Begutachtung und Rechtssprechung
Aktuelle Rechtsprechung zur BK-Nr. 5101: Neue Aspekte zum Unterlassungszwang bei der berufsdermatologischen Begutachtung – aus juristischer Sicht (Teil I)
S. Brandenburg, K. Palsherm und J. Schudmann
Jahrgang 54 p. 55 - 58
Abstract
S. Brandenburg1, K. Palsherm1 und J. Schudmann2
1Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege, Hauptverwaltung, Hamburg, und 2Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege, Bezirksverwaltung, Bochum
Eine Anerkennung als Berufskrankheit, die als Tatbestandsmerkmal den Unterlassungszwang beinhaltet – wie die BK 5101 –, kommt auch bei Fortsetzung der Tätigkeit in Betracht, wenn durch erfolgreiche Prävention eine Gesundheitsgefährdung beseitigt werden konnte. Dies ist bei der Erteilung von Gutachtenaufträgen zu berücksichtigen.
Correspondence to:
Dr. jur. S. Brandenburg
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege
Hauptverwaltung
Pappelallee 35 – 37
D–22089 Hamburg
Merkblatt
Begutachtungsempfehlungen für die Berufskrankheit Nr. 5101 der Anlage zur BKV
O. Blome, C. Bernhard-Klimt, S. Brandenburg, T.L. Diepgen, W. Dostal, H. Drexler, H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, I. Schindera, A. Schmidt und H.J. Schwanitz
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Jahrgang 51 p. 2 - 14
Abstract
O. Blome, C. Bernhard-Klimt, S. Brandenburg, T.L. Diepgen, W. Dostal, H. Drexler, H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, I. Schindera, A. Schmidt und H.J. Schwanitz
1Leitung und Koordination der Arbeitsgruppe, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG)
Correspondence to:
Univ.-Prof.Dr.Dr. H.J. Schwanitz
Dermatologie, Umweltmedizin und
Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D-49090 Osnabrück
Bamberger Merkblatt
Begutachtungsempfehlungen für die Begutachtung von Haut- und Hautkrebserkrankungen – Teil I: Hauterkrankungen
T.L. Diepgen, C. Bernhard-Klimt, O. Blome, S. Brandenburg, D. Dienstbach, H. Drexler, P. Elsner, M. Fartasch, K.H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, A. Köllner, H. Otten, W. Pappai, W. Römer, E. Rogosky, J. Sacher, C. Skudlik
Jahrgang 56 p. 132 - 150
Abstract
T.L. Diepgen1, C. Bernhard-Klimt2, O. Blome3, S. Brandenburg4, D. Dienstbach5, H. Drexler6, P. Elsner7, M. Fartasch8, K.H. Frank9, S.M. John10, P. Kleesz11, A. Köllner12, H. Otten3, W. Pappai13, W. Römer14, E. Rogosky3, J. Sacher15, C. Skudlik10
1Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.-Klinikum, Heidelberg, 2Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarbrücken, 3DGUV, Sankt Augustin, 4BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg, 5BG der chemischen Industrie, Frankfurt a.M., 6Univ. Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 7Klinikum der Friedrich-Schiller-Univ. Jena, 8BGFA, Bochum, 9BG der Bauwirtschaft, 10Univ. Osnabrück, 11BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Mannheim, 12Duisburg, 13Maschinenbau- und Metall-BG, Köln, 14BG Metall Nord Süd, Hannover, 15BG der chemischen Industrie, Köln
Die nachfolgenden Begutachtungsempfehlungen richten sich in erster Linie an den berufsdermatologischen Gutachter, der bei einer fraglich berufsbedingten Hautkrankheit eine Aussage über den ursächlichen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen und die durch die Folgen der Hautkrankheit bedingte Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) trifft. Das vollständig überarbeitete „Bamberger Merkblatt“ befasst sich in dem Teil 1 mit der in der Anlage (Berufskrankheiten-Liste) zur Berufskrankheiten-Verordnung genannten Berufskrankheit Nr. 5101 „Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können“ und in dem Teil 2 mit bösartigen Hauttumore, wie Plattenepithelkarzinome, inklusive des Bowenkarzinoms und deren Vorstufen sowie Basaliome (auch Basallzellkarzinom genannt). Es ist Aufgabe des Unfallversicherungsträgers im Sinne der §§ 20 ff SGB X die entscheidungserheblichen Daten (insbesondere zur Exposition und Erkrankung) zu ermitteln. Die erforderlichen Untersuchungsmethoden sind Gutachtenstandards und in Verbindung mit den MdE-Vorschlägen wird die erforderliche Schlüssigkeitsprüfung der Gutachten für die Unfallversicherungsträger (UV-Träger) und die Sozialgerichtsbarkeit erheblich leichter; hiermit wird aber auch mehr Transparenz für die betroffenen Versicherten erreicht. Die von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes geforderten formalen Voraussetzungen an ein antizipiertes Sachverständigengutachten sind für Begutachtungsempfehlungen bei Berufskrankheiten vollständig erfüllt worden. Das Bamberger Merkblatt wurde in einer öffentlichen Konsensuskonferenz am 12. Juni 2008 in Potsdam verabschiedet. Die Abschlussdiskussion wird in einem eigenen Berichtsband der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung wiedergegeben. Die Arbeitsgruppe „Bamberger Merkblatt“ wurde von Prof. Dr. T.L. Diepgen geleitet. Die Leitung von Seiten der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erfolgte zunächst von Otto Blome und später von Dr. Heinz Otten und Fred-D. Zagrodnik, die Protokollführung zu Beginn von Frau Elke Rogosky und zuletzt von Fred-D. Zagrodnik. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft war durch die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie durch folgende Personen vertreten: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Prof. Dr. P. Elsner, Frau Prof. Dr. M. Fartasch, Prof. Dr. S.M. John, Dr. A. Köllner, PD Dr. C. Skudlik. Der Berufsverband deutscher Dermatologen (BVDD) wurde zunächst von Dr. I. Schindera, dann von Dr. A. Köllner und Dr. A. Stary, die Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) durch Prof. Dr. H. Drexler und zeitweise auch durch Prof. Dr. St. Letzel (Teil 2), der Verband der Gewerbeärzte durch Frau Dr. C. Bernhard-Klimt vertreten. Für die am häufigsten mit berufsbedingten Hautkrankheiten befassten BGen nahmen folgende Personen teil: Professor Dr. jur. Stephan Brandenburg, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege; Dieter Dienstbach, Berufsgenossenschaft der chem. Industrie; Dr. med. K. H. Frank, Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft; Dr. rer. nat. Peter Kleesz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten; Ass. Wilfried Pappai, Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft; Dr. jur. Wolfgang Römer, Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd; Ass. Joachim Sacher, Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.Correspondence to:
Prof. Dr. T.L. Diepgen; Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Unweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Thibautstraße 3, D–69115 Heidelberg
Email: [email protected]
Bamberger Merkblatt
Bamberger Merkblatt: Begutachtungsempfehlungen für die Begutachtung von Haut- und Hautkrebserkrankungen - Teil II: Hautkrebserkrankungen
T.L. Diepgen, C. Bernhard-Klimt, O. Blome, S. Brandenburg, D. Dienstbach, H. Drexler, P. Elsner, M. Fartasch, K.H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, A. Köllner, S. Letzel, H. Otten, W. Pappai, W. Römer, E. Rogosky, J. Sacher
Jahrgang 57 p. 3 - 17
Abstract
T.L. Diepgen1, C. Bernhard-Klimt2, O. Blome3, S. Brandenburg4, D. Dienstbach5, H. Drexler6, P. Elsner7, M. Fartasch8, K.H. Frank9, S.M. John10, P. Kleesz11, A. Köllner12, S. Letzel16, H. Otten3, W. Pappai13, W. Römer14, E. Rogosky3, J. Sacher15,
1Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.-Klinikum, Heidelberg, 2Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarbrücken, 3DGUV, Sankt Augustin, 4BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg, 5BG der chemischen Industrie, Frankfurt a.M., 6Univ. Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 7Klinikum der Friedrich-Schiller-Univ. Jena, 8BGFA, Bochum, 9BG der Bauwirtschaft, 10Univ. Osnabrück, 11BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Mannheim, 12Duisburg, 13Maschinenbau- und Metall-BG, Köln, 14BG Metall Nord Süd, Hannover, 15BG der chemischen Industrie, Köln, 16Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universität Mainz, und 17Hautarztpraxis, Werne
Die nachfolgenden Begutachtungsempfehlungen richten sich in erster Linie an den berufsdermatologischen Gutachter, der bei einer fraglich berufsbedingten Hautkrankheit eine Aussage über den ursächlichen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen und die durch die Folgen der Hautkrankheit bedingte Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) trifft. Der hier publizierte Teil II des vollständig überarbeiteten “Bamberger Merkblattes” bezieht sich auf Hauttumore, wie Plattenepithelkarzinome, inklusive des Bowen-Karzinoms und deren Vorstufen sowie Basaliome (auch Basalzellkarzinom genannt). Bei einzelnen der nachfolgend behandelten Expositionen ergeben sich Einschränkungen. Dabei ist ausdrücklich berücksichtigt, dass aktinische Keratosen nach der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft als Carcinomata-in-situ eingestuft werden. Die hier angesprochenen Erkrankungen stellen besondere Anforderungen an den Gutachter bei der Zusammenhangsbeurteilung. Im Unterschied zu den typischen Fällen der BK-Nummer 5101 sind lange Latenzzeiten, zum Teil von mehreren Jahrzehnten, die Regel. Bei den Kriterien für die Feststellungen des Ursachenzusammenhanges muss dies beachtet werden. Die von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes geforderten formalen Voraussetzungen an ein antizipiertes Sachverständigengutachten sind für Begutachtungsempfehlungen bei Berufskrankheiten vollständig erfüllt worden. Das Bamberger Merkblatt wurde in einer öffentlichen Konsensuskonferenz am 12. Juni 2008 in Potsdam verabschiedet. Die Abschlussdiskussion wird in einem eigenen Berichtsband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wiedergegeben. Die Arbeitsgruppe “Bamberger Merkblatt” wurde von Prof. Dr. T.L. Diepgen geleitet. Die Leitung vonseiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erfolgte zunächst von Otto Blome und später von Dr. Heinz Otten und Fred-D. Zagrodnik, die Protokollführung zu Beginn von Frau Elke Rogosky und zuletzt von Fred-D. Zagrodnik. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft war durch die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie durch folgende Personen vertreten: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Prof. Dr. P. Elsner, Frau Prof. Dr. M. Fartasch, Prof. Dr. S.M. John, Dr. A. Köllner sowie PD Dr. C. Skudlik. Der Berufsverband deutscher Dermatologen (BVDD) wurde zunächst von Dr. I. Schindera, dann von Dr. A. Köllner und Dr. A. Stary, die Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) durch Prof. Dr. H. Drexler und zeitweise auch durch Prof. Dr. S. Letzel (Teil 2), der Verband der Gewerbeärzte durch Frau Dr. C. Bernhard-Klimt vertreten. Für die am häufigsten mit berufsbedingten Hautkrankheiten befassten BGen nahmen folgende Personen teil: Professor Dr. jur. Stephan Brandenburg, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege; Dieter Dienstbach, Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie; Dr. med. Karl Heinz Frank, Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft; Dr. rer. nat. Peter Kleesz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten; Ass. Wilfried Pappai, Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft; Dr. jur. Wolfgang Römer, Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd; Ass. Joachim Sacher, Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Thomas L. Diepgen; Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Thibautstraße 3, D–69115 Heidelberg
