Trainingstherapie bei chronisch obstruktiven Atemwegs- erkrankungen
Training der Atemmuskulatur bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
K.H. Rühle und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 533 - 538
Abstract
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
In den letzten Jahren wurde außer dem Training der Extremitätenmuskulatur vermehrt die Trainierbarkeit der Atemmuskulatur untersucht. Es konnte gezeigt werden, daß bei COPD durch Training der Atemmuskulatur eine Leistungsverbesserung und eine Abnahme der Dyspnoe erreicht werden kann. In dieser Übersicht werden die Meßmethoden zur Analyse der Kraft und Ausdauer sowie die verschiedene Formen des Atemmuskeltrainings (inspiratorisches Muskeltraining (IMT), exspiratorisches Muskeltraining (EMT), und respiratorisches Muskeltraining (RMT)) vorgestellt. Früher bestand das Atemmuskeltraining in der Atmung gegen einen Widerstand. Heute kann das Training mit Geräten, bei denen Druck oder der Fluß genau definiert sind, sehr viel besser dosiert werden. Ein weiteres Trainingsverfahren arbeitet mit erhöhter Atemfrequenz und erhöhtem Atemzugvolumen und einem Rückatmungsbeutel, so daß Hypokapnien vermieden werden und eine ausreichende Trainingslast (Atemarbeit) erreicht wird. Die Tests zum Nachweis des Trainingseffekts wie maximale Leistungsfähigkeit, gemessen mit der maximalen O2- Aufnahme, Sechs-Minuten-Gehstrecke, dem maximalen Inspirationsdruck und maximalen Exspirationsdruck, sind allerdings erheblich mitarbeitsabhängig. Der positive Effekt des Trainings der Atemmuskulatur hinsichtlich Dyspnoe und Ausdauerleistung bei Patienten mit mittel- und schwergradiger COPD dürfte sowohl durch eine Verbesserung der Atemmuskelkraft- und Ausdauer als auch durch zentrale Anpassungsmechanismen wie verbesserte Koordination oder Änderung der Dyspnoeschwelle bedingt sein. Atemmuskeltraining ist deshalb eine weitere wichtige Komponente von Rehabilitationsprogrammen bei COPD-Patienten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin
Klinik Ambrock
Universität Witten-Herdecke
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Themenschwerpunkt: Schlafbezogene Atemstörungen
Editorial: Schlafbezogene Atemstörungen – nicht allein der Rachen
K.H. Rühle
Jahrgang 29 p. 401 - 403
Abstract
K.H. Rühle
In diesem Heft werden 3 Beiträge zu den schlafbezogenen Atemstörungen publiziert, wobei nur ein Thema die Obstruktion der oropharyngealen Strukturen anspricht (upper airway resistance syndrome). Bei der Ursachenermittlung und Therapie von Tagesschläfrigkeit sollte aber unbedingt an die gesamten funktionalen Abläufe der äußeren Atmung, beginnend mit zentraler Koordination, inklusive dem gesamten Atemtrakt mit nasalen Atemwegen, Velo-, Oro- und Hypopharynx sowie Atemmechanik und pulmonalen Gasaustausch gedacht werden.
Die Atmung “beginnt im Kopf”, das bedeutet, daß nur bei perfekter Steuerung die Atmung normal abläuft. Es gibt vielerlei Ursachen einer Störung des respiratorischen Kontrollsystems, sowohl die neuronale Regulation als auch die Chemosensitivität bzw. deren Kontrolle können verändert sein, so daß Atempausen von > 10 Sekunden Dauer auftreten. Die zentralen Apnoen gehen mit einem Sistieren der Atemmuskelaktivität einher und können am besten mit der Registrierung des Ösophagusdrucks als solche identifiziert werden.
Die Diagnose von zentralen Schlafapnoe-Syndromen wird relativ arbiträr gehandhabt, verdienstvoll ist deshalb der Versuch einer “Task Force” der American Academy of Sleep Medicine [1], klare Kriterien für die Diagnose zu entwerfen.
Unter den zentralen Atemstörungen am häufigsten auftretend und bezüglich der Ätiologie relativ klar zuzuordnen ist die Cheyne-Stokes-Atmung (CSR).
