Lettter to the Editor
Levocetirizine in patients with chronic idiopathic urticaria: results of a multicenter clinical practice study
O. Pfaar, H. Wrede, C. Barth, I. Hansen and L. Klimek
Price
42.00 $
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Volume 44 p. 191 - 192
Abstract
O. Pfaar, H. Wrede, C. Barth, I. Hansen and L. Klimek
Originalarbeit
Natürlicher Verlauf von eosinophilem kationischem Protein im Nasensekret von Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis
Nat u ral course of eosinophil cationic pro tein in na sal se cre tions of pa tients with seasonal allergic rhinitis
B. Kremer, R. Mösges und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 135 - 141
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 4/2003, S. 135–141
Natürlicher Verlauf von eosinophilem kationischem Protein im Nasensekret von Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis
B. Kremer1, R. Mösges2 und L. Klimek3
1Abteilung Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinik Maastricht, 2Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Lehrgebiet Medizinische Informatik, Universität zu Köln, 3Institut für Rhinologie un
Eosinophile Granulozyten setzen bei ihrer Aktivierung während der späten Phase der allergischen Reaktion unter anderem eosinophiles kationisches Protein (ECP) frei. ECP ist fast ausschließlich in eosinophilen Granulozyten enthalten und es konnte gezeigt werden, daß seine Konzentration im Nasensekret mit der Schwere der eosinophilen Schleimhautentzündung korreliert. Messungen der ECP-Konzentration im Nasensekret zum Zwecke der Therapiekontrolle sind aber schwierig zu interpretieren, da über den Verlauf der ECP-Konzentration im Nasensekret unter natürlicher Pollenexposition wenig bekannt ist. Diese Wissenslücke sollte mit der vorgestellten Studie geschlossen werden. Zu diesem Zweck wurden 179 unbehandelte Patienten mit einer Pollenallergie vor, während und nach (111 Patienten) der Pollensaison untersucht. Die ECP-Konzentration im Nasensekret stieg während der Saison kontinuierlich an und erreichte nach 2 Wochen signifikant erhöhte Werte. Auch im weiteren Verlauf der Saison nahm die ECP-Konzentration kontinuierlich und signifikant zu. Im Gegensatz hierzu stiegen die Symptomscores innerhalb von drei Tagen signifikant, ohne jedoch im weiteren Verlauf noch mehr zuzunehmen. Die Ergebnisse unserer Studie weisen darauf hin, daß Messungen der ECP-Konzentration im Nasensekret im Gegensatz zu Symptomscores die späte Phase der allergischen Reaktion erfassen. Sie ergänzen Untersuchungen, aufgrund derer das ECP im Nasensekret für die Verlaufs- und Therapiekontrolle bei saisonaler allergischer Rhinitis empfohlen wird, durch Daten zum natürlichen Verlauf des ECP.Correspondence to:
Dr. med. B. Kremer
Abteilung Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinik Maastricht
P. Debyelaan 25
Postbus 5800
NL-6202 AZ Maastricht
Leitlinie
Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis
C. Bachert, U. Borchard, B. Wedi, L. Klimek, G. Rasp, H. Riechelmann, G. Schultze-Werninghaus, U. Wahn und J. Ring
Price
42.00 $
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Jahrgang 26 p. 147 - 162
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 4/2003, S. 147–162
Leitlinie der DGAI zur allergischen Rhinokonjunktivitis
C. Bachert, U. Borchard, B. Wedi, L. Klimek, G. Rasp, H. Riechelmann, G. Schultze-Werninghaus, U. Wahn und J. Ring
Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
HNO-Universitätsklinik Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Positionspapier
Empfehlungen zur praktischen Durchführung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (Hyposensibilisierung)
J. Sennekamp, T. Fuchs, B. Hornung, W. Kersten, L. Klimek
Price
42.00 $
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Jahrgang 26 p. 212 - 219
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 5/2003, S. 212–219
Empfehlungen zur praktischen Durchführung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (Hyposensibilisierung)
J. Sennekamp, T. Fuchs, B. Hornung, W. Kersten, L. Klimek,
Correspondence to:
Prof. Dr. J. Sennekamp
Weberstraße 118
D-53113 Bonn
Übersichten
