Laudationes:
Nichtinvasive Beatmung bei COPD
K. Rasche, C. Hader, M. Leidag, H.-W. Duchna, T.T. Bauer und M. Orth
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 579 - 583
Abstract
K. Rasche1, C. Hader1, M. Leidag1, H.-W. Duchna2, T.T. Bauer2 und M. Orth2
1Zentrum für Innere Medizin – Schwerpunkt Pneumologie, Kliniken St. Antonius, Wuppertal, Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, 2Medizinische Klinik III – Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Berufsgenossen
Die nichtinvasive Beatmung (NIV) mittels Nasen- oder Ganzgesichtsmaske kann bei akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz infolge chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt werden. Bei akuter Exazerbation einer COPD (AECOPD) gehört die NIV heute zu den Standardtherapieverfahren. Für diese Indikation ist belegt, daß die NIV die Intubations-, Komplikations- und Mortalitätsrate von COPD-Patienten mit akuter Hyperkapnie (PaCO2 > 45 mmHg) senkt. Darüber hinaus ist der Einsatz der NIV bei AECOPD kosteneffizient und führt zu einer Reduktion des Krankenhausaufenthaltes. Die NIV kann ebenso im Weaning-Prozeß von COPD-Patienten nützlich sein. Bei stabiler COPD ist die Datenlage dagegen weniger überzeugend. Hier kann die NIV den Gasaustausch und die Schlaf- und Lebensqualität verbessern sowie die Hospitalisierungshäufigkeit reduzieren. Besonders Patienten mit schwergradiger Hyperkapnie (PaCO2 > 55 mmHg) und/oder nächtlicher Hypoventilation sowie solche mit rezidivierenden Exazerbationen können von der NIV profitieren. In jedem Fall stellt die NIV eine wertvolle Bereicherung der nicht-pharmakologischen Behandlung der COPD dar. Jede Fachrichtung, die involviert ist in das Management der COPD, sollte daher in der Lage sein, diese Methode anzuwenden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K. Rasche
Zentrum für Innere Medizin– Schwerpunkt Pneumologie
Kliniken St. Antonius
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Carnaper Straße 48
D-42283 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlaf und Atmung bei restriktiven Ventilationsstörungen
Schlaf und Atmung bei idiopathischer Lungenfibrose
Sleep and breathing in idiopathic pulmonary fibrosis
K. Rasche und M. Orth
Jahrgang 35 p. 433 - 438
Abstract
K. Rasche1 und M. Orth2
1Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Klinikverbund St. Antonius und St. Josef, Wuppertal, 2Medizinische Klinik III, Theresienkrankenhaus, Mannheim
Die Prognose von Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (Idiopathic Pulmonary Fibrosis: IPF), die den häufigsten Typ der idiopathischen interstitiellen Pneumonien darstellt, ist ungünstig. Die Symptome von Luftnot und Husten sind in der Regel progredient, 50% der Patienten versterben innerhalb von 3 Jahren nach Diagnosestellung. Die Wirksamkeit der pharmakologischen Therapie im Hinblick auf das Überleben der Patienten ist ebenso enttäuschend. Die meisten der aktuell verfügbaren Studien beschäftigen sich überwiegend mit der Diagnostik und Therapie am Tag. Die klinische Bedeutung der Schlafqualität und schlafbezogener Atmungsstörungen bei IPF wird nur anhand einer geringen Zahl von Originalarbeiten untersucht, deren wesentliche Aussagen wie folgt zusammengefasst werden können: Schlafstörungen mit Schlaffragmentation kommen bei IPF sehr häufig vor. Die Ursachen hierfür sind unter anderem