Originalarbeit
Nahrungsmittelanaphylaxie und Kofaktoren – Daten aus dem Anaphylaxie-Register
Food-induced anaphylaxis and cofactors – data from the anaphylaxis registry
M. Worm, K. Scherer, A. Köhli-Wiesner et al.
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 329 - 337
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 7/2011, S. 329–337
Nahrungsmittelanaphylaxie und Kofaktoren – Daten aus dem Anaphylaxie-Register
M. Worm1, K. Scherer2, A. Köhli-Wiesner3, F. Ruëff4, V. Mahler5, L. Lange6, R. Treudler7, E. Rietschel8, Z. Szepfalusi9, R. Lang10, U. Rabe11, T. Reese12, N. Schwerk13, K. Beyer14 und S. Hompes1
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Abteilung Allergologie, Klinik für Dermatologie, Universitätsspital Basel, Schweiz, 3Allergologie, Universitätskinderkliniken Zürich, Schweiz 4Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 5Hautklinik Universitätsklinikum Erlangen, 6Abteilung für Pädiatrie, St.-Marien-Hospital Bonn, 7Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 8Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde, Uni-Klinik Köln, 9Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 10Klinik für Dermatologie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, Österreich, 11Fachklinik für Pneumologie, Johanniter-Krankenhaus, Treuenbrietzen, 12Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Mathias-Spital Rheine, 13Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, 14Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Nahrungsmittel sind häufige Ursachen einer Anaphylaxie. Bei Kindern und Jugendlichen sind sie die häufigsten Auslöser schwerer allergischer Reaktionen, bei Erwachsenen stehen sie nach Insektengiften und Medikamenten an dritter Stelle. Im Anaphylaxie-Register werden seit Juli 2006 anaphylaktische Reaktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeldet. Aktuell sind 78 Kliniken und Schwerpunktpraxen angebunden. Von Juli 2006 bis Februar 2009 wurden 1.165 anaphylaktische Reaktionen registriert. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen (n = 197, 3 Monate – 17 Jahre alt) stellten die Nahrungsmittel mit 58% den häufigsten Auslöser dar. Bei Erwachsenen (n = 968, 18 – 85 Jahre alt) lagen Nahrungsmittel an dritter Stelle (16,3%) nach Insektengiften und Medikamenten. Bei Kindern und Jugendlichen waren am häufigsten Hülsenfrüchte (31%), vor allem Erdnüsse ursächlich, gefolgt von Nüssen (25%) mit Haselnüssen als häufigstem Auslöser. Bei den Erwachsenen führte Obst (13,4%) am häufigsten zur Anaphylaxie. Tierprodukte (12,2%) wurden am zweithäufigsten als Ursache angegeben, besonders häufig wurden Krustazeen und Mollusken genannt. Bei den nahrungsmittelabhängigen Anaphylaxien wurde mindestens ein Kofaktor bei 39% der Erwachsenen und 14% der Kinder und Jugendlichen angegeben. Bei den Erwachsenen waren die häufigsten Kofaktoren mit 22% Medikamente und bei 10% körperliche Anstrengung, während bei Kindern und Jugendlichen bei 8,7% körperliche Anstrengung und bei 2,6% Medikamente angegeben wurden. Begleitende Erkrankungen aus dem atopischen Formenkreis lagen bei Kindern und Jugendlichen bei 78% und bei Erwachsenen bei 67% vor. Die Nahrungsmittelanaphylaxie unterscheidet sich bei Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen im Auslöserprofil und zeigt in Bezug auf Kofaktoren und Begleiterkrankungen Unterschiede. Eine differenzierte Analyse ermöglicht es, perspektivisch Risikofaktoren der Anaphylaxie zu identifizieren.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Allergie-Centrum Charité
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D–10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
IgE für Fortgeschrittene – Tipps und Tricks zur Interpretation
Advanced IgE diagnostics - how to interprete IgE values
R. Treudler
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 75 - 81
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 2/2012, S. 75–81
IgE für Fortgeschrittene – Tipps und Tricks zur Interpretation
R. Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig
Die Untersuchung auf IgE im Serum ist eine Standarduntersuchung zur Abklärung von Soforttypallergien. Ein erhöhter Gesamt- IgE-Spiegel kann ein Hinweis auf eine Allergie sein, wird jedoch auch bei anderen Erkrankungen beobachtet. Der Nachweis von spezifischem IgE (sIgE) zeigt eine Sensibilisierung an, nicht jedoch eine klinische Relevanz. Die Interpretation der sIgE-Testung kann daher nur in Zusammenschau mit Anamnese, Klinik und den eventuell zusätzlichen Ergebnissen organspezifischer Provokationstests richtig erfolgen. Diese Übersichtsarbeit beschreibt aktuelle Entwicklungen bei der IgE-Diagnostik (einschließlich Biochip- Technologie, Komponenten aufgelöster Diagnostik, CCD-Screening und Inhibitionstest) und gibt anhand von Kasuistiken Beispiele für den sinnvollen Einsatz der Methoden, insbesondere bei Nahrungsmittel- und bei Hymenopterengiftallergien.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Übersicht
Abbildung der stationären allergologischen Expositionstestungen im deutschen DRG-System
About the reimbursement of allergological provocation tests by the German DRG system
R. Treudler, F. Meier, O. Schöffski und J.-C. Simon
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 480 - 483
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 9/2012, S. 480–483
Abbildung der stationären allergologischen Expositionstestungen im deutschen DRG-System
R. Treudler1, F. Meier2, O. Schöffski2 und J.-C. Simon1
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 2Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Die als Goldstandard geltenden Expositionstestungen auf Medikamente, Nahrungsmittel oder Insektengifte werden in Deutschland zumeist stationär durchgeführt. Seit Einführung der diagnosis-related groups (DRG) im Jahr 2003 sind die Erlöse für diese Testungen einigen Veränderungen unterzogen gewesen. So lag das Relativgewicht zwischen 0,211 und 0,449 und beträgt aktuell 0,381 (2012). Von uns vorgenommene orientierende Überlegungen zum aktuellen Deckungsbeitrag unter Berücksichtigung der Daten des Institutes für das Entgeltsystem im Krankenhaus zeigen, dass für diese allergologischen Leistungen keine adäquate Abbildung im DRG-System vorliegt. Hieraus können sich im Rahmen eines Leistungsprogrammmanagements negative Auswirkungen auf die stationäre allergologische Versorgung ergeben.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Seltene Allergene
