Positionspapier
Vorgehen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
T. Werfel, T. Fuchs, I. Reese, S. Erdmann, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 33 - 41
Abstract
T. Werfel, T. Fuchs, I. Reese, S. Erdmann, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe,
Positionspapier der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
In dem vorliegenden Positionspapier der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der DGAI werden verschiedene Vorgehensweisen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem) diskutiert. Das Problem ist klinisch relevant, da viele Patienten vermuten, daß allergische Reaktionen gegen Nahrungsmittel Ekzeme auslösen oder verschlechtern können. Die Kunst besteht darin, die Patienten, die tatsächlich von einer Eliminationsdiät profitieren, zu identifizieren und gleichzeitig zu verhindern, daß zu häufig unnötige Diäten mit der Gefahr der Fehlernährung und der zusätzlichen emotionalen Belastung durchgeführt werden. Als Goldstandard in der Diagnostik nahrungsmittelabhängiger Reaktionen gilt die plazebokontrollierte, doppelblinde orale Provokation, da spezifisches IgE, Prick-Tests und anamnestische Angaben häufig nicht mit der Klinik korrelieren. Dieses gilt insbesondere für verzögert einsetzende Ekzemreaktionen. Das Instrument der diagnostischen Eliminationsdiät sollte vor einer oralen Provokation genutzt werden. Bei multiplen Sensibilisierungen besteht die Möglichkeit einer zeitlich befristeten oligoallergenen Basisdiät und anschließendem stufenweisen Kostaufbau. Bei gezieltem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte die orale Provokation nach ebenso gezielter Eliminationsdiät durchgeführt werden. Aufgrund der sich zum Teil langsam entwickelnden Ekzemverschlechterungen wird empfohlen, eine repetitive Testung durchzuführen, wenn es am ersten Tag der oralen Provokation nicht zu einer klinischen Reaktion gekommen ist. Im Positionspapier werden verschiedene klinische Konstellationen diskutiert, die ein differenziertes Vorgehen bei Patienten mit atopischer Dermatitis ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Leitlinien
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
Food allergies by immunologic crossreactions
M. Henzgen, S. Vieths, I. Reese, S. Erdmann, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 177 - 190
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 5/2005, S. 177-190
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
M. Henzgen1, S. Vieths2, I. Reese3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, L. Jäger6, J. Kleine-Tebbe7, U. Lepp8, B. Niggemann9, J. Saloga10, I. Vieluf11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Klinik für Innere Medizin I, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 3Ernährungspraxis, Schwerpunkt Allergologie, München, 4Hautklinik, Universität Aachen, 5Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen
Grundlage für die Mehrzahl IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter sind kreuzreagierende Allergene. Ähnliche Molekülstrukturen in Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen bedingen die Bildung kreuzreagierender IgE-Antikörper. Damit wird infolge der Sensibilisierung gegen ein Kreuzallergen, meist primär ein Inhalationsallergen, ein ganzes Spektrum an Sensibilisierungen ausgelöst, und bereits der Erstkontakt mit dem Nahrungsmittel kann eine anaphylaktische Reaktion provozieren. Die größte Bedeutung haben pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien, wobei die baumpollenassoziierten Allergien am besten untersucht sind. Für die klinische Praxis reicht es nicht aus, mittels immunologischer Tests eine Kreuzreaktion nachzuweisen, sondern es muß zwischen einer Sensibilisierung ohne klinische Relevanz und einer klinischen Manifestation der Allergie unterschieden werden, weswegen bei unklarer Anamnese die Durchführung oraler Provokationstests notwendig wird. Daß baumpollenassoziierte Nahrungsmittelallergien durch die spezifische Immuntherapie mit Baumpollen eine Besserung erfahren können, zeigen einige offene Studien an Baumpollenallergikern. Wenigstens 50% dieser Patienten mit zusätzlichen Symptomen auf Nahrungsmittel beobachteten unter der Immuntherapie neben einer Besserung der polleninduzierten Beschwerden auch einen positiven Einfluß auf die Nahrungsmittelallergie. Allerdings stehen plazebokontrollierte Studien aus. Angesichts der Zunahme der Pollenallergien, der Verschiebung des Sensibilisierungsspektrums und einer Änderung unserer Eßgewohnheiten muß mit neuen, bisher unbekannten Kreuzreaktionen gerechnet werden.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Henzgen
Pneumologie und Allergologie
Klinik für Innere Medizin I
Klinkum der Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Leitlinien
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergien
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
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42.00 $
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Jahrgang 29 p. 370 - 380
Abstract
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Autorengruppe der AG Nahrungsmittelallergie der DGAKI
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Niggemann
Klinik für Pädiatrie m. S.
Pneumologie und Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: [email protected]
Stellungnahme
Neue Deklarationspflicht für Nahrungsmittelallergene in Lebensmitteln
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
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42.00 $
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Jahrgang 29 p. 403 - 409
Abstract
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Nahrungsmittelallergie I
Hauttestungen mit Nahrungsmittelallergenen
M. Henzgen, B.K. Ballmer-Weber, S. Erdmann, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 274 - 280
Abstract
M. Henzgen1, B.K. Ballmer-Weber2, S. Erdmann3, T. Fuchs4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Zentrum für Klinische Forschung, Universität Zürich, 3Bergisch-Gladbach, 4Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Herz-Lungenpraxis, Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 8Poliklinik, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 9Ernährungsberatung, München, 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 13Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologigie, Medizinische Hochschule Hannover
enen
Hauttestungen haben einen zentralen Stellenwert in der Abklärung von Sensibilisierungen bei Nahrungsmittelallergien. Insbesondere der Prick-Test stellt eine Routinemethode dar. Allerdings komplizieren instabile Allergene und das Fehlen standardisierter Extrakte das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie. Deswegen ist man nach wie vor auf einen Prick-zu-Prick-Test mit nativen Lebensmitteln angewiesen. Indikationen und Kontraindikationen für eine Hauttestung mit Nahrungsmittelallergenen unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen Allergien. Vorsicht ist bei Zustand nach schwerer anaphylaktischer Reaktion und bei bekannter hoher allergener Potenz der Nahrungsmittel geboten.Correspondence to:
PD Dr. med. Margot Henzgen
Klinik für Innere Medizin I
Pneumologie und Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Vorgehen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
T. Werfel, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 333 - 342
Abstract
T. Werfel1, S. Erdmann2, T. Fuchs3, M. Henzgen4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, M. Worm12 und T. Zuberbier12
1Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 2Bergisch-Gladbach, 3Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 4Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 8Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 9München; 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
In der vorliegenden Leitlinie der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der DGAKI und des ÄDA werden verschiedene Vorgehensweisen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem) diskutiert. Das Problem ist klinisch relevant, da viele Patienten vermuten, dass allergische Reaktionen gegen Nahrungsmittel Ekzeme auslösen oder verschlechtern können. Die Kunst besteht darin, die Patienten, die tatsächlich von einer Eliminationsdiät profitieren, zu identifizieren und gleichzeitig zu verhindern, dass zu häufig unnötige Diäten mit der Gefahr der Fehlernährung und der zusätzlichen emotionalen Belastung durchgeführt werden. Als Goldstandard in der Diagnostik nahrungsmittelabhängiger Reaktionen gilt die plazebokontrollierte, doppelblinde orale Provokation, da spezifisches IgE, Pricktests und anamnestische Angaben häufig nicht mit der Klinik korrelieren. Dies gilt insbesondere für verzögert einsetzende Ekzemreaktionen. Das Instrument der diagnostischen Eliminationsdiät sollte vor einer oralen Provokation genutzt werden. Bei multiplen Sensibilisierungen besteht die Möglichkeit einer zeitlich befristeten oligoallergenen Basisdiät und eines anschließenden stufenweisen Kostaufbaus. Bei gezieltem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte die orale Provokation nach ebenso gezielter Eliminationsdiät durchgeführt werden. Aufgrund der sich zum Teil langsam entwickelnden Ekzemverschlechterungen wird empfohlen, zumindest am Tag nach der Provokation die Haut zu untersuchen und ggf. eine repetitive Testung durchzuführen, wenn es am ersten Tag der oralen Provokation nicht zu einer klinischen Reaktion gekommen ist. In der Leitlinie werden verschiedene klinische Konstellationen diskutiert, die ein differenziertes Vorgehen bei Patienten mit atopischer Dermatitis ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel; Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Ricklinger Straße 5, D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Allergien durch tierische Lebewesen I
Nagetiere als Allergenquelle
M. Henzgen und U. Reuter
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 383 - 388
Abstract
M. Henzgen und U. Reuter
Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Nagetiere spielen als Allergenquelle eine nicht zu unterschätzende Rolle, insbesondere weil sich eine Vielzahl von Unterarten hinter dieser Gruppe von Säugetieren verbirgt; wobei der Mensch sowohl beruflichen als auch häuslichen Kontakt haben kann. Die verantwortlichen Allergene haben ihren Ursprung in Fell, Speichel, Urin und Schuppen aus dem Fell. Wenige und z.T. widersprüchliche Daten über Sensibilisierungen mit Nagetierallergenen veranlassten uns zu eigenen klinischen und labortechnischen Untersuchungen zur Meerschweinchenallergie. 9% unserer Patienten mit Verdacht auf Inhalationsallergie waren auf Meerschweinchen sensibilisiert und 6,3% hatten eine manifeste Allergie. Dabei war der Anteil der Patienten mit Asthma bronchiale deutlich höher als bei anderen Allergien. Zwei Hauptallergene (Cav p 1, Cav p 2) konnten isoliert und charakterisiert werden. Sie gehören beide in die Gruppe der Lipocaline. Damit waren die Grundlagen zur Allergenstandardisierung und weiterführenden Untersuchungen von Stäuben auf Meerschweinchenallergene geschaffen.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. M. Henzgen; Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Erlanger Allee 101, D-07740 Jena
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnostisches Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudoallergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe
I. Reese, T. Zuberbier, B. Bunselmeyer, S. Erdmann, M. Henzgen, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, J. Saloga, S. Vieths und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 514 - 523
Abstract
I. Reese1, T. Zuberbier2, B. Bunselmeyer3, S. Erdmann4, M. Henzgen5, T. Fuchs6, L. Jäger7, J. Kleine-Tebbe8, U. Lepp9, B. Niggemann10, M. Raithel11, J. Saloga12, S. Vieths13 und T. Werfel14
1Ernährungsberatung und -therapie, München, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinisches Zentrum für innovative Dermatologie, Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 4Praxis für Dermatologie, Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Pneumologie, ISpezifische Immuntherapie (SCIT) mit rekombinanten Allergenenmmunologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Jena, 8Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 9Herz-Lungen-Praxis, Stade, 10Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 11Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 12Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 13Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 14Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Die chronische Urtikaria, das rezidivierende Angioödem und das nicht allergische Asthma werden mit pseudoallergischen Reaktionen auf Nahrungsmittelinhaltsstoffe in Verbindung gebracht. Für die atopische Dermatitis und Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (GIT) ist dieser Zusammenhang umstritten. Pseudoallergische Reaktionen werden durch Zusatzstoffe, aber auch durch natürliche Nahrungsmittelinhaltsstoffe ausgelöst. Ein veränderter Histaminmetabolismus ist möglicherweise mit dem Krankheitsbild der Pseudoallergie assoziiert. Eine akute Urtikaria bzw. eine kurze Episode von Angioödemen stellen keine Indikation für ein aufwendiges diagnostisches Vorgehen dar. Nach ergebnisloser Basisdiagnostik bei chronischer Urtikaria kann die Durchführung einer pseudoallergenarmen Diät erwogen werden. Haut- und Bluttests stellen bei pseudoallergischen Pathomechanismen keine objektiven diagnostischen Parameter dar. Unter pseudoallergenarmer Diät sollte eine Dokumentation des Schweregrades erfolgen. Eine orale Provokation mit Zusatzstoffen führt nur in Einzelfällen zu reproduzierbaren Symptomen. Deshalb wird nach positivem Verlauf der pseudoallergenarmen Diät eine pseudoallergenreiche “Supermahlzeit” exponiert. Nach positiver Reaktion auf die “Supermahlzeit” erfolgt die Provokation mit Zusatzstoffen in der Regel als Sammelexposition. Bei vorbekanntem Asthma bronchiale oder bei anaphylaktoiden Reaktionen ist allerdings eine Testung der Einzelsubstanzen mit “einschleichender” Dosierung erforderlich. Der Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit kann über eine Exposition mit Histamindihydrochlorid erhärtet werden. Für Expositionen bei Symptomen im Bereich der Atemwege sollten inhalative Provokationen erwogen werden. Die Objektivierung der Symptome ist gerade bei Erkrankungen im Bereich des GIT erforderlich und sollte möglichst über eine DBPCFC erfolgen.Correspondence to:
Dr. Imke Reese; Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, Ansprengerstraße 19, D-80803 München
Email: [email protected]
Leitlinie
In-vitro-Diagnostik und molekulare Grundlagen von IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien
J. Kleine-Tebbe, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, I. Huttegger, U. Jappe, L. Jäger, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, Z. Szépfalusi, S. Vieths, M. Worm, T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 177 - 194
Abstract
J. Kleine-Tebbe1, B. Ballmer-Weber2, K. Beyer3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, M. Henzgen6, I. Huttegger7, U. Jappe8, L. Jäger9, U. Lepp10, B. Niggemann11, M. Raithel12, I. Reese13, J. Saloga14, Z. Szépfalusi15, S. Vieths8, M. Worm16, T. Zuberbier16
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz, 3Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 4Praxis für Dermatologie Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 6Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut Langen, 9Jena, 10Herz-Lungen-Praxis Stade, 11Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 12Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 13Ernährungsberatung München, 14Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 15Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 16Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 17Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Wichtigstes Instrument zur In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittelallergien ist die spezifische IgE-Bestimmung, deren Varianten (einzelne Allergenquellen oder -mischungen, Paneltests, Einzelallergene) sich erheblich in ihrer diagnostischen Wertigkeit unterscheiden. Hohe IgE-Werte gegen Hühnerei, Kuhmilch, Erdnuss oder Fisch sind mit erhöhtem Risiko für klinische Reaktionen assoziiert, erlauben aber selten den Verzicht auf eine orale Provokation. Zelluläre Methoden mit basophilen Leukozyten zum indirekten Nachweis IgE-vermittelter Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel sind nur in Einzelfällen sinnvoll. Bestimmte Molekülfamilien (z.B. Bet-v-1-Homologe, Lipidtransferproteine und Profiline) enthalten Allergene ähnlicher Sequenz und Struktur, deren gemeinsame IgE-Bindungsstellen die Grundlage der Kreuzreaktionen darstellen. Kreuzreaktive Kohlenhydratepitope (CCD), häufig pflanzlichen Ursprungs, können ebenfalls IgE binden, das selten klinisch relevant ist. Allergenquellen pflanzlicher (z.B. Nüsse, Früchte, Gemüse) und tierischer Herkunft (Kuhmilch, Hühnerei, Fisch) werden als Extrakte zur Diagnostik eingesetzt, sofern es ihre Qualität erlaubt. Die IgE-Diagnostik mit Einzelallergenen gestattet eine molekülspezifische Diagnostik, deren Bedeutung je nach Allergenquelle und klinischer Charakterisierung der Einzelallergene variiert. Indikationen zur IgE-Diagnostik bestehen bei begründetem Verdacht einer Nahrungsmittelallergie und fehlender Aussage nach Anamnese und Hauttest, bei Sensibilisierung auf hauttestungeeignete Nahrungsmittel, bei bedrohlicher Reaktion auf Nahrungsmittel, bei Bedingungen, die Hauttests bzw. deren Auswertung nicht zulassen, und im Kindesalter. Die Interpretation hat potentiell falsche Resultate durch unzureichende Reagenzienqualität oder Laborfehler und klinisch irrelevante Ergebnisse durch stark erhöhtes Gesamt-IgE, zu hohe Nachweisempfindlichkeit oder kreuzreagierende Allergene (Interpretationsfehler) zu berücksichtigen. Positive Testergebnisse entsprechen allergenspezifischen Sensibilisierungen, die nur bei korrespondierenden Symptomen relevant sind. Untauglich zur Diagnostik von Nahrungsmittelallergien sind Bioresonanz, Kinesiologie, Elektroakupunktur, zytotoxischer Lebensmitteltest (Methoden ohne Aussagekraft und/oder Überprüfung), Lymphozytentransformationstest, nahrungsmittelspezifisches IgG und IgG4 (Methoden mit unzulässiger Interpretation).Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen
Guidelines for bronchial provocation tests with allergens
E. Gonsior†, M. Henzgen, R.A. Jörres, R.F. Kroidl, R. Merget, F.-W. Rifflmann und G. Wallenstein
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 216 - 223
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 4/2002, S. 216–223
Leitlinie für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen
E. Gonsior†1, M. Henzgen2, R.A. Jörres3, R.F. Kroidl4, R. Merget5, F.-W. Rifflmann6 und G. Wallenstein7
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, 1Abteilung für Innere Medizin, Klinik Kurhessen, Bad Sooden-Allendorf, 2Pneumologie und Allergologie/Immunologie der Klinik für Innere Medizin IV, FSU Jena, 3Krankenhaus Großhansdorf, 4Stade, 5Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin, Bochum, 6Abteilung Allergologie, Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, Schmallenberg, 7Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin
In Überarbeitung der 1984 erstmals veröffentlichten Leitlinien für die Durchführung von bronchialen Provokationen [28] und nach kürzlicher Erstellung von Leitlinien für Provokationstests mit pharmakologischen Substanzen [4] werden im Folgenden aktualisierte Leitlinien für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen vorgestellt. Diese wurden durch Auswertung der verfügbaren Literatur in mehreren Expertentreffen formuliert. Neben präzisen Aussagen zu Indikationen, Kontraindikationen und Sicherheitsmaßnahmen werden drei Untersuchungsprotokolle, deren Evidenz als gesichert angesehen wird, detailliert beschrieben.Correspondence to:
PD Dr. med. Margot Henzgen
Funktionsbereich Pneumologie und Allergologie
Klinik für Innere Medizin IV
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Kurzvorträge
XVIII. Jenaer Colloquium Allergologicum: Tagung der Regionalgruppe Thüringens des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Thüringen der Pneumologen e.V. – Jena, 27. April 2002
Vorsitzende: Prof. Dr. Dr. C. Kroegel, PD Dr. M. Henzgen und Prof. Dr. P. Elsner, Jena
Price
42.00 $
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Jahrgang 25 p. 224 - 237
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 4/2002, S. 224
XVIII. Jenaer Colloquium Allergologicum: Tagung der Regionalgruppe Thüringens des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Thüringen der Pneumologen e.V. – Jena, 27. April 2002
Vorsitzende: Prof. Dr. Dr. C. Kroegel, PD Dr. M. Henzgen und Prof. Dr. P. Elsner, Jena
Leitlinien
Leitlinie für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen
Guidelines for bronchial provocation tests with allergens
E. Gonsior†, M. Henzgen, R.A. Jörres, R.F. Kroidl, R. Merget, F.-W. Rifflmann und G. Wallenstein
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 388 - 397
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 7/2002, S. 388–397
Leitlinie für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen
E. Gonsior†1, M. Henzgen2, R.A. Jörres3, R.F. Kroidl4, R. Merget5, F.-W. Rifflmann6 und G. Wallenstein7
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, 1Abteilung für Innere Medizin, Klinik Kurhessen, Bad Sooden-Allendorf, 2Pneumologie und Allergologie/Immunologie der Klinik für Innere Medizin IV, FSU Jena, 3Krankenhaus Großhansdorf, 4Stade, 5Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin, Bochum, 6Abteilung Allergologie, Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, Schmallenberg, 7Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin
In Überarbeitung der 1984 erstmals veröffentlichten Leitlinien für die Durchführung von bronchialen Provokationen [28] und nach kürzlicher Erstellung von Leitlinien für Provokationstests mit pharmakologischen Substanzen [4] werden im Folgenden aktualisierte Leitlinien für die Durchführung bronchialer Provokationstests mit Allergenen vorgestellt. Diese wurden durch Auswertung der verfügbaren Literatur in mehreren Expertentreffen formuliert. Neben präzisen Aussagen zu Indikationen, Kontraindikationen und Sicherheitsmaßnahmen werden drei Untersuchungsprotokolle, deren Evidenz als gesichert angesehen wird, detailliert beschrieben.Correspondence to:
PD Dr. med. Margot Henzgen
Funktionsbereich Pneumologie und Allergologie
Klinik für Innere Medizin IV
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Positionspapier
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
Therapeutic intervention in IgE-mediated food allergy
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
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42.00 $
Jahrgang 25 p. 585 - 590
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 585–590
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Medizinische Klinik Borstel, Borstel
Nach eindeutigem Nachweis einer Nahrungsmittelallergie, möglichst mittels doppelblind und plazebokontrolliert durchgeführter oraler Provokation, stellt sich die Frage der therapeutischen Möglichkeiten. Die Karenz ist die einzige Intervention, deren Effekt geprüft ist. Der Patient muß ausführliche Diätpläne mit Meidungsstrategien und Hinweisen zu sinnvollem Ersatz der Ernährung erhalten und eingehend beraten werden. Die Karenz muß im Fall von Allergenen, die potentiell schwere anaphylaktische Reaktionen auslösen können, mit Notfallmedikamenten (schnell absorbierbares orales Antihistaminikum, Glukokortikosteroid, Adrenalin) kombiniert werden. Eine Reexposition erscheint nur unter ärztlicher Aufsicht nach 1 – 2 Jahren gerechtfertigt. Die bei anderen allergischen Erkrankungen kausal wirkende Therapie der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) stellt bei der Nahrungsmittelallergie die Ausnahme dar. Bei der baumpollenassoziierten Nahrungsmittelallergie kann den Patienten in Aussicht gestellt werden, daß sich nach Hyposensibilisierung mit einem Baumpollenextrakt auch die Reaktion auf die Nahrungsmittel bessert. Die subkutane Hyposensibilisierung mit Nahrungsmittelextrakten ist dagegen ausschließlich wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten. Eine orale Toleranzinduktion mit nativen Nahrungsmitteln kommt nur in Einzelfällen und bei nicht sicher meidbaren Nahrungsmitteln in Frage. Haben Patienten vorwiegend gastrointestinale Beschwerden, kann eine zeitlich begrenzte Therapie mit Cromoglykat versucht werden. Bei leichten Symptomen empfiehlt sich zur symptomorientierten Therapie ein modernes, nicht sedierendes, schnell wirksames Antihistaminikum. Abzulehnen sind “alternative Therapieformen” wie Rotationskost oder sogenannte “bioenergetische Verfahren” wie Elektroakupunktur nach Voll oder Bioresonanz.Correspondence to:
Dr. med. Ute S. Lepp
Medizinische Klinik Borstel
Parkallee 35
D-23845 Borstel
Leitlinie
Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin
Approach for suspected intolerance for oral histamine
I. Reese, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S. Erdmann, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, L. Klimek, U. Lepp, M. Henzgen, B. Niggemann, J. Saloga, C. Schäfer, T. Werfel, T. Zuberbier und M. Worm
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Jahrgang 35 p. 335 - 342
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 7/2012, S. 335–342
Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin
I. Reese1, B. Ballmer-Weber2, K. Beyer3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, J. Kleine-Tebbe6, L. Klimek7, U. Lepp8, M. Henzgen9, B. Niggemann10, J. Saloga11, C. Schäfer12, T. Werfel13, T. Zuberbier14 und M. Worm14
1Ernährungstherapie, München, 2Allergiestation, Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz, 3Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité-Universitätsmedizin – Campus Virchow- Klinikum, Berlin, 4Praxis für Dermatologie, Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen, 6Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 7Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 8Herz-Lungen-Praxis, Stade, 9Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Jena, 10Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Berlin Westend, 11Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Johannes- Gutenberg-Universität, Mainz, 12Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 14Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Member of GA2LEN
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Allergie-Centrum-Charité
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Originalarbeit
Immunparameter der Apfelallergie unter Hyposensibilisierung mit Birkenpollen
Immunological parameters of apple allergy during hyposensitisation with birch pollen
M. Henzgen, O. Rudeschko, G. Schlenvoigt, D. Herrmann und E. Frank
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 655 - 664
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 11/1999, S. 655-664
Immunparameter der Apfelallergie unter Hyposensibilisierung mit Birkenpollen
M. Henzgen1, O. Rudeschko1, G. Schlenvoigt1, D. Herrmann1 und E. Frank2
1 Institut für Klinische Immunologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 2Allergopharma Joachim Ganzer KG, Reinbek bei Hamburg
Hyposensibilisierung mit Birkenpollen im Rahmen einer Therapiestudie wurde bei 15 Birkenpollenallergikern mit assoziierter Apfelallergie über zwei Jahre präsaisonal eine Immuntherapie mit einem Birkenpollenextrakt durchgeführt und nach Veränderungen immunologischer Parameter gesucht, die die positive Beeinflussung der Apfelunverträglichkeit in 60% der Fälle bei einer Besserungsrate der Pollinosis von 87% erklären. Die Ergebnisse der Immunoblothemmung bestätigten die Bedeutung von Bet v 1 der Birke und Mal d des Apfels als kreuzreagierende Epitope und als Grundlage für den Therapieeffekt auf die Nahrungsmittelreaktion durch Baumpollen. Mittels Verlaufskontrolle von quantitativem Hauttest, spezifischem IgE-Nachweis gegen Birken- und Apfelallergene sowie gegen die rekombinanten Allergene Bet v und Bet v 2 konnte der klinische Effekt nicht interpretiert werden. Correspondence to:
Dr. med. Margot Henzgen
Institut für Klinische Immunologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Erlanger Allee 101
07740 Jena
Original
Mangoallergie als Ausdruck einer Kreuzreaktion?
Mango allergy - a sign of cross-reaction?
M. Henzgen, O. Rudeschko, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 21 (1998) p. 338 - 343
Abstract
Allergologie, Jahrgang 21, Nr. 7/1998, S. 338-343
Mangoallergie als Ausdruck einer Kreuzreaktion?
M. Henzgen, O. Rudeschko, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Institut für Klinische Immunologie, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Sechs Fälle einer Mangoallergie wurden hinsichtlich ihres klinischen Erscheinungsbildes und der immunologischen Befunde, wie Hauttest. RAST bzw. CAP, Immunoblot und Immunoblothemmung, analysiert. Allen gemeinsam war eine Sensibilisierung gegen Beifußpollen und ein positiver Prick-Prick-Test mit frischer Mango. Der spezifische IgE-Nachweis mittels RAST bzw. CAP auf Mango gelang lediglich im Serum einer Patientin. Nur in diesem Fall konnte auch eine IgE-Bindung an das 15-kD-Protein (Profilin) nachgewiesen werden. Bei einer anderen Patientin stellten sich im Immunoblot Banden bei ca. 45 und 94 kD dar. die nur durch Mango selbst gehemmt wurden. Da auch unabhängig vom Antikörpernachweis gegen Profilin im Immunoblot schwere allergische Erscheinungen beobachtet wurden, sollte man die klinische Bedeutung dieses Proteins nicht überbewerten. Als Ergebnis der Untersuchung kann von einer Beifußpollen-assoziicrten Mangoallergie gesprochen werden. Wegen der z.T. sehr instabilen Allergene ist gegenwärtig nur eine unvollständige Charakterisierung der kreuzreagierenden Strukturen möglich.Correspondence to:
Dr. med. Margot Henzgen
Institut für Klinische Immunologie, Klinikum der Friedrich -Schiller-Universität, Erlanger Allee 101, 07740 Jena
Originalarbeit
Feigenallergie. Kreuzreaktionen zu Ficus benjamina und Versuch der Allergencharakterisierung
Fig allergy - cross-rcactivities to Ficus benjamina and attempt for the characterization of allergens
B. Mock, O. Rudeschko, M. Henzgen, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 21 (1998) p. 588 - 592
Abstract
Allergologie. Jahrgang 21, Nr. 12/1998, S. 588-592
Feigenallergie. Kreuzreaktionen zu Ficus benjamina und Versuch der Allergencharakterisierung
B. Mock, O. Rudeschko, M. Henzgen, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Institut für Klinische Immunologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Wir beschreiben eine 53jährige, nicht-atopische, weibliche Patientin, bei der es wenige Minuten nach Genuss einer Trockenfe ige zu rhinokonjunktivalen Beschwerden und Bronchialobtruktion kam. Eine perenniale Rhinokonjunktivitis bestand bereits über ein Jahr, sie hatte sowohl zu Hause als auch im Büro Kontakt zu Ficus benjamina (Fb). Die Prick-Testung war positiv für Feige und Fb, spezifi sches IgE gegen beide Allergene nachweisbar. Die Proteinuntersuchung (SOS-PAGE) zeigte für Feigen- und Ficusextrakt gemeinsame Banden bei 12, 15 und 28 kD. Das Allergen ist thermolabil und auch durch Behandlung mit SDS-haltigem Puffer (reduzierend oder nichtreduzierend) geht die allergene Wirkung verloren. Die RAST-Inhibi tion zeigt eine vollständige Hemmung des spezifischen IgE gegen Feige durch Ficusextrakt, jedoch nur 50 - 55% Hemmung des spezifischen Ficus-lgE durch Feigenextrakt. In der Immunoblot-Inhibition ist ebenfalls eine Kreuzreaktion zwischen Feige und Ficus nachweisbar, nicht jedoch zu Birken-. Beifuß- und Phleumpollen sowie Bel v 2,Correspondence to:
Dr. med. Bellina Mock
Institut für Klinische Immunologie
Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
07740 Jena
Originalarbeit
Kreuzreaktivität von Sellerie-und Apfelallergenen
Cross-reactivity of celery and apple allergens
O. Rudeschko, B. Fahlbusch, M. Henzgen, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 361 - 366
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 8/1996, S. 361-366
Kreuzreaktivität von Sellerie-und Apfelallergenen
O. Rudeschko, B. Fahlbusch, M. Henzgen, G. Schlenvoigt und L. Jäger
Institut für Klinische Immunologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Es wurde die Kreuzreaktivität von Sellerie- und Apfelallergenen mittels RAST, Immunoblot, ELISA- und Immunoblotinhibition untersucht. Fünf Sellerie-, 8 Apfel- und 3 Sellerie-/Apfelallergiker mit zusätzlicher Birkenpollen- oder Beifußpollenallergie zeigten in Hauttests und RAST positive Reaktionen auf die jeweils klinisch relevanten Pollen- oder Nahrungsmittelallergene. Bei 11 Patienten war eine Sensibilisierung auf bestimmte Allergene ohne klinisches Substrat nachweisbar. Das gemeinsame Auftreten von IgE-Antikörpern gegen Sellerie und Apfel wurde bei 15 von 16 Patientenseren durch RAST nachgewiesen. Im Immunoblot wurde mit Kaninchen-anti-Bet v1 bei Sellerie und Apfel ein Bet v1-verwandtes Protein bei 18 kD und mit anti-rekombinantem Birkenpollenprofilin Profilin bei 15 kD detektiert. Das IgE aller Sellerieallergiker band an das 15 kD- oder 18 kD-Apfelallergen, das IgE von 7 der 8 Apfelallergiker an das 18 kD- oder an das 15 kD- und das 18 kD-Sellerieallergen. Bei den ELISA- und Immunoblotinhibitionen zeigte Apfel ein stärkeres Inhibitionsvermögen für Sellerie als umgekehrt. Möglicherweise besitzt das 18 kD-Allergen von Sellerie weniger IgE-bindende Epitope als das entsprechende Apfelallergen. Infolge der Kreuzreaktivität der IgE-Antikörper gegen die Sellerie- und Apfelallergene kann auch mit einem gemeinsamen Vorkommen von Allergien gegen diese Nahrungsmittel gerechnet werden. Die hohen RAST-Werte, die positiven Hautteste und die IgE-Bindung im Blot könnten auf ein erhöhtes Risiko für eine Manifestation einer Apfel- und Sellerieallergie hinweisen.Correspondence to:
O. Rudeschko, Am Johannisfriedhof 3, D–07740 Jena
Original
Der Einfluß der Hyposensibilisierung bei Baumpollenallergie auf assoziierte Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Teil 1*
Effect of tree pollen hyposensitization on associated food allergy
M. Henzgen, Edda Frank und D. Herrmann
Price
42.00 $
Jahrgang 17 (1994) p. 50 - 54
Abstract
Allergologie, Jahrgang 17, Nr. 2/1994, S. 50-54
Der Einfluß der Hyposensibilisierung bei Baumpollenallergie auf assoziierte Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Teil 1*
M. Henzgen1, Edda Frank2 und D. Herrmann1
1Institut für Klinische Immunologie (Direktor: Prof Dr. L. Jäger), Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2AllIergopharma Joachim Ganzer KG, Reinbek bei Hamburg
24 Baumpollenallergiker wurden im Rahmen einer dreijährigen Therapiestudie, die im 1. Jahr als Doppelblinduntersuchung konzipiert war, mit einem Depotallergen Novo-Helisen (Birken-, Hasel- und Erlenpollen) hyposensibilisiert. 16 dieser Patienten gaben zusätzlich eine Frischobst- und Nussallergie an, wobei diese sich bei 4 erst im Laufe des Untersuchungszeitraumes entwickelte. Die Besserung der Beschwerden durch Baumpollen war erwartet gut. Durch 2 bzw. 3 Behandlungsserien konnte bei 9 (56%) die Nahrungsmittelallergie gebessert werden. Änderungen von Hauttestreaktionen und spezifischen IgE-Nachweis sowohl gegen Birkenpollen und Apfelallergen werden in Abhängigkeit vom Therapieeffekt untersucht.Correspondence to:
Dr. med. M. Henzgen, Bachstraße 18, D-07740 Jena
Thema des Monats
Nahrungsmittelallergie bei Frühblüherpollinosis und deren Beeinflussung mittels Hyposensibilisierung
Food hypersensitivity in patients with tree pollen allergy and the influence of hyposensitization
M. Henzgen, G. Schlenvoigt, C. Diener und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 14 (1991) p. 90 - 94
Abstract
Allergologie, Jahrgang 14, Nr. 3/1991, S. 90-94
Nahrungsmittelallergie bei Frühblüherpollinosis und deren Beeinflussung mittels Hyposensibilisierung
M. Henzgen, G. Schlenvoigt, C. Diener und L. Jäger
Institut für Klinische Immunologie (Direktor: Prof. Dr. L. Jäger), Friedrich-Schiller-Universität, Jena
40 Patienten mit einer Frühblüherpollinosis, davon 31 mit einer zusätzlichen Unverträglichkeit von Frischobst, Gemüse und Nüssen, wurden im Rahmen einer multizentrischen Studie über 3 Jahre präsaisonal mit einem Birkenpollenextrakt bzw. einem Mischextrakt aus Hasel-, Erlen-, Hainbuchen- und Eichenpollen hyposensibilisiert. Neben der Besserung der Pollensymptome konnte bei 53% der Patienten unabhängig vom verwendeten Extrakt eine positive Beeinflussung der Reaktion auf Nahrungsmittel erreicht werden. Hinsichtlich Alter, Geschlecht, Krankheitsdauer, Schwere des klinischen Bildes sowie der Bestimmung von spezifischem IgE und IgG4 ließen sich die Pollinotiker mit und ohne Nahrungsmittelallergie nicht unterscheiden. Lediglich eine häufig stärkere Erythemgröße beim Prick-Test mit Birkenpollenextrakt korrelierte mit dem Nachweis einer Nahrungsmittelreaktion.Correspondence to:
Dr. med. M. Henzgen, Bachstraße 18, 6900Jena