Editor´s Note
Diagnostik bei zystischer Fibrose (Mukoviszidose)
D. Schüler, W. Moerkerk, K. Weber, G. Hüls und H. Lindemann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 28 - 37
Abstract
D. Schüler, W. Moerkerk, K. Weber, G. Hüls und H. Lindemann
CF-Zentrum, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin,Universitätsklinikum Gießen
Die zystische Fibrose (CF, Mukoviszidose) wird häufig zu spät oder gar nicht diagnostiziert. In Deutschland sind etwa 6.000 CF-Patienten bekannt. Aufgrund der für Mitteleuropa postulierten Inzidenz (etwa 1 : 3.000) ist davon auszugehen, daß 25 – 30% der Patienten nicht diagnostiziert (und angemessen behandelt) werden. Ursächlich sind mangelnde Kenntnis und die untypische Klinik bei einer Reihe von Patienten. Hinzu kommt, daß die Labordiagnostik häufig unklare Resultate liefert. Insbesondere bei Säuglingen ist die konventionelle Diagnostik oft nicht ausreichend durchführbar. Kann der Verdacht auf CF nicht mit konventionellen Mitteln bewiesen oder ausgeschlossen werden, sollten elektrophysiologische Meßverfahren zur Verifizierung des gestörten transepithelialen Ionentransports in vivo und in vitro herangezogen werden. Eine durch genetischen Defekt verursachte Bildungsstörung des cystic fibrosis transmembrane conductance regulator (CFTR) führt am respiratorischen und intestinalen Epithel zu einer gestörten cAMP-abhängigen Chloridsekretion und demzufolge zu einer gesteigerten Natriumabsorption. Dieses elektrochemische Gefälle wird als Potenzialdifferenz bezeichnet. Die Messung am respiratorischen Epithel der Nase (NPD) hat den Vorteil, daß sie auch zur Objektivierung der Effizienz kausaler Therapieansätze geeignet ist. Die neu eingeführte Messung an der Rektalschleimhaut (RPD) ermöglicht jetzt auch die Anwendung bei Säuglingen und Neugeborenen.
Editor´s Note
Zum Einfluß von Tiotropium auf die nasale transepitheliale Potentialdifferenzmessung
K. Weber, C. Barth, D. Schüler, P. Bittner-Dersch, J. Pabst, C. Geidel, G. Hüls und H. Lindemann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 38 - 42
Abstract
K. Weber1, C. Barth1, D. Schüler1, P. Bittner-Dersch1, J. Pabst2, C. Geidel1, G. Hüls1 und H. Lindemann1
1Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen, 2PulmoTec GmbH, Höchstädt/Donau
Seit kurzem ist das langwirkende Anticholinergikum Tiotropium zu inhalativen Anwendung kommerziell verfügbar. Wir gingen der Frage nach, ob es – wie Ipratropium – in der Lage ist, die Chloridkanäle in der apikalen Membran des respiratorischen Epithels zu aktivieren. An 6 gesunden Probanden (Alter: 21 – 27 Jahre) wurde die Zuverlässigkeit des Meßvorgangs überprüft (Gruppe 1): Nach Bestimmung der Ausgangswerte der nasalen Potentialdifferenz (PD) unter der Concha nasalis inferior wurden mittels Jethaler je 5 Hübe eines Plazebos (Laktosepulver), danach 5 Hübe Amilorid, das eine Natriumkanalblockade am respiratorischen Epithel bewirkt, nasal appliziert und jeweils nach 10 Minuten die PD bestimmt. In einer zweiten Studie (Gruppe 2) wurden bei 22 gesunden Probanden (Alter: 19 – 30 Jahre) initial die Ausgangswerte der nasalen PD bestimmt. Danach wurden nacheinander im Abstand von je 10 Minuten 5 Hübe Amiloridpulver mittels Jethaler sowie Tiotropiumpulver oder Plazebo (Laktosepulver) mittels Adapter und Nasenolive über einen Aerolizer nasal appliziert und jeweils nach 10 Minuten PD-Messungen durchgeführt. Die Basiswerte der PD lagen durchschnittlich bei ca. –25 bis –26,0 mV. In Gruppe 1 kam es nach Plazebo zu keinem signifikanten Absinken der PD (x ± SD: 0,6 ± 1,2 mV), während sich nach Amiloridpulver die Wirkung der Natriumblockade eindeutig dokumentieren ließ (PD-Abfall: 13,9 ± 2,8 mV; p < 0,0002). In Gruppe 2 kam es nach