Email: [email protected]
Originalarbeit
Zertifizierung: “Berufsdermatologie (ABD)”: Neues Seminar-Curriculum 2010 der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
S.M. John, O. Blome, S. Brandenburg, T.L. Diepgen, M. Fartasch, W. Wehrmann, und P. Elsner
Jahrgang 57 p. 94 - 107
Abstract
S.M. John1, O. Blome2, S. Brandenburg3, T.L. Diepgen4, M. Fartasch5, W. Wehrmann1, 6 und P. Elsner7
1Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 2IAEBK, Köln, 3Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Geschäftsführung, Hamburg, 4Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, 5Abteilung Klinische und Experimentelle Berufsdermatologie, Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA), Ruhr-Universität Bochum, 6Hautärztliche Gemeinschaftspraxis, Münster, 7Klinik für Dermatologie und Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Im Gesamtkonzept eines Qualitätsmanagements in der Berufsdermatologie ist die Zertifizierung von präventiv tätigen Berufsdermatologen und Gutachtern ein wichtiger Baustein. Mit dem Zertifikat “Berufsdermatologie ABD” hat die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) in der DDG ein wichtiges Fortbildungsangebot geschaffen. Das neue Seminar-Curriculum 2010 berücksichtigt die wegweisenden Weiterentwicklungen der letzten Zeit in der Berufsdermatologie (Bamberger Merkblatt 2008/2009 unter Einschluss von Hautkrebs, optimiertem Hautarztverfahren, Stufenverfahren Haut, Änderungen der Gefahrstoffverordnung/TRGS, Stärkung des ambulanten und stationär-ambulant vernetzten Heilverfahrens, Empfehlungen und Leitlinien der DDG/ABD). Die Fortbildungsinhalte zur Erlangung der Zertifizierung “Berufsdermatologie (ABD)” werden in vier jeweils ganztägigen Modulen (je 7 Stunden) vermittelt: Grund-, Aufbau-, Spezialseminar I und II. Erstmals wird dabei dem beruflichen Hautkrebs ein eigenes Seminar gewidmet. Die Seminare sind interaktiv; bestimmend ist die kollegiale, praxisorientierte Diskussion mit ausgewiesenen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen (Dermatologen, Sozialjuristen). Der Besuch der aufeinander aufbauenden Seminare sollte in chronologischer Reihenfolge in einem Zeitraum von maximal 5 Jahren erfolgen. Zum Erhalt des Zertifikats ist einmal alle 5 Jahre die Teilnahme an einem der ABD-Qualitätszirkel (7 Stunden) erforderlich, in denen jeweils die aktuelle Rechtslage und jüngere Sozialgerichtsentscheidungen anhand von Falldiskussionen thematisiert werden. Über 600 Dermatologen sind bereits durch die ABD zertifiziert worden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. S.M. John
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und
Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: [email protected]
Durch UV-Strahlung induzierte bösartige Hauttumoren – Erarbeitung und Evaluation von versicherungsrechtlich relevanten Abgrenzungskriterien
Juristische Aspekte bei der Einführung einer neuen Berufskrankheit „Hautkrebs durch UVStrahlung“
Introduction of a new occupational disease “Skin cancer induced by UV radiation” – legal aspects
S. Brandenburg
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Jahrgang 59 p. 72 - 77
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 59, Nr. 2/2011, S. 72–77
Juristische Aspekte bei der Einführung einer neuen Berufskrankheit „Hautkrebs durch UVStrahlung“
S. Brandenburg
Originalarbeit
Insektenstiche und Insektenstichallergien im Beruf: medizinische und versicherungsrechtliche Schlussfolgerungen
Occupational Hymenoptera-sting and Hymenoptera-sting allergy: medico-legal conclusions
C. Skudlik, W. Römer, S. Brandenburg und S.M. John
Jahrgang 60 p. 92 - 95
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 60, Nr. 3/2012, S. 92–95
Insektenstiche und Insektenstichallergien im Beruf: medizinische und versicherungsrechtliche Schlussfolgerungen
C. Skudlik1, W. Römer2, S. Brandenburg3 und S.M. John1
1Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 2Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Mainz, 3Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg
Im Rahmen der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erlittene Insektenstichreaktionen und hieraus resultierende lokale und systemische Reaktionen (einschließlich einer Insektengiftallergie) können unter bestimmten Bedingungen eine Eintrittspflicht des zuständigen Unfallversicherungsträgers begründen. Es kann sich um einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit handeln. Bei Vorliegen eines Arbeitsunfalls in Verbindung mit einer allergischen Reaktion besteht die Indikation zur Akutbehandlung zulasten des Unfallversicherungsträgers, sofern die Insektengiftallergie bereits vorberuflich bestand bzw. nicht beruflich erworben wurde. Falls die Insektengiftallergie jedoch nachweislich Folge des Arbeitsunfalls ist, so sind darüber hinaus auch alle weiteren indizierten Behandlungsmaßnahmen (einschließlich einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)) zulasten des Unfallversicherungsträgers angezeigt. Falls die allergische Reaktion infolge der Insektengiftallergie den Tatbestand einer Berufskrankheit (z.B. BKNr. 4301 und/oder 5101 BKV) erfüllt, ist jedoch die verwaltungsseitige Bearbeitung als Berufskrankheit vorrangig. In diesem Fall können alle notwendigen präventiven und therapeutischen Maßnahmen im Rahmen des § 3 BKV zulasten des Unfallversicherungsträgers durchgeführt werden, um mit allen geeigneten Mitteln die Entstehung einer Berufskrankheit zu verhindern.Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Skudlik
