Originalarbeit
Spezifische IgE-Werte gegen Aero- und Nahrungsmittelallergene im Vergleich: Dr. Fooke ALLERG-O-LIQ und Pharmacia CAP-System
Allergen-specific IgE-values to inhalants and food allergens: Dr. Fooke ALLERGO- LIQ versus Pharmacia CAP-System
J. Kleine-Tebbe, K. Breuer, U. Lepp, S. Vieths, M. Worm, G. Kunkel, U. Wahn und S. Lau
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 129 - 135
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 4/2004, S. 129–135
Spezifische IgE-Werte gegen Aero- und Nahrungsmittelallergene im Vergleich: Dr. Fooke ALLERG-O-LIQ und Pharmacia CAP-System
J. Kleine-Tebbe1, K. Breuer2, U. Lepp3, S. Vieths4, M. Worm5, G. Kunkel1,6, U. Wahn7 und S. Lau7
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 3Medizinische Klinik, Forschungszentrum Borstel, 4Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 5Klinik für Dermatologie,
Zwei In-vitro-Tests zur Bestimmung allergenspezifischer IgE-Antikörper (sIgE) wurden verglichen, indem Seren mit sIgE gegen häufige Aero- (Birke t3, Lieschgras g6, Beifuß w6, Hund e5, Katze e1, Hausstaubmilbe D. pter. d1) und Nahrungsmittelallergene (NMA) (Hühnerei f1, Kuhmilch f2, Weizenmehl f4, Sojabohne f14, Haselnuß f17, Apfel f49) mit beiden Methoden bestimmt wurden. Abhängig vom Allergen stimmten die quantitativen Werte, angegeben als kU/l, unterschiedlich überein: Allergen/n t3/48, g6/47, w6/39, e1/40, e5/42, d1/39; Spearman rho 0,95***, 0,9***, 0,82***, 0,9***, 0,82***, 0,85***; Allergen/n f1/37, f2/38, f4/68, f14/52, f17/40, f49/40; Spearman rho 0,84***, 0,6***, 0,6***, 0,31*, 0,68***, 0,82***; *** p < 0,001; * p < 0,05. Während die Aeroallergene (t3, g6, e1, e5) im Punktediagramm eine mäßige Streuung um die ideale Regressionsgrade zeigten, waren die sIgE-Werte gegen NMA (f2, f4, f14, f17) stärker gestreut. Unterschiedlich ausgeprägte Assoziation und Streuung, abhängig vom Allergen, spiegelten sich in gleicher Weise beim Vergleich der semiquantitativen Klassen beider Systeme wider. Fazit: Allergene mit dominantem Majorallergen (z.B. t3, e1, f1) sind weniger problematisch als komplexe Allergene (z.B. d1) beim Vergleich von unterschiedlichen IgE-Bestimmungsmethoden. Allergenspezifische IgE-Werte gegen Aeroallergene stimmen besser überein als gegen NMA. Gleiche Einheiten (kU/l) garantieren keine exakte Übereinstimmung allergenspezifischer IgE-Antikörperkonzentrationen. Die Untersuchung beschränkt sich auf die analytische Übereinstimmung der Methoden; die diagnostische Übereinstimmung konnte aufgrund fehlender klinischer Daten nicht ermittelt werden. Vergleichsstudien dieser Art sind dennoch sinnvoll und hilfreich als Orientierung zur aktuellen Vergleichbarkeit unterschiedlich gemessener IgE-Werte und für eine zukünftige Optimierung wichtiger Allergene für die IgE-Bestimmung.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Übersicht
Aktuelles zur Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 391 - 401
Abstract
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Nahrungsmittelallergien sind bei Patienten mit atopischer Dermatitis insbesondere im Kindesalter häufig und werden hier oft durch Grundnahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Sojabohne und Weizen ausgelöst. Während klassische Soforttypreaktionen recht häufig beobachtet werden, wird das Vorkommen oral provozierbarer ekzematöser Spätreaktionen im Sinne einer Exazerbation der atopischen Dermatitis nach wie vor kontrovers diskutiert. Wir haben daher anhand eines Kollektivs von 64 Kindern mit atopischer Dermatitis im Alter von 1 – 10 Jahren untersucht, inwieweit Ekzemverschlechterungen durch die oben genannten Nahrungsmittel ausgelöst werden können. In diesem Zusammenhang wird die relevante Literatur der letzten Jahre diskutiert. Insgesamt fielen 46% der Nahrungsmittelprovokationen positiv aus. Es kam bei 43% der positiv ausfallenden Provokationen zu alleinigen Soforttypreaktionen, während in 12% der Fälle alleinige Ekzemverschlechterungen beobachtet wurden. Bei 45% der positiven Provokationen manifestierte sich zunächst eine Soforttypreaktion mit darauffolgender Ekzemverschlechterung. Eine Korrelation der Provokationsergebnisse mit dem nahrungsmittelspezifischen IgE und den Resultaten von Atopie-Patchtesten ergab eine relativ geringe Zuverlässigkeit von In-vitro- und Hauttesten insbesondere für die ekzematösen Spätreaktionen. Aus diesem Grunde erscheinen doppelblinde plazebokontrollierte Provokationstestungen nach wie vor unverzichtbar für die akkurate Diagnosestellung der Nahrungsmittelallergie bei Patienten mit atopischer Dermatitis.Correspondence to:
Dr. med. Kristine Breuer
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Originalarbeiten
SEB-Oktapeptide induzieren eine enterotoxinspezifische T-Zellantwort bei atopischer Dermatitis
