Gastrointestinale Allergologie
Editorial
Editorial
O. Bachmann
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Jahrgang 41 (2018) p. 277 - 278
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 7/2018, S. 277-278
Editorial
O. Bachmann
Gastrointestinale Allergologie
Welche Bedeutung haben Kohlenhydrate in der Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
Importance of carbohydrates in diagnosis and therapy of food intolerance
N. Wortmann und O. Bachmann
Price
42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 306 - 313
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 7/2018, S. 306-313
Welche Bedeutung haben Kohlenhydrate in der Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
N. Wortmann und O. Bachmann
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover
Abdominelle Beschwerden ohne organische Erkrankungsursache sind häufig mit der Ingestion und Verwertung von Kohlenhydraten assoziiert. Mögliche Ursachen sind die Laktose- und die Fruktosemalabsorption sowie die bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO), welche zu wechselndem Stuhlverhalten, Schmerzen und Meteorismus führen können. Da die Beschwerden bei einem Teil der Betroffenen dem Risiko unterliegen, einem rein funktionellen Krankheitsbild zugeordnet zu werden, ist die fachkundige Durchführung einer gezielten Diagnostik von großer Bedeutung, um die Chance auf Besserung durch beispielsweise eine Diätintervention zu eröffnen. Wichtig ist u.a. die Kenntnis über mögliche H2-non-Producer, da diese einen Großteil der verkannten Diagnosen ausmachen. Nach positiver Diagnosestellung kann durch diätetische bzw. antibiotische Maßnahmen in vielen Fällen eine suffiziente Beschwerdeminderung erzielt werden. Als innovative, experimentelle Therapieoption wird derzeit die Modifikation des intestinalen Mikrobioms in Studien untersucht.Correspondence to:
Nicolas Wortmann
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Email: [email protected]
Positionspapier
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
Non-celiac gluten/wheat sensitivity (NCGS) – a currently undefined disorder without validated diagnostic criteria and of unknown prevalence
I. Reese, C. Schäfer, J. Kleine- Tebbe, B. Ahrens, O. Bachmann, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, K. Blümchen, S. Dölle, P. Enck, A. Enninger, I. Huttegger, S. Lämmel, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, H. Mönnikes, J. Ockenga, B. Otto, S. Schnadt, Z. Szepfalusi, R. Treudler, A. Wassmann-Otto, T. Zuberbier, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 111 - 117
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 3/2019, S. 111-117
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
I. Reese1, C. Schäfer2, J. Kleine-Tebbe3, B. Ahrens4,5, O. Bachmann6, B. Ballmer- Weber7, K. Beyer5, S.C. Bischoff8, K. Blümchen9, S. Dölle10, P. Enck11, A. Enninger12, I. Huttegger13, S. Lämmel14, L. Lange15, U. Lepp16, V. Mahler4,17, H. Mönnikes18, J. Ockenga19, B. Otto20, S. Schnadt14, Z. Szepfalusi21, R. Treudler22, A. Wassmann- Otto23, T. Zuberbier10, T. Werfel24 und M. Worm10
1Ernährungsberatung und -therapie Allergologie, München, 2Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg, 3Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 4Paul-Ehrlich- Institut, Fachgebiet Klinische Allergologie, Langen, 5Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, 6Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Hannover, 7Forschung und Lehre Allergologie, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 8Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Stuttgart, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung Allergologie, Pneumologie und Mukoviszidose, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, 10Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 11Abteilung für Innere Medizin VI, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tübingen, 12Ärztlicher Direktor Pädiatrie 2, Klinikum Stuttgart – Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB, Mönchengladbach, 15St. Marien- Hospital, Bonn, 16Praxis Dr. Lepp Lungenheilkunde, Allergologie, Buxtehude, 17Medizinische Fakultät Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Innere Medizin, Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin, 19Medizinische Klinik m.S. Gastroenterologie, Endokrinologie und Ernährungsmedizin, Klinikum Bremen Mitte, 20Klinikum der Universität München DAM, München, 21Univ. Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 22Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, 23Dermatologisches Ambulatorium, Hamburg, 24Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Hannover
