Leitlinie
Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga zur Spirometrie
C.-P. Criée, D. Berdel, D. Heise, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, M. Rolke, S. Sorichter, H. Worth und H. Wuthe für die Deutsche Atemwegsliga e. V.
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42.00 $
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Jahrgang 32 p. 0 - -1
Abstract
C.-P. Criée, D. Berdel, D. Heise, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, M. Rolke, S. Sorichter, H. Worth und H. Wuthe für die Deutsche Atemwegsliga e. V.
Übersichten
Was bringt die Zusatztherapie mit inhalativen Glukokortikosteroiden bei der schweren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung?
P. Kardos
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 365 - 371
Abstract
P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin, Maingau-Krankenhaus, Frankfurt am Main
Inhalative Kortikosteroide (ICS) sind das Rückgrat der Asthmatherapie, ihre Rolle in der Behandlung von COPD ist weniger klar. Hoffnungen im Hinblick auf die Verlangsamung der Progression der COPD unter ICS konnten in 3 großen Studien nicht bestätigt werden. In der internationalen GOLD- und in der Deutschen Leitlinie wurden ICS bei schwerer COPD mit häufigen Exazerbationen empfohlen, obwohl hierfür die Evidenz schwach war. In der kürzlich publizierten deutschen VIVACE-Studie konnte erstmals eine signifikante und klinisch sehr relevante Reduktion der Exazerbationsfrequenz um 35% durch zusätzliches ICS bei Patienten mit schwerer COPD und häufigen Exazerbationen nachgewiesen werden. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass dieser Effekt über die bekannte, die Exazerbationsfrequenz reduzierende Wirkung von Salmeterol hinaus in einer randomisierten kontrollierten Studie mit 994 Teilnehmern nachgewiesen wurde. Das Studiendesign mit einem Salmeterol- und einem Salmeterol + Fluticason-Arm entspricht der Behandlung in der klinischen Routine. Die günstigen Ergebnisse dieser Studie konnten in einer weiteren randomisierten, kontrollierten Studie (TORCH) mit den gleichen Substanzen bei mehr als 6.000 Patienten wiederholt werden. Darüber hinaus fand sich dort eine Reduktion der Gesamtmortalität über 3 Jahre von 17,5%, wenn man die Kombinationstherapie mit Plazebo vergleicht. Allerdings verfehlte diese Reduktion knapp die statistische Signifikanz. Beide Studien zeigten auch mäßiggradige, signifikante Besserungen bei der Lungenfunktion und in der Lebensqualität. Letztere hängt aber zum größten Teil nicht von der Pharmakotherapie, sondern von den Exazerbationen ab, welche auf die Lebensqualität einen stark negativen Einfluss haben. In beiden Studien wurden Pneumonien in den jeweiligen mit ICS behandelten Armen signifikant häufiger klinisch diagnostiziert, Röntgenaufnahmen wurden allerdings nicht durchgeführt. Hier sind weitere Studien erforderlich, auch wenn diese Pneumonien nicht zu vermehrten Todesfällen geführt haben.Correspondence to:
Dr. med. P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für
Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin
Maingau-Krankenhaus
Scheffelstraße 2
D-60318 Frankfurt am Main
Email: [email protected]
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen I
Diagnostik der COPD
P. Kardos
Jahrgang 34 p. 3 - 8
Abstract
P. Kardos
Maingau vom Roten Kreuz, Frankfurt am Main
COPD wird anhand der typischen Anamnese mit Eruierung und Quantifizierung der einwirkenden Noxe (Rauchen in Packungsjahren ausgedrückt) und der körperlichen Untersuchung als Verdacht diagnostiziert, mit der Spirometrie und negativem Reversibilitätstest bestätigt. Die nach Bronchodilatation gemessene Spirometrie bietet zudem die Grundlage für eine einfache Schweregradeinteilung, die der Therapieempfehlung zugrunde gelegt wurde. Die Röntgenaufnahme dient zum Ausschluss anderer Ursachen der COPD-Symptome wie Husten, Auswurf und Atemnot, die auch bei weiteren, mit Zigarettenrauchen assoziierten Lungenkrankheiten (z.B. Bronchialkarzinom), aber auch anderen Erkrankungen vorkommen können. Eine genauere Abschätzung der Situation des COPD-Patienten erlauben weitere Untersuchungen, wie die Bodyplethysmographie, Blutgasanalyse, Bestimmung der Diffusionskapazität und die Belastungstests, hier insbesondere der 6 Minuten-Gehtest.Correspondence to:
Dr. med. P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum
Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin
Klinik Maingau vom Roten Kreuz
Scheffelstraße 33
D-60318 Frankfurt am Main
Email: [email protected]
Übersicht
Thesis: “Low-dose”-Kortison- therapie in der Pneumologie