K. Breuer, S. Dubinker, A. Kapp, und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 383 - 392
Abstract
K. Breuer1,2, S. Dubinker2, A. Kapp1,2 und T. Werfel2
1Nordseeklinik Norderney, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Hintergrund: Staphylogene Enterotoxine sind mittlerweile in ihrer Eigenschaft als Triggerfaktoren der atopischen Dermatitis gut untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass Enterotoxine wie das staphylogene Enterotoxin B (SEB) nicht nur als Superantigene, sondern auch als Allergene fungieren, welche spezifische IgE-Antikörper induzieren. Der Nachweis enterotoxinspezifischer IgE-Antikörper bei Patienten mit atopischer Dermatitis ist hinweisend auf die Existenz enterotoxinspezifischer T-Zellen, welche in ihrer Funktion als T-Helferzellen bei der Synthese spezifischer IgE-Antikörper Hilfe leisten und darüber hinaus durch die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine zur kutanen Entzündung direkt beitragen könnten. Da Enterotoxine in ihrer Eigenschaft als Superantigene zu einer unspezifischen T-Zellaktivierung führen, ist es nicht möglich, in vitro zwischen einer enterotoxinreaktiven (superantigenmediierten) und einer enterotoxinspezifischen (allergenmediierten) T-Zellantwort zu unterscheiden. Wir haben daher die T-Zellantwort gegenüber 30 sequentiellen Oktapeptiden des SEB-Moleküls untersucht. Aufgrund ihrer Struktur reflektiert eine Antwort gegenüber diesen Peptiden eine SEB-spezifische T-Zellantwort. Methoden: Mononukleäre Zellen aus peripherem Blut von Patienten mit atopischer Dermatitis und einer Sensibilisierung gegenüber dem SEB-Molekül (bestimmt mittels CAP FEIA) sowie gesunden Kontrollen wurden mit SEB-Peptiden inkubiert. Die Proliferation wurde mittels Vibrant CFDA SE Cell Tracer Assay bestimmt. Peptidreaktive T-Zellklone wurden mittels der Grenzwertverdünnungsmethode (“limiting dilution”) aus peripherem Blut und läsionaler Haut von Patienten gewonnen, die im Proliferationsassay eine Reaktion gegenüber mindestens einem Oktapeptid gezeigt hatten. Die Frequenz der peptidreaktiven T-Zellen in peripherem Blut und läsionaler Haut wurde berechnet. Ergebnisse: 70% der gegenüber SEB sensibilisierten Patienten zeigten eine proliferative Antwort gegenüber mindestens einem der 30 Peptide. Wir konnten 2 Peptide identifizieren, welche besonders häufig eine T-Zellaktivierung induzierten. Die Frequenzen der peptidreaktiven T-Zellen in peripherem Blut und läsionaler Haut waren mit 0,1 – 0,5% aller isolierten T-Zellen im Vergleich zu etablierten Allergenen unter diesen Kulturbedingungen eher niedrig. Es konnten peptidspezifische T-Zellklone aus peripherem Blut und läsionaler Haut generiert werden. Die Restimulation dieser T-Zellklone mit den entsprechenden Oktapeptiden führte zu eher niedrigen Stimulationsindices. Die meisten der peptidreaktiven T-Zellklone waren CD4+ und wiesen ein TH0- oder TH1-Zytokinprofil auf. Schlussfolgerungen: Diese Daten zeigen, dass eine enterotoxinspezifische T-Zellantwort bei Patienten mit atopischer Dermatitis und einer Sensibilisierung gegenüber staphylogenen Enterotoxinen in läsionaler Haut und peripherem Blut nachweisbar ist, welche aber wahrscheinlich von deutlich geringerer klinischer Bedeutung ist als die durch Superantigene induzierte T-Zellantwort.Correspondence to:
Dr. med. Kristine Breuer
Nordseeklinik Norderney
Bülowallee 6
D-26548 Norderney
Email: [email protected]
Editorial
R. Stachow, K. Breuer und J. Westenhöfer
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 21 p. 1 - 2
Abstract
R. Stachow, K. Breuer und J. Westenhöfer
Autorenreferate
6. Gemeinsame Jahrestagung der AG Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (AGAS) und der AG Neurodermitisschulung e.V. (AGNES), am 13. und 14. Februar 2009 in Hamburg
K. Breuer, R. Stachow und J. Westenhöfer
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 21 p. 3 - 26
Abstract
K. Breuer, R. Stachow und J. Westenhöfer
Originalarbeit
Unfallversicherungsrechtliche (Nach-) Begutachtung bei atopischer Dermatitis – ein Diskussionsbeitrag
C. Skudlik, K. Breuer, H. Allmers und S.M. John
Jahrgang 57 p. 18 - 28
Abstract
C. Skudlik1,2, K. Breuer2, H. Allmers1 und S.M. John1,2
1Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück, 2Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück und Dermatologisches Zentrum, Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