Definition der CSR: Essentielle Kriterien sind eine Herzinsuffizienz oder eine zerebrale Erkrankung sowie bei den Messungen im Schlaflabor mindestens 3 konsekutive Zyklen mit Crescendo- und Decrescendo-Charakteristik. Die Zykluslänge beträgt etwa 60 Sekunden. Mindestens 5 zentrale Apnoen oder Hypopnoen pro Stunde oder kontinuierlich über 10 Minuten zyklisches An- und Abschwellen der Atmung sollten registriert werden.
Definition des CSA: Eine Klassifizierung mit Zuordnung zu einem Zentralen Schlafapnoe-Syndrom (CSA) erfolgt dann, wenn:
– eines der beiden Symptome und keine andere Erklärung für
exzessive Tagesschläfrigkeit oder häufige nächtliche Arousals
vorliegt,
– eine pathologische Anzahl von Apnoen/Hypopnoen gemessen wird,
d.h. mehr als 5 zentrale Apnoen pro Stunde auftreten,
– und ein normaler PCO2 im Wachzustand gemessen wird.
Eine klare Trennung dieser beiden Entitäten ist schwierig, so daß in der Praxis am besten von CSA/CSR gesprochen wird. Häufig liegt auch eine Kombination von obstruktiven und zentralen Apnoen vor. Überwiegen die zentralen Apnoen mit einem Anteil von mehr als 50%, könnte man von einem überwiegenden CSAS, sonst gemischtem OSAS/CSAS sprechen.
In der täglichen Routine machen manchmal die Aufzeichnungen der Effortkanäle Schwierigkeiten, so daß bei fehlender oder geringer Amplitudenschwankung und ohne die Registrierung des aufwendigen Ösophagusdrucks fälschlicherweise zentrale Apnoen diagnostiziert werden. Auf der anderen Seite wird eine fehlerhafte Registrierung angenommen, und die tatsächlich vorhandenen zentralen Apnoen oder Hypopnoen werden ignoriert. Da CSA und CSR häufig nicht oder nur unzureichend durch CPAP zu behandeln sind, kommt der richtigen Diagnose eine wichtige Bedeutung zu. Insbesondere die Behandlung mit adaptiver Servoventilation (Auto-CS) scheint hier die besten Effekte hinsichtlich der Beseitigung der respiratorischen Ereignisse zu erzielen [5]. Der Erfolg eines Zwerchfellschrittmachers scheint eher gering zu sein (siehe Beitrag Thalhofer und Dorow in diesem Heft).
Der konvektive Gastransport im Atemtrakt beginnt mit der Nase. Eine nasale Obstruktion ist ein Risikofaktor für schlafbezogene Atemstörungen, führt aber auch per se zu Schlafstörungen. Es wird deshalb von den schlafmedizinischen Fachgesellschaften eine Untersuchung der Nasenfunktion empfohlen. Die impulsoszillometrische Rhinometrie stellt ein relativ neues Verfahren dar, das bei entsprechender Indikation wertvolle Hinweise für den Schweregrad der Obstruktion liefert. Eine routinemäßige Untersuchung bei allen Patienten mit SBAS kann nach der Untersuchung, die von Randerath und Mitarbeitern in diesem Heft publiziert wird, nicht empfohlen werden. Allerdings ist es sinnvoll, bei allen Patienten mit nasalen Vorerkrankungen und Beschwerden neben der Rhinoskopie auch die Rhinometrie gezielt einzusetzen, um eventuell therapeutische Konsequenzen ableiten zu können.
Auch Erkrankungen der Bronchien und des Lungenparenchyms sowie der Thoraxwand führen oftmals zu schlafbezogenen Atemstörungen. Dies gilt insbesondere für Patienten mit COPD und restriktiven Lungenerkrankungen (siehe Beitrag Rühle in diesem Heft).
Patienten, besonders mit schwergradiger COPD schlafen schlecht mit weniger TST, reduziertem REM-Schlaf und häufigerem Schlafstadienwechsel [3] sowie konsekutiver chronischer Müdigkeit und gestörter Lebensqualität. 40% der Arousals waren mit einer O2-Desaturation assoziiert, aber O2-Gabe führte zu keiner Reduktion der Arousals. Andere Mechanismen während der Ventilationsstörung, wahrscheinlich die begleitende Hyperkapnie, dürften den Auslöser darstellen. Dies wurde bis heute aber noch nicht bewiesen. Nicht vergessen werden sollte deshalb die Untersuchung der Atemmechanik und des Gasaustausches bei klinischem Verdacht einer Funktionsstörung der Lunge.