Thesis: Lowe-dose glucocorticosteroid therapy in pneumology
P. Kardos
Jahrgang 34 p. 266 - 273
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 7/2008, S. 266–273
Thesis: “Low-dose”-Kortison- therapie in der Pneumologie
P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Allergologie, Pneumologie, Schlafmedizin, Klinik Maingau vom Roten Kreuz, Frankfurt am Main
Asthma und viele diffuse Lungenparenchymerkrankungen werden mit Glukokortikosteroiden behandelt. Die meisten Asthmapatienten können mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) und – falls erforderlich – inhalativen Langzeitbronchodilatatoren gut, bis zu einem Drittel jedoch nicht optimal eingestellt werden. Ein Teil dieser Patienten (schweres, persistierendes Asthma) benötigt zusätzlich orale Kortikosteroide (OCS) in der Langzeittherapie, um eine akzeptable Einstellung zu erreichen. Eine Reihe von diffusen Lungenparenchymerkrankungen (Sarkoidose, exogen allergische Alveolitis, ein Teil der idiopathischen interstitiellen Pneumonien) benötigt ebenfalls OCS. Bei diesen pneumologischen Patienten ist die Kortisontherapie beinahe konkurrenzlos, da andere antientzündliche und immunsuppressive Therapien – im Gegensatz zur Rheumatologie – keine gute Evidenz der Wirksamkeit haben. Es ist bemerkenswert, dass es in Bezug auf die Höhe, als auch in Bezug auf die die Dauer und die Modalitäten der Reduktion der oralen Kortisontherapie wenig Evidenz gibt, die auf randomisierten doppelblinden Studien basiert. Patienten mit der Notwendigkeit einer OCS-Therapie sollten mit der nie - drigst möglichen Dosis behandelt werden, um die Nebenwirkungen der Kortisontherapie zu minimieren. Deshalb kann aus der Rheumatologie das Prinzip der Low-dose- Kortisontherapie auch in der Pneumologie übernommen werden. Tagesdosen £ 7.5 mg Prednisonäquivalent zählen als Low-dose- Kortisontherapie. Bei stabilem Zustand kann die Dosis in vielen Fällen weiter reduziert werden, in der Rheumatologie werden 1 mg- Schritte empfohlen. Eine Besonderheit der OCS-Therapie bei Asthma ist die häufige Notwendigkeit der täglich zweimaligen Gabe (um 8 und 15 Uhr), um die Kortisonwirkung den chronobiologischen Gegebenheiten der asthmatischen Entzündung anzupassen. Eine Osteoporose-Prophylaxe mit 1000 mg Calcium und 800 mg Vitamin D wird von Anfang an bei Einleitung einer oralen Kortisontherapie empfohlen.Correspondence to:
Dr. med. P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Allergologie, Pneumologie, Schlafmedizin
an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz
Scheffelstrasse 33
D-60318 Frankfurt am Main
Email: [email protected]
Übersicht
CAT: COPD Assessment Test
P. Kardos
Jahrgang 35 p. 245 - 247
Abstract
P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Pneumologie, Allergie und Schlafmedizin, Klinik Maingau, Frankfurt am Main
CAT ist ein Fragebogen mit 5 – 6 validierten Fragen, um die Eigenbeurteilung des COPD-Patienten über seinen aktuellen Zustand zu erfassen und Entscheidungen über die Therapie in der Sprechstunde zu erleichtern. CAT dient nicht der Diagnosestellung von COPD. Wahrscheinlich wird den Fragebogen der Patient ausfüllen, um dann mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Es handelt sich um eine standardisierte und validierte Methode zur Beurteilung des eigenen Zustands durch den COPD-Patienten, um eine möglichst präzise und umfassende Beurteilung während einer kurzen Konsultationszeit dem Arzt mitzuteilen. CAT ist auch eine standardisierte Methode, um die Krankheit langfristig zu beobachten.Correspondence to:
Dr. med. P. Kardos
Gemeinschaftspraxis und Zentrum für Pneumologie, Allergie und Schlafmedizin
Klinik Maingau
Scheffelstrasse 33
D-60318 Frankfurt am Main
Email: [email protected]
Empfehlungen
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) – Teil 1
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
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Jahrgang 35 p. 256 - 272
Abstract
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Empfehlungen
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) Teil II
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
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Jahrgang 35 p. 349 - 370
Abstract
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Die Versorgungskette bei Patienten mit COPD – aktuelle ärztliche und therapeutische Maßnahmen I
Editorial
Editorial
P. Kardos
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Jahrgang 38 p. 313 - 314
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 38, Nr. 8/2012, S. 313–314
Editorial
P. Kardos
Übersicht
Die neue deutschsprachige COPDLeitlinie – was ist neu?