nächtliches Husten, nächtliche Sauerstoffentsättigungen sowie ein auch im Schlaf gesteigerter Atemantrieb. Die Schlafstörungen bei IPF haben einen erheblichen Einfluss auf die allgemeine Lebensqualität der Patienten. Die Sauerstoffentsättigungen im Schlaf können am ehesten durch den PaO2 im Wachzustand vorhergesagt werden. Es existieren für die IPF bisher keine evidenzbasierten Empfehlungen für die Indikationsstellung zur Sauerstofftherapie und nichtinvasiven Beatmung im Schlaf. Obstruktive Schlafapnoen kommen nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung vor. Eine Ausnahme stellen IPF-Patienten mit erhöhtem Body-Mass-Index dar. Treten jedoch obstruktive Atemstillstände im Schlaf bei Vorliegen einer IPF auf, sind die hieraus resultierenden Sauerstoffentsättigungen deutlich stärker ausgeprägt als bei alleiniger Schlafapnoe. Die Therapie von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen bei IPF ist nur individuell durchzuführen. Bei Fehlen einer effektiven Therapiemöglichkeit der IPF erscheint jedoch die Optimierung der Schlaf- und Lebensqualität durch die Behandlung von Schlafstörungen als ein wichtiges Ziel. Es sind allerdings weitere Studien, die den Effekt spezieller Behandlungsmethoden im Schlaf untersuchen, erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K. Rasche
Lungenzentrum
Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Klinikverbund St. Antonius und St. Josef GmbH
Vogelsangstraße 106
D–42109 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlaf und Atmung bei restriktiven Ventilationsstörungen
Schlaf und Atmung bei neuromuskulären Erkrankungen
Sleep and breathing in neuromuscular diseases
M. Orth, A. Kommer, K. Rasche und S. Kotterba
Jahrgang 35 p. 444 - 450
Abstract
M. Orth1, A. Kommer1, K. Rasche2 und S. Kotterba3
1Medizinische Klinik III, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH, Mannheim, 2Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Klinikverbund St. Antonius und St. Josef GmbH, Wuppertal, 3Neurologische Klinik, Ammerland Klinik, Westerstede
Sowohl Schlaf als auch Atmung sind bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen (NMD) eingeschränkt. Für die Schlafarchitektur gilt eine erhebliche Einschränkung im Sinne wiederholter Weckreaktionen, sei es extern (z.B. durch Lagerung) oder aber durch die begleitenden Atmungsstörungen bedingt. Bei den Atmungsstörungen stehen bei NMD vor allem die REM-Schlaf-assoziierten Ereignisse im Vordergrund, die sich bis hin zu einer völligen Atempumpenerschöpfung am Tage ausweiten können. Prädiktor hierfür ist vor allem die Vitalkapazität. Therapie der Wahl ist die Einleitung einer nichtinvasiven Beatmungstherapie (NISB), die in den meisten Fällen zu einer Verbesserung der Blutgassituation führt, welche die im Rahmen der Grunderkrankung eingeschränkte Atempumpenfunktion jedoch nur marginal beeinflussen kann. Die Prognose der NMD hängt von der Grunderkrankung und ihrer Tendenz zur Progression ab. Durch die NISB kann in der Mehrzahl der Fälle die eingeschränkte Lebensqualität gebessert werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Maritta Orth
Medizinische Klinik III
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
D–68165 Mannheim
Email: [email protected]
Schlafmedizin 2012
CPAP – Steigerung der Compliance – Neue Sichtweisen und Strategien
CPAP – enhancement of compliance: New insights and strategies
