Laudatio
Spezifische Immuntherapie nach einem modifizierten Ultra-rush-Modus bei Kindern und Jugendlichen mit einer Insektengiftallergie
J.O. Steiß, G. Hüls, L. Gortner und H. Lindemann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 230 - 233
Abstract
J.O. Steiß, G. Hüls, L. Gortner und H. Lindemann
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen
Die Prävalenz der Insektengiftallergie in der Bevölkerung beträgt etwa 5%. In Deutschland werden jährlich 10 – 40 Todesfälle gemeldet. Der protektive Effekt der spezifischen Immuntherapie (SIT) ist mit ca. 95% überzeugend. Ziel der vorliegenden Studie war es, die von Brehler und Mitarbeitern [1] bei meist erwachsenen Patienten beschriebene Ultra-rush-SIT von 9 auf 8 Injektionen bis zum Erreichen der Erhaltungsdosis zu reduzieren und den stationären Aufenthalt zu verkürzen. Insgesamt wurde bei 19 Kindern und Jugendlichen mit einer Insektengiftallergie das Ultra-rush-Verfahren durchgeführt. Dabei wurden zunächst 5 Patienten nach dem von Brehler und Mitarbeitern [1] vorgeschlagenen Protokoll der SIT problemlos behandelt. Im Anschluß wurden bislang weitere 14 Patienten zwischen 6 und 18 Jahren nach einem modifizierten Verfahren (0,01/0,1/1/10/ 20/40/80/100 mg) für 2 Tage stationär therapiert. Fünf Patienten wurden bereits am 2. Tag 4 Stunden nach der abschließenden Applikation von 100 mg Insektengift entlassen. Bei 5 Patienten waren um die Injektionsstellen ausgedehnte flächige Rötungen (> 5 cm bis maximal 20 cm) sichtbar, bei 4 Patienten kam es zu einer verstärkten Quaddelbildung (> 5 cm bis maximal 15 cm). Systemische Reaktionen wurden zu keinem Zeitpunkt beobachtet. Die Erhaltungstherapie wurde bis jetzt problemlos vertragen. Die modifizierte SIT nach dem Ultra-rush-Verfahren im Kindes- und Jugendalter gewährleistet durch den verkürzten stationären Aufenthalt eine erhöhte Compliance, ist sicher und verträglich.
Laudatio
Exogene allergische Alveolitis im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß und H. Lindemann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 234 - 239
Abstract
J.O. Steiß und H. Lindemann
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen
Die exogen-allergische Alveolitis (EAA) ist eine relativ seltene Krankheit und wird daher oft spät oder gar nicht erkannt. Die Diagnostik erfolgt aufgrund (wenig charakteristischer) klinischer und radiologischer Befunde, die trotz HR-CT nur mäßig sensitiv sind, eines Präzipitinnachweises (bzw. spezifischer IgG-Antikörper) sowie eingehender Lungenfunktionstests, bei denen die restriktive Ventilationsstörung und ein gestörter O2-Transfer im Vordergrund stehen. Die bronchoalveoläre Lavage ist vorzugsweise zur Beurteilung schwieriger Krankheitsverläufe indiziert. In Ausnahmefällen ist eine Lungenbiopsie sinnvoll. Der Stellenwert der differenzierten Lungenfunktionsdiagnostik sowohl im Rahmen der initialen Diagnostik als auch bei der Verlaufsbeobachtung wird anhand der Befunde belegt, die an 48 Kindern und Jugendlichen mit einer EAA erhoben wurden. Die Daten lassen erkennen, daß als Folge der späten Diagnosestellung bei vielen Patienten selbst bei rezidivfreiem Verlauf aufgrund des bereits beginnenden Fibrosierungsprozesses mit einer langwierigen Regeneration des Lungenparenchyms gerechnet werden muß. Die Therapie basiert vor allem auf der Allergenkarenz und auf einer systemischen Kortikosteroidtherapie, deren Dosierung und Dauer vom Krankheitsgeschehen abhängen. Die Prognose der EAA bei Kindern ist bei akuter EAA als gut, bei verzögerter Diagnosestellung als mäßig anzusehen.
