebenfalls IgE binden, das selten klinisch relevant ist. Allergenquellen pflanzlicher (z.B. Nüsse, Früchte, Gemüse) und tierischer Herkunft (Kuhmilch, Hühnerei, Fisch) werden als Extrakte zur Diagnostik eingesetzt, sofern es ihre Qualität erlaubt. Die IgE-Diagnostik mit Einzelallergenen gestattet eine molekülspezifische Diagnostik, deren Bedeutung je nach Allergenquelle und klinischer Charakterisierung der Einzelallergene variiert. Indikationen zur IgE-Diagnostik bestehen bei begründetem Verdacht einer Nahrungsmittelallergie und fehlender Aussage nach Anamnese und Hauttest, bei Sensibilisierung auf hauttestungeeignete Nahrungsmittel, bei bedrohlicher Reaktion auf Nahrungsmittel, bei Bedingungen, die Hauttests bzw. deren Auswertung nicht zulassen, und im Kindesalter. Die Interpretation hat potentiell falsche Resultate durch unzureichende Reagenzienqualität oder Laborfehler und klinisch irrelevante Ergebnisse durch stark erhöhtes Gesamt-IgE, zu hohe Nachweisempfindlichkeit oder kreuzreagierende Allergene (Interpretationsfehler) zu berücksichtigen. Positive Testergebnisse entsprechen allergenspezifischen Sensibilisierungen, die nur bei korrespondierenden Symptomen relevant sind. Untauglich zur Diagnostik von Nahrungsmittelallergien sind Bioresonanz, Kinesiologie, Elektroakupunktur, zytotoxischer Lebensmitteltest (Methoden ohne Aussagekraft und/oder Überprüfung), Lymphozytentransformationstest, nahrungsmittelspezifisches IgG und IgG4 (Methoden mit unzulässiger Interpretation).Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Positionspapier
In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittel- Allergien
In vitro diagnostics of food allergies
J. Kleine-Tebbe, T. Fuchs, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 341 - 349
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 6 /2002, S. 341–349
In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittel- Allergien
J. Kleine-Tebbe, T. Fuchs, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Allergie-Zentrum Westend, Berlin
Measurement of allergen-specific IgE represents the most useful diagnostic in-vitro test in food allergy, usually being performed after case history and skin test. Hundreds of single allergens and combinations are offered by a number of manufacturers. Different allergens, detection and calibration methods lead to a lack of comparibility of test results, which can also differ substantially from case history, skin test and food challenge results. Cellular laboratory tests should be used for food allergy testing only in individual cases or scientific studies. Food allergens: Food proteins of higher stability (predominantly relevant in early infancy) do rarely cause problems in terms of IgE-testing. At present, use of defined proteins for routine diagnosis of allergen-specific IgE has no advantage compared to whole food allergens. Resulting from sensitizations to pollen allergens or natural rubber latex, IgE will be found to cross reactive, mostly labile allergens from various fruit, vegetable or plant species, being clinically relevant only in case of corresponding symptoms. This supports the recommendation of selected in-vitro testing, focussing on suspected foods. Indication for IgE-testing: Reasonable probability of food allergy, but no clear-cut evidence after case history and skin test; sensitization to foods not suitable for skin testing; severe reactions to foods; skin test or its interpretation not possible. Interpretation of in-vitro results: False positive or negative results due to inappropriate reagents or laboratory errors; clinically irrelevant results by strongly elevated total serum IgE, low cut-off levels or cross reactive allergens. Not suitable for diagnosis of food allergy: Allergen-specific IgG, cytotoxic food test, electroacupuncture, bioresonance. Unsolved problems: Optimized quality of reagents; calibration and comparability of results from different methods; serological cross reactivity. Future studies adressing clinical relevance of in-vitro results will help to improve diagnosis and interpretation of food allergy.Correspondence to:
PD Dr. J. Kleine-Tebbe
Allergie-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
D-14050 Berlin
Positionspapier
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
Therapeutic intervention in IgE-mediated food allergy
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 585 - 590
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 585–590
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Medizinische Klinik Borstel, Borstel
Nach eindeutigem Nachweis einer Nahrungsmittelallergie, möglichst mittels doppelblind und plazebokontrolliert durchgeführter oraler Provokation, stellt sich die Frage der therapeutischen Möglichkeiten. Die Karenz ist die einzige Intervention, deren Effekt geprüft ist. Der Patient muß ausführliche Diätpläne mit Meidungsstrategien und Hinweisen zu sinnvollem Ersatz der Ernährung erhalten und eingehend beraten werden. Die Karenz muß im Fall von Allergenen, die potentiell schwere anaphylaktische Reaktionen auslösen können, mit Notfallmedikamenten (schnell absorbierbares orales Antihistaminikum, Glukokortikosteroid, Adrenalin) kombiniert werden. Eine Reexposition erscheint nur unter ärztlicher Aufsicht nach 1 – 2 Jahren gerechtfertigt. Die bei anderen allergischen Erkrankungen kausal wirkende Therapie der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) stellt bei der Nahrungsmittelallergie die Ausnahme dar. Bei der baumpollenassoziierten Nahrungsmittelallergie kann den Patienten in Aussicht gestellt werden, daß sich nach Hyposensibilisierung mit einem Baumpollenextrakt auch die Reaktion auf die Nahrungsmittel bessert. Die subkutane Hyposensibilisierung mit Nahrungsmittelextrakten ist dagegen ausschließlich wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten. Eine orale Toleranzinduktion mit nativen Nahrungsmitteln kommt nur in Einzelfällen und bei nicht sicher meidbaren Nahrungsmitteln in Frage. Haben Patienten vorwiegend gastrointestinale Beschwerden, kann eine zeitlich begrenzte Therapie mit Cromoglykat versucht werden. Bei leichten Symptomen empfiehlt sich zur symptomorientierten Therapie ein modernes, nicht sedierendes, schnell wirksames Antihistaminikum. Abzulehnen sind “alternative Therapieformen” wie Rotationskost oder sogenannte “bioenergetische Verfahren” wie Elektroakupunktur nach Voll oder Bioresonanz.Correspondence to:
Dr. med. Ute S. Lepp
Medizinische Klinik Borstel
Parkallee 35
D-23845 Borstel
Leitlinie
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie
Standardisation of oral provocation tests on suspicion of food allergy
B. Niggemann, K. Beyer, S. Erdmann et al.
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 467 - 479
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 9/2011, S. 467–479
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie
B. Niggemann1, K. Beyer2, S. Erdmann3, T. Fuchs4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, M. Raithel7, I. Reese8, J. Saloga9, C. Schäfer10, Z. Szépfalusi11, S. Vieths12, T. Zuberbier13, T. Werfel14 und M. Worm13
1Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Praxis für Dermatologie, Bergisch-Gladbach, 4Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 5Allergie- und Asthma- Zentrum Westend, Berlin, 6Herz-Lungen-Praxis, Stade, 7Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 8Ernährungstherapie, München, 9Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 10Ernährungstherapie, Hamburg, 11Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 12Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 13Allergie- Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 14Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Übersicht
Die Umsetzung der Therapieallergene- Verordnung bei der spezifischen Immuntherapie: eine Bestandsaufnahme
The implementation of the therapy allergens ordinance for specific immunotherapy: the current state
A. Bonertz, S. Kaul, C. Ruoff und S. Vieths
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 395 - 402
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 10/2014, S. 395–402