Diese Aussage gilt nach aktuellen Untersuchungen aus der Sleep Heart Health Study nicht für Patienten mit leichtgradiger COPD und einer FEV1/FVC von 64 ± 6%. Erst bei FEV1/FVC unter 60% ist die Gesamtschlafzeit reduziert, wobei sich keine Auswirkungen auf die Tagesschläfrigkeit, gemessen mit der Epwort Sleepiness Scale (ESS) ergeben [4]. Klagen deshalb diese Patienten über vermehrte Tagesschläfrigkeit, sollte an andere Erklärungsmöglichkeiten wie an ein zusätzliches Schlafapnoe-Syndrom, an periodische Beinbewegungen und die vielen weiteren Differentialdiagnosen des nicht erholsamen Schlafes gedacht werden [2].
Nur derjenige, der ein breites Repertoire an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung hat und auch einsetzt, wird der Ursache von Schläfrigkeit auf die Spur kommen. Die Schlafmedizin besteht nicht nur aus OSAS.
Karl-Heinz Rühle
Literatur
[1]
American Academy of Sleep Medicine (AASM): Sleep-related breathing disorders in adults: recommendations for syndrome definition and measurement techniques in clinical research. The Report of an American Academy of Sleep Medicine Task Force. Sleep 22, 667-689 (1999).
[2]
Fischer J., G. Mayer, J.H. Peter, D. Riemann, H. Sitter: Nicht-erholsamer Schlaf. Leitlinie “52" der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Blackwell, Berlin 2002.
[3]
Fleetham J., P. West, B. Mezon, W. Conway, T. Roth, M. Kyger: Sleep, arousals and oxygen desaturation in chronic obstructive pulmonary disease. The effect of oxygen therapy. Am. Rev. Respir. Dis. 126, 429-433 (1982).
[4]
Sanders M.H., A.B. Newman, C.L. Haggerty, S. Redline, M. Lebowitz, J. Samet, G.T. O’Connor, N.M. Punjabi, E. Shahar: Sleep and sleep-disordered breathing in adults with predominantly mild obstructive airway disease. Am. J. Respir. Crit. Care Med. 167, 7-14 (2003).
[5]
Teschler H., J. Dähring, Y.M. Wang, M. Berthon-Jones: Adaptive pressure support servoventilation. A novel treatment for Cheyne-Stokes respiration in heart failure. Am. J. Respir. Crit. Care Med. 164, 614-619 (2001).
Kommentar
Schlafapnoe und Arteriosklerose – Neue Erkenntnisse von Hunden und Mäusen
K.H. Rühle
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Jahrgang 33 p. 517 - 518
Bedeutung schlafbezogener Atmungsstörungen für die Medizin
Wieviel Schlafmedizin braucht der Pneumologe?
Pneumology and sleep medicine
K.H. Rühle und G. Nilius
Jahrgang 34 p. 204 - 207
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 6/2008, S. 204–207
Wieviel Schlafmedizin braucht der Pneumologe?
