Leitlinie
Kurzfassung der AWMF-Leitlinie medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen
Abbreviated version of the AWMF Guideline on medical clinical diagnosis in cases of indoor mold exposure
G.A. Wiesmüller, B. Heinzow, U. Aurbach, K.-C. Bergmann, A. Bufe, W. Buzina, O.A. Cornely, S. Engelhart, G. Fischer, T. Gabrio, W. Heinz, C.E.W. Herr, J. Kleine-Tebbe, L. Klimek, M. Köberle, H. Lichtnecker, T. Lob-Corzilius, R. Merget, N. Mülleneisen, D. Nowak, U. Rabe, M. Raulf, H.P. Seidl, J.‑O. Steiss, R. Szewzyk, P. Thomas, K. Valtanen und J. Hurrass
Price
42.00 $
Jahrgang 40 (2017) p. 422 - 456
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 10/2017, S. 422-456
Kurzfassung der AWMF-Leitlinie medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen*
G.A. Wiesmüller1,2, B. Heinzow3, U. Aurbach4, K.-C. Bergmann5, A. Bufe6, W. Buzina7, O.A. Cornely8, S. Engelhart9, G. Fischer10, T. Gabrio11, W. Heinz12, C.E.W. Herr13,14, J. Kleine-Tebbe15, L. Klimek16, M. Köberle17, H. Lichtnecker18, T. Lob-Corzilius19, R. Merget20, N. Mülleneisen21, D. Nowak22, U. Rabe23, M. Raulf20, H.P. Seidl24, J.-O. Steiss25,26, R. Szewzyk27, P. Thomas28, K. Valtanen27 und J. Hurrass2
1Inst. für Hygiene und Umweltmedizin, Uniklinik RWTH Aachen, 2Abt. Infektions- und Umwelthygiene, Gesundheitsamt der Stadt Köln, 3Ehemals: Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein, Kiel, 4Abteilung Mikrobiologie und Mykologie, Labor Dr. Wisplinghoff, Köln, 5Allergie-Centrum-Charité, Charité Universitätsmedizin Berlin, 6Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 7Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin, Medizinische Universität Graz, Österreich, 8Klinik I für Innere Medizin und Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Universität zu Köln, 9Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum Bonn, 10Landesgesundheitsamt Baden- Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, 11ehemals: Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, 12Medizinische Klinik und Poliklinik II, Schwerpunkt Infektiologie, Universitätsklinikum Würzburg, 13Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, München, 14Ludwig- Maximilians-Universität München, apl. Prof. „Hygiene und Umweltmedizin“, 15Allergieund Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 16Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 17Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 18Medizinisches Institut für Umwelt- und Arbeitsmedizin MIU GmbH, Erkrath, 19Christliches Kinderhospital Osnabrück, 20Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 21Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 22Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Mitglied Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Klinikum der Universität München, 23Zentrum für Allergologie und Asthma, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 24ehemals: Lehrstuhl für Mikrobiologie sowie Dermatologische Klinik der Technischen Universität München, 25Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen, 26Schwerpunktpraxis Allergologie und Kinder-Pneumologie Fulda, 27Umweltbundesamt, FG II 1.4 Mikrobiologische Risiken Berlin, 28Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
Die von der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) federführend erstellte Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“ ist Gegenstand des vorliegenden Abschnitts. Schimmelpilzwachstum im Innenraum ist als ein potenzielles Gesundheitsrisiko zu betrachten, auch ohne dass ein quantitativer und/oder kausaler Zusammenhang zwischen dem Vorkommen einzelner Arten und Gesundheitsbeschwerden gesichert werden kann. Abgesehen von der Allergischen Bronchopulmonalen Aspergillose (ABPA) und den durch Schimmelpilze kausal verursachten Mykosen, liegen lediglich ausreichende Evidenzen für folgende Assoziationen von Feuchte-/Schimmelpilzschäden und unterschiedlichen Gesundheitseffekten vor: allergische Atemwegserkrankungen, Asthma (Manifestation, Progression, Exazerbation), allergische Rhinitis, Exogen Allergische Alveolitis, Begünstigung von Atemwegsinfekten/Bronchitis. Dabei ist das sensibilisierende Potenzial von Schimmelpilzen im Vergleich zu anderen Umweltallergenen deutlich geringer einzuschätzen. Aktuelle Studien zeigen europaweit eine vergleichsweise geringe Sensibilisierungsprävalenz von 3 – 10% gemessen an der Gesamtbevölkerung. Eingeschränkte oder vermutete Evidenz für eine Assoziation liegt vor hinsichtlich „mucous membrane irritation“ und Atopischen Ekzems (Manifestation, Progression, Exazerbation). Inadäquate oder unzureichende Evidenz für eine Assoziation liegt vor für COPD, akute idiopathische pulmonale Hämorrhagie bei Kindern, Rheuma/Arthritis, Sarkoidose und Krebserkrankungen. Das Infektionsrisiko von den in Innenräumen regelmäßig vorkommenden Schimmelpilzarten ist für gesunde Personen gering, die meisten Arten sind in die Risikogruppe 1 und wenige in 2 (Aspergillus fumigatus, A. flavus) der Biostoffverordnung eingestuft. Nur Schimmelpilze, die potenziell in der Lage sind, Toxine zu bilden, kommen als Auslöser einer Intoxikation in Betracht. Ob im Einzelfall eine Toxinbildung im Innenraum stattfindet, entscheiden die Umgebungs- und Wachstumsbedingungen und hier vor allem das Substrat. Von Geruchswirkungen und/oder Befindlichkeitsstörungen kann bei Feuchte-/Schimmelpilzschäden im Innenraum grundsätzlich jeder betroffen sein. Hierbei handelt es sich nicht um eine Gesundheitsgefährdung. Prädisponierende Faktoren für Geruchswirkungen können genetische und hormonelle Einflüsse, Prägung, Kontext und Adaptationseffekte sein. Prädisponierende Faktoren für Befindlichkeitsstörungen können Umweltbesorgnisse, -ängste, -konditionierungen und -attributionen sowie eine Vielzahl von Erkrankungen sein. Besonders zu schützende Risikogruppen bezüglich eines Infektionsrisikos sind Personen unter Immunsuppression nach der Einteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und Personen mit Mukoviszidose (Zystischer Fibrose), bezüglich eines allergischen Risikos Personen mit Mukoviszidose (Zystischer Fibrose) und Personen mit Asthma bronchiale. Die rationale Diagnostik beinhaltet die Anamnese, eine körperliche Untersuchung, eine konventionelle Allergiediagnostik einschließlich gegebenenfalls Provokationstests, vereinzelt sind auch zelluläre Testsysteme indiziert. Zum Vorgehen bei Schimmelpilzinfektionen wird auf die angemeldete AWMF-Leitlinie Diagnose und Therapie invasiver Aspergillus- Infektionen verwiesen. Hinsichtlich Mykotoxine existieren zurzeit keine brauchbaren und validierten Testverfahren, die in der klinischen Diagnostik eingesetzt werden könnten. Präventivmedizinisch ist wichtig, dass Schimmelpilzbefall in relevantem Ausmaß aus Vorsorgegründen nicht toleriert werden darf. Zur Beurteilung des Schadensausmaßes und zum Vorgehen wird auf den „Schimmelpilzleitfaden“ des Umweltbundesamtes verwiesen.