Für den berufsdermatologischen Gutachter stellt die Begutachtung von Personen mit atopischer Dermatitis bzw. atopischem Handekzem häufig eine besondere Herausforderung dar. Neben der diagnostischen Einordnung des Erkrankungsbildes und der Abgrenzung zu anderen Ekzemformen ist nicht selten der Aspekt der Kausalitätsbeurteilung diffizil, da sowohl die Bedeutung endogener als auch exogener Einflussfaktoren medizinisch zu prüfen ist und hieraus versicherungsrechtliche Schlussfolgerungen gezogen werden müssen. Insbesondere immer dann, wenn ein ursprünglich beruflich verursachtes atopisches Ekzem auch längere Zeit nach Aufgabe der schädigenden Tätigkeit fortbesteht, kann die Beurteilung, ob die bestehenden Hautveränderungen noch Folgen der Berufserkrankung oder aber primär Ausdruck eines eigendynamischen Erkrankungsgeschehens sind, schwierig sein. Zur Beurteilung eines möglichen Zusammenhanges eines weiterhin bestehenden atopischen Ekzems nach erfolgter Aufgabe der schädigenden Tätigkeit liegt bislang ein allgemein gültiger Algorithmus nicht vor, daher sind die verschiedenen zur Diskussion stehenden konkurrierenden (endogenen wie exogenen) Verursachungs-Faktoren für jeden Einzelfall kritisch gegeneinander abzuwägen.Correspondence to:
Priv.-Doz. Dr. C. Skudlik; Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück und Dermatologisches Zentrum, Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg, Universität Osnabrück, Sedanstraße 115, 49090 Osnabrück
Email: [email protected]
Allergie: Eine systemische Entzündung
Zu allergischen Entzündungsreaktionen der Haut
Allergic inflammatory skin reactions
Th. Werfel, M. Wittmann, K. Breuer und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 108 - 116
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 2/2002, S. 108–116
Zu allergischen Entzündungsreaktionen der Haut
Th. Werfel, M. Wittmann, K. Breuer und A. Kapp
Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
An allergischen Entzündungsreaktionen der Haut sind sowohl konstitutive Zellen der Dermis und Epidermis als auch aus der Zirkulation eingewanderte Leukozyten beteiligt. Das Verständnis zur Rolle der unterschiedlichen Zelltypen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. In der vorliegenden Übersichtsarbeit wird auf Funktionen von Keratinozyten, dermalen Endothelzellen sowie antigenpräsentierenden Zellen der Haut und hautinfiltrierenden T-Lymphozyten im einzelnen eingegangen. Da insbesondere allergische Ekzemkrankheiten durch eine Infiltration von T-Zellen in das entzündete Organ gekennzeichnet sind, wird auf diesen Zelltyp näher eingegangen. Die Arbeit schließt mit Überlegungen zu therapeutischen Perspektiven, in denen immunmodulatorische Prinzipien bei allergischen Hautreaktionen angewandt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Th. Werfel
Klinik für Dermatologie und
Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Atopische Dermatitis
Der Einfluß infektiöser Mikroorganismen auf den Verlauf der atopischen Dermatitis
The influence of infectious microorganisms on atopic dermatitis
K. Breuer, A. Kapp und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 256 - 263
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 5/2002, S. 256–263
Der Einfluß infektiöser Mikroorganismen auf den Verlauf der atopischen Dermatitis
K. Breuer, A. Kapp und T. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Der Einfluß von Infektionen auf die Manifestation atopischer Erkrankungen ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen der letzten Jahre. Ein Zusammenhang zwischen einer Abnahme von viralen und bakteriellen Infekten und einer Zunahme der Inzidenz atopischer Erkrankungen konnte in verschiedenen Studien herausgearbeitet werden. Darüberhinaus können infektiöse Mikroorganismen als Provokationsfaktoren der atopischen Dermatitis nicht nur zu Superinfektionen führen, sondern auch zu einer Verschlechterung des Ekzems selbst beitragen. Insbesondere S. aureus bzw. staphylogene Exotoxine können durch eine Beeinflussung der T-Zell-Antwort zu einer Förderung der kutanen Inflammation führen. Der Einfluß der staphylogenen Exotoxine auf die atopische Dermatitis und ihre mögliche Funktion als Superantigene und konventionelle Allergene werden in diesem Artikel diskutiert. Ein Zusammenhang zwischen einer kutanen Kolonisierung und einer Verschlechterung der atopischen Dermatitis wurde auch für den lipophilen Sproßpilz Pityrosporon ovale gefunden, der als Bestandteil der normalen Hautflora in talgdrüsenreichen Arealen nachweisbar ist und insbesondere als Triggerfaktor der “head and neck dermatitis” diskutiert wird. Die Bedeutung von Candida-Spezies bei der Pathogenese der atopischen Dermatitis erscheint vor dem Hintergrund bislang erhobener Daten dagegen eher fragwürdig.Correspondence to:
Dr. med. K. Breuer
Klinik und Poliklinik
für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Hautschutz
Schutzhandschuhe für Beschäftigte im metallbearbeitenden Wirtschaftszweig unter besonderer Berücksichtigung von Sensibilisierungen gegenüber Thiuramen, Dithiocarbamaten und/oder Mercaptobenzothiazolen
Protective gloves for employees in the metal industry under special consideration of existing sensitizations to thiurams, dithiocarbamates and/or mercaptobenzothiazoles
M. Müller, B. Wulfhorst, K. Breuer und S.M. John