Amilorid in beiden Gruppen zu dem erwarteten deutlichen Absinken der PD-Werte (14,9 ± 4,8 mV). Nach Gabe von Plazebo änderte sich die PD nicht signifikant (PD-Änderung 0,14 ± 1,0 mV). Dagegen war nach Tiotropium ein Wiederanstieg um 12,3 ± 6,9 mV (79,8 ± 29,2%) zu beobachten. Fazit: Die Resultate lassen darauf schließen, daß Tiotropium – wie Ipratropium – in der Lage ist, die CFTR-abhängigen Chloridkanäle am respiratorischen Epithel zu aktivieren. Für CF-Patienten mit Restaktivität der Chloridkanäle erscheint dieses langwirkende Anticholinergikum für eine präventive Anwendung gut geeignet, zumal es auch eine Bronchodilatation bewirkt, von der viele CF-Patienten profitieren.
Bildgebende Verfahren in der Pneumologie
Einfluß von Tiotropium und Kaempferol auf die nasale Potentialdifferenz bei gesunden Probanden und bei CF-Patienten
D. Schüler, K. Weber, Ch. Barth et al.
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Jahrgang 30 p. 0 - -1
Abstract
D. Schüler, K. Weber, Ch. Barth et al.
Bronchialkarzinom: Diagnostik und aktuelle Therapiestandards
Häufigkeit der allergischen bronchopulmonalen Aspergillose (ABPA) und Früherkennung einer Exazerbation bei zystischer Fibrose
D. Schüler, K. Weber, P. Bittner-Dersch, Ch. Geidel und H. Lindemann
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Jahrgang 32 p. 0 - -1
Abstract
D. Schüler, K. Weber, P. Bittner-Dersch, Ch. Geidel und H. Lindemann
Originalarbeit
Der Hauttest-Scanner (STS). Ein Scanning-System zur Objektivierung von Hauttestreaktionen
The Skin-Test-Scanner (STS): A scanning system system for objective measurement of skin test reactions
L. Klimek, K. Weber und W. Mann
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42.00 $
Jahrgang 21 (1998) p. 527 - 533
Abstract
Allergologie. Jahrgang 21, Nr. 11/1998, S. 527-533
Der Hauttest-Scanner (STS). Ein Scanning-System zur Objektivierung von Hauttestreaktionen
L. Klimek, K. Weber und W. Mann
HNO-Universitätsklinik, Mainz
Die Hauttestung mit ihren verschiedenen Allergenapplikalionsformcn ist die Standardmethode für diagnostische Screeninguntersuchungen in der Allergologie. In der allergologischen Routinediagnostik ist eine rein visuelle Auswertung hinreichend genau. Für wissenschaftliche Fragestellungen muss jedoch eine hohe untersucherabhängige Varianz berücksichtigt werden, weshalb hier objektivierende Verfahren wünschenswert sind. Wir stellen die Erprobung eines Scanningsystems zur objektiven Erfassung von Hauttestreaktionen (STS) vor. STS beruht auf einem Laserscanner, der aufgrund der unterschiedlichen Reflexionseigenschaften der Haut im Bereich von Erythem, Quaddel und unveränderten Hautarealen das reagierende Hautareal detektiert. Mit Hilfc einer Bildverarbeitungssoftware kann die Fläche des reagierenden Hautareals berechnet werden. Hierbei zeichnet sich STS dadurch aus, daß keine Übertragung auf Klarsichtfolie oder ähnliches erfolgen muss und somit mögliche Fehlerquellen minimiert werden. Bei der Kalibrierung des Systems fanden wir absolute prozentuale Abweichungen abhängig von der Größe der Fläche zwischen 4,03 ± 3,62% (3 mm2) und 0,55 ± 0,92% (50 mm2). In dem für die Vermessung von Hauttestreaktionen in der Allergologie wichtigen Bereich betrugen sie 2,70 ± 3,45% (5 mm2), 2.93 ± 3.45% (10 mm2) und 1,93 ± 4,31 % (30 mm2). Es fanden sich keine signifikanten Unterschiede im Vergleich von Intra- und Inter-Untersucher-Variabilität des Verfahrens. In der klinischen Anwendung lieferte STS signifikant besser reproduzierbare Ergebnisse als die vergleichend angewandte Diameter-Methodik (p ? 0,05. WilcoxonTest).Correspondence to:
Dr. med. L. Klimek
HNO-Universitätsklinik
Langenbeckstraße 1
55101 Mainz
Ankündigung