*Erstpublikationen: AWMF-Schimmelpilzleitlinie (AWMF-Register- Nr. 161/001 – Kurzfassung) erfolgte in: Letzel S, Nowak D (Hrsg.); Handbuch der Arbeitsmedizin. Loseblattwerk, 43. Ergänzungslieferung 12/16. ecomed Verlag, Landsberg am Lech.Correspondence to:
Prof. Dr. Gerhard A. Wiesmüller
Abteilung Infektions- und Umwelthygiene
Gesundheitsamt der Stadt Köln
Neumarkt 15-21
50667 Köln
Email: [email protected]
Positionspapier
S2k-Leitlinie: Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit
Guideline on diagnostic procedures for suspected hypersensitivity to beta-lactamantibiotics
G. Wurpts, W. Aberer, H. Dickel, R. Brehler, T. Jakob, B. Kreft, V. Mahler, H.F. Merk, N. Mülleneisen, H. Ott, W. Pfützner, S. Röseler, F. Ruëff, H. Sitter, C. Sunderkötter, A. Trautmann, R. Treudler, B. Wedi, M. Worm und K. Brockow
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 493 - 528
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 11/2019, S. 493-528
S2k-Leitlinie: Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit*
G. Wurpts1, W. Aberer2, H. Dickel3, R. Brehler4, T. Jakob5, B. Kreft6, V. Mahler7,8, H.F. Merk1, N. Mülleneisen9, H. Ott10, W. Pfützner11, S. Röseler1, F. Ruëff12, H. Sitter13, C. Sunderkötter6, A. Trautmann14, R. Treudler15, B. Wedi16, M. Worm17 und K. Brockow18
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, 2Klinik für Dermatologie, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, 4Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen, 6Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), 7Paul-Ehrlich- Institut, Langen, 8Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 9Lungen- und Allergiezentrum, Leverkusen, 10Pädiatrische Dermatologie und Allergologie, Kinderund Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Hannover, 11Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, 12Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie Zentrum, Ludwig-Maximilians- Universität München, 13Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 14Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergiezentrum Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg, 15Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA-CAC, Universität Leipzig, 16Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center, Medizinische Hochschule Hannover, 17Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Allergie-Centrum-Charité (ACC), Berlin, 18Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Die vorliegende Leitlinie (S2k) zur Diagnostik bei Verdacht auf eine Betalaktamantibiotika-Überempfindlichkeit wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden und der österreichischen allergologischen Fachgesellschaft sowie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie im Konsens nach den Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Betalaktamantibiotika (BLA) wie Penicilline und Cephalosporine sind die Substanzgruppe, welche am häufigsten Arzneimittelallergien auslöst. Die anamnestische Angabe einer vermuteten Allergie übersteigt jedoch in ihrer Häufigkeit deutlich die bestätigten Fälle. Die große Anzahl vermuteter BLA-Allergien hat einen großen Einfluss, unter anderem auf die Behandlungsqualität des einzelnen Patienten sowie die Kosten für die Allgemeinheit. Allergien auf BLA beruhen auf unterschiedlichen immunologischen Mechanismen und äußern sich häufig als makulopapulöse Exantheme, aber auch als Anaphylaxien; daneben finden sich verschiedene Sonderformen der Arzneimittelallergien. Allen BLA gemeinsam ist der Betalaktamring. Eingeteilt werden die BLA in verschiedene Klassen: die Penicilline, Cephalosporine, Carbapeneme, Monobactame und Betalaktamaseinhibitoren mit unterschiedlichen Strukturmerkmalen. Von großer klinischer Bedeutung ist die Kenntnis über mögliche Kreuzreaktivitäten. Eine Unverträglichkeit gegenüber allen BLA tritt nur bei einem geringen Prozentsatz aller Allergiker auf, häufiger sind Kreuzreaktivitäten bei Seitenkettenähnlichkeiten wie Aminopenicillinen und Aminocephalosporinen oder auch den Methoxyiminocephalosporinen. Das Bild insgesamt ist jedoch komplex und bedarf weiterer Studien zur Aufklärung. Die Diagnostik besteht üblicherweise aus vier Bausteinen: der Anamnese, der Labordiagnostik, Hauttestungen, welchen ein großer Stellenwert zukommt, sowie der Arzneimittelprovokationstestung. Das Vorgehen der Diagnostik, aber auch im akuten Bedarfsfall der BLA-Gabe ist an der Patientenhistorie und dem Einzelfall orientiert. Ergänzend zu den bisherigen Erkenntnissen besteht auch hier weiterer Studienbedarf. Die Durchführung der allergologischen Diagnostik bei Verdacht auf eine BLA-Überempfindlichkeit ist zugunsten einer guten medizinischen Versorgung des Einzelnen, aber auch aufgrund der immensen Auswirkungen mutmaßlicher BLA-Allergien für die Allgemeinheit dringend zu empfehlen.
*Erstpublikation in Allergo J Int. 2019; 28: 121-151; DOI: 10.1007/s40629-019-0100-8Correspondence to:
Dr. med. Gerda Wurpts
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Aachener Comprehensive Allergy Center
Universitätsklinik der RWTH Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen
Email: [email protected]
Positionspapier
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
ARIA guideline 2019: treatment of allergic rhinitis in the German health system
L. Klimek, C. Bachert, O. Pfaar, S. Becker, T. Bieber, R. Brehler, R. Buhl, I. Casper, A. Chaker, W. Czech, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, K. Hörmann, T. Jakob, K. Jung, M.V. Kopp, V. Mahler, H. Merk, N. Mülleneisen, K. Nemat, U. Rabe, J. Ring, J. Saloga, W. Schlenter, C. Schmidt-Weber, H. Seyfarth, A. Sperl, T. Spindler, P. Staubach, S. Strieth, R. Treudler, C. Vogelberg, A. Wallrafen, W. Wehrmann, H. Wrede, T. Zuberbier, A. Bedbrook, G.W. Canonica, V. Cardona, T.B. Casale, W. Czarlewski, W.J. Fokkens, E. Hamelmann, P.W. Hellings, M. Jutel, D. Larenas-Linnemann, J. Mullol, N.G. Papadopoulos, S. Toppila- Salmi, T. Werfel und J. Bousquet
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 43 - 72
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 2/2020, S. 43-72
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
L. Klimek1, C. Bachert2, O. Pfaar3, S. Becker4, T. Bieber5, R. Brehler6, R. Buhl7, I. Casper1, A. Chaker8, W. Czech9, J. Fischer10, T. Fuchs11, M. Gerstlauer12, K. Hörmann13, T. Jakob14, K. Jung15, M.V. Kopp16, V. Mahler17, H. Merk18, N. Mülleneisen19, K. Nemat20, U. Rabe21, J. Ring22, J. Saloga23, W. Schlenter24, C. Schmidt-Weber25, H. Seyfarth26, A. Sperl1, T. Spindler27, P. Staubach23, S. Strieth28, R. Treudler29, C. Vogelberg30, A. Wallrafen31, W. Wehrmann32, H. Wrede33, T. Zuberbier34, A. Bedbrook35, G.W. Canonica36, V. Cardona37, T.B. Casale38, W. Czarlewski39, W.J. Fokkens40, E. Hamelmann41, P.W. Hellings42, M. Jutel43, D. Larenas-Linnemann44, J. Mullol45, N.G. Papadopoulos46, S. Toppila-Salmi47, T. Werfel48 und J. Bousquet49
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 2Forschungslabor für obere Atemwege und Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universität Gent und Universitätsklinikum Gent, Belgien; Abteilung für HNO-Erkrankungen, CLINTEC, Karolinska-Institut, Universität Stockholm, Schweden, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, 4Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universität Bonn, Christine Kühne – Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-CARE) Davos-Augsburg-Bonn-St. Gallen-Zürich, St. Gallen, Schweiz, 6Klinik für Allergologie, Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, Münster, 7Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mainz, 8Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Klinikum rechts der Isar, Technische Universität und Helmholtz- Zentrum München, 9Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 10Klinik für Dermatologie, Eberhard Karls Universität Tübingen, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 12Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 13Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Mannheim, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Campus Gießen, Justus-Liebig- Universität, Gießen, 15Gemeinschaftspraxis für Dermatologie, Erfurt, 16Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Lungenzentrums (DZL), Lübeck, 17Med. Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 19Asthma- und Allergiezentrum, Leverkusen, 20Klinik für Pädiatrie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 21Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 22Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München; Christine Kühne-Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-Care), Davos, Schweiz, 23Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 24Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Universität zu Lübeck, 25Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität München und Helmholtz-Zentrum München, 26Vorsitzender des Apothekenverbandes in Hessen, Hessischer Apothekerverband, Offenbach, 27Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Lungenzentrum Süd-West, Wangen im Allgäu, 28Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Mainz, 29Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipziger interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA, Leipzig, 30Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin, Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, 31Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB, Mönchengladbach, 32Dermatologische Gemeinschaftspraxis, Münster, 33Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 35MACVIAFrance, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 36Allergie und Atemwegserkrankungen, DIMI, Universität Genua, Italien, 37Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Vall d‘Hebron, Barcelona, Spanien, 38Abteilung für Allergie und Immunologie, University of South Florida, Tampa, Florida, USA, 39Medizinische Beratung Czarlewski, Levallois, Frankreich, 40Abteilung Otorhinolaryngologie, Akademische Medizinische Zentren, Amsterdam, Niederlande, 41Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Bielefeld, 42Klinik für Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde, Universitätskliniken Leuven, Belgien, 43Klinik für klinische Immunologie, Medizinische Universität Wroclaw und medizinisches Forschungsinstitut „ALL-MED“, Wroclaw (Breslau), Polen, 44Krankenhaus Médica Sur, México City, México, 45Unitat de Rinologia i Clínica de l‘Olfacte, Servei d‘ORL, Universitat de Barcelona, Klinische und experimentelle respiratorische Immunallergie, IDIBAPS, CIBERES, Barcelona, Spanien, 46Abteilung für Allergie, 2. Kinderklinik, Universität Athen, Griechenland, 47Haartman-Institut, Universität Helsinki, Finnland, 48Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 49MACVIA-LR CHU, Montpellier, Frankreich
Hintergrund: Die Anzahl der von Allergien betroffenen Patienten nimmt weltweit zu. Hiermit gehen erhebliche Kosten für die Gesundheits- und Sozialsysteme durch allergische Erkrankungen einher. Integrierte Versorgungskonzepte sind erforderlich, die innerhalb der nationalen Gesundheitssysteme eine umfassende Versorgung ermöglichen. Die ARIA-Initiative entwickelt international gültige Leitlinien für allergische Atemwegserkrankungen.
Methoden: ARIA dient der verbesserten Versorgung von Patienten mit Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen. In Zusammenarbeit mit anderen internationalen Initiativen, nationalen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen im Bereich Allergien und Atemwegserkrankungen wurde eine realitätsnahe, integrative Versorgungsleitlinie („integrated care pathways“, ICPs) für eine digital unterstützte, integrative, individualisierte Behandlung von allergischer Rhinitis (AR) mit komorbidem Asthma entwickelt, die in der vorliegenden Arbeit auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen wird.
Ergebnisse: Die vorliegende ICP-Versorgungsleitlinie umfasst wesentliche Bereiche der Versorgung von Patienten mit AR mit und ohne Asthma einschließlich der Sicht von Patienten und weiterer versorgungsnaher Gesundheitsdienstleister.
Diskussion: Eine umfassende ICP-Leitlinie kann die Versorgungsrealität wesentlich besser abbilden als herkömmliche Leitlinienmodelle.