Schlaf und Schläfrigkeit bei allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, O. Pfaar, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 165 - 170
Abstract
B.A. Stuck1, O. Pfaar1,2, K. Hörmann1 und L. Klimek1,2
1Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Neben den klassischen Symptomen der allergischen Rhinitis treten die damit assoziierten sekundären Symptome in jüngster Zeit zunehmend in das Zentrum des Interesses. Hierbei spielen vor allem die Aspekte Müdigkeit (fatigue) und Schläfrigkeit (sleepiness) eine besondere Rolle. Häufig werden diese Störungen auf eine Beeinträchtigung des Nachtschlafs zurückgeführt, auch wenn sich der entsprechende Nachweis schwierig gestaltet und bis dato nicht überzeugend gelungen bzw. der Zusammenhang fragwürdig ist. Zu den subjektiven Aspekten Müdigkeit und Schläfrigkeit konnten zunehmend valide Daten gesammelt werden. Systematische objektive Untersuchungen, namentlich zu den objektiven Einflüssen auf den Nachtschlaf der Betroffenen, sind bis heute jedoch die Ausnahme geblieben. Die Auswertung der verfügbaren Literatur macht deutlich, dass die allergische Rhinitis zumindest in epidemiologischen Studien als Risikofaktor für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen und vor allen Dingen bei Kindern gelten kann. In entsprechenden klinischen Studien konnte darüber hinaus auch deutlich gemacht werden, dass mit dem Einsetzen der Pollenflugsaison bei der saisonalen allergischen Rhinitis eine signifikante Zunahme der Tagesschläfrigkeit verbunden ist, die sich auch mit standardisierten Instrumenten nachweisen lässt. Eine antiallergische Therapie, vornehmlich mit topischen Steroiden, führt auch bei Patienten mit perennialer allergischer Rhinitis zu einer Verbesserung der subjektiven Einschätzung der Schlafqualität und der Tagesbefindlichkeit. Im Gegensatz hierzu konnten klinisch relevante Veränderungen bzw. Verschlechterungen objektiver Schlafparameter insbesondere in jüngeren, methodisch belastbareren Studien nicht nachgewiesen werden. Eine allergische Rhinitis alleine ist daher offenbar nicht in der Lage, eine manifeste, klinisch relevante schlafbezogene Atmungsstörung bei ansonsten gesunden Allergikern auszulösen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klini
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68167 Mannheim
Email: [email protected]
Übersicht
In-vitro-Testverfahren bei Analgetikaintoleranz
R. Dollner, L. Klimek, O. Pfaar, B.A. Stuck und K. Hörmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 240 - 248
Abstract
R. Dollner1,2, L. Klimek1, O. Pfaar1,2, B.A. Stuck2 und K. Hörmann2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
Das Krankheitsbild der Analgetikaintoleranz (AIT) wird heute als eine fortschreitende, nichtallergische Überempfindlichkeitsreaktion verstanden, die auf einer pathognomonischen Dysbalance des Arachidonsäurestoffwechsels basiert. Durch die Einnahme von COX-1-Inhibitoren exazerbiert die Erkrankung und es kommt aufgrund der überschießenden Leukotrienproduktion und der reduzierten Gegenregulation durch Prostaglandin E2 zu den typischen asthmatischen und anaphylaktoiden Akutreaktionen. Bislang gilt der Provokationstest als der Goldstandard in der Diagnostik der AIT. Allerdings ist ein solches Vorgehen aufgrund der möglichen Komplikationen Zentren mit intensivmedizinischem Hintergrund vorbehalten. In Kenntnis der pathophysiologischen Vorgänge wurden daher seit den 90er Jahren In-vitro-Testverfahren als mögliche Alternativen zu der Provokationstestung entwickelt. Die Verfahren lassen sich in Mediatorfreisetzungstests, durchflusszytometrische Verfahren und Hybridverfahren bzw. Methodenkombinationen einteilen. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt die Testrationale und die aktuelle diagnostische Wertigkeit der verfügbaren Verfahren gegenüber und gibt damit einen kritischen Überblick über den heutigen Stand der anspruchsvollen In-vitro-Diagnostik der Analgetikaintoleranz.Correspondence to:
PD Dr. med. R. Dollner
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeiten
Tagesschläfrigkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
Daytime sleepiness in seasonal allergic rhinitis
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 45 - 48