Seltene Arzneimittelallergene: Übersicht zu Häufigkeit und Testmöglichkeiten
Rare drug allergies: Review on prevalence and test procedures
R. Treudler und J.C. Simon
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 210 - 218
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 5/2013, S. 210–218
Seltene Arzneimittelallergene: Übersicht zu Häufigkeit und Testmöglichkeiten
R. Treudler und J.C. Simon
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig
Diese Arbeit gibt einen Überblick zu Arzneimitteln, die selten zu Allergien bzw. zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Pathogenese, Testmöglichkeiten und Therapie dieser Reaktionen werden insbesondere unter Berücksichtigung ausgewählter antiinfektiöser (z.B. Chinolone, Telaprevir), onkologischer (z.B. platinbasierte Zytostatika), immunologischer (z.B. Cetuximab, Omalizumab) oder sonstiger (z.B. Glukokortikosteroide) Präparate dargestellt. Für die allergologische Abklärung gibt es in der Regel kein standardisiertes Vorgehen, so dass eine Orientierung an kasuistischen Vorerfahrungen anderer Autoren bzw. an allgemeinen Leitlinien erfolgen muss.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Molekulare Allergologie II
Proteinkontakturtikaria und verzögerte anaphylaktische Reaktion auf Schweinefleisch bei einer Köchin
Protein contact urticaria and delayed anaphylaxis to pork in a cook
L. Milkova, U. Jappe, C. Hallermann, J.-C. Simon und R. Treudler
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 36 p. 404 - 409
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 9/2013, S. 404–409
Proteinkontakturtikaria und verzögerte anaphylaktische Reaktion auf Schweinefleisch bei einer Köchin
L. Milkova1, U. Jappe2,3, C. Hallermann1, J.-C. Simon1 und R. Treudler1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Leipzig, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Lübeck, 3Klinische und Molekulare Allergologie, Forschungszentrum Borstel, Deutsches Zentrum für Lungenforschung
Correspondence to:
L. Milkova
Klinik für Dermatologie, Venerolgoie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Leitlinie
Nahrungsmittelallergie infolge immunologischer Kreuzreaktivitäten mit Inhalationsallergenen
Food allergies resulting from immunological cross-reactivity with inhalant allergens
M. Worm, U. Jappe, J. Kleine-Tebbe, C. Schäfer, I. Reese, J. Saloga, R. Treudler, T. Zuberbier, A. Wassmann, T. Fuchs, S. Dölle, M. Raithel, B. Ballmer-Weber, B. Niggemann und T. Werfel
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 37 p. 170 - 189
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 5/2014, S. 170–189
Nahrungsmittelallergie infolge immunologischer Kreuzreaktivitäten mit Inhalationsallergenen
M. Worm1, U. Jappe2,3, J. Kleine-Tebbe4, C. Schäfer5, I. Reese6, J. Saloga7, R. Treudler8, T. Zuberbier1, A. Wassmann9, T. Fuchs10, S. Dölle1, M. Raithel11, B. Ballmer-Weber12, B. Niggemann13 und T. Werfel14
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Universität Lübeck, 3Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie, Forschungszentrum Borstel, 4Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 5Ernährungstherapie, Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg, 6Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München, Hautklinik, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 7Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 8Dermatologisches Ambulatorium Hamburg-Alstertal, 9Hautklinik, Georg-August- Universität, Göttingen, 10Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Pneumologie, Endokrinologie, Universitätsklinikum Erlangen, 11Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 12Klinik für Pädiatrie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Allergie-Centrum-Charité
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Anaphylaxie
Arzneimittelinduzierte Anaphylaxie
Drug-induced anaphylaxis
R. Treudler, S. Claus und J.C. Simon
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 275 - 282
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 7/2014, S. 275–282
Arzneimittelinduzierte Anaphylaxie
R. Treudler, S. Claus und J.C. Simon
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig
Arzneimittel zählen zu den häufigsten Auslösern anaphylaktischer Reaktionen. Als Risikofaktoren für eine Arzneimittelanaphylaxie gelten die parenterale Gabe, eine stationäre Krankenhausbehandlung und ein vorbekanntes Asthma bronchiale. Die häufigsten mit einer Anaphylaxie in Zusammenhang gebrachten Arzneimittel variieren je nach Land und Altersgruppe. Am häufigsten genannt werden Antibiotika (v.a. Betalaktame), nicht steroidale Antirheumatika (NSAR), Analgetika (v.a. Diclofenac, Metamizol) und Röntgenkontrastmittel. Weitere wichtige Auslöser sind perioperativ applizierte Medikamente (Narkotika, Muskelrelaxantien), Zytostatika (v.a. Platinpräparate), dextranbasierte Eisenpräparate zur parenteralen Applikation, Lokalanästhetika, Protonenpumpeninhibitoren und Biologika (z.B. Cetuximab).Correspondence to:
Prof. Dr. med. habil. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel
Guideline for the diagnosis of drug hypersensitivity reactions
K. Brockow, B. Przybilla, W. Aberer, A.J. Bircher, R. Brehler, H. Dickel, T. Fuchs, T. Jakob, L. Lange, W. Pfützner, M. Mockenhaupt, H. Ott, O. Pfaar, J. Ring, B. Sachs, H. Sitter, A. Trautmann, R. Treudler, B. Wedi, M. Worm, G. Wurpts, T. Zuberbier und H.F. Merk
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 125 - 136
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 3/2016, S. 125–136
Leitlinie Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel*
K. Brockow1, B. Przybilla2, W. Aberer3, A.J. Bircher4, R. Brehler5, H. Dickel6, T. Fuchs7, T. Jakob8, L. Lange9, W. Pfützner10, M. Mockenhaupt11, H. Ott12, O. Pfaar13#21, J. Ring1, B. Sachs14, H. Sitter15, A. Trautmann16, R. Treudler17, B. Wedi18, M. Worm19, G. Wurpts20, T. Zuberbier19 und H.F. Merk20