Jahrgang 57 p. 148 - 157
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 57, Nr. 4/2009, S. 148–157
Schutzhandschuhe für Beschäftigte im metallbearbeitenden Wirtschaftszweig unter besonderer Berücksichtigung von Sensibilisierungen gegenüber Thiuramen, Dithiocarbamaten und/oder Mercaptobenzothiazolen
M. Müller, B. Wulfhorst, K. Breuer und S.M. John
Institut für interdisziplinäre und Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Dermatologisches Zentrum, Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
Schutzhandschuhe als wesentlicher Teil der persönlichen Schutzausrüstung in metallbearbeitenden Betrieben stellen die überwiegende Ursache für Sensibilisierungen gegen Thiurame und Dithiocarbamate dar. Diese Gummihilfsstoffe werden bei der Handschuhproduktion als Vulkanisatoren und Beschleuniger eingesetzt. Thiuramen wird dabei das höchste Sensibilisierungspotenzial zugeschrieben, wobei es nicht selten zu einer kombinierten positiven Epikutantestreaktion gegen strukturverwandte Dithiocarbamate kommt. Im Sinne einer präventionsorientierten Beratung und adäquaten Handschuhversorgung sollte ein Thiuram-Allergiker nicht mit einem Handschuh versorgt werden, der Dithiocarbamate enthält. Ziel dieser Arbeit war es, eine Liste zu erstellen, die einen Überblick über enthaltene Vulkanisationsbeschleuniger in Schutzhandschuhen gibt, denen eine uneingeschränkte Beständigkeit gegenüber Kühlschmierstoffen, Ölen und Fetten vom Hersteller bescheinigt wird. Damit soll die Auswahl geeigneter Handschuhe für entsprechend sensibilisierte Patienten in diesem Tätigkeitsbereich erleichtert werden. Die Erhebung der Daten erfolgte bei zuvor ausgewählten Handschuhherstellern. Nach der Analyse der Informationen wurden sie in einer tabellarischen Liste zusammengefasst. Als Ergebnis zeigte sich, dass die als erste Wahl bei Hautkontakt mit Kühlschmierstoffen, Ölen und Fetten empfohlenen Nitrilhandschuhe alle einen Vulkanisationsbeschleuniger enthalten, zumeist Dithiocarbamate. Drei Schutzhandschuhe mit uneingeschränkter Eignung für den Kontakt zu Kühlschmierstoffen, Ölen und Fetten sind frei von Thiuramen, Dithiocarbamaten und Mercaptobenzothiazolen. Mithilfe dieser Liste soll die Beratung und Auswahl adäquater Schutzhandschuhe erleichtert und zusätzlichen Sensibilisierungen vorgebeugt werden.Correspondence to:
M. Müller
iDerm, Standort BUKH
Bergedorfer Straße 10
D–21033 Hamburg
Email: [email protected]
Originalarbeit
Ethylenoxid als berufliches Kontaktallergen – ein unterschätztes Problem?
Ethylene oxide as an occupational contact allergen – an underestimated problem?
K. Breuer, M. Worm, C. Skudlik und S.M. John
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 331 - 336
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 8/2010, S. 331–336
Ethylenoxid als berufliches Kontaktallergen – ein unterschätztes Problem?
K. Breuer1, M. Worm2, C. Skudlik1,3 und S.M. John1,3,4
1Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 3Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Universität Osnabrück, 4Fachgebiet Dermatologie und Umweltmedizin, Universität Osnabrück
Hintergrund: Ethylenoxid (EO) ist eine flüchtige Epoxidverbindung, die zur Sterilisation von Medizinprodukten verwendet wird. EO kann eine irritative Kontaktdermatitis verursachen, es sind jedoch bislang nur wenige Fälle allergischer Kontaktdermatitiden bekannt geworden. Fragestellung: Etwa 20 Mitarbeiter einer chirurgischen Abteilung entwickelten ekzematöse Hautreaktionen an den Kontaktstellen der Ärmelbündchen von OP-Mänteln, die mit EO sterilisiert worden waren. Um eine Kontaktallergie auszuschließen, wurden Epikutantests durchgeführt. Methoden: Aufgrund der Flüchtigkeit von EO wurden die Epikutantests mit Epichlorhydrin (0,1% Vas., 1% Vas.), einer mit EO chemisch verwandten Epoxidverbindung, durchgeführt. Ergebnisse: 7 von 8 Patienten und 4 gesunde Kontrollpersonen zeigten nichtallergische irritative Reaktionen auf 1,0% Epichlorhydrin. Bei einer der Kontrollpersonen könnte 1,0% Epichlorhydrin eine iatrogene Sensibilisierung induziert haben. Keine der Kontrollpersonen reagierte auf 0,1% Epichlorhydrin. Bei einer Krankenschwester, die eine allergische Crescendo-Reaktion im Epikutantest mit 0,1% Epichlorhydrin zeigte, konnte eine allergische Kontaktdermatitis gegenüber EO und eine Kreuzsensibilisierung gegenüber Epichlorhydrin diagnostiziert werden. Schlussfolgerungen: EO ist ein berufliches Kontaktallergen, welches im Gesundheitswesen eine Rolle spielt – ein Problem, welches in der Vergangenheit möglicherweise aufgrund von methodischen Schwierigkeiten im Rahmen der Epikutantestung unterschätzt wurde. Bei Verdacht auf ein allergisches Kontaktekzem gegenüber EO sollte ein Epikutantest mit 0,1% Epichlorhydrin durchgeführt werden.Correspondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Drehbahn 1 – 3