The new guideline of the German Respiratory Society and the German Airway League for the management of patients with COPD – what is new?
H. Worth, P. Kardos und C.-P. Criée
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2018) p. 264 - 272
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 5/2018, S. 264-272
Die neue deutschsprachige COPDLeitlinie – was ist neu?
H. Worth1, P. Kardos2 und C.-P. Criée3
1Facharztforum Fürth, 2Lungenpraxis am Maingau Krankenhaus, Frankfurt am Main, 3Abteilung Pneumologie, Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende, Bovenden
Die neue von Experten aus Deutschland und Österreich erarbeitete, evidenzbasierte S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Atemwegsliga zur Diagnostik und Behandlung von Patienten mit der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD berücksichtigt eine Vielzahl von publizierten Studien und Metaanalysen sowie eine Reihe aktueller Leitlinien, insbesondere die 2017-Version des Dokuments der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD). Wichtigste Änderungen sind die Bestimmung des Schweregrades der Atemwegsobstruktion anhand der neueren GLI-Sollwerte, die Auswahl der Medikation in Abhängigkeit von der Intensität der Symptomatik und der Häufigkeit und Schwere der Exazerbationen sowie die Therapieempfehlungen. Die Leitlinie ermöglicht die Auswahl eines evidenzbasierten, individuell angepassten Behandlungskonzeptes und dient damit der Optimierung der Betreuung von COPD-Patienten unter Einschluss der häufig vorhandenen Komorbiditäten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Heinrich Worth
Facharztforum Fürth
Bahnhofplatz 6
90762 Fürth
Email: [email protected]
Original
Therapie mit Standardimmunglobulin bei Pollinosis: Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Studie
Standard immunoglobulin treatment of pollinosis: Results of a controlled clinical trial
J. PETRES, I. ANTAL, W. MÜHLHÄUSLER, P. KARDOS, E. SCHÖPF UND R.G. GEURSEN
Price
42.00 $
Jahrgang 12 (1989) p. 287 - 291
Abstract
Allergologie, Jahrgang 12, Nr. 7/1989, S. 287-291
Therapie mit Standardimmunglobulin bei Pollinosis: Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Studie
J. PETRES1, I. ANTAL1, W. MÜHLHÄUSLER2, P. KARDOS3, E. SCHÖPF4 UND R.G. GEURSEN5
1Dermatologische Klinik, Städtische Kliniken Kassel, 2Arzt für Allgemeinmedizin, Rheinzabem, 3Arzt für Innere Krankheiten/Lungen- und Bronchialheilkunde, Frankfurt, 4Dermatologische Klinik, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg/ Breisgau, 5Forschungslaboratorien der Behringwerke AG, Marburg/Lahn
Im Rahmen einer kontrollierten, prospektiven, multizentrisch angelegten Doppelblindstudie wurden 92 Patienten mit nachgewiesener atopischer Allergie gegen Pollen mittel- und spätblühender Pflanzen zufällig 2 Gruppen zugeteilt. Mit dem Auftreten typischer Symptome erhielten die Studienteilnehmer nach einem festgelegten Schema entweder Standardimmunglobulin oder eine entsprechend aufgemachte Plazebopräparation intramuskulär verabreicht. Neben den klinischen Beurteilungen wurden als Erfolgskriterien Merkmale aus Wochenberichten herangezogen, die die Patienten verfaßten. Im einzelnen waren dies der Medikamentenverbrauch, jeweils nach Präparategruppe, Heuschnupfenbeschwerden, das Patientenurteil am Tag 35 nach Behandlungsbeginn und in der Kalenderwoche 35, jeweils im Vergleich zum Vorjahr. Anthropometrische Unterschiede zwischen beiden Patientengruppen waren nicht festzustellen. Bezüglich Anzahl und Art der Beschwerdemeldungen war beim Vergleich der Wochenberichte kein Unterschied zwischen Verum- und Plazebogruppe zu entnehmen. Die Beurteilung des Befindens in der Kalenderwoche 35 zeigte einen deutlichen Unterschied zugunsten der Standardimmunglobulingruppe. Bei Patienten mit längerer Anamnese einer Pollinosis