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 465 - 472
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 11/2012, S. 465–472
CPAP – Steigerung der Compliance – Neue Sichtweisen und Strategien
M. Orth1 und K. Rasche2
1Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Helios Klinikum Wuppertal, Wuppertal
Die Aufrechterhaltung der Langzeitcompliance bei Patienten mit CPAP-Therapie stellt eine wesentliche Herausforderung an den behandelnden Schlafmediziner dar. Unzählige Therapieversuche wurden angewandt, um eine höhere Nutzungsdauer zu erzielen. Zusammengefasst ergibt die aktuelle Cochrane-Analyse von 2011 vergleichbare Ergebnisse wie die Analyse von 2005. Beide Studien zeigten, dass letztendlich der Mensch (Arzt oder schlafmedizinisch ausgebildete Schwester) die wichtigsten Stellgrößen sind. Intensive Zuwendung bereits im Krankenhaus, begleitet durch Erklärung der Erkrankung, deren Folgen und die Therapiemöglichkeiten, Integration des Partners plus Informationsmaterial (schriftlich, Video Tape) sind wichtige Hilfsmittel zur Förderung der Langzeitcompliance. Hinzu kommt die Möglichkeit regelmäßiger Gesprächsführung in der Klinik und die Hausvisite von Patient und Partner durch Schwestern und/ oder Ärzte. Letztendlich ist es nicht die Maschine, sondern die Behandler (Somnologe, somnologisch ausgbildete Schwester), die die Langzeitcompliance entscheidend beeinflussen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. M. Orth
Medizinische Klinik III
Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
D-68165 Mannheim
Email: [email protected]
Lunge und Schlaf
Schlafbezogene Hypoventilationen bei COPD
Sleep-related hypoventilation in COPD
M. Orth, K. Rasche und M. Westhoff
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 387 - 396
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 10/2013, S. 387–396
Schlafbezogene Hypoventilationen bei COPD
M. Orth1, K. Rasche2 und M. Westhoff3
1Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, HELIOS Klinikum Wuppertal, 3 Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Lungenklinik Hemer
Schlafbezogene Hypoventilationen bei Patienten mit COPD gründen auf einer Vielzahl sowohl biochemischer als auch mechanischer Faktoren, die beim Übergang von Wach- zum Schlafstadium bzw. insbesondere im REM-Schlaf zum Tragen kommen. Hierbei seien insbesondere die schlafbezogenen Hypoventilationen genannt, die vor allem im REM-Schlaf auftreten und pathologische Sauerstoffentsättigungen sowie Anstiege des PaCO2 zur Folge haben. Die Auswirkungen dieser nächtlichen Blutgasveränderungen sind zum Teil noch nicht hinreichend analysiert (z.B. pathologische CO2-Anstiege im Schlaf) bzw. in ihren Auswirkungen auf Hochdruckentstehung im kleinen Kreislauf oder gar Mortalität bei nächtlichen Hypoxämien widersprüchlich, was möglicherweise fehlende Schweregraddefinitionen (z.B. nächtl. PaCO2) oder unterschiedliche Schweregraddefinitionen (z.B. für nächtliche Sauerstoffentsättigungen) als Ursache hat. Hinzukommen sehr kurze Beobachtungszeiträume bei Fragestellungen um PAP-Entstehung bzw. Mortalität. Therapie der Wahl nach Ausschöpfung aller konservativen Methoden ist die Langzeitsauerstofftherapie bei überwiegend pathologischen Sauerstoffentsättigungen. Bei Hinweisen für eine Erschöpfung der Atmungspumpe sollte die nichtinvasive Beatmungstherapie zum Tragen kommen.