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen
In diesem Überblick werden die Argumente zusammengetragen, die für die Erfordernis einer intensiven Beschäftigung des Pneumologen mit schlafmedizinischen Fragestellungen sprechen. Da für viele Patienten, die sich in einer pneumologischen Praxis beziehungsweise Klinik vorstellen, der nicht erholsame Schlaf im Vordergrund steht, sollte dem Pneumologen ein breites diagnostisches Spektrum zur Verfügung stehen. Bei der Einordnung grenzwertiger Krankheitsbilder hilft die Polysomnographie bei der Beurteilung der Relevanz, aber auch bei differenzialtherapeutischen Überlegungen. Eine Untersuchung aus der Versorgungspraxis weist darauf hin, dass bei alleiniger Polygraphie 6% der Patienten mit behandlungsbedürftigem Schlaf-Apnoe-Syndrom fälschlicherweise unbehandelt blieben, hingegen 11% der Patienten übertherapiert würden, bei denen keine Behandlung erforderlich ist. Vor allem bei Patienten mit schlechter Schlafqualität und Begleiterkrankungen wie COPD und Herzinsuffizienz wird der Schweregrad der schlafbezogenen Atemstörung falsch eingeschätzt. Eine aktuelle Studie zeigt zum Beispiel, dass 25% von Patienten mit Herzinsuffizienz durch die ambulante Polygraphie falsch negativ eingestuft würden. Besondere Erfahrung sollte der Pneumologe auf dem Gebiet der objektiven und subjektiven Einschätzung von Schläfrigkeit mitbringen, insbesondere im Hinblick auf die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit. Schlussfolgernd kann der Pneumologe erst durch die Kombination von pneumologischem und schlafmedizinischem Repertoire den genannten Anforderungen gerecht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrockerweg 60
D-58091 Hagen
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Übersicht
Das Management des obstruktiven Schlafapnoesyndroms im Spannungsfeld zwischen Evidenz und vereinfachten Strategien
The management of obstructive sleep apnea syndromes: between evidence and simplified strategies
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 34 p. 346 - 352
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 9/2008, S. 346–352
Das Management des obstruktiven Schlafapnoesyndroms im Spannungsfeld zwischen Evidenz und vereinfachten Strategien
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten-Herdecke, Hagen
In den letzten Jahren wurden die Empfehlungen zur Therapie des Schlafapnoesyndroms von verschiedenen Expertengremien überarbeitet und aktualisiert. Nach Empfehlungen der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin (AASM) gibt es klare Indikationen mit hohem Evidenz-Niveau zur Therapie mit CPAP. Das Vorgehen zur CPAP-Titration ist mit Studien, allerdings mit geringerem Evidenzniveau, abgesichert. Mit der Intention, Aufwand und Kosten einzusparen, zielen neuere Strategien auf eine Vereinfachung der Diagnostik, indem die unüberwachte Polygraphie favorisiert wird. Vereinfachte Therapiemodalitäten beinhalten häusliche Selbsttitration, Festlegung des fixen Druckes mit Formeln, die AHI und anthropometrische Daten enthalten. Besonders häufig wird die unüberwachte Autotitration im Schlaflabor oder Zuhause genutzt. In einem weiteren strategischen Ansatz wird sofort mit CPAP behandelt und man verzichtet auf die diagnostische Polysomnographie, sofern eine hohe Prätest-Wahrscheinlichkeit eines Schlafapnoesyndroms besteht. Diese vereinfachten Strategien leiden aber darunter, dass ein nicht unerheblicher Prozentsatz von Patienten nicht adäquat behandelt wird und viele Einschränkungen zu beachten sind. Die auf Evidenzgraden beruhenden Empfehlungen kompetenter Gremien bieten die Gewähr, dass alle Patienten einer richtigen Behandlung zugeführt werden. Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
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Spezielle Lungenfunktionsdiagnostik
Editorial
K.H. Rühle
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Jahrgang 35 p. 1 - 3
Spezielle Lungenfunktionsdiagnostik
Die Diffusionskapazität in der täglichen Praxis
Diffusing capacity in daily practice
F. Artmann, C. Hader, K.H. Rühle und K. Rasche
Jahrgang 35 p. 10 - 17
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 35, Nr. 1/2009, S. 10–17
Die Diffusionskapazität in der täglichen Praxis
F. Artmann1, C. Hader1, K.H. Rühle2 und K. Rasche3