wurde bei genauer Betrachtung ein therapeutischer Effekt des Immunglobulins deutlich. An Pollinosis Erkrankte sind möglicherweise daran gewöhnt, mit Hilfe symptomatisch wirkender Arzneimittel eine erträgliche Befindlichkeit Ihres Lebenszustandes zu erreichen. Vergleicht man Menge und Einheiten der während der Studie eingenommenen Medikamente, so ist ein deutlicher Mehrverbrauch aller während der Untersuchung erfaßten Präparategruppen bei den Patienten unter Plazebogabe zu verzeichnen. Die Reduktion des Medikamentenverbrauchs in der Standardimmunglobulingruppe belief sich in Abhängigkeit der Begleitpräparate zwischen 20% und 60%.Correspondence to:
Dr. rer. Nat. Dr. med. R. G. Geursen
Postfach 1140
D-3550 Marburg/Lahn
Husten
Editorial: Der chronische Husten
P. Kardos
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Jahrgang 49 (2023) p. 241 - 243
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 49, Nr. 6/2023, S. 241-243
Editorial: Der chronische Husten
P. Kardos
Husten
Chronischer Husten: Symptom oder Krankheit?
Chronic cough: Symptom or disease on its own?
P. Kardos
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2023) p. 275 - 279
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 49, Nr. 6/2023, S. 275-279
Chronischer Husten: Symptom oder Krankheit?
P. Kardos
Internistische Facharztpraxis und Zentrum für Pneumologie, Allergie und Somnologie, Klinik Maingau vom Roten Kreuz, Frankfurt am Main
Chronischer, d. h. über 8 Wochen anhaltender, Husten sollte in jedem Fall abgeklärt werden. Zur Basisdiagnostik gehören die Anamnese, eine körperliche Untersuchung, eine Röntgenaufnahme der Thoraxorgane und eine Spirometrie. Man wird nicht in jedem Fall eine Erklärung für das Symptom chronischer Husten finden. Patienten mit hypersensitivem Hustenreflex husten auf schwache Reize, die bei Gesunden keinen Husten auslösen. Hierzu gehört auch ein Quartett von Erkrankungen, die den Husten bei solchen Patienten triggern können: Erkrankungen der oberen Atemwege, Husten als Asthmaäquivalent, gastroösophageale Refluxkrankheit und die Einnahme von ACE-Hemmern. In einigen Fällen führt die Ausschaltung dieser Trigger zum Ansprechen des Hustens; in anderen Fällen bleibt der Husten refraktär (Refractory chronic cough, RCC). Es gibt auch chronischen Husten ohne dem Symptom zugrunde liegende Erkrankung oder Trigger: idiopathischer chronischer Husten (Unexplained chronic cough, UCC). Der chronische Husten präsentiert sich bei RCC und UCC nicht als Symptom einer anderen Erkrankung, sondern als eine eigene Krankheitsentität, die jetzt auch mit dem Zusatzcode U69.6 im ICD-System kodiert werden kann.Correspondence to:
Dr. med. Peter Kardos
Internistische Facharztpraxis und Zentrum
für Pneumologie, Allergie und Somnologie
Klinik Maingau vom Roten Kreuz Frankfurt am Main
Friedberger Anlage 31-32
60316 Frankfurt
Email: [email protected]
Empfehlung
Aktuelle Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Atemwegsliga (DAL), Deutsche Lungenstiftung (DLS) sowie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (D
C.P. Criée, H.J. Smith, A.M. Preisser, D. Bösch, U. Butt, M.M. Borst, N. Hämäläinen, K. Husemann, R.A. Jörres, P. Kardos, C. Lex, F.J. Meyer, D. Nachtigall, D. Nowak, U. Ochmann, W. Randerath, A. Schütz, B. Schucher, J. Spiesshoefer, C. Taube, S. Walterspacher, M. Wollsching-Strobel, H. Worth, M. Gappa und W. Windisch
Jahrgang 50 (2024) p. 111 - 184
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 3/2024, S. 111-184
Aktuelle Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Atemwegsliga (DAL), Deutsche Lungenstiftung (DLS) sowie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (D