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig-Maximilians-Universität München, 3Klinik für Dermatologie, Medizinische Universität Graz, 4Allergologische Poliklinik, Universitätsspital, Basel, 5Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 6Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr- Universität Bochum, 7Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, 8Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Freiburg, 9Kinderklinik, Marienhospital Bonn, 10Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Marburg, 11Dokumentationszentrum schwerer Hautreaktionen, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Freiburg, 12Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Hannover, 13Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 14Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Bonn, 15Institut für Theoretische Chirurgie, Philipps-Universität Marburg, 16Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg, 17Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 18Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 19Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 20Klinik für Dermatologie und Allergologie, RTWH Aachen, 21HNO-Universitätsklinik Mannheim
Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen sind unvorhersehbare, durch Arzneimittel hervorgerufene Reaktionen. Sie manifestieren sich entweder innerhalb von ein bis sechs Stunden nach Arzneimittelzufuhr („Sofortreaktionen“) mit geringgradigen bis lebensbedrohlichen Symptomen der Anaphylaxie oder mehrere Stunden bis Tage später („Spätreaktionen“) vorwiegend als Exantheme. Eine Beteiligung des Immunsystems (Allergie) ist nicht immer nachweisbar. Der Verzicht auf eine Diagnostik kann einerseits schwere Reaktionen bei erneuter Exposition zur Folge haben, andererseits zu ungerechtfertigter Einschränkung der Therapiemöglichkeiten führen. Experten verschiedener Fachgesellschaften und Institutionen haben in dieser Leitlinie Empfehlungen und einen Algorithmus zur Allergiediagnostik erarbeitet. Wesentliche Prinzipien der allergologischen Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel werden dargelegt. Die allergologische Klärung möglichst innerhalb von vier Wochen bis sechs Monaten nach der Reaktion ist anzustreben. Eine klinische Zuordnung des Krankheitsbildes anhand von Morphologie und Zeitablauf der Reaktion ist für die Planung der Diagnostik notwendig. Bei typischer Symptomatik einer Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktion und eindeutigen Befunden validierter Haut- und/oder Labortests kann die Zuordnung zu einem Auslöser als ausreichend angesehen werden. Häufig sind jedoch Haut- und Labortests negativ oder nicht sicher aussagekräftig. In diesen Fällen ist eine kontrollierte Provokationstestung zur Aufklärung der Reaktion erforderlich. Bei Beachtung von Indikationen und Kontraindikationen sowie angemessener ärztlicher Überwachung ist sie eine aussagekräftige und sichere Methode. Das Ergebnis der Gesamtbeurteilung wird mit dem Patienten besprochen und in einem Allergiepass dokumentiert, sodass zukünftig eine gezielte Karenz eingehalten werden kann und gegebenenfalls Ausweichmedikamente zur Verfügung stehen.
*S2K-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), der Deutschen Kontaktallergiegruppe (DKG), der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI), der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI), der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU), dem Dokumentationszentrum für schwere Hautreaktionen und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Erstpublikation in Allergo J Int. 2015; 24: 94Correspondence to:
Prof. Dr. Knut Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
Guidelines on the management of IgE-mediated food allergies
M. Worm, I. Reese, B. Ballmer- Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, M. Claßen, P.J. Fischer, T. Fuchs, I. Huttegger, U. Jappe, L. Klimek, B. Koletzko, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, A. Nast, B. Niggemann, U. Rabe, M. Raithel, J. Saloga, C.Schäfer, S. Schnadt, J. Schreiber, Z. Szépfalusi, R. Treudler, M. Wagenmann, B. Watzl, T. Werfel, T. Zuberbier und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 39 p. 302 - 344
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 7/2016, S. 302-344
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
M. Worm1, I. Reese2, B. Ballmer-Weber3, K. Beyer4, S.C. Bischoff5, M. Claßen6, P.J. Fischer7, T. Fuchs8, I. Huttegger9, U. Jappe10, L. Klimek11, B. Koletzko12, L. Lange13, U. Lepp14, V. Mahler15, A. Nast1, B. Niggemann4, U. Rabe16, M. Raithel17, J. Saloga18, C. Schäfer19, S. Schnadt20, J. Schreiber21, Z. Szépfalusi22, R. Treudler23, M. Wagenmann24, B. Watzl25, T. Werfel26, T. Zuberbier1 und J. Kleine-Tebbe27
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München, Deutschland, 3Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 4Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 5Institut für Ernährungsmedizin und Prävention, Universität Hohenheim, Stuttgart, 6Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Links der Weser gGmbH, Bremen, 7Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 8Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 10Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 11Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 12Abteilung Stoffwechsel und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU, München, 13Kinder- und Jugendmedizin, St.-Marien-Hospital, Bonn, 14Praxis für Lungenheilkunde und Allergologie, Buxtehude, 15Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 16Abteilung für Asthma und Allergologie, Fachklinik für Pneumologie, Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen gGmbH, Treuenbrietzen, 17Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Universität Erlangen, 18Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, 19Allergologische Schwerpunktpraxis, Ernährungstherapie, Hamburg, 20Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 21Pneumologie, Universitätsklinikum der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Deutschland, 22Klinik für Kinderund Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 23Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 24Hals-Nasen- Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 25Max-Rubner-Institut, Physiologie und Biochemie der Ernährung, Karlsruhe, 26Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, und 27Allergie- und Asthma- Zentrum Westend, Berlin
Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. Margitta Worm
Allergie-Centrum-Charité
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Campus Charité Mitte
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Allergologie select
Food-induced anaphylaxis and cofactors – data from the anaphylaxis registry
Nahrungsmittelanaphylaxie und Kofaktoren – Daten aus dem Anaphylaxie-Register
M. Worm, K. Scherer, A. Köhli-Wiesner et al.
Volume 1 (2017) p. 21 - 27
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (21-27)
Food-induced anaphylaxis and cofactors – data from the anaphylaxis registry
M. Worm1, K. Scherer2, A. Köhli-Wiesner3, F. Ruëff4, V. Mahler5, L. Lange6, R. Treudler7, E. Rietschel8, Z. Szepfalusi9, R. Lang10, U. Rabe11, T. Reese12, N. Schwerk13, K. Beyer14 and S. Hompes1
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Abteilung Allergologie, Klinik für Dermatologie, Universitätsspital Basel, Schweiz, 3Allergologie, Universitätskinderkliniken Zürich, Schweiz 4Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 5Hautklinik Universitätsklinikum Erlangen, 6Abteilung für Pädiatrie, St.-Marien-Hospital Bonn, 7Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 8Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde, Uni-Klinik Köln, 9Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 10Klinik für Dermatologie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, Österreich, 11Fachklinik für Pneumologie, Johanniter-Krankenhaus, Treuenbrietzen, 12Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Mathias-Spital Rheine, 13Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, 14Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Food allergens are frequent causes of anaphylaxis. In particular in children and adults they are frequent elicitors of severe allergic reactions, whereas in adults food allergens range among venom and drugs. Since 2006 severe allergic reactions from Germany, Austria and Switzerland are collected in the anaphylaxis registry. Currently 78 hospitals and private practises are connected. From July 2006 until February 2009 1,156 severe allergic reactions were registered. Among children and adolescents (n = 187, age range from 3 months to 17 years) food allergens were with 58% the most frequent elicitors. In the adult group (n = 968, 18 – 85 years) food allergens were on the third position (16.3%) following venom and drugs. In children legumes (31%) and in particular peanuts were frequently responsible food allergens, followed by tree nuts (25%) where hazelnut was the most frequent elicitor. In adults fruits (13.4%) induced most often severe food dependent anaphylaxis, but also animal products (12.2%); among these most frequently crustaceans and mussels. Cofactors were often suspected in food dependent anaphylaxis, namely in 39% of the adult group and in 14% of the children and adolescence group. In adults drugs (22%) and physical activity (10%) were reported as the most frequent cofactors, in children physical activity was suspected in 8.7% and drugs in 2.6%. Concomitant diseases like atopic dermatitis, allergic asthma or allergic rhinoconjunctivitis were reported in 78% of children and adolescents and in 67% of the adults. In conclusion food-induced anaphylaxis, their cofactors and concomitant diseases in affected patients are age-dependent. The data offers to identify risk factors of anaphylaxis.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Allergie-Centrum Charité
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D–10117 Berlin
Email: [email protected]
Allergologie select
Rare drug allergies: Review on prevalence and test procedures
Seltene Arzneimittelallergene: Übersicht zu Häufigkeit und Testmöglichkeiten
R. Treudler and J.C. Simon
Volume 1 (2017) p. 160 - 168
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 2/2017 (160-168)
Rare drug allergies: Review on prevalence and test procedures
R. Treudler and J.C. Simon
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig
This paper gives a review on rare hypersensitivity reactions (including allergies) to drugs. Pathogenesis, allergy tests and possible therapeutic options are discussed by presenting examples out of the following group of drugs: antiinfectious (i.e. chinolones, telaprevir), oncological (i.e. platin-based cytostatics), immunologic (i.e. cetuximab, omalizumab), others (i.e. glucocorticosteroids). Usually there is no standardized allergologcial work-up procedure. Testing must therefore take into consideration previous experiences from other authors and on general recommendations.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
D-04103 Leipzig
Email: [email protected]
Neue Allergene
Editorial
Editorial
R. Treudler
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 42 (2019) p. 59 - 59
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 2/2019, S. 59
Editorial
R. Treudler
Neue Allergene
Typ-I-Sensibilisierung auf Ambrosia bei Probanden der bevölkerungsbezogenen LIFE-Adult-Studie in Ostdeutschland
Type I Sensitization to ambrosia in subjects from the population-based LIFEAdult- Study in East Germany
J. Zader, J.C. Simon und R. Treudler
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 71 - 78
