Positionspapier
In-vitro-Allergiediagnostik
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
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42.00 $
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Jahrgang 26 p. 237 - 254
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 6/2003, S. 237–254
In-vitro-Allergiediagnostik
H. Renz, W.-M. Becker, A. Bufe, J.-K. Kleine-Tebbe, M. Raulf-Heimsoth, J. Saloga, Th. Werfel und M. Worm
Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Renz
Abteilung Klinische Chemie
und Molekulare Diagnostik
Universität Marburg
Baldinger Straße
D-35033 Marburg
Aktuelle allergologische und immunologische Forschung
Editorial
J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 183 - 184
Abstract
J. Saloga
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach Erreichen seines 65. Geburtstags im letzten Jahr und kommissarischer Fortführung der Leitung der Universitäts-Hautklinik Mainz, hat Herr Prof. Dr. med. Ph. D. Jürgen Knop am 1. Juni 2007 sein Amt an Herrn Prof. Dr. med. Stephan Grabbe übergeben. Aus diesem Anlass hat es die Zeitschrift Allergologie den “Schülern” von Herrn Professor Knop ermöglicht, dieses Sonderheft mit Beiträgen zur immunologisch-allergologischen Forschung, wie sie Herr Professor Knop in Mainz aufgebaut hat, herauszubringen.
Eine Laudatio zum 65. Geburtstag von Herrn Professor Knop mit Aufzeichnung seines wissenschaftlichen Werdegangs wurde in dieser Zeitschrift bereits im Oktober-Heft 2006 (29/10) publiziert. An dieser Stelle sei noch einmal die große Aufbauarbeit von Herrn Professor Knop bezüglich der immunologisch-allergologischen Forschung an der Universitäts-Hautklinik Mainz seit Übernahme der Leitung dieser Klinik im Jahre 1988 hervorgehoben. Besonders zu erwähnen sind hier die Einrichtung der klinischen Forschergruppe “Allergie“ (Leiterin: Frau Prof. Dr. rer. nat. Angelika B. Reske-Kunz) 1993 und 1999 des Sonderforschungsbereichs 548 “Allergie und Autoimmunität”, dessen Sprecher Herr Professor Knop seit Einrichtung bis zum Jahre 2006 war (jetziger Sprecher: Prof. Dr. med. Peter Galle). Weiterhin wurde im Jahre 2005, gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz, das “Immunology Cluster of Excellence” an der Universität Mainz eingerichtet, woran Herr Professor Knop ebenfalls maßgeblichen Anteil hatte.
Herr Professor Knop hat über 200 wissenschaftliche Publikationen von hoher Qualität veröffentlicht. In einer Auswertung des “Web of Science“ des Thomson-Institute for Scientific Information befindet er sich in der letzten Auswertung für das Fach Dermatologie, welche die Jahre 2000 bis 2003 berücksichtigt, auf Platz 2 im deutschsprachigen Raum und auf Platz 9 für den Bereich Immunologie in einer Auswertung der Jahre 2000 bis 2002. Unter seiner Ägide wurden von der klinischen Forschergruppe “Allergie” und später vom SFB 548 “Allergie und Autoimmunität” alle 3 Jahre internationale Symposien unter dem Titel “Frontiers in Allergy bzw. Allergy and Autoimmunity” abgehalten. Weiterhin wird in Mainz alljährlich die Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) als “Mainzer Allergie-Workshop” veranstaltet.
Die besondere wissenschaftliche Ausstrahlung von Herrn Professor Knop verdeutlicht sich auch in der hohen Zahl von experimentellen Doktorarbeiten und Habilitationen (allein 12 während seiner Leitung der Univ.-Hautklinik Mainz). Etliche dieser Personen möchten in diesem Sonderheft mit Beiträgen die große wissenschaftliche Leistung von Herrn Professor Knop im Bereich der allergologischen und immunologischen Forschung würdigen, sich für die immerwährende Unterstützung und den Ansporn zum wissenschaftlichen Arbeiten bedanken – vermittelt durch sein persönliches Vorbild, zahlreiche inhaltliche Anregungen und die Schaffung hervorragender Arbeitsbedingungen durch eine umfangreiche Ausstattung, aber auch durch einen besonderen Geist, der ermutigt, Freiräume schafft und Kreativität ermöglicht.
In diesem Sinne darf ich Namen aller Beteiligten Herrn Professor Knop ganz herzlich danken und ihm für den Ruhestand alles Gute wünschen, wobei sich schon jetzt abzeichnet, dass er sich nicht zur Ruhe setzen wird, sondern weiterhin wissenschaftliche Aufgaben übernehmen wird.
Prof. Dr. med. Joachim Saloga,
Ltd. Oberarzt der Univ.-Hautklinik Mainz,
Leiter des Funktionsbereichs Allergologie,
wissenschaftlicher Projektleiter und
Mitglied des SFB 548Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Saloga
Universitäts-Hautklinik Mainz
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Aktuelle allergologische und immunologische Forschung
Immunregulation bei allergischen Krankheiten vom Soforttyp und deren Therapie
I. Bellinghausen und J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 223 - 227
Abstract
I. Bellinghausen und J. Saloga
Universitäts-Hautklinik Mainz
IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen wie der allergischen Rhinitis, dem Asthma bronchiale und z.T. auch dem atopischen Ekzem liegen unkontrollierte Immunreaktionen gegen harmlose Allergene zugrunde, welche wesentlich von Th2-Zellen vermittelt werden. Nach neuesten Erkenntnissen entstehen Allergien durch ein Ungleichgewicht zwischen Th2-Zellen und regulatorischen T-Zellen (Treg), die für den Schutz vor Allergien notwendig sind. Der vorliegende Artikel beschreibt weiterhin die Bedeutung von Treg bei der spezifischen Immuntherapie.Correspondence to:
Dr. rer. nat. I. Bellinghausen
Universitäts-Hautklinik Mainz
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
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42.00 $
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Übersichten
Die Rolle von regulatorischen CD4+CD25+-T-Zellen bei allergischen Krankheiten
I. Bellinghausen, J. Knop und J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 444 - 449
Abstract
I. Bellinghausen, J. Knop und J. Saloga
Universitäts-Hautklinik, Mainz
Allergische/atopische Erkrankungen wie allergische Rhinitis, Asthma bronchiale und atopisches Ekzem werden ganz wesentlich durch Th2-Zellen vermittelt. Der immunologische Mechanismus, der die meisten Menschen vor einer Allergie schützt, ist jedoch noch weitestgehend ungeklärt. Suppressor-T-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Immunantworten und bei der Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz. In vielen Tiermodellen konnte gezeigt werden, daß eine ca. 2 – 10% große Population innerhalb der CD4+ T-Zellen gleichzeitig die IL-2-Rezeptor-a-Kette (CD25) exprimiert und daß diese CD4+CD25+-T-Zellen bei der Verhinderung der Tumorimmunität, Autoimmunität, Transplantatabstoßung und chronischen Infektionen von großer Bedeutung sind. Des weiteren wurde gezeigt, daß CD4+CD25+-T-Zellen auch im humanen peripheren Blut vorkommen und daß sie die Proliferation und Zytokinproduktion von CD4+CD25+-T-Zellen inhibieren können. Diese Übersicht soll einen Überblick über die Rolle von CD4+CD25+-regulatorischen T-Zellen bei allergischen/atopischen Krankheiten vermitteln.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Iris Bellinghausen
Universitäts-Hautklinik
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Übersichten
Neue immunmodulierende Strategien bei der spezifischen Immuntherapie
New immunomodulatory strategies for immunotherapy
J. Saloga, I. Bellinghausen, B. Klostermann, I. Böttcher und J. Knop
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 62 - 65
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 2/2005, S. 62–65
Neue immunmodulierende Strategien bei der spezifischen Immuntherapie
J. Saloga, I. Bellinghausen, B. Klostermann, I. Böttcher und J. Knop
Hautklinik, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität,Sonderforschungsbereich 548 "Allergie und Autoimmunität", Mainz
Atopisch-allergische Krankheiten sind gekennzeichnet durch überschießende, zumindest initial Th2-dominierte Immunantworten gegen Allergene. Ziel einer immunologisch basierten Therapie muss es daher sein, diese Immunantworten insgesamt zu hemmen und auch qualitativ zu korrigieren. Beides wird bereits durch die klassische spezifische Immuntherapie erreicht, könnte jedoch eventuell weiter verbessert werden durch den Einsatz neuer Adjuvanzien und Allergenpräparationen, ggf. in Kombination mit Biologicals oder autologen "umprogrammierten" Immunzellen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Saloga
Hautklinik
Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Übersichten
Die Rolle von dendritischen Zellen bei der Induktion und Modulation der allergischen Immunantwort
The role of dendritic cells in the induction and modulation of allergic immune responses
I. Bellinghausen, B. König, I. Böttcher, J. Knop und J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 130 - 133
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 4/2005, S. 130–133
Die Rolle von dendritischen Zellen bei der Induktion und Modulation der allergischen Immunantwort
I. Bellinghausen, B. König, I. Böttcher, J. Knop und J. Saloga
SFB 548 Allergie und Autoimmunität TPA4, Universitäts-Hautklinik, Mainz
Dendritische Zellen (DC) sind die potentesten antigenpräsentierenden Zellen und spielen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von atopischen/allergischen Krankheiten wie dem Asthma bronchiale, der allergischen Rhinokonjunktivitis und dem atopischen Ekzem. Aufgrund ihrer Fähigkeit, antigene T-Zellen zu präsentieren, sind sie auch hinsichtlich der Entwicklung von antigenspezifischen Immuntherapien von großer Bedeutung. Die Stimulation von unreifen, aus Monozyten generierten DC von allergischen Spendern mit Allergenproteinen führt zu einer frühen Aktivierung/Phosphorylierung von STAT6 mit anschließender geringer IL-13-Produktion. IL-13 erhöht die Phosphorylierung von STAT6 in autologen T-Zellen in vitro sowie die Produktion der Th2-Zytokine IL-4 und IL-5, aber nicht die Produktion des Th1-Zytokins IFN-g. Das nach T-Zellaktivierung induzierte kostimulatorische Molekül ICOS und sein Ligand (ICOSL), der auf Monozyten und DC exprimiert wird, spielen eine weitere wichtige Rolle bei der Regulation von Th2-Effektorzellen. Allergengepulste unreife DC, die durch Zugabe von IL-10 in ihrem unreifen Zustand arretiert worden sind, können in T-Zellen Anergie induzieren sowie die verstärkte Produktion von IL-10. Diese anergenen T-Zellen besitzen regulatorische Eigenschaften, indem sie die Proliferation und Zytokinproduktion anderer T-Zellen hemmen können. DC können auch sehr effizient mit Allergen-DNA unter Verwendung von adenoviralen Vektoren transfiziert werden. Transfizierte DC aktivieren vor allem CD8+-T-Zellen und induzieren in CD4+-T-Zellen die Produktion von IFN-g und IL-10. Diese Daten zeigen die Bedeutung von DC bei der Entstehung von atopischen/allergischen Krankheiten und weisen darauf hin, daß DC bei der antigenspezifischen Immunmodulation von großem Nutzen sein könnten.Correspondence to:
Dr. rer. nat. I. Bellinghausen
Universitäts-Hautklinik
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Leitlinien
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
Food allergies by immunologic crossreactions
M. Henzgen, S. Vieths, I. Reese, S. Erdmann, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 177 - 190
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 5/2005, S. 177-190
Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen
M. Henzgen1, S. Vieths2, I. Reese3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, L. Jäger6, J. Kleine-Tebbe7, U. Lepp8, B. Niggemann9, J. Saloga10, I. Vieluf11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Klinik für Innere Medizin I, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 3Ernährungspraxis, Schwerpunkt Allergologie, München, 4Hautklinik, Universität Aachen, 5Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen
Grundlage für die Mehrzahl IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter sind kreuzreagierende Allergene. Ähnliche Molekülstrukturen in Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen bedingen die Bildung kreuzreagierender IgE-Antikörper. Damit wird infolge der Sensibilisierung gegen ein Kreuzallergen, meist primär ein Inhalationsallergen, ein ganzes Spektrum an Sensibilisierungen ausgelöst, und bereits der Erstkontakt mit dem Nahrungsmittel kann eine anaphylaktische Reaktion provozieren. Die größte Bedeutung haben pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien, wobei die baumpollenassoziierten Allergien am besten untersucht sind. Für die klinische Praxis reicht es nicht aus, mittels immunologischer Tests eine Kreuzreaktion nachzuweisen, sondern es muß zwischen einer Sensibilisierung ohne klinische Relevanz und einer klinischen Manifestation der Allergie unterschieden werden, weswegen bei unklarer Anamnese die Durchführung oraler Provokationstests notwendig wird. Daß baumpollenassoziierte Nahrungsmittelallergien durch die spezifische Immuntherapie mit Baumpollen eine Besserung erfahren können, zeigen einige offene Studien an Baumpollenallergikern. Wenigstens 50% dieser Patienten mit zusätzlichen Symptomen auf Nahrungsmittel beobachteten unter der Immuntherapie neben einer Besserung der polleninduzierten Beschwerden auch einen positiven Einfluß auf die Nahrungsmittelallergie. Allerdings stehen plazebokontrollierte Studien aus. Angesichts der Zunahme der Pollenallergien, der Verschiebung des Sensibilisierungsspektrums und einer Änderung unserer Eßgewohnheiten muß mit neuen, bisher unbekannten Kreuzreaktionen gerechnet werden.Correspondence to:
PD Dr. med. M. Henzgen
Pneumologie und Allergologie
Klinik für Innere Medizin I
Klinkum der Friedrich-Schiller-Universität
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinien
Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergien
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
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Jahrgang 29 p. 370 - 380
Abstract
B. Niggemann, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Autorengruppe der AG Nahrungsmittelallergie der DGAKI
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Niggemann
Klinik für Pädiatrie m. S.
Pneumologie und Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: [email protected]
Stellungnahme
Neue Deklarationspflicht für Nahrungsmittelallergene in Lebensmitteln
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
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42.00 $
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Jahrgang 29 p. 403 - 409
Abstract
S. Vieths, T. Holzhauser, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, I. Vieluf, T. Zuberbier und T. Werfel
Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 378 - 388
Abstract
J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, K.-C. Bergmann, T. Bieber, R. Brehler, F. Friedrichs, T. Fuchs, L. Klimek, M.V. Kopp, U. Lepp, B. Przybilla, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, J.C. Virchow, B. Wedi, T. Werfel und M. Worm
Abstract nicht verfügbarCorrespondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie I
Hauttestungen mit Nahrungsmittelallergenen
M. Henzgen, B.K. Ballmer-Weber, S. Erdmann, T. Fuchs, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 274 - 280
Abstract
M. Henzgen1, B.K. Ballmer-Weber2, S. Erdmann3, T. Fuchs4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, T. Zuberbier12 und T. Werfel13
1Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Zentrum für Klinische Forschung, Universität Zürich, 3Bergisch-Gladbach, 4Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Herz-Lungenpraxis, Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 8Poliklinik, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 9Ernährungsberatung, München, 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 13Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologigie, Medizinische Hochschule Hannover
enen
Hauttestungen haben einen zentralen Stellenwert in der Abklärung von Sensibilisierungen bei Nahrungsmittelallergien. Insbesondere der Prick-Test stellt eine Routinemethode dar. Allerdings komplizieren instabile Allergene und das Fehlen standardisierter Extrakte das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie. Deswegen ist man nach wie vor auf einen Prick-zu-Prick-Test mit nativen Lebensmitteln angewiesen. Indikationen und Kontraindikationen für eine Hauttestung mit Nahrungsmittelallergenen unterscheiden sich nicht wesentlich von anderen Allergien. Vorsicht ist bei Zustand nach schwerer anaphylaktischer Reaktion und bei bekannter hoher allergener Potenz der Nahrungsmittel geboten.Correspondence to:
PD Dr. med. Margot Henzgen
Klinik für Innere Medizin I
Pneumologie und Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Erlanger Allee 101
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Vorgehen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
T. Werfel, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, S. Vieths, M. Worm und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 333 - 342
Abstract
T. Werfel1, S. Erdmann2, T. Fuchs3, M. Henzgen4, J. Kleine-Tebbe5, U. Lepp6, B. Niggemann7, M. Raithel8, I. Reese9, J. Saloga10, S. Vieths11, M. Worm12 und T. Zuberbier12
1Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 2Bergisch-Gladbach, 3Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 4Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 5Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 6Stade, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 8Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 9München; 10Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 11Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 12Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
In der vorliegenden Leitlinie der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der DGAKI und des ÄDA werden verschiedene Vorgehensweisen bei vermuteter Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis, atopisches Ekzem) diskutiert. Das Problem ist klinisch relevant, da viele Patienten vermuten, dass allergische Reaktionen gegen Nahrungsmittel Ekzeme auslösen oder verschlechtern können. Die Kunst besteht darin, die Patienten, die tatsächlich von einer Eliminationsdiät profitieren, zu identifizieren und gleichzeitig zu verhindern, dass zu häufig unnötige Diäten mit der Gefahr der Fehlernährung und der zusätzlichen emotionalen Belastung durchgeführt werden. Als Goldstandard in der Diagnostik nahrungsmittelabhängiger Reaktionen gilt die plazebokontrollierte, doppelblinde orale Provokation, da spezifisches IgE, Pricktests und anamnestische Angaben häufig nicht mit der Klinik korrelieren. Dies gilt insbesondere für verzögert einsetzende Ekzemreaktionen. Das Instrument der diagnostischen Eliminationsdiät sollte vor einer oralen Provokation genutzt werden. Bei multiplen Sensibilisierungen besteht die Möglichkeit einer zeitlich befristeten oligoallergenen Basisdiät und eines anschließenden stufenweisen Kostaufbaus. Bei gezieltem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte die orale Provokation nach ebenso gezielter Eliminationsdiät durchgeführt werden. Aufgrund der sich zum Teil langsam entwickelnden Ekzemverschlechterungen wird empfohlen, zumindest am Tag nach der Provokation die Haut zu untersuchen und ggf. eine repetitive Testung durchzuführen, wenn es am ersten Tag der oralen Provokation nicht zu einer klinischen Reaktion gekommen ist. In der Leitlinie werden verschiedene klinische Konstellationen diskutiert, die ein differenziertes Vorgehen bei Patienten mit atopischer Dermatitis ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel; Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Ricklinger Straße 5, D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Regulatorische T-Zellen
Kontrolle allergischer Immunantworten vom Soforttyp durch regulatorische T-Zellen
I. Bellinghausen und J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 208 - 212
Abstract
I. Bellinghausen und J. Saloga
Department of Dermatology, Johannes Gutenberg University, Mainz, Germany
Die Pathophysiologie atopisch-allergischer Krankheiten, wie der allergischen Rhinitis, dem Asthma bronchiale und z.T. dem atopischen Ekzem, ist sehr komplex und wird von vielen Faktoren beeinflusst. In frühen Krankheitsphasen ist sowohl im Blut als auch im Gewebe eine Dominanz von Th2-Zellen nachweisbar, wodurch allergenspezifische B-Zellen zur Produktion von IgE angeregt werden und eosinophile Granulozyten an den Entzündungsort gelockt werden. Der immunologische Mechanismus, der die meisten Menschen vor einer Allergie schützt, ist jedoch noch weitestgehend ungeklärt. Regulatorische T-Zellen (Treg) spielen dabei eine wesentliche Rolle, indem sie periphere Toleranz gegenüber Allergenen induzieren. Nach neuesten Erkenntnissen entstehen Allergien durch ein Ungleichgewicht zwischen Th1 und vor allem Th2-Zellen einerseits und Treg andererseits. Es gibt 2 Hauptgruppen von Treg: die natürlich vorkommenden, im Thymus entstehenden CD4+CD25+Foxp3+ nTreg und die induzierten iTreg wie die Tr1-Zellen. Treg weisen einen anergen Zustand auf, charakterisiert durch eine inhibierte Proliferation und reduzierte Produktion von sowohl Th1- als auch von Th2-Zytokinen. Sie sind außerdem in der Lage, die Proliferation und Zytokinproduktion weiterer peripherer T-Zellen zellkontaktabhängig zu hemmen. Tr1-Zellen sind zusätzlich durch eine erhöhte Produktion von IL-10 und TGF-b charakterisiert. Die Induktion von allergenspezifischen CD4+CD25+ IL-10- und TGFb-produzierenden Treg scheint auch bei der allergenspezifischen Immuntherapie wesentlich zum Erfolg beizutragen. In dieser Übersicht werden die neuesten Erkenntnisse der Rolle von Treg bei der Soforttypallergie zusammengefasst.Correspondence to:
Dr. rer. nat. I. Bellinghausen; Dermatologische Klinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Langenbeckstraße 1, D-55131 Mainz
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnostisches Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudoallergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe
I. Reese, T. Zuberbier, B. Bunselmeyer, S. Erdmann, M. Henzgen, T. Fuchs, L. Jäger, J. Kleine-Tebbe, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, J. Saloga, S. Vieths und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 514 - 523
Abstract
I. Reese1, T. Zuberbier2, B. Bunselmeyer3, S. Erdmann4, M. Henzgen5, T. Fuchs6, L. Jäger7, J. Kleine-Tebbe8, U. Lepp9, B. Niggemann10, M. Raithel11, J. Saloga12, S. Vieths13 und T. Werfel14
1Ernährungsberatung und -therapie, München, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Klinisches Zentrum für innovative Dermatologie, Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Münster, 4Praxis für Dermatologie, Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Pneumologie, ISpezifische Immuntherapie (SCIT) mit rekombinanten Allergenenmmunologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Jena, 8Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 9Herz-Lungen-Praxis, Stade, 10Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Kliniken Berlin-Westend, Berlin, 11Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen-Nürnberg, 12Hautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 13Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 14Hautklinik Linden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Die chronische Urtikaria, das rezidivierende Angioödem und das nicht allergische Asthma werden mit pseudoallergischen Reaktionen auf Nahrungsmittelinhaltsstoffe in Verbindung gebracht. Für die atopische Dermatitis und Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (GIT) ist dieser Zusammenhang umstritten. Pseudoallergische Reaktionen werden durch Zusatzstoffe, aber auch durch natürliche Nahrungsmittelinhaltsstoffe ausgelöst. Ein veränderter Histaminmetabolismus ist möglicherweise mit dem Krankheitsbild der Pseudoallergie assoziiert. Eine akute Urtikaria bzw. eine kurze Episode von Angioödemen stellen keine Indikation für ein aufwendiges diagnostisches Vorgehen dar. Nach ergebnisloser Basisdiagnostik bei chronischer Urtikaria kann die Durchführung einer pseudoallergenarmen Diät erwogen werden. Haut- und Bluttests stellen bei pseudoallergischen Pathomechanismen keine objektiven diagnostischen Parameter dar. Unter pseudoallergenarmer Diät sollte eine Dokumentation des Schweregrades erfolgen. Eine orale Provokation mit Zusatzstoffen führt nur in Einzelfällen zu reproduzierbaren Symptomen. Deshalb wird nach positivem Verlauf der pseudoallergenarmen Diät eine pseudoallergenreiche “Supermahlzeit” exponiert. Nach positiver Reaktion auf die “Supermahlzeit” erfolgt die Provokation mit Zusatzstoffen in der Regel als Sammelexposition. Bei vorbekanntem Asthma bronchiale oder bei anaphylaktoiden Reaktionen ist allerdings eine Testung der Einzelsubstanzen mit “einschleichender” Dosierung erforderlich. Der Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit kann über eine Exposition mit Histamindihydrochlorid erhärtet werden. Für Expositionen bei Symptomen im Bereich der Atemwege sollten inhalative Provokationen erwogen werden. Die Objektivierung der Symptome ist gerade bei Erkrankungen im Bereich des GIT erforderlich und sollte möglichst über eine DBPCFC erfolgen.Correspondence to:
Dr. Imke Reese; Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, Ansprengerstraße 19, D-80803 München
Email: [email protected]
Leitlinie
In-vitro-Diagnostik und molekulare Grundlagen von IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien
J. Kleine-Tebbe, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, I. Huttegger, U. Jappe, L. Jäger, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, Z. Szépfalusi, S. Vieths, M. Worm, T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 177 - 194
Abstract
J. Kleine-Tebbe1, B. Ballmer-Weber2, K. Beyer3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, M. Henzgen6, I. Huttegger7, U. Jappe8, L. Jäger9, U. Lepp10, B. Niggemann11, M. Raithel12, I. Reese13, J. Saloga14, Z. Szépfalusi15, S. Vieths8, M. Worm16, T. Zuberbier16
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz, 3Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 4Praxis für Dermatologie Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 6Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut Langen, 9Jena, 10Herz-Lungen-Praxis Stade, 11Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 12Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 13Ernährungsberatung München, 14Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 15Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 16Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 17Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Wichtigstes Instrument zur In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittelallergien ist die spezifische IgE-Bestimmung, deren Varianten (einzelne Allergenquellen oder -mischungen, Paneltests, Einzelallergene) sich erheblich in ihrer diagnostischen Wertigkeit unterscheiden. Hohe IgE-Werte gegen Hühnerei, Kuhmilch, Erdnuss oder Fisch sind mit erhöhtem Risiko für klinische Reaktionen assoziiert, erlauben aber selten den Verzicht auf eine orale Provokation. Zelluläre Methoden mit basophilen Leukozyten zum indirekten Nachweis IgE-vermittelter Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel sind nur in Einzelfällen sinnvoll. Bestimmte Molekülfamilien (z.B. Bet-v-1-Homologe, Lipidtransferproteine und Profiline) enthalten Allergene ähnlicher Sequenz und Struktur, deren gemeinsame IgE-Bindungsstellen die Grundlage der Kreuzreaktionen darstellen. Kreuzreaktive Kohlenhydratepitope (CCD), häufig pflanzlichen Ursprungs, können ebenfalls IgE binden, das selten klinisch relevant ist. Allergenquellen pflanzlicher (z.B. Nüsse, Früchte, Gemüse) und tierischer Herkunft (Kuhmilch, Hühnerei, Fisch) werden als Extrakte zur Diagnostik eingesetzt, sofern es ihre Qualität erlaubt. Die IgE-Diagnostik mit Einzelallergenen gestattet eine molekülspezifische Diagnostik, deren Bedeutung je nach Allergenquelle und klinischer Charakterisierung der Einzelallergene variiert. Indikationen zur IgE-Diagnostik bestehen bei begründetem Verdacht einer Nahrungsmittelallergie und fehlender Aussage nach Anamnese und Hauttest, bei Sensibilisierung auf hauttestungeeignete Nahrungsmittel, bei bedrohlicher Reaktion auf Nahrungsmittel, bei Bedingungen, die Hauttests bzw. deren Auswertung nicht zulassen, und im Kindesalter. Die Interpretation hat potentiell falsche Resultate durch unzureichende Reagenzienqualität oder Laborfehler und klinisch irrelevante Ergebnisse durch stark erhöhtes Gesamt-IgE, zu hohe Nachweisempfindlichkeit oder kreuzreagierende Allergene (Interpretationsfehler) zu berücksichtigen. Positive Testergebnisse entsprechen allergenspezifischen Sensibilisierungen, die nur bei korrespondierenden Symptomen relevant sind. Untauglich zur Diagnostik von Nahrungsmittelallergien sind Bioresonanz, Kinesiologie, Elektroakupunktur, zytotoxischer Lebensmitteltest (Methoden ohne Aussagekraft und/oder Überprüfung), Lymphozytentransformationstest, nahrungsmittelspezifisches IgG und IgG4 (Methoden mit unzulässiger Interpretation).Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Basiswissen Immunologie
Superantigene und Allergie
Superantigens and allergy
J. Saloga
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 164 - 170
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 3/2002, S. 164–170
Superantigene und Allergie
J. Saloga
Universitäts-Hautklinik, Mainz
Superantigene mikrobiellen Ursprungs aktivieren verschiedene Immunzellen und können auf diese Weise starke Entzündungsreaktionen auslösen, aber auch einen modulierenden Einfluß auf das Immunsystem haben. Ihre besondere Bedeutung für allergische/atopische Krankheiten wird in diesem Artikel dargelegt.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Saloga
Universitäts-Hautklinik
Langenbeckstraße 1
D-55131 Mainz
Positionspapier
In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittel- Allergien
In vitro diagnostics of food allergies
J. Kleine-Tebbe, T. Fuchs, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 341 - 349
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 6 /2002, S. 341–349
In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittel- Allergien
J. Kleine-Tebbe, T. Fuchs, U. Lepp, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Werfel, T. Zuberbier und L. Jäger
Allergie-Zentrum Westend, Berlin
