Lettter to the Editor
Levocetirizine in patients with chronic idiopathic urticaria: results of a multicenter clinical practice study
O. Pfaar, H. Wrede, C. Barth, I. Hansen and L. Klimek
Price
42.00 $
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Volume 44 p. 191 - 192
Abstract
O. Pfaar, H. Wrede, C. Barth, I. Hansen and L. Klimek
Übersichten
Schlaf und Schläfrigkeit bei allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, O. Pfaar, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 165 - 170
Abstract
B.A. Stuck1, O. Pfaar1,2, K. Hörmann1 und L. Klimek1,2
1Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Neben den klassischen Symptomen der allergischen Rhinitis treten die damit assoziierten sekundären Symptome in jüngster Zeit zunehmend in das Zentrum des Interesses. Hierbei spielen vor allem die Aspekte Müdigkeit (fatigue) und Schläfrigkeit (sleepiness) eine besondere Rolle. Häufig werden diese Störungen auf eine Beeinträchtigung des Nachtschlafs zurückgeführt, auch wenn sich der entsprechende Nachweis schwierig gestaltet und bis dato nicht überzeugend gelungen bzw. der Zusammenhang fragwürdig ist. Zu den subjektiven Aspekten Müdigkeit und Schläfrigkeit konnten zunehmend valide Daten gesammelt werden. Systematische objektive Untersuchungen, namentlich zu den objektiven Einflüssen auf den Nachtschlaf der Betroffenen, sind bis heute jedoch die Ausnahme geblieben. Die Auswertung der verfügbaren Literatur macht deutlich, dass die allergische Rhinitis zumindest in epidemiologischen Studien als Risikofaktor für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen und vor allen Dingen bei Kindern gelten kann. In entsprechenden klinischen Studien konnte darüber hinaus auch deutlich gemacht werden, dass mit dem Einsetzen der Pollenflugsaison bei der saisonalen allergischen Rhinitis eine signifikante Zunahme der Tagesschläfrigkeit verbunden ist, die sich auch mit standardisierten Instrumenten nachweisen lässt. Eine antiallergische Therapie, vornehmlich mit topischen Steroiden, führt auch bei Patienten mit perennialer allergischer Rhinitis zu einer Verbesserung der subjektiven Einschätzung der Schlafqualität und der Tagesbefindlichkeit. Im Gegensatz hierzu konnten klinisch relevante Veränderungen bzw. Verschlechterungen objektiver Schlafparameter insbesondere in jüngeren, methodisch belastbareren Studien nicht nachgewiesen werden. Eine allergische Rhinitis alleine ist daher offenbar nicht in der Lage, eine manifeste, klinisch relevante schlafbezogene Atmungsstörung bei ansonsten gesunden Allergikern auszulösen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klini
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68167 Mannheim
Email: [email protected]
Übersicht
In-vitro-Testverfahren bei Analgetikaintoleranz
R. Dollner, L. Klimek, O. Pfaar, B.A. Stuck und K. Hörmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 240 - 248
Abstract
R. Dollner1,2, L. Klimek1, O. Pfaar1,2, B.A. Stuck2 und K. Hörmann2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
Das Krankheitsbild der Analgetikaintoleranz (AIT) wird heute als eine fortschreitende, nichtallergische Überempfindlichkeitsreaktion verstanden, die auf einer pathognomonischen Dysbalance des Arachidonsäurestoffwechsels basiert. Durch die Einnahme von COX-1-Inhibitoren exazerbiert die Erkrankung und es kommt aufgrund der überschießenden Leukotrienproduktion und der reduzierten Gegenregulation durch Prostaglandin E2 zu den typischen asthmatischen und anaphylaktoiden Akutreaktionen. Bislang gilt der Provokationstest als der Goldstandard in der Diagnostik der AIT. Allerdings ist ein solches Vorgehen aufgrund der möglichen Komplikationen Zentren mit intensivmedizinischem Hintergrund vorbehalten. In Kenntnis der pathophysiologischen Vorgänge wurden daher seit den 90er Jahren In-vitro-Testverfahren als mögliche Alternativen zu der Provokationstestung entwickelt. Die Verfahren lassen sich in Mediatorfreisetzungstests, durchflusszytometrische Verfahren und Hybridverfahren bzw. Methodenkombinationen einteilen. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt die Testrationale und die aktuelle diagnostische Wertigkeit der verfügbaren Verfahren gegenüber und gibt damit einen kritischen Überblick über den heutigen Stand der anspruchsvollen In-vitro-Diagnostik der Analgetikaintoleranz.Correspondence to:
PD Dr. med. R. Dollner
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeiten
Die Bedeutung von Brennesselpollen im Vergleich zu Beifußpollen für die saisonale allergische Rhinitis im Spätsommer
Nettle pollen allergen compared to mugwort pollen in patients with late-onset seasonal allergic rhinitis
O. Pfaar, B. Hauswald und K.-B. Hüttenbrink
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 11 - 15
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 1/2004, S. 11–15
Die Bedeutung von Brennesselpollen im Vergleich zu Beifußpollen für die saisonale allergische Rhinitis im Spätsommer
O. Pfaar, B. Hauswald und K.-B. Hüttenbrink
HNO-Universitätsklinik, Dresden
Einleitung: Die Hyposensibilisierungstherapieauf Beifußpollen hat bei Patientenmit Spätblüherallergien eine Erfolgsrate vonüber 70%. Im Dresdener Raum konnte in denletzten 3 Jahren anhand von Messungen mitder Burkardschen Pollenfalle festgestelltwerden, daß zur Hauptblühzeit von Beifußebenfalls eine hohe Brennesselpollenimmissionbesteht: Der Anteil der Brennesseln ander gesamten Baumpollenimmission lag inden Jahren 1998 – 2000 in den Monaten Juliund August bei 78% gegenüber einem Beifußanteilvon 7%. Die vorliegende Studie hattezum Ziel, die klinische Bedeutung dieserhohen Belastung mit Brennesselpollen für diePatienten mit Spätblüherallergien im RaumDresden aufzuzeigen. Material und Methoden:Wir untersuchten insgesamt 36 Patienten(17 weiblich, 19 männlich, Durchschnittsalter29,4 Jahre) mit einer saisonalen allergischenRhinitis im Spätsommer, welche aufBeifuß sensibilisiert waren: Bei allen 36 Patientenwurden ein RAST (Radioallergosorbent-Test) und ein Prick-Test auf Brennesseldurchgeführt, um eine mögliche Sensibilisierungdieser Patienten auch gegenüber Brennesselpollenaufzuzeigen. Bei 17 der aufBrennesselpollen sensibilisierten Patientenwurde zudem ein nasaler Provokationstest(NPT) mit Brennesselpollenallergenendurchgeführt und rhinomanometrisch kontrolliert.Ergebnisse:Von den 36 untersuchtenPatienten mit einer Beifußallergie fielen bei24 Patienten auch der Prick-Test und derRAST auf Brennesselpollen positiv aus, wodurcheine Sensibilisierung der Patienten gegenüberBrennesselpollen gezeigt werdenkonnte. Von den 17 untersuchten Patientenmit positivem Prick-Test und RAST aufBrennesselpollen fand sich bei 8 Patienten einpositiver NPT auf Brennesselpollen, wodurchdie klinische Bedeutung der Belastungdurch die hohen Brennesselpollenimmissionenbei fast der Hälfte der untersuchten Patientendemonstriert werden konnte. Schlußfolgerung: Diese Studie demonstriert, daß beiPatienten mit einer Beifußpollenallergieebenfalls eine hohe Sensibilisierungsrate gegenüberBrennesselpollen vorliegt. Brennesselpollensind im Dresdener Raum von hoherklinischer Bedeutung bei der Beurteilung vonSpätsommerallergien. Aufgrund der vorliegendenErgebnisse empfehlen wir, bei der Allergiediagnostikvon Patienten mit Spätsommerallergienauch Brennesselpollen mit einzubeziehen.Ist der NPTauf Brennesselpollenpositiv, kann gegebenenfalls eine Hyposensibilisierungstherapieauch gegenüber Brennesselpollenin Betracht gezogen werden.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
HNO-Universitätsklinik
Fetscherstraße 74
D-01307 Dresden
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Serie: Praxis der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie
Die allergische Rhinitis: Besonderheiten von Diagnostik und Therapie im Kindes- und Jugendalter
L. Klimek und O. Pfaar
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42.00 $
Jahrgang 29 p. 194 - 204
Abstract
L. Klimek und O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Die allergische Rhinitis (AR) ist mit einer Lebenszeitprävalenz von ca. 24% die häufigste Immunkrankheit und eine der häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Sie beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter, und weiterhin besteht eine Tendenz zu ansteigenden Prävalenzzahlen, weshalb die Diagnostik und Therapie in dieser Altersgruppe von besonderer Bedeutung sind. Die AR hat Auswirkungen auf das Sozialleben, die schulische Leistungsfähigkeit und zum Teil auch auf die geistige und körperliche Entwicklung der kleinen Patienten. Sie wird zudem durch eine hohe Komorbidität gekennzeichnet, die sich als Konjunktivitis, Asthma, Nahrungsmittelallergie, atopische Dermatitis, Sinusitis und anderes äußern kann. So ist z.B. das Risiko, unter einem Asthma zu leiden, bei Kindern mit allergischer Rhinitis ca. 4-mal höher als bei Gleichaltrigen. In der medikamentösen Therapie werden alpha-Sympathomimetika, Anticholinergika, Solelösungen und andere Nasenspülungen, topische und systemische Antihistaminika, topische Glukokortikosteroide, und Leukotrienrezeptorantagonisten nach einem Stufenschema eingesetzt. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ist neben der Allergenkarenz die einzige kausale Therapie der allergischen Rhinitis und sollte möglichst früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Ihre Wirksamkeit ist bei subkutaner Applikation sehr gut belegt. Neben dem therapeutischen Aspekt ist bei der Indikationsstellung auch der präventive Aspekt einer spezifischen Immuntherapie zur Vermeidung von Neusensibilisierungen und der Entwicklung eines Asthma bronchiale zu beachten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
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Originalarbeiten
Adaptive Desaktivierung bei ASS-intoleranten Patienten mit Polyposis nasi et sinuum – Möglichkeiten eines neuen Therapieprinzips mit intravenöser Applikation
O. Pfaar, M. Spielhaupter, H. Wrede, C. Barth, D. Schäfer, B.A. Stuck, R. Mösges, H. Hanschmann, K. Hecksteden, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 322 - 331
Abstract
O. Pfaar1,2, M. Spielhaupter1,2, H. Wrede1,2, C. Barth1,2, D. Schäfer2, B.A. Stuck2, R. Mösges3, H. Hanschmann1,4, K. Hecksteden5, K. Hörmann2 und L. Klimek1,2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 3IMSIE, Universität zu Köln, 4Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, Universität Marburg, 5HNO-Universitätsklinik, Fr
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Acetylsalizylsäure (ASS-Intoleranz) und andere nichtsteroidale Antiphlogistika sind in Kombination mit einer Polyposis nasi und einem Asthma bronchiale unter dem Begriff Samter-Trias (Morbus Samter, Morbus Widal) bekannt. Die adaptive Desaktivierung ist die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit ASS-Intoleranz. Derzeit wird diese Therapie üblicherweise mit oraler Applikation von ASS repetitiv in aufsteigender Dosierung eingeleitet. Dies ist die erste Studie, die einen intravenösen Applikationsweg im Rahmen der initialen Dosissteigerungsphase bei der adaptiven Desaktivierung untersucht. In dieser prospektiven, offenen Studie wurden die Durchführbarkeit sowie die Sicherheitsaspekte einer intravenösen Applikation von Lysin-ASS im Rahmen der Dosissteigerung bei adaptiver Desaktivierung herausgearbeitet. Bei 36 Patienten mit ASS-Intoleranz (20 Frauen, 16 Männer) im Alter von 20 – 64 Jahren (Altersdurchschnitt 34,3 ± 6,9 Jahre) wurden hierzu die während der Dosissteigerungsphase auftretenden Nebenwirkungen analysiert. Die Gesamtzahl der systemischen Reaktionen betrug n = 27 entsprechend 6,6% aller Therapiedosierungen. Hiervon waren 20 (74%) Sofortphasenreaktionen, 6 (22%) Spätphasenreaktionen und 1 (4%) sowohl eine Sofort- als auch Spätphasenreaktion. Von allen systemischen Reaktionen entsprachen 81% einer Allgemeinreaktion ersten Grades und 19% einer Allgemeinreaktion zweiten Grades. Reaktionen entsprechend Grad 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Zusammenfassend konnte die vorliegende Studie demonstrieren, daß die intravenöse Desaktivierung mit Lysin-ASS in der initialen Dosissteigerungsphase unter stationären Bedingungen möglich ist. Unserer Erfahrung nach unterscheidet sich die Nebenwirkungsrate nicht von der oralen Aufdosierung. Einen wichtigen Vorteil sehen wir in der Möglichkeit der sofortigen Unterbrechung der intravenösen Allergenzufuhr bei den ersten Zeichen von Nebenwirkungen. Bezüglich der optimalen Dosierung dieses Vorgehens und des direkten Vergleichs mit der peroralen Dosissteigerung sind weitere Studien mit einer größeren Fallzahl geplant.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
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Übersicht
Die Pathophysiologie des Nies- und Juckreizes bei der allergischen Rhinitis
O. Pfaar, T. Hummel und L. Klimek
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42.00 $
Jahrgang 29 p. 500 - 506
Abstract
O. Pfaar1, T. Hummel2 und L. Klimek1
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden,2HNO-Universitätsklinik, Dresden
Zu den Kardinalsymptomen der Rhinitis allergica zählen neben der nasalen Obstruktion und der Rhinorrhoe vor allem die den allergischen Patienten oftmals sehr belastenden Symptome Juckreiz und Niesreiz. In der Pathophysiologie spielt eine zentrale Aktivierung des Nervensystems eine wichtige Rolle. Bei der Entstehung von Nies- und Juckreiz hat vor allem die Aktivierung des trigeminalen Systems entscheidenden Anteil. Die afferenten, trigeminalen Nervenfasern setzen sich im wesentlichen zusammen aus markhaltigen Ad-Fasern und aus dünnen, nicht myelinisierten C-Fasern und haben ihren Ursprung in sogenannten polymodalen Nozizeptoren. Darüber hinaus zeigen verschiedene tierexperimentelle Studien, dass trigeminale sensorische Schmerzafferenzen auch in lokale Entzündungsreaktionen involviert sind, von diesen aktiviert werden und diese modulieren können (Konzept der “neurogenen Entzündung”). So können von trigeminalen Nervenfasern, und vor allem von den unmyelinisierten C-Fasern, neben der afferenten Auslösung von Juckreiz und Niesreiz auch antidrom-retrograd Neuropeptide wie Substanz P oder “calcitonin gene-related peptide” liberiert werden, welche ihrerseits die allergische Entzündungskaskade beeinflussen können. Die vorliegende Arbeit beschreibt die (Mikro-)Anatomie und die Innervation der Nase unter normalen Bedingungen und gibt hiernach einen systematischen Überblick über die Auslösung von Niesreiz und Juckreiz durch trigeminale Aktivierung. Ferner wird die mögliche Beeinflussung des lokalen Entzündungsprozesses durch diese trigeminale Aktivierung über Freisetzung von Neuropeptiden wie Substanz P und “calcitonin gene-related peptide” herausgearbeitet.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
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Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 469 - 486
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
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Leitlinien
Notfälle in der Allergologie: Akuttherapie der Anaphylaxie
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 71 - 76
Abstract
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Anaphylaktische Reaktionen gehören zu den schwersten und häufig dramatischen Ereignissen in der Allergologie. Zur Akutbehandlung der Anaphylaxie sind nationale und internationale Leitlinien unabdingbar. Auf Vorstandsbeschluss der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe “Anaphylaxie” gebildet, die den Auftrag erhielt, eine Leitlinie zu erstellen, die inzwischen veröffentlicht worden ist. Die Therapiemaßnahmen anaphylaktischer Reaktionen richten sich nach der Anamnese (z.B. auslösendes Agens und zeitlicher Verlauf) und dem klinischen Befund (Erscheinungsbild und Schweregrad). Ein Algorithmus zur Behandlung der Anaphylaxie in Abhängigkeit vom Schweregrad wurde erstellt (Abb. 1) [1]. Die sofortige Beendigung der Zufuhr des mutmaßlichen Auslösers ist die erste Maßnahme. Zu den Basistherapiemaßnahmen bei Anaphylaxie zählen geeignete Lagerung (flach, Trendelenburg) und das Anlegen eines venösen Zuganges. Ein Programm zur “Anaphylaxie-Schulung” für Betroffene und Angehörige wird von der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) erarbeitet. Bei manifesten kardiovaskulären oder pulmonalen Reaktionen empfiehlt sich die Applikation von Sauerstoff. In der spezifischen medikamentösen Therapie haben sich Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin), Volumengabe (Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmittel), Antihistaminika und Glukokortikoide bewährt. In der Behandlung der Anaphylaxie im Kindesalter sind die besonderen Dosierungen zu berücksichtigen. Bei Atem- oder Kreislaufstillstand muss die sofortige und sachgemäße Reanimation entsprechend den interdisziplinären Empfehlungen der Bundesärztekammer eingeleitet werden. Jeder Patient, der eine Anaphylaxie erlitten hat, muss über die wesentlichen Verhaltensmaßregeln aufgeklärt werden, die zu Prophylaxe und Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen geeignet sind. Zur Selbstmedikation erhält der Patient ein “Notfallset”. Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen beinhaltet ein “Notfallset” zur Selbstmedikation Adrenalin als Autoinjektor (siehe oben), bei zu erwartenden respiratorischen Symptomen zusätzlich ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren, ferner ein Glukokortikosteroid und ein H1-Antihistaminikum.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Leitlinien
Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel
B. Przybilla, W. Aberer, A.J. Bircher, R. Brehler, K. Brockow, H. Dickel, T. Fuchs, M. Hertl, M. Mockenhaupt, O. Pfaar, J. Ring, B. Sachs, D. Vieluf, B. Wedi, M. Worm, T. Zuberbier und H.F. Merk
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Jahrgang 31 p. 153 - 158
Abstract
B. Przybilla1, W. Aberer2, A.J. Bircher3, R. Brehler4, K. Brockow5, H. Dickel6, T. Fuchs7, M. Hertl8, M. Mockenhaupt9, O. Pfaar10, J. Ring5, B. Sachs11, D. Vieluf12, B. Wedi13, M. Worm14, T. Zuberbier14 und H.F. Merk15
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Allergologische Poliklinik, Dermatologische Klinik, Universitätsspi
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9–11
D-80337 München
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Originalarbeit
Untersuchung einer sublingualen Immuntherapie mit TOL SL® zur Behandlung von allergischer Rhinitis, allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bronchiale unter Praxisbedingungen
O. Pfaar, L. Klimek, A. Sager und M. Bräutigam
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 93 - 99
Abstract
O. Pfaar1, L. Klimek1, A. Sager2 und M. Bräutigam3
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden der HNO-Universitätsklinik Mannheim, 2Leti Pharma GmbH, Witten, 3Clinical Development, Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Hintergrund: Die sublinguale Immuntherapie erfährt eine zunehmende Akzeptanz als Alternative zur subkutanen Immuntherapie. Methoden: In einer Anwendungsbeobachtung an 735 Patienten mit überwiegend allergischer Rhinitis wurden die Sicherheit und Verträglichkeit der täglichen Anwendung von TOL SL® untersucht. Ergebnisse: 14,6% der Patienten berichteten über Schwellungen und 21,2% über Brennen im Mund. Insgesamt wurde die Verträglichkeit von TOL SL® von 93,6% der Ärzte und 91,2% der Patienten als “sehr gut” oder “gut” eingestuft. Bezüglich der Wirksamkeit wurden diese Bewertungen von 85,9% der Ärzte und 82,6% der Patienten abgegeben. Jeweils 95% bewerteten die Praktikabilität der Anwendung und des Therapieregimes als positiv. Schlussfolgerungen: In der vorliegenden Studie erwies sich TOL SL® bei allergischen Erkrankungen unter Praxisbedingungen als sicher und gut verträglich.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar; Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden der HNO-Universitätsklinik Mannheim, An den Quellen 10, D-65183 Wiesbaden
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Übersicht
Entzündliche Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen
L. Klimek, B. Stuck, O. Pfaar und K. Hörmann
Jahrgang 35 p. 187 - 207
Abstract
L. Klimek, B. Stuck, O. Pfaar und K. Hörmann
Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Bei der Rhinosinusitis (RS) liegt eine entzündliche Veränderung der Nasenschleimhaut bzw. der Mukosa der Nasennebenhöhlen vor. Nach den aktuellen deutschen Leitlinien lassen sich drei Formen der RS unterscheiden: die akute RS, die akut-rezidivierende RS sowie die chronische RS. Zu den typischen Symptomen sind u.a. die nasale Obstruktion, die eitrige Rhinorrhoe, Cephalgien oder Riechstörungen zu zählen. Ursächlich für die Erkrankung ist in erster Linie eine anatomische Engstelle im Bereich des osteo-meatalen Komplex, welche aufgrund einer Drainage- und Ventilationsstörung einer viralen oder bakteriellen Infektionen Vorschub leistet. Zu den prädisponierenden und mit der RS assoziierten Erkrankungen gehören neben Pilzerkrankungen eine allergische Sensibilisierung, die Aspirin-Intoleranz (Morbus Samter), ein Asthma bronchiale sowie in selteneren Fällen die Mukoviszidose, Wegener Granulomatose und das Kartagener-Syndrom. Die RS ist primär eine klinische Diagnose und stützt sich auf das Vorliegen charakteristischer Untersuchungsbefunde im Bereich des Gesichtes, der Nase und der Nasennebenhöhlen. Zu weiteren diagnostischen Maßnahmen gehören neben der nasalen Endoskopie bildgebende Verfahren wie Sonographie, Röntgen oder Computertomographie. Darüber hinaus hat sich zur Vorbereitung von Nasennebenhöhleneingriffen in jüngster Zeit die digitale Volumentomographie (DVT) etabliert. Zu den häufigsten Differentialdiagnosen der RS zählen virale Infekte der oberen Atemwege, Kopfschmerzen anderer Genese sowie eine allergische bzw. idiopathische Rhinitis. In der überwiegenden Mehrzahl der akuten RS ist eine antiobiotische Therapie nicht indiziert, die Einnahme von Analgetika/Antiphlogistika wird lediglich bei bestehenden Schmerzen empfohlen. Bei der chronischen RS kann eine längerfristige antibiotische Therapie in Kombination mit Steroiden als Alternative zur chirurgischen Intervention erwogen werden. Bei akut rezidivierenden und chronischen RS wird eine Behandlung mit einem intranasalen Kortikoid (INS) vor allem bei Polypenbildung empfohlen. Ferner können antiallergische Medikamente wie Antihistaminika bei nachgewiesener allergischer Rhinitis zur Anwendung kommen. Als Operationsindikationen akuter entzündlicher RS sind orbitale, endokranielle oder septische Komplikationen zu nennen. Bei der rezivierenden und chronischen RS ist die operative Intervention dann indiziert, wenn durch die rein konservative Therapie keine (dauerhafte) Besserung der Beschwerden erreicht werden kann.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek; Zentrum für Rhinologie und Allergologie, An den Quellen 10, D-65183 Wiesbaden
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Übersicht
Die Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis. Eine Übersicht über ein neues Therapiekonzept
O. Pfaar und L. Klimek
Jahrgang 35 p. 223 - 228
Abstract
O. Pfaar und L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, der HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
Bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis ist neben Karenzmaßnahmen die Hyposensibilisierungstherapie oder spezifische Immuntherapie (SIT) die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit. Die Wirksamkeit der Therapie ist umfangreich belegt und abhängig vom spezifischen Allergen, der Qualität und Gesamtdosis der verabreichten Allergenextrakte und dem Applikationsschema. Bei der konventionellen SIT wird ein Allergenextrakt repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan injiziert (Dosissteigerungsphase), bis eine individuelle Maximaldosis erreicht ist (Beginn der Erhaltungsphase). Es existieren unterschiedliche Therapieschemata für die subkutane SIT. Bei der Cluster-Therapie werden während der Dosissteigerung 2 – 3 Injektionen je Behandlungstag in wöchentlichen Abständen verabreicht, wodurch das rasche Erreichen der Maximaldosis gewährleistet wird. Verschiedene Cluster-Protokolle sind in der Literatur beschrieben. Zusammenfassend zeigen die Daten der Cluster-Studien, dass Art und Anzahl der unerwünschten Reaktionen denen von konventionellen Schemata entsprechen. Unter Sicherheitsaspekten könnte daher die Cluster-SIT zu einer interessanten Alternative herkömmlicher Therapieschemata für die Dosissteigerungsphase werden. Neuere Studien der schnellen Cluster-Aufdosierung belegen zudem, dass eine klinische Wirksamkeit rascher eintritt als bei der konventionellen Therapie.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar; Zentrum für Rhinologie und Allergologie der HNO-Universitätsklinik Mannheim, An den Quellen 10, D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Immuntherapie im Wandel – eine Standortbestimmung
Die Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis. Übersicht über ein innovatives Therapiekonzept
Cluster-immunotherapy in allergic rhinoconjunctivitis. A review of an innovative, new therapeutic approach
O. Pfaar, , K. Hörmann und L. Klimek,
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 433 - 440
Abstract
O. Pfaar1, 2, K. Hörmann1 und L. Klimek1, 2
1HNO-Universitätsklinik Mannheim, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Die Effektivität der SIT ist neben der richtigen Indikationsstellung abhängig vom spezifischen Allergen, der Qualität und der Gesamtdosis der verabreichten Allergenextrakte und dem Applikationsschema. Bei der klassischen SCIT wird ein Allergenextrakt in einer initialen Phase der Dosissteigerung (in wöchentlichen Abständen, sog. “Induktionstherapie”) repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan appliziert, woran sich die Phase der individuellen Erhaltungsdosierung (in monatlichen Abständen) anschließt. Für die Induktionsphase existieren hierbei unterschiedliche Therapie-Schemata mit einer Dauer von mehreren Wochen bis Monaten, was die Einleitungsbehandlung demnach sehr aufwendig macht und eine hohe Patienten-Compliance erfordert. Bei der Cluster-Therapie dagegen werden 2 – 3 Injektionen je Behandlungstag (mit einem Intervall von mindestens 30 Minuten zwischen den Einzelinjektionen) in wöchentlichen Abständen verabreicht mit dem Ziel, die Phase der Erhaltungstherapie schneller zu erreichen, ohne allerdings durch dieses akzelerierte Verfahren eine erhöhte Rate an unerwünschten Reaktionen in Kauf nehmen zu müssen. Die Cluster-Therapie kam in verschiedenen klinischen Studien sowohl mit (Semi-)Depot-Allergenen als auch mit chemisch-modifizierten Allergenen (sog. Allergoiden) zur Anwendung. Dieser Artikel gibt einen Überblick über das Auftreten von unerwünschten Reaktionen (lokal und systemisch) unter den verschiedenen Cluster-Protokollen. Zusammenfassend zeigen die Studienergebnisse, dass Art und Anzahl der unerwünschten Reaktionen der Cluster-Verfahren denen der konventionellen Schemata entsprechen. Darüber hinaus konnten neuere Studien zudem belegen, dass klinische und immunologische Effekte der SIT durch diese akzelerierten Verfahren früher einsetzen. Somit könnten Cluster-SCIT-Protokolle zukünftig eine interessante Therapieoption bei der Dosissteigerungsphase im Rahmen der SIT spielen.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
der HNO-Universitätsklinik Mannheim
An den Quellen 10
D–65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Übersicht
Klinische Parameter zur Beurteilung der Wirksamkeit einer spezifischen Immuntherapie bei polleninduzierter Rhinitis allergica. Bestimmung von “well days” als ergänzendes Konzept
Clinical parameters to evaluate the efficacy of allergen-specific immunotherapy in allergic rhinoconjunctivitis. Calculation of “well days” as an adjunct concept
S. Vorwalder, O. Pfaar und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 35 - 42
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 1/2010, S. 35–42
Klinische Parameter zur Beurteilung der Wirksamkeit einer spezifischen Immuntherapie bei polleninduzierter Rhinitis allergica. Bestimmung von “well days” als ergänzendes Konzept
S. Vorwalder, O. Pfaar und L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie der HNO-Universitätsklinik Mannheim, Wiesbaden
Die Beurteilung des Therapieerfolgs einer spezifischen Immuntherapie (SIT) dient dem Sicherheits-Monitoring, der Evaluierung der Effektivität der SIT und der Sammlung von Daten für wissenschaftliche Auswertungen. Wichtigster Beurteilungsparameter ist hierbei ein Rückgang der Symptomatik und/oder des Medikamentenverbrauchs in einem Symptom-Medikations-Score. Zur Erfassung dieser Daten haben sich die visuelle Analogskala, Lebensqualitäts-Fragebögen für die Rhinitis allergica (z.B. RQLQ) und die Durchführung von Hauttests und nasalen und konjunktivalen Provokationstestungen bewährt. In jedem Falle sollte die Allergenexposition der Patienten im Bewertungszeitraum bekannt sein, was durch regionale Pollenfallen möglich ist. Bislang existiert kein einziger immunologischer oder Surrogatparameter, der den Therapieerfolg einer SIT voraussagt. In zytologischen Untersuchungen können Zellaktivierungsmediatoren sowie die dominierenden Lymphokin-Klassen bestimmt werden. Die Ermittlung der sogenannten “well days” (Tage ohne Medikationseinnahme und mit einer Verringerung des Symptom-Scores) während der Pollensaison ist ein neuer Ansatz, den Erfolg der allergenspezifischen Immuntherapie zu beurteilen. Beispielhaft erfolgte in einer post-hoc-Analyse die Ermittlung der “well days” anhand der Daten einer Hochdosis-SLIT-Studie. Hierbei bewirkte das Verum nach 1,5 Jahren Therapie eine signifikant höhere Zahl an “well days” als Plazebo. Diese Ergebnisse reflektierten die gute Verbesserung im Symptom-Medikations-Score. Die Bestimmung von “well days” kann somit als weitere Variable zur Erfassung der klinischen Wirksamkeit der allergenspezifischen Immuntherapie herangezogen werden.Correspondence to:
Stefanie Vorwalder
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
HNO-Universitätsklinik Mannheim
An den Quellen 10
D–65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Anaphylaxie
Anaphylaxie: Was Patienten über die lebensgefährliche Erkrankung wissen sollten
Anaphylaxis – what patients should know about the life-threatening disease
S. Schnadt und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 317 - 327
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 7/2010, S. 317–327
Anaphylaxie: Was Patienten über die lebensgefährliche Erkrankung wissen sollten
S. Schnadt1 und O. Pfaar2
1Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 2HNO-Universitätsklinik Mannheim, Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Patienten, die eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) erleiden oder ein erhöhtes Risiko für eine anaphylaktische Reaktion aufweisen, haben eine stark eingeschränkte Lebensqualität und bedürfen einer besonderen Aufklärung und einer intensiven Betreuung. Ziel des vorliegenden Artikels ist es, den allergologisch tätigen Ärzten eine Orientierungshilfe für die Beratung von Patienten mit einem Anaphylaxie-Risiko zu geben. Ein besonderer Stellenwert wird gelegt auf die Prävention erneuter anaphylaktischer Reaktionen durch verschiedene Karenzmaßnahmen und deren alltagstaugliche Umsetzung. Ferner wird ein suffizientes Notfallmanagement vorgestellt: Dies beinhaltet eine umfassende Aufklärung unter Einbeziehung des Umfelds der betroffenen Patienten sowohl zum adäquaten Verhalten im Notfall selbst, als auch zu Maßnahmen im Vorfeld, um bestmöglich für einen Notfall gerüstet zu sein. Übungen zur symptomgerechten Verabreichung der Medikamente des Notfallsets sowie praktische Hilfsmittel und Schulungen für eine praxisorientierte Anwendung der Maßnahmen dienen dazu, dem betroffenen Patienten mehr Sicherheit im Umgang mit der lebensbedrohlichen Erkrankung zu geben.Correspondence to:
PD Dr. med. O. Pfaar
HNO-Universitätsklinik Mannheim
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65189 Wiesbaden
Email: [email protected]
Übersicht
Rupatadin – Pharmakologie, klinische Wirksamkeit und therapeutische Sicherheit eines neuen Antihistamins mit zusätzlicher, PAF-antagonisierender Wirkung
Rupatadine – pharmacology, clinical profile and safety of a new antihistamine with PAF-antagonizing quality
C. Thorn, O. Pfaar, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 429 - 440
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 10/2010, S. 429–440
Rupatadin – Pharmakologie, klinische Wirksamkeit und therapeutische Sicherheit eines neuen Antihistamins mit zusätzlicher, PAF-antagonisierender Wirkung
C. Thorn1,2, O. Pfaar1,2, K. Hörmann1 und L. Klimek2
1Universitäts-HNO-Klinik Mannheim der Universität Heidelberg, 2Zentrum für Allergologie und Rhinologie Wiesbaden
Rupatadin ist ein neues Antihistamin der zweiten Generation und besitzt sowohl periphere Histamin-H1-Rezeptor(H1)- und PAF-Rezeptor(PAF-R)-antagonisierende Qualitäten. Seit 1. August 2008 ist Rupatadin unter dem Handelsnamen Rupafin® 10 mg in Deutschland zur Behandlung der Rhinitis allergica und der chronischen Urtikaria für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren erhältlich. In folgendem Review haben wir die zurzeit verfügbaren Studien zu Pharmakologie und zur klinischen Anwendung von Rupatadin zusammengefasst und gegenübergestellt. Besonderes Augenmerk lag in der Bewertung von Rupatadin nach den Vorgaben des CONGA-Reports zu Anforderungen an ein “ideales” neues Antihistaminikum. Schlussendlich gehen wir im Speziellen auf die Sicherheit und Effektivität von Rupatadin in der Langzeitanwendung und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen bei Risikopatienten unter der Behandlung mit Antihistaminika ein.Correspondence to:
C. Thorn
Universitäts-HNO-Klinik Mannheim der Universität Heidelberg
Theodor-Kutzer-Ufer 1 – 3
D–68167 Mannheim
Email: [email protected]
Leitlinie
Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttypreaktionen
Skin tests for diagnosis of allergic immediate-type reactions
F. Ruëff, K.-C. Bergmann, K. Brockow, T. Fuchs, A. Grübl, K. Jung, L. Klimek, H. Müsken, O. Pfaar, B. Przybilla, H. Sitter und W. Wehrmann
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 212 - 228
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 4/2011, S. 212–228
Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttypreaktionen
F. Ruëff1, K.-C. Bergmann2, K. Brockow3, T. Fuchs4, A. Grübl5, K. Jung6, L. Klimek7, H. Müsken8, O. Pfaar7, B. Przybilla1, H. Sitter9 und W. Wehrmann10
1AllergieZentrum, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 5Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Schwabing, München, 6Praxis für Dermatologie und Immunologie, Erfurt, 7Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 8Praxis für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Umweltmedizin, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen, Bad Lippspringe, 9Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 10Praxis für Dermatologie, Münster
Das Prinzip der Hauttests bei IgE-vermittelter Soforttypallergie besteht darin, das Allergen an die in der Dermis liegenden, IgE-Antikörper tragenden Mastzellen heranzubringen. Bei Mastzellaktivierung kommt es zu einer Freisetzung von Mediatoren; die im Wesentlichen durch Histamin ausgelöste sichtbare Testreaktion zeigt sich als Quaddel und Rötung. Die Indikation zum Hauttest ergibt sich bei Verdacht auf eine allergische Erkrankung vom Soforttyp. Systemische Reaktionen bei Hauttests sind sehr selten. Für diesen Fall muss eine Notfallversorgung verfügbar sein. Relative Kontraindikationen sind Hautkrankheiten im Testfeld, ein deutlich beeinträchtigter Allgemeinzustand und schweres, therapeutisch nicht adäquat eingestelltes Asthma bronchiale. Für Tests, die mit einem erhöhten Risiko einer systemischen anaphy- laktischen Reaktion behaftet sind, gelten eine Behandlung mit b-Blockern oder Schwangerschaft als weitere Kontraindikationen. Hauttests können in jedem Lebensalter vorgenommen werden, wobei im Säuglings- und Kleinkindalter die Indikation zurückhaltend zu stellen ist. Auswaschphasen von das Testergebnis möglicherweise verfälschenden Arzneistoffen sowie eine Refraktärperiode von etwa einer Woche nach einer akuten anaphylaktischen Reaktion sind zu berücksichtigen. Sofern Hauttests in Betracht kommen, ist der Prick-Test die Methode der ersten Wahl. Der Intrakutantest ist sensitiver als der Prick-Test und soll vor allem dann vorgenommen werden, wenn der Prick-Test unauffällig ist. Die Tests werden an der Volarseite der Unterarme durchgeführt, beim schmerzhafteren Intrakutantest ist auch der weniger empfindliche Rücken geeignet. Zunächst sollen immer Tests mit standardisierten Extrakten vorgenommen werden. Auf andere Testsubstanzen soll nur dann ausgewichen werden, wenn standardisierte Testallergene nicht verfügbar sind oder Tests mit ihnen nicht weiterführend waren. Kommt es zu einer Testreaktion gegen selbst zubereitetes Testmaterial, so müssen Kontrollpersonen mitgetestet werden, um unspezifische Reaktionen auszuschließen. Die Ablesung erfolgt nach 15 – 20 Minuten. Als positive Testreaktion gilt beim Prick-Test ein mittlerer Quaddeldurchmesser von ³ 3 mm, beim Intrakutantest von ³ 5 mm. Trotz bestehender allergischer Reaktionslage können Hauttests negativ sein. Im Fall einer positiven Testreaktion sind durch Bezug auf die Anamnese und gegebenenfalls durch Provokationstests klinisch relevante von irrelevanten Testreaktionen zu unterscheiden. Aus einer klinisch stummen Sensibilisierung ergibt sich in aller Regel keine praktische Konsequenz.Correspondence to:
PD Dr. med. Franziska Ruëff
AllergieZentrum
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Übersicht
Verfahren zur klinischen Beurteilung der Wirksamkeit einer allergenspezifischen Immuntherapie: aktuelle Trends und neue Entwicklungen
Measures for clinical outcome of specific immunotherapy (SIT): current trends and new developments
L. Klimek, K.C. Bergmann, U. Walliczek und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 267 - 274
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 6/2013, S. 267–274
Verfahren zur klinischen Beurteilung der Wirksamkeit einer allergenspezifischen Immuntherapie: aktuelle Trends und neue Entwicklungen
L. Klimek1, K.C. Bergmann2, U. Walliczek1 und O. Pfaar1
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-Hautklinik der Charité, Berlin
*Einige Inhalte dieses Artikels wurden von den Autoren und ihren Arbeitsgruppen in anderen Artikeln, auch in Übersichten zu speziellen Aspekten der Wirksamkeitserfassung der spezifischen Immuntherapie bereits publiziert. Diese werden hier teilweise wiederholt, da die genannten Arbeiten nicht allen Lesern der Allergologie ohne Weiteres zugänglich sind.
Um die therapeutische Wirksamkeit einer spezifischen Immuntherapie im Rahmen klinischer Studien zu ermitteln, stehen aktuell verschiedene klinische Parameter zu Verfügung. Der vorliegende Artikel gibt Auskunft über häufig angewendete klinische Meßmethoden und gibt einen Überblick über zukünftige Verfahren. Als primärer Zielparameter wird in der Regel die Kombination aus Symptomschwere und dem Verbrauch an antiallergischer Medikation verwendet. Diese werden in Form von schriftlichen oder elektronischen Patiententagebüchern erfasst. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Bewertung von Symptomen und Medikamentenverbrauch in Bezug zur jeweiligen Pollenexposition. Hierzu können die Daten regionaler Pollenfallen oder von individuellen Pollensammlern verwendet werden. In einem neuen Ansatz wurde der Zeitraum ermittelt, in dem die mit Plazebo behandelten Patienten unter den meisten Symptomen litten und die Bedarfsmedikation am häufigsten anwendeten, unter der Annahme, dass in diesem Zeitraum die stärkste Pollenexposition stattfand. Zudem werden sekundäre Parameter in klinischen Studien ausgewertet. Hierbei wird die allgemeine Lebensqualität, die Erfassung von „well days“und auch die Symptomschwellenermittlung mittels standardisierter Provokationstestungen erfasst.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Übersicht
Neue Behandlungsmöglichkeiten der allergischen Rhinitis
New treatment options for allergic rhinitis
L. Klimek, C. Harai, S. Chen und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 291 - 301
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 7/2013, S. 291–301
Neue Behandlungsmöglichkeiten der allergischen Rhinitis*
L. Klimek, C. Harai, S. Chen und O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Die medikamentösen Therapieoptionen der allergischen Rhinitis sind vielfältig und bestehen derzeit vor allem aus dem Einsatz von Glukokortikosteroiden, Antihistaminika und Leukotrienrezeptor-Antagonisten. Aktuelle Weiterentwicklungen beinhalten neue Substanzen wie SYK-Inhibitoren, neuartige Antihistaminika, nasale Glukokortikosteroide in Form von Prodrugs sowie ein Kombinations- Nasenspray, welches die Gabe von Antihistaminikum und Glukokortikoid vereint. Auch bei der allergenspezifischen Immuntherapie, dem einzigen kausalen Therapieansatz, konnten in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt werden.
*Einige Inhalte dieses Artikels wurden von dem Autor und seiner Arbeitsgruppe in anderen Artikeln, auch in Übersichten zu speziellen Aspekten der Therapie der allergischen Rhinitis bereits publiziert. Diese werden hier teilweise wiederholt, da die genannten Arbeiten nicht allen Lesern der Allergologie ohne Weiteres zugänglich sind.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]