DGUV-Forschungsprojekt FB 323 zur Langzeitbeobachtung von Patienten zur Unterscheidung von Ekzem und Psoriasis
DGUV research project FB 323 on the long-term monitoring of patients to distinguish between eczema and psoriasis
P. Bentz, K. Eyerich, K. Weber, L. Kluge, R. Ofenloch und E. Weisshaar
Login
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Jahrgang 69 (2021) p. 29 - 32
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 69, Nr. 1/2021, S. 29-32
DGUV-Forschungsprojekt FB 323 zur Langzeitbeobachtung von Patienten zur Unterscheidung von Ekzem und Psoriasis
P. Bentz1, K. Eyerich2, K. Weber2, L. Kluge1, R. Ofenloch1 und E. Weisshaar1
1Abteilung Berufsdermatologie, Hautklinik, Universitätsklinikum Heidelberg, 2Klinik für Dermatologie und Allergologie, Technische Universität München
Correspondence to:
Philipp Bentz, MScN
Berufsdermatologie Universitätsklinikum Heidelberg
Voßstraße 2
69115 Heidelberg
Email: [email protected]
Chronische Rhinosinusitis
Kontrolle des Verlaufs einer Behandlung mit Mepolizumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Monitoring mepolizumab treatment in chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP): Discontinue, change, continue therapy?
L. Klimek, U. Förster-Ruhrmann, H. Olze, A.G. Beule, A. Chaker, J. Hagemann, T. Huppertz, T.K. Hoffmann, S. Dazert, T. Deitmer, S. Strieth, H. Wrede, W. Schlenter, H.J. Welkoborsky, B. Wollenberg, S. Becker, F. Bärhold, F. Klimek, I. Casper, J. Zuberbier, C. Rudack, M. Cuevas, C.A. Hintschich, O. Guntinas-Lichius, T. Stöver, C. Bergmann, P. Werminghaus, O. Pfaar, J. Gosepath, M. Gröger, C. Beutner, M. Laudien, R.K. Weber, T. Hildenbrand, A.S. Hoffmann und C. Bachert
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42.00 $
Jahrgang 47 (2024) p. 140 - 155
Abstract
Allergologie, Jahrgang 47, Nr. 3/2024, S. 140-155
Kontrolle des Verlaufs einer Behandlung mit Mepolizumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
L. Klimek1, U. Förster-Ruhrmann2, H. Olze2, A.G. Beule3#4, A. Chaker5#6, J. Hagemann7, T. Huppertz7, T.K. Hoffmann8, S. Dazert9, T. Deitmer10, S. Strieth11, H. Wrede12, W. Schlenter13, H.J. Welkoborsky14, B. Wollenberg5, S. Becker15, F. Bärhold15, F. Klimek1, I. Casper1, J. Zuberbier2, C. Rudack3, M. Cuevas16, C.A. Hintschich17, O. Guntinas-Lichius18, T. Stöver19, C. Bergmann20, P. Werminghaus21, O. Pfaar22, J. Gosepath23, M. Gröger24, C. Beutner25, M. Laudien26, R.K. Weber27, T. Hildenbrand28, A.S. Hoffmann29 und C. Bachert30
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, 4Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Universitätsmedizin Greifswald, 5Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, TUM School of Medicine, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 6Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM), TUM School of Medicine, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 7Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsmedizin Mainz, 8Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Ulm, 9Klinik für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Ruhr-Universität Bochum, St. ElisabethHospital, 10Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Bonn, 11Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Bonn, 12Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, 13Ärzteverband Deutscher Allergologen, Wiesbaden, 14Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum Hannover, 15Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Tübingen, 16Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden, 17Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, 18Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Jena, 19Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Frankfurt am Main, 20Praxis