1Aeroprax – Überörtliche Gemeinschaftspraxis für Pneumologie und Schlafmedizin, Wuppertal, 2HELIOS-Klinik, Ambrock-Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Hagen, 3Kliniken St. Antonius-Lungenzentrum, Wuppertal
Die Messung des pulmonalen Transferfaktors für Kohlenmonoxid (TLCO bzw. DCO) dient der Abschätzung der Diffusionskapazität für Sauerstoff durch die alveolokapilläre Membran, da zwischen beiden eine enge Korrelation besteht. Die Diffusion hat neben der Ventilation einen entscheidenden Anteil an der ungestörten Oxygenierung des Blutes. Ihre Einschränkung ist von großer klinischer Relevanz. Derzeit ist die Messung des CO-Transferfaktors (TLCO, SB) nach der “Single-breath-Methode” die am weitesten verbreitete Untersuchungstechnik, parallel wird zusätzlich die Bestimmung der statischen Lungenvolumina mit Hilfe der “Helium-Einwaschmethode” durchgeführt. Dies erlaubt, den Transferfaktor in Relation zum gemessenen Lungenvolumen zu setzen und damit ventilationsbedingte Einflussfaktoren zu beurteilen. In der konservativen Pneumologie hat die TLCO eine große Bedeutung in der funktionellen Abklärung von interstitiellen Lungenerkrankungen und dem Lungenemphysem, obwohl die TLCO-gesteuerte Therapie noch in der Diskussion steht. Die klinische Relevanz der TLCO ist insbesondere in der präoperativen Diagnostik vor lungenresezierenden Eingriffen sehr groß. Hier wird der Bestimmung der TLCO im Hinblick auf die Vermeidung einer erhöhten postoperativen Morbidität mittlerweile ein ähnlicher Stellenwert eingeräumt wie der Bodyplethysmographie.Correspondence to:
Dr. med. F. Artmann, aeroprax
Überörtliche Gemeinschaftspraxis für Pneumologie und Schlafmedizin
Willy-Brandt-Platz 9
D-42105 Wuppertal
Email: www.aeroprax.de
Spezielle Lungenfunktionsdiagnostik
Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen
Importance of lung function testing in the control and treatment of neuromuscular diseases
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 45 - 51
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 35, Nr. 1/2009, S. 45–51
Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten/Herdecke, Hagen
Die Lungenfunktionsdiagnostik gewinnt in der Beurteilung von neuromuskulären Erkrankungen eine zunehmend wichtige Bedeutung. Neben der seriellen Bestimmung der Lungenvolumina sollte zusätzlich die Muskelkraft bestimmt werden, so dass eine drohende ventilatorische Erschöpfung rechtzeitig erkannt wird. Mittels portabler Geräte ist es möglich, die Muskelkraft der Atemmuskulatur auch im Krankenbett mit Tests wie Psniff und Pwhistle relativ zuverlässig zu bestimmen. Für wissenschaftliche Fragestellungen werden nicht mitarbeitsabhängige Tests wie z.B. die Messung der transdiaphragmalen Druckentwicklung nach elektrischer Stimulation (TwitchPdi) entwickelt. Eine drohende Muskelschwäche wird frühzeitig durch einen Sauerstoffsättigungsabfall beziehungsweise Anstieg des PCO2 während des Schlafs erkannt, so dass rechtzeitig die Indikation für eine nichtinvasive Beatmung gestellt werden kann. Die Elimination von Sekret durch die Husten-Clearance kann mit dem Husten-Peakflow überprüft und optimiert werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle; HELIOS-Klinik Ambrock, Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Ambrockerweg 60, D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Übersichtsarbeit
Differentialtherapie obstruktiver, schlafbezogener Atmungsstörungen
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 336 - 339
Abstract
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
HELIOS-Klinik Ambrock Hagen, Klinik für Pneumologie, Universität Witten-Herdecke
Aktuelle Therapiemöglichkeiten des obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS) beinhalten eine Therapie mittels Überdruckverfahren (APAP, BPAP, CPAP, PRCPAP) evtl. in Kombination mit einer Gewichtsreduktion. Bei Maskenintoleranz oder Druckintoleranz besteht die Alternative einer Protrusionsschienenbehandlung. Liegt der erforderliche Druck > 10 cmH2O oder besteht eine ausgeprägte Lage- und Schlafstadienabhängigkeit der Obstruktion, sollte der Patient mit einem automatischen CPAP- oder BPAP-Gerät versorgt werden. Weder automatischer CPAP, noch Bilevel-positiver Atemwegsdruck, noch PRCPAP erhöhen entscheidend die Langzeitcompliance. Protrusionsschienen (Oral Appliances, OAP) erweitern den Durchmesser der oberen Atemwege durch eine Vorverlagerung des Unterkiefers. Bei leichteren Formen erreicht man günstigere Ergebnisse bezüglich der Besserung der Symptome. Bei Versagen von PAP-Therapien sind OAP die erste Alternative. Die am häufigsten durchgeführten chirurgischen Behandlungen des Schnarchens und Schlafapnoesyndroms sind die Uvulopalatopharyngoplastik und die Radiofrequenz-Therapie. Die wenigen randomisierten, kontrollierten Studien zeigten im Vergleich zur Kontrolle keinen signifikanten Effekt, jedoch häufig Nebenwirkungen. Chirurgische Maßnahmen bei anatomisch bedingten Störungen sind eine weitere Therapieoption zur Behandlung eines nachgewiesenen obstruktiven Schlafapnoesyndroms.