Erstpublikation in Somnologie. 2012; 16: 171-
176. DOI 10.1007/s11818-011-0538-5.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Maritta Orth
Medizinische Klinik III
Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
D-68165 Mannheim
Email: [email protected]
Lunge und Schlaf
Die idiopathische Lungenfibrose und Schlaf
Idiopathic pulmonary fibrosis during sleep
K. Rasche, M. Leidag und M. Orth
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 397 - 403
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 10/2013, S. 397–403
Die idiopathische Lungenfibrose und Schlaf
K. Rasche1, M. Leidag1 und M. Orth2
1Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke, Bergisches Lungenzentrum, Wuppertal, 2Medizinische Klinik III, Theresienkrankenhaus, Mannheim
Schlafstörungen sind bei idiopathischer Lungenfibrose (IPF) sehr häufig. Die Ursachen hierfür sind u. a. nächtlicher Husten, nächtliche Sauerstoffentsättigungen sowie ein auch im Schlaf gesteigerter Atmungsantrieb. Der Epworth Sleepiness Scale (ESS)- Score ist zur Erfassung der Tagesmüdigkeit allerdings bei IPF nicht geeignet, bessere Ergebnisse liefern der Functional Outcomes of Sleep Questionnaire (FOSQ) und die Fatigue Severity Scale (FSS). Die Schlafstörungen haben einen erheblichen Einfluss auf die allgemeine Lebensqualität der Patienten. Sauerstoffentsättigungen im Schlaf können durch die Lungenfunktion nicht sicher vorhergesagt werden, am ehesten gibt es eine engere Beziehung zum arteriellen Sauerstoff- Partialdruck (PaO2) im Wachzustand. Es gibt Hinweise für eine Mortalitätssteigerung und damit Prognoseverschlechterung bei Patienten mit häufigen nächtlichen Hypoxämien und zusätzlich bestehender pulmonaler Hypertonie. Allerdings existieren für die IPF bisher keine evidenzbasierten Empfehlungen für die Indikationsstellung zur Sauerstofftherapie und nicht-invasiven Beatmung im Schlaf. Obstruktive Schlafapnoen kommen bei IPF wahrscheinlich nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung vor. Eine Ausnahme stellen IPF-Patienten mit erhöhtem Body-Mass-Index (BMI) dar. Treten jedoch obstruktive Atemstillstände im Schlaf bei Vorliegen einer IPF auf, sind die hieraus resultierenden Sauerstoffentsättigungen deutlich stärker ausgeprägt als bei alleiniger Schlafapnoe. Die Therapie von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) bei IPF ist nur individuell durchzuführen. Bei Fehlen einer effektiven Therapiemöglichkeit der IPF erscheint jedoch die Optimierung der Schlaf- und Lebensqualität durch die Behandlung von Schlafstörungen ein wichtiges Ziel. Es sind allerdings weitere Studien, die den Effekt spezieller Behandlungsmethoden im Schlaf untersuchen, erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K. Rasche
Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
HELIOS Klinikum Wuppertal
Klinikum der Universität Witten/Herdecke
Bergisches Lungenzentrum
Heusnerstraße 40
D-42283 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlaf und Atmung bei Älteren
Editorial
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Login
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Jahrgang 40 p. 473 - 473
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 11/2014, S. 473
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Schlaf und Atmung bei Älteren
Physiologische Veränderungen von Atmung und Schlaf bei Älteren
Physiologic changes of breathing and sleep in the elderly
K. Rasche, M. Orth, C. Hader und M. Leidag
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 479 - 483
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 11/2014, S. 479–483
Physiologische Veränderungen von Atmung und Schlaf bei Älteren
K. Rasche1, M. Orth2, C. Hader3 und M. Leidag1
1Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Bergisches Lungenzentrum, Klinikum der Universität Witten/Herdecke, HELIOS Klinikum Wuppertal, 2Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 3AEROPRAX Wuppertal
Auf einer physiologischen Basis führen altersbedingte Veränderungen der Atmungsorgane, der Atmungsregulation und der Schlafarchitektur zu einer Zunahme schlafbezogener Atmungsstörungen im Alter. Die klinischen Konsequenzen hieraus sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Wahrscheinlich ist die klinische Bedeutung schlafbezogener Atmungsstörungen abhängig von der Begleitsymptomatik und den vorhandenen Komorbiditäten. In jedem Fall sollte dem behandelnden Arzt die „physiologische“ Instabilität von Atmung und Schlaf im Alter bekannt sein, um dieses in seinem diagnostischen und therapeutischen Vorgehen bei älteren Patienten berücksichtigen zu können.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K. Rasche
Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Bergisches Lungenzentrum
Klinikum der Universität Witten/Herdecke
HELIOS Klinikum Wuppertal
Heusnerstraße 40
D–42283 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlaf und Atmung bei Älteren
Störungen von Atmung und Schlaf bei älteren Menschen
Disturbances of sleep and ventilation in the elderly
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 484 - 491
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 11/2014, S. 484–491
Störungen von Atmung und Schlaf bei älteren Menschen
M. Orth1 und K. Rasche2
1Abteilung für Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Medizinische Klinik III, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke, Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Wuppertal
Bei älteren Menschen (über 60 Jahre) kommt es zum vermehrten Auftreten von Schlafstörungen. Hierfür verantwortlich sind sicherlich die sozialen Veränderungen im Alter, aber auch die physiologische körperliche und mentale Involution. Die bei älteren Menschen dominierenden Schlafstörungen sind die Insomnie, die Depression, das Restless-Legs-Syndrom, periodische Beinbewegungen, REM-Schlaf Verhaltensstörungen sowie die große Gruppe der schlafbezogenen Atmungsstörungen. Resultat dieser Erkrankungen, zu deren Kardinalmerkmalen zumeist die Ein- und Durchschlafstörungen sowie lange Wachzeiten gehören, sind ein deutlich erhöhter Gebrauch von Benzodiazepinen mit einem hohen Suchtpotential. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist bei den Behandlern eine erhöhte Sensibilität für diese Probleme erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Maritta Orth
Abteilung für Pneumologie, Pneumologische
Onkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Medizinische Klinik III
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstrasse 1
D-68165 Mannheim
Email: [email protected]
Schlaf und Atmung bei Älteren
Besonderheiten der Therapie von Schlaf- und Atmungsstörungen bei älteren Menschen im Schlaflabor
Special treatment of sleep and respiratory disorders in the elderly in the sleep laboratory
C. Hader, F. Artmann, M. Orth, M. Leidag und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 499 - 504
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 11/2014, S. 499–504
Besonderheiten der Therapie von Schlaf- und Atmungsstörungen bei älteren Menschen im Schlaflabor
C. Hader1, F. Artmann1, M. Orth2, M. Leidag3 und K. Rasche3
1AEROPRAX Wuppertal, Standort Barmen, Überörtliche Gemeinschaftspraxis für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Wuppertal, 2Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 3Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin,
Bergisches Lungenzentrum, HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke
Ältere Menschen leiden unter einer Vielzahl von Schlafstörungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen. Die Einschränkungen sind oft gravierender, die Symptome weniger eindeutig als bei Jüngeren. Die Therapie wird insbesondere durch Begleiterkrankungen und die vorbestehende Medikation erschwert. Daher sind individuelle Lösungen anstelle von vorgefertigten Konzepten erforderlich.Correspondence to:
Dr. med. C. Hader
Überörtliche Gemeinschaftspraxis für
Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin
Standort Barmen
Berliner Straße 43
D-42275 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlafbezogene Atmungsstörungen und Schwangerschaft
Editorial
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Login
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Jahrgang 42 p. 541 - 541
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 42, Nr. 11/2016, S. 541
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Schlafbezogene Atmungsstörungen und Schwangerschaft
Epidemiologie von Schnarchen und obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom bei Schwangeren
Epidemiology of snoring and obstructive sleep apnea in pregnancy
K. Rasche und M. Orth
Price
42.00 $
Jahrgang 42 p. 546 - 551