für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Klinik RKM 740, Düsseldorf, 21Praxis für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Allergologie, Düsseldorf, 22Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg, 23Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HSK Wiesbaden, 24Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum LMU München, 25Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergiezentrum Südniedersachsen, Universitätsmedizin Göttingen, 26Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Kiel, 27Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Städtisches Klinikum Karlsruhe, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, 29Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 30Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gent, Belgien
Hintergrund: Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) ist eine multifaktorielle entzündliche Erkrankung der Schleimhäute von Nase und Nasennebenhöhlen. Eine eosinophile Entzündung wird als häufiger Endotyp beschrieben. Der anti-IL5 Antikörper Mepolizumab ist seit November 2021 als Zusatztherapie zu intranasalen Glukokortikosteroiden für die Behandlung Erwachsener mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen zugelassen, wenn systemische Glukokortikosteroide oder eine Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle bewirken. Während nationale und internationale Empfehlungen für den Einsatz von Mepolizumab bei CRSwNP existieren, ist bislang nicht hinreichend festgelegt worden, wie diese Therapie überwacht wird, welche Folgedokumentation notwendig ist und wann sie ggf. beendet werden sollte.
Methoden: In einer Literatursuche wurden die bisherigen Daten zur Behandlung der CRSwNP mit Mepolizumab analysiert und die vorhandene Evidenz durch Recherchen in Medline, Pubmed sowie den nationalen und internationalen Studien- und Leitlinien-Registern und der Cochrane Library ermittelt. Es wurden Humanstudien berücksichtigt, die im Zeitraum bis einschließlich 10/2022 publiziert wurden.
Ergebnis: Basierend auf der internationalen Literatur und bisherigen Erfahrungen werden von einem Expertengremium Empfehlungen für die Verlaufskontrolle, das Einhalten von Therapieintervallen und eventuelle Therapiepausen, sowie eine Beendigung der Therapie bei Anwendung von Mepolizumab für die Indikation CRSwNP im deutschen Gesundheitssystem auf der Grundlage eines Dokumentationsbogens gegeben.
Schlussfolgerungen: Das Verständnis für die immunologischen Grundlagen der CRSwNP eröffnet neue nicht operative Therapieansätze mit Biologika für Patienten mit schweren, unkontrollierten Verlaufsformen. Hier geben wir Empfehlungen für die Verlaufskontrolle, das Einhalten von Therapieintervallen, eventuelle Therapiepausen oder eine Beendigung der Therapie bei einer Mepolizumab-Behandlung als Zusatztherapie mit intranasalen Glukokortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Glukokortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Autorisierter Nachdruck der Publikation:
Klimek L, Förster-Ruhrmann U, Olze H et al. Positionspapier: Empfehlungen zur Überprüfung der Wirksamkeit und Verlaufsdokumentation von Mepolizumab bei CRSwNP im deutschen Gesundheitssystem. Empfehlungden der AeDa und DGHNO. LRO 2023; 102: 1-11.


Zitierung:
Klimek L, Förster-Ruhrmann U, Olze H, et al. Monitoring mepolizumab treatment in chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP): Discontinue, change, continue therapy? Allergol Select. 2024; 8: 26-39.
DOI 10.5414/ALX02460ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Review
Monitoring mepolizumab treatment in chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP): Discontinue, change, continue therapy?