Originalarbeit
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich und K.P. Zimmer
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 421 - 428
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 10/2010, S. 421–428
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 und K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Hintergrund: Omalizumab wird erfolgreich als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Kindern ab 6 Jahren mit schwerem persistierendem allergischen Asthma eingesetzt. Dosierung und Häufigkeit der Applikation von Omalizumab richten sich nach dem Gesamt-IgE im Serum und dem Körpergewicht vor Therapiebeginn. Da bei den meisten kommerziellen IgE-Assays sowohl freies als auch an Omalizumab gebundenes IgE gemessen wird, kommt es zu einem angeblichen Anstieg des Gesamt-IgE im Verlauf der Therapie. Diese allgemein akzeptierte Feststellung soll überprüft werden. Methodik: Wir berichten von 10 Patienten im Alter von 8 – 17 Jahren, bei denen wir wegen eines schweren allergischen Asthma bronchiale eine Therapie mit Omalizumab einleiteten. Das Asthma war teilweise kombiniert mit einer ausgeprägten Rhinokonjunktivitis, Erdnussallergie, Insektengiftallergie oder atopischen Dermatitis. Im Abstand von 3 – 6 Monaten wurde vor jeder Omalizumab-Injektion das Gesamt-IgE im Serum bestimmt (Sandwich-Immunassay ADVIA Centaur). Ergebnisse: Sechs Monate nach Therapiebeginn mit Omalizumab war bei allen Patienten ein deutlicher Abfall der Gesamt-IgE-Konzentration im Vergleich zum Therapiebeginn nachweisbar (p < 0,003). Bei allen Patienten zeigte sich eine sehr gute Verträglichkeit von Omalizumab sowie eine Reduktion der Häufigkeit der Asthmaexazerbationen, der Notfallbehandlungen und der Dosis der inhalativen Glukokortikoide sowie eine Verbesserung des PEF. Alle Kinder und Jugendlichen berichten von einer deutlich gebesserten Lebensqualität. Schlussfolgerungen: Der in der Literatur beschriebene Anstieg der Gesamt-IgE-Konzentrationen nach Omalizumab konnte nicht bestätigt werden. Die Wertigkeit des Gesamt-IgE im Serum als Verlaufsparameter sollte durch kontrollierte Studien zur Sensitivität und Spezifität der jeweiligen Assays untersucht werden. Damit gerade im Kindes- und Jugendalter die angemessene Dosis von Omalizumab appliziert wird, erscheint die Etablierung eines Verlaufsparameters (freies IgE und/oder Gesamt-IgE) zur Steuerung der Therapie dringend erforderlich. Patienten mit einer Omalizumab-Therapie müssen engmaschig ärztlich betreut werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich und K.P. Zimmer
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 131 - 138
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 37, Nr. 4/2011, S. 131–138
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 und K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Hintergrund: Omalizumab wird erfolgreich als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Kindern ab 6 Jahren mit schwerem persistierendem allergischen Asthma eingesetzt. Dosierung und Häufigkeit der Applikation von Omalizumab richten sich nach dem Gesamt-IgE im Serum und dem Körpergewicht vor Therapiebeginn. Da bei den meisten kommerziellen IgE-Assays sowohl freies als auch an Omalizumab gebundenes IgE gemessen wird, kommt es zu einem angeblichen Anstieg des Gesamt-IgE im Verlauf der Therapie. Diese allgemein akzeptierte Feststellung soll überprüft werden. Methodik: Wir berichten von 10 Patienten im Alter von 8 – 17 Jahren, bei denen wir wegen eines schweren allergischen Asthma bronchiale eine Therapie mit Omalizumab einleiteten. Das Asthma war teilweise kombiniert mit einer ausgeprägten Rhinokonjunktivitis, Erdnussallergie, Insektengiftallergie oder atopischen Dermatitis. Im Abstand von 3 – 6 Monaten wurde vor jeder Omalizumab-Injektion das Gesamt-IgE im Serum bestimmt (Sandwich-Immunassay ADVIA Centaur). Ergebnisse: Sechs Monate nach Therapiebeginn mit Omalizumab war bei allen Patienten ein deutlicher Abfall der Gesamt-IgE-Konzentration im Vergleich zum Therapiebeginn nachweisbar (p < 0,003). Bei allen Patienten zeigte sich eine