Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 3/2012, S. 111–119
Formoterol – Indikationen, Sicherheitsprofil und Inhalationssysteme
K. Husemann und M. Kohlhäufl
Klinik Schillerhöhe, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen
Formoterol ist der erste entwickelte inhalative, hochselektive Beta-2-Agonist, der einen schnellen bronchodilatatorischen Effekt mit einer langen Wirkdauer > 12 h vereint. Die Substanz ist in vielen großen Studien bezüglich Sicherheits- und Nebenwirkungsprofil geprüft worden. Die Anwendung von Formoterol im Rahmen der leitliniengerechten Therapie bei Asthma bronchiale (nur in Kombination mit inhalativen Steroiden) und bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ist wirksam und sicher. Zur Anwendung von Formoterol stehen verschiedene Inhalationssysteme zur Verfügung, sodass abhängig von Grunderkrankung und Schweregrad, Koordinationsfähigkeit, inspiratorischem Fluss und Patientenpräferenz ein individuell geeignetes System für die Monooder Kombinationstherapie ausgewählt werden kann.Correspondence to:
Prof. Dr. med. M. Kohlhäufl
Klinik Schillerhöhe
Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen
Solitudestraße 18
D–70839 Gerlingen
Email: [email protected]
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 41, Nr. 11/2015, S. 522–532
Gasauswaschtests – Wiederentdeckung alter Techniken
K. Husemann1 und M. Kohlhäufl2
1Praxis für Pneumologie und Allergologie, MVZ Klinikum Kempten GmbH, 2Robert-Bosch-Krankenhaus, Klinik Schillerhöhe, Gerlingen
In den letzten Jahren lebt das Interesse an Gasauswaschverfahren wieder auf. Als komplementäre Lungenfunktionstests messen diese die Gleichmäßigkeit der Verteilung der Ventilation. Sie sind insbesondere für die Frühdiagnostik von Atemwegserkrankungen sowie für das Monitoring von Erkrankungen der kleinen Atemwege interessant. Angesichts technischer Fortschritte sind Gasauswaschtests heute einfacher als früher in der Handhabung. Für Stickstoffauswaschtests als besonders praktikable Variante sind inzwischen kommerzielle Geräte für den klinischen Einsatz erhältlich. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über den theoretischen Hintergrund, praktische und technische Aspekte der verschiedenen Gasauswaschtests und erläutert klinische Anwendungsmöglichkeiten.Correspondence to:
Dr. med. K. Husemann
Praxis für Pneumologie und Allergologie
MVZ Klinikum Kempten GmbH
Robert-Weixler-Straße 48a
D–87439 Kempten
Email: [email protected]
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 4/2020, S. 219-231
Unspezifische bronchiale Provokation
K. Husemann
Praxis für Pneumologie und Allergologie, MVZ Klinikum Kempten
Die Messung und Quantifizierung der unspezifischen bronchialen Hyperreagibilität (BHR) ist ein wichtiger Baustein in der pulmonalen Funktionsdiagnostik bei klinischem Verdacht auf ein Asthma bronchiale. Die BHR gilt als klassisches Kennzeichen eines Asthma bronchiale, ist jedoch nicht spezifisch für die Erkrankung. Der am weitesten verbreitete direkte Provokationstest mit Methacholin gehört zu den Routineuntersuchungen in der pneumologischen Praxis und wird regelmäßig im Rahmen von arbeitsmedizinischen Gutachten angewendet. Der fehlende Nachweis einer BHR im Methacholintest kann ein Asthma zum Untersuchungszeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen. Für den klinischen Alltag empfohlen werden in Deutschland validierte 4- bis 5-stufige Protokolle, welche für alle Stufen nur eine Konzentration der Provokationssubstanz verwenden und auf der ersten Stufe mit einer niedrigen Eingangsdosis starten (≤ 15 μg Methacholin). Primäre Zielkriterien sind ein Abfall der FEV1 um ≥ 20% und/oder eine Verdopplung des spezifischen Atemwegswiderstandes sRaw bei gleichzeitigem Erreichen eines Absolutwerts von ≥ 2,0 kPa∙s. Die in Deutschland praktizierten und etablierten Testverfahren entsprechen in wichtigen Punkten den neuesten internationalen Empfehlungen der European Respiratory Society 2017.Correspondence to:
Dr. Kim Husemann
Praxis für Pneumologie und Allergologie
MVZ Klinikum Kempten
Robert-Weixler-Straße 48a
87439 Kempten
Email: [email protected]
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 3/2024, S. 111-184
Aktuelle Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Deutsche Atemwegsliga (DAL), Deutsche Lungenstiftung (DLS) sowie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (D
C.P. Criée1, H.J. Smith2, A.M. Preisser3, D. Bösch4, U. Butt5, M.M. Borst6, N. Hämäläinen7, K. Husemann8, R.A. Jörres9, P. Kardos10, C. Lex11, F.J. Meyer12, D. Nachtigall13† D. Nowak9, U. Ochmann9, W. Randerath14, A. Schüz15, B. Schucher16, J. Spiesshoefer17, C. Taube18, S. Walterspacher19, M. Wollsching-Strobel20, H. Worth21, M. Gappa22 und W. Windisch20
1Praxis für Innere Medizin und Pneumologie, Northeim, 2Research in Respiratory Diagnostics, Berlin, 3Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 4Lungenpraxis Dr. Bösch, Landshut, 5Deutsche Atemwegsliga e. V., Bad Lippspringe, 6DGP-Akademie, Berlin, 7Berlin, 8MVZ Klinikum Kempten – Praxis für Pneumologie und Allergologie, Kempten, 9Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, LMU München, 10Lungenzentrum Maingau, Frankfurt, 11Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Neonatologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, 12Lungenzentrum München (Bogenhausen- Harlaching), München, 13Hamburg, 14Krankenhaus Bethanien gGmbH, Klinik für Pneumologie und Allergologie, Solingen, 15Atemhilfe, Berlin, 16LungenClinic, Grosshansdorf, 17Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Aachen, 18Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik, Essen, 19Klinikum Konstanz – Sektion Pneumologie, Konstanz, Universität Witten/Herdecke, Witten, 20Kliniken der Stadt Köln, Köln-Merheim, Universität Witten/Herdecke, 21Pneumologische und kardiologische Gemeinschaftspraxis, Fürth, 22Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Klinik für Kinder und Jugendliche, Düsseldorf
Aus der Einleitung
Messungen der Lungenfunktion stellen einen Kernbereich in der Diagnostik von Lungenerkrankungen dar und sind etablierter Standard in der diagnostischen Abklärung von Dyspnoe und Husten. Dabei stehen sehr unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung, die jeweils mehrere und mitunter eine Vielzahl von Messparametern erlauben. Wesentlich für die Interpretation von Lungenfunktionswerten sind der Einsatz jeweils geeigneter Messverfahren, die Etablierung verlässlicher Normwerte sowie eine weiterführende Stadieneinteilung des Schweregrades einer etablierten Einschränkung. In diesem Sinne ergeben sich aus den Einschränkungen, wie sie in der Lungenfunktionsdiagnostik etabliert sind, weitere diagnostische und/oder auch therapeutische Schritte, wie sie in den Leitlinien zu den jeweils entsprechenden Erkrankungen formuliert sind, wie zum Beispiel zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).
Die letzten deutschen Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik stammen aus dem Jahr 2015 als Leitlinie zur Spirometrie [1]. 2022 wurde ein offizielles Dokument der Europäischen Fachgesellschaft (ERS = European Respiratory Society) in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Fachgesellschaft (ATS = American Thoracic Society) publiziert [2], in welchem neue Interpretationen von routinemäßigen Lungenfunktionstests vorgestellt worden sind. Betroffen sind die Spirometrie, die Bodyplethysmographie, die Diffusionskapazität, der Bronchodilatationstest sowie die Referenzwerte.
Diese Empfehlungen werden in dieser Arbeit vorgestellt und kritisch diskutiert. Darüber hinaus werden in weiteren Kapiteln die aktuellen Standards zur unspezifischen bronchialen Provokation, zur atemmuskulären Funktionsdiagnostik und zur forcierten Oszillometrie beschrieben. Die aktuelle Arbeit stellt damit eine Aktualisierung der Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik dar. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, das ein Kompendium Lungenfunktionsdiagnostik [3] weiterführende Informationen zu den genannten Untersuchungsmethoden beinhaltet.
Prof. Dr. med. Carl-Peter Criée,
Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga
und
Prof. Dr. med. Wolfram Windisch,
Präsident der DGPCorrespondence to:
Prof. Dr. Carl-Peter Criée
Praxis für Pneumologie
Albert-Schweitzer-Weg 9
37154 Northeim
Email: [email protected]