Ludger Klimek, Ulrike Förster-Ruhrmann, Heidi Olze, Achim G. Beule, Adam M. Chaker, Jan Hagemann, Tilman Huppertz, Thomas K. Hoffmann, Stefan Dazert, Thomas Deitmer, Sebastian Strieth, Holger Wrede, Wolfgang W. Schlenter, Hans-Jürgen Welkoborsky, Barbara Wollenberg, Sven Becker, Fredericke Bärhold, Felix Klimek, Ingrid Casper, Jaron Zuberbier, Claudia Rudack, Mandy Cuevas, Constantin A. Hintschich, Orlando Guntinas-Lichius, Timo Stöver, Christoph Bergmann, Pascal Werminghaus, Oliver Pfaar, Jan Gosepath, Moritz Gröger, Caroline Beutner, Martin Laudien, Rainer K. Weber, Tanja Hildenbrand, Anna S. Hoffmann, and Claus Bachert
Volume 8 (2024) p. 26 - 39
Abstract
Allergologie select, Vol. 8/2024 (26-39)
Monitoring mepolizumab treatment in chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP): Discontinue, change, continue therapy?
Ludger Klimek1, Ulrike Förster-Ruhrmann2, Heidi Olze2, Achim G. Beule3,4, Adam M. Chaker5,6, Jan Hagemann7, Tilman Huppertz7, Thomas K. Hoffmann8, Stefan Dazert9, Thomas Deitmer10, Sebastian Strieth11, Holger Wrede12, Wolfgang W. Schlenter13, Hans-Jürgen Welkoborsky14, Barbara Wollenberg5, Sven Becker15, Fredericke Bärhold15, Felix Klimek1, Ingrid Casper1, Jaron Zuberbier2, Claudia Rudack3, Mandy Cuevas16, Constantin A. Hintschich17, Orlando Guntinas-Lichius18, Timo Stöver19, Christoph Bergmann20, Pascal Werminghaus21, Oliver Pfaar22, Jan Gosepath23, Moritz Gröger24, Caroline Beutner25, Martin Laudien26, Rainer K. Weber27, Tanja Hildenbrand28, Anna S. Hoffmann29, and Claus Bachert30
1Center for Rhinology and Allergology, Wiesbaden, 2HNO-University Clinic Charité, Berlin, 3Clinic for Otorhinolaryngology, Münster University Hospital, 4Clinic for Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery at Greifswald University Medical Center, 5Department of Otolaryngology - Head and Neck Surgery, Klinikum rechts der Isar, Technical University of Munich, Munich, 6Center of Allergy and Environment (ZAUM) of the Technical University of Munich, 7Clinic and Polyclinic for Otolaryngology, University Medical Center Mainz, Mainz, 8Department of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, University of Ulm, Ulm, 9Clinic for Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, Ruhr University Bochum, St. Elisabeth Hospital, 10German Society for Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, Bonn, 11Clinic and Polyclinic for Otorhinolaryngology, University Hospital Bonn, 12Ear, nose and throat specialist, Herford, 13Medical Association of German Allergists, Wiesbaden, 14Clinic for Ear, Nose and Throat Medicine, Head and Neck Surgery, Nordstadt Clinic of the KRH, Hannover, 15HNO-University Clinic Tübingen, 16K Clinic and Polyclinic for Otolaryngology, University Hospital Carl Gustav Carus, TU Dresden, Dresden, 17Clinic and Polyclinic for Ear, Nose and Throat Medicine, University Hospital Regensburg, Regensburg, 18Clinic for Otorhinolaryngology, Jena University Hospital, 19Otorhinolaryngology University Clinic Frankfurt am Main, 20HNO RKM740 Interdisciplinary Specialist Clinic, Düsseldorf, Germany, 21Praxis für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Allergologie, Düsseldorf, 22Kl Clinic for Ear, Nose and Throat Medicine, University Hospital Giessen and Marburg GmbH, Marburg site, Philipps University Marburg, Marburg, 23Clinic for Otorhinolaryngology, HSK Wiesbaden, 24Clinic and Polyclinic for Otorhinolaryngology, University Hospital LMU Munich, 25K Department of Dermatology, Venereology and Allergology, University Medical Center Göttingen, Germany Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, 26Department of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, Kiel University, University Medical Centre Schleswig-Holstein, Kiel, 27Clinic for Otorhinolaryngology, Karlsruhe Municipal Hospital, 28Department of Ear, Nose and Throat Medicine, Freiburg University Medical Center, 29Clinic for Ear, Nose and Throat Medicine, University Medical Center Hamburg-Eppendorf, 30Kli Upper Airways Research Laboratory and Department of Oto-Rhino-Laryngology, Ghent University and Ghent, University Hospital, Ghent, Belgien