sehr gute Verträglichkeit von Omalizumab sowie eine Reduktion der Häufigkeit der Asthmaexazerbationen, der Notfallbehandlungen und der Dosis der inhalativen Glukokortikoide sowie eine Verbesserung des PEF. Alle Kinder und Jugendlichen berichten von einer deutlich gebesserten Lebensqualität. Schlussfolgerungen: Der in der Literatur beschriebene Anstieg der Gesamt-IgE-Konzentrationen nach Omalizumab konnte nicht bestätigt werden. Die Wertigkeit des Gesamt-IgE im Serum als Verlaufsparameter sollte durch kontrollierte Studien zur Sensitivität und Spezifität der jeweiligen Assays untersucht werden. Damit gerade im Kindes- und Jugendalter die angemessene Dosis von Omalizumab appliziert wird, erscheint die Etablierung eines Verlaufsparameters (freies IgE und/oder Gesamt-IgE) zur Steuerung der Therapie dringend erforderlich. Patienten mit einer Omalizumab-Therapie müssen engmaschig ärztlich betreut werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Übersicht
Insektengiftallergie im Kindes- und Jugendalter
Insect venom allergy in children
J.O. Steiß
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 359 - 365
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 7/2012, S. 359–365
Insektengiftallergie im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität, Gießen
Insektenstiche durch Bienen und Wespen werden in der Bevölkerung nicht selten unterschätzt und können lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Durch verbesserte diagnostische Möglichkeiten und eine optimale Versorgung, bestehend aus Akutbehandlung, Notfallset und Hyposensibilisierung, können Patienten mit einer Insektengiftallergie durch allergologisch weiter- und fortgebildete Ärzte sehr gut betreut werden. IgEvermittelte allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen oder Wespen können sich unterschiedlich äußern, von verstärkten Lokalreaktionen über systemische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock. Die Diagnose wird mittels Anamnese, Hauttest und/ oder Nachweis von spezifischem IgE im Serum gestellt. Neue verfügbare spezifische rekombinante Allergenkomponenten des Bienen- (Api m 1) und Wespengifts (Ves v 5) schließen eine diagnostische Lücke. Nach einer Stichanaphylaxie mit respiratorischen oder kardiovaskulären Symptomen gehört die Hyposensibilisierung zu den effektivsten Anwendungen einer spezifischen Immuntherapie. Für Kinder scheint ein modifiziertes Ultra-Rush-Protokoll besonders geeignet. Die Gefahren einer Insektengiftallergie werden nach wie vor in der Bevölkerung und auch von Ärzten unterschätzt.Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Feulgenstraße 12
D-35385 Gießen
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Pädiatrische Pneumologie
Besonderheiten des Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter – Prototyp einer chronischen Erkrankung
Special aspects of asthma in childhood and adolescence – prototype of a chronic disease
J.O. Steiß
Price
42.00 $
Jahrgang 40 p. 416 - 424
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 9/2014, S. 416–424
Besonderheiten des Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter – Prototyp einer chronischen Erkrankung
J.O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Klinikum der Justus-Liebig-Universität Gießen
Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer chronischen Erkrankung wie z.B. Asthma bronchiale ist eine interdisziplinäre Herausforderung. Kinder und Jugendliche mit Asthma zeigen andere Befundcharakteristika als Erwachsene. Altersspezifische Besonderheiten des Krankheitsverlaufs, der Differenzialdiagnose, des psychosozialen Umfelds sowie Kenntnisse von pubertätsbeeinflussten Ambivalenzen müssen berücksichtigt werden. Die kontinuierliche Versorgung des Heranwachsenden vom Beginn seiner Erkrankung als Kleinkind bis hin zur Eigenverantwortung als Erwachsener stellt ein zentrales Anliegen des Kinder- und Jugendarztes dar. Für eine optimale Kontrolle der Symptomatik ist die Einbeziehung familiärer psychosozialer Faktoren im Hinblick auf Krankheitsakzeptanz, Therapie-Compliance und Adhärenz wichtig. Die Besonderheiten in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Asthma bronchiale werden exemplarisch aufgezeigt.Correspondence to:
PD Dr. med. habil. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstraße 12
D-35385 Gießen
Email: [email protected]
Ambulante pädiatrische Pneumologie
Chronischer Husten im Kindesalter
Chronic cough in children
J.O. Steiß
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 11 - 16
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 1/2017, S. 11-16
Chronischer Husten im Kindesalter
J.O. Steiß1#2
1Schwerpunktpraxis Kinderpneumologie und Allergologie, Fulda, 2Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Zu den häufigsten Ursachen des chronischen Hustens gehören Asthma bronchiale und postinfektiöser Husten. Es müssen jedoch zahlreiche weitere Differenzialdiagnosen berücksichtigt werden. Dabei sind Charakteristika des Hustens, die Anamnese und klinische Untersuchung ebenso wie Lungenfunktion und Röntgenthorax wegweisend für die Diagnose. Die Therapie des Hustens richtet sich nach der zugrunde liegenden Störung. Für das Kindesalter gibt es nur wenige evidenzbasierte Studien zur Wirksamkeit einer symptomatischen medikamentösen Therapie. Aufgrund der häufigen Vorstellung von Kindern mit Husten beim Arzt besteht die Gefahr, die wenigen Patienten mit ernsten Grunderkrankungen zu übersehen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Jens-Oliver Steiß
Kinder- und Jugendarztpraxis
Kinder-Pneumologie und Allergologie
Heinrich-von-Bibra-Platz 1
36037 Fulda
Email: [email protected]
Original paper
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich and K.P. Zimmer
Volume 2 (2018) p. 32 - 38
Abstract
Allergologie select, Volume 2, Nr. 1/2018 (32-38)
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 and K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Background: Omalizumab is a successfully implemented supplementary therapy for improving asthma control in children aged 6 years and older with severe persistent allergic asthma. The dosage of omalizumab depends on body weight and IgE level, yet no parameter has been established to guide dosage changes during therapy. Clinical studies in patients with allergic asthma or allergic rhinitis revealed a clinically relevant improvement by using omalizumab leading to concentrations of free serum IgE reported to be lower than 50 ng/ml. Therefore, only the question concerning the concentrations of free IgE used in a therapy with omalizumab is regarded of clinical importance, while total IgE (free and omalizumab-bound IgE) increases during treatment.
Patients and methods: Ten patients, 8 to 17 years of age, received therapy with omalizumab due to severe allergic asthma. In addition, the patients had pronounced rhinoconjunctivitis, food allergy, insect sting allergy, and/or neurodermitis. The total IgE in the serum was measured in the patients 3 – 6 monthly before each omalizumab injection as a potential progress parameter (Sandwich-Immunoassay ADVIA Centaur).
Results: Six months after beginning of the therapy with omalizumab, a significant decrease of the total IgE concentration was found, in comparison to the baseline values (p < 0.003). In all patients the tolerability of omalizumab was very good: there was a reduction in the frequency of the asthma exacerbations and rescue medications. All patients reported a clearly improved quality of life.
Conclusions: A general increase in IgE was not observed in any of the children we treated with omalizumab. Apart from the development of routine assays to determine free serum IgE levels, the significance of the total serum IgE as a suitable control of an omalizumab therapy should be further investigated in controlled studies with regard to sensitivity and specificity. In order to only administer the lowest necessary dose of omalizumab especially in children and adolescents, the establishment of laboratory parameters (free IgE and/or total IgE) to adequately monitor the therapy is urgently needed. Patients undergoing an omalizumab therapy require medical supervision at close intervals.
German version published in Allergologie, Vol. 33, No. 10/2010, p. 421-428Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Atemwegsgeräusche
Vorteile einer Langzeitregistrierung von respiratorischen Symptomen bei pulmonalen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
Advantages of long-term recording of respiratory symptoms in diseases in childhood and adolescence
J.O. Steiß und J. Bücklein
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2018) p. 299 - 306
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 6/2018, S. 299-306 © 2018
Vorteile einer Langzeitregistrierung von respiratorischen Symptomen bei pulmonalen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß1#2 und J. Bücklein1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2Schwerpunktpraxis Kinderpneumologie und Allergologie, Fulda
Kinder im Vorschulalter werden häufig wegen eines anhaltenden Reizhustens beim Kinderpneumologen vorgestellt. Die anamnestischen Angaben der Eltern können zumeist nicht objektiv beurteilt werden. Bei unklaren Symptomen wie Dyspnoe, Giemen, Husten oder vermehrtem Schnarchen erscheint eine Langzeitregistrierung von Atemgeräuschen sinnvoll, um spezifische Auskultationsphänomene im zeitlichen Verlauf qualitativ und quantitativ zu erfassen. Gerade in der Kinderpneumologie ergeben sich durch ein Langzeit-Monitoring zahlreiche Möglichkeiten der objektiven Untersuchung von multiplen Indikations- und Fragestellungen. Darüber hinaus kann die Effizienz von therapeutischen Interventionen wie zum Beispiel Antitussiva und/oder Antiobstruktiva untersucht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Jens-Oliver Steiß
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstraße 12
35385 Gießen
Email: [email protected]
Leitlinie
S3-Leitlinie Allergieprävention
S3 Guideline Allergy Prevention
M.V. Kopp, C. Muche-Borowski, M. Abou-Dakn, B. Ahrens, K. Beyer, K. Blümchen, P. Bubel, A. Chaker, M. Cremer, R. Ensenauer, M. Gerstlauer, U. Gieler, I.M. Hübner, F. Horak, L. Klimek, B.V. Koletzko, S. Koletzko, S. Lau, T. Lob-Corzilius, K. Nemat, E.M.J. Peters, A. Pizzulli†, I. Reese, C. Rolinck-Werninghaus, E. Rouw, B. Schaub, S. Schmidt, J.O. Steiß, A.K. Striegel, Z. Szépfalusi, D. Schlembach, T. Spindler, C. Taube, V. Trendelenburg, R. Treudler, U. Umpfenbach, C. Vogelberg, M. Wagenmann, A. Weißenborn, T. Werfel, M. Worm, H. Sitter und E. Hamelmann
Jahrgang 45 (2022) p. 153 - 194
Abstract
Allergologie, Jahrgang 45, Nr. 3/2022, S. 153-194
S3-Leitlinie Allergieprävention*
M.V. Kopp1**, C. Muche-Borowski2, M. Abou-Dakn3, B. Ahrens4, K. Beyer5, K. Blümchen4, P. Bubel6, A. Chaker7, M. Cremer8, R. Ensenauer9, M. Gerstlauer10, U. Gieler11, I.M. Hübner12, F. Horak13, L. Klimek14, B.V. Koletzko15, S. Koletzko16, S. Lau5, T. Lob-Corzilius17, K. Nemat18, E.M.J. Peters11, A. Pizzulli†19, I. Reese20, C. Rolinck-Werninghaus21, E. Rouw22, B. Schaub23, S. Schmidt24, J.O. Steiß25, A.K. Striegel26, Z. Szépfalusi27, D. Schlembach28, T. Spindler29, C. Taube30, V. Trendelenburg5, R. Treudler31, U. Umpfenbach32, C. Vogelberg33, M. Wagenmann34, A. Weißenborn35, T. Werfel36, M. Worm37, H. Sitter38 und E. Hamelmann39**
1Airway Research Center North, Universität zu Lübeck, Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital, Bern, Schweiz, 2Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 3Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Tempelhof, 4Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Frankfurt, 5Immunologie und Intensivmedizin, Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 6HNO-Facharztpraxis, Eisleben, 7HNO-Klinik, Klinikum rechts der Isar, TU München, München, 8Ökotrophologin, Journalistin, Idstein/Taunus, 9Institut für Kinderernährung, Max Rubner-Institut, Karlsruhe, 10Kinderklinik, Universitätsklinikum Augsburg, 11Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des UKGM, Universitätsklinik, Giessen, 12Arbeitsgemeinschaft Dermatologiche Prävention e.V., Hamburg, 13Allergiezentrum Wien West, Wien, Österreich, 14Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 15Integriertes Sozialpädiatrisches Zentrum, Dr. von Haunerschen Kinderspital, LMU Klinikum der Universität München, München, 16Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU Klinikum der Universität München, München, 17Kinder- und Jugendmedizin, Christliches Kinderhospital Osnabrück, 18Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt, Dresden, 19Schwerpunktpraxis für Allergologie und Lungenheilkunde im Kinder- und Jugendalter, Berlin, 20Ernährungsberatung und -therapie mit Schwerpunkt Allergologie, München, 21Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Berlin, 22Kinderarztpraxis, Bühl, 23Asthma- und Allergieambulanz, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU Klinikum der Universität, München, 24Allgemeine Pädiatrie, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Greifswald, Greifswald, 25Facharztpraxis für Kinder- und Jugendmedizin, Fulda, 26Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum, Köln, 27Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich, 28Klinik für Geburtsmedizin, Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin, 29Hochgebirgsklinik Davos, Schweiz, 30Klinik für Pneumologie, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum, Essen, 31Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Allergie-Centrum LICA – CAC, Universitätsmedizin, Leipzig, 32Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Dülken, 33Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität, Dresden, 34HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 35Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, 36Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 37Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 38Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität, Marburg, 39Kinder-Zentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, Bielefeld
Hintergrund: Die anhaltend hohe Prävalenz allergischer Erkrankungen in westlichen Industrienationen und die eingeschränkten Möglichkeiten einer kausalen Therapie machen eine evidenzbasierte Primärprävention notwendig. Methoden: Die Empfehlungen der in letzter Fassung 2014 veröffentlichten S3-Leitlinie Allergieprävention wurden auf der Basis einer aktuellen systematischen Literatursuche überarbeitet und konsentiert. Die Evidenzsuche erfolgte für den Zeitraum 06/2013 – 11/2020 in den elektronischen Datenbanken Cochrane und MEDLINE, sowie in den Referenzlisten von aktuellen Übersichtsarbeiten und durch Hinweise von Experten. Die aufgefundene Literatur wurde in zwei Filterprozessen zunächst nach Titel und Zusammenfassung und die verbliebenen Arbeiten im Volltext auf Relevanz hin überprüft. Die danach eingeschlossenen Studien wurden nach Evidenzgrade geordnet und die Studienqualität i.S. des Verzerrungspotenzials (niedrig/hoch) angegeben. Die überarbeiteten Empfehlungen wurden unter Beteiligung von Vertretern der relevanten Fachgesellschaften und (Selbsthilfe-)Organisationen formal abgestimmt und konsentiert (nominaler Gruppenprozess). Von 5.681 Treffern wurden 286 Studien eingeschlossen und bewertet. Ergebnisse: Einen wichtigen Stellenwert in der aktualisierten Leitlinie nehmen wieder Empfehlungen zur Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie des Säuglings in den ersten Lebensmonaten ein: Dabei wurden viele der bisherigen Empfehlungen durch die aktuelle Datenlage bestätigt. Präzisiert wurde, dass für den Zeitraum der ersten 4 – 6 Monate nach Geburt nach Möglichkeit ausschließlich gestillt werden soll und auch mit Einführung von Beikost weitergestillt werden soll. Neu ist die Empfehlung, dass eine Zufütterung von kuhmilchbasierter Formulanahrung in den ersten Lebenstagen bei Stillwunsch der Mutter vermieden werden sollte. Ferner wurde festgestellt, dass die Evidenz für eine klare positive Empfehlung für hydrolysierte Säuglingsnahrung bei nicht gestillten Risikokindern aktuell nicht mehr ausreicht. Aktuell wird daher empfohlen zu prüfen, ob bis zur Einführung von Beikost eine Säuglingsanfangsnahrung mit in Studien zur Allergieprävention nachgewiesener Wirksamkeit verfügbar ist. Schließlich wurden auf Basis der EAACI-Leitlinie zur Prävention der Hühnereiallergie die Empfehlung ausgesprochen, durcherhitztes (zum Beispiel verbackenes oder hartgekochtes), aber nicht „rohes“ Hühnerei (auch kein Rührei) mit der Beikost einzuführen und regelmäßig weiter zu geben. Die Empfehlung zur Einführung von Erdnuss in der Beikost wurde für den deutschsprachigen Raum zurückhaltend formuliert: In Familien mit bereits bestehendem regelmäßigem Erdnusskonsum kann zur Prävention einer Erdnussallergie bei Säuglingen mit atopischer Dermatitis (AD) die regelmäßige Gabe von erdnusshaltigen Nahrungsmitteln in altersgerechter Form (zum Beispiel Erdnussbutter) mit der Beikost erwogen werden. Vor der Einführung muss insbesondere bei Säuglingen mit moderater bis schwerer AD eine klinisch relevante Erdnussallergie ausgeschlossen werden. Für eine allergiepräventive Wirksamkeit von Präbiotika oder Probiotika, Vitamin D oder anderen Vitaminen in Form von Präparaten fehlt weiterhin ausreichende Evidenz, sodass in der aktuellen Leitlinie erstmals Empfehlungen gegen deren Supplementierung verabschiedet wurden. Die Biodiversität spielt für die Entwicklung einer immunologischen Toleranz gegenüber Umwelt- und Nahrungsmittelallergenen eine wichtige Rolle: So gibt es deutliche Hinweise darauf, dass das Aufwachsen auf dem Bauernhof mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Asthma und allergischen Erkrankungen assoziiert ist. Dies wird mit einer frühzeitigen unspezifischen Immunstimulation unter anderem durch die größere mikrobielle Biodiversität des Hausstaubs in diesem Lebensraum in Verbindung gebracht. Dieser Aspekt spiegelt sich auch in den Empfehlungen zur Tierhaltung wie der, zu der eine differenzierte Stellungnahme erfolgte: In Familien ohne erkennbares erhöhtes Allergierisiko soll die Haustierhaltung mit Katzen oder Hunden nicht generell eingeschränkt werden. Familien mit erhöhtem Allergierisiko (d. h. Vater, Mutter oder Geschwisterkind sind von einer atopischen Erkrankung betroffen) oder Familien mit Kindern mit bereits bestehender atopischer Dermatitis sollten eine Katze nicht neu anschaffen – im Gegensatz dazu sollte von einer Hundehaltung jedoch nicht abgeraten werden. Interventionen zur Reduktion der Exposition gegenüber Hausstaubmilbenallergenen im Haushalt, zum Beispiel die Verwendung milbenallergendichter Matratzenüberzüge („encasings“), sollten nicht mit dem Ziel einer primären Allergieprävention erfolgen. Kinder, die durch einen Kaiserschnitt geboren wurden, haben ein geringfügig erhöhtes Asthmarisiko – dies soll bei der Beratung zum Geburtsmodus außerhalb von Notfallsituationen berücksichtigt werden. Auch aktuelle Arbeiten stützen die Empfehlungen zu Luftschadstoffen: Die aktive und passive Exposition gegenüber Tabakrauch erhöhen das Allergierisiko und sind deshalb zu vermeiden. Die Exposition gegenüber Stickoxiden, Ozon und Feinstaub der Partikelgröße < 2,5 Mikrometer (PM 2,5) ist mit einem erhöhten Risiko, besonders für Asthma, verbunden. Daher sollte die Exposition gegenüber Emissionen gegenüber Stickoxiden, Ozon und Feinstaub (PM 2,5) gering gehalten werden. Die Autor/-innen dieser Leitlinie sprechen sich einhellig für den Erlass entsprechender Verordnungen zur Minimierung dieser Luftschadstoffe aus. Es gibt keine Belege, dass Impfungen das Allergierisiko erhöhen, umgekehrt aber Hinweise, dass Impfungen das Allergierisiko senken können. Alle Kinder, auch Risikokinder, sollen auch aus Gründen der Allergieprävention nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO geimpft werden. Schlussfolgerung: Die Konsentierung von Empfehlungen in dieser Leitlinie beruht auf einer umfangreichen Evidenzgrundlage. Die Aktualisierung der Leitlinie ermöglicht evidenzbasierte und aktuelle Empfehlungen zur Prävention allergischer Erkrankungen.Correspondence to:
Prof. Dr. Matthias Kopp
Medizinbereich Kinder und Jugendliche
Insel Gruppe AG, Inselspital, Universität Bern
Freiburgstrasse 15, 3010 Bern, Schweiz
und