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 42, Nr. 11/2016, S. 546-551
Epidemiologie von Schnarchen und obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom bei Schwangeren
K. Rasche1 und M. Orth2
1Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Universität Witten/Herdecke, HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal, 2Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim
Schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS) in Form von Schnarchen oder obstruktiver Schlafapnoe (OSA) sind auch bei Frauen insbesondere nach der Menopause häufige Schlafstörungen. Aber auch prämenopausal tritt die OSA mit einer Häufigkeit von mehr als 2% auf. Einige während der Schwangerschaft auftretende physiologische Veränderungen sind prinzipiell in der Lage, das Auftreten von obstruktiven SBAS zu fördern. Gerade jüngere Frauen haben aber oft eine nicht SBAS-typische Symptomatik. Screening-Fragebögen auf SBAS sind für jüngere Frauen und somit auch in der Schwangerschaft daher weniger geeignet. Die Prävalenzangaben von SBAS bei Schwangeren sind unterschiedlich je nach Definition, Methode und Untersuchungskollektiv. Schnarchen und OSA sind aber bei gesunden normalgewichtigen Frauen zu Beginn der Schwangerschaft eher selten. Übergewicht und Alter sind die entscheidenden Risikofaktoren für das Auftreten von pathologischem Schnarchen und OSA zu Beginn der Schwangerschaft und für die Zunahme der Häufigkeit während der Schwangerschaft. Im 3. Trimenon muss mit einer Häufigkeit von SBAS von ca. 10 – 30% gerechnet werden. Diese Schwangerschaften sind als Risikoschwangerschaften einzuschätzen und haben wahrscheinlich einen negativen Effekt auf maternal-fetale Morbidität und Mortalität.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Kurt Rasche
Bergisches Lungenzentrum
Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal
Universität Witten/Herdecke
Heusnerstraße 40
42283 Wuppertal
Email: [email protected]
Schlafbezogene Atmungsstörungen und Schwangerschaft
Auswirkungen und Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms bei Schwangeren und Ungeborenen
Consequences and therapy of obstructive sleep apnea in pregnant women and the unborn
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 42 p. 555 - 560
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 42, Nr. 11/2016, S. 555-560
Auswirkungen und Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms bei Schwangeren und Ungeborenen
M. Orth1 und K. Rasche2
1Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Universität Witten/Herdecke, HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal
Die Koinzidenz von Schwangerschaft und obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) scheint im Hinblick auf Schwangerschaftskomplikationen sowohl für die Schwangere als auch das Ungeborene ein gesundheitliches Risiko darzustellen. Dieser potenziellen Koinzidenz müssen nicht nur Schlafmediziner, sondern auch insbesondere Gynäkologen zunehmend Beachtung schenken.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Maritta Orth
Medizinische Klinik III
Abteilung für Pneumologie, Pneumologische
Onkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Email: [email protected]
Gender-Aspekte in der Schlafmedizin
Editorial
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 43 (2017) p. 449 - 450
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 10/2017, S. 449-450
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Gender-Aspekte in der Schlafmedizin
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom: Geschlechtsspezifische Unterschiede?
OSAS: gender-specific differences?
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 456 - 468
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 10/2017, S. 456-468
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom: Geschlechtsspezifische Unterschiede?
M. Orth1 und K. Rasche2
1Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Universität Witten/Herdecke, HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal
Die Prävalenz des klinisch relevanten obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS) in der Allgemeinbevölkerung zwischen dem 30. und dem 60. Lebensjahr wurde erstmals 1993 ermittelt und betrug 2% bei Frauen und 4% bei Männern. Mittlerweile sind diese Prävalenzangaben überholt. Inzwischen leiden in den USA 13% der Männer und 6% der Frauen unter einem OSAS. Insbesondere mit zunehmendem Alter und nach Einsetzen der Menopause ist die OSAS-Häufigkeit bei beiden Geschlechtern vergleichbar. In den Schlaflaboren sind Frauen mit OSAS, gemessen an den Prävalenzdaten, unterrepräsentiert. Die vorliegende Übersicht analysiert die Gründe für die klinische Unterbzw. Fehleinschätzung der Relevanz des OSAS bei Frauen. Dass das Vorliegen eines OSAS bei Frauen häufig nicht erkannt wird, liegt insbesondere an der bei Frauen andersartigen OSAS-Symptomatik, bei der Einund Durchschlafstörungen sowie Depressionen im Vordergrund stehen. Frauen besitzen verschiedene Schutzfaktoren, die die Entstehung einer Atmungsstörung im Schlaf verhindern bzw. in das höhere Lebensalter und bis zum Einsetzen der Menopause protrahieren. Hierzu gehören Besonderheiten der kraniofazialen Morphologie und Funktion, die geschlechtsspezifische Körperfettverteilung sowie der positive Einfluss der weiblichen Sexualhormone auf die Atmungsstimulation und die Funktion der dilatierenden Muskulatur im Oropharynxbereich. Vonseiten der behandelnden Ärzte ist eine zunehmende Sensibilisierung für das OSAS bei Frauen und für deren Besonderheiten erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. Maritta Orth
Medizinische Klinik III
Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
68150 Mannheim
Email: [email protected]
Störungen der Sexualität bei Schlafstörungen
Editorial
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 44 (2018) p. 423 - 424
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 9/2018, S. 423-424
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Störungen der Sexualität bei Schlafstörungen
Sexualität bei obstruktivem Schlafapnoe- Syndrom
Sexuality in OSAS
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2018) p. 425 - 450
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 9/2018, S. 425-450
Sexualität bei obstruktivem Schlafapnoe- Syndrom
M. Orth1 und K. Rasche2
1Medizinische Klinik III, Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH, Mannheim, 2Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Universität Witten/Herdecke, HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sexuelle Gesundheit als einen Zustand des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens im Hinblick auf die Sexualität. Voraussetzungen sind ein positiver und respektvoller Umgang mit der Sexualität und mit sexuellen Beziehungen, ebenso wie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Begegnungen zu haben, frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Zahlreiche Erkrankungen, insbesondere auf dem internistischen Fachgebiet, haben Auswirkungen auf die Vita sexualis. Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen. Die Prävalenz der erektilen Dysfunktion steigt physiologischerweise mit dem Lebensalter. Bei Patienten mit OSAS beträgt das relative Risiko für eine erektile Dysfunktion bis 9,4, 95% CI 6,4 – 13,7. Noch höher ist das relative Risiko bei jungen Männern mit OSAS: OR 10,4, 95% CI 5,9 – 18,4. Verschiedene Faktoren werden ursächlich für das Auftreten einer erektilen Dysfunktion bei OSAS diskutiert. Hierzu gehören der Schweregrad des OSAS, Depressionen und Lebensqualität, hormonelle Einflüsse, die endotheliale Dysfunktion, Störungen bzw. Veränderungen des autonomen Nervensystems, der Zytokinstoffwechsel sowie das höhere Lebensalter. Verschiedene therapeutische Optionen zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Männern mit OSAS stehen zur Verfügung: Testosterongabe, kontinuierliche positive Drucktherapie (CPAP), PDE-5-Hemmer, chirurgische Maßnahmen am Oropharynx sowie Protrusionsschienen. Die Studienlage im Hinblick auf die genannten Therapiemethoden ist nicht einheitlich, insbesondere wenn es um die Besserung der erektilen Dysfunktion geht. Die Störungen der Sexualität bei OSAS sind jedoch kein ausschließlich männliches Problem, vielmehr leiden auch Frauen mit OSAS unter Störungen der Vita sexualis und benötigen genauso wie Männer eine adäquate Behandlung. Auf der Basis der epidemiologischen Daten zum Thema OSAS und Störungen der sexuellen Gesundheit sollten nicht nur Schlafmediziner bzw. Somnologen, sondern auch andere Fachdisziplinen wie zum Beispiel Urologen oder Andrologen das OSAS in ihr differenzialdiagnostisches und -therapeutisches Management bei Störungen der Vita sexualis integrieren.