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Klinik für Pneumologie
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: Klinik-Ambrock. [email protected]
Schlaf und Atmung bei restriktiven Ventilationsstörungen
Schlaf und Atmung bei restriktiven Lungenerkrankungen – Diagnostik und Therapie
Sleep and breathing in restrictive lung diseases. Diagnosis and therapy
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 451 - 455
Abstract
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Bei schwergradigen restriktiven Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose, Thoraxwanderkrankungen und neuromuskulären Erkrankungen werden pathologische Atmungsstörungen mit Verminderung des Atemzugvolumens und alveolärer Hypoventilation während des Schlafes beobachtet. Arousal-Reaktionen lösen vegetative Störungen wie unter anderem Blutdruckanstieg und Herzfrequenzerhöhung aus. Die Störungen der Atemtätigkeit verursachen erhebliche Änderungen der Schlafstruktur mit Konsequenzen für die Tagesbefindlichkeit, Lebensqualität und Lebenserwartung. Die Diagnose des Schweregrades und die Verschlechterung der Atmungsstörung kann mit geringem Aufwand am Tage mittels Lungenfunktionsuntersuchungen und frühzeitig durch eine Polysomnografie erfolgen. Nächtliche nichtinvasive Beatmung führt zu einer Verbesserung der nächtlichen Ventilation, des Gasaustausches und der Schlafarchitektur. In der vorliegenden Übersicht wird insbesondere auf die den Erkrankungen zugrunde liegenden Pathomechanismen sowie auf die neueren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten näher eingegangen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS Klinik Ambrock
Ambrockerweg 60
D–58091 Hagen
Email: [email protected]
Übersicht
Obesitas-Hypoventilations-Syndrom: mehr als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?
Obesity-hypoventilation syndrome: more than obstructive sleep apnea syndrome?
K.H. Rühle und G. Nilius
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42.00 $
Jahrgang 37 p. 25 - 29
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 37, Nr. 1/2011, S. 25–29
Obesitas-Hypoventilations-Syndrom: mehr als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Das Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS) wird charakterisiert durch Adipositas (BMI > 30 kg/m2), eine schlafbezogene Atmungsstörung und alveoläre Hypoventilation mit Hyperkapnie (PaCO2 > 45 mmHg) im Wachzustand. Die Ursachen des OHS beruhen auf einer durch die Adipositas veränderten Atemmechanik und einer Atmungsregulationsstörung. Im Vergleich zum obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) sind Lebenserwartung und Lebensqualität vermindert. Das Risiko für eine pulmonale Hypertonie ist im Vergleich zum reinen OSA erhöht. Die Kosten, die durch ein OHS verursacht werden, liegen im Vergleich zu Obesitas-Patienten ohne Hyperkapnie wesentlich höher. Die Therapie des OHS mit CPAP ist in mehr als der Hälfte der Fälle erfolgreich. Gelingt es nicht, die Apnoe-Frequenz zu normalisieren sowie die nächtliche Desaturation und die Tageshyperkapnie zu beseitigen, sollten BiPAP-Verfahren eventuell in Kombination mit zusätzlicher O2-Zufuhr zum Einsatz kommen. Die Entscheidung über das endgültige Therapieverfahren kann oftmals erst nach einigen Wochen getroffen werden, deshalb sind Kontrolluntersuchungen unerlässlich. Bei guter Therapieadhärenz ist eine Verbesserung der Hyperkapnie zu erwarten. Da die Obesitas in starkem Maße mit der Hypoventilation korreliert, sollte eine relevante Gewichtsabnahme angestrebt werden. Konservative, medikamentös unterstützte Verfahren zur Gewichtsreduktion sind aufwendig und häufig nicht nachhaltig. Bei mittel- und schwergradiger Adipositas sollten auch operative Verfahren diskutiert werden. Im Vergleich zu Magen-Bypass und Gastroplastik stellt das Magenbanding ein weniger invasives Verfahren dar. Trotz der durch operative Verfahren erreichten Gewichtsreduktion persistiert das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, wenn auch in geringerer Ausprägung. Durch frühzeitige Diagnostik und Therapie des OHS können Komplikationen des im Vergleich zu OSAS schwergradigeren Krankheitsbildes verhindert werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik für Pneumologie
