Originalarbeiten
Die Prävention degenerativer Wirbelsäulen- erkrankungen als Maßnahme der Betrieblichen Gesundheitsförderung für Hafenarbeiter
S. Dalichau, B. Stein, K. Schäfer, J.J. Buhlmann und P. Menken
Price
42.00 $
Jahrgang 16 p. 72 - 80
Abstract
S. Dalichau1, B. Stein2, K. Schäfer3, J.J. Buhlmann1 und P. Menken1
1Institut für angewandte Prävention und Leistungsdiagnostik, BG Unfallbehandlungsstellen Bremen, 2Arbeitsmedizinische Praxis Dres. Duda/Stein, Bremen, 3Großhandels- und Lagerei-Berufsgenossenschaft, Hauptverwaltung, Mannheim
Im Auftrag der Großhandels- und Lagerei-Berufsgenossenschaft wurden 118 männliche Hafenarbeiter einer großen Containerumschlagsfirma mit Schmerzen in der Hals- oder/und Lendenwirbelsäule nach Rückenschmerzintensität und begleitenden Funktionseinschränkungen parallelisiert und anschließend auf 3 Versuchs- (VG 1 – 3) und eine Wartekontrollgruppe(n) (KG) randomisiert. Die Probanden durchliefen über 6 Monate 1- bis 2mal wöchentlich ein Programm der Medizinischen Trainingstherapie (VG 1), ein gerätegestütztes Training im Fitneß-Studio (VG 2) und eine Wirbelsäulengymnastik (VG 3). Während sich in der KG sowohl die Schmerzintensität als auch die Funktionseinschränkungen wegen Rückenschmerzen vergrößerten, remittierten in allen VG nach der Trainingsperiode beide Parameter (p < 0,05). Zudem verringerten sich in den VG die Arztkonsultationen, die physiotherapeutischen Applikationen sowie die Arbeitsunfähigkeitstage wegen Rückenschmerzen. Begleitend steigerten die 3 Trainingsmaßnahmen die körperliche Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden der Versuchspersonen signifikant (p < 0,01/0,05). Über 80% der Gesamtstichprobe gaben an, auch zukünftig an einer Trainingsmaßnahme teilnehmen zu wollen. So qualifizieren sich die 3 untersuchten Trainingsmaßnahmen als zumindest kurz- bzw. mittelfristig wirksame Instrumente zur betrieblichen Gesundheitsförderung für Hafenarbeiter.Correspondence to:
PD Dr. rer. nat. S. Dalichau
Institut für angewandte Prävention und Leistungsdiagnostik
BG Unfallbehandlungsstellen
Außer der Schleifmühle 55 – 61
D–20203 Bremen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Die ambulante medizinische Rehabilitation für Patienten mit Asbestose unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitseffekten
The outpatient medical rehabilitation for patients with asbestosis taking special account of lasting effects
S. Dalichau, A. Demedts, A. im Sande und T. Möller
Jahrgang 35 p. 459 - 470
Abstract
S. Dalichau1, A. Demedts2, A. im Sande3 und T. Möller1
1Berufsgenossenschaftliche Unfall-Ambulanz und Reha-Zentrum am Airport Bremen, 2Facharztpraxis für Lungen- und Bronchialheilkunde, Bremen, 3Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, Bezirksverwaltung Bremen
Einleitung: Die vorliegende Studie verfolgt die Fragestellung, ob und inwieweit Asbestose-Patienten von einer intensiven ambulanten medizinischen Rehabilitation (AMR) profitieren können, die sich überwiegend aus bewegungs- und sporttherapeutischen Inhalten konstituiert und in Anlehnung an das Hamburger Modell insbesondere auf die Sicherung von Nachhaltigkeitseffekten ausgelegt ist. Methodik: Im Rahmen eines vorexperimentellen Studiendesigns durchliefen 184 männliche Asbestose-Patienten im Lebensalter von 66,8 ± 5,1 Jahren 5-mal wöchentlich à 6 Stunden über 3 Wochen Phase 1 (Aufbauphase) der AMR, bestehend aus standardisierten Inhalten der pneumologischen Rehabilitation. In der direkt folgenden Phase 2 (Stabilisierungsphase) der AMR absolvierten die Patienten einmal wöchentlich à 3 Stunden über 12 Wochen weitere therapeutische Applikationen mit Schwerpunkt auf der Bewegungs- und Sporttherapie. Anschließend überführte die Reha-Einrichtung die Patienten bei Interesse in wohnortnahe Gesundheitssportgruppen (Erhaltungsphase). Die Effekte der AMR wurden zu Beginn (T1), am Ende der Aufbau- (T2) und Stabilisierungsphase (T3) sowie 6 Monate nach T3 (T4) mittels eines geeigneten Assessments evaluiert. Ergebnisse: Gemessen an T1 zeigte sich sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit (6-Minuten-Gehtest, Handkraft-Test, PWC-Test) als auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF-36) der Patienten in T2 signifikant verbessert. Während sich die Parameter “Vitalkapazität” und “1-Sekunden-Kapazität” über den Untersuchungszeitraum nicht veränderten, konnte der Messwert des arteriellen Sauerstoffdrucks in T2 ebenfalls statistisch bedeutend gesteigert werden. In T3 wurden die positiven Effekte bestätigt. 149 Patienten (81%) des Kollektivs betrieben auch 6 Monate nach T3 noch regelmäßig Gesundheitssport und konnten ihren Health Outcome in T4 erhalten, während die Reha-Effekte der 35 “Sportabbrecher” wieder auf den status quo ante in T1 zurückfielen. Schlussfolgerungen: Trotz einer irreversiblen Lungenerkrankung mit restriktiver Funktionsstörung können gezielte bewegungs- und sporttherapeutische Interventionen eine Konditionierung im Sinne einer Aktivierung vorhandener körperlicher Leistungsreserven sowie konsekutiv eine Vergrößerung der Lebensqualität und Belastbarkeit im Alltag bewirken. Diese positiven Effekte lassen sich durch ein regelmäßiges Training (einmal wöchentlich) nachhaltig stabilisieren. Damit betonen die Ergebnisse die Notwendigkeit der Einbindung von Nachsorgestrategien in das Rehabilitationskonzept.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. S. Dalichau
BG Unfall-Ambulanz und Reha-Zentrum am Airport Bremen
Industriestraße 3
D–28199 Bremen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Die Ergebnismessung in der medizinischen Rehabilitation. Die Kontrolle des Response shift bei Patienten mit degenerativen Kniegelenksbeschwerden mittels des then-test
Rehabilitation outcome measurement. The control of response shift in patients with degenerative knee joint complaints by means of the then-test
S. Dalichau, H. Albrecht, T. Möller, M. Giemsa, T. Solbach, M. Büschke, D. Engel und A. Wahl-Wachendorf
Price
42.00 $
Jahrgang 30 (2018) p. 91 - 99
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 30, Nr. 3/2018, S. 91-99
Die Ergebnismessung in der medizinischen Rehabilitation. Die Kontrolle des Response shift bei Patienten mit degenerativen Kniegelenksbeschwerden mittels des then-test
S. Dalichau1, H. Albrecht1, T. Möller1, M. Giemsa2, T. Solbach3, M. Büschke4, D. Engel4 und A. Wahl-Wachendorf3
1BG Ambulanz Bremen, 2BG Klinikum Hamburg Rehazentrum City, 3ASD der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft – Hauptverwaltung, Berlin, 4Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft – Hauptverwaltung, Berlin
Zur Kontrolle des Response shift (RS) durchliefen 99 männliche Patienten (51,2 Jahre; BMI: 29,2) mit degenerativen Kniegelenksbeschwerden eine 3-wöchige ambulante Rehabilitationsmaßnahme. Zu Beginn (T1) und am Ende (T2) der Maßnahme wurden die Patienten umfangreich untersucht. Die Bestimmung des RS erfolgte mittels des then-test anhand der schriftlichen Befragungen. In T2 zeigte sich eine deutliche Verbesserung in allen untersuchten Parametern. Der RS war in Form einer Über- (SF-36, WOMAC) und Unterschätzung (PACT) mit geringen Effektstärken und einer schwachen klinischen Signifikanz nachzuweisen, was den Daten aus der Literatur entspricht. Die Validität des RS wird zudem durch Confounder wie den Present State- und den Recall Bias, die uneinheitliche Ausrichtung sowie unterschiedliche Interessen und Erwartungen der Patienten eingeschränkt. Es ist zu diskutieren, ob der RS nicht auch als Ausdruck einer erwünschten erfolgreichen Krankheitsbewältigung des Patienten zu interpretieren ist.
Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau
BG Ambulanz Bremen
Industriestraße 3
28199 Bremen
Email: [email protected]
Original
Sport- und Bewegungstherapie bei Asbestose – Nachhaltigkeit der pneumologischen Rehabilitation im 8-Jahres-Verlauf
Sports and exercise therapy in asbestosis – sustainability of pulmonary rehabilitation in the 8-year course
S. Dalichau und T. Möller
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2020) p. 625 - 634
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 10/2020, S. 625-634
Sport- und Bewegungstherapie bei Asbestose – Nachhaltigkeit der pneumologischen Rehabilitation im 8-Jahres-Verlauf
S. Dalichau und T. Möller
BG Ambulanz Bremen
Der bio-psycho-soziale Gesundheitszustand von 61 männlichen Patienten mit Asbestose (73,5 Lebensjahre) konnte 6 Jahre nach 2-jähriger ambulanter pneumologischer Rehabilitation in Kombination mit gezielten Nachsorgeaktivitäten unter besonderer Berücksichtigung der Sport- und Bewegungstherapie nachuntersucht werden. 72,1% der Probanden gaben an, noch immer regelmäßig durchschnittlich 2,2-mal/Woche sportlich aktiv zu sein und konnten sowohl ihre körperliche Leistungsfähigkeit (Step-Test, Krafttest der Oberschenkelmuskulatur) als auch ihre gesundheitsbezogene sowie krankheitsspezifische Lebensqualität (SF-36, BDI/TDI) erhalten. Hingegen remittierte der Health outcome von 17 der 61 Asbestosepatienten, die jegliche sportliche Aktivität beendet hatten, signifikant (p < 0,01) unter das Niveau zum Status quo ante bei Beginn der Reha-Maßnahme. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit der Einbindung von Nachsorgestrategien in das Rehabilitationskonzept und unterstreichen die Bedeutung der Sport- und Bewegungstherapie für die Entwicklung von Selbstmanagement und Selbstwirksamkeitserwartung.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau
BG Ambulanz Bremen
(Chefarzt: Dr. med. Torsten Möller)
Industriestr. 3
28199 Bremen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Sport- und Bewegungstherapie bei Asbestose – Nachhaltigkeit der pneumologischen Rehabilitation im 8-Jahres-Verlauf
Sports and exercise therapy in asbestosis – sustainability of pulmonary rehabilitation in the 8-year course
S. Dalichau und T. Möller
Price
42.00 $
Jahrgang 32 (2020) p. 151 - 160
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 32, Nr. 4/2020, S. 151-160
Sport- und Bewegungstherapie bei Asbestose – Nachhaltigkeit der pneumologischen Rehabilitation im 8-Jahres-Verlauf
S. Dalichau und T. Möller
BG Ambulanz Bremen
Der bio-psycho-soziale Gesundheitszustand von 61 männlichen Patienten mit Asbestose (73,5 Lebensjahre) konnte 6 Jahre nach 2-jähriger ambulanter pneumologischer Rehabilitation in Kombination mit gezielten Nachsorgeaktivitäten unter besonderer Berücksichtigung der Sport- und Bewegungstherapie nachuntersucht werden. 72,1% der Probanden gaben an, noch immer regelmäßig durchschnittlich 2,2-mal/Woche sportlich aktiv zu sein und konnten sowohl ihre körperliche Leistungsfähigkeit (Step-Test, Krafttest der Oberschenkelmuskulatur) als auch ihre gesundheitsbezogene sowie krankheitsspezifische Lebensqualität (SF-36, BDI/TDI) erhalten. Hingegen remittierte der Health outcome von 17 der 61 Asbestosepatienten, die jegliche sportliche Aktivität beendet hatten, signifikant (p < 0,01) unter das Niveau zum Status quo ante bei Beginn der Reha-Maßnahme. Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit der Einbindung von Nachsorgestrategien in das Rehabilitationskonzept und unterstreichen die Bedeutung der Sport- und Bewegungstherapie für die Entwicklung von Selbstmanagement und Selbstwirksamkeitserwartung.