D–20354 Hamburg
Email: [email protected]
Empfehlung
Kurzleitlinien-Empfehlung: Stationäre dermatologische Rehabilitation
Short guideline: Dermatologic inpatient rehabilition
K. Breuer, W. Nürnberg, J. Elsner, J. Wehrmann, A. Eisenmann und N. Buhles
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 401 - 409
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 9/2010, S. 401–409
Kurzleitlinien-Empfehlung: Stationäre dermatologische Rehabilitation
K. Breuer1, W. Nürnberg2, J. Elsner3, J. Wehrmann4, A. Eisenmann5 und N. Buhles6
1Dermatologikum Hamburg, 2Zentrum für Allergologie, Dermatologie, Pädiatrie und Pneumologie, Ostseeklinik Kühlungsborn, Ostseebad Kühlungsborn, 3Hautarztpraxis Bremen-Schwachhausen, 4Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapie und psychiatrische Rehabilitation, Rothaarklinik, HELIOS-Rehazentrum, Bad Berleburg, 5Nordsee-Rehaklinikum, Sankt Peter-Ording, 6Abteilung Dermatologie, ASKLEPIOS-Nordseeklinik, Westerland/Sylt
ermatologische Rehabilitation
Die dermatologische Rehabilitation stellt eine wichtige Versorgungsmöglichkeit von Patienten mit chronisch-entzündlichen und allergischen Erkrankungen der Haut dar. Aufgrund der Implementierung der internationalen WHO-Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF-Klassifikation) in die Sozialgesetzbücher und die Rehabilitationsrichtlinie haben die Deutsche Dermatologische Gesellschaft und der Berufsverband Deutscher Dermatologen die AWMF-Leitlinien-Empfehlung “Stationäre dermatologische Rehabilitation” umfassend überarbeitet. Ein wesentlicher Inhalt dieser Empfehlung ist die Darstellung von dermatologischen, allergologischen und sozialmedizinischen Kriterien zur Beurteilung der Rehabilitationsbedürftigkeit, -fähigkeit, -prognose und -ziele unter Berücksichtigung der ICF. Zudem wird aufgezeigt, welche strukturellen und prozessualen Anforderungen eine deutsche Rehabilitationseinrichtung abhängig von ihrem Behandlungsschwerpunkt haben sollte, um den Qualitätsmaßstäben der Kostenträger entsprechen zu können. Die Zielsetzung der vorgelegten Kurzleitlinien-Empfehlung besteht darin, einen Leitfaden vorzustellen, der eine konkrete Hilfestellung bei der Indikationsstellung, Beantragung und Bewertung von Rehabilitationsmaßnahmen bietet.Correspondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
D–20354 Hamburg
Email: [email protected]
Empfehlung
Kurzleitlinien-Empfehlung: Stationäre dermatologische Rehabilitation
Short guideline: Dermatologic inpatient rehabilition
K. Breuer, W. Nürnberg, J. Elsner, J. Wehrmann, A. Eisenmann und N. Buhles
Price
42.00 $
Jahrgang 22 p. 139 - 147
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 22, Nr. 4/2010, S. 139-147
Kurzleitlinien-Empfehlung: Stationäre dermatologische Rehabilitation
K. Breuer1, W. Nürnberg2, J. Elsner3, J. Wehrmann4, A. Eisenmann5 und N. Buhles6
1Dermatologikum Hamburg, 2Zentrum für Allergologie, Dermatologie, Pädiatrie und Pneumologie, Ostseeklinik Kühlungsborn, Ostseebad Kühlungsborn, 3Hautarztpraxis Bremen-Schwachhausen, 4Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapie und psychiatrische Rehabilitation, Rothaarklinik, HELIOS-Rehazentrum, Bad Berleburg, 5Nordsee-Rehaklinikum, Sankt Peter-Ording, 6Abteilung Dermatologie, ASKLEPIOS-Nordseeklinik, Westerland/Sylt
Die dermatologische Rehabilitation stellt eine wichtige Versorgungsmöglichkeit von Patienten mit chronisch-entzündlichen und allergischen Erkrankungen der Haut dar. Aufgrund der Implementierung der internationalen WHO-Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF-Klassifikation) in die Sozialgesetzbücher und die Rehabilitationsrichtlinie haben die Deutsche Dermatologische Gesellschaft und der Berufsverband Deutscher Dermatologen die AWMF-Leitlinien-Empfehlung “Stationäre dermatologische Rehabilitation” umfassend überarbeitet. Ein wesentlicher Inhalt dieser Empfehlung ist die Darstellung von dermatologischen, allergologischen und sozialmedizinischen Kriterien zur Beurteilung der Rehabilitationsbedürftigkeit, -fähigkeit, -prognose und -ziele unter Berücksichtigung der ICF. Zudem wird aufgezeigt, welche strukturellen und prozessualen Anforderungen eine deutsche Rehabilitationseinrichtung abhängig von ihrem Behandlungsschwerpunkt haben sollte, um den Qualitätsmaßstäben der Kostenträger entsprechen zu können. Die Zielsetzung der vorgelegten Kurzleitlinien-Empfehlung besteht darin, einen Leitfaden vorzustellen, der eine konkrete Hilfestellung bei der Indikationsstellung, Beantragung und Bewertung von Rehabilitationsmaßnahmen bietet.Correspondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
D–20354 Hamburg
Email: [email protected]
Originalarbeit
Ethylenoxid als berufliches Kontaktallergen – ein unterschätztes Problem?
Ethylene oxide as an occupational contact allergen – an underestimated problem?
K. Breuer, M. Worm, C. Skudlik und S.M. John
Jahrgang 59 p. 144 - 149
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 59, Nr. 4/2011, S. 144–149
Ethylenoxid als berufliches Kontaktallergen – ein unterschätztes Problem?*
K. Breuer1, M. Worm2, C. Skudlik1,3 und S.M. John1,3,4
1Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 3Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Universität Osnabrück, 4Fachgebiet Dermatologie und Umweltmedizin, Universität Osnabrück
Hintergrund: Ethylenoxid (EO) ist eine flüchtige Epoxidverbindung, die zur Sterilisation von Medizinprodukten verwendet wird. EO kann eine irritative Kontaktdermatitis verursachen, es sind jedoch bislang nur wenige Fälle allergischer Kontaktdermatitiden bekannt geworden. Fragestellung: Etwa 20 Mitarbeiter einer chirurgischen Abteilung entwickelten ekzematöse Hautreaktionen an den Kontaktstellen der Ärmelbündchen von OP-Mänteln, die mit EO sterilisiert worden waren. Um eine Kontaktallergie auszuschließen, wurden Epikutantests durchgeführt. Methoden: Aufgrund der Flüchtigkeit von EO wurden die Epikutantests mit Epichlorhydrin (0,1% Vas., 1% Vas.), einer mit EO chemisch verwandten Epoxidverbindung, durchgeführt. Ergebnisse: 7 von 8 Patienten und 4 gesunde Kontrollpersonen zeigten nichtallergische irritative Reaktionen auf 1,0% Epichlorhydrin. Bei einer der Kontrollpersonen könnte 1,0% Epichlorhydrin eine iatrogene Sensibilisierung induziert haben. Keine der Kontrollpersonen reagierte auf 0,1% Epichlorhydrin. Bei einer Krankenschwester, die eine allergische Crescendo-Reaktion im Epikutantest mit 0,1% Epichlorhydrin zeigte, konnte eine allergische Kontaktdermatitis gegenüber EO und eine Kreuzsensibilisierung gegenüber Epichlorhydrin diagnostiziert werden. Schlussfolgerungen: EO ist ein berufliches Kontaktallergen, welches im Gesundheitswesen eine Rolle spielt – ein Problem, welches in der Vergangenheit möglicherweise aufgrund von methodischen Schwierigkeiten im Rahmen der Epikutantestung unterschätzt wurde. Bei Verdacht auf ein allergisches Kontaktekzem gegenüber EO sollte ein Epikutantest mit 0,1% Epichlorhydrin durchgeführt werden.
*Erstpublikation in Allergologie, Jahr gang 33, Nr. 8/2010, S. 331–336 mit freundlicher Genehmigung des AutorsCorrespondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Drehbahn 1 – 3
D–20354 Hamburg
Email: [email protected]
Kasuistik
Flagellanten-Dermatitis – toxische Reaktion oder T-Zell-vermittelte Spättypallergie?
Flagellate dermatitis – toxic reaction or T cell-mediated delayed-type hypersensitivity?
N. Szabo, K. Reich, V. Martin und K. Breuer
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 35 - 39
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 1/2013, S. 35–39
Flagellanten-Dermatitis – toxische Reaktion oder T-Zell-vermittelte Spättypallergie?
N. Szabo, K. Reich, V. Martin und K. Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg
Hintergrund: Fälle von Hautveränderungen nach Verzehr von rohen oder halbgaren Shiitakepilzen, die sich wie nach einer Geißelung (Lateinisch: flagellum = Geißel) als peitschenhiebartig darstellen, sind erstmals 1977 von Nakamura beschrieben worden. Als Pathomechanismus wurde bisher unter anderem eine toxische Reaktion auf das Pilztoxin Lentinan (Polysaccharid) diskutiert. Hauttestungen fallen in der Regel negativ aus. Fallberichte: Wir berichten über 2 Fälle von Flagellanten-Dermatitis nach Verzehr von Shiitakepilzen, bei denen Hauttestungen positiv ausfielen. Ergebnisse: Im Prickzu- Prick-Test mit frischen Shiitake-Pilzen kam es jeweils zu positiven Testreaktionen in den Spätablesungen. Schlussfolgerungen: Bei den Hautveränderungen nach Shiitakepilz- Verzehr könnte es sich in den vorliegenden Fällen um allergische Spättypreaktionen handeln, zumal sich bei der Hauttestung in einem Fall ein Crescendo-Phänomen zeigte.Correspondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
D-20354 Hamburg
Email: [email protected]
Kasuistik
Überempfindlichkeit auf Antihistaminika bei chronischer spontaner Urtikaria und Wärmeurtikaria
Hyperresponsiveness to antihistamines in spontaneous urticaria and heat urticaria
J. Durda, B. Wedi, V. Martin und K. Breuer
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 164 - 169