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 2/2004, S. 45–48
Tagesschläfrigkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
Neben den klassischen allergischen Symptomen beklagen Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis häufig eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Zunahme von Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tage. Diese Veränderungen werden häufig mit einer möglichen Beeinträchtigung des Nachtschlafs in Verbindung gebracht, wurden bis dato jedoch nicht systematisch anhand von validierten Fragebögen evaluiert. Ziel der Studie war es daher, den Einfluß der saisonalen allergischen Rhinitis auf die Tagesschläfrigkeit anhand eines validierten Fragebogens zu untersuchen. 25 Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis wurden 25 gesunden Kontrollen in einem prospektiven kontrollierten Studiendesign gegenübergestellt. Allergische Symptome und die Tagesschläfrigkeit wurden vor und während der Pollenflugsaison 2002 anhand von Fragebögen evaluiert (Symptomfragebogen und Epworth Sleepiness Scale) und eine Einteilung des Schweregrades der Rhinitis vorgenommen. Die Tagesschläfrigkeit erhöhte sich mit Einsetzen der saisonalen Beschwerden in der Allergikergruppe während die Werte in der Kontrollgruppe unverändert blieben. Dies ergab signifikante Gruppenunterschiede für die Tagesschläfrigkeit. Die Veränderung der Scorewerte zeigten sich vornehmlich in den beiden Untergruppen mittelgradige und schwergradige allergische Rhinitis. Die saisonale allergische Rhinitis führt neben den klassischen Beschwerden auch zu einer erhöhten Tagesschläfrigkeit während der Pollensaison. Das Ausmaß der Schläfrigkeit steigt mit der Schwere der allergischen Rhinitis.Correspondence to:
Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik
D-68135 Mannheim
Email: [email protected]
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
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42.00 $
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Originalarbeit
Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale: Sicherheit der Initialtherapie mit Novo-Helisen Depot
I. Hansen, K. Hörmann, L. Klimek, J. Kettner und A. Narkus
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 477 - 483
Abstract
I. Hansen1,2, K. Hörmann1, L. Klimek1,2, J. Kettner3 und A. Narkus3
1HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 3Allergopharma Joachim Ganzer KG, Reinbek
Hintergrund: Neben der Allergenkarenz ist die Hyposensibilisierungstherapie oder spezifische Immuntherapie (SIT) die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis. Bei der klassischen SIT wird ein Allergenextrakt repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan injiziert. Es existieren unterschiedliche Therapieschemata für die subkutane SIT. Bei der Cluster-Therapie werden hierzu zwei bis drei Injektionen je Behandlungstag in wöchentlichen Abständen verabreicht. Patienten: In einer Untersuchung von 46 Patienten (17 Frauen, 29 Männer) im Alter von 11 – 71 Jahren (Altersdurchschnitt: 40,7 ± 13 Jahre) wurden auftretende Nebenwirkungen bei Anwendung des Cluster-Therapieschemas mit Novo-Helisen Depot (Allergopharma, Reinbek) in der Dosissteigerungsphase erhoben. Mit zwei verschiedenen Extrakten wurden vier Patienten behandelt, so daß insgesamt 50 Therapien beurteilt wurden; 19 Patienten (41%) litten an Asthma bronchiale. Ergebnisse: Es wurden 34 Behandlungen mit Milben-, acht Behandlungen mit Gräser/Getreide- und acht Behandlungen mit Baumpollenpräparaten mit insgesamt 744 Injektionen durchgeführt. Die Gesamtzahl der übersteigerten Lokalreaktionen (³ Grad 1, entsprechend (³ 5 cm) betrug n = 23 bzw. 3,1% aller Injektionen. Hiervon waren 22 (3,0%) Sofortphasenreaktionen und eine (0,1%) eine Spätphasenreaktion. Von allen übersteigerten Lokalreaktionen waren 22 (3,0%) Grad-1-Reaktionen (5 – 8 cm) und 1 (0,1%) eine Grad-2-Reaktion (8 – 12 cm). Grad-3- und Grad-4-Reaktionen traten nicht auf. Nur eine systemische Reaktion entsprechend 0,1% aller Injektionen ist beobachtet worden. Es handelte sich um eine Spätphasenreaktion Stadium 1 (Urtikaria). Systemische Reaktionen entsprechend den Stadien 2, 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Es bestanden keine Alters- oder Geschlechtsabhängigkeiten hinsichtlich des Auftretens übersteigerter Lokalreaktionen und/oder systemischer Reaktionen (alle p > 0,05). Schlußfolgerungen: Art und Anzahl der unerwünschten Reaktionen bei der Cluster-SIT mit Novo-Helisen Depot zeigen eine sehr gute Verträglichkeit und entsprechen dem bei anderen Schemata üblichen Rahmen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