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Maritta Orth
Innere Medizin III
Pneumologie, Pneumologische Onkologie,
Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
und
Prof. Dr. med. Kurt Rasche
Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Universität Witten/Herdecke
Heusnerstraße 40
42283 Wuppertal
Email: [email protected] und [email protected]
Schichtarbeit: Konsequenzen zu Land und im Flugverkehr
Editorial
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 45 (2019) p. 473 - 474
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 10/2019, S. 473–474
Editorial
M. Orth und K. Rasche
Schichtarbeit: Konsequenzen zu Land und im Flugverkehr
Schichtarbeit im Gesundheitswesen: Auswirkungen für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten
Shift work in health-care system: consequences for nurses, doctors, and patients
M. Orth und K. Rasche
Price
42.00 $
Jahrgang 45 (2019) p. 491 - 502
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 10/2019, S. 491-502
Schichtarbeit im Gesundheitswesen: Auswirkungen für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten
M. Orth1 und K. Rasche2
1Medizinische Klinik III, Klinik für Pneumologie, Pneumologische Onkologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Theresienkrankenhaus und St. Hedwig Klinik, Mannheim, 2Bergisches Lungenzentrum, Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, Universität Witten/Herdecke, HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal
Schichtarbeit kann zu negativen Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit führen. Hierzu gehören die Unterbrechung biologischer Rhythmen, Schlafstörungen, Gesundheitsstörungen, Leistungseinbußen im Arbeitsleben, vermehrte Unzufriedenheit im Beruf sowie die soziale Isolation. Schichtarbeit und die mit ihr einhergehenden Konsequenzen sind von besonderer Bedeutung in Hochrisikoberufen, wie z.B. im Gesundheitswesen. Dies betrifft vor allem Krankenschwestern und Ärzte und nicht zuletzt die Patienten. Krankenschwestern im Schichtdienst klagen vermehrt über Einschränkungen der Schlafqualität, Schlafstörungen wie Insomnie und exzessive Tagesschläfrigkeit. Besonders betroffen sind die sog. Hochrisikobereiche, wie z.B. Intensivmedizin, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie und Chirurgie. Eingeschränkte Aufmerksamkeit kann zu verheerenden Fehlern führen, zu denen u.a. Eigenverletzungen und eine erhöhte Unfallneigung im Straßenverkehr sowie Fehler am Patienten, z.B. bei der Verabreichung von Medikamenten, zählen. Krankenschwestern weisen ein erhöhtes Risiko für Depressionen und ein „burnout“ auf. Bei Ärzten nehmen bereits im ersten Ausbildungsjahr die Schlafdauer und Schlafqualität signifikant ab, und es kommt zu vermehrter exzessiver Tagesschläfrigkeit. Schichtarbeit bei Ärzten erhöht das Risiko für Eigenverletzungen (Nadelstiche, Fremdblutkontakt), Verkehrsunfälle, Depressionen und ein „burnout“. Was die Konsequenzen von Schichtarbeit für den Patienten insbesondere die erfolgreiche Behandlung betrifft, ist die Studienlage arbiträr. Sie variieren zwischen keinen Unterschieden im Hinblick auf Komplikationen und Mortalität zwischen Nacht- oder Tagoperationen bei explorativen Laparotomien. Demgegenüber zeigen andere Studien signifikant häufigere Komplikationen, wie Hypotonien. Daneben sind die Sepsisraten und die Mortalität bei Operationen in der Nacht signifikant erhöht. Nicht zuletzt beeinflusst Schichtarbeit die Ausbildung junger Ärzte, insbesondere in der Traumatologie. Aufgrund des Schichtdienstes ist die Teilnahme an elektiven Operationen um 13% reduziert. In Traumazentren kommt es zu einer Reduktion der Teilnahme an elektiven Eingriffen von 15 – 30%. Somit hat Schichtarbeit einen signifikanten Einfluss auf die Ausbildung der jungen Ärzte.Correspondence to:
Prof. Dr. med. M. Orth
Medizinische Klinik III
Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH
Bassermannstraße 1
68165 Mannheim
Email: [email protected]
OSAS: Fahrtauglichkeit und Begutachtung
Editorial
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M. Orth und K. Rasche
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Jahrgang 46 (2020) p. 595 - 595
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 10/2020, S. 595
Editorial
M. Orth und K. Rasche