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 2/2019, S. 71-78
Typ-I-Sensibilisierung auf Ambrosia bei Probanden der bevölkerungsbezogenen LIFE-Adult-Studie in Ostdeutschland
J. Zader, J.C. Simon und R. Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Leipzig
Hintergrund: Die Ambrosia-Sensibilisierung gewinnt innerhalb Europas in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Ziel: Bestimmung der Prävalenz einer Ambrosia-Sensibilisierung und ihrer klinischen Auswirkungen bei Erwachsenen in Ost-Deutschland. Methoden: Die Probandenrekrutierung erfolgte aus der bevölkerungsbezogenen Kohorte der LIFE-Adult-Studie Leipzig. 2.626/4.088 (64,2%) erhielten einen Hautpricktest (HPT). Im Rahmen der Nachuntersuchung wurden ausgewählte Probanden (n = 70) mit vorherigem positiven HPT auf Ambrosia erneut einem HPT sowie einer nasalen Provokationstestung (NPT)/anterioren Rhinomanometrie (AR) unterzogen. Bei valider NPT/AR erfolgten eine Spirometrie, die sIgE-Bestimmung sowie ein Basophilenaktivierungstest (BAT). Ergebnisse: Anamnestisch litten 29,7% an einer allergischen Rhinitis/AR, 8,0% an Asthma. 111/2.626 (4,2%) der Untersuchten zeigten einen positiven HPT gegenüber Ambrosia, 254/2.626 (9,7%) gegenüber Beifuß. In der Nachuntersuchung an 70 Probanden zeigte sich der HPT bei 84,3% erneut positiv für Ambrosia, bei 75,7% für Beifuß (Kosensibilisierungsrate 51/59; 86,4%). Die NPT/AR war bei 45/70 (64,3%) möglich und positiv bei 20/45 (44,4%). 22/45 (48,9%) mit positiver NPT/AR hatten Atemwegsbeschwerden während des Spätsommers. sIgE zeigte sich positiv für Ambrosia (A.) artemisiifolia bei 25/45 (55,6%), gegenüber Beifuß bei 29/45 (64,4%), Amb a 1 positiv bei 5/45 (11,1%). Schlussfolgerung: Dies ist die erste Studie zur Prävalenz der Ambrosia-Sensibilisierung bei Erwachsenen in Ostdeutschland, 4,2% hatten einen positiven HPT auf Ambrosia. Gehäuft positive NPT weisen auf eine klinische Relevanz dieser Sensibilisierung hin.Correspondence to:
Dr. med. Jeannine Zader
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universitätsklinikum Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
04103 Leipzig
Email: [email protected]
Neue Allergene
Lepidopterismus – Eichenprozessionsspinnerdermatitis – vom seltenen Allergen zur sich ausbreitenden Erkrankung
Lepidopterism – caterpillar dermatitis – development from a rate allergen to a spreading disease
A.-T. Seitz, R. Reschke, J.-C. Simon und R. Treudler
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 79 - 82
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 2/2019, S. 79-82
Lepidopterismus – Eichenprozessionsspinnerdermatitis – vom seltenen Allergen zur sich ausbreitenden Erkrankung
A.-T. Seitz, R. Reschke, J.-C. Simon und R. Treudler
Universitätsklinikum Leipzig, AöR, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Unter Lepidopterismus wird die Eichenprozessionspinnerdermatitis verstanden, die durch den Kontakt mit den Gifthaaren (Setae) der frühen Raupenstadien der Eichenprozessionsspinner sowie durch die erwachsenen Schmetterlinge verursacht wird. Dabei kann es entweder zu mechanisch-irritativen, toxischen oder allergischen Reaktionen kommen, welche jedoch klinisch schwer zu differenzieren sind. In Europa sind die Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa) und Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ansässig und als Auslöser für die klinischen Beschwerden bekannt. Aufgrund der zunehmenden Klimaerwärmung kommt es zu einer weiteren Verbreitung der Eichenprozessionsspinner innerhalb Deutschlands. Am stärksten davon betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.Correspondence to:
Dr. med. Anna-Theresa Seitz
Universitätsklinikum Leipzig AöR
Philipp-Rosenthalstr. 23
04103 Leipzig
Email: [email protected]
Neue Allergene
Neue und seltene Auslöser der Nahrungsmittel- Allergie
New and rare elicitors of food allergy
S. Aurich, J.C. Simon und R. Treudler
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 83 - 90
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 2/2019, S. 83-90
Neue und seltene Auslöser der Nahrungsmittel- Allergie
S. Aurich1#2, J.C. Simon1#2 und R. Treudler1#2
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Leipzig, 2LICA – Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie
Der immer stärker werdende Trend zu mehr Vielfalt in der Ernährung führt zum Auftreten neuer, bei uns in Mitteleuropa bisher unbekannter Allergien. In dieser Übersichtsarbeit werden exemplarisch einige neue Nahrungsmittelallergene beschrieben, hierzu zählen Bockshornklee, Lupine, Sesam, Quinoa, Chia-Samen, Buchweizen, Koriander. Insbesondere auf die zu Verfügung stehende Diagnostik sowie mögliche Kreuzreaktionen mit anderen Nahrungsmitteln wird näher eingegangen.Correspondence to:
Dr. med. Stefanie Aurich
Universitätsmedizin Leipzig
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Ph.-Rosenthal-Str. 23
04103 Leipzig
Email: [email protected]
Positionspapier
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
Non-celiac gluten/wheat sensitivity (NCGS) – a currently undefined disorder without validated diagnostic criteria and of unknown prevalence