Schöne Aussicht 38
D-65193 Wiesbaden
Email: [email protected]
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Serie: Praxis der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie
Die allergische Rhinitis: Besonderheiten von Diagnostik und Therapie im Kindes- und Jugendalter
L. Klimek und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 194 - 204
Abstract
L. Klimek und O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Die allergische Rhinitis (AR) ist mit einer Lebenszeitprävalenz von ca. 24% die häufigste Immunkrankheit und eine der häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Sie beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter, und weiterhin besteht eine Tendenz zu ansteigenden Prävalenzzahlen, weshalb die Diagnostik und Therapie in dieser Altersgruppe von besonderer Bedeutung sind. Die AR hat Auswirkungen auf das Sozialleben, die schulische Leistungsfähigkeit und zum Teil auch auf die geistige und körperliche Entwicklung der kleinen Patienten. Sie wird zudem durch eine hohe Komorbidität gekennzeichnet, die sich als Konjunktivitis, Asthma, Nahrungsmittelallergie, atopische Dermatitis, Sinusitis und anderes äußern kann. So ist z.B. das Risiko, unter einem Asthma zu leiden, bei Kindern mit allergischer Rhinitis ca. 4-mal höher als bei Gleichaltrigen. In der medikamentösen Therapie werden alpha-Sympathomimetika, Anticholinergika, Solelösungen und andere Nasenspülungen, topische und systemische Antihistaminika, topische Glukokortikosteroide, und Leukotrienrezeptorantagonisten nach einem Stufenschema eingesetzt. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ist neben der Allergenkarenz die einzige kausale Therapie der allergischen Rhinitis und sollte möglichst früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden. Ihre Wirksamkeit ist bei subkutaner Applikation sehr gut belegt. Neben dem therapeutischen Aspekt ist bei der Indikationsstellung auch der präventive Aspekt einer spezifischen Immuntherapie zur Vermeidung von Neusensibilisierungen und der Entwicklung eines Asthma bronchiale zu beachten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeiten
Adaptive Desaktivierung bei ASS-intoleranten Patienten mit Polyposis nasi et sinuum – Möglichkeiten eines neuen Therapieprinzips mit intravenöser Applikation
O. Pfaar, M. Spielhaupter, H. Wrede, C. Barth, D. Schäfer, B.A. Stuck, R. Mösges, H. Hanschmann, K. Hecksteden, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 322 - 331
Abstract
O. Pfaar1,2, M. Spielhaupter1,2, H. Wrede1,2, C. Barth1,2, D. Schäfer2, B.A. Stuck2, R. Mösges3, H. Hanschmann1,4, K. Hecksteden5, K. Hörmann2 und L. Klimek1,2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 3IMSIE, Universität zu Köln, 4Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, Universität Marburg, 5HNO-Universitätsklinik, Fr
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Acetylsalizylsäure (ASS-Intoleranz) und andere nichtsteroidale Antiphlogistika sind in Kombination mit einer Polyposis nasi und einem Asthma bronchiale unter dem Begriff Samter-Trias (Morbus Samter, Morbus Widal) bekannt. Die adaptive Desaktivierung ist die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit ASS-Intoleranz. Derzeit wird diese Therapie üblicherweise mit oraler Applikation von ASS repetitiv in aufsteigender Dosierung eingeleitet. Dies ist die erste Studie, die einen intravenösen Applikationsweg im Rahmen der initialen Dosissteigerungsphase bei der adaptiven Desaktivierung untersucht. In dieser prospektiven, offenen Studie wurden die Durchführbarkeit sowie die Sicherheitsaspekte einer intravenösen Applikation von Lysin-ASS im Rahmen der Dosissteigerung bei adaptiver Desaktivierung herausgearbeitet. Bei 36 Patienten mit