Talip Study
Comparison of talinolol and atenolol effects on blood pressure in relation to lipid and glucose metabolic parameters. Results from the TALIP study
H. Sourgens, J. Schmidt and H. Derendorf
Price
42.00 $
Volume 41 p. 22 - 29
Abstract
H. Sourgens, J. Schmidt and H. Derendorf
1Independent Consultant, Munich, 2Applied Pharmacology, Dresden, Germany, and 3College of Pharmacy, University of Florida, Gainesville, FL, USA
Aims: The primary objective of this double-blind, randomized, parallel-group study was to compare the influence of the selective b1-receptor antagonists talinolol (100 mg) and atenolol (50 mg) on the lipid metabolism in hyperlipemic patients with mild to moderate hypertension after 12 weeks of treatment. As a secondary endpoint, the influence of the drug on blood pressure, pulse rate as well as glucose metabolism were examined. Furthermore, pharmacokinetic parameters were assessed. Patients: Of the 198 patients recruited for the study, 166 were randomized to receive atenolol (n = 83) or talinolol (n = 83) for up to 12 weeks, 149 patients received the study medication for up to 48 weeks under double-blind conditions. Results: There was no difference between the antihypertensive effect of both b1-selective antagonists in patients with mild to moderate hypertension. No clinically relevant differences between the 2 drugs were observed for LDL cholesterol, HDL cholesterol, total cholesterol and triglycerides in the rather low doses given. However, there was evidence for a decrease in LDL cholesterol following treatment with talinolol, but not following treatment with atenolol, in patients with the highest initial blood pressure and in those with normalized blood pressure after 12 weeks of treatment. Parameters of glucose metabolism were not adversely affected by both drugs. Stable pharmacokinetics were observed over the 12-week administration, and steady state conditions were achieved after a 1-week treatment with both active compounds in the target population. Data indicate that once-a-day dosing can be performed with less fluctuation between peak and trough for talinolol in comparison to atenolol. Both treatments were well tolerated.
Kardiologische Rehabilitation
Qualitätsmerkmale von Herzgruppen in Rheinland-Pfalz – Ergebnisse wiederholter Überprüfungen durch den Landesverband
J. Schmidt, R. Nübling, D. Kriz, M. Keck, und P. Ritter
Price
42.00 $
Jahrgang 21 p. 51 - 60
Abstract
J. Schmidt1, R. Nübling1, D. Kriz1, M. Keck2, 3 und P. Ritter3
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG), Karlsruhe, 2Drei-Burgen-Klinik, Bad Münster & Reha-Kompetenzzentrum Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein-Ebernburg, 3Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Rheinland-Pfalz e.V. (DGPR), Koblenz
Herzgruppen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zur unverzichtbaren Versorgungsstruktur in der kardiologischen Rehabilitation Phase III (nach WHO) entwickelt. Verantwortlich für die Anerkennung und fortlaufende Überprüfung von Herzgruppen nach medizinisch bzw. vertraglich festgelegten Qualitätsstandards, vornehmlich der Struktur- und Prozessqualität, sind unter anderem die Landesorganisationen der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation für Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR). Als einer der ersten Trägerverbände des Rehabilitationssports hat der Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Rheinland-Pfalz 2001/ 2002 landesweite Vor-Ort-Überprüfungen von Herzgruppen vorgenommen und diese 5 Jahre später wiederholt. Die Ergebnisse belegen, dass durch systematische Überprüfungen eine qualitative Verbesserung der Arbeit der Herzgruppen initiiert werden kann. Zeigten fast alle bei der Ersterhebung auf hohem Niveau erfüllten Qualitätsstandards erwartungsgemäß erneut einen sehr hohen Realisierungsstand, so konnten bei weiteren Kriterien wie der Einbeziehung ärztlicher Vorbefunde, der Dokumentation und der ergänzenden umfassenden Nachsorge zum Teil deutliche Verbesserungen erreicht werden. Dagegen blieben insbesondere bei Qualitätsstandards, bei denen vorhandene organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen limitierend wirken, Verbesserungen im wünschenswerten Ausmaß aus.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. J. Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Erfurter Straße 5a
D–76139 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Herzgruppen in Rheinland-Pfalz – Befragungen von Teilnehmern und Gruppenleitern
Heart groups in Rhineland-Palatine – surveys of participants and group leaders
J. Schmidt, M. Keck, P. Ritter, B. Krönig, R. Stahlheber und R. Nübling
Price
42.00 $
Jahrgang 23 p. 143 - 155
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 23, Nr. 4/2011, S. 143–155
Herzgruppen in Rheinland-Pfalz – Befragungen von Teilnehmern und Gruppenleitern
J. Schmidt1, M. Keck2,3, P. Ritter3, B. Krönig3, R. Stahlheber3 und R. Nübling1
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG), Karlsruhe, 2Drei-Burgen-Klinik, Bad Münster, und Reha-Kompetenzzentrum Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein-Ebernburg, 3Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz- Kreislauferkrankungen Rheinland-Pfalz e.V., Koblenz
In Ergänzung zu Qualitätsüberprüfungen in Form von Vor-Ort-Visitationen der Herzgruppen [12, 16] hat der Landesverband Rheinland-Pfalz im Rahmen seiner Qualitätssicherung der Herzgruppenarbeit in den Jahren 2008 und 2010 schriftliche Befragungen von Herzgruppenteilnehmern, Herzgruppenverantwortlichen, Übungsleitern und Herzgruppenärzten durchgeführt, welche die verschiedenen Sichtweisen transparent machen und Anhaltspunkte für Verbesserungspotenziale liefern sollten. Die befragten Herzgruppenteilnehmer (n = 565; Rücklaufquote: 40,5%; 72,6% Männer; durchschnittlich 68,5 Jahre alt) zeigten insgesamt ein sehr hohes Maß an Zufriedenheit mit ihrer Herzgruppe und waren vom persönlichen Nutzen überzeugt. In der Gesamtschau konnte auf Teilnehmerebene eine große Akzeptanz der Herzgruppenarbeit beobachtet werden, wobei von den Befragten mehrheitlich positive gesundheitliche Effekte (z.B. Reduzierung von Risikofaktoren, Verbesserung des Befindens) berichtet wurden. Auch die befragten Herzgruppenverantwortlichen (n = 67; Rücklaufquote: 50,8%; 47,8% Männer; durchschnittlich 57 Jahre alt) waren in der großen Mehrheit (87,7%) mit ihrer Tätigkeit im Trägerverein zufrieden bzw. sehr zufrieden. Jeweils knapp die Hälfte der Befragten berichtete weiterhin, dass die durchschnittliche Zahl der geförderten Teilnehmer nach Inkrafttreten der Rahmenvereinbarung 2003 (begrenzte/r Leistungsumfang/Förderung) zurückgegangen sei und dass der Übungsbetrieb derzeit nicht kostendeckend durchgeführt werde könne. Mehrheitlich zufrieden mit ihrer Tätigkeit zeigten sich auch die befragten Übungsleiter (n = 150: Rücklaufquote: 46,9%; 76,9% Frauen; Durchschnittsalter: 51,1 Jahre) und Herzgruppenärzte (n = 170; Rücklaufquote: 28,4%; 69,4% Männer; durchschnittlich 51,3 Jahre alt). Als vorrangige Problempunkte wurden von den befragten Übungsleitern und Ärzten das derzeitige Abrechnungssystem der Kostenträger, die Motivation der Ärzte und der Mangel an qualifizierten Ärzten genannt.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. J. Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Interdisziplinäre Schmerztherapie in der Orthopädischen Rehabilitation (ISOR) – eine Studie zur Inanspruchnahme und zu längerfristigen Ergebnissen eines multimodalen Behandlungsangebots für Patienten mit Schmerzsyndromen
Multidisciplinary treatment of chronic pain in orthopedic rehabilitation – a study on the utilization and longer-term outcome of a multimodal treatment approach for patients with pain syndromes
J. Schmidt, A. Zucker, K. Wöllstein, D. Kriz, M. Keck und R. Nübling
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 132 - 150
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 24, Nr. 4/2012, S. 132–150
Interdisziplinäre Schmerztherapie in der Orthopädischen Rehabilitation (ISOR) – eine Studie zur Inanspruchnahme und zu längerfristigen Ergebnissen eines multimodalen Behandlungsangebots für Patienten mit Schmerzsyndromen
J. Schmidt1, A. Zucker2, K. Wöllstein2, D. Kriz1, M. Keck2 und R. Nübling1
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG), Karlsruhe, 2Drei-Burgen-Klinik, Bad Münster, und Reha-Kompetenzzentrum Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein-Ebernburg
Untersucht wird ein multimodales, 5-wöchiges stationäres Behandlungsangebot einer orthopädischen Fachklinik (abgekürzt: ISOR-Maßnahme), das sich an Patienten mit Schmerzsyndromen richtet. Mittels eines SGPP-Designs wird überprüft, welche Patienten diese Maßnahme in Anspruch nehmen und welche längerfristigen Ergebnisse sich 1 Jahr nach Entlassung aus der Klinik zeigen. Von 248 Patienten (54% Männer, Durchschnittsalter: 49,9 Jahre) beteiligten sich 112 an einer schriftlichen Nachbefragung (Rücklaufquote: 45,2%). Die untersuchten 248 Patienten unterschieden sich in den Merkmalen Angst und Depression (gemessen mit HADS-D) bei Aufnahme sehr markant von „üblichen“ orthopädischen Patienten: Sie waren psychisch wesentlich auffälliger und waren mit Patienten psychosomatischer Fachkliniken vergleichbar. Mehrheitlich lag bei ihnen eine ausgeprägte Chronifizierung der Schmerzen vor. 1 Jahr nach Entlassung aus der Klinik berichteten knapp 50% der Patienten von einem deutlichen bzw. großen persönlichen Nutzen der Maßnahme. Im Vorher-Nachher-Vergleich (Aufnahme vs. Nachbefragung) ergaben sich auf Gesamtgruppenebene geringfügige bis mittlere Effektstärken im Sinne von Besserungen – allerdings keine positiven Effekte bei den psychischen Parametern (HADSScores). Insgesamt zeigen die patientenseitig berichteten Behandlungsergebnisse eine beträchtliche Variabilität. Während für eine Subgruppe der Patienten Erfolg versprechende Veränderungen objektiviert werden können, tut sich bei anderen wenig. Tatsächlich verbergen sich hinter den mittleren Effektstärken der Gesamtgruppe differenzielle Verläufe für Subgruppen der Patienten, die teilweise markant kontrastieren. Relativ kohärent kann beobachtet werden, dass stärker belastete/beeinträchtigte Patienten von der Maßnahme weniger profitieren als weniger belastete/beeinträchtigte Patienten. Auch scheinen das Bildungsniveau und Rentenvariablen (z.B. Rentenbegehren) die längerfristigen Behandlungsergebnisse mit zu beeinflussen. Diskutiert werden abschließend mögliche Konsequenzen der Befunde für die Weiterentwicklung des Konzepts.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. J. Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Brennpunkte der Notfallmedizin II
Präklinisches und frühes innerklinisches Synkopenmanagement – Wie machen wir es sicher, effektiv und ökonomisch?
Management of syncope in emergency medicine: how to act safe and cost effective
M. Christ, J. Schmidt, S. Popp, H.-J. Heppner und Y. Greve
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 123 - 135
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 38, Nr. 3/2013, S. 123–135
Präklinisches und frühes innerklinisches Synkopenmanagement – Wie machen wir es sicher, effektiv und ökonomisch?
M. Christ, J. Schmidt, S. Popp, H.-J. Heppner und Y. Greve
Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin, Klinikum Nürnberg
Synkope ist definiert als eine vorübergehende Bewusstlosigkeit, die plötzlich auftritt und durch eine kurzdauernde globale zerebrale Minderperfusion des Gehirns verursacht wird. Patienten, die sich wegen einer Synkope oder Beinahe-Synkope in die notfallmedizinische Betreuung begeben, haben ein erhöhtes Risiko zu versterben und signifikante zugrunde liegende Erkrankungen aufzuweisen. Die Abklärung der Patienten ist aufgrund des heterogenen Beschwerdebildes und der unterschiedlichen Patientenpräsentation sehr komplex. Dies führt häufig zu einer unnötig breiten Diagnostik, welche für die Betreuung der Patienten nicht zielführend ist („shotgun approach“). Insbesondere technisch aufwendige Untersuchungen wie kraniale Computertomografie, Echokardiografie etc. sind häufig unnötig und sollten nur bei vorliegender Indikation gezielt und fokussiert eingesetzt werden. Aus unserer Sicht ist erforderlich, die Diagnostik und die Risikostratifizierung bei Patienten mit Synkope bzw. Beinahe-Synkope entsprechend den Vorschlägen der Leitlinien strukturiert durchzuführen und eine standardisierte Vorgehensweise zu etablieren (Anamnese, körperliche Untersuchung, 12-Kanal-EKG, Orthostasetest und Laboruntersuchungen in der Notaufnahme). Klinische Entscheidungsinstrumente können die Identifizierung gefährdeter Patienten unterstützen, sie sind jedoch fehlerhaft. Aus diesem Grund muss die klinische Entscheidung über stationäre oder ambulante Versorgung immer individuell durch den betreuenden Notfallmediziner erfolgen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. M. Christ
Klinik für Notfall- und internistische Intensivmedizin
Klinikum Nürnberg
Prof. Ernst Nathan-Straße 1
D–90419 Nürnberg
Email: [email protected]
Originalarbeit
Behandlungsergebnisse 1 Jahr nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation
Treatment outcomes 1 year after inpatient psychosomatic rehabilitation
R. Nübling, J. Schmidt, W. Reichelt und D. Kriz
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 150 - 165
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 25, Nr. 4/2013, S. 150–165
Behandlungsergebnisse 1 Jahr nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation
R. Nübling1, J. Schmidt1, W. Reichelt2 und D. Kriz1
1GfQG, Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen GbR, Karlsruhe, 2Klinikzentrum Lindenallee, Bad Schwalbach
Hintergrund: Die Verfügbarkeit aktueller Behandlungsergebnisse ist wesentlich für die Abbildung der Qualität einer Rehabilitationsklinik. Dabei sollte der Outcome immer auch in einem ausreichenden Abstand zur Behandlung gemessen werden (Katamnesen). Fragestellung: Ziel der Studie war eine erste Abschätzung der Behandlungsergebnisse der untersuchten psychosomatischen Klinik. Methodik: In die drei Messzeitpunkte (Aufnahme (A), Entlassung (E), 1-Jahres-Katamnese (K)) umfassende Evaluationsstudie wurden n = 224 konsekutive Patienten einbezogen, von denen sich 62% (n = 138) an der Nachbefragung beteiligt haben. Neben der klassischen indirekten Veränderungsmessung kam auch die direkte und quasi-indirekte Messvariante zum Einsatz. Erhoben wurden die Hamburger Module HEALTH-49 zu allen drei Messzeitpunkten im Sinne einer Statusmessung; darüber hinaus ein Katamnesefragebogen, über den ergänzend unter anderem gesundheits- sowie arbeitsbezogene bzw. gesundheitsökonomisch relevante Parameter (z.B. AU-Zeiten, Krankenhaustage, Arztbesuche) erfasst wurden. Fremdeinschätzungen seitens behandelnder oder nachbehandelnder Ärzte/Psychotherapeuten wurden nicht einbezogen. Ergebnisse: Diagnostisch handelte es sich vor allem um affektive Störungen (F3.x; 62%) und um neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F4.x; 26%), der Frauenanteil lag bei 73%; der Altersdurchschnitt betrug 51 Jahre (sd = 7,9), die durchschnittliche Behandlungsdauer 39,1 Tage. Ein Jahr nach Entlassung gaben ca. 62% an, dass die Maßnahme für sie einen deutlichen oder großen Nutzen hatte. Der Anteil der Patienten, die sich kaum oder gar nicht arbeitsfähig einschätzten, halbierte sich gegenüber dem Aufnahmezeitpunkt (von 76% auf 35%). Die aktuellen Krankschreibungen reduzierten sich um 76%, die Krankschreibungen bezogen auf die 12-Monats-Zeiträume vor und nach der Reha-Maßnahme um 69%. Die Reduktion bei den Arztbesuchen lag bei 49%, die der Zeiten in einem Krankenhaus bei 34%. Auf psychometrischer Ebene ergaben sich hohe Effektstärken, zum Beispiel für die Skala „Gesundheitliche Beschwerden“ (GBesc10, ES = 1,44). Im HEALTH-49 wurden sowohl beim A-Eals auch im A-K-Vergleich in 7 bzw. 8 Skalen mittlere bis hohe Effektstärken erreicht; sie lagen zwischen ES = 0,21 und ES = 1,19 (A vs. E) bzw. zwischen ES = –0,17 und ES = 0,96 (A vs. K).Correspondence to:
Dipl.-Psych. Dr. R. Nübling
GfQG, Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Die Davoser Outcome-Studie (DOS) – Ergebnisse stationärer pneumologischer und dermatologischer Heilbehandlungen im Spiegel wiederholter Nacherhebungen
The Davos Outcome Study (DOS) – results of pneumological inpatient treatments in the miroor of repeated follo-ups
J. Schmidt, U. Kaiser, D. Kriz und R. Nübling
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 119 - 140
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 26, Nr. 4/2014, S. 119–140
Die Davoser Outcome-Studie (DOS) – Ergebnisse stationärer pneumologischer und dermatologischer Heilbehandlungen im Spiegel wiederholter Nacherhebungen
J. Schmidt1, U. Kaiser2, D. Kriz1 und R. Nübling1
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG), Karlsruhe, 2Hochgebirgsklinik Davos, Davos Wolfgang (Schweiz)
Hintergrund: Ziel der Davoser-Outcome- Studie (DOS) war es, die kurz- und längerfristigen Effekte stationärer Heilbehandlungen in der Hochgebirgsklinik Davos (Schweiz) zu untersuchen. Methodik: Die prospektive einarmige Beobachtungsstudie beinhaltete patientenseitig 5 schriftliche Datenerhebungen (Aufnahme, Entlassung, Nachbefragungen 6, 12 und 24 Monaten nach Entlassung) und arztseitig 2 Messungen (zu Beginn und am Ende der Intervention). Im Untersuchungszeitraum nahmen 61% der Neuaufnahmen an der Studie teil; die Erfassungsquoten bei den 3 Nacherhebungen lagen bei 80,4%, 73,4% und 65,8%. Stichprobe: Die Ausgangsstichprobe umfasste 896 Patienten mit unterschiedlichen pneumologischen (ca. 70%) und dermatologischen Diagnosen (ca. 30%). Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 49,1 Jahre, knapp 60% der Patienten waren Frauen, die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug 27,4 Tage. Bei den Patienten lag mehrheitlich eine ausgeprägte Chronifizierung der Beschwerden vor. Etwa 70% der Studienteilnehmer waren Erwerbspersonen. Kennzeichnend ist weiterhin ein eher höheres Bildungsniveau (44,3% hatten einen höheren Schulabschluss) und eine mittlere bis gehobene berufliche Stellung. Die Stichprobe kann als weitgehend repräsentativ für den Beobachtungszeitraum angesehen werden: Ergebnisse: Konstant über alle Messzeitpunkte hinweg zeigten sich bemerkenswert hohe patientenseitige Nutzenbewertungen der Heilbehandlung sowie eine konstant hohe Zufriedenheit mit der Behandlung. Bei Entlassung konnte eine beachtliche Besserung des gesundheitlichen Befindens (ES = 1,26) beobachtet werden, die sich im weiteren zeitlichen Verlauf zwar etwas abschwächte, 2 Jahre nach Entlassung aber noch eine gute Nachhaltigkeit zeigte (ES = 0,60). Mittels zielorientierter Ergebnismessung (ZOE nach Gerdes) konnten weiterhin nachhaltige Besserungen der Atem- und Hautbeschwerden festgestellt werden. Auch bei den überprüften indikativen Ergebnisparametern (1-Sekundenkapazität, spezifischer Atemwegswiderstand, PASI-Index und SCORAD-Index) waren bei Entlassung zum Teil imposante positive Veränderungen zu verzeichnen. Ebenso zeigten sich in Vorher-Nachher-Vergleichen auch Reduktionseffekte hinsichtlich der kostenrelevanten Merkmale Anzahl der Notarztrufe und Notfalleinlieferungen (im zweiten Jahr nach der Intervention waren Reduktionen von 54% bzw. 26% zu verzeichnen). Ein äußerst günstiges Bild konnte auch hinsichtlich der Return- to-work-Quoten beobachtet werden, die den Anteil der Patienten beziffern, die vor Beginn der Intervention berufstätig waren und auch noch 6, 12 und 24 Monate danach berufstätig sind (92,2% 1/2 Jahr nach Entlassung und 87,1% 2 Jahre nach Entlassung). Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass stationäre Heilbehandlungen in der Hochgebirgsklinik Davos – größtenteils Rehabilitationsmaßnahmen – zu moderaten bis deutlichen kurz- und längerfristigen Verbesserungen bei Patienten mit Atemwegserkrankungen und Hauterkrankungen führen. Die vorliegenden Resultate deuten eine zufriedenstellende Nachhaltigkeit der Effekte an, sie bestätigen frühere Evaluationsstudien in großem Maße. Abschließend wird die Studie unter methodischen Gesichtspunkten diskutiert.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. J. Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Nephrology Education
Saving two lives with one dialysis treatment
Eva Baroke, Julius J. Schmidt, Ann-Kathrin Strunk, Olaf Wiesner, W. Nikolaus Kühn-Velten, and Jan T. Kielstein
Price
42.00 $
Volume 84 (2015) p. 104 - 107
Abstract
Clinical Nephrology, Vol. 84 – No. 2/2015 (104-107)
Saving two lives with one dialysis treatment. Successful treatment of life threatening diphenhydramine intoxication by intermittent hemodialysis using a high cut-off membrane
Eva Baroke1, Julius J. Schmidt2, Ann-Kathrin Strunk2, Olaf Wiesner1, W. Nikolaus Kühn-Velten3, and Jan T. Kielstein2
1Department of Pulmonary Medicine, 2Department of Nephrology and Hypertension, Hannover Medical School, Hannover, and 3Medical Laboratory, Bremen, Germany
Hemodialysis is the extracorporeal treatment of choice for various life-threatening intoxications, with the exception of highly protein-bound substances, which are preferably removed by charcoal hemoperfusion. This technique, however, is limited by its availability and its significant side effects. We present a potentially lifethreatening diphenhydramine (DPH) overdose in a stuporous female patient in which high cut-off hemodialysis was used. Timely detoxification resulted in rapid gain of consciousness, allowing the patient to state the existence and location of another poison victim.Correspondence to:
Jan T. Kielstein, MD
Department of Internal Medicine
Division of Nephrology and Hypertension
Medical School Hannover
Carl-Neuberg-Strasse 1, 30625 Hannover, Germany
Email: [email protected]
Originalarbeit
Die „Reha-QM-Outcome-Studie“ des Qualitätsverbundes Gesundheit und der DRV Baden-Württemberg – Methodik und ausgewählte Ergebnisse
The “Rehabilitation-QM-Outcome- Study” of the Quality Network Health and the Regional German Pension Insurance (DRV) Baden-Wuerttemberg – methodology and selected results
R. Nübling, R. Kaluscha, G. Krischak, D. Kriz, J. Holstiege, H. Martin, G. Müller, J. Renzland, M. Reuss-Borst, J. Schmidt, U. Kaiser und E. Toepler
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 77 - 94
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 27, Nr. 3/2015, S. 77–94
Die „Reha-QM-Outcome-Studie“ des Qualitätsverbundes Gesundheit und der DRV Baden-Württemberg – Methodik und ausgewählte Ergebnisse
R. Nübling1, R. Kaluscha2, G. Krischak2, D. Kriz1, J. Holstiege2, H. Martin3, G. Müller4, J. Renzland5, M. Reuss-Borst6, J. Schmidt1, U. Kaiser7 und E. Toepler8
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen GfQG, Karlsruhe, 2Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm, 3DRV Baden-Württemberg, 4Schlossklinik Bad Buchau, 5Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau, 6Reha-Zentren der DRV Baden-Württemberg, 7Hochgebirgsklinik Davos, Schweiz, 8Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Hintergrund: Ziel der Reha-QM-Outcome- Studie ist die Überprüfung der Effektivität stationärer Heilbehandlungen auf der Basis von Befragungsdaten, Routinedaten der Rentenversicherung und von Qualitätskennzahlen der beteiligten Einrichtungen, sowie die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen diesen drei Datenbereichen. Methodik: Die Studie beinhaltet Selbstangaben der Patienten (schriftliche 1-Punkt-Nachbefragung 1 Jahr nach der Reha), Daten aus der Rehabilitations-Statistik-Datenbank (RSD) sowie Qualitätskennzahlen der Einrichtungen aus einem verbundinternen Kennzahlensystem. Stichprobe: Die Stichprobe umfasste n = 7.616 Versicherte der DRV Baden-Württemberg, die im Jahr 2011 in n = 21 Verbundkliniken behandelt wurden. An der katamnestischen Befragung beteiligten sich n = 4.161 dieser Rehabilitanden (Rücklaufquote 55%), RSD-Datensätze konnten für n = 3.720 Versicherte, die sich an der Katamnese beteiligten, eindeutig zugeordnet werden. Die Stichprobe kann als weitgehend repräsentativ für die Grundgesamtheit der ausgewählten Versicherten angesehen werden. Ergebnisse: Die Ergebnisse 1 Jahr nach stationärer Rehabilitation weisen trotz eher schwieriger Ausgangsbedingungen (gesundheitlich, sozialmedizinisch und beruflich deutlich belastete und in der Regel chronifizierte Patienten) in eine positive Richtung. Der Nutzen der Rehabilitation, die Zielerreichung und die Zufriedenheit mit dem Ergebnis werden positiv eingeschätzt. Die Prä-Post-Effektstärken der erhobenen Skalen liegen für die Gesamtstichprobe im mittleren Bereich (ES = 0,40 – 0,60), in einzelnen Indikationsbereichen (Psychosomatik) auch deutlich höher (ES = 1,2 für die Skala GB10). Die Return-to-Work-Quoten liegen zwischen 75% (Zeitpunktquote) und 83% (kumulative Zeitverlaufsquote). Die durchschnittliche Beitragszahlung aus Erwerbstätigkeit schwächt sich im ersten Jahr nach Rehabilitation insgesamt nur leicht ab, die subjektiven Patienteneinschätzungen korrespondieren dabei mit dieser gut. Auch hinsichtlich Qualitätskennzahlen ergeben sich deutliche Zusammenhänge mit der Rehabilitandenzufriedenheit und dem Reha-Erfolg. Folgerungen: Es lassen sich Potenziale für das interne Qualitätsmanagement und Impulse für Verbesserungsprozesse in den Kliniken ableiten. Die Einbeziehung aller drei Datenebenen offeriert einen neuen Blickwinkel und neue Analysemöglichkeiten. Eine gemeinsame Betrachtung der drei Datenebenen, wie in der Reha-QS-Outcome-Studie erstmals realisiert, hat sich als praktikabel erwiesen. Ziel einer mittelfristigen Implementierung der Methodik in die Routine ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kliniken und belegendem Rehabilitationsträger im Sinne einer Win-Win-Situation.Correspondence to:
Dr. R. Nübling
GfQG – Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Wiederholte Qualitätskontrollen und Re-Zertifizierungen von Herzgruppen in Rheinland-Pfalz
Repeated quality checks and recertification of heart groups in Rhineland-Palatinate
J. Schmidt, R. Nübling, P. Ritter und M. Keck
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 128 - 140
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 27, Nr. 4/2015, S. 128–140
Wiederholte Qualitätskontrollen und Re-Zertifizierungen von Herzgruppen in Rheinland-Pfalz
J. Schmidt1, R. Nübling1, P. Ritter2 und M. Keck2
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG) GbR, Karlsruhe, 2Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Rheinland-Pfalz e.V., Koblenz
Seit über 10 Jahren verfügt Rheinland- Pfalz über eine flächendeckend qualitätsgesicherte Versorgung mit zertifizierten Herzgruppen. Als einer der ersten Trägerverbände hat der Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Rheinland-Pfalz 2001/2002 landesweite Überprüfungen von Herzgruppen vorgenommen und diese 5 und 10 Jahre später wiederholt. Die Ergebnisse der drei bisherigen Überprüfungs-Aktionen und der damit verbundenen Zertifizierungen bzw. Re-Zertifizierungen (ein Zertifikat wird bei Erfüllung der Anforderungen erteilt, gegebenenfalls auch nach Beseitigung zertifikatsrelevanter Beanstandungen) belegen, dass durch systematische Überprüfungen eine Verbesserung des Erfüllungsgrads definierter Qualitätsmerkmale initiiert und auch erreicht werden kann.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. J. Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
D–76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Positiver Effekt einer Magnesiumorotat- Therapie bei hypertensiver Herzerkrankung
Positive effect of magnesium orotate in hypertensive heart insufficiency
K. Kisters, B. Gremmler, J. Schmidt, F. Tokmak und U. Gröber
Price
42.00 $
Jahrgang 45 p. 1 - 6
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 1/2016, S. 1–6
Positiver Effekt einer Magnesiumorotat- Therapie bei hypertensiver Herzerkrankung
K. Kisters1,4, B. Gremmler1, J. Schmidt2, F. Tokmak3 und U. Gröber4
1St. Anna-Hospital, Herne, 2Pharmakologie und Toxikologie, Universität Dresden, Dresden, 3MVZ, Gelsenkirchen, 4Akademie für Mikronährstoffmedizin, Essen
Nach den Ergebnissen der MACH-Studie hat eine zusätzliche Magnesiumgabe bei Herzinsuffizienz einen positiven Effekt bezüglich Lebensqualität und Lebenserwartung. Wir haben deshalb in der hier vorliegenden Studie Patienten mit einer hypertensiven Herzerkrankung NYHA III – IV untersucht. Diesen Patienten wurde zur üblichen Herzinsuffizienz- Standardtherapie zusätzlich Magnesium gegeben. Elf Patienten wurden mit einer Kontrollgruppe von 10 Patienten verglichen. Die zusätzliche Magnesiumtherapie wurde mit Magnesiumorotat 3 × 3 Tabletten täglich durchgeführt (4.500 mg Magnesiumorotat). Als Beobachtungszeitraum wurde eine Woche gewählt. Gemessen wurden die NTproBNP-Werte sowie klinische Parameter. Die Ergebnisse zeigen in der zusätzlich mit Magnesiumorotat therapierten Gruppe eine statistisch signifikant deutlichere Senkung der NTproBNP-Werte im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Serum-Kreatininwerte blieben während der Beobachtungszeit stabil. Ernste Herzrhythmusstörungen traten ebenfalls nicht auf. Die Patienten gaben in den meisten Fällen eine deutliche klinische Besserung bereits nach einer Woche an. Zusammengefasst zeigt die zusätzliche Gabe von Magnesiumorotat einen deutlichen Benefit bei Patienten mit hypertensiver Herzerkrankung und ist sicher.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K. Kisters
Medizinische Klinik I
St. Anna Hospital
Allgemeine Innere Medizin
Hospitalstraße 19
44649 Herne
Email: [email protected]
Nephrology Education
Removal of methadone by extended dialysis using a high cut-off dialyzer: implications for the treatment of overdose and for pain management in patients undergoing light chain removal
Viktor Arelin, Julius J. Schmidt, Nathalie Kayser, W. Nikolaus Kühn-Velten, Hendrik Suhling, Gabriele Eden, and Jan T. Kielstein
Price
42.00 $
Volume 85 (2016) p. 353 - 357
Abstract
Clinical Nephrology, Vol. 85 – No. 6/2016 (353-357)
Removal of methadone by extended dialysis using a high cut-off dialyzer: implications for the treatment of overdose and for pain management in patients undergoing light chain removal
Viktor Arelin1, Julius J. Schmidt1, Nathalie Kayser1, W. Nikolaus Kühn-Velten2, Hendrik Suhling3, Gabriele Eden1#4, and Jan T. Kielstein1#4
1Department of Nephrology and Hypertension, Hannover Medical School, Hannover, 2Medical Laboratory of Bremen, Bremen, 3Department of Respiratory Medicine, Hannover Medical School, Hannover, and 4Medical Clinic V, Nephrology and Hypertension, Academic Hospital Braunschweig, Braunschweig, Germany
The synthetic opioid methadone hydrochloride has a low molecular weight of 346 D, a high volume of distribution (4 – 7 L/kg), and is lipophilic. It is used as an analgesic and for the maintenance treatment of opiate dependence. In drug addicts, methadone is frequently involved in mixed intoxications that can lead to death. Here we present the case of a drug addict in whom a high cut-off dialysis membrane together with extended dialysis was used in the setting of suspected overdose and acute kidney injury. Although the observed dialyzer plasma clearance (31.5 mL/min) and reduction ratio (38%) were higher than previously reported for standard hemodialysis, the total amount of methadone in the spent dialysate after 1 extended dialysis session was quite low. Hence, even extended dialysis with a high cut-off membrane does not seem to offer a clinically relevant benefit in the setting of overdose for enhanced methadone removal. On the other hand, in patients undergoing high cut-off dialysis for the removal of light chains, methadone could still be used as an analgesic without an additional dose after high cut-off hemodialysis.Correspondence to:
Jan T. Kielstein, MD
Medical Clinic V, Academic Teaching Hospital Braunschweig
Salzdahlumer Str. 90, 38126, Braunschweig, Germany
Email: [email protected]
Kasuistik
Die Rettung von zwei Leben mit nur einer Dialysebehandlung – Erfolgreiche Behandlung einer lebensbedrohlichen Diphenhydramin-Intoxikation durch intermittierende Hämodialyse mit einer High-cut-off-Membran
Saving two lives with one dialysis treatment – Successful treatment of life threatening diphenhydramine intoxication by intermittent hemodialysis using a high cut-off membrane
E. Baroke, J.J. Schmidt, A.-K. Strunk, O. Wiesner, W.N. Kühn-Velten und J.T. Kielstein
Price
42.00 $
Jahrgang 45 p. 312 - 315
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 8/2016, S. 312-315
Die Rettung von zwei Leben mit nur einer Dialysebehandlung – Erfolgreiche Behandlung einer lebensbedrohlichen Diphenhydramin-Intoxikation durch intermittierende Hämodialyse mit einer High-cut-off-Membran*
E. Baroke1, J.J. Schmidt2, A.-K. Strunk2, O. Wiesner1, W.N. Kühn-Velten3 und J.T. Kielstein2
1Klinik für Pneumologie, 2Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Medizinische Hochschule Hannover, und 3Medizinisches Labor, Bremen
Die Hämodialyse ist bei einigen lebensbedrohlichen Intoxikationen die extrakorporale Behandlung der Wahl. Eine Ausnahme bilden stark proteingebundene Substanzen, die am besten durch Aktivkohle- Hämoperfusion aus dem Körper entfernt werden. Diese Methode ist jedoch nicht immer verfügbar und kann beträchtliche Nebenwirkungen haben. Im Folgenden wird der Fall einer potenziell lebensbedrohlichen Überdosierung mit Diphenhydramin (DPH) bei einer bewusstlosen Patientin geschildert, die einer Hämodialyse mit einem High-cut-off-Filter unterzogen wurde. Die rechtzeitige Entgiftung führte dazu, dass sie das Bewusstsein rasch wiedererlangte und so den Ärzten mitteilen konnten, dass es eine weitere vergiftete Person gab und wo sich diese befand.
*Erstpublikation der englischen Fassung in Clinical Nephrology Band 84, Nr. 2/2015, S. 104-107Correspondence to:
Dr. med. Jan T. Kielstein
Zentrum Innere Medizin
Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Email: [email protected]
Transition
Erwachsen werden mit Mukoviszidose – ein spezieller Weg
Growing up with cystic fibrosis – a special way
D. Staab, C. Lehmann, J. Schmidt und C. Schwarz
Price
42.00 $
Jahrgang 42 p. 411 - 417
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 42, Nr. 8/2016, S. 411-417
Erwachsen werden mit Mukoviszidose – ein spezieller Weg
D. Staab1, C. Lehmann1, J. Schmidt2 und C. Schwarz1
1Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Immunologie, Christiane Herzog-Zentrum, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität zu Lübeck
Mukoviszidose ist eine bisher nicht heilbare Multiorganerkrankung. Durch immer besser werdende Therapien hat sich der Anteil an erwachsenen Patienten in den letzten 20 Jahren bereits verdoppelt und wird exponentiell weiter steigen. Dieser Situation werden die bestehenden Versorgungsstrukturen derzeit nicht gerecht. Zumal gerade in der Adoleszenz das Risiko für Komorbiditäten steigt und die Adhärenz zu einer sehr zeitaufwendigen Therapie eher schlecht ist. Daher gibt es erst rudimentäre Ansätze zur Transition, aber erste Untersuchungen zu den Vorstellungen der Jugendlichen hinsichtlich ihres Umgangs mit der Erkrankung und ihrer Behandlungsbedürfnisse. Am besten scheint der Übergang in die Erwachsenenversorgung derzeit in gemeinsamen pädiatrisch-internistischen Zentren zu funktionieren, wo man auf die Erfahrung eines großen multidisziplinären Behandlerteams zurückgreifen kann.Correspondence to:
PD Dr. med. Doris Staab
Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Immunologie
Christiane Herzog-Zentrum
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Email: [email protected]
Originalarbeit
Psychische Komorbidität bei stationären Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten – Korrelate und Verlauf
Comorbid mental impairments in hospitalized patients with respiratory and lung diseases – correlates and time course
J. Schmidt, U. Kaiser, D. Kriz und R. Nübling
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 85 - 101
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 28, Nr. 3/2016, S. 85-101
Psychische Komorbidität bei stationären Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten – Korrelate und Verlauf
J. Schmidt1, U. Kaiser1#2, D. Kriz1 und R. Nübling1
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG), Karlsruhe, 2Institut für sportmedizinische Prävention und Rehabilitation (ISPR), Mainz
Hintergrund: Chronisch kranke Menschen leiden häufig auch unter ernstzunehmenden, aber teilweise verdeckten psychischen Komorbiditäten. Diese korrelieren u.a. mit erhöhten Kosten für das Gesundheitssystem und weniger guten Behandlungsergebnissen. Studien zeigen, dass psychosoziale Belastungen bzw. psychische Komorbiditäten auch bei Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen weit verbreitet sind. Weniger untersucht ist allerdings die Frage, ob eine psychische Komorbidität bei der Behandlung adäquat berücksichtigt wird. Methoden und Fragestellungen: Aus einer prospektiven Beobachtungsstudie der Hochgebirgsklinik Davos (Schweiz) mit umfangreichen Datenerhebungen an 5 Messzeitpunkten (T1 = Aufnahme in die Klinik bis T5 = 2 Jahre nach Entlassung) wurden für diesen Beitrag N = 637 stationäre Patienten mit einer Hauptdiagnose aus dem ICD-10-Kapitel „Krankheiten des Atmungssystems“ herausgefiltert (durchschnittlich 50,4 Jahre alt, knapp 60% Frauen, größenteils Asthma-Patienten). Untersucht wurde auf der Grundlage eines Screenings mit dem Fragebogen HADS-D: 1. die Präalenzrate psychischer Auffäligkeit bei T1, 2. die Zusammenhäge zwischen Auffälligkeit und anderen patientenbezogenen Variablen, 3. die Korrespondenz der Auffäligkeit mit der Inanspruchnahme von Leistungen in der Klinik und die Quote der Inanspruchnahme einer psychologischen Intervention im engeren Sinne, 4. Unterschiede zwischen vier ex post facto gebildeten Patientengruppen und 5. die psychische Befindlichkeit der Patienten im zeitlichen Verlauf (5 Messzeitpunkte). Ergebnisse: 34,3% der untersuchten Patienten sind bei Aufnahme in die Klinik psychisch auffällig (entweder bezüglich Depressivität oder Angst oder beidem). Es zeigen sich deutliche Zusammenhänge dieser Auffälligkeit mit anderen Merkmalen (z.B. mit den IRES-24-Skalen „Reha-Status“und „Somatische Gesundheit“ mit allen SGRQ-Skalen und dem sozialmedizinischen Risikoindex SIBAR, wobei sich die Auffälligen jeweils belasteter schildern). Es kann weiterhin beobachtet werden, dass die initiale Auffälligkeit der Patienten unter dem Blickwinkel der Realisierung adäquater diagnostischer und therapeutischer Leistungen während der stationären Behandlung gut berücksichtigt wird: 79,2% der Auffälligen bzw. 90,8% der deutlich Auffälligen erhalten eine psychologische Maßahme im engeren Sinne (Psychotherapie/ psychologische Beratung und/oder Entspannungstherapie). Hierbei zeigt sich, dass sich die Nutzer einer psychologischen Intervention hinsichtlich der Merkmale Geschlecht, Alter, Art der Behandlung und Erwerbsstatus von den Nicht-Teilnehmern unterscheiden (jeweils höhere Anteile von Frauen, Reha-Patienten und Erwerbspersonen bei den Teilnehmern, die im Schnitt auch 6 –7 Jahre jüger sind). Differenziert man die Patienten aufgrund der beiden Dummy- Variablen „Auffälligkeit“und „Inanspruchnahme einer psychologischen Intervention“, zeigt sich zwischen den ex post facto gebildeten vier Gruppen eine Reihe von Unterschieden. Obwohl sich die Gruppen am Ende der stationären Behandlung nicht bedeutsam hinsichtlich Behandlungszufriedenheit und subjektiver Nutzenbewertung unterscheiden, können – sowohl auf Ebene der Selbstbeurteilung als auf Ebene der Arzturteile – Unterschiede bezüglich der wahrgenommenen Veränderungen beobachtet werden (die Nutzer psychologischer Maßahmen zeigen im Durchschnitt mehr positive Veränderungen). Gemessen an der IRES-24-Skala „Psychisches Befinden“ zeigt sich auch, dass sich die beobachtbaren Effektgrößen der HADS-Auffälligen mit bzw. ohne psychologische Intervention kurz- und längerfristig (d.h. bei Entlassung und 2 Jahre nach der Intervention) unterscheiden: Für die initial auffälligen Patienten mit psychologischer Intervention ergeben sich deutlich höhere Effekte (kurzfristig: ES = 1,02 vs. ES = 0,48; längerfristig: ES = 0,55 vs. ES = 0,29). Folgerungen: Herausforderung für die Praxis ist es, vorhandene psychische Komorbiditäten zu erkennen und ggf. gezielt möglichst adäquate Behandlungsmaßahmen einzuleiten. Wenngleich eine völlige Normalisierung gravierender Auffälligkeiten in der Versorgungspraxis kaum zu erwarten ist, liefert die Studie Anhaltspunkte dafür, dass adäquate psychologische Interventionen zu mittel- und lägerfristig besseren Outcomes beitragen können.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. Jürgen Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG)
Wendtstraße 1
76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
44. und 45. Rostocker Gespräche über kardiovaskuläre Faktoren und Hypertonie
Magnesiumorotat bei Herzinsuffizienz
Magnesium orotate in heart failure
K. Kisters, B. Gremmler, O. Micke, R. Mücke, R. Hunger, J. Schmidt und U. Gröber
Login
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Jahrgang 45 p. 464 - 464
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 12/2016, S. 464
Magnesiumorotat bei Herzinsuffizienz
K. Kisters1#2#4, B. Gremmler1, O. Micke2, R. Mücke2, R. Hunger2, J. Schmidt3 und U. Gröber4
1Medizinsche Klinik I, St. Anna Hospital Herne, 2Akte Bielefeld, 3Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Dresden, 4Akademie für Mikronährstoffmedizin Essen, Germany
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Klaus Kisters
St. Anna Hospital
Medizinische Klinik I
Allgemeine Innere Medizin
Hospitalstraße 19
44649 Herne
Email: [email protected]
Originalarbeit
Elimination von Methadon durch verlängerte Dialyse mittels High-Cut-Off- Dialysator: Einfluss auf die Behandlung von Überdosierungen und auf das Schmerz-Management bei Leichtketten-Elimination
Removal of methadone by extended dialysis using a high cut-off dialyzer: implications for the treatment of overdose and for pain management in patients undergoing light chain removal
V. Arelin, J.J. Schmidt, N. Kayser, W.N. Kühn-Velten, H. Suhling, G. Eden und J.T. Kielstein
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2017) p. 235 - 240
Abstract
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 6/2017, S. 235-240
Elimination von Methadon durch verlängerte Dialyse mittels High-Cut-Off- Dialysator: Einfluss auf die Behandlung von Überdosierungen und auf das Schmerz-Management bei Leichtketten-Elimination*
V. Arelin1, J.J. Schmidt1, N. Kayser1, W.N. Kühn-Velten2, H. Suhling3, G. Eden1#4 und J.T. Kielstein1#4
1Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Medizinische Hochschule Hannover, 2Medizinisches Labor Bremen, 3Klinik für Pneumologie, Medizinische Hochschule Hannover, 4Medizinische Klinik V, Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Akademisches Lehrkrankenhaus Braunschweig
Das synthetische Opioid Methadonhydrochlorid hat ein niedriges Molekulargewicht von 346 D, ein hohes Verteilungsvolumen (4 – 7 l/kg) und ist lipophil. Es wird als Analgetikum und in der Erhaltungstherapie bei Opiatabhängigkeit verwendet. Bei Drogenabhängigen ist Methadon häufig an Mischintoxikationen beteiligt und kann zum Tod führen. Im Folgenden wird der Fall eines Drogenabhängigen vorgestellt, bei dem der Verdacht auf Überdosierung und akute Nierenschädigung vorlag. Er wurde daraufhin mittels verlängerter Dialyse unter Verwendung einer High-Cut-Off (HCO)-Membran behandelt. Obwohl die beobachtete Plasma- Clearance des Dialysators (31,5 ml/min) und die Reduktionsrate (38%) höher waren als bei der Standard-Hämodialyse, war die Gesamt- Methadonmenge im verbrauchten Dialysat nach einer verlängerten Dialysesitzung recht gering. Bei Überdosierung scheint also selbst die verlängerte Dialyse mit einer HCO-Membran die Elimination von Methadon nicht in klinisch relevanter Weise zu verbessern. Andererseits zeigt dies auch, dass bei Patienten, bei denen eine HCO-Dialyse zur Elimination von Leichtketten angewandt wird, Methadon gut als Analgetikum einsetzbar ist, ohne dass nach Hämodialyse eine weitere Dosis erforderlich wäre.
*Erstpublikation der englischen Fassung in Clinical Nephrology Band 85, Nr. 6/2016, S. 353-357.Correspondence to:
Jan T. Kielstein, MD
Medical Clinic V, Academic Teaching
Hospital Braunschweig
Salzdahlumer Straße 90
38126 Braunschweig
Email: [email protected]
Originalarbeit
Routine-Assessment Psychosomatik (RAP) – Konzept, Implementierung und Ergebnisse eines Dokumentationssystems für die psychosomatische Rehabilitation
Routine Assessment Psychosomatic (RAP) – concept, implementation and results of a documentation system for psychosomatic rehabilitation
R. Nübling, J. Schmidt, D. Kriz, A. Kobelt und M. Bassler
Price
42.00 $
Jahrgang 30 (2018) p. 52 - 66
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 30, Nr. 2/2018, S. 52-66
Routine-Assessment Psychosomatik (RAP) – Konzept, Implementierung und Ergebnisse eines Dokumentationssystems für die psychosomatische Rehabilitation
R. Nübling1, J. Schmidt1, D. Kriz1, A. Kobelt2#3 und M. Bassler4#5
1GfQG Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen, Karlsruhe, 2DRV Braunschweig-Hannover, Laatzen, 3Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR), Universität Bremen, 4Rehazentrum Oberharz, Schwerpunktklinik für Psychosomatik, Clausthal-Zellerfeld, 5ISRV – Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung, Hochschule Nordhausen
Mit dem Routine-Assessment Psychosomatik (RAP) wird ein neues Dokumentationssystem vorgestellt, welches für die psychosomatische Rehabilitation konzipiert wurde. Eine PC-basierte Form wurde an einer Stichprobe von etwa 10.000 Patienten in zwei Fachkliniken der DRV Braunschweig- Hannover eingeführt und erprobt. Insgesamt wurde das System von den Patienten und Therapeuten gut angenommen. Es zeigte sich weiterhin, dass die Daten für die individuelle Therapieplanung und Ergebnismessung (z.B. Entlassungsbericht) in den Kliniken gut genutzt werden können. Ergebnisse zur Aufnahmesituation, zu den Behandlungen und zu den kurzfristigen Outcomes werden berichtet.Correspondence to:
Dr. Dipl.-Psych. Rüdiger Nübling
GfQG – Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen
Wendtstraße 1
76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Originalarbeit
Kenntnisse von Herzgruppen-Teilnehmern über Risikofaktoren, Notfälle, Notrufeinrichtungen und Zuständigkeiten – Ergebnisse der KZEN-Folgestudie in Rheinland-Pfalz
Knowledge of risk factors, emergencies, emergency call facilities, and responsibilities among heart group participants – Results of the KZEN follow-up study in Rhineland-Palatinate
J. Schmidt, B. Haaff, T. Luiz, M. Keck und R. Nübling
Price
42.00 $
Jahrgang 32 (2020) p. 56 - 75
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 32, Nr. 2/2020, S. 56-75
Kenntnisse von Herzgruppen-Teilnehmern über Risikofaktoren, Notfälle, Notrufeinrichtungen und Zuständigkeiten – Ergebnisse der KZEN-Folgestudie in Rheinland-Pfalz
J. Schmidt1, B. Haaff2, T. Luiz3, M. Keck4 und R. Nübling1
1Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen GbR (GfQG), Karlsruhe, 2Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Westpfalz-Klinikum GmbH, Kaiserslautern,
3Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin 1, Westpfalz-Klinikum GmbH,
Kaiserslautern, 4Landesverband für Prävention und Rehabilitation Rheinland-Pfalz
e.V., Koblenz
Hintergrund: Verschiedene Studien zeigen, dass der Wissensstand der Bevölkerung bezüglich kardiovaskulärer Erkrankungen und kardiovaskulärer Notfälle unzureichend ist. Die sogenannte KZEN-Studie [1] an einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe der Westpfalz machte deutlich, dass großen Teilen der befragten Personen Notrufnummern und die Zuständigkeiten bei Notfällen unbekannt und das Wissen um typische Notfallsymptome mangelhaft war.
Methodik und Fragestellung: Die Ergebnisse der KZEN-Studie sowie weitere Wissensparameter wurden an einem für kardiovaskuläre Erkrankungen hochprävalenten Kollektiv (Herzgruppen-Teilnehmer) mittels einer Fragebogenstudie überprüft. Eine Annahme bestand darin, dass dieses Kollektiv bessere Kenntnisse zeigen sollte.
Ergebnisse: Die Notrufnummer des Rettungsdienstes 112 (Euronotruf) war den Herzgruppen-Teilnehmern deutlich bekannter als der Allgemeinbevölkerung (60 – 65% vs. 30%). Je nach Berechnung konnten etwa 15 – 25% der Befragten kein einziges Leitsymptom eines Herzinfarktes und etwa 31 – 41% kein einziges Leitsymptom eines Schlaganfalls korrekt benennen. In vorgegebenen Fallbeispielen hätten 95% der Befragten bei einem Kreislaufstillstand den Rettungsdienst alarmiert, bei einem Myorkadinfarkt (ACS) war das bei 78% und bei einem Schlaganfall bei 86% der Fall. Es zeigte sich weiterhin, dass etwa 34 – 48% der Teilnehmer keinen einzigen Risikofaktor der koronaren Herzerkrankung korrekt benennen konnten. Etliche Risikofaktoren wurden von weniger als 10% bzw. von weniger als 5% genannt. 63% der Befragten meinten, dass es einen LDL-Zielwert gäbe. Die genannten Zielwerte machten jedoch deutlich, dass dieses vermeintliche Wissen mehrheitlich eher fehlerhaft war. Der 2017 gültige LDL-Zielwert für Hochrisiko-Patienten (< 70 mg/dl) wurde nur von etwa 14% der „Wissenden“ genannt. Die ermittelten Kenntnisstände wurden teilweise von demographischen und krankheitsbezogenen Merkmalen der Teilnehmer beeinflusst (zum Beispiel Geschlecht, Alter, Bildung, kardiovaskuläre Ereignisse in der Vorgeschichte).
Schlussfolgerung: Die Annahme, dass der Kenntnisstand der Herzgruppen-Teilnehmer besser als derjenige der Normalbevölkerung ist, trifft nur teilweise zu. Auch bei Herzgruppen-Teilnehmern zeigen sich deutliche Wissensdefizite, die zwar zum Beispiel bei Notrufnummern geringer ausfallen als in der Allgemeinbevölkerung, in anderen Bereichen – etwa Kenntnis der Leitsymptome kardiovaskulärer Notfälle oder der Häufigkeit „richtiger“ Reaktionen in Notfallsituationen – jedoch ähnlich defizitär ausgeprägt sind wie in der Normalbevölkerung. Angesichts der Bedeutung des Risikofaktorwissens, der Kenntnis der Leitsymptome kardiovaskulärer Ereignisse und des Handlungswissens in Notfallsituationen muss die Effektivität und die Nachhaltigkeit der Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen, die in der ambulanten Versorgung, in der kardiologischen Rehabilitation, in der Betreuung von Herzgruppen und in der allgemeinen Prävention zur Anwendung kommen, kritisch hinterfragt werden.Correspondence to:
Dr. Jürgen Schmidt
Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen (GfQG) GbR
Wendtstr. 1
76185 Karlsruhe
Email: [email protected]
Original
Outcome medizinischer Rehabilitation – Methodik und allgemeine Ergebnisse der Reha-QM-Outcome-Studie II (Requamo II) auf der Basis von Patient Reported Outcomes
Outcome of medical rehabilitation – Methodology and general results of the Reha-QM-Outcome-Study II (Requamo II) on the basis of Patient Reported Outcomes
R. Nübling, J. Schmidt, U. Kaiser, J. Henn, R. Kaluscha und E. Toepler; für die Requamo-II-Forschungsgruppe
Price
42.00 $
Jahrgang 33 (2021) p. 48 - 65
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 33, Nr. 2/2021, S. 48-65
Outcome medizinischer Rehabilitation – Methodik und allgemeine Ergebnisse der Reha-QM-Outcome-Studie II (Requamo II) auf der Basis von Patient Reported Outcomes
R. Nübling1, J. Schmidt1, U. Kaiser1, J. Henn1, R. Kaluscha2 und E. Toepler3; für die Requamo-II-Forschungsgruppe*
1GfQG Karlsruhe, 2Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung an der Universität Ulm (ifr), 3Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Hintergrund: Die primären Zielsetzungen der Requamo-II-Studie liegen in der Überprüfung der Effektivität stationärer Rehabilitation und der Entwicklung eines Outcome-Index, der die Vielschichtigkeit des Outcomes auf der Basis einzelner Ergebnisaspekte abbilden soll. Die vorliegende Arbeit fokussiert die Methodik der Studie sowie Patienten-/Rehabilitandenperspektive im Sinne von Patient Reported Outcomes (PROs).
Methodik: Die Studie beinhaltet Selbstangaben der Rehabilitanden (schriftliche 1-Punkt-Nachbefragung 1 Jahr nach der Reha), Daten aus der Rehabilitations-Statistik-Datenbank (RSD) sowie Qualitätskennzahlen der Einrichtungen aus der externen QS der DRV.
Stichprobe: Die Ausgangsstichprobe umfasst n = 15.871 Versicherte der Deutschen Rentenversicherungen Baden-Württemberg (n = 7.219), Braunschweig-Hannover (n = 5.300) und Nordbayern (n = 3.352), die im ersten Halbjahr 2017 in n = 41 Verbundkliniken behandelt wurden. An der katamnestischen Befragung beteiligten sich n = 7.870 Rehabilitanden (Rücklaufquote 51%). Merkmale der Stichprobe: 61% männlich, Durchschnittsalter 54 Jahre (SD = 8), 55% Hauptschulabschluss, Reha-Dauer durchschnittlich 3,6 Wochen (SD = 1,0); Indikationsgruppen: 39% Orthopädie, 16% Kardiologie, 14% Onkologie, 10% Psychosomatik. Die Stichprobe ist weitgehend repräsentativ für die für die Studie ausgewählten Versicherten.
Ergebnisse: 52% der Rehabilitanden geben an, ihre persönlichen Ziele in der Reha „vollständig“ oder „größtenteils“, weitere 28% „teilweise“ erreicht zu haben, über 70% der Rehabilitanden bewerten den Nutzen der Reha positiv. Die Return-to-Work-Quote liegt für die Gesamtgruppe zwischen 79% (Zeitpunktquote) und 85% (kumulative Zeitverlaufsquote). Die mittlere Rehabilitandenzufriedenheit (ZUF8) beträgt M = 25,1 (SD = 4,9). Die berufliche Schwerpunktsetzung der Reha wird überwiegend positiv bewertet (M = 59 Qualitätspunkte) bei einer allerdings großen Streuung (SD = 25,5). Der Nutzen der Reha für Arbeit und Beruf wird etwas kritischer gesehen (M = 55 Qualitätspunkte, SD = 23,7). Die Prä-Post-Effektstärken der Skalen liegen zwischen d = 0,39 und d = 0,72. Es zeigten sich substanzielle Zusammenhänge der PROs mit den Sozialversicherungsbeiträgen. Darüber hinaus werden multiple Ergebniskriterien im Sinne eines Outcome-Index vorgestellt.
*Sarah Leinberger, Tivadar Buzasi (ifr Ulm/ Bad Buchau), Dr. Norbert Hemken (Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn mbH), Jessica Henn (GfQG), Dr. Udo Kaiser (GfQG), Dr. Rainer Kaluscha (ifr Ulm/Bad Buchau), Melanie Kirchner (DRV Nordbayern), Prof. Dr. Axel Kobelt (DRV Braunschweig- Hannover), Dr. David Kriz (GfQG), Sarah Leinberger (ifr Ulm/Bad Buchau), Heike Martin (DRV Baden-Württemberg), Dr. Rüdiger Nübling (GfQG), Hannah Nock (SAMA), Kristin Repert-Ristow (DRV Baden-Württemberg), Dr. Katharina Roth (DRV Nordbayern), Dr. Jürgen Schmidt (GfQG), Prof. Dr. Edwin Toepler (SAMA Stuttgart/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Olaf Werner (Klinikzentralverwaltung Bad Rappenau)Correspondence to:
Dr. Rüdiger Nübling
GfQG – Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen
Wendtstr. 1
76185 Karlsruhe
www.gfqg.de
Email: [email protected]