Erstpublikation in Atemwegs- und Lungenkrankheiten. 2020; 46: 625-634.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau
BG Ambulanz Bremen
(Chefarzt: Dr. med. Torsten Möller)
Industriestr. 3
28199 Bremen
Email: [email protected]
Original
Die ambulante Post-COVID Rehabilitation unter besonderer Berücksichtigung der chronischen Fatigue – Erste Ergebnisse eines psychoedukativen Therapieansatzes
Outpatient Post-COVID rehabilitation with special consideration of chronic fatigue – First results of a psychoeducational therapy approach
S. Dalichau, H. Kordy, J. Klüver, J. Bergs, W. Brinkmeier, J. Kleefmann, N. Rathmann, D. Reinermann, L. Yorke und P. Meyer
Price
42.00 $
Jahrgang 37 (2025) p. 15 - 22
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 37, Nr. 1/2025, S. 15-22
Die ambulante Post-COVID Rehabilitation unter besonderer Berücksichtigung der chronischen Fatigue – Erste Ergebnisse eines psychoedukativen Therapieansatzes
S. Dalichau, H. Kordy, J. Klüver, J. Bergs, W. Brinkmeier, J. Kleefmann, N. Rathmann, D. Reinermann, L. Yorke und P. Meyer
BG Kliniken – Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH, BG Ambulanz Bremen
Im Rahmen einer Kohortenstudie durchliefen 37 weibliche und 3 männliche Post-COVID Patienten (51,6 ± 9,5 Jahre) mit dem Leitsymptom der chronischen Fatigue mit einer mittleren Beschwerdedauer von > 18 Monaten die 12-wöchige Phase 1 der ambulanten Post-COVID-Rehabilitation, die auf eine Verbesserung der Krankheitsakzeptanz und -bewältigung (Coping, Pacing) fokussiert. Nach 12 Wochen reduzierten sich die wahrgenommene Fatigue sowie Gefühle von Angst und Depression mit mittleren Effekten (d: 0,42 – 0,52). Weiterhin vergrößerten sich die Lebensqualität, das positive Erleben und die Fähigkeit zum Pacing, die Lebenszufriedenheit als auch die Arbeitsfähigkeit mit Effektstärken (d) zwischen 0,41 und 0,74. Zudem verringerten sich begleitende Post-COVID Symptome um 21 bis 66%. Die Ergebnisse sind positiv zu bewerten und erfüllen die Erwartungen der 12-wöchigen Phase 1. Unter Berücksichtigung von Norm- und Referenzwerten kennzeichnen die Daten jedoch weiterhin einen behandlungsbedürftigen Bereich.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau
BG Kliniken – Klinikverbund der
gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH
BG Ambulanz Bremen
Industriestr. 3
28199 Bremen
Email: [email protected]