ASS-Intoleranz (20 Frauen, 16 Männer) im Alter von 20 – 64 Jahren (Altersdurchschnitt 34,3 ± 6,9 Jahre) wurden hierzu die während der Dosissteigerungsphase auftretenden Nebenwirkungen analysiert. Die Gesamtzahl der systemischen Reaktionen betrug n = 27 entsprechend 6,6% aller Therapiedosierungen. Hiervon waren 20 (74%) Sofortphasenreaktionen, 6 (22%) Spätphasenreaktionen und 1 (4%) sowohl eine Sofort- als auch Spätphasenreaktion. Von allen systemischen Reaktionen entsprachen 81% einer Allgemeinreaktion ersten Grades und 19% einer Allgemeinreaktion zweiten Grades. Reaktionen entsprechend Grad 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Zusammenfassend konnte die vorliegende Studie demonstrieren, daß die intravenöse Desaktivierung mit Lysin-ASS in der initialen Dosissteigerungsphase unter stationären Bedingungen möglich ist. Unserer Erfahrung nach unterscheidet sich die Nebenwirkungsrate nicht von der oralen Aufdosierung. Einen wichtigen Vorteil sehen wir in der Möglichkeit der sofortigen Unterbrechung der intravenösen Allergenzufuhr bei den ersten Zeichen von Nebenwirkungen. Bezüglich der optimalen Dosierung dieses Vorgehens und des direkten Vergleichs mit der peroralen Dosissteigerung sind weitere Studien mit einer größeren Fallzahl geplant.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Übersicht
Die Pathophysiologie des Nies- und Juckreizes bei der allergischen Rhinitis
O. Pfaar, T. Hummel und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 500 - 506
Abstract
O. Pfaar1, T. Hummel2 und L. Klimek1
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden,2HNO-Universitätsklinik, Dresden
Zu den Kardinalsymptomen der Rhinitis allergica zählen neben der nasalen Obstruktion und der Rhinorrhoe vor allem die den allergischen Patienten oftmals sehr belastenden Symptome Juckreiz und Niesreiz. In der Pathophysiologie spielt eine zentrale Aktivierung des Nervensystems eine wichtige Rolle. Bei der Entstehung von Nies- und Juckreiz hat vor allem die Aktivierung des trigeminalen Systems entscheidenden Anteil. Die afferenten, trigeminalen Nervenfasern setzen sich im wesentlichen zusammen aus markhaltigen Ad-Fasern und aus dünnen, nicht myelinisierten C-Fasern und haben ihren Ursprung in sogenannten polymodalen Nozizeptoren. Darüber hinaus zeigen verschiedene tierexperimentelle Studien, dass trigeminale sensorische Schmerzafferenzen auch in lokale Entzündungsreaktionen involviert sind, von diesen aktiviert werden und diese modulieren können (Konzept der “neurogenen Entzündung”). So können von trigeminalen Nervenfasern, und vor allem von den unmyelinisierten C-Fasern, neben der afferenten Auslösung von Juckreiz und Niesreiz auch antidrom-retrograd Neuropeptide wie Substanz P oder “calcitonin gene-related peptide” liberiert werden, welche ihrerseits die allergische Entzündungskaskade beeinflussen können. Die vorliegende Arbeit beschreibt die (Mikro-)Anatomie und die Innervation der Nase unter normalen Bedingungen und gibt hiernach einen systematischen Überblick über die Auslösung von Niesreiz und Juckreiz durch trigeminale Aktivierung. Ferner wird die mögliche Beeinflussung des lokalen Entzündungsprozesses durch diese trigeminale Aktivierung über Freisetzung von Neuropeptiden wie Substanz P und “calcitonin gene-related peptide” herausgearbeitet.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Laudatio
Professor Dr. Thomas Fuchs 60 Jahre
L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 453 - 453
Abstract
L. Klimek
Thomas Fuchs wurde am 21. September 1947 in Göttingen geboren und studierte Humanmedizin in München und Göttingen. Er absolvierte eine breit gefächerte Ausbildung. Von 1976 bis 1983 arbeitete er an der Universitäts-Hautklinik und der Neurochirurgischen Universitätsklinik in Göttingen, der Inneren Abteilung des Kreiskrankenhauses Northeim und der Allergieabteilung der Städtischen Kliniken Stuttgart-Bad Cannstatt. Bereits im Jahre 1978 promovierte er und wurde 1983 Oberarzt an der Universitäts-Hautklinik in Göttingen. An dieser Klinik wurde er zum Leiter des Funktionsbereichs Allergologie berufen und 1998 zum außerplanmäßigen Professor für Dermatologie und Venerologie an der Universität Göttingen ernannt.