Die Umsetzung der Therapieallergene- Verordnung bei der spezifischen Immuntherapie: eine Bestandsaufnahme
A. Bonertz, S. Kaul, C. Ruoff und S. Vieths
Paul-Ehrlich-Institut, Langen
Mit Inkrafttreten der Therapieallergene-Verordnung am 14.11.2008 wurden Individualrezepturen mit erwiesenermaßen häufigen allergieauslösenden Allergenen in Deutschland der Zulassungspflicht unterstellt. Aufgrund des Ablaufs von Übergangsvorschriften der Verordnung in 2011 sind mittlerweile nur noch diejenigen der betroffenen Therapieallergene verkehrsfähig, für welche ein Zulassungsantrag eingereicht wurde. Derzeit befinden sich noch 96 Produkte im Zulassungsverfahren, in dessen Rahmen deren Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit belegt werden muss. Die unabhängige Bewertung der Arzneimittel im Rahmen der laufenden Zulassungsverfahren sowie die Chargen-Prüfung des Paul-Ehrlich-Instituts haben bereits zum jetzigen Zeitpunkt dazu geführt, dass ungeeignete Therapieallergene nicht mehr verfügbar sind. Weiterhin stehen die Ziele der Verordnung, insbesondere die Reduzierung des Risikos einer Behandlung mit einem unwirksamen Arzneimittel und einer damit einhergehenden Verschlechterung des Zustands des Patienten, im Vordergrund des weiteren Verfahrens.Correspondence to:
Dr. rer. nat. A. Bonertz
Paul-Ehrlich-Institut
Paul-Ehrlich-Straße 51 – 59
D–63225 Langen
Email: [email protected]
Leitlinien
Zur Deklaration „versteckter Allergene“ in Lebensmitteln*: Stellungnahme der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deuts
S. Vieths, A.H. Meyer, I. Ehlers, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Price
42.00 $
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Jahrgang 24 p. 316 - 319
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 7/2001, S. 316–319
Zur Deklaration „versteckter Allergene“ in Lebensmitteln*: Stellungnahme der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deuts
S. Vieths, A.H. Meyer, I. Ehlers, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen
Correspondence to:
PD Dr. rer. nat. S. Vieths
Abteilung Allergologie
Paul-Ehrlich-Institut
Paul-Ehrlich-Straße 51-59
D-63225 Langen
Positionspapier
Standardisierung von oralen Provokationstests bei IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien*: Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
B. Niggemann, J. Kleine-Tebbe, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel und L. Jäger
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Jahrgang 23 (2000) p. 564 - 571
Abstract
Allergologie, Jahrgang 23, Nr. 11/2000, S. 564–571
Standardisierung von oralen Provokationstests bei IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien*: Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
B. Niggemann, J. Kleine-Tebbe, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel und L. Jäger
Correspondence to:
PD Dr. med. B. Niggemann
Abteilung Pädiatrische Pneumologie
und Immunologie
Kinderklinik des Virchow-Klinikums
Humboldt-Universität
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Positionspapier
Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudo-allergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe: Gemeinsames Positionspapier von DGAI und ÄDA
T. Werfel, B. Wedi, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und L. Jäger
Login
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Jahrgang 23 (2000) p. 572 - 580
Abstract
Allergologie, Jahrgang 23, Nr. 11/2000, S. 572–579
Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudo-allergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe: Gemeinsames Positionspapier von DGAI und ÄDA
T. Werfel, B. Wedi, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, J. Sennekamp, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und L. Jäger
Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel
Dermatologische Klinik und Poliklinik
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Allergen-Immuntherapie
Die regulatorische Situation von Allergenprodukten in Europa
The regulatory situation of allergen products in Europe
A. Bonertz, V. Mahler und S. Vieths
Price
42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 400 - 406
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 9/2018, S. 400-406
Die regulatorische Situation von Allergenprodukten in Europa
A. Bonertz, V. Mahler und S. Vieths
Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Langen, Deutschland
Die Regulation und Zulassung von Allergenprodukten folgen komplexen rechtlichen Vorgaben und Verfahren. Während Grundpfeiler hiervon, wie die Klassifizierung von Allergenprodukten zur Immuntherapie und zur in vivo Diagnose als Arzneimittel sowie die Verfahrensarten zur Zulassung innerhalb der Europäischen Union vereinheitlicht sind, zeigen sich dennoch deutliche Unterschiede in den einzelnen EU-Staaten bezüglich deren Umsetzung und der tatsächlichen Herangehensweise an diese Arzneimittel. Insbesondere die Anwendung von Individualrezepturen wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Eine weitere Harmonisierung in diesen Bereichen wird angestrebt.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Andreas Bonertz
Paul-Ehrlich-Institut
Paul-Ehrlich-Straße 51-59
63225 Langen
Email: [email protected]
Original
Untersuchungen zur Apfelallergie bei Birkenpollenallergikern. Hauttestergebnisse und Immunoblot-Analysen mit Tieftemperaturextrakten unterschiedlicher Apfelsorten
Investigations of apple hypersensitivity in birch pollen allergie patients: skin prick test resuits and immunoblot studies using bw temperature extracts of four apple strains
S. Vieths, H. Aulepp, B. Schöning und R. Tschirnich
Price
42.00 $
Jahrgang 18 (1995) p. 89 - 97
Abstract
Allergologie, Jahrgang 18, Nr. 3/1995, S. 89-97
Untersuchungen zur Apfelallergie bei Birkenpollenallergikern. Hauttestergebnisse und Immunoblot-Analysen mit Tieftemperaturextrakten unterschiedlicher Apfelsorten
S. Vieths1, H. Aulepp2, B. Schöning1 und R. Tschirnich1
1Institut für Lebensmittelchemie der Technischen Universität Berlin und 2Klinik Borkum Riff der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte
Das allergene Potential von Äpfeln kann sehr stark variieren und hängt sowohl von der Sorte als auch vom Reifezustand der Früchte ab. Es werden Hauttestergebnisse mit Tieftemperaturextrakten von reifen Früchten vier verschiedener Apfelsorten an 72 Patienten mit einer Birkenpollen-assoziierten Apfelallergie vorgestellt. Zur Testung wurden die Sorten Golden Delicious und Granny Smith (stark allergen), Boskoop (mäßig allergen) und Jamba (schwach allergen) eingesetzt. Die Sensitivitäten bezüglich der Diagnose einer Apfelallergie betrugen 87% für Golden Delicious, 91% für Granny Smith, 12% für Boskoop und 8% für Jamba. Käufliche Pricktestlösungen vier verschiedener Hersteller waren immunologisch inaktiv und ungeeignet für die Diagnose der Apfelallergie. In der Kontrollgruppe von 20 Patienten ohne Birkenpollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie traten keine falsch positiven Reaktionen auf. Immunoblotanalysen mit elektrophoretisch getrennten Extrakten von Granny Smith (n = 79 Seren) und Golden Delicious (n = 37 Seren) ergaben IgE-Reaktivitäten mit dem 18 kDa-Protein der Äpfel bei mehr als 60% der untersuchten Patienten mit einer manifesten Apfelallergie. Es handelt sich bei dem 18 kDa-Protein somit um ein Hauptallergen des Apfels. Durch Immunoblotuntersuchungen mit spezifischen monoklonalen Antikörpern gegen das Hauptallergen des Apfels wurde in Übereinstimmung mit der Hautreaktivität eine Abnahme der Menge des 18 kDa-Allergens in den Extrakten in der Reihenfolge Golden Delicious/Granny Smith > Boskoop > Jamba festgestellt. Die Ergebnisse machen deutlich, daß die Herstellung immunologisch aktiver Apfelextrakte für diagnostische Zwecke durchaus möglich ist, der diagnostische Erfolg aber auch bei der Anwendung geeigneter Extraktionsmethoden in hohem Maße von der Auswahl des Testmaterials abhängt. Sie bestätigen außerdem Resultate unserer früheren Untersuchungen, nach denen verschiedene Konzentrationen des Hauptallergens die Ursache für die sortenabhängigen Unterschiede im allergenen Potential von Äpfeln sind.Correspondence to:
Dr. rer. nat. S. Vieths, Gustav-Meyer-Allee 25, D–13355 Berlin