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 4/2013, S. 164–169
Überempfindlichkeit auf Antihistaminika bei chronischer spontaner Urtikaria und Wärmeurtikaria
J. Durda1, B. Wedi2, V. Martin1 und K. Breuer1
1Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Hintergrund: H1-Antihistaminika stellen eine im allgemeinen gut verträgliche Medikamentengruppe für die Therapie der Urtikaria dar. Es existieren nur wenige Fallberichte über Überempfindlichkeitsreaktionen auf Antihistaminika, wobei der zugrundeliegende Pathomechanismus nicht geklärt ist. Fallbericht: Wir beschreiben den Fall einer 28-jährigen Patientin mit chronischer spontaner Urtikaria, bei der es anamnestisch nach Einnahme verschiedener H1-Antihistaminika zur Auslösung von Krankheitsschüben kam. Methoden: Es erfolgte eine Pricktestung mit diversen Antihistaminika sowie ein CAST und ein FlowCAST mit dem venösen Blut der Patientin. Darüber hinaus führten wir eine plazebokontrollierte orale Provokationstestung mit Mizolastin durch. Ergebnisse: Im Pricktest kam es bei sämtlichen H1-Antihistaminika mit Ausnahme von Mizolastin zu positiven Reaktionen in der Sofortablesung. Im CAST und FlowCAST konnte allerdings bei Zusatz unterschiedlicher Antihistaminika keine Sulfidoleukotrienfreisetzung oder Aufregulation von Aktivierungsmarkern basophiler Granulozyten nachgewiesen werden. Bei der oralen Provokationstestung mit Mizolastin kam es zum Auftreten ausgeprägter, konfluierender Urticae am gesamten Integument. Schlussfolgerungen: H1-Antihistaminika stellen eine wirksame Medikamentengruppe für die Behandlung der Urtikaria dar, sie können allerdings in Einzelfällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Ein IgE-vermittelter Pathomechanismus erscheint vor dem Hintergrund der negativen CAST- und Flow- CAST-Ergebnisse unwahrscheinlich. Eine paradoxe H1-Rezeptoraktivierung als Ursache für die urtikariellen Hautreaktionen ist zu diskutieren.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
D-20354 Hamburg
Email: [email protected]
Mikrobielle Besiedlung von Haut und Schleimhaut bei der allergischen Entzündung
Superantigene und atopische Dermatitis
Superantigens and atopic dermatitis
K. Adamzik, J. Deinzer und K. Breuer
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 16 - 24
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 1/2015, S. 16–24
Superantigene und atopische Dermatitis
K. Adamzik*, J. Deinzer* und K. Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg
Eine Kolonisierung mit dem grampositiven Bakterium Staphylococcus aureus (S. aureus) kann bei über 80% der Patienten mit atopischer Dermatitis (AD) nachgewiesen werden und ist mit einem schweren Verlauf der AD assoziiert. Der Einfluss staphylogener Superantigene (u.a. Staphylogene Enterotoxine A – I, Toxic Shock Syndrome Toxin-1) auf die kutane Entzündung bei AD ist in den letzten zwei Jahrzehnten intensiv untersucht worden. Diese Forschungsergebnisse werden im vorliegenden Artikel dargelegt. Superantigene führen zu einer polyklonalen, nicht-MHC-restringierten Aktivierung von hautinfiltrierenden T-Lymphozyten, indem sie außerhalb der antigenbindenden Grube von MHC-Molekülen und an passende T-Zell-Rezeptor (TCR)-Vbeta-Ketten binden. Es konnte gezeigt werden, dass hautinfiltrierende CD4+ Foxp3+-T-Zellen von Patienten mit atopischer Dermatitis nach Stimulation mit staphylogenen Superantigenen Th2-Zytokine sezernieren. Darüber hinaus führte die Inkubation von hautinfiltrierenden CD4+ Foxp3+-T-Zellen von AD-Patienten mit staphylogenen Superantigenen im Vergleich zu Hautgesunden zu einer geringeren Aktivierung von Kaspase-3, was auf eine Hemmung der T-Zell-Apoptose durch Superantigene hinweist. Eine Glukokortikosteroidresistenz, vermittelt durch eine superantigeninduzierte Aufregulation des Glukokortikoidrezeptors beta auf T-Lymphozyten könnte zu einer erschwerten therapeutischen Kontrolle der atopischen Dermatitis beitragen. Staphylogene Exotoxine können über die Superantigenfunktion hinaus auch als Antigene/Allergene fungieren und die Synthese exotoxinspezifischer IgE-Antikörper induzieren. In zahlreichen Arbeiten wurde darüber hinaus ein proinflammatorischer Effekt von staphylogenen Superantigenen auf Keratinozyten, Langerhanszellen und eosinophile Granulozyten nachgewiesen.