Thomas Fuchs ist die Allergologie quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater Erich Fuchs gilt als einer der Begründer der modernen Allergologie in Deutschland – und Thomas Fuchs prägte in den vergangenen Jahrzehnten die Allergologie nicht minder. In seinen wissenschaftlichen Publikationen befasste er sich mit Allergien auf Insektengifte, Medikamente und Naturlatex sowie mit Kontaktallergien. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die spezifische Immuntherapie und die Berufsdermatologie. Als Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) gab er von 2000 bis 2004 die Richtung vor für die heutige gute Zusammenarbeit aller allergologischen Gesellschaften in Deutschland. Auch in der Fort- und Weiterbildung ist Thomas Fuchs engagiert. Im Jahre 1998 richtete er eine sehr erfolgreiche ÄDA-Jahrestagung in Göttingen aus und unter seiner Leitung entwickelte sich die Interdisziplinäre Allergologische Wintertagung in Göttingen zu einer der bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Allergologie.
Thomas Fuchs ist als Wissenschaftler und Kollege eine herausragende Persönlichkeit. Ich hoffe sehr, dass uns sein umfassendes Fachwissen, seine wertvollen Diskussionsbeiträge und die Freude, mit ihm über Sachfragen zu diskutieren, noch lange Jahre erhalten bleiben. Auch die Schriftleitung der Fachzeitschrift "Allergologie" und der Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle gratulieren Herrn Professor Fuchs herzlich zu seinem 60. Geburtstag.
Prof. Dr. med. Ludger Klimek, Wiesbaden
Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 469 - 486
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Originalarbeit
Wirksamkeit und Verträglichkeit moderner Antihistaminika in der Therapie allergischer Erkrankungen nachfolgend auf eine Anwendung generischer Antihistaminika
L. Klimek, M. Spielhaupter, I. Hansen, W. Wehrmann und C. Bachert
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 41 - 47
Abstract
L. Klimek1,2, M. Spielhaupter1,2, I. Hansen1,2, W. Wehrmann3 und C. Bachert4
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik, Mannheim, 3Dermatologische Praxis, Münster, 4HNO-Universitätsklinik, Ghent, Belgien
In einer prospektiven Praxisstudie dokumentierten Allergologen und allergologisch tätige Fachärzte die Therapieverläufe von 1.243 Patienten, die aufgrund allergischer Erkrankungen mit oralen Antihistaminika behandelt wurden. Ziel der Untersuchung war eine Erfassung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von verschreibungspflichtigen Antihistaminika der 3. Generation bei Patienten, die durch eine Behandlung mit rezeptfreien und als Generikum verfügbaren Antihistaminika der 2. Generation nicht ausreichend versorgt waren. Die Patienten waren im Durchschnitt 38,4 Jahre alt, der Frauenanteil lag bei 56%. Bei 30% der Patienten wurde die Diagnose einer intermittierenden Rhinoconjunctivitis allergica, bei 57% einer persistierenden Rhinoconjunctivitis allergica gestellt. Bei 15% der Patienten wurden (gegebenenfalls zusätzlich) andere allergische Erkrankungen der Atemwege diagnostiziert und eine chronische Urtikaria lag bei 16% der Patienten vor. Von der Umstellung auf ein Antihistaminikum der 3. Generation profitierten mit 64% bei Vorliegen einer intermittierenden und 53% bei Vorliegen einer persistierenden Rhinoconjunctivitis vor allem diejenigen Patienten, bei denen eine starke bis sehr starke nasale Obstruktion vorlag. Von den Patienten mit chronischer Urtikaria erzielten vor allem diejenigen Patienten eine Verbesserung der Symptomatik nach Umstellung auf ein Antihistaminikum der 3. Generation, die unter starkem bis sehr starkem Juckreiz litten. Die Verträglichkeit des Antihistaminikums wurde als gut oder sehr gut bewertet von 84% der Generika-Anwender