C.P. Criée1, H.J. Smith2, A.M. Preisser3, D. Bösch4, U. Butt5, M.M. Borst6, N. Hämäläinen7, K. Husemann8, R.A. Jörres9, P. Kardos10, C. Lex11, F.J. Meyer12, D. Nachtigall13† D. Nowak9, U. Ochmann9, W. Randerath14, A. Schüz15, B. Schucher16, J. Spiesshoefer17, C. Taube18, S. Walterspacher19, M. Wollsching-Strobel20, H. Worth21, M. Gappa22 und W. Windisch20
1Praxis für Innere Medizin und Pneumologie, Northeim, 2Research in Respiratory Diagnostics, Berlin, 3Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 4Lungenpraxis Dr. Bösch, Landshut, 5Deutsche Atemwegsliga e. V., Bad Lippspringe, 6DGP-Akademie, Berlin, 7Berlin, 8MVZ Klinikum Kempten – Praxis für Pneumologie und Allergologie, Kempten, 9Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, LMU München, 10Lungenzentrum Maingau, Frankfurt, 11Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Neonatologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, 12Lungenzentrum München (Bogenhausen- Harlaching), München, 13Hamburg, 14Krankenhaus Bethanien gGmbH, Klinik für Pneumologie und Allergologie, Solingen, 15Atemhilfe, Berlin, 16LungenClinic, Grosshansdorf, 17Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Aachen, 18Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik, Essen, 19Klinikum Konstanz – Sektion Pneumologie, Konstanz, Universität Witten/Herdecke, Witten, 20Kliniken der Stadt Köln, Köln-Merheim, Universität Witten/Herdecke, 21Pneumologische und kardiologische Gemeinschaftspraxis, Fürth, 22Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Klinik für Kinder und Jugendliche, Düsseldorf
Aus der Einleitung
Messungen der Lungenfunktion stellen einen Kernbereich in der Diagnostik von Lungenerkrankungen dar und sind etablierter Standard in der diagnostischen Abklärung von Dyspnoe und Husten. Dabei stehen sehr unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung, die jeweils mehrere und mitunter eine Vielzahl von Messparametern erlauben. Wesentlich für die Interpretation von Lungenfunktionswerten sind der Einsatz jeweils geeigneter Messverfahren, die Etablierung verlässlicher Normwerte sowie eine weiterführende Stadieneinteilung des Schweregrades einer etablierten Einschränkung. In diesem Sinne ergeben sich aus den Einschränkungen, wie sie in der Lungenfunktionsdiagnostik etabliert sind, weitere diagnostische und/oder auch therapeutische Schritte, wie sie in den Leitlinien zu den jeweils entsprechenden Erkrankungen formuliert sind, wie zum Beispiel zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
Die letzten deutschen Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik stammen aus dem Jahr 2015 als Leitlinie zur Spirometrie [1]. 2022 wurde ein offizielles Dokument der Europäischen Fachgesellschaft (ERS = European Respiratory Society) in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Fachgesellschaft (ATS = American Thoracic Society) publiziert [2], in welchem neue Interpretationen von routinemäßigen Lungenfunktionstests vorgestellt worden sind. Betroffen sind die Spirometrie, die Bodyplethysmographie, die Diffusionskapazität, der Bronchodilatationstest sowie die Referenzwerte.
Diese Empfehlungen werden in dieser Arbeit vorgestellt und kritisch diskutiert. Darüber hinaus werden in weiteren Kapiteln die aktuellen Standards zur unspezifischen bronchialen Provokation, zur atemmuskulären Funktionsdiagnostik und zur forcierten Oszillometrie beschrieben. Die aktuelle Arbeit stellt damit eine Aktualisierung der Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik dar. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, das ein Kompendium Lungenfunktionsdiagnostik [3] weiterführende Informationen zu den genannten Untersuchungsmethoden beinhaltet.
Prof. Dr. med. Carl-Peter Criée,
Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga
und
Prof. Dr. med. Wolfram Windisch,
Präsident der DGPCorrespondence to:
Prof. Dr. Carl-Peter Criée
Praxis für Pneumologie
Albert-Schweitzer-Weg 9
37154 Northeim
Email: [email protected]