I. Reese, C. Schäfer, J. Kleine- Tebbe, B. Ahrens, O. Bachmann, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, K. Blümchen, S. Dölle, P. Enck, A. Enninger, I. Huttegger, S. Lämmel, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, H. Mönnikes, J. Ockenga, B. Otto, S. Schnadt, Z. Szepfalusi, R. Treudler, A. Wassmann-Otto, T. Zuberbier, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 111 - 117
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 3/2019, S. 111-117
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
I. Reese1, C. Schäfer2, J. Kleine-Tebbe3, B. Ahrens4,5, O. Bachmann6, B. Ballmer- Weber7, K. Beyer5, S.C. Bischoff8, K. Blümchen9, S. Dölle10, P. Enck11, A. Enninger12, I. Huttegger13, S. Lämmel14, L. Lange15, U. Lepp16, V. Mahler4,17, H. Mönnikes18, J. Ockenga19, B. Otto20, S. Schnadt14, Z. Szepfalusi21, R. Treudler22, A. Wassmann- Otto23, T. Zuberbier10, T. Werfel24 und M. Worm10
1Ernährungsberatung und -therapie Allergologie, München, 2Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg, 3Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 4Paul-Ehrlich- Institut, Fachgebiet Klinische Allergologie, Langen, 5Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, 6Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Hannover, 7Forschung und Lehre Allergologie, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 8Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Stuttgart, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung Allergologie, Pneumologie und Mukoviszidose, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, 10Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 11Abteilung für Innere Medizin VI, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tübingen, 12Ärztlicher Direktor Pädiatrie 2, Klinikum Stuttgart – Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB, Mönchengladbach, 15St. Marien- Hospital, Bonn, 16Praxis Dr. Lepp Lungenheilkunde, Allergologie, Buxtehude, 17Medizinische Fakultät Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Innere Medizin, Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin, 19Medizinische Klinik m.S. Gastroenterologie, Endokrinologie und Ernährungsmedizin, Klinikum Bremen Mitte, 20Klinikum der Universität München DAM, München, 21Univ. Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 22Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, 23Dermatologisches Ambulatorium, Hamburg, 24Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Hannover
In den letzten Jahren häuft sich die Nennung der Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS, „non celiac gluten sensitivity“) sowohl in den Medien, aber auch in Fachkreisen. Die Existenz und die möglichen verantwortlichen Trigger werden kontrovers diskutiert. Drei internationale Expertentreffen mit Empfehlungen zur NCGS waren nicht unabhängig organisiert und wenig transparent bezüglich potenzieller Interessenkonflikte der Teilnehmer. Die vorliegende Stellungnahme enthält wichtige Überlegungen aus allergologischer und ernährungsphysiologischer Sicht: 1. Aufgrund häufiger Selbstdiagnosen, unklarer Prävalenz und unbestätigter Ätiologie der NCGS sind validierte Diagnosekriterien und/oder verlässliche Biomarker notwendig. 2. Infolge hoher Nocebo- und häufiger Placebo-Effekte konnte Gluten bislang nicht sicher als Auslöser einer NCGS identifiziert werden. Doppelblinde, placebokontrollierte Provokationen (DBPCFC: double-blind, placebo-controlled food challenge) sind bei Verdacht auf NCGS nur in modifizierter Form (verändertes Verhältnis von Placebo zu Verum) geeignet. 3. Zahlreiche Störgrößen (Confounder) erschweren die Bewertung subjektiver Symptome unter glutenarmer/-freier Kost. Letztere kann je nach Lebensmittelauswahl (z.B. vermehrt Gemüse mit löslichen Ballaststoffen) physiologische Verdauungseffekte bewirken und gastrointestinale Transitzeiten unabhängig vom Glutenverzicht verändern. 4. Streng glutenfreie Kost ist bei einer gesicherten Zöliakie wissenschaftlich begründet und unerlässlich. Bei einem medizinisch unbegründeten Glutenverzicht überwiegen jedoch potenzielle Nachteile und Risiken. 5. Aktuell kann wegen fehlender überzeugender Diagnosekriterien bei Verdacht einer NCGS ausschließlich eine sorgfältige Differenzialdiagnostik empfohlen werden. Hierzu gehören eine sorgfältige Anamnese, einschließlich eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs, eine allergologische Diagnostik und ein sicherer Ausschluss einer Zöliakie. Wir befürworten ein derartiges strukturiertes Vorgehen, da ohne eine medizinisch gesicherte Diagnose die Durchführung einer längeren Glutenkarenz nicht zu empfehlen ist.
Erstpublikation in Allergo J Int. 2018; 27: 147-151; DOI: 10.1007/s40629-018-0070-2Correspondence to:
Dr. rer. medic. Imke Reese
Ernährungsberatung und -therapie/Allergologie
Ansprenger Straße 19
80803 München
Email: [email protected]
Zertifizierte Allergie-Zentren in Deutschland
Chronisch urtikarielle Hautveränderungen – spielt eine Mutation des TMEM173-Gens eine ursächliche Rolle?
Urticarial rash – is there any association with TMEM173 mutation?
R. Treudler und J.C. Simon
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 301 - 304
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 7/2019, S. 301-304
Chronisch urtikarielle Hautveränderungen – spielt eine Mutation des TMEM173-Gens eine ursächliche Rolle?