Background: Chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP) is a multifactorial inflammatory disease of the mucous membranes of the nose and sinuses. Eosinophilic inflammation is described as a common endotype. The anti-IL-5 antibody mepolizumab was approved in November 2021 as an add-on therapy to intranasal glucocorticosteroids for the treatment of adults with severe chronic rhinosinusitis with nasal polyps when systemic glucocorticosteroids or surgery do not provide adequate disease control. While national and international recommendations exist for the use of mepolizumab in CRSwNP, it has not yet been adequately specified how this therapy should be monitored, what follow-up documentation is necessary, and when it should be discontinued if necessary. Materials and methods: A literature search was performed to analyze previous data on the treatment of CRSwNP with mepolizumab and to determine the available evidence by searching Medline, Pubmed, the national and international trial and guideline registries, and the Cochrane Library. Human studies published in the period up to and including 10/2022 were considered. Results: Based on the international literature and previous experience by an expert panel, recommendations for follow-up, adherence to therapy intervals, and possible therapy breaks as well as discontinuation of therapy when using mepolizumab for the indication CRSwNP in the German healthcare system are given on the basis of a documentation sheet. Conclusion: Understanding the immunological basis of CRSwNP opens up new non-surgical therapeutic approaches with biologics for patients with severe, uncontrolled courses. Here, we provide recommendations for follow-up, adherence to therapy intervals, possible therapy pauses, or discontinuation of therapy when mepolizumab is used as add-on therapy with intranasal glucocorticosteroids to treat adult patients with severe CRSwNP that cannot be adequately controlled with systemic glucocorticosteroids and/or surgical intervention.Correspondence to:
Professor Dr. med. L. Klimek, Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, An den Quellen 10, 65183 Wiesbaden, Germany
Email: [email protected]
Chronische Rhinosinusitis
Kontrolle des Verlaufs einer Behandlung mit Mepolizumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Monitoring mepolizumab treatment in chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP): Discontinue, change, continue therapy?
L. Klimek, U. Förster-Ruhrmann, H. Olze, A.G. Beule, A. Chaker, J. Hagemann, T. Huppertz, T.K. Hoffmann, S. Dazert, T. Deitmer, S. Strieth, H. Wrede, W. Schlenter, H.J. Welkoborsky, B. Wollenberg, S. Becker, F. Bärhold, F. Klimek, I. Casper, J. Zuberbier, C. Rudack, M. Cuevas, C.A. Hintschich, O. Guntinas-Lichius, T. Stöver, C. Bergmann, P. Werminghaus, O. Pfaar, J. Gosepath, M. Gröger, C. Beutner, M. Laudien, R.K. Weber, T. Hildenbrand, A.S. Hoffmann und C. Bachert
Price
42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 593 - 608
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 12/2025, S. 593-608
Kontrolle des Verlaufs einer Behandlung mit Mepolizumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
L. Klimek1, U. Förster-Ruhrmann2, H. Olze2, A.G. Beule3#4, A. Chaker5#6, J. Hagemann7, T. Huppertz7, T.K. Hoffmann8, S. Dazert9, T. Deitmer10, S. Strieth11, H. Wrede12, W. Schlenter13, H.J. Welkoborsky14, B. Wollenberg5, S. Becker15, F. Bärhold15, F. Klimek1, I. Casper1, J. Zuberbier2, C. Rudack3, M. Cuevas16, C.A. Hintschich17, O. Guntinas-Lichius18, T. Stöver19, C. Bergmann20, P. Werminghaus21, O. Pfaar22, J. Gosepath23, M. Gröger24, C. Beutner25, M. Laudien26, R.K. Weber27, T. Hildenbrand28, A.S. Hoffmann29 und C. Bachert30