und von 96% der Patienten, die ein Präparat der 3. Generation erhielten. Die Prävalenz unerwünschter Ereignisse betrug 5,4% unter den Generika und 1,7% unter Antihistaminika der 3. Generation. Diese Praxisstudie belegt, dass Patienten mit allergischen Erkrankungen von der Umstellung von einem generischen auf ein modernes Antihistaminikum der 3. Generation profitieren können – sowohl hinsichtlich einer besseren Wirksamkeit und Verträglichkeit als auch einer besseren Patientenaufklärung durch den verschreibenden Arzt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Leitlinien
Notfälle in der Allergologie: Akuttherapie der Anaphylaxie
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 71 - 76
Abstract
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Anaphylaktische Reaktionen gehören zu den schwersten und häufig dramatischen Ereignissen in der Allergologie. Zur Akutbehandlung der Anaphylaxie sind nationale und internationale Leitlinien unabdingbar. Auf Vorstandsbeschluss der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe “Anaphylaxie” gebildet, die den Auftrag erhielt, eine Leitlinie zu erstellen, die inzwischen veröffentlicht worden ist. Die Therapiemaßnahmen anaphylaktischer Reaktionen richten sich nach der Anamnese (z.B. auslösendes Agens und zeitlicher Verlauf) und dem klinischen Befund (Erscheinungsbild und Schweregrad). Ein Algorithmus zur Behandlung der Anaphylaxie in Abhängigkeit vom Schweregrad wurde erstellt (Abb. 1) [1]. Die sofortige Beendigung der Zufuhr des mutmaßlichen Auslösers ist die erste Maßnahme. Zu den Basistherapiemaßnahmen bei Anaphylaxie zählen geeignete Lagerung (flach, Trendelenburg) und das Anlegen eines venösen Zuganges. Ein Programm zur “Anaphylaxie-Schulung” für Betroffene und Angehörige wird von der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) erarbeitet. Bei manifesten kardiovaskulären oder pulmonalen Reaktionen empfiehlt sich die Applikation von Sauerstoff. In der spezifischen medikamentösen Therapie haben sich Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin), Volumengabe (Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmittel), Antihistaminika und Glukokortikoide bewährt. In der Behandlung der Anaphylaxie im Kindesalter sind die besonderen Dosierungen zu berücksichtigen. Bei Atem- oder Kreislaufstillstand muss die sofortige und sachgemäße Reanimation entsprechend den interdisziplinären Empfehlungen der Bundesärztekammer eingeleitet werden. Jeder Patient, der eine Anaphylaxie erlitten hat, muss über die wesentlichen Verhaltensmaßregeln aufgeklärt werden, die zu Prophylaxe und Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen geeignet sind. Zur Selbstmedikation erhält der Patient ein “Notfallset”. Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen beinhaltet ein “Notfallset” zur Selbstmedikation Adrenalin als Autoinjektor (siehe oben), bei zu erwartenden respiratorischen Symptomen zusätzlich ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren, ferner ein Glukokortikosteroid und ein H1-Antihistaminikum.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Editorial
Die allergische Rhinitis und ihre Bedeutung für das Asthma: Eine BEstandsaufnahme aus deutscher Sicht
C. Bachert, T. Zuberbier, L. Klimek, N. Khaltaev und J. Bousquet
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Jahrgang 31 p. 159 - 164
Abstract
C. Bachert, T. Zuberbier, L. Klimek, N. Khaltaev und J. Bousquet
Kommentar
Die allergische Rhinitis und ihre Bedeutung für das Asthma: Update (ARIA 2008). Eine Bestandsaufnahme aus deutscher Sicht
C. Bachert, T. Zuberbier, L. Klimek, N. Khaltaev und J. Bousquet
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Jahrgang 34 p. 235 - 240
Abstract
C. Bachert, T. Zuberbier, L. Klimek, N. Khaltaev und J. Bousquet