In den letzten Jahren häuft sich die Nennung der Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS, „non celiac gluten sensitivity“) sowohl in den Medien, aber auch in Fachkreisen. Die Existenz und die möglichen verantwortlichen Trigger werden kontrovers diskutiert. Drei internationale Expertentreffen mit Empfehlungen zur NCGS waren nicht unabhängig organisiert und wenig transparent bezüglich potenzieller Interessenkonflikte der Teilnehmer. Die vorliegende Stellungnahme enthält wichtige Überlegungen aus allergologischer und ernährungsphysiologischer Sicht: 1. Aufgrund häufiger Selbstdiagnosen, unklarer Prävalenz und unbestätigter Ätiologie der NCGS sind validierte Diagnosekriterien und/oder verlässliche Biomarker notwendig. 2. Infolge hoher Nocebo- und häufiger Placebo-Effekte konnte Gluten bislang nicht sicher als Auslöser einer NCGS identifiziert werden. Doppelblinde, placebokontrollierte Provokationen (DBPCFC: double-blind, placebo-controlled food challenge) sind bei Verdacht auf NCGS nur in modifizierter Form (verändertes Verhältnis von Placebo zu Verum) geeignet. 3. Zahlreiche Störgrößen (Confounder) erschweren die Bewertung subjektiver Symptome unter glutenarmer/-freier Kost. Letztere kann je nach Lebensmittelauswahl (z.B. vermehrt Gemüse mit löslichen Ballaststoffen) physiologische Verdauungseffekte bewirken und gastrointestinale Transitzeiten unabhängig vom Glutenverzicht verändern. 4. Streng glutenfreie Kost ist bei einer gesicherten Zöliakie wissenschaftlich begründet und unerlässlich. Bei einem medizinisch unbegründeten Glutenverzicht überwiegen jedoch potenzielle Nachteile und Risiken. 5. Aktuell kann wegen fehlender überzeugender Diagnosekriterien bei Verdacht einer NCGS ausschließlich eine sorgfältige Differenzialdiagnostik empfohlen werden. Hierzu gehören eine sorgfältige Anamnese, einschließlich eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs, eine allergologische Diagnostik und ein sicherer Ausschluss einer Zöliakie. Wir befürworten ein derartiges strukturiertes Vorgehen, da ohne eine medizinisch gesicherte Diagnose die Durchführung einer längeren Glutenkarenz nicht zu empfehlen ist.
Erstpublikation in Allergo J Int. 2018; 27: 147-151; DOI: 10.1007/s40629-018-0070-2Correspondence to:
Dr. rer. medic. Imke Reese
Ernährungsberatung und -therapie/Allergologie
Ansprenger Straße 19
80803 München
Email: [email protected]
Gastrointestinale Allergologie
Editorial
Editorial
O. Bachmann
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Jahrgang 37 (2019) p. 129 - 130
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 37, Nr. 4/2019, S. 129-130
Editorial
O. Bachmann
Gastrointestinale Allergologie
Welche Bedeutung haben Kohlenhydrate in der Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
Importance of carbohydrates in diagnosis and therapy of food intolerance
N. Wortmann und O. Bachmann
Price
42.00 $
Jahrgang 37 (2019) p. 158 - 165
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 37, Nr. 4/2019, S. 158-165
Welche Bedeutung haben Kohlenhydrate in der Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
N. Wortmann und O. Bachmann
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Medizinische Hochschule Hannover
Abdominelle Beschwerden ohne organische Erkrankungsursache sind häufig mit der Ingestion und Verwertung von Kohlenhydraten assoziiert. Mögliche Ursachen sind die Laktose- und die Fruktosemalabsorption sowie die bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO), welche zu wechselndem Stuhlverhalten, Schmerzen und Meteorismus führen können. Da die Beschwerden bei einem Teil der Betroffenen dem Risiko unterliegen, einem rein funktionellen Krankheitsbild zugeordnet zu werden, ist die fachkundige Durchführung einer gezielten Diagnostik von großer Bedeutung, um die Chance auf Besserung durch beispielsweise eine Diätintervention zu eröffnen. Wichtig ist u.a. die Kenntnis über mögliche H2-non-Producer, da diese einen Großteil der verkannten Diagnosen ausmachen. Nach positiver Diagnosestellung kann durch diätetische bzw. antibiotische Maßnahmen in vielen Fällen eine suffiziente Beschwerdeminderung erzielt werden. Als innovative, experimentelle Therapieoption wird derzeit die Modifikation des intestinalen Mikrobioms in Studien untersucht.Correspondence to:
Nicolas Wortmann
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Email: [email protected]
Übersicht
Braucht jeder internistische Patient einen Ultraschall des Abdomens?
Does every internal medicine patient need an abdominal ultrasound?
O. Bachmann und C.M. Schulze
Price
42.00 $
Jahrgang 38 (2020) p. 248 - 253
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 6/2020, S. 248-253
Braucht jeder internistische Patient einen Ultraschall des Abdomens?
O. Bachmann und C.M. Schulze
Klinik für Innere Medizin 1, Siloah St. Trudpert Klinikum, Pforzheim
Die Abdomensonographie wird im klinischen Alltag so häufig durchgeführt, dass die Frage gestellt werden kann, ob jeder internistische Patient dieser Untersuchung zugeführt werden sollte. In der vorliegenden Übersicht werden häufige abdomensonographische Befunde systematisch hinsichtlich ihrer prognostischen Bedeutung hinterfragt und kritisch diskutiert, ob sie ein abdomensonographisches Screening bei unselektierten Patienten rechtfertigen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Bachmann
Klinik für Innere Medizin 1
Siloah St. Trudpert Klinikum
Wilferdinger Str. 67
75179 Pforzheim
Email: [email protected]
Ernährung in der Gastroenterologie
Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Gastroenterologie
Food allergies and food intolerances in gastroenterological practice
O. Bachmann
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2026) p. 13 - 20
Abstract
Verdauungskrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 1/2026, S. 13-20
Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Gastroenterologie
O. Bachmann
Klinik für Innere Medizin 1, Siloah St. Trudpert Klinikum, Pforzheim
Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen ein heterogenes Spektrum klinischer Reaktionen dar, das Nahrungsmittelallergien, nicht allergische Hypersensitivitäten, Kohlenhydratmalabsorptionen und Zöliakie umfasst. Nahrungsmittelallergien nehmen insbesondere in industrialisierten Ländern zu und können schwere, potenziell lebensbedrohliche Reaktionen verursachen. Die Diagnostik erfordert eine strukturierte Anamnese, allergologische Testverfahren sowie gegebenenfalls orale Provokationen unter Berücksichtigung der klinischen Relevanz. Therapeutisch stehen Notfallmedikation, individuell angepasste Eliminationsdiäten und regelmäßige Reevaluation im Vordergrund; neue immunmodulatorische Therapieansätze zeigen vielversprechende Ergebnisse. Kohlenhydratmalabsorptionen, insbesondere von Laktose und Fruktose, sind häufige Ursachen gastrointestinaler Beschwerden und werden primär mittels H₂-Atemtest diagnostiziert. Die Behandlung basiert auf einer gezielten, meist moderaten diätetischen Reduktion. Die Zöliakie ist eine häufige autoimmune Dünndarmerkrankung mit großer klinischer Variabilität, deren Diagnostik serologisch und histologisch unter glutenhaltiger Diät erfolgt. Die lebenslange glutenfreie Diät stellt derzeit die einzige etablierte Therapie dar.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Bachmann
Klinik für Innere Medizin 1
Siloah St. Trudpert Klinikum
Wilferdinger Str. 67
75179 Pforzheim
Email: [email protected]