R. Treudler und J.C. Simon
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipziger interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA-CAC
Wir berichten über eine 52-jährige Patientin, bei der klinisch ein chronisch rezidivierendes, urtikarielles Krankheitsbild mit Refraktärität gegenüber Antihistaminika und Omalizumab auftrat. Begleitende Allgemeinbeschwerden (Fatigue, Gelenke, gastrointestinal, Fieber) ließen an ein autoimmunologisches bzw. autoinflammatorisches Krankheitsbild denken, das jedoch nicht gesichert werden konnte. Es zeigte sich eine heterozygote Variante des TMEM173-Gens, wobei der Zusammenhang mit der Klinik bisher nicht sicher eingeordnet werden konnte. Auch eine Behandlung mit Anakinra blieb erfolglos; unter Methotrexat kommt es zu einem partiellen Ansprechen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Regina Treudler
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA-CAC
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Straße 23
04103 Leipzig
Email: [email protected]
Positionspapier
S2k-Leitlinie: Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit
Guideline on diagnostic procedures for suspected hypersensitivity to beta-lactamantibiotics
G. Wurpts, W. Aberer, H. Dickel, R. Brehler, T. Jakob, B. Kreft, V. Mahler, H.F. Merk, N. Mülleneisen, H. Ott, W. Pfützner, S. Röseler, F. Ruëff, H. Sitter, C. Sunderkötter, A. Trautmann, R. Treudler, B. Wedi, M. Worm und K. Brockow
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 493 - 528
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 11/2019, S. 493-528
S2k-Leitlinie: Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit*
G. Wurpts1, W. Aberer2, H. Dickel3, R. Brehler4, T. Jakob5, B. Kreft6, V. Mahler7,8, H.F. Merk1, N. Mülleneisen9, H. Ott10, W. Pfützner11, S. Röseler1, F. Ruëff12, H. Sitter13, C. Sunderkötter6, A. Trautmann14, R. Treudler15, B. Wedi16, M. Worm17 und K. Brockow18
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, 2Klinik für Dermatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, 4Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen, 6Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), 7Paul-Ehrlich- Institut, Langen, 8Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 9Lungen- und Allergiezentrum, Leverkusen, 10Pädiatrische Dermatologie und Allergologie, Kinderund Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Hannover, 11Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, 12Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie Zentrum, Ludwig-Maximilians- Universität München, 13Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 14Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergiezentrum Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg, 15Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA-CAC, Universität Leipzig, 16Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center, Medizinische Hochschule Hannover, 17Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Allergie-Centrum-Charité (ACC), Berlin, 18Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Die vorliegende Leitlinie (S2k) zur Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden und der österreichischen allergologischen Fachgesellschaft sowie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie im Konsens nach den Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Betalaktamantibiotika (BLA) wie Penicilline und Cephalosporine sind die Substanzgruppe, welche am häufigsten Arzneimittelallergien auslöst. Die anamnestische Angabe einer vermuteten Allergie übersteigt jedoch in ihrer Häufigkeit deutlich die bestätigten Fälle. Die große Anzahl vermuteter BLA-Allergien hat einen großen Einfluss, unter anderem auf die Behandlungsqualität des einzelnen Patienten sowie die Kosten für die Allgemeinheit. Allergien auf BLA beruhen auf unterschiedlichen immunologischen Mechanismen und äußern sich häufig als makulopapulöse Exantheme, aber auch als Anaphylaxien; daneben finden sich verschiedene Sonderformen der Arzneimittelallergien. Allen BLA gemeinsam ist der Betalaktamring. Eingeteilt werden die BLA in verschiedene Klassen: die Penicilline, Cephalosporine, Carbapeneme, Monobactame und Betalaktamaseinhibitoren mit unterschiedlichen Strukturmerkmalen. Von großer klinischer Bedeutung ist die Kenntnis über mögliche Kreuzreaktivitäten. Eine Unverträglichkeit gegenüber allen BLA tritt nur bei einem geringen Prozentsatz aller Allergiker auf, häufiger sind Kreuzreaktivitäten bei Seitenkettenähnlichkeiten wie Aminopenicillinen und Aminocephalosporinen oder auch den Methoxyiminocephalosporinen. Das Bild insgesamt ist jedoch komplex und bedarf weiterer Studien zur Aufklärung. Die Diagnostik besteht üblicherweise aus vier Bausteinen: der Anamnese, der Labordiagnostik, Hauttestungen, welchen ein großer Stellenwert zukommt, sowie der Arzneimittelprovokationstestung. Das Vorgehen der Diagnostik, aber auch im akuten Bedarfsfall der BLA-Gabe ist an der Patientenhistorie und dem Einzelfall orientiert. Ergänzend zu den bisherigen Erkenntnissen besteht auch hier weiterer Studienbedarf. Die Durchführung der allergologischen Diagnostik bei Verdacht auf eine BLA-Überempfindlichkeit ist zugunsten einer guten medizinischen Versorgung des Einzelnen, aber auch aufgrund der immensen Auswirkungen mutmaßlicher BLA-Allergien für die Allgemeinheit dringend zu empfehlen.
*Erstpublikation in Allergo J Int. 2019; 28: 121-151; DOI: 10.1007/s40629-019-0100-8Correspondence to:
Dr. med. Gerda Wurpts
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Aachener Comprehensive Allergy Center
Universitätsklinik der RWTH Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Email: [email protected]
Positionspapier
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
ARIA guideline 2019: treatment of allergic rhinitis in the German health system
L. Klimek, C. Bachert, O. Pfaar, S. Becker, T. Bieber, R. Brehler, R. Buhl, I. Casper, A. Chaker, W. Czech, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, K. Hörmann, T. Jakob, K. Jung, M.V. Kopp, V. Mahler, H. Merk, N. Mülleneisen, K. Nemat, U. Rabe, J. Ring, J. Saloga, W. Schlenter, C. Schmidt-Weber, H. Seyfarth, A. Sperl, T. Spindler, P. Staubach, S. Strieth, R. Treudler, C. Vogelberg, A. Wallrafen, W. Wehrmann, H. Wrede, T. Zuberbier, A. Bedbrook, G.W. Canonica, V. Cardona, T.B. Casale, W. Czarlewski, W.J. Fokkens, E. Hamelmann, P.W. Hellings, M. Jutel, D. Larenas-Linnemann, J. Mullol, N.G. Papadopoulos, S. Toppila- Salmi, T. Werfel und J. Bousquet
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 43 - 72
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 2/2020, S. 43-72
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