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, 4Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Universitätsmedizin Greifswald, 5Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, TUM School of Medicine, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 6Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM), TUM School of Medicine, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 7Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsmedizin Mainz, 8Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Ulm, 9Klinik für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Ruhr-Universität Bochum, St. ElisabethHospital, 10Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Bonn, 11Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Bonn, 12Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, 13Ärzteverband Deutscher Allergologen, Wiesbaden, 14Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Klinikum Hannover, 15Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Tübingen, 16Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden, 17Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, 18Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Jena, 19Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Frankfurt am Main, 20Praxis für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Klinik RKM 740, Düsseldorf, 21Praxis für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Allergologie, Düsseldorf, 22Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg, 23Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HSK Wiesbaden, 24Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum LMU München, 25Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergiezentrum Südniedersachsen, Universitätsmedizin Göttingen, 26Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Kiel, 27Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Städtisches Klinikum Karlsruhe, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, 29Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 30Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gent, Belgien
Hintergrund: Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) ist eine multifaktorielle entzündliche Erkrankung der Schleimhäute von Nase und Nasennebenhöhlen. Eine eosinophile Entzündung wird als häufiger Endotyp beschrieben. Der anti-IL5 Antikörper Mepolizumab ist seit November 2021 als Zusatztherapie zu intranasalen Glukokortikosteroiden für die Behandlung Erwachsener mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen zugelassen, wenn systemische Glukokortikosteroide oder eine Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle bewirken. Während nationale und internationale Empfehlungen für den Einsatz von Mepolizumab bei CRSwNP existieren, ist bislang nicht hinreichend festgelegt worden, wie diese Therapie überwacht wird, welche Folgedokumentation notwendig ist und wann sie ggf. beendet werden sollte.
Methoden: In einer Literatursuche wurden die bisherigen Daten zur Behandlung der CRSwNP mit Mepolizumab analysiert und die vorhandene Evidenz durch Recherchen in Medline, Pubmed sowie den nationalen und internationalen Studien- und Leitlinien-Registern und der Cochrane Library ermittelt. Es wurden Humanstudien berücksichtigt, die im Zeitraum bis einschließlich 10/2022 publiziert wurden.
Ergebnis: Basierend auf der internationalen Literatur und bisherigen Erfahrungen werden von einem Expertengremium Empfehlungen für die Verlaufskontrolle, das Einhalten von Therapieintervallen und eventuelle Therapiepausen, sowie eine Beendigung der Therapie bei Anwendung von Mepolizumab für die Indikation CRSwNP im deutschen Gesundheitssystem auf der Grundlage eines Dokumentationsbogens gegeben.
Schlussfolgerungen: Das Verständnis für die immunologischen Grundlagen der CRSwNP eröffnet neue nicht operative Therapieansätze mit Biologika für Patienten mit schweren, unkontrollierten Verlaufsformen. Hier geben wir Empfehlungen für die Verlaufskontrolle, das Einhalten von Therapieintervallen, eventuelle Therapiepausen oder eine Beendigung der Therapie bei einer Mepolizumab-Behandlung als Zusatztherapie mit intranasalen Glukokortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Glukokortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Publikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
Autorisierter Nachdruck der Publikation:
Klimek L, Förster-Ruhrmann U, Olze H et al. Positionspapier: Empfehlungen zur Überprüfung der Wirksamkeit und Verlaufsdokumentation von Mepolizumab bei CRSwNP im deutschen Gesundheitssystem. Empfehlungden der AeDa und DGHNO. LRO 2023; 102: 1-11.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
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