Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 31, Nr. 1/2013, S. 30–34
Laparoskopische Leberresektion bei kolorektalen Lebermetastasen
J. Li, I. Königsrainer, A. Kirschniak, M. Zdichavsky, A. Königsrainer und S. Nadalin
Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Tübingen
Kolorektale Lebermetastasen (CRLM) stellen die häufigste Indikation zur Leberresektion dar. Dabei gewinnt das laparoskopische Vorgehen zunehmend an Bedeutung. Metaanalysen sowie zahlreiche Fallserien zeigen, dass die laparoskopischen Resektionsverfahren (LLR) bei ausgewählten Patienten und entsprechender Erfahrung des Chirurgen in punkto Sicherheit und Machbarkeit vergleichbar sind. Neben den bekannten Vorteilen der minimalinvasiven Chirurgie sind die onkologischen Ergebnisse zu der offenen Chirurgie nicht unterschiedlich.Correspondence to:
Dr. med. J. Li, FEBS
Klinik für Hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie
Neues Klinikum (O10), Bereich G
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
D–20246 Hamburg
Email: [email protected]
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 3/2017, S. 105-117
Frühe Umstellung von Cyclosporin auf Everolimus nach Lebendnierentransplantation: 5 Jahresdaten der randomisierten ZEUS Studie
C. Sommerer1, K. Budde2, M. Zeier1, R.P. Wüthrich3, P. Reinke4, U. Eisenberger5, A. Mühlfeld6, W. Arns7, R. Stahl8, K. Heller9, H.H. Wolters10, B. Suwelack11, H.U. Klehr12, I.A. Hauser13, M. Stangl14, S. Nadalin15, M. Dürr2, M. Porstner16, C. May16, P. Wimmer16, O. Witzke17 und F. Lehner18 für die ZEUS Study Investigators
1Zentrum für Nephrologie, Universitätsklinikum Heidelberg, 2Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, 3Klinik für Nephrologie, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 4Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin, Charité Universitätsmedizin, Berlin, 5Universitätsklinik für Nephrologie und Hypertonie, Universität Bern, Inselspital, Bern, Schweiz, 6Abteilung für Nephrologie und Immunologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 7Transplantationszentrum Köln, Krankenhaus Köln-Merheim, 8Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 9Klinik für Nephrologie und Hypertensiologie, Universitätsklinikum Erlangen, 10Klinik für Allgemeinchirurgie, 11Medizinische Klinik D, Schwerpunkt Nephrologie, Universitätsklinikum Münster, 12Zentrum für Nephrologie, Universitätsklinikum Bonn, 13Funktionsbereich Nephrologie, Universitätsklinikum Frankfurt, Goethe-Universität, Frankfurt am Main, 14Transplantationszentrum München der LMU, München, 15Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Tübingen, 16Novartis Pharma GmbH, Nürnberg, 17Klinik für Nephrologie und Klinik für Infektiologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen und 18Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover
Zielsetzung: Bestimmung der Wirksamkeit, Nierenfunktion und Sicherheit 5 Jahre nach früher Umstellung von Cyclosporin auf Everolimus im Vergleich zu einem herkömmlichen cyclosporinbasierten Behandlungsregime bei Empfängern eines Nierentransplantats von einem Lebendspender. Material und Methoden: Bei der ZEUS-Studie handelte es sich um eine randomisierte, offene 1-jährige multizentrische Studie, bei der 300 De-novo-Nierentransplantatempfänger entweder durchgehend Cyclosporin erhielten oder 4,5 Monate nach der Transplantation auf Everolimus umgestellt wurden. Nach der Transplantation fanden 5 Jahre lang jährliche Nachuntersuchungen statt. Ergebnisse: 80 Empfänger einer Lebendnierenspende wurden randomisiert. 75 davon beendeten die 1-jährige Kernstudie. 60 Patienten erschienen zur Nachuntersuchung nach 5 Jahren. Im 5. Jahr erhielten noch 15/31 (48,4%) der Everolimus-Patienten und 20/29 (69,0%) der Cyclosporin-Patienten die Studienmedikation. Der adjustierte Mittelwert der glomerulären Filtrationsrate (GFR) im Jahr 5 lag bei den Everolimus-Patienten bei 67,2 ml/min/1,73m2 und bei den Cyclosporin-Patienten bei 60,8 ml/min/1,73m2 (mittlere Differenz 6,4 ml/min/1,73m2; p = 0,031). Bei den behandlungstreuen Patienten, die noch die Studienmedikation erhielten, lag die Differenz im Mittel bei 13,2 ml/min/1.73m2 (p = 0,003); bei den Patienten, deren Medikation gewechselt worden war, zeigte sich dagegen kein signifikanter Unterschied (Mittelwert –2,6 ml/min/1,73m2; p = 0,701). Patienten- und Transplantatüberleben waren für Everolimus und Cyclosporin ähnlich. Durch Biopsie gesicherte akute Abstoßungsreaktionen traten bei 22,0% der Everolimus-Patienten und bei 7,5% der Cyclosporin-Patienten auf (p = 0,116). In den Jahren 1 – 5 brach nur 1 Patient die Everolimus-Therapie aufgrund von unerwünschten Ereignissen ab. Schlussfolgerungen: Die frühzeitige Einführung von Everolimus und das Absetzen des Calcineurininhibitors (CNI) nach einer Lebendnierentransplantation verbesserte die 5-Jahres-Transplantatfunktion im Vergleich zur herkömmlichen CNI-basierten Therapie. Die Verbesserungen der Nierenfunktion war am größten vor allem bei den Patienten, die weiterhin mit Everolimus behandelt wurden. Ein Anstieg leichter akuter Abstoßungsreaktionen war nicht mit einem langfristigen Transplantatverlust assoziiert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Claudia Sommerer
Zentrum für Nephrologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 162
69120 Heidelberg
Email: [email protected]