Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Price
42.00 $
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Gräserpollenextrakte eignen sich auch zur Hyposensibilisierung einer Roggenpollenallergie
J. Sieber, M. Hrabina, K. Jain, B. Gouyon, M. Lafargue, P. Moingeon und K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 462 - 468
Abstract
J. Sieber1, M. Hrabina2, K. Jain2, B. Gouyon2, M. Lafargue2, P. Moingeon2 und K.-C. Bergmann3
1Stallergenes GmbH & Co. KG, Kamp-Lintfort, 2Stallergenes S.A., Antony, Frankreich, 3Allergie-Centrum Charité, Berlin
In Deutschland wird die spezifische Immuntherapie von Patienten mit einer Allergie gegen Roggenpollen (Secale cereale) meist mit speziellen Roggenpollenextrakten durchgeführt. Vor dem Hintergrund der Einführung eines 5-Gräserextrakts aus Anthoxanthum odoratum, Dactylis glomerata, Lolium perenne, Poa pratensis und Phleum pratense in Tablettenform als Fertigarzneimittel wurde die Notwendigkeit einer Hyposensibilisierung mit Roggenallergenen als Einzelextrakt oder Bestandteil einer individuellen Extraktmischung überprüft. Secale cereale gehört wie die meisten Gräser in die Unterfamilie der Pooideae. In Immunoblot- und ELISA-Inhibitionsstudien mit den Seren von 15 gräserpollenallergischen Patienten ergab sich eine über 90%ige Hemmung der IgE-Bindung von Roggenallergenen durch die 5-Gräser-Pollenmischung. Die Ergebnisse bestätigen andere publizierte Untersuchungen mit Hunderten von Seren, die Mischungen mit verschiedenen anderen Gräserpollen und auch Einzelgräsern untersuchten, und ebenfalls auf eine enge Homologie der allergierelevanten Pollenproteine aus Secale cereale und den Pollenproteinen der häufig vorkommenden Gräser hindeuten. Damit wird bei Patienten mit einer Roggenpollenallergie entsprechend zu anderen Gräsermischungen bzw. einem einzelnen Gras auch die Hyposensibilisierung mit der 5-Gräser-Pollenmischung zu klinisch relevanten Ergebnissen führen.Correspondence to:
Dr. med. J. Sieber
Stallergenes GmbH & Co. KG
Carl-Friedrich-Gauß-Straße 50
D-47475 Kamp-Lintfort
Email: [email protected]
Originalarbeit
Atemwegsallergiker in Deutschland: Ergebnisse der Studie Allergy – Living & Learning
Respiratory allergies in Germany: Results of the Allergy – Living and Learning Study
K.-C. Bergmann, G. Albrecht und P. Fischer
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 137 - 146
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 3/2002, S. 137–146
Atemwegsallergiker in Deutschland: Ergebnisse der Studie Allergy – Living & Learning
K.-C. Bergmann1, G. Albrecht2 und P. Fischer2
1Allergie- und Asthmaklinik, Bad Lippspringe, 2ALK-Scherax Arzneimittel GmbH, Hamburg
Hintergrund: Das Wissen um die Belastungen und krankheitsspezifischen Lebensumstände von Allergiepatienten ist bisher dürftig. Repräsentative Daten aus der Bevölkerung zu Diagnostik, Therapie- und Präventionsgewohnheiten sowie Kenntnisstand der Betroffenen über ihre Erkrankung fehlen weitgehend, genauso wie Angaben über Einschränkungen im Alltagsleben. In der mit über 7000 Interviews bisher größten europäischen Bevölkerungsbefragung “Allergy – Living & Learning” sollten erstmalig zu diesem Themenkomplex valide Daten gewonnen werden. Zielgruppe waren Patienten mit einer respiratorischen Allergie, die mit Hilfe eines Screeningverfahrens aus einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe selektiert werden sollten. Material und Methoden: Die Studie wurde in 10 europäischen Ländern durchgeführt. Einbezogen in die Telefonbefragung in Deutschland waren 7.169 Haushalte, in denen in einem Screeningverfahren nach Atemwegsallergikern gefragt wurde. Waren darüber hinaus die Einschlußkriterien (Heuschnupfen/Asthma, Alter über 16 Jahre, Nennung des Allergens, Nennung charakteristischer Symptome) erfüllt, wurden sie in einem ersten Interview u.a. zu Allergiesymptomen und -auslösern, Diagnostik, Krankheitsmanagement und Wissen über die Erkrankung befragt. In einem zweiten Interview, das nach Zusenden eines Selbstbeurteilungsbogens stattfand, beantworteten die Atemwegsallergiker Aussagen zur Lebensqualität im Zusammenhang mit ihrer Krankheit. Ergebnisse: Dargestellt werden die wichtigsten Ergebnisse aus Deutschland. Danach absolvierten 1.001 der identifizierten Atemwegsallergiker die erste Befragungsphase, 991 die zweite Phase mit Fragen zur Selbstbeurteilung. 82,3% der Befragten litten unter Heuschnupfen, 27,5% an Asthma. Bei 92,6% der Befragten wurde die Atemwegsallergie ärztlich diagnostiziert, davon 64,5% durch einen Spezialisten. Ein Allergietest wurde bei 85% durchgeführt, wohingegen 14,8% die Frage nach einem durchgeführten Allergietest verneinten. 82,4% der Befragten nahmen zur Behandlung ihrer Allergie Medikamente ein, davon 71,9% nach Bedarf. 16,5% hatten bzw. erhielten eine spezifische Immuntherapie. Mit “positiv” bewerteten 73,3% die Medikation, mit “negativ” 26,1%. Karenzmaßnahmen wendeten rund 20 bis 30% der Befragten an, Alternativmethoden 13,7%. Eine moderate Einschränkung im Alltagsleben gaben 69,7% an, eine starke Einschränkung 20%. Beeinträchtigungen ergaben sich u.a. bei körperlichen Aktivitäten und im beruflichen Bereich. Rund ein Drittel äußerte sich negativ über das psychische Empfinden (Wut, Frustration, Scham etc.) bzw. konnte sich mit der Erkrankung nicht abfinden. Als hoch oder sehr hoch bezeichneten 46,5% ihren Wissensstand über die Allergie. Wichtigste Informationsquellen waren mit 64,5% bzw. 65,7% der Allgemeinarzt bzw. der Spezialist. Apotheker und verschiedene Medien wurden als Ratgeber von rund 20% bis 30% genutzt. Schlußfolgerung: Durch das Screeningverfahren wurden mit “Allergy – Living & Learning” Personen befragt, deren Atemwegsallergie mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine ärztliche Diagnose gesichert war. Dies erklärt warum der überwiegende Teil der Befragten Medikamente zur Behandlung ihrer respiratorischen Allergie verwendete. Die Tatsache, daß die Medikation bevorzugt nur bei Beschwerden erfolgt, ist ein Beleg für die weiterhin bestehende Bagatellisierung von Atemwegsallergien. Eine verstärkte Aufklärung von Patienten und Ärzten über die Notwendigkeit einer konsequenten, antientzündlichen Therapie ist heute aus medizinischen und ökonomischen Gründen wünschenswert. Hinsichtlich der angewendeten therapeutischen Maßnahmen belegt die Studie in diesem Zusammenhang prinzipiellen Handlungsbedarf. Präventive und allergiespezifische Maßnahmen wie Karenz und spezifische Immuntherapie, die eine Progredienz der allergischen Atemwegsentzündung verhindern, werden nur im geringem Umfang angewendet. Eine nicht hinnehmbare Rate an befragten Allergikern ist mit dem Ergebnis der Medikation nicht zufrieden bzw. wendet sich Alternativmethoden zu. Hier sollte der Dialog zwischen Arzt und Patient intensiviert werden. Auch eine Änderung der Medikationsstrategie ist in Erwägung zu ziehen. Ferner sind 14,8% Atemwegsallergiker ohne allergiespezifische Diagnostik, gemessen an dem hohen Anteil ärztlicher Diagnosen, nicht akzeptabel. Eine Empfehlung zu präventiven Maßnahmen kann in diesen Fällen nicht erfolgen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie- und Asthmaklinik
An der Martinusquelle 10
D-33175 Bad Lippspringe
Allergologie in der DDR
Die wissenschaftliche Tätigkeit und Forschung auf dem Gebiet der Allergologie in der DDR
Science and research on the field of allergology in the GDR
D. Stiller, K.-C. Bergmann, W. Leupold, G. Metzner, W.D. Schneider und H.-J. Schubert
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 512 - 523
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 11/2010, S. 512–523
Die wissenschaftliche Tätigkeit und Forschung auf dem Gebiet der Allergologie in der DDR
D. Stiller1, K.-C. Bergmann2, W. Leupold3, G. Metzner4, W.D. Schneider5 und H.-J. Schubert6
1Praxis Dr. Paetz, Eisenhüttenstadt, 2Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3ehem. Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Dresden, 4ehem. Medizinische Universitätsklinik Leipzig, 5ehem. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin, 6ehem. Hautklinik der Medizinischen Akademie Erfurt
Die Forschung auf dem Gebiet der Allergologie konzentrierte sich in der DDR in den ersten Jahren nach der Gründung der wissenschaftlichen Gesellschaften auf klinisch-orientierte Fragestellungen und die Epidemiologie. Später kamen Themen der Grundlagenforschung hinzu. Thematisch standen auf internistischer Seite die obstruktiven Atemwegskrankheiten mit Asthma bronchiale und die allergische Rhinitis im Mittelpunkt, verbunden mit den organisatorischen Anstrengungen, um eine an Zeit und Bedingungen angepasste, gute medizinische Versorgung der Asthmatiker zu erzielen. Von hautärztlicher Seite wurden vor allem die Berufsdermatosen und Arzneimittelallergien bearbeitet. Die Bemühungen um eine verbesserte klinisch-allergologische Diagnostik betrafen vor allem die Qualitätsverbesserung der für Haut- und Provokationstests anzuwendenden Allergene hinsichtlich ihrer Charakterisierung und Standardisierung. Dies geschah überwiegend in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Serumwerk Dresden (SSW) und auch in internationaler Absprache. Durch eigenständige Geräteentwicklungen, wie die Immunelektrophorese-Apparatur von Friemel um 1965 oder methodische Weiterentwicklungen der radialen Immundiffusion nach Mancini zur Bestimmung erhöhter IgE-Spiegel im Serum, wurde versucht, das Defizit an Gerätetechnik – gemessen am internationalen Standard – auszugleichen. Auf dem Gebiet der medikamentösen Therapie war es sehr schwierig, der internationalen Entwicklung zu folgen. Die Entwicklung neuer Präparate erfolgte in der DDR nur in bescheidenem Umfang. Forschungsarbeiten wurden eher in der kontrollierten Anwendung vorhandener Substanzen, zum Beispiel in klinischen Studien, durchgeführt, wobei sich die zentral orientieren Strukturen bzw. Hierarchien für multizentrische Studien nach vorgegebenem Design als Vorteil erwiesen. Dieser “Vorteil” zentraler Strukturen wurde in der epidemiologischen Forschung noch deutlicher, in der auch nach internationalen Maßstäben beachtliche Leistungen erreicht werden konnten. In kaum einem anderen Land gab es so genaue epidemiologische Daten zur Häufigkeit von Kontaktekzemen, Berufsdermatosen, unspezifischer bronchialer Hyperreaktivität und Asthma bronchiale oder zur exogen-allergischen Alveolitis. Bei letzterer, relativ seltener Erkrankung führte das Angebot zur (kostenlosen) Bestimmung IgG-spezifischer Antikörper im Serum bei Verdachtsfällen in einer Untersuchungszentrale für die ganze DDR zu einer umfassenden Übersicht über das Sensibilisierungsspektrum und die Erkrankungshäufigkeit. So entstanden aus dem Mangel an Untersuchungsmöglichkeiten auch – partiell – positive Effekte.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. D. Stiller
Neue Gartenstraße 22
D–15890 Eisenhüttenstadt
Email: [email protected]
Allergologie in der DDR
Geschichte der Gesellschaft für Klinische und Experimentelle Immunologie der DDR
History of the Society of Clinical and Experimental Immunology in the GDR
K.-C. Bergmann und I. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 524 - 533
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 11/2010, S. 524–533
Geschichte der Gesellschaft für Klinische und Experimentelle Immunologie der DDR
K.-C. Bergmann1 und I. Bergmann2
1Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Berlin
Im Jahre 1954 wurde die “Gesellschaft für Allergie- und Asthmaforschung” in der DDR gegründet, ein Jahr zuvor bereits die „Deutsche Gesellschaft für Allergie- und Immunitätsforschung“ in der BRD. Um den Zusammenhalt der Allergologen nach der Teilung Deutschlands soweit wie möglich zu bewahren, wurde danach der gemeinsame „Deutsche Forschungsrat für Allergiefragen“ geschaffen. 1965 erfolgte eine Namensänderung in „Gesellschaft für Allergie- und Immunitätsforschung in der DDR“, um der Bedeutung der Immunologie auch für die klinische Allergologie gerecht zu werden. Die Gesellschaft war die Basis für aktive Arbeitsgemeinschaften (Asthma und klinisch-immunologische Diagnostik) und war wesentlich für die engagierte Betreuung von Patienten mit Asthma und anderen allergischen Erkrankungen. Die obligate Ausbildung von Studenten und die Weiterbildung zum Facharzt für Immunologie wurden gefördert und erreicht. Die von der Gesellschaft publizierte Zeitschrift „Allergie und Asthma“ war die einzige allergologische Zeitschrift für ganz Deutschland. Nach der Wiedervereinigung schlossen sich ihre Mitglieder 1990 der Deutschen Gesellschaft für Allergie- und Immunitätsforschung oder der Deutschen Gesellschaft für Immunologie an.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum Charité
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D–10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttypreaktionen
Skin tests for diagnosis of allergic immediate-type reactions
F. Ruëff, K.-C. Bergmann, K. Brockow, T. Fuchs, A. Grübl, K. Jung, L. Klimek, H. Müsken, O. Pfaar, B. Przybilla, H. Sitter und W. Wehrmann
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 212 - 228
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 4/2011, S. 212–228
Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttypreaktionen
F. Ruëff1, K.-C. Bergmann2, K. Brockow3, T. Fuchs4, A. Grübl5, K. Jung6, L. Klimek7, H. Müsken8, O. Pfaar7, B. Przybilla1, H. Sitter9 und W. Wehrmann10
1AllergieZentrum, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 5Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Schwabing, München, 6Praxis für Dermatologie und Immunologie, Erfurt, 7Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 8Praxis für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Umweltmedizin, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen, Bad Lippspringe, 9Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 10Praxis für Dermatologie, Münster
Das Prinzip der Hauttests bei IgE-vermittelter Soforttypallergie besteht darin, das Allergen an die in der Dermis liegenden, IgE-Antikörper tragenden Mastzellen heranzubringen. Bei Mastzellaktivierung kommt es zu einer Freisetzung von Mediatoren; die im Wesentlichen durch Histamin ausgelöste sichtbare Testreaktion zeigt sich als Quaddel und Rötung. Die Indikation zum Hauttest ergibt sich bei Verdacht auf eine allergische Erkrankung vom Soforttyp. Systemische Reaktionen bei Hauttests sind sehr selten. Für diesen Fall muss eine Notfallversorgung verfügbar sein. Relative Kontraindikationen sind Hautkrankheiten im Testfeld, ein deutlich beeinträchtigter Allgemeinzustand und schweres, therapeutisch nicht adäquat eingestelltes Asthma bronchiale. Für Tests, die mit einem erhöhten Risiko einer systemischen anaphy- laktischen Reaktion behaftet sind, gelten eine Behandlung mit b-Blockern oder Schwangerschaft als weitere Kontraindikationen. Hauttests können in jedem Lebensalter vorgenommen werden, wobei im Säuglings- und Kleinkindalter die Indikation zurückhaltend zu stellen ist. Auswaschphasen von das Testergebnis möglicherweise verfälschenden Arzneistoffen sowie eine Refraktärperiode von etwa einer Woche nach einer akuten anaphylaktischen Reaktion sind zu berücksichtigen. Sofern Hauttests in Betracht kommen, ist der Prick-Test die Methode der ersten Wahl. Der Intrakutantest ist sensitiver als der Prick-Test und soll vor allem dann vorgenommen werden, wenn der Prick-Test unauffällig ist. Die Tests werden an der Volarseite der Unterarme durchgeführt, beim schmerzhafteren Intrakutantest ist auch der weniger empfindliche Rücken geeignet. Zunächst sollen immer Tests mit standardisierten Extrakten vorgenommen werden. Auf andere Testsubstanzen soll nur dann ausgewichen werden, wenn standardisierte Testallergene nicht verfügbar sind oder Tests mit ihnen nicht weiterführend waren. Kommt es zu einer Testreaktion gegen selbst zubereitetes Testmaterial, so müssen Kontrollpersonen mitgetestet werden, um unspezifische Reaktionen auszuschließen. Die Ablesung erfolgt nach 15 – 20 Minuten. Als positive Testreaktion gilt beim Prick-Test ein mittlerer Quaddeldurchmesser von ³ 3 mm, beim Intrakutantest von ³ 5 mm. Trotz bestehender allergischer Reaktionslage können Hauttests negativ sein. Im Fall einer positiven Testreaktion sind durch Bezug auf die Anamnese und gegebenenfalls durch Provokationstests klinisch relevante von irrelevanten Testreaktionen zu unterscheiden. Aus einer klinisch stummen Sensibilisierung ergibt sich in aller Regel keine praktische Konsequenz.Correspondence to:
PD Dr. med. Franziska Ruëff
AllergieZentrum
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Extended Abstracts: 19. Bad Saarower Herbsttagung des Verbandes der Allergologen Brandenburgs e.V., 12. November 2011 in Bad Saarow
Asthma und Allergie im Alter
K.-C. Bergmann
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Jahrgang 34 p. 503 - 504
Abstract
Asthma und Allergie im Alter
K.-C. Bergmann
Serie
Aus der Geschichte der Allergologie: Frau Helmtraut Ebruster – die vergessene Autorin des modifizierten Pricktests
From the history of allergology: Mrs. Helmtraut Ebruster – the forgotten author of the modified skin prick-test
K.-C. Bergmann und W. Aberer
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 599 - 600
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 12/2011, S. 599–600
Aus der Geschichte der Allergologie: Frau Helmtraut Ebruster – die vergessene Autorin des modifizierten Pricktests
K.-C. Bergmann1 und W. Aberer2
1Allergie-Centrum Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich
Der modifizierte Pricktest wurde durch Frau Helmtraut Ebruster entwickelt und 1959 publiziert. Sie arbeitete für kurze Zeit an der Wiener Universitäts-Hautklinik. Ihre Publikation sollte zitiert werden, wenn über den Pricktest berichtet wird.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum Charité
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
10117 Berlin
Email: [email protected]
Allergisches Asthma II
Klimawandel und allergisches Asthma
Climate change and allergic asthma
K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 495 - 504
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 10/2012, S. 495–504
Klimawandel und allergisches Asthma
K.-C. Bergmann
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin
Der Klimawandel wird charakterisiert durch erhöhte Temperaturen, CO2, UVStrahlung und Ozon. Asthmatiker haben durch ihre unspezifische und allergenspezifische bronchiale Hyperreaktivität ein besonderes Risiko, unter den Folgen des Klimawandels zu leiden. Er hat Auswirkungen auf die Bildung, Freisetzung und Zahl von allergenen Pollen. Baumpollen treten früher und in höherer Zahl auf, Gräserpollen haben eine abnehmende Tendenz, Beifußpollen fliegen länger. Es ist möglich, dass bereits in wenigen Jahren eine ganzjährige Pollenbelastung besteht. In Städten führt die Kombination von Pollen und Luftverunreinigungen zu besonderen Problemen für Pollen-Asthmatiker. Gewitterperioden stellen ebenso ein Risiko dar. Die Veränderung allergener Schimmelpilze ist wenig untersucht. In Innenräumen könnte es zu Veränderungen der Milbenpopulationen durch wärmere Winter kommen, da weniger geheizt wird. Das von der deutschen Regierung beschlossene „Deutsche Anpassungsprogramm“ ist der Versuch, die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zu begrenzen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Luisenstraße 2
D–10117 Berlin
Email: [email protected]
Serie – Aus der Geschichte der Allergologie
Die ersten Pollen – im Bild
The first pollens – in the picture
K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 517 - 519
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 10/2012, S. 517–519
Die ersten Pollen – im Bild
K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Die Entwicklung der Mikroskopie machte eine genauere Untersuchung von Pflanzen möglich. Die erste bekannte Abbildung von Pollen veröffentlichte der englische Arzt und Botaniker Nehemiah Grew 1682 in seinem Buch „Anatomy of Plants“.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Serie
Erste Veröffentlichung einer oralen Immuntherapie durch H. H. Curtis im Jahre 1900
From the history of allergology: First publication of oral immunotherapy by H.H. Curtis in 1900
K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 282 - 283
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 6/2013, S. 282–283
Erste Veröffentlichung einer oralen Immuntherapie durch H. H. Curtis im Jahre 1900
K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité, Berlin
Elf Jahre vor Noon berichte H.H. Curtis 1900 in New York über erste Versuche zur oralen Immuntherapie mit Ragweed-Extrakten bei Patienten mit Rhinitis und Asthma. Es handelt sich nur um die Mitteilung einer Beobachtung, sie steht aber am Anfang der oralen und später sublingualen Immuntherapie.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Luisenstraße 2
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Allergisches Asthma
Klimawandel und allergisches Asthma
Climate change and allergic asthma
K.-C. Bergmann
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 451 - 460
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 11/2013, S. 451–460
Klimawandel und allergisches Asthma
K.-C. Bergmann
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin
Der Klimawandel wird charakterisiert durch erhöhte Temperaturen, CO2, UVStrahlung und Ozon. Asthmatiker haben durch ihre unspezifische und allergenspezifische bronchiale Hyperreaktivität ein besonderes Risiko, unter den Folgen des Klimawandels zu leiden. Er hat Auswirkungen auf die Bildung, Freisetzung und Zahl von allergenen Pollen. Baumpollen treten früher und in höherer Zahl auf, Gräserpollen haben eine abnehmende Tendenz, Beifußpollen fliegen länger. Es ist möglich, dass bereits in wenigen Jahren eine ganzjährige Pollenbelastung besteht. In Städten führt die Kombination von Pollen und Luftverunreinigungen zu besonderen Problemen für Pollen-Asthmatiker. Gewitterperioden stellen ebenso ein Risiko dar. Die Veränderung allergener Schimmelpilze ist wenig untersucht. In Innenräumen könnte es zu Veränderungen der Milbenpopulationen durch wärmere Winter kommen, da weniger geheizt wird. Das von der deutschen Regierung beschlossene „Deutsche Anpassungsprogramm“ ist der Versuch, die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zu begrenzen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Luisenstraße 2
D–10117 Berlin
Email: [email protected]
Milben und andere Innenraumallergene
Milben sind nicht gleich Milben
Mites are not mites: diversity of mite species in house dust
K.-C. Bergmann und H. Müsken
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 47 - 54
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 2/2015, S. 47–54
Milben sind nicht gleich Milben
K.-C. Bergmann1 und H. Müsken2
1Allergie-Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Schwerpunktpraxis für Allergologie und Pneumologie, Bad Lippspringe
Seit mindestens dem 17. Jahrhundert ist bekannt, dass die Inhalation von Hausstaub Asthma und Rhinitis auslösen kann. Vor 50 Jahren bewies das holländische Ehepaar Spieksma, dass es Allergene aus Hausstaubmilben sind, die zu den allergischen Erkrankungen führen. Neben den Hausstaubmilben der Superfamilie Pyroglyphoidea (mit Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae und Euroglyphus maynei) führen auch Vorratsmilben aus den Familien Acaroidea und Glycyphagidae zu Allergien. Alle Milbenarten, die in Häusern oder Wohnungen auftreten und IgE-vermittelte Sensibilisierungen auslösen können, werden als „Domestic mites“ bezeichnet. Die Biologie der rund 40 Vorratsmilbenarten in Deutschland ist ähnlich der Biologie der Hausstaubmilben, aber nicht identisch. Vorratsmilben werden meist auf Bauernhöfen nachgewiesen und können beruflich bedingte Atemwegserkrankungen auslösen; sie sind aber auch in städtischen Wohnungen nachweisbar. Anatomie und Biologie der Milben werden kurz dargestellt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
All about asthma
Behandlungspfad schweres Asthma
Integrated care pathway severe asthma
E. Beck, K.-C. Bergmann, T. Hering und J. Schreiber
Price
42.00 $
Jahrgang 42 p. 14 - 24
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 42, Nr. 1/2016, S. 14-24
Behandlungspfad schweres Asthma
E. Beck1, K.-C. Bergmann2*, T. Hering3 und J. Schreiber4
1Praxis für Innere Medizin und Pneumologie, Rüdersdorf, 2Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 3Lungenarztpraxis-Tegel, Berlin, 4Universitätsklinik für Pneumologie des Universitätsklinikums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Zur praktischen Umsetzung und Anwendung der umfangreichen nationalen und internationalen Empfehlungen zum Management von Asthma bronchiale können kurzgefasste Behandlungspfade hilfreich sein. Diese müssen die Inhalte der Empfehlungen widerspiegeln. Für das schwere Asthma bronchiale wird von einer regionalen Expertengruppe ein Behandlungspfad vorgeschlagen. Er umfasst Hinweise zur Früherkennung, Diagnose und Einschätzung des Schweregrades, zur Verhinderung von Exazerbationen sowie die Nutzung der Therapieoptionen. Das Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität.
*federführendCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
10117 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Behandlungspfad schweres Asthma
Integrated care pathway severe asthma
E. Beck1, K.-C. Bergmann2*, T. Hering3 und J. Schreiber4
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 11 - 20
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 28, Nr. 1/2016, S. 11–20
Behandlungspfad schweres Asthma
E. Beck1, K.-C. Bergmann2*, T. Hering3 und J. Schreiber4
1Praxis für Innere Medizin und Pneumologie, Rüdersdorf, 2Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 3Lungenarztpraxis-Tegel, Berlin, 4Universitätsklinik für Pneumologie des Universitätsklinikums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Zur praktischen Umsetzung und Anwendung der umfangreichen nationalen und internationalen Empfehlungen zum Management von Asthma bronchiale können kurzgefasste Behandlungspfade hilfreich sein. Diese müssen die Inhalte der Empfehlungen widerspiegeln. Für das schwere Asthma bronchiale wird von einer regionalen Expertengruppe ein Behandlungspfad vorgeschlagen. Er umfasst Hinweise zur Früherkennung, Diagnose und Einschätzung des Schweregrades, zur Verhinderung von Exazerbationen sowie die Nutzung der Therapieoptionen. Das Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität.
*federführend
Erstpublikation in Atemwegs- und Lungenkrankheiten. 2016; 42: 14-24Correspondence to:
Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann
Allergie-Centrum-Charité
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2
10117 Berlin
Email: [email protected]
Originalarbeit
Polleninformations-Apps für Pollenallergiker – die Voraussetzungen für eine nützliche App und Vorteile für Betroffene
Pollen information applications for pollen allergy sufferers – requirements for an useful app ad advantages for persons concerned
U. Berger, K. Bastl, M. Berger, K.-C. Bergmann und M. Kmenta
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 63 - 67
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 2/2017, S. 63-67
Polleninformations-Apps für Pollenallergiker – die Voraussetzungen für eine nützliche App und Vorteile für Betroffene
U. Berger1, K. Bastl1, M. Berger2, K.-C. Bergmann3 und M. Kmenta1
1Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation, HNO-Klinik, Medizinische Universität Wien, 2Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Österreich, 3Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Polleninformation ist von großer Wichtigkeit im Alltag von Pollenallergikern, da sie bei der Allergenvermeidung maßgeblich unterstützt. Heutzutage wird Polleninformation auch über mobile Anwendungen (Apps) verteilt. Diese Apps bieten unterschiedliche Funktionen, sollten aber einen Katalog an Kriterien erfüllen, der für Nutzer wichtig ist. Diese Kriterien wurden hier definiert und reichen von umfassender Information zum Pollenflug über Anleitung im Umgang mit der Allergie, Dokumentation von Beschwerden bis hin zu den Quellenangaben der Entwickler der App. Exemplarisch an 5 Apps aus dem deutschsprachigen Raum wurde dargestellt, dass nur wenige Apps diese Anforderungen erfüllen. Polleninformation muss wissenschaftlich und verlässlich betrieben werden, um die Lebensqualität von Betroffenen steigern zu können, daher ist eine übergeordnete Stelle zur Prüfung von gesundheitsrelevanten Inhalten von Apps gefordert.Correspondence to:
Uwe Berger
Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
HNO-Klinik, Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18 – 20
1090 Wien, Österreich
und
Katharina Bastl
Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
HNO-Klinik, Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18 – 20
1090 Wien, Österreich
Email: [email protected] oder [email protected]
Allergologie im Kloster 2017
Was bedeutet der Klimawandel für Allergiker und Allergologen?
What does the climate change mean for allergy patients and allergologists?
K.-C. Bergmann
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Jahrgang 40 (2017) p. 209 - 209
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 5/2017, S. 209
Was bedeutet der Klimawandel für Allergiker und Allergologen?
K.-C. Bergmann
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Correspondence to:
Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 2-5
10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Kurzfassung der AWMF-Leitlinie medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen
Abbreviated version of the AWMF Guideline on medical clinical diagnosis in cases of indoor mold exposure
G.A. Wiesmüller, B. Heinzow, U. Aurbach, K.-C. Bergmann, A. Bufe, W. Buzina, O.A. Cornely, S. Engelhart, G. Fischer, T. Gabrio, W. Heinz, C.E.W. Herr, J. Kleine-Tebbe, L. Klimek, M. Köberle, H. Lichtnecker, T. Lob-Corzilius, R. Merget, N. Mülleneisen, D. Nowak, U. Rabe, M. Raulf, H.P. Seidl, J.‑O. Steiss, R. Szewzyk, P. Thomas, K. Valtanen und J. Hurrass
Price
42.00 $
Jahrgang 40 (2017) p. 422 - 456
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 10/2017, S. 422-456
Kurzfassung der AWMF-Leitlinie medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen*
G.A. Wiesmüller1,2, B. Heinzow3, U. Aurbach4, K.-C. Bergmann5, A. Bufe6, W. Buzina7, O.A. Cornely8, S. Engelhart9, G. Fischer10, T. Gabrio11, W. Heinz12, C.E.W. Herr13,14, J. Kleine-Tebbe15, L. Klimek16, M. Köberle17, H. Lichtnecker18, T. Lob-Corzilius19, R. Merget20, N. Mülleneisen21, D. Nowak22, U. Rabe23, M. Raulf20, H.P. Seidl24, J.-O. Steiss25,26, R. Szewzyk27, P. Thomas28, K. Valtanen27 und J. Hurrass2
1Inst. für Hygiene und Umweltmedizin, Uniklinik RWTH Aachen, 2Abt. Infektions- und Umwelthygiene, Gesundheitsamt der Stadt Köln, 3Ehemals: Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein, Kiel, 4Abteilung Mikrobiologie und Mykologie, Labor Dr. Wisplinghoff, Köln, 5Allergie-Centrum-Charité, Charité Universitätsmedizin Berlin, 6Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 7Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin, Medizinische Universität Graz, Österreich, 8Klinik I für Innere Medizin und Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Universität zu Köln, 9Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum Bonn, 10Landesgesundheitsamt Baden- Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, 11ehemals: Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart, 12Medizinische Klinik und Poliklinik II, Schwerpunkt Infektiologie, Universitätsklinikum Würzburg, 13Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, München, 14Ludwig- Maximilians-Universität München, apl. Prof. „Hygiene und Umweltmedizin“, 15Allergieund Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 16Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 17Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 18Medizinisches Institut für Umwelt- und Arbeitsmedizin MIU GmbH, Erkrath, 19Christliches Kinderhospital Osnabrück, 20Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 21Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, 22Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Mitglied Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Klinikum der Universität München, 23Zentrum für Allergologie und Asthma, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 24ehemals: Lehrstuhl für Mikrobiologie sowie Dermatologische Klinik der Technischen Universität München, 25Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen, 26Schwerpunktpraxis Allergologie und Kinder-Pneumologie Fulda, 27Umweltbundesamt, FG II 1.4 Mikrobiologische Risiken Berlin, 28Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
Die von der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) federführend erstellte Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“ ist Gegenstand des vorliegenden Abschnitts. Schimmelpilzwachstum im Innenraum ist als ein potenzielles Gesundheitsrisiko zu betrachten, auch ohne dass ein quantitativer und/oder kausaler Zusammenhang zwischen dem Vorkommen einzelner Arten und Gesundheitsbeschwerden gesichert werden kann. Abgesehen von der Allergischen Bronchopulmonalen Aspergillose (ABPA) und den durch Schimmelpilze kausal verursachten Mykosen, liegen lediglich ausreichende Evidenzen für folgende Assoziationen von Feuchte-/Schimmelpilzschäden und unterschiedlichen Gesundheitseffekten vor: allergische Atemwegserkrankungen, Asthma (Manifestation, Progression, Exazerbation), allergische Rhinitis, Exogen Allergische Alveolitis, Begünstigung von Atemwegsinfekten/Bronchitis. Dabei ist das sensibilisierende Potenzial von Schimmelpilzen im Vergleich zu anderen Umweltallergenen deutlich geringer einzuschätzen. Aktuelle Studien zeigen europaweit eine vergleichsweise geringe Sensibilisierungsprävalenz von 3 – 10% gemessen an der Gesamtbevölkerung. Eingeschränkte oder vermutete Evidenz für eine Assoziation liegt vor hinsichtlich „mucous membrane irritation“ und Atopischen Ekzems (Manifestation, Progression, Exazerbation). Inadäquate oder unzureichende Evidenz für eine Assoziation liegt vor für COPD, akute idiopathische pulmonale Hämorrhagie bei Kindern, Rheuma/Arthritis, Sarkoidose und Krebserkrankungen. Das Infektionsrisiko von den in Innenräumen regelmäßig vorkommenden Schimmelpilzarten ist für gesunde Personen gering, die meisten Arten sind in die Risikogruppe 1 und wenige in 2 (Aspergillus fumigatus, A. flavus) der Biostoffverordnung eingestuft. Nur Schimmelpilze, die potenziell in der Lage sind, Toxine zu bilden, kommen als Auslöser einer Intoxikation in Betracht. Ob im Einzelfall eine Toxinbildung im Innenraum stattfindet, entscheiden die Umgebungs- und Wachstumsbedingungen und hier vor allem das Substrat. Von Geruchswirkungen und/oder Befindlichkeitsstörungen kann bei Feuchte-/Schimmelpilzschäden im Innenraum grundsätzlich jeder betroffen sein. Hierbei handelt es sich nicht um eine Gesundheitsgefährdung. Prädisponierende Faktoren für Geruchswirkungen können genetische und hormonelle Einflüsse, Prägung, Kontext und Adaptationseffekte sein. Prädisponierende Faktoren für Befindlichkeitsstörungen können Umweltbesorgnisse, -ängste, -konditionierungen und -attributionen sowie eine Vielzahl von Erkrankungen sein. Besonders zu schützende Risikogruppen bezüglich eines Infektionsrisikos sind Personen unter Immunsuppression nach der Einteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und Personen mit Mukoviszidose (Zystischer Fibrose), bezüglich eines allergischen Risikos Personen mit Mukoviszidose (Zystischer Fibrose) und Personen mit Asthma bronchiale. Die rationale Diagnostik beinhaltet die Anamnese, eine körperliche Untersuchung, eine konventionelle Allergiediagnostik einschließlich gegebenenfalls Provokationstests, vereinzelt sind auch zelluläre Testsysteme indiziert. Zum Vorgehen bei Schimmelpilzinfektionen wird auf die angemeldete AWMF-Leitlinie Diagnose und Therapie invasiver Aspergillus- Infektionen verwiesen. Hinsichtlich Mykotoxine existieren zurzeit keine brauchbaren und validierten Testverfahren, die in der klinischen Diagnostik eingesetzt werden könnten. Präventivmedizinisch ist wichtig, dass Schimmelpilzbefall in relevantem Ausmaß aus Vorsorgegründen nicht toleriert werden darf. Zur Beurteilung des Schadensausmaßes und zum Vorgehen wird auf den „Schimmelpilzleitfaden“ des Umweltbundesamtes verwiesen.
*Erstpublikationen: AWMF-Schimmelpilzleitlinie (AWMF-Register- Nr. 161/001 – Kurzfassung) erfolgte in: Letzel S, Nowak D (Hrsg.); Handbuch der Arbeitsmedizin. Loseblattwerk, 43. Ergänzungslieferung 12/16. ecomed Verlag, Landsberg am Lech.Correspondence to:
Prof. Dr. Gerhard A. Wiesmüller
Abteilung Infektions- und Umwelthygiene
Gesundheitsamt der Stadt Köln
Neumarkt 15-21
50667 Köln
Email: [email protected]
Originalarbeit
Polleninformations-Apps für Pollenallergiker – die Voraussetzungen für eine nützliche App und Vorteile für Betroffene
Pollen information applications for pollen allergy sufferers – requirements for an useful app ad advantages for persons concerned
U. Berger, K. Bastl, M. Berger, K.-C. Bergmann und M. Kmenta
Price
42.00 $
Jahrgang 29 (2017) p. 85 - 89
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 29, Nr. 3/2017, S. 85–89
Polleninformations-Apps für Pollenallergiker – die Voraussetzungen für eine nützliche App und Vorteile für Betroffene
U. Berger1, K. Bastl1, M. Berger2, K.-C. Bergmann3 und M. Kmenta1
1Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation, HNO-Klinik, Medizinische Universität Wien, 2Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Österreich, 3Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Polleninformation ist von großer Wichtigkeit im Alltag von Pollenallergikern, da sie bei der Allergenvermeidung maßgeblich unterstützt. Heutzutage wird Polleninformation auch über mobile Anwendungen (Apps) verteilt. Diese Apps bieten unterschiedliche Funktionen, sollten aber einen Katalog an Kriterien erfüllen, der für Nutzer wichtig ist. Diese Kriterien wurden hier definiert und reichen von umfassender Information zum Pollenflug über Anleitung im Umgang mit der Allergie, Dokumentation von Beschwerden bis hin zu den Quellenangaben der Entwickler der App. Exemplarisch an 5 Apps aus dem deutschsprachigen Raum wurde dargestellt, dass nur wenige Apps diese Anforderungen erfüllen. Polleninformation muss wissenschaftlich und verlässlich betrieben werden, um die Lebensqualität von Betroffenen steigern zu können, daher ist eine übergeordnete Stelle zur Prüfung von gesundheitsrelevanten Inhalten von Apps gefordert.
Erstpublikation in Atemwegs- und Lungenkrankheiten. 2017; 43: 63-67Correspondence to:
Uwe Berger und Katharina Bastl
Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation, HNO-Klinik
Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18 – 20
1090 Wien, Österreich
Email: [email protected] und [email protected]