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: [email protected]
Übersicht
Insektenstiche und Insektenstichallergien im Beruf: medizinische und versicherungsrechtliche Schlussfolgerungen
Occupational Hymenoptera-sting and Hymenoptera-sting allergy: medico-legal conclusions
C. Skudlik, W. Römer, S. Brandenburg und S.M. John
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 287 - 290
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 7/2013, S. 287–290
Insektenstiche und Insektenstichallergien im Beruf: medizinische und versicherungsrechtliche Schlussfolgerungen
C. Skudlik1, W. Römer2, S. Brandenburg3 und S.M. John1
1Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 2Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Mainz, 3Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg
Im Rahmen der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erlittene Insektenstichreaktionen und hieraus resultierende lokale und systemische Reaktionen (einschließlich einer Insektengiftallergie) können unter bestimmten Bedingungen eine Eintrittspflicht des zuständigen Unfallversicherungsträgers begründen. Es kann sich um einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit handeln. Bei Vorliegen eines Arbeitsunfalls in Verbindung mit einer allergischen Reaktion besteht die Indikation zur Akutbehandlung zulasten des Unfallversicherungsträgers, sofern die Insektengiftallergie bereits vorberuflich bestand bzw. nicht beruflich erworben wurde. Falls die Insektengiftallergie jedoch nachweislich Folge des Arbeitsunfalls ist, so sind darüber hinaus auch alle weiteren indizierten Behandlungsmaßnahmen (einschließlich einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)) zulasten des Unfallversicherungsträgers angezeigt. Falls die allergische Reaktion infolge der Insektengiftallergie den Tatbestand einer Berufskrankheit (z.B. BKNr. 4301 und/oder 5101 BKV) erfüllt, ist jedoch die verwaltungsseitige Bearbeitung als Berufskrankheit vorrangig. In diesem Fall können alle notwendigen präventiven und therapeutischen Maßnahmen im Rahmen des § 3 BKV zulasten des Unfallversicherungsträgers durchgeführt werden, um mit allen geeigneten Mitteln die Entstehung einer Berufskrankheit zu verhindern.Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Skudlik
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: [email protected]
Editorial
Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen als neue Berufserkrankung – Kommentar der gesetzlichen Unfallversicherung
Squamous cell carcinomas and multiple actinic keratoses on their way to be occupational diseases - Comment of the statutory accident insurances
S. Brandenburg und S. Palfner
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Jahrgang 61 p. 49 - 51
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 61, Nr. 2/2013, S. 49-51
Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen als neue Berufserkrankung – Kommentar der gesetzlichen Unfallversicherung
S. Brandenburg und S. Palfner
Statement
Änderungen der Gebühren für die Gutachten nach den Nrn. 160, 161 und 165. Erläuterungen der Leistungslegenden für dermatologische Gutachten
Change of fees for medical certificates according to Nos. 160, 161, and 165 of the German Ordinance on Occupational Diseases. Explaining the legends for dermatology certificates
C. Skudlik, W. Wehrmann, S. Krohn, O. Lenz, W. Römer, S. Brandenburg, A. Bauer, T.L. Diepgen und S.M. John
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Jahrgang 63 p. 96 - 99
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 63, Nr. 3/2015, S. 96–99
Änderungen der Gebühren für die Gutachten nach den Nrn. 160, 161 und 165. Erläuterungen der Leistungslegenden für dermatologische Gutachten
C. Skudlik1,2, W. Wehrmann1,3, S. Krohn4, O. Lenz4, W. Römer5, S. Brandenburg6, A. Bauer1,7, T.L. Diepgen1,8 und S.M. John1,2
1Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD), 2Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 3Mitglied der Ständigen Gebührenkommission Ärzte/Unfallversicherungsträger bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Berlin / Hautarztpraxis, Münster, 4Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 5Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz, 6Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Hamburg, 7Klinik und Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Dresden, 8Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Christoph Skudlik
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
der Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: [email protected]
Leitlinie
Empfehlung zur Begutachtung von arbeitsbedingten Hauterkrankungen und Hautkrebserkrankungen – Bamberger Empfehlung
Recommendation for the assessment of occupational skin diseases and skin cancer – Bamberg Recommendation