Measurement of allergen-specific IgE represents the most useful diagnostic in-vitro test in food allergy, usually being performed after case history and skin test. Hundreds of single allergens and combinations are offered by a number of manufacturers. Different allergens, detection and calibration methods lead to a lack of comparibility of test results, which can also differ substantially from case history, skin test and food challenge results. Cellular laboratory tests should be used for food allergy testing only in individual cases or scientific studies. Food allergens: Food proteins of higher stability (predominantly relevant in early infancy) do rarely cause problems in terms of IgE-testing. At present, use of defined proteins for routine diagnosis of allergen-specific IgE has no advantage compared to whole food allergens. Resulting from sensitizations to pollen allergens or natural rubber latex, IgE will be found to cross reactive, mostly labile allergens from various fruit, vegetable or plant species, being clinically relevant only in case of corresponding symptoms. This supports the recommendation of selected in-vitro testing, focussing on suspected foods. Indication for IgE-testing: Reasonable probability of food allergy, but no clear-cut evidence after case history and skin test; sensitization to foods not suitable for skin testing; severe reactions to foods; skin test or its interpretation not possible. Interpretation of in-vitro results: False positive or negative results due to inappropriate reagents or laboratory errors; clinically irrelevant results by strongly elevated total serum IgE, low cut-off levels or cross reactive allergens. Not suitable for diagnosis of food allergy: Allergen-specific IgG, cytotoxic food test, electroacupuncture, bioresonance. Unsolved problems: Optimized quality of reagents; calibration and comparability of results from different methods; serological cross reactivity. Future studies adressing clinical relevance of in-vitro results will help to improve diagnosis and interpretation of food allergy.Correspondence to:
PD Dr. J. Kleine-Tebbe
Allergie-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
D-14050 Berlin
Positionspapier
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
Therapeutic intervention in IgE-mediated food allergy
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 585 - 590
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 585–590
Therapiemöglichkeiten bei der IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie
U.S. Lepp, I. Ehlers, S. Erdmann, Th. Fuchs, M. Henzgen, J. Kleine-Tebbe, B. Niggemann, J. Saloga, I. Vieluf, S. Vieths, T. Zuberbier und T. Werfel, Arbeitsgruppe “Nahrungsmittelallergie” der DGAI
Medizinische Klinik Borstel, Borstel
Nach eindeutigem Nachweis einer Nahrungsmittelallergie, möglichst mittels doppelblind und plazebokontrolliert durchgeführter oraler Provokation, stellt sich die Frage der therapeutischen Möglichkeiten. Die Karenz ist die einzige Intervention, deren Effekt geprüft ist. Der Patient muß ausführliche Diätpläne mit Meidungsstrategien und Hinweisen zu sinnvollem Ersatz der Ernährung erhalten und eingehend beraten werden. Die Karenz muß im Fall von Allergenen, die potentiell schwere anaphylaktische Reaktionen auslösen können, mit Notfallmedikamenten (schnell absorbierbares orales Antihistaminikum, Glukokortikosteroid, Adrenalin) kombiniert werden. Eine Reexposition erscheint nur unter ärztlicher Aufsicht nach 1 – 2 Jahren gerechtfertigt. Die bei anderen allergischen Erkrankungen kausal wirkende Therapie der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) stellt bei der Nahrungsmittelallergie die Ausnahme dar. Bei der baumpollenassoziierten Nahrungsmittelallergie kann den Patienten in Aussicht gestellt werden, daß sich nach Hyposensibilisierung mit einem Baumpollenextrakt auch die Reaktion auf die Nahrungsmittel bessert. Die subkutane Hyposensibilisierung mit Nahrungsmittelextrakten ist dagegen ausschließlich wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten. Eine orale Toleranzinduktion mit nativen Nahrungsmitteln kommt nur in Einzelfällen und bei nicht sicher meidbaren Nahrungsmitteln in Frage. Haben Patienten vorwiegend gastrointestinale Beschwerden, kann eine zeitlich begrenzte Therapie mit Cromoglykat versucht werden. Bei leichten Symptomen empfiehlt sich zur symptomorientierten Therapie ein modernes, nicht sedierendes, schnell wirksames Antihistaminikum. Abzulehnen sind “alternative Therapieformen” wie Rotationskost oder sogenannte “bioenergetische Verfahren” wie Elektroakupunktur nach Voll oder Bioresonanz.Correspondence to:
Dr. med. Ute S. Lepp
Medizinische Klinik Borstel
Parkallee 35
D-23845 Borstel