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D–58091 Hagen
Email: [email protected]
Literatur-Kommentar
CPAP-Therapie reduziert die erhöhte Schmerzempfindlichkeit bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom
CPAP therapy reduces hyperalgesia in patients with obstructive sleep apnea syndrome
K.H. Rühle
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Jahrgang 38 p. 197 - 198
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 5/2012, S. 197–198
CPAP-Therapie reduziert die erhöhte Schmerzempfindlichkeit bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom
K.H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Klinik für Pneumologie
Ambrocker Weg 60
D–58091 Hagen
Email: [email protected]
Literatur-Kommentar
Metabolische Chirurgie bei obstruktiver Schlafapnoe
Metabolic surgery in obstructive sleep apnea
K.H. Rühle und G. Nilius
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Jahrgang 38 p. 311 - 312
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 7/2012, S. 311–312
Metabolische Chirurgie bei obstruktiver Schlafapnoe
K.H. Rühle1,2 und G. Nilius1,2
1HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen, 2Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS-Klinik Hagen-Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Schlafmedizin 2012
Längere obere Atemwege erhöhen das Risiko für obstruktive Schlafapnoe
Longer upper airways increase the risk of obstructive sleep apnea
K.H. Rühle und G. Nilius
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Jahrgang 38 p. 455 - 455
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 11/2012, S. 455
Längere obere Atemwege erhöhen das Risiko für obstruktive Schlafapnoe
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Literatur-Kommentar
Blutdrucksenkende Effekte von CPAP bei therapieresistenter Hypertonie
Blood pressure-lowering effects of CPAP in therapy-resistant hypertension
K.H. Rühle und G. Nilius
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Jahrgang 40 p. 200 - 201
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 5/2014, S. 200–201
Blutdrucksenkende Effekte von CPAP bei therapieresistenter Hypertonie
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock Hagen, Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Übersicht
Kosten-Nutzen-Analyse der Behandlung von Asthma bronchiale
Analysis of costs and benefit in the treatment of asthma
W. Randerath und K.H. Rühle
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Jahrgang 22 (1999) p. 373 - 381
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 6/1999, S. 373-381
Kosten-Nutzen-Analyse der Behandlung von Asthma bronchiale
W. Randerath und K.H. Rühle
Klinik Ambrock, Klinik für Pneumologie, Hagen
Direkte und indirekte Kosten des Asthma bronchiale machen I - 2% der Gesamtausgaben des Gesundheitswesens aus. Angesichts der Häufigkeitsentwicklung der Krankheit ist mit einer Zunahme der Kosten zu rechnen. Pro Jahr werden in der BRD ca. 5 Milliarden DM für direkte (Arzt, Medikamente, Geräte) und indirekte Kosten (Arbeits-, Erwerbsunfähigkeit, vorzeitige Todesfälle) des Asthma aufgewandt. 50% der Medikamentenkosten entfallen auf die 10% schwergradigen Asthmatiker. In amerikanischen Studien konnte gezeigt werden, daß durch eine zusätzliche antientzündliche Therapie eine Reduktion der Kosten zu erzielen ist. Es ist anzunehmen, daß Unterdiagnostik und -therapie ein ursächlicher Faktor der im internationalen Vergleich außergewöhlich hohen Mortalitätsziffern in Deutschland darstellen. Die konsequente Anwendung der Therapieempfehlungen, der Schulungsprogramme und der frühzeitige Einsatz antiinflammatorischer Substanzen wie inhalierbarer Steroide und Leukotrienrezeptor- Antagonisten können direkte und indirekte Kosten senken. Correspondence to:
Dr. med. W. Randerath
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen