Originalarbeit
Dosis-Wirkungs-Beziehungen bei Epikutantestung und ROAT mit Methyldibromoglutaronitril (MDBGN) bei MDBGN-sensibilisierten Patienten – Ergebnisse des IVDK
A. Schnuch, D. Kelterer, A. Bauer, Ch. Schuster, W. Aberer, V. Mahler, K. Katzer, J. Rakoski, U. Jappe, A. Krautheim, A. Bircher, P. Koch, M. Worm, H. Löffler, U. Hillen, P.J. Frosch und W. Uter
Jahrgang 53 p. 37 - 49
Abstract
A. Schnuch1, D. Kelterer2, A. Bauer2, Ch. Schuster3, W. Aberer3, V. Mahler4, K. Katzer5, J. Rakoski5, U. Jappe6, A. Krautheim7, A. Bircher7, P. Koch8, M. Worm9, H. Löffler10, U. Hillen11, P.J. Frosch12 und W. Uter13
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) an der Universität Göttingen, 2Universitäts-Hautklinik und Allergologie, Jena, 3Universitäts-Hautklinik Graz, Österreich, 4Universitäts-Hautklinik Erlangen/Nürnberg, 5Universitäts-Hautklinik, T
Kontaktsensibilisierungen gegen das Biozid (Konservierungsmittel) Methyldibromoglutaronitril (MDBGN), das oft kombiniert mit Phenoxyethanol eingesetzt wird (z.B. als Euxyl K 400®), nahmen in den 90er Jahren in Europa deutlich zu. Infolgedessen verbot die Europäische Kommission 2003 die Verwendung von MDBGN in “Leave-on”-Produkten, da die übliche Einsatzkonzentration als zu hoch angesehen wurde und eine nichtsensibilisierende Konzentration bislang noch nicht identifiziert werden konnte. Die beiden Ziele der vorliegenden Untersuchung waren: 1) eine höchstmögliche, nicht ekzemauslösende Konzentration für “Leave-on”-Produkte bei MDBGN/PE-sensibilisierten Patienten zu finden, die wahrscheinlich auch als sicher bezüglich einer Sensibilisierungsinduktion gelten könnte, und 2) die optimale epikutane Testkonzentration für MDBGN zu finden, welche bisher kontrovers diskutiert wird. Hierfür wurde ein repetitiver offener Anwendungstest (ROAT) bei MDBGN/PE-Sensibilisierten (n = 39) mit drei Konzentrationen von MDBGN/PE (mit 50 ppm, 100 ppm und 250 ppm MDBGN) in 10 – 15% Glycerylstearat in Wasser als Vehikel verwendet. Darüber hinaus wurde ein Teil dieser Patienten (n = 24) anschließend mit verschiedenen Konzentrationen (0,1%, 0,2%, 0,3% und 0,5% MDBGN) epikutan getestet. Von den 39 Patienten wiesen 15 (38%; 95% KI: 23 – 55%) ein negatives und 24 (62%; 95% KI: 45 – 77%) ein positives ROAT-Ergebnis auf; 13 reagierten bereits auf die niedrigste Konzentration (50 ppm), acht auf die