T.L. Diepgen, S. Krohn, A. Bauer, C. Bernhard-Klimt, S. Brandenburg, H. Drexler, P. Elsner, M. Fartasch, S.M. John, P. Kleesz, A. Köllner, St. Letzel, H.F. Merk, P. Mohr, H. Münch, K. Palsherm, W. Pappai, S. Palfner, W. Römer, J. Sacher, W. Wehrmann, C. Skudlik, C. Ulrich, F. Westphal, M. Worm und F.-D. Zagrodnik
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Jahrgang 64 p. 89 - 136
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 64, Nr. 3/2016, S. 89-136
Empfehlung zur Begutachtung von arbeitsbedingten Hauterkrankungen und Hautkrebserkrankungen – Bamberger Empfehlung
T.L. Diepgen1, S. Krohn2, A. Bauer3, C. Bernhard-Klimt4, S. Brandenburg5, H. Drexler6, P. Elsner7, M. Fartasch8, S.M. John9, P. Kleesz10, A. Köllner11, St. Letzel12, H.F. Merk13, P. Mohr14, H. Münch15, K. Palsherm5, W. Pappai16, S. Palfner2, W. Römer16, J. Sacher15, W. Wehrmann17, C. Skudlik9, C. Ulrich18, F. Westphal19, M. Worm18, F.-D. Zagrodnik2
1Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.- Klinikum, Heidelberg, 2Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Berlin, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 4Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin, Saarbrücken, 5Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg, 6Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 7Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena, 8Abteilung für klin. u. exp. Berufsdermatologie, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 9Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Universität Osnabrück, 10Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe, Mannheim, 11Hautarztpraxis Duisburg, 12Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universität Mainz, 13Klinik für Dermatologie & Allergologie, RWTH Aachen University, 14Elbe Kliniken – Klinikum Buxtehude, 15Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie, Heidelberg, 16Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Mainz, 17Hautarztpraxis Münster, 18Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Berlin, 19Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, Berlin
Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. Thomas L. Diepgen
Klinische Sozialmedizin mit Schwerpunkt Berufs- und Umweltdermatologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Thibautstraße 3
69115 Heidelberg
Email: [email protected]
Serie – Aktuelles aus der Unfallversicherung
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei arbeitsbedingten Hautkrebserkrankungen. Teil 1: Bamberger Empfehlung und rechtliche Hintergründe zu MdE
Reduction in earning capacity in cases of occupational skin cancer. Part 1: Bamberg Recommendation and legal background
S. Krohn, S. Brandenburg, S. Palfner und W. Römer
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Jahrgang 64 p. 137 - 138
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 64, Nr. 3/2016, S. 137-138
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei arbeitsbedingten Hautkrebserkrankungen. Teil 1: Bamberger Empfehlung und rechtliche Hintergründe zu MdE
S. Krohn1, S. Brandenburg2, S. Palfner1 und W. Römer3
1Referat „Berufskrankheiten“, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 2Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg, 3Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz
Correspondence to:
Steffen Krohn
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Referat „Berufskrankheiten“
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Email: [email protected]
Serie – Aktuelles aus der Unfallversicherung
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei arbeitsbedingten Hautkrebserkrankungen. Teil 2: Die neuen MdE-Tabellen in der Praxis
Reduction in earning capacity in cases of occupational skin cancer. Part 2: Practice report on the new tables for the reduction in earning capacity
S. Krohn, S. Brandenburg, S. Palfner und W. Römer
Login
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Jahrgang 64 p. 139 - 142
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 64, Nr. 3/2016, S. 139-142
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei arbeitsbedingten Hautkrebserkrankungen. Teil 2: Die neuen MdE-Tabellen in der Praxis
S. Krohn1, S. Brandenburg2, S. Palfner1 und W. Römer3
1Referat „Berufskrankheiten“, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 2Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg, 3Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz
Correspondence to:
Steffen Krohn
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Referat „Berufskrankheiten“
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Update Hautarztbericht 2017
2017 dermatologist report – an update
S. Krohn, A. Bauer, S. Brandenburg, S. Palfner, W. Römer und C. Skudlik
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Jahrgang 65 (2017) p. 86 - 95
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 65, Nr. 3/2017, S. 86-95
Update Hautarztbericht 2017
S. Krohn1, A. Bauer2, S. Brandenburg3, S. Palfner1, W. Römer4 und C. Skudlik5
1Referat Berufskrankheiten, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 3Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Hamburg,4Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz, 5Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück und Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück
Correspondence to:
Steffen Krohn
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Referat „Berufskrankheiten“