*gemeinsame ErstautorenschaftCorrespondence to:
PD Dr. med. K. Breuer
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
20354 Hamburg, Germany
Email: [email protected]
Originalarbeit
Einfluss von Burnout auf Krankheitslast und Behandlungserfolg bei atopischer Dermatitis
Burnout syndrome causes high disease burden and jeopardizes treatment success in atopic dermatitis
K. Breuer, F.M. Göldner, B. Jäger, S.S. Gissendanner, T. Werfel und G. Schmid-Ott
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 100 - 108
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 3/2016, S. 100–108
Einfluss von Burnout auf Krankheitslast und Behandlungserfolg bei atopischer Dermatitis
K. Breuer1, F.M. Göldner2, B. Jäger3, S.S. Gissendanner4, T. Werfel5 und G. Schmid-Ott4
1Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Innere Medizin VI/Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen, 3Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover, 4Institut für Innovative Rehabilitation, Krankenhausmanagement und Stressmedizin (IREHA), Lielje Gruppe, Löhne, und Abteilung für Psychosomatik, Berolina Klinik, Löhne, 5Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Hintergrund/Ziele: Die atopische Dermatitis (AD) hat negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und kann zu psychischen Begleiterkrankungen führen. Ziel der vorliegenden Studie war es, den Einfluss des Burnout- Syndroms auf die Krankheitslast bei AD zu untersuchen. Methoden: Die Studienpopulation bestand aus 118 stationären ADPatienten, die an einem Rehabilitationsprogramm teilnahmen. Der Schweregrad der AD wurde mittels SCORAD und durch die Patienten selbst bewertet. Symptome einer psychischen Belastung sowie die Lebensqualität wurden anhand validierter Fragebögen bestimmt. Ergebnisse: Ein erheblicher Teil der AD-Patienten erreichte hohe Burnout- Scores. Lineare Regressionsanalysen ergaben, dass Burnout-Syndrom, chronischer Stress, Depression und der wahrgenommene Schweregrad der AD einen unabhängigen negativen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Patienten, die bei Entlassung eine SCORAD-Reduktion von < 50% erreichten, hatten bei Aufnahme in die Rehabilitationseinrichtung über eine stärkere emotionale Erschöpfung berichtet als Patienten, die eine höhere Reduktion im SCORAD erreichten. Schlussfolgerung: Das Burnout-Syndrom beeinflusst bei AD-Patienten signifikant die Lebensqualität und kann den Behandlungserfolg gefährden. Im Management der AD sollten psychische Begleiterkrankungen berücksichtigt werden.Correspondence to:
Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
20354 Hamburg
Email: breuer@dermatologikum
Allergologie select
Ethylene oxide as an occupational contact allergen – an underestimated problem?
Ethylenoxid als berufliches Kontaktallergen – ein unterschätztes Problem?
K. Breuer, M. Worm, C. Skudlik and S.M. John
Volume 1 (2017) p. 9 - 13
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 1/2017 (9-13)
Ethylene oxide as an occupational contact allergen – an underestimated problem?
K. Breuer1, M. Worm2, C. Skudlik1#3 and S.M. John1,3,4
1Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, 3Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm), Universität Osnabrück, 4Fachgebiet Dermatologie und Umweltmedizin, Universität Osnabrück
Background: Ethylene oxide (EtO) is a volatile epoxy compound which is used to sterilize medical devices. EtO may cause irritant contact dermatitis, but only few cases of allergic contact dermatitis have been reported yet. Objectives: About 20 employees of a department for surgery developed eczematous skin reactions at the contact areas to wrist bands of surgical gowns which had been sterilized with EtO. Patch tests were performed to exclude contact allergy. Methods: Due to the volatility of EtO, patch tests were done with epichlorohydrin (0.1% pet., 1% pet.) which is an epoxy compound chemically related to EtO. Results: 7/8 patients and 4 healthy control persons showed non-allergic irritant reactions to 1.0% epichlorohydrin. 1.0% epichlorohydrin may have induced an iatrogenic sensitization in one of the control persons. None of the control persons reacted to 0.1% epichlorohydrin. Allergic contact dermatitis to EtO and a cross sensitization to epichlorohydrin was diagnosed in a nurse who showed an allergic crescendo patch test reaction to 0.1% epichlorohydrin. Conclusions: EtO can act as an occupational contact allergen in health personnel, a problem that may have been underestimated in the past due to methodological difficulties in patch testing. When allergic contact dermatitis to EtO is suspected, a patch test to 0.1% epichlorohydrin should be performed.Correspondence to:
PD Dr. med. Kristine Breuer
Dermatologikum Hamburg
Drehbahn 1 – 3
D–20354 Hamburg
Email: [email protected]
Allergologie select
Hyperresponsiveness to antihistamines in spontaneous urticaria and heat urticaria
Überempfindlichkeit auf Antihistaminika bei chronischer spontaner Urtikaria und Wärmeurtikaria
J. Durda, B. Wedi, V. Martin and K. Breuer
Volume 1 (2017) p. 222 - 226
Abstract
Allergologie select, Volume 1, No. 2/2017 (223-227)
Hyperresponsiveness to antihistamines in spontaneous urticaria and heat urticaria
J. Durda1, B. Wedi2, V. Martin1 and K. Breuer1
1Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie, Dermatologikum Hamburg, 2Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Background: H1 antihistamines are important drugs for the treatment of urticaria and are commonly well tolerated. Cases of hypersensitivity reactions to antihistamines have rarely been reported, the underlying pathomechanism is unknown yet. Case report: We report the case of a 28-year-old female patient suffering from chronic spontaneous urticaria who experienced severe episodes of wheals and flares induced by different H1 antihistamines. Methods: We performed skin prick tests (SPT) with a diversity of H1 antihistamines and CAST and FlowCAST analyses. Moreover a placebo controlled oral challenge test to mizolastin was done. Results: We saw positive SPT reactions to nearly all H1 antihistamines tested with the exception of mizolastin. We observed neither a release of sulfidoleukotrienes nor an upregulation of basophil activation markers in the CAST and Flow- CAST analyses. The oral challenge test with mizolastin resulted in the development of generalized wheals and flares. Conclusion: H1 antihistamines are effective drugs for the treatment of urticaria but they may lead to hypersensitivity reactions in rare cases. Because of the negative CAST and FlowCAST results, an IgE-mediated pathomechanism is improbable. We propose that hypersensitivity reactions to H1 antihistamines may be induced by a paradox H1 receptor activation.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Breuer
Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie
Dermatologikum Hamburg
Stephansplatz 5
20354 Hamburg, Germany
Email: [email protected]