Prof. Dr. med. Eckard Hamelmann
Kinder-Zentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel
Universität Bielefeld
Burgsteig 13
33617 Bielefeld
Email: [email protected] und [email protected]
Übersicht
Aktuelle Aspekte der ICD-10-GM-Klassifikation des Asthma bronchiale in der ambulanten Kinderpneumologie
Current aspects of the ICD-10-GM classification of asthma bronchiale in outpatient pediatric pulmonology
M. Knappe und J.O. Steiß
Price
42.00 $
Jahrgang 52 (2026) p. 74 - 80
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 52, Nr. 2/2026, S. 74-80
Aktuelle Aspekte der ICD-10-GM-Klassifikation des Asthma bronchiale in der ambulanten Kinderpneumologie
M. Knappe1 und J.O. Steiß2#3
1Schwerpunktpraxis Kinder-Pneumologie und Allergologie, Dresden, 2Schwerpunktpraxis Kinder-Pneumologie und Allergologie, Fulda, 3Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen
Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und weist eine ausgeprägte altersabhängige klinische Heterogenität auf. Eine strukturierte Klassifikation ist Voraussetzung für eine leitliniengerechte Therapie, Verlaufsbeurteilung und Versorgungsforschung. Während aktuelle Leitlinien Asthmakontrolle und therapiedefinierten Schweregrad in den Mittelpunkt stellen, bildet die ICD-10-GM Klassifikation primär ätiologische Asthmaformen ab. In dieser Arbeit soll die aktuelle ICD-10-GM (Version 2025) im Kindesalter im Kontext aktueller nationaler und internationaler Leitlinien analysiert und ihre Bedeutung sowie ihre Limitationen für die ambulante kinder- und jugendpneumologische Versorgung dargestellt werden. Dabei ermöglicht die Erweiterung der ICD-10-GM um eine nunmehr 5. Stelle eine differenziertere Abbildung des Krankheitsverlaufs und bildet damit eine Brücke zwischen klinischer Realität, Leitlinienempfehlungen und versorgungssystemischen Anforderungen.Correspondence to:
Dr. med. Martin Knappe
Schwerpunktpraxis
Kinderpneumologie und Allergologie
Otto-Dix-Ring 98, 01219 Dresden
und
Prof. Dr. med. Jens-Oliver Steiß
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstraße 12, 35385 Gießen
Email: [email protected]; [email protected]
Übersicht
Klimawandel und Allergie im Kindesalter
Climate change and childhood allergy
J.O. Steiß und U. Umpfenbach
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2026) p. 105 - 114
Abstract
Allergologie, Jahrgang 49, Nr. 3/2026, S. 105-114
Klimawandel und Allergie im Kindesalter
J.O. Steiß1#2 und U. Umpfenbach3
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Gießen, 2Schwerpunktpraxis Kinder-Pneumologie und Allergologie, Fulda, 3Schwerpunktpraxis Kinder-Pneumologie und Allergologie, Viersen
Allergische Erkrankungen zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und weisen seit Jahren eine anhaltend hohe Prävalenz auf. Parallel hierzu verändern sich Umwelt- und Klimabedingungen in erheblichem Ausmaß. Dazu gehören verlängerte Vegetations- und Pollensaisons, eine erhöhte Pollenbelastung, das Auftreten neuer Allergenquellen durch invasive Pflanzenarten, die Ausbreitung vektorassoziierter Infektionskrankheiten infolge veränderter Insektenpopulationen sowie hohe Belastungen durch Luft- und Innenraumschadstoffe. Diese Faktoren beeinflussen sowohl die Entstehung als auch den Verlauf sowie die Versorgung allergischer Erkrankungen und wirken sich direkt und indirekt auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, erläutert relevante klimatische und umweltmedizinische Wirkmechanismen und beleuchtet spezifische Vulnerabilitäten im Kindesalter. Daraus werden Implikationen für klinische Versorgung, Präventionsstrategien und gesundheitspolitische Maßnahmen abgeleitet. Abschließend werden bestehende Forschungslücken identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen für Praxis, Public Health und zukünftige Forschung formuliert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Jens-Oliver Steiß
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin,
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstraße 12
35385 Gießen
Email: [email protected]