L. Klimek1, C. Bachert2, O. Pfaar3, S. Becker4, T. Bieber5, R. Brehler6, R. Buhl7, I. Casper1, A. Chaker8, W. Czech9, J. Fischer10, T. Fuchs11, M. Gerstlauer12, K. Hörmann13, T. Jakob14, K. Jung15, M.V. Kopp16, V. Mahler17, H. Merk18, N. Mülleneisen19, K. Nemat20, U. Rabe21, J. Ring22, J. Saloga23, W. Schlenter24, C. Schmidt-Weber25, H. Seyfarth26, A. Sperl1, T. Spindler27, P. Staubach23, S. Strieth28, R. Treudler29, C. Vogelberg30, A. Wallrafen31, W. Wehrmann32, H. Wrede33, T. Zuberbier34, A. Bedbrook35, G.W. Canonica36, V. Cardona37, T.B. Casale38, W. Czarlewski39, W.J. Fokkens40, E. Hamelmann41, P.W. Hellings42, M. Jutel43, D. Larenas-Linnemann44, J. Mullol45, N.G. Papadopoulos46, S. Toppila-Salmi47, T. Werfel48 und J. Bousquet49
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 2Forschungslabor für obere Atemwege und Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universität Gent und Universitätsklinikum Gent, Belgien; Abteilung für HNO-Erkrankungen, CLINTEC, Karolinska-Institut, Universität Stockholm, Schweden, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, 4Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universität Bonn, Christine Kühne – Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-CARE) Davos-Augsburg-Bonn-St. Gallen-Zürich, St. Gallen, Schweiz, 6Klinik für Allergologie, Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, Münster, 7Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mainz, 8Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Klinikum rechts der Isar, Technische Universität und Helmholtz- Zentrum München, 9Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 10Klinik für Dermatologie, Eberhard Karls Universität Tübingen, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 12Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 13Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Mannheim, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Campus Gießen, Justus-Liebig- Universität, Gießen, 15Gemeinschaftspraxis für Dermatologie, Erfurt, 16Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Lungenzentrums (DZL), Lübeck, 17Med. Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 19Asthma- und Allergiezentrum, Leverkusen, 20Klinik für Pädiatrie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 21Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 22Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München; Christine Kühne-Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-Care), Davos, Schweiz, 23Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 24Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Universität zu Lübeck, 25Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität München und Helmholtz-Zentrum München, 26Vorsitzender des Apothekenverbandes in Hessen, Hessischer Apothekerverband, Offenbach, 27Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Lungenzentrum Süd-West, Wangen im Allgäu, 28Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Mainz, 29Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipziger interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA, Leipzig, 30Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin, Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, 31Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB, Mönchengladbach, 32Dermatologische Gemeinschaftspraxis, Münster, 33Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 35MACVIAFrance, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 36Allergie und Atemwegserkrankungen, DIMI, Universität Genua, Italien, 37Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Vall d‘Hebron, Barcelona, Spanien, 38Abteilung für Allergie und Immunologie, University of South Florida, Tampa, Florida, USA, 39Medizinische Beratung Czarlewski, Levallois, Frankreich, 40Abteilung Otorhinolaryngologie, Akademische Medizinische Zentren, Amsterdam, Niederlande, 41Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Bielefeld, 42Klinik für Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde, Universitätskliniken Leuven, Belgien, 43Klinik für klinische Immunologie, Medizinische Universität Wroclaw und medizinisches Forschungsinstitut „ALL-MED“, Wroclaw (Breslau), Polen, 44Krankenhaus Médica Sur, México City, México, 45Unitat de Rinologia i Clínica de l‘Olfacte, Servei d‘ORL, Universitat de Barcelona, Klinische und experimentelle respiratorische Immunallergie, IDIBAPS, CIBERES, Barcelona, Spanien, 46Abteilung für Allergie, 2. Kinderklinik, Universität Athen, Griechenland, 47Haartman-Institut, Universität Helsinki, Finnland, 48Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 49MACVIA-LR CHU, Montpellier, Frankreich
Hintergrund: Die Anzahl der von Allergien betroffenen Patienten nimmt weltweit zu. Hiermit gehen erhebliche Kosten für die Gesundheits- und Sozialsysteme durch allergische Erkrankungen einher. Integrierte Versorgungskonzepte sind erforderlich, die innerhalb der nationalen Gesundheitssysteme eine umfassende Versorgung ermöglichen. Die ARIA-Initiative entwickelt international gültige Leitlinien für allergische Atemwegserkrankungen.
Methoden: ARIA dient der verbesserten Versorgung von Patienten mit Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen. In Zusammenarbeit mit anderen internationalen Initiativen, nationalen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen im Bereich Allergien und Atemwegserkrankungen wurde eine realitätsnahe, integrative Versorgungsleitlinie („integrated care pathways“, ICPs) für eine digital unterstützte, integrative, individualisierte Behandlung von allergischer Rhinitis (AR) mit komorbidem Asthma entwickelt, die in der vorliegenden Arbeit auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen wird.
Ergebnisse: Die vorliegende ICP-Versorgungsleitlinie umfasst wesentliche Bereiche der Versorgung von Patienten mit AR mit und ohne Asthma einschließlich der Sicht von Patienten und weiterer versorgungsnaher Gesundheitsdienstleister.
Diskussion: Eine umfassende ICP-Leitlinie kann die Versorgungsrealität wesentlich besser abbilden als herkömmliche Leitlinienmodelle.
Erstpublikation in Klimek L, Bachert C, Pfaar O et al. Allergo J Int. 2019; 28: 255-276.
https://doi.org/10.1007/s40629-019-00110-9Correspondence to:
Prof. Dr. Jean Bousquet
Centre Hospitalier Régional Universitaire de Montpellier (CHU)
371 Avenue du Doyen Gaston Giraud
34295 Montpellier Cedex 5, Frankreich
Email: [email protected]
Komorbidität bei allergologischen Krankheitsbildern
Editorial: Wird Komorbidität unterschätzt?
Editorial: Is comorbidity underestimated
R. Treudler
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 44 (2021) p. 9 - 9
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 1/2021, S. 9
Editorial: Wird Komorbidität unterschätzt?
R. Treudler