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Zertifizierung „Berufsdermatologie (ABD)“ CME-Seminar-Curriculum 2018 der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Certification “Berufsdermatologie (ABD)” CME Seminar Curriculum 2018 of the der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
S.M. John, A. Bauer, T.L. Diepgen, P. Elsner, M. Fartasch, W. Römer, C. Skudlik, W. Wehrmann und S. Brandenburg
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Jahrgang 65 (2017) p. 158 - 166
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 65, Nr. 4/2017, S. 158-166
Zertifizierung „Berufsdermatologie (ABD)“ CME-Seminar-Curriculum 2018 der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
S.M. John1#2, A. Bauer3, T.L. Diepgen4, P. Elsner5, M. Fartasch6, W. Römer7, C. Skudlik1#2, W. Wehrmann1#8 und S. Brandenburg9
1Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 2Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Allergie-Centrum (UAC), Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, 4Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Friedrich Schiller Universität, Jena, 6Abteilung klinische und experimentelle Berufsdermatologie, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr- Universität Bochum (IPA), 7Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Geschäftsführung, Mainz, 8Hautärztliche Gemeinschaftspraxis, Münster und Universität Osnabrück, 9Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Geschäftsführung, Hamburg
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Swen Malte John
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm)
an der Universität Osnabrück
Niedersächsisches Institut für Berufsdermatologie (NIB)
Am Finkenhügel 7A
49076 Osnabrück
Email: [email protected]
Übersicht
Hautkrebserkrankungen außerhalb der Berufskrankheitenliste
Cases of skin cancer under the complimentary clause to the occupational diseases system
S. Krohn, S. Palfner, W. Römer, M. Woltjen und S. Brandenburg
Jahrgang 66 (2018) p. 66 - 73
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 66, Nr. 2/2018, S. 66-73
Hautkrebserkrankungen außerhalb der Berufskrankheitenliste*
S. Krohn2, S. Palfner2, W. Römer3, M. Woltjen1 und S. Brandenburg1
1Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Hamburg, 2Referat „Berufskrankheiten“,
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 3Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz
Dieser Beitrag soll einen Überblick geben zu den Voraussetzungen für eine Anerkennung „wie eine Berufskrankheit“ nach § 9 Absatz 2 Siebtes Buch, Sozialgesetzbuch (SGB VII) und die in diesem Zusammenhang zurzeit diskutierten Krebserkrankungen der Haut.
*Erstpublikation in: DGUV Forum; 12/2017: 23-29.Correspondence to:
Steffen Krohn
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Referat „Berufskrankheiten“
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Präventionsbegriffe in der Berufsdermatologie und der gesetzlichen Unfallversicherung
Definitions of prevention in occupational dermatology and statutory accident insurance
S. Brandenburg und M. Woltjen
Jahrgang 66 (2018) p. 126 - 134
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 66, Nr. 3/2018, S. 126-134
Präventionsbegriffe in der Berufsdermatologie und der gesetzlichen Unfallversicherung
S. Brandenburg1 und M. Woltjen2
1Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg, 2Juristischer Referent der Hauptgeschäftsführung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg
Sowohl im arbeitsmedizinischen als auch im sozialversicherungsrechtlichen Zusammenhang existiert kein einheitlicher Präventionsbegriff. Es finden sich hier Bezeichnungen wie Verhaltens- und Verhältnisprävention, Primär-, Sekundär und Tertiärprävention sowie Individual- und Generalprävention. Diese Ausdrücke sind weder selbsterklärend noch werden sie immer einheitlich verwendet. Nachfolgend soll der Ansatz unternommen werden, diese Begriffe aus Sicht der Berufsdermatologie sowie der gesetzlichen Unfallversicherung zu ordnen und zu beschreiben. Hierfür ist es hilfreich, zunächst zu klären, mit welcher konkreten Frage man situationsbezogen an die Prävention herantritt. Je nach Fragestellung ergeben sich unterschiedliche Gegenüberstellungen, die Antworten auf die unterschiedlichen Fragen geben können. Nähert man sich der Prävention über die Frage des zu schützenden Personenkreises, gelangt man zur Gegenüberstellung von General- und Individualprävention. Stellt man hingegen die Frage, ob die Maßnahmen bei den Arbeitsbedingungen oder vielmehr bei der Vermeidung riskanter Verhaltensweisen ansetzen sollen, ergibt sich die Gegenüberstellung von Verhältnis- und Verhaltensprävention. Schließlich kann sich noch die Frage ergeben, bei welchem Grad der individuellen Verwirklichung des arbeitsbedingten Risikos die Prävention zur Verhütung (weiterer) Gesundheitsschäden ansetzt. Die Beantwortung dieser Frage führt zur Differenzierung zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Die dargestellten Gegenüberstellungen bilden keine Gegensätze ab; sie sind vielmehr als unterschiedliche Antworten auf die konkrete Fragestellung zu verstehen. In der Praxis ergeben sich auch Kombinationen unterschiedlicher Präventionsarten. So gibt es in der gesetzlichen Unfallversicherung Programme der sekundären Individualprävention, die der Entstehung bzw. Verschlimmerung einer Berufskrankheit entgegenwirken. Diese setzen zum einen bei den Verhältnissen am Arbeitsplatz an; sie wirken aber zum anderen auch auf ein gesundheitsbewusstes Verhalten der betroffenen Beschäftigten hin.