Erstpublikation in Klimek L, Bachert C, Pfaar O et al. Allergo J Int. 2019; 28: 255-276.
https://doi.org/10.1007/s40629-019-00110-9Correspondence to:
Prof. Dr. Jean Bousquet
Centre Hospitalier Régional Universitaire de Montpellier (CHU)
371 Avenue du Doyen Gaston Giraud
34295 Montpellier Cedex 5, Frankreich
Email: [email protected]
EAACI-Positionspapier
Fahrplan für das Fachgebiet Allergologie und die Versorgung allergischer Patienten in Europa und den angrenzenden Ländern
The roadmap for the Allergology specialty and allergy care in Europe and adjacent countries
N. Fyhrquist, T. Werfel, M.B. Bilò, N. Mülleneisen und R. Gerth van Wijk
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 153 - 163
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 4/2020, S. 153-163 © 2020
Fahrplan für das Fachgebiet Allergologie und die Versorgung allergischer Patienten in Europa und den angrenzenden Ländern
N. Fyhrquist1, T. Werfel2, M.B. Bilò3, N. Mülleneisen4 und R. Gerth van Wijk5
1Unit of Systems Toxicology, Institute of Environmental Medicine, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden, 2Klinik für Dermatologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 3Allergy Unit, Department of Internal Medicine, University Hospital Ospedali Riuniti, Ancona, Italien, 4Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 5Section of Allergology, Department of Internal Medicine, Erasmus Medical Center, Rotterdam, Niederlande
Die hohe Prävalenz allergischer Erkrankungen erfordert eine ausreichende Gesundheitsversorgung für Patienten mit allergischen Erkrankungen. Dafür sollten gut ausgebildete Spezialisten zur Verfügung stehen. Der länderspezifische aktuelle Stand der Allergieversorgung ist jedoch nicht gut dokumentiert. Daher wurde vom National Allergy Society Committee der European Academy of Allergy and Clinical Immunology sowie von der Union Européenne des Médecins Spécialistes Section and Board of Allergology eine Umfrage unter europäischen und einigen nichteuropäischen Ländern durchgeführt. Die Umfrage zeigt, dass in den allermeisten Ländern eine allergologische Spezialversorgung zur Verfügung steht. Die Anerkennung der Allergologie als eigenständiges Fachgebiet, die Anzahl der praktizierenden Ärzte mit Fachgebiet oder Subspezialisierung Allergologie sowie die Aspekte der Ausbildung unterscheiden sich jedoch deutlich. Sowohl Aufbau als auch Reduktion der Inhalte innerhalb der Allergologie als Fachgebiet oder Subspezialisierung kommen vor. Die Umfrage liefert auch einen Einblick in die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken dieses Gebiets. Offenbar bestimmt die Anerkennung als eigenständiges Fachgebiet sowohl die Stärken als auch die Schwächen. Das zunehmende Alter der Fachärzte in Kombination mit der sinkenden Anzahl von Ärzten, die diese Fachrichtung anstreben, stellt eines der größten Risiken dar. Chancen bestehen darin, ein Bewusstsein für Allergien zu schaffen und das Fachgebiet für junge Ärzte attraktiv zu machen. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass eine Angleichung der Versorgung allergischer Patienten in Europa notwendig ist. Erforderlich sind Investitionen in die Ausbildung junger Ärzte, die Schaffung neuer Möglichkeiten und Lobbyarbeit um eine Anerkennung als eigenständiges Fachgebiet zu erreichen, wo dies noch nicht der Fall ist.Correspondence to:
R. Gerth van Wijk
Section of Allergology
Department of Internal Medicine, Erasmus
Medical Center
Rotterdam, Niederlande
Email: [email protected]
Positionspapier
Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, ARIA, EAACI, DGAKI und GPA
Allergen immuntherapy in the current COVID-19 pandemic – A position paper of ARIA, EAACI, AeDA, DGAKI, and GPA
L. Klimek, O. Pfaar, M. Worm et al.
Jahrgang 43 (2020) p. 165 - 175
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 5/2020, S. 165-175
Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, ARIA, EAACI, DGAKI und GPA
L. Klimek*A,D,E,G,1, O. Pfaar*A,E,G,2, M. Worm*E,3, K.-C. BergmannA,D,3, T. BieberA,4, R. BuhlA,5, J. ButersA,6, U. DarsowA,7, T. KeilA,8, J. Kleine-TebbeA,9, S. LauA,10, M. MaurerA,69, H. MerkA,D,11, R. MösgesA,E,G,12#13#14, J. SalogaE,15, P. StaubachD,15, P. StuteA,16, K. RabeA,17, U. RabeD,18, C. VogelmeierA,19, T. BiedermannA,7#20, K. JungD,21, W. SchlenterD, 22, J. RingA,D,23#24, A. ChakerA,E,G,25#26, W. WehrmannD,27, S. BeckerD,G,28, N. MülleneisenD,29, K. NematD,30#31, W. CzechD,32, H. WredeD,33, R. BrehlerD,34, T. FuchsD,35, P.-V. TomazicB,36, W. AbererB,37, A. Fink-WagnerB,38, F. HorakB,39, S. WöhrlB,40, V. Niederberger-LeppinB,41, I. Pali-SchöllB,42#43, W. PohlB,44, R. Roller-WirnsbergerB,45, O. SprangerB,38, R. ValentaB,46, M. AkdisH,47, C. AkdisH,47, K. Hoffmann-SommergruberH,43, M. JutelH,48, P. MatricardiA,49, F. SpertiniC,50, N. KhaltaevC,51, J.-P. MichelC,52, L. NicodC,53#54, P. Schmid-GrendelmeierC,55, E. HamelmannE,56, T. JakobE,57, T. WerfelE,58, M. WagenmannE,59, C. TaubeE,60, M. GerstlauerF, 67, C. VogelbergF, 68, J. BousquetA,61#62#63#64#65#66 und T. ZuberbierA,3
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Sektion Rhinologie und Allergologie, Klinik für Hals-, Nasen-und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Philipps-Universität Marburg, 3Comprehensive Allergy Centre Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 4Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Bonn, 5III. Medizinische Klinik und Poliklinik Hämatologie, Internistische Onkologie und Pneumologie, Universitätsmedizin Mainz, 6Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) Technische Universität und Helmholtz Zentrum München, 7Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München, 8Institut für klinische Epidemiologie und Biometrie, Julius-Maximilian- Universität, Würzburg, 9Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 10Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 11Abteilung Dermatologie & Allergologie, RWTH Aachen Universität, 12Medizinische Fakultät der Universität zu Köln, 13CRI – Clinical Research International Ltd., Hamburg, 14ClinCompetence Cologne GmbH, Köln, 15Hautklinik, Universitätsmedizin, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, 16Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern, Leipzig, 17Abteilung für Pneumologie, LungenClinic Grosshansdorf, 18Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 19Klinik für Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie, Philipps-Universität Marburg, 20Einheit für Klinische Allergologie (EKA), Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Neuherberg, 21Praxis für Dermatologie, Immunologie und Allergologie, Erfurt, 22Ärzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 23Haut- und Laserzentrum an der Oper, München, 24Academia: München, 25HNO-Klinik des Klinikums rechts der Isar, Technische Universität München, 26Zentrum Allergie und Umwelt München (ZAUM); Helmholtz Zentrum München, 27Praxis für Dermatologie und Allergologie, Münster, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 29Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 30Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 31Praxis für Kinderpenumologie/Allergologie am Kinderzentrum Dresden (Kid), Dresden, 32Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 33Hals-, Nasenund Ohrenarzt, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, 35Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum, Georg-August-Universität, Göttingen, 36Klinische Abteilung für Allgemeine HNO, Medizinische Universität Graz, Österreich, 37Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, Österreich, 38Global Allergy and Airways Patient Platform GAAPP, Wien, Österreich, 39Praxis für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wien, Österreich, 40Floridsdorfer Allergiezentrum, Wien, Österreich, 41Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Medizinische Universität Wien, Österreich, 42Institut für Komparative Medizin, Interdisziplinäres Messerli Forschungsinstitut, Veterinärmedizinische Universität Wien und Medizinische Universität Wien, Österreich, 43Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Medizinische Universität Wien, Österreich, 44Abteilung für Atmungs- und Lungenkrankheiten, Krankenhaus Hietzing, Wien, Österreich, 45Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, Österreich, 46Institut für Pathophysiologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, 47Swiss Institute of Allergy and Asthma Research (SIAF), University of Zurich, Davos, Schweiz, 48Department of Clinical Immunology, Medizinische Universität Breslau, Polen, 49Charité – Universitätsmedizin Berlin, 50Division of Allergy and Immunology, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne, Schweiz, 51GARD Chairman, Genf, Schweiz, 52Department of Rehabilitation and Geriatrics, University of Geneva, Genf, Schweiz, 53Clinique Cecil, Hirslanden Gruppe, Lausanne, Schweiz, 54Abteilung Pneumologie, Centre hospitalier universitaire vaudois, Lausanne, Schweiz, 55Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 56Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsmedizin OWL der Universität Bielefeld, 57Klinik für Dermatologie, Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, UKGM, Justus-Liebig-Universität Gießen, 58Klinik fürDermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 59HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 60Klinik für Pneumologie, Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen, 61MACVIA-France, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 62INSERM U 1168, VIMA: Ageing and Chronic Diseases Epidemiological and Public Health Approaches, Villejuif, 63Université Versailles St-Quentin-en-Yvelines, UMR-S 1168, Montigny le Bretonneux, Frankreich, 64Euforea, Brussels, Belgien, 65Charité, Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, 66Berlin Institute of Health, Comprehensive Allergy Center, Department of Dermatology and Allergy, Berlin, 67Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 68Klinik für Kinderpneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 69Dermatologische Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Positionspapier der deutschen ARIA-GruppeA in Kooperation mit der österreichischen ARIA-GruppeB, der schweizerischen ARIA-GruppeC, dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA)D, der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)E, und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA)F in Kooperation mit der AG Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin der DGHNO-KHCG und der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI)H
Übersetzte und inhaltlich auf die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz adaptierte Fassung des ARIA/EAACI-Positionspapiers: Klimek L et al.: Handling of AIT in COVID-19 pandemics. Allergy. 2020 (in press).
*Autoren sind gemeinsame ErstautorenCorrespondence to:
Prof. Dr. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Positionspapier
Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2- entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
Use of biologicals in allergic and type-2 inflammatory diseases in times of the current COVID-19 pandemic – Position paper of AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
L. Klimek, O. Pfaar, M. Worm, et al.
Jahrgang 43 (2020) p. 255 - 271
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 7/2020, S. 255-271
Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2- entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von AeDA, DGAKI, GPA, ÖGAI, LGAI, ÖGP, ARIA und EAACI
L. Klimek*A,G,H,1, O. Pfaar*B,G,H,2, M. Worm*B,3, T. Eiwegger*H,4#5#6, J. Hagemann*A,7, M. OllertE,H,8#9, E. UntersmayrH,10, K. Hoffmann-SommergruberH,10, A. VultaggioH,11, I. AgacheH,12, S. BavbekH,13, A. BossiosH,14#15, I. CasperA,1#16#17, S. ChanH,18, A. ChatzipetrouH,19, C. VogelbergC,20, D. FirinuH,21, P. KauppiH,22, A. KoliosH,16#23, A. KothariH,4, A. MatucciH,11, O. PalomaresH, 24, Z. SzépfalusiD,25, W. PohlD,26, W. HötzeneckerD,27, A.R. RosenkranzD,28, K.-C. BergmannA,B,3, T. BieberG,29, R. BuhlB,F,G,30, J. ButersG,31, U. DarsowG,32, T. KeilG,33, J. Kleine-TebbeA,34, S. LauB,H,35, M. MaurerG,H,98, H. MerkA,36, R. MösgesB,37#38#39, J. SalogaB,40, P. StaubachA,40, U. JappeA,B,H,41, K.F. RabeG,42, U. RabeA,42, C. VogelmeierG,44, T. BiedermannB,H,32#45, K. JungA,46, W. SchlenterA,47, J. RingA,B,48#49, A. ChakerA,H,50#51, W. WehrmannA,52, S. BeckerA,53, L. FreudelspergerA,7, N. MülleneisenA,54, K. NematA,55, W. CzechA,56, H. WredeA,57, R. BrehlerA,58, T. FuchsA,59, P.-V. TomazicH,60, W. AbererD,61, A.-H. Fink-WagnerD,62, F. HorakD,F,63, S. WöhrlD,64, V. Niederberger-LeppinG,65, I. Pali-SchöllG,10#66#67, W. PohlG,68, R. Roller-WirnsbergerG,69, O. SprangerG,70, R. ValentaG,71#94#95#96, M. AkdisH,72, P.M. MatricardiA,73, F. Spertini74, N. Khaltaev75, J.-P. Michel76, L. Nicod77, P. Schmid- Grendelmeier78, M. IdzkoG,79, E. HamelmannB,80, T. Jakob81, T. WerfelB,82, M. WagenmannB,83, C. TaubeB,84, E. Jensen-JarolimD,H,10#66, S. KornA,30, F. HentgesE,85, J. SchwarzeH,86, L. O´MahonyH,87, E.F. KnolH,88, S. del GiaccoH,89, T. Chivato PérezH,90, J. Bousquet**G,91#92#93#94#95, T. Zuberbier**G,H,3, C. Akdis**G,H,72 und M. Jutel**H,96#97
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik Marburg, Sektion Rhinologie und Allergologie, Medizinische Fakultät Marburg, Philipps-Universität Marburg, 3Comprehensive Allergy Center Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 4Translational Medicine Program, Peter Gilgan Centre for Research and Learning, Hospital for Sick Children, Toronto, Ontario, Canada, 5Division of Immunology and Allergy, Food Allergy and Anaphylaxis Program, The Hospital for Sick Children, Toronto, Ontario, Canada, 6Department of Immunology, University of Toronto, Toronto, Ontario, Canada, 7Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz, 8Department of Infection and Immunity, Luxembourg Institute of Health (LIH), Esch-sur-Alzette, Luxemburg, 9Department of Dermatology and Allergy Center, Odense Research Center for Anaphylaxis, University of Southern Denmark, Odense, Dänemark, 10Institute of Pathophysiology and Allergy Research, Center of Pathophysiology, Infectiology and Immunology, Medizinische Fakultät der Universität Wien, Wien, Österreich, 11Immunoallergology Unit, Careggi University Hospital, Florenz, Italien, 12Transylvania University, Brasov, Rumänien, 13Ankara University, School of Medicine, Department of Chest Disease, Division of, Immunology and Allergy, Ankara, Turkey, 14Abteilung für Atemwegsmedizin und Allergie, Karolinska University Hospital, Huddinge und Abteilung für Medizin, Huddinge, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden, 15Zentrum für Allergieforschung, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden, 16Department of Immunology, University Hospital Zürich, Zürich, Schweiz, 17Faculty of Medicine, University of Zürich, Zürich, Schweiz, 18Guy’ and St. Thomas’NHS Foundation Trust, Westminster Bridge Road, London, United Kingdom King’ College London School of Life Course Sciences & School of Immunology & Microbial Sciences, King’ Health Partners, Großritannien, 19Allergy Unit 2nd Department of Dermatology and Venereology, National University of Athens, Medical School, University General Hospital „TTIKON“ Athen, Griechenland, 20Universitäsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik fü Kinder- und Jugendmedizin, Fachbereich Kinderpneumologie/Allergologie, Dresden, 21Department of Medical Sciences and Public Health, University of Cagliari, Monserrato, Italien, 22Abteilung fü Allergie, Entzüdungszentrum, Universitäsklinikum Helsinki, Helsinki, Finnland, 23Department of Medicine, Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA, 24Department of Biochemistry and Molecular Biology, Chemistry School, Complutense University of Madrid, Spanien, 25Abteilung fü Päiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Universitäsklinik fü Kinderund Jugendheilkunde, Comprehensive Center for Pediatrics, Medizinische Universitä Wien, Wien, Öterreich, 26Abteilung fü Atmungs- und Lungenerkrankungen, Krankenhaus Hietzing, Wien, Öterreich, 27Abteilung fü Dermatologie und Venerologie, Kepler Universitäsklinikum, Linz, Öterreich, 28Klinische Abteilung fü Nephrologie, Universitäsklinik fü Innere Medizin, Medizinische Universitä Graz, Graz, Öterreich, 29Klinik fü Dermatologie und Allergologie, Universitä Bonn, Bonn, 30Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitäsmedizin Mainz, Mainz, 31Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) Technische Universitä und Helmholtz Zentrum Müchen, 32Klinik und Poliklinik fü Dermatologie und Allergologie der Technischen Universitä Müchen, 33Institut fü Klinische Epidemiologie und Biometrie, Universitä Wüzburg, 34Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 35Klinik fü Päiatrie m.S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité–Universitäsmedizin Berlin, 36Abteilung Dermatologie und Allergologie, RWTH Universitä, Aachen, 37Medizinische Fakultä der Universitä zu Kön, 38CRI –Clinical Research International Ltd., Hamburg, 39ClinCompetence Cologne GmbH, Kön, 40Hautklinik und Poliklinik, Universitäsmedizin Mainz, 41Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie des Forschungszentrums Borstel, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums fü Lungenforschung (DZL); Interdisziplinäe Allergie- Ambulanz, Medizinische Klinik III, Universitä zu Lüeck, 42LungenClinic Großansdorf, Großansdorf, 43Klinik fü Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläing Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 44Klinik fü Innere Medizin Schwerpunkt Pneumologie, Philipps-Universitä Marburg, 45Einheit fü Klinische Allergologie (EKA), Helmholtz Zentrum Müchen, German Research Center for Environmental Health GmbH, Neuherberg, 46Praxis fü Dermatologie, Immunologie und Allergologie, Erfurt, 47Äzteverband Deutscher Allergologen, Dreieich, 48Haut- und Laserzentrum an der Oper, Müchen, 49Academia Müchen, 50HNO-Klinik, Universitäsklinik TUM, Müchen, 51ZAUM, Helmholtz Zentrum Müchen, 52Praxis fü Dermatologie und Allergologie, Müster, 53Klinik fü Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitä Tüingen, 54Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 55Klinik fü Kinderund Jugendmedizin, Universitäsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden; Praxis fü Kinderpenumologie/ Allergologie am Kinderzentrum Dresden (Kid), Dresden, 56Praxis und Klinik fü Dermatologie/Allergologie am Schwarzwald-Baar Klinikum, Villingen-Schwenningen, 57Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Nordrhein- Westfalen, 58Universitäsklinikum Müster, Klinik fü Hautkrankheiten, Ambulanz fü Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Müster, 59Klinik fü Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitäsklinikum, Georg-August-Universitä, Götingen, 60Klinische Abteilung fü allgemeine HNO, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 61Universitäsklinik fü Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 62Global Allergy and Airways Patient Platform GAAPP, Wien, Öterreich, 63Allergiezentrum Wien West, Wien, Öterreich, 64Floridsdorfer Allergiezentrum, Wien, Öterreich, 65Universitäsklinik fü Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 66Komperative Medizin, Interdisziplinäes Messerli Forschungsinstitut, Veterinämedizinische Universitä Wien, Medizinische Universitä Wien, 67Institut fü Pathophysiologie und Allergieforschung, Medizinische Universitä Wien, 68Abteilung fü Atmungs- und Lungenerkrankungen, Krankenhaus Hietzing, Wien, Öterreich, 69Universitäsklinik fü Innere Medizin, Medizinische Universitä Graz, Öterreich, 70Öterreichische Lungenunion, Wien, Öterreich, 71Immunopathologie, Abteilung fü Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum fü Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 72Swiss Institute of Allergy and Asthma Research (SIAF), University of Zurich, Davos, Schweiz, 73Charité– niversitäsmedizin Berlin, 74Division of Allergy and Immunology, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Lausanne, Schweiz, 75GARD Chairman, Genf, Schweiz, 76Department of Rehabilitation and Geriatrics, University of Geneva, Genf, Schweiz, 77Clinic Cecil of Hirslanden Group of Lausanne; Centre Hôitalier Universitaire du canton de Vaud Lausanne, Schweiz, 78Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitässpital Züich, Schweiz, 79Klinische Abteilung fü Pneumologie, Universitäsklinik fü Innere Medizin II, Medizinische Universitä Wien, Öterreich, 80Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitäsmedizin OWL der Universitä Bielefeld, 81Klinik fü Dermatologie und Allergologie, Universitäsklinikum Gießn, UKGM, Justus-Liebig-Universitä, Gießn, 82Klinik fü Dermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 83HNO-Klinik, Universitäsklinikum Düseldorf, 84Universitäsklinikum Essen (Aö), 85Service Immunologie-Allergologie Centre Hospitalier de Luxembourg, Luxemburg, 86Kinderleben und Gesundheit, Universitä von Edinburgh, Schottland, Großritannien, 87Medicine and Microbiology, APC Microbiome Ireland, National University of Ireland, Cork, Irland, 88Departments of Immunology, Dermatology and Allergology, University Medical Center Utrecht; Niederlande, 89Universitàdegli Studi di Cagliari, Cagliari, Italien, 90University Foundation San Pablo CEU, Madrid, Spanien, 91MACVIA-France, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 92INSERM U 1168, VIMA: Ageing and chronic diseases Epidemiological and public health approaches, Villejuif, Frankreich, 93UniversitéVersailles St-Quentin-en-Yvelines, UMR-S 1168, Montigny le Bretonneux, Frankreich, 94Euforea, Brussels, Belgien, 95Berlin Institute of Health, Comprehensive Allergy Center, Department of Dermatology and Allergy, Charité Universitäsmedizin Berlin, Humboldt- Universitä zu Berlin, 96Department of Clinical Immunology, Wrocłw Medical University, Wrocłw, Polen, 97ALL-MED Medical Research Institute, Wrocłw, Polen, 98Dermatologische Allergologie, Allergie- Centrum-Charité Klinik fü Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité–Universitäsmedizin Berlin
Hintergrund: Die Behandlung von Patienten mit Allergien und atopieassoziierten Erkrankungen wurde seit Beginn der COVID-19-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Empfehlungen zum „social distancing“ und die Angst der Patienten vor einer Infektion in medizinischen Einrichtungen haben zu einer drastischen Abnahme der persönlichen Arzt-Patienten-Kontakte geführt. Hiervon sind Akutversorgung und Behandlung chronisch Kranker gleichermaßen betroffen. Die Immunantwort nach SARS-CoV-2-Infektion ist bislang nur unzureichend bekannt und könnte durch eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern günstig aber auch ungünstig verändert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Allergikern für einen schwereren COVID-19-Krankheitsverlauf. Zahlreiche Patientinnen und Patienten befinden sich unter laufender Therapie mit Biologika, die über verschiedene Ansätze Typ 2 Immunantworten inhibieren. Es besteht Unklarheit über mögliche immunologische Interaktionen und potenzielle Risiken dieser Biologika im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2.
Methodik: Für die vorliegende Publikation wurde eine selektive Literaturrecherche in PubMed, Livivo und im World Wide Web für die zurückliegenden 10 Jahre (Zeitraum Mai 2010 – April 2020) durchgeführt. Darüber hinaus wurden hier die aktuellen, dort nicht enthaltenen deutschsprachigen Publikationen analysiert. Auf Grundlage dieser Daten gibt dieses Positionspapier Empfehlungen für die Behandlung mit Biologika bei Patienten mit allergischen und Atopie assoziierten Erkrankungen in der COVID-19-Pandemie.
Ergebnisse: Zur Aufrechterhaltung von Präsenzsprechstunden muss eine sichere und an die Pandemiesituation adaptierte Behandlungsumgebung geschaffen werden. Verlässliche Studiendaten zur Versorgung komplex erkrankter Atemwegs-, Atopie- und Allergiepatienten in Zeiten imminenter Infektionsgefahr durch SARS-CoV-2 fehlen bis dato. Typ-2-geprägte Immunreaktionen, wie sie bei Allergiepatienten oft vorliegen, könnten auf die verschiedenen Phasen von COVID-19 Einfluss nehmen, indem sie beispielsweise Immunreaktionen bremsen. Das könnte sich theoretisch in der frühen Phase der SARS-Cov-2 Infektion ungünstig, in der späten Phase schwerer Verläufe während eines „cytokine storm“ (Zytokinsturm) günstig auswirken. Da es dafür bisher aber keine Belege gibt, sollten alle Daten von Patienten unter einem gegen Typ-2 Immunreaktionen gerichteten Biologikum, die an COVID-19 erkranken, in Registern gesammelt und ihre Krankheitsverläufe dokumentiert werden, um in Zukunft erfahrungsbasierte Handlungsanweisungen geben zu können.
Schlussfolgerung: Die Therapie mit Biologika zur Behandlung von Asthma bronchiale, atopischer Dermatitis, chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen und spontaner Urtikaria sollte in der aktuellen COVID-19-Pandemie bei Patienten ohne Infektionsverdacht oder nachgewiesene SARS-CoV-2 Infektion unverändert fortgesetzt werden. Falls verfügbar ist es empfehlenswert, eine Formulierung zur Eigenapplikation zu bevorzugen und ein telemedizinisches Monitoring anzubieten. Behandlungsziel sollte sein, schwer kontrollierbare allergische und atopische Erkrankungen durch angemessene Bedarfs- und Add-on-Therapie bestmöglich einzustellen und die Notwendigkeit systemischer Glukokortikosteroide zu vermeiden. Im Falle eines begründeten Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 sollte die Therapie individuell durch Abwägung von Nutzen und Risiken als Einzelfallentscheidung unter Einbeziehung des Patienten bestimmt werden. Hierbei ist zu bedenken, dass mögliche Einflüsse von Biologika auf die Immunantwort bei COVID-19 aktuell nicht genau bekannt sind. Telemedizinische Angebote sind insbesondere für akuten Beratungsbedarf bei geeigneten Patienten wünschenswert.
*Autoren sind gemeinsame Erstautoren.
**Autoren sind gemeinsame Letztautoren.
Zitierweise der Erstpublikation:
Klimek L, Pfaar O, Worm M et al. Anwendung von Biologika bei allergischen und Typ-2-entzündlichen Erkrankungen in der aktuellen COVID-19-Pandemie. Allergologie, 2020; 43: 255-271.Correspondence to:
Prof. Dr. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Stellungnahme
Praktische Empfehlungen zur allergologischen Risikoabschätzung der COVID- 19-Impfung
Practical recommendations for the allergological risk assessment of the COVID- 19 vaccination – a harmonized statement of allergy centers in Germany
M. Worm, A. Bauer, B. Wedi, R. Treudler, W. Pfuetzner, K. Brockow, T. Buhl, T. Zuberbier, J. Fluhr, G. Wurpts, L. Klimek, T. Jakob, H.F. Merk, N. Mülleneisen, S. Roeseler, D. Dickel, U. Raap und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 95 - 99
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 2/2021, S. 95-99
Praktische Empfehlungen zur allergologischen Risikoabschätzung der COVID- 19-Impfung
M. Worm1, A. Bauer2, B. Wedi3, R. Treudler4, W. Pfuetzner5, K. Brockow6, T. Buhl7, T. Zuberbier8, J. Fluhr8, G. Wurpts9, L. Klimek10, T. Jakob11, H.F. Merk12, N. Mülleneisen13, S. Roeseler14, H. Dickel15, U. Raap16 und J. Kleine-Tebbe17
1Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, 3Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie Comprehensive Allergy Center (CAC) Behandlungszentrum für Hereditäre Angioödeme im ZSE, Medizinische Hochschule Hannover, 4Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, 5Allergiezentrum Hessen, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Marburg, 6Hautklinik Campus Biederstein, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 7Klinik für Dermatologie Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität, 8Dermatologische Allergie-Folgenforschung, Campus Benjamin Franklin, Universitätsmedizin Berlin, 9Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Aachen, 10Zentrum für Rhinologie und Allergologie der HNO-Universitätsklinik Mannheim, Wiesbaden, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, 12Hautklinik, RWTH Aachen University, 13Asthma- und Allergiezentrum, Leverkusen, 14Abteilung für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Krankenhaus der Augustinerinnen, Köln, gGmbH, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln, 15Abteilung für Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 16Abteilung für experimentelle Allergologie und Immundermatologie, Department für Humanmedizin, Universität Oldenburg, 17Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin
Schwere allergische Reaktionen auf Impfstoffe sind sehr selten. Nach Impfung mit den neuen mRNA basierten COVID-19-Impfstoffen sind einzelne schwere Reaktionen weltweit aufgetreten. PEG2000 wird als möglicher Auslöser diskutiert. Wir geben Hinweise zur Risikoabschätzung bezüglich einer COVID-19-Impfung bei Patienten mit allergischen Erkrankungen und schlagen ein standardisiertes, ressourcenorientiertes diagnostisches und therapeutisches Procedere vor. Meldungen zu schweren allergischen Reaktionen im Kontext der COVID-19-Impfung können über www.anaphylaxie.net über einen online-Fragebogen erfolgen.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Worm M, Bauer A, Wedi B et al. Practical recommendations for COVID-19 vaccination – a statement in cooperation with the certified allergy centers. Allergol Select. 2021 Jan 26; 5: 72-76. DOI 10.5414/ALX02225ECorrespondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. M. Worm
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Allergologie und Immunologie
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Stellungnahme
Penicillin-Toleranzinduktion in der Schwangerschaft: Allergologische Stellungnahme zur Empfehlung der aktuellen Leitlinie Diagnostik und Therapie der Syphilis (AWMF-Register-Nr. 059-002)
Induction of penicillin tolerance during pregnancy: Allergological opinion on the recommendation of the current AWMF Guidelines on Diagnosis and Treatment of Syphilis (AWMF Registry No. 059-002)
B. Wedi, W. Aberer, K. Brockow, H. Dickel, R. Brehler, T. Jakob, B. Kreft, V. Mahler, H.F. Merk, N. Mülleneisen, H. Ott, W. Pfützner, S. Röseler, F. Ruëff, C. Sunderkötter, A. Trautmann, R. Treudler, M. Worm und G. Wurpts
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 100 - 104
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 4/2021, S. 100-104
Penicillin-Toleranzinduktion in der Schwangerschaft: Allergologische Stellungnahme zur Empfehlung der aktuellen Leitlinie Diagnostik und Therapie der Syphilis (AWMF-Register-Nr. 059-002)
B. Wedi1, W. Aberer2, K. Brockow3, H. Dickel4, R. Brehler5, T. Jakob6, B. Kreft7, V. Mahler8#9, H.F. Merk10, N. Mülleneisen11, H. Ott12, W. Pfützner13, S. Röseler14, F. Ruëff15, C. Sunderkötter16, A. Trautmann17, R. Treudler18, M. Worm19 und G. Wurpts20
1Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center, Medizinische Hochschule Hannover, 2Klinik für Dermatologie, Medizinische Universität Graz, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, 5Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 6Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen, 7Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), 8Paul Ehrlich Institut, Langen, 9Hautärzte im Merckhaus Dr. Herbst & Kollegen, Darmstadt, 10Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, 11Lungen- und Allergiezentrum, Leverkusen, 12Pädiatrische Dermatologie und Allergologie, Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Hannover, 13Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, 14Krankenhaus der Augustinerinnen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln, 15Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Klinikum der Universität München, 16Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), 17Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergiezentrum Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg, 18Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA-CAC, Universität Leipzig, Leipzig, 19Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Allergie-Zentrum Charité (ACC), Berlin, 20Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Wedi B, Aberer W, Brockow K et al. Induction of penicillin tolerance during pregnancy: Allergological opinion on the recommendation of the current AWMF Guidelines on Diagnosis and Treatment of Syphilis (AWMF Registry No. 059-002). Allergol
Select. 2021 Jan 16; 5: 67-71. DOI 10.5414/ALX02224E.Correspondence to:
Prof. Dr. Bettina Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Comprehensive Allergy Center
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Email: [email protected]
Positionspapier
COVID-19-Impfungen von Patienten mit Allergien und Typ2-entzündlichen Erkrankungen bei gleichzeitiger Antikörpertherapie (Biologika) – Ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) u
COVID-19 vaccination of patients with allergies and type-2 inflammation with concurrent antibody therapy (biologicals) – A Position Paper of the German Society of Allergology and Clinical Immunology (DGAKI) and the German Society for Applied Allergo
O. Pfaar, L. Klimek, E. Hamelmann, J. Kleine-Tebbe, C. Taube, M. Wagenmann, T. Werfel, R. Brehler, N. Novak, N. Mülleneisen, S. Becker und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 261 - 269
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 4/2021, S. 261-269
COVID-19-Impfungen von Patienten mit Allergien und Typ2-entzündlichen Erkrankungen bei gleichzeitiger Antikörpertherapie (Biologika) – Ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) u
O. Pfaar1, L. Klimek2, E. Hamelmann3, J. Kleine-Tebbe4, C. Taube5, M. Wagenmann6, T. Werfel7, R. Brehler8, N. Novak9, N. Mülleneisen10, S. Becker11 und M. Worm12
1Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 3Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Universität Bielefeld, 4Allergiezentrum Westend, Berlin, 5Klinik für Pneumologie Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, Essen, 6Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 7Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 8Abteilung Dermatologie, Wilhelm-Universität Münster, Münster, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Bonn, 10Allergie und Asthmazentrum, Leverkusen, 11Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik, Tübingen, Germany, 12Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Universitätsmedizin Berlin
Hintergrund: Nachdem sich weltweit die durch den Severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2 (SARS-CoV-2-) ausgelöste Pandemie eingestellt hatte, kam es und kommt es zu Verunsicherungen von Patienten mit allergischen und atopischen Erkrankungen. Derzeit sind in Deutschland vier Vakzine zur Impfung gegen SARS-CoV-2 durch das Paul Ehrlich Institut zugelassen worden und die Impfkampagnen sind bundesweit gestartet worden. Insofern ist es jetzt von hoher Bedeutung, Empfehlungen zu möglichen immunologischen Interaktionen und potentiellen Risiken von immunmodulierenden Substanzen (monoklonale Antikörper, Biologika) unter gleichzeitiger Vakzinierung mit den zugelassenen Impfkandidaten zu geben.
Methodik: Dieses Positionspapier gibt konkrete Handlungsempfehlungen auf der Grundlage der aktuellen Literatur zum Einsatz dieser immunmodulierenden Medikamente im zeitlichen Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2 Vakzination.
Ergebnisse: Die vorliegenden Handlungsempfehlungen beziehen sich auf folgende Erkrankungen, bei denen Biologika zur Anwendung kommen i) chronisch-entzündliche Hauterkrankungen (atopische Dermatitis, chronisch spontane Urtikaria), ii) Asthma bronchiale und iii) chronische Rhinosinusitis mit Nasenolypen (CRSwNP). Patienten mit atopischer Dermatitis oder chronisch spontaner Urtikaria haben kein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen bei der COVID-19-Vakzinierung. Dennoch kann es durch eine Impfung zu einer vorübergehenden Ekzemverschlechterung aufgrund der allgemeinen Immunstimulation kommen. Patienten, bei denen eine Systemtherapie mit einem Biologikum durchgeführt wird, können geimpft werden. Bei Patienten mit schwerem Asthma und gleichzeitiger Biologikagabe findet sich ebenfalls kein erhöhtes Risiko für eine allergische Reaktion nach einer COVID-19-Impfung und diese wird empfohlen. Auch bei Patienten mit CRSwNP ist kein erhöhtes Risiko für allergische Impfreaktionen bekannt und die Fortführung oder Neueinleitung einer Biologikatherapie werden auch bei einer geplanten COVID-19-Impfung empfohlen. Generell sollte die COVID-19-Vakzinierung zwischen zwei Injektionen der entsprechenden Biologika erfolgen, das heißt im Abstand von mindestens 1 Woche nach der vorherigen bzw. vor der nächsten Biologikagabe.
Schlussfolgerung: Die Therapie mit Biologika zur Behandlung von atopischer Dermatitis, chronisch spontaner Urtikaria, Bronchialasthma und CRSwNP sollte während der jetzt durchgeführten COVID-19-Impfkampagnen unverändert fortgeführt werden, wobei eventuell die Therapieintervalle der Biologika-Therapie geringfügig angepasst werden müssen (Empfehlung DGAKI/AeDA 22. März 2021).
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Pfaar O, Klimek L, Hamelmann E et al. COVID- 19 vaccination of patients with allergies and type-2 inflammation with concurrent antibody therapy (biologicals) – A Position Paper of the German Society of Allergology and Clinical Immunology (DGAKI) and the German Society for Applied Allergology (AeDA). Allergol Select. 2021 April 1; 5: 140-147. DOI 10.5414/ ALX02241ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Sektion Rhinologie und Allergologie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Philipps-Universität Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
Positionspapier
COVID-19-Impfungen von allergischen Patienten im zeitlichen Zusammenhang mit einer Allergen-Immuntherapie (AIT) – Ein Positionspapier des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klin
COVID-19 Vaccination of Allergic Patients in Conjunction with Allergen Immunotherapy (AIT) – A Position Paper of the Association of German Allergists (AeDA) and the German Society for Allergology and Clinical Immunology (DGAKI)
L. Klimek, O. Pfaar, E. Hamelmann, J. Kleine-Tebbe, C. Taube, M. Wagenmann, T. Werfel, R. Brehler, N. Novak, N. Mülleneisen, S. Becker und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 339 - 348
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 5/2021, S. 339-348
COVID-19-Impfungen von allergischen Patienten im zeitlichen Zusammenhang mit einer Allergen-Immuntherapie (AIT) – Ein Positionspapier des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klin
L. Klimek1, O. Pfaar2, E. Hamelmann3, J. Kleine-Tebbe4, C. Taube5, M. Wagenmann6, T. Werfel7, R. Brehler8, N. Novak9, N. Mülleneisen10, S. Becker11 und M. Worm12
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 3Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Universität Bielefeld, 4Allergiezentrum Westend, Berlin, 5Klinik für Pneumologie Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, Essen, 6Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 7Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 8Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, Bereich Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Münster, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Bonn, 10Asthma und Allergiezentrum, Leverkusen, 11Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik, Tübingen, 12Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Hintergrund: Impfungen gegen den Severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2 (SARS-CoV-2) sollen eine Immunreaktion im Sinne eines Schutzes vor Infektion/Erkrankung auslösen. Eine allergenspezifische Immuntherapie (AIT) soll ebenfalls eine (andersartige) Immunreaktion im Sinne einer Toleranz gegenüber Allergenen induzieren. Bei Patienten und Ärzten bestehen Verunsicherungen hinsichtlich der Anwendung von Impfung und AIT im zeitlichen Zusammenhang, worüber dieses Positionspapier aufklären will. Die derzeit vier in Deutschland zur Impfung gegen SARS-CoV-2 zugelassenen Vakzinen werden beschrieben und mögliche immunologische Interaktionen mit einer AIT aufgezeigt, sowie praktische Handlungsempfehlungen gegeben.