Correspondence to:
Prof. Dr. jur. Stephan Brandenburg
Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für
Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Pappelallee 33/35/37
22089 Hamburg
und
Michael Woltjen
Juristischer Referent der Hauptgeschäftsführung der
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Pappelallee 33/35/37
22089 Hamburg
Email: [email protected] und [email protected]
Review
Definitions of prevention in occupational dermatology and statutory accident insurance
S. Brandenburg and M. Woltjen
Volume 66 (2018) p. 126 - 133
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Volume 66, No. 3/2018 (126-133)
Definitions of prevention in occupational dermatology and statutory accident insurance
S. Brandenburg and M. Woltjen
1Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg, 2Juristischer Referent der Hauptgeschäftsführung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg
There is no consistent definition of prevention, either in occupational medicine or in a legal context pertaining to social insurance. Both fields refer to terms such as behavioural prevention and situational prevention, primary, secondary and tertiary prevention, as well as individual and general prevention. These expressions are neither self-explanatory nor used with any degree of consistency. This paper aims to derive an approach for categorising and describing the terminology from the perspectives of occupational dermatology and statutory accident insurance. To do this, it is first helpful to clarify which question to use when addressing prevention from a situational perspective. Depending on the issue at hand, various juxtapositions arise, which could provide answers to the different questions. Where prevention approaches the question of the group of people to be protected, one comes to the juxtaposition of general versus individual prevention. However, in addressing the question of whether the preventive measures are to address working conditions or the avoidance of risky behaviours, one comes to the juxtaposition of situational versus behavioural prevention. Finally, the question may also arise as to the degree of individual manifestation of a work-related risk at which prevention should be applied to in order to avoid (further) injury to health. Answering these questions leads to a differentiation between primary, secondary and tertiary prevention. The juxtapositions described are not opposites but should rather be seen as different answers to the question at hand. In practice, combinations of different types of prevention often arise. For example, in statutory accident insurance, there are programmes for secondary individual prevention to counter the occurrence or worsening of an occupational illness. These programmes address situations in the workplace but also work towards establishing health-conscious behaviours of the employees affected.
Correspondence to:
Prof. Dr. jur. Stephan Brandenburg
Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft für
Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Pappelallee 33/35/37
22089 Hamburg
und
Michael Woltjen
Juristischer Referent der Hauptgeschäftsführung der
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Pappelallee 33/35/37
22089 Hamburg
Email: [email protected] und [email protected]
Übersicht
Neuartige systemische Präparate für die Therapie entzündlicher Hauterkrankungen, speziell der atopischen Dermatitis, im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren – eine Diskussionsgrundlage
Novel systemic medications – especially for treatment of atopic dermatitis – within therapies of the employer’s liability insurance association – a basis for discussion
C. Symanzik, C. Altenburg, S. Awe, C. Drechsel-Schlund, A. Nienhaus, S. Brandenburg, C. Skudlik und S.M. John
Jahrgang 70 (2022) p. 97 - 105
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 70, Nr. 3/2022, S. 97-105
Neuartige systemische Präparate für die Therapie entzündlicher Hauterkrankungen, speziell der atopischen Dermatitis, im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren – eine Diskussionsgrundlage
C. Symanzik1#2, C. Altenburg3, S. Awe3, C. Drechsel-Schlund3, A. Nienhaus3#4, S. Brandenburg3, C. Skudlik1#2 und S.M. John1#2
1Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, 2Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 3Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), 4Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Einleitung: Der leitliniengerechte Einsatz neuer systemischer Therapieverfahren bei beruflichen Ekzemerkrankungen, die bei anlagebedingter Prädisposition wie der atopischen Dermatitis (AD) auftreten, ist bei der Qualitätssicherung im Berufskrankheiten (BK)-Verfahren 5101 zu berücksichtigen. In der vorliegenden Arbeit wird eine Übersicht über den wissenschaftlichen Hintergrund verschiedener neuartiger systemischer Therapieformen (Biologika, Small Molecules/Januskinase (JAK)-Inhibitoren) gegeben.
Methodik: Analyse der vorliegenden wissenschaftlichen Literatur hinsichtlich der Indikation bei beruflichen Hauterkrankungen sowie Diskussion ethischer Aspekte.
Ergebnisse: Betrachtet werden die Biologika Tralokinumab, Lebrikizumab und Nemolizumab sowie die JAK-Inhibitoren Baricitinib, Upadacitinib und Abrocitinib. Wirkungen, Nebenwirkungen und Indikationen werden dargestellt.
Diskussion: Um wissenschaftlich begründete und kriteriengeleitete Handlungsempfehlungen für die Verwendung von Biologika und JAK-Inhibitoren zur Therapie des atopischen Handekzems formulieren zu können, ist eine dezidierte Betrachtung der Indikationen, der Wirkung und der Nebenwirkungen notwendig. Es besteht die Notwendigkeit der Durchführung weiterer – vor allem randomisierter, kontrollierter – klinischer Studien mit dem Schwerpunkt chronischer Handekzeme.
Schlussfolgerungen: Die Kostenübernahme für eine Therapie mit Biologika und JAK-Inhibitoren durch die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) wird Ausnahmefällen vorbehalten sein und ist an besondere Voraussetzungen und umfassende begleitende Präventionsmaßnahmen zu knüpfen. Um im Interesse der Versicherten die Entscheidungen über die Therapieindikationen ohne zeitliche Verzögerung und qualifiziert zu gewährleisten, ist im Verfahren Haut der GUV für klinisch schwere Hautveränderungen (der Voraussetzung für systemische Therapien) die tertiäre Individualprävention vorgesehen, in der eine fundierte berufsdermatologische Kausalitätsbeurteilung und die Prüfung und Umsetzung geeigneter Therapie- und Präventionsoptionen erfolgt.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Cara Symanzik, B.Sc., M.Ed.
und
Prof. Dr. med. Swen Malte John
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) &
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück
Am Finkenhügel 7a
49076 Osnabrück
Email: [email protected]; [email protected]
Original
Durchführung und Evaluation eines Elearning- Schulungskonzepts zur Umsetzung der Berufskrankheiten-Rechtsänderung bei der Berufskrankheit Nr. 5101
Implementation and evaluation of an e-learning training concept for the implementation of the German occupational diseases legal changes regarding the occupational disease number 5101
C. Symanzik, C. Altenburg, S. Awe, K. Palsherm, M. Marx, C. Drechsel-Schlund, A. Nienhaus, S. Brandenburg, C. Skudlik und S.M. John
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2023) p. 255 - 266
Abstract
Allergologie, Jahrgang 46, Nr. 4/2023, S. 255-266
Durchführung und Evaluation eines Elearning- Schulungskonzepts zur Umsetzung der Berufskrankheiten-Rechtsänderung bei der Berufskrankheit Nr. 5101
C. Symanzik1#2, C. Altenburg4, S. Awe4, K. Palsherm4, M. Marx4, C. Drechsel-Schlund4, A. Nienhaus4#5, S. Brandenburg3#4, C. Skudlik1#2#3 und S.M. John1#2#3
1Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, 2Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 3Niedersächsisches Institut für Berufsdermatologie (NIB), 4Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), 5Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Einleitung: Im Rahmen der Berufskrankheiten (BK)-Rechtsänderung mit Wegfall des Unterlassungszwangs zum 1. Januar 2021 ergibt sich für die tägliche Praxis eine tiefgreifende Änderung; die Definition der BK 5101 lautet ab diesem Zeitpunkt: „Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen“. Es ist bereits erkennbar, dass sich aufgrund der hieraus resultierenden wesentlichen Erleichterungen der Anerkennungsvoraussetzungen die Zahl anerkannter BK-5101-Fälle erhöhen wird.
Methodik: Durchführung und Evaluation (schriftlicher vollstandardisierter Onlinefragebogen) eines E-learning-Schulungskonzepts für Mitarbeiter der Verwaltung der Unfallversicherungsträger (UVT) und beratende Ärzte als Basis für eine Diskussion über Umsetzungsstrategien der BK-Rechtsänderung bei der BK 5101.
Ergebnisse: Den Evaluationsbogen füllten 145 von 246 Teilnehmenden aus (Responserate: 58,9%; 48,3% weiblich, durchschnittliches Alter 47,9 ± 13,8 Jahre). Im Durchschnitt bewerteten die Teilnehmenden, auf einer Schulnotenskala von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft), die Organisation der Veranstaltung mit einer Note von 1,8 ± 1,2, die Inhalte der Veranstaltung mit 2,0 ± 1,1 und die Veranstaltung insgesamt mit 2,0 ± 1,1. 95 (65,5%) der 145 Teilnehmenden wünschen sich weitere E-learning-Schulungsformate.
Diskussion: Im Sinne einer Ermöglichungsdidaktik und in Abhängigkeit von der aktuellen Pandemiesituation wurde ein umfassendes virtuelles Schulungskonzept mit asynchronen und synchronen Anteilen zur Umsetzung der BK-Rechtsänderung bei der BK 5101 erarbeitet, das sich an eine heterogene Gruppe Teilnehmender richtete. Mittels fallbasierten Lernens wurde eine Schärfung der Analyse- und eine Förderung der Reflexionskompetenz der Schulungsteilnehmer beabsichtigt. Sowohl die Einzelkomponenten als auch das Gesamtkonzept stießen auf eine große Akzeptanz. Dies deckt sich mit dem in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen Potenzial von E-learning in der Erwachsenenbildung.
Schlussfolgerungen: Auch zukünftig sollten Perspektiven für die durch die neue Rechtslage erforderlich gewordene, angepasste und weiterentwickelte Verfahrenssteuerung bei Berufsdermatosen entwickelt und unterschiedliche Fallkonstellationen beschrieben werden. Aufgrund der großen Akzeptanz des E-learning-Konzepts in der beschriebenen Zielgruppe ist perspektivisch die Durchführung weiterer derartiger Schulungsveranstaltungen sinnvoll.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Cara Symanzik, B. Sc., M. Ed.
Institut für interdisziplinäre Dermatologische
Prävention und Rehabilitation (iDerm) &
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und
Gesundheitstheorie an der Universität Osnabrück
Am Finkenhügel 7a
49076 Osnabrück
Email: [email protected]