Methodik: Dieses Positionspapier gibt auf der Grundlage der aktuell international publizierten Literatur konkrete Handlungsempfehlungen zum Einsatz der AIT im zeitlichen Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2 Vakzination.
Ergebnisse: Die vorliegenden Handlungsempfehlungen beziehen sich auf folgende Erkrankungen, bei denen eine AIT zur Anwendung kommt i) allergische Rhinitis, ii) allergisches Asthma bronchiale, iii) Insektengiftallergien, iiii) Nahrungsmittelallergien (Erdnuss).
Schlussfolgerungen: Bei unmittelbar bevorstehender Impfung sollte die Einleitung einer subkutanen (SCIT), sublingualen (SLIT) oder oralen (OIT) AIT verschoben werden bis 1 Woche nach dem 2. Impftermin. Zwischen SCIT und COVID-19-Impfung sollte demnach i. d. R. ein Abstand von etwa 1 Woche liegen. Für die Fortsetzung einer laufenden AIT empfehlen wir für die SCIT einen Abstand von 1 Woche vor und nach der Vakzinierung. Für die SLIT und die OIT empfehlen wir eine Einnahme bis zum Vortag der Impfung und nach der Impfung eine Pause von SLIT und OIT für 2 – 7 Tage.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar, T. Ankermann, M. Augustin, P. Bubel, S. Böing, R. Brehler, P.A. Eng, P.J. Fischer, M. Gerstlauer, E. Hamelmann, T. Jakob, J. Kleine-Tebbe, M.V. Kopp, S. Lau, N. Mülleneisen, C. Müller, K. Nemat, W. Pfützner, J. Saloga, K. Strömer, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, G.J. Sturm, C. Taube, Z. Szépfalusi, C. Vogelberg, M. Wagenmann, W. Wehrmann, T. Werfel, S. Wöhrl, M. Worm und B. Wedi
Jahrgang 45 (2022) p. 643 - 702
Abstract
Allergologie, Jahrgang 45, Nr. 9/2022, S. 643-702
Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1, T. Ankermann2, M. Augustin3, P. Bubel4, S. Böing5, R. Brehler6, P.A. Eng7, P.J. Fischer8, M. Gerstlauer9, E. Hamelmann10, T. Jakob11, J. Kleine-Tebbe12, M.V. Kopp13, S. Lau14, N. Mülleneisen15, C. Müller16, K. Nemat17,18, W. Pfützner19, J. Saloga20, K. Strömer21, P. Schmid-Grendelmeier22, A. Schuster23, G.J. Sturm24, C. Taube25, Z. Szépfalusi26, C. Vogelberg27, M. Wagenmann28, W. Wehrmann29, T. Werfel30, S. Wöhrl31, M. Worm32 und B. Wedi30
1Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg, 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH, Kiel, 3Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 4HNO Praxis Dr. Bubel, Lutherstadt Eisleben, 5Schwerpunktpraxis Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Schlafmedizin Düsseldorf/Meerbusch, Standort Meerbusch, Meerbusch, 6Universitätsklinikum Münster, Klinik für Hautkrankheiten, Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Münster, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Löwenpraxis Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpulmologie und -allergologie, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, 10Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, Bielefeld, 11Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen (UKGM), Justus Liebig Universität Gießen, Gießen, 12Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern, Universität Bern, Bern, Schweiz, 14Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 15Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, Leverkusen, 16Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg, Freiburg, 17Pädiatrische Pneumologie und Allergologie (Arztpraxis), Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt (Kid), Dresden, 18Universitäts AllergieCentrum Dresden, Universitätsklinikum Dresden (UKD), Dresden, 19Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Marburg, 20Hautklinik, Universitätsmedizin, Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Mainz, 21Dermatologische Privatpraxis, Ahaus, 22Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz, 23Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 24Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, Österreich; Allergieambulatorium Reumannplatz, Wien, Österreich, 25Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, Essen, 26Klinische Abteilung für Pädiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Universitäts Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich, 27Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dresden, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 29MVZ Dermatologie und Dermatochirurgie, Münster, 30Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 31Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 32Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Pfaar O, et al. Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases. Allergol Select. 2022; 6: 167-232. DOI 10.5414/ALX02331ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Standort Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
Allergie und Impfen
SARS-CoV-2 und Allergie – was haben wir gelernt?
SARS-CoV-2 and allergy – what have we learned?
A. Alexiou, M.L. Irmer, A. Bauer, R. Treudler, G. Wurpts, H. Dickel, T. Buhl, A. Jung, N. Mülleneisen, S. Schuh, H. Timmermann, G. Heine, B. Wedi, K. Brockow und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2023) p. 382 - 391
Abstract
Allergologie, Jahrgang 46, Nr. 6/2023, S. 382-391
SARS-CoV-2 und Allergie – was haben wir gelernt?
A. Alexiou1, M.L. Irmer1, A. Bauer2, R. Treudler3, G. Wurpts4, H. Dickel5, T. Buhl6, A. Jung7, N. Mülleneisen8, S. Schuh9, H. Timmermann10, G. Heine11, B. Wedi12, K. Brockow13 und M. Worm1
1Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, 3Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie (CAC), Universitätsmedizin Leipzig, 4Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, 5Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Abteilung für Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum, Ruhr-Universität Bochum, 6Klinik für Dermatologie Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität, 7Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, 8Asthma- und Allergiezentrum Leverkusen, 9Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Augsburg – am Standort Medizincampus Süd, Augsburg, 10Schwerpunktpraxis Colonnaden, Hamburg, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel, 12Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Comprehensive Allergy Center (CAC), Medizinische Hochschule Hannover, 13Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München
Impfungen haben zum Ziel eine antigenspezifische Immunantwort auszulösen, um den Organismus vor einer Infektionskrankheit zu schützen. Dabei können selten auch überschießende Immunreaktionen ausgelöst werden. Im Folgenden berichten wir über die Ergebnisse von im Jahr 2021 durchgeführten Beratungen und allergologischen Untersuchungen, die von Allergiezentren in Deutschland durchgeführt wurden. Ca. 8.000 angefragte Beratungen wurden von insgesamt 13 Zentren gemeldet, wobei ein direkter Kontakt per Telefon und/oder persönlich bei n = 2.467 erfolgte. Die Ergebnisse zeigen, dass nur in Ausnahmefällen die Empfehlung einer Impfung nicht gegeben werden konnte bzw. diese ausschließlich unter intensivierten Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Anhand von 3 exemplarischen Fallbeispielen zeigen wir das allergologische Vorgehen bei 3 ausgewählten Patienten, die erfolgreich bei guter Verträglichkeit des Impfstoffes geimpft werden konnten. Eine wichtige Differenzialdiagnose von Sofortreaktionen im Kontext einer Impfung sind vasovagale Reaktionen. Die wichtigste anamnestische Abgrenzung vasovagaler im Gegensatz zu mastzellabhängigen Überempfindlichkeits-Reaktionen ist das Fehlen von Hautsymptomen wie Urtikaria oder Schleimhautschwellungen. Die deutschlandweite allergologische Versorgung wurde während der COVID-19-Pandemie aufgrund zahlreicher Anfragen an ihre Grenzen geführt. Die Indikation für eine weiterführende allergologische Diagnostik sollte kritisch überdacht werden, um unnötige Hauttestungen zu vermeiden. Wir konnten mittels einer frühzeitigen Implementierung eines standardisierten Vorgehens zeigen, dass das Risiko einer Impfstoffallergie sehr gering ist.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Allergologie und Immunologie
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel
Guideline for allergological diagnosis of drug hypersensitivity reactions
K. Brockow, G. Wurpts, A. Trautmann, W. Pfützner, R. Treudler, A.J. Bircher, R. Brehler, T. Buhl, H. Dickel, T. Fuchs, T. Jakob, J. Kurz, B. Kreft, L. Lange, H.F. Merk, M. Mockenhaupt, N. Mülleneisen, H. Ott, J. Ring, F. Ruëff, B. Sachs, H. Sitter, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2023) p. 489 - 508
Abstract
Allergologie, Jahrgang 46, Nr. 8/2023, S. 489-508
Allergologische Diagnostik von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel
K. Brockow1, G. Wurpts2, A. Trautmann3, W. Pfützner4, R. Treudler5, A.J. Bircher6, R. Brehler7, T. Buhl8, H. Dickel9, T. Fuchs8, T. Jakob10, J. Kurz4, B. Kreft11, L. Lange12, H.F. Merk2, M. Mockenhaupt13, N. Mülleneisen14, H. Ott15, J. Ring1, F. Ruëff16, B. Sachs2, H. Sitter17, B. Wedi18, S. Wöhrl19, M. Worm20 und T. Zuberbier20
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, München, 2Klinik für Dermatologie und Allergologie, Aachener Comprehensive Allergy Center (ACAC), Universitätsklinik der RWTH Aachen, Aachen, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Allergiezentrum Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg, 4Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, 5Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipzig, 6Facoltà di Scienze biomediche, Università della Svizzera Italiana, Lugano, Schweiz und Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsspital Basel, Schweiz, 7Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, Münster, 8Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, 9Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Bochum, 10Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum, Justus-Liebig Universität, Gießen, Gießen, 11Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), Halle (Saale), 12Kinderklinik, Marienhospital Bonn, Bonn, 13Dokumentationszentrum schwerer Hautreaktionen, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, 14Asthma-Allergiezentrum Leverkusen, Leverkusen, 15Kinderund Jugendkrankenhaus Auf der Bult, Hannover, Hannover, 16Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Klinikum der Universität München, München, 17Institut für Theoretische Chirurgie, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 18Hannover Medical School, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Hannover, Hannover, 19Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 20Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
Brockow K, Wurpts G, Trautmann A, Pfützner W, Treudler R, Bircher AJ, Brehler R, Buhl T, Dickel H, Fuchs T, Jakob T, Kurz J, Kreft B, Lange L, Merk HF, Mockenhaupt M, Mülleneisen N, Ott H, Ring J, Ruëff F, Sachs B, Sitter H, Wedi B, Wöhrl S, Worm M, Zuberbier T. Guideline for allergological diagnosis of drug hypersensitivity reactions Allergol Select. 2023; 7: 122-139. DOI 10.5414/ALX02422ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Knut Brockow
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Email: [email protected]
Seltene Allergene und Berufsallergene – Diagnostik, Management und Regulation, Teil 2
Diagnostik von seltenen IgE-vermittelten Allergien – Herausforderungen in der allergologischen Praxis
Diagnostic of rare IgE-mediated allergies. Challenges in clinical practice
N. Mülleneisen, N. Bickel, S. Salge, F. Magnet und J. Callegari
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2024) p. 389 - 393
Abstract
Allergologie, Jahrgang 47, Nr. 7/2024, S. 389-393
Diagnostik von seltenen IgE-vermittelten Allergien – Herausforderungen in der allergologischen Praxis
N. Mülleneisen, N. Bickel, S. Salge, F. Magnet und J. Callegari
Asthma und Allergiezentrum Leverkusen
Der Verlust von Prick-Testlösungen zur Allergiediagnostik wird durch zwei Faktoren in der Praxis bestimmt. Erstens die Rückgabe von Zulassungen für Testlösungen seltener Allergenquellen und zweitens die zeitweiligen Lieferschwierigkeiten der Herstellerfirmen. In der Praxis bedeutet dies immer wieder neu zusammengestellte Prick-Testprotokolle mit Prick-Testsubstanzen von verschiedenen Herstellern, die gerade lieferfähig sind, oder Rückschritt zu selbst hergestellten qualitativ nicht standardisierten Testlösungen. Nicht alle Prick-Testallergene können durch In-vitro-Teste ersetzt werden.Correspondence to:
Norbert Mülleneisen
Asthma und Allergiezentrum Leverkusen
Königsberger Pl. 5
51371 Leverkusen
Email: [email protected]
Klimawandel und Gesundheit
Birken- und Gräserpollenflug in Deutschland – Eine Analyse über die ersten 25 Jahre des neuen Millenniums
Birch and grass pollen flight in Germany – An analysis of the first 25 years of the new millennium
M. Werchan, B. Werchan, N. Mülleneisen, B. Müller, S. Röseler und K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 126 - 135
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 3/2025, S. 126-135
Birken- und Gräserpollenflug in Deutschland – Eine Analyse über die ersten 25 Jahre des neuen Millenniums
M. Werchan1, B. Werchan1, N. Mülleneisen2, B. Müller1#3, S. Röseler1#4 und K.-C. Bergmann1#5
1Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin, 2Asthma und Allergiezentrum, Leverkusen, 3Technische Universität Berlin, Fakultät III Prozesswissenschaften, Institut für Biotechnologie, Berlin, 4Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, 5Institut für Allergieforschung, Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin
Die Studie untersucht die Entwicklung des Birken- und Gräserpollenflugs in Deutschland der Jahre 2000 – 2024 anhand der gemessenen Pollendaten der Messstationen im Netzwerk der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Während des Beobachtungszeitraums konnten deutliche Veränderungen in Intensität und Timing des Pollenflugs dokumentiert werden. Die als Hauptpollenflugzeit (HPFZ) bezeichnete pollenflugintensivste Zeit begann bei der Birke (Betula) im Jahr 2024 5 Tage früher als im Jahr 2000 und zeigte im gleichen Zeitraum eine Zunahme der Pollenmenge um 66%. Bei den Gräsern (Poaceae) verkürzte sich die HPFZ vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2024 um 13 Tage mit einem um 4 Tage späteren Beginn bei gleichzeitigem Anstieg der Pollenmenge um 58%. Dies stellt a) Allergiebetroffene und deren behandelnden Ärzte vor neue Herausforderungen, da sich die Hauptbelastungsphasen intensiviert haben, und unterstreicht b) die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze, um die gesundheitlichen Belastungen durch den veränderten Pollenflug zu minimieren.Correspondence to:
Dipl.-Landsch.-ökol. Matthias Werchan
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
Email: [email protected]
Original
Birken- und Gräserpollenflug in Deutschland – Eine Analyse über die ersten 25 Jahre des neuen Millenniums
Birch and grass pollen flight in Germany – An analysis of the first 25 years of the new millennium
M. Werchan, B. Werchan, N. Mülleneisen, B. Müller, S. Röseler und K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2026) p. 57 - 66
Abstract
Allergologie, Jahrgang 49, Nr. 2/2026, S. 57-66
Birken- und Gräserpollenflug in Deutschland – Eine Analyse über die ersten 25 Jahre des neuen Millenniums
M. Werchan1, B. Werchan1, N. Mülleneisen2, B. Müller1#3, S. Röseler1#4 und K.-C. Bergmann1#5
1Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin, 2Asthma und Allergiezentrum, Leverkusen, 3Technische Universität Berlin, Fakultät III Prozesswissenschaften, Institut für Biotechnologie, Berlin, 4Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie,
Uniklinik RWTH Aachen, Aachen, 5Institut für Allergieforschung, Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin
Die Studie untersucht die Entwicklung des Birken- und Gräserpollenflugs in Deutschland der Jahre 2000 – 2024 anhand der gemessenen Pollendaten der Messstationen im Netzwerk der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Während des Beobachtungszeitraums konnten deutliche Veränderungen in Intensität und Timing des Pollenflugs dokumentiert werden. Die als Hauptpollenflugzeit (HPFZ) bezeichnete pollenflugintensivste Zeit begann bei der Birke (Betula) im Jahr 2024 5 Tage früher als im Jahr 2000 und zeigte im gleichen Zeitraum eine Zunahme der Pollenmenge um 66%. Bei den Gräsern (Poaceae) verkürzte sich die HPFZ vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2024 um 13 Tage mit einem um 4 Tage späteren Beginn bei gleichzeitigem Anstieg der Pollenmenge um 58%. Dies stellt a) Allergiebetroffene und deren behandelnden Ärzte vor neue Herausforderungen, da sich die Hauptbelastungsphasen intensiviert haben, und unterstreicht b) die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze, um die gesundheitlichen Belastungen durch den veränderten Pollenflug zu minimieren.
Erstpublikation in Atemwegs- und Lungenkrankheiten, mit freundlicher Genehmigung der AutorenCorrespondence to:
Dipl.-Landsch.-ökol. Matthias Werchan
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
Email: [email protected]
Aus dem Weißbuch: Allergie für Deutschland
Allergisches Asthma bronchiale
E. Hamelmann, M. Gerstlauer, M. Joest, M. Lommatzsch, N. Mülleneisen, C. Taube und C. Vogelberg
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2026) p. 185 - 194
Abstract
Allergologie, Jahrgang 49, Nr. 4/2026, S. 185-194
Allergisches Asthma bronchiale
E. Hamelmann1, M. Gerstlauer2, M. Joest3, M. Lommatzsch4, N. Mülleneisen5, C. Taube6 und C. Vogelberg7
1Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderzentrum Bethel, UK-OWL/ Universität Bielefeld, Bielefeld, 2Klinik für Kinder und Jugendliche, Kinderpulmologie/- allergologie, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, 3Helios MVZ Lungen- und Allergiezentrum Bonn, Bonn, 4Zentrum für Innere Medizin, Abteilung für Pneumologie, Universitätsmedizin Rostock, Rostock, 5Asthma- und Allergiezentrum Leverkusen, Leverkusen- Rheindorf, 6Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum Essen gGmbH, Universitatsklinik – Ruhrlandklinik, Essen, 7Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Bereich Kinderpneumologie/Allergologie, Universitäts AllergieCentrum CAC, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden, Dresden
Nachdruck aus der 5. Auflage des "Weißbuch Allergie in Deutschland". Kapitel 3.4.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann
Universitäts-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderzentrum Bethel, UK-OWL
Universität Bielefeld
Grenzweg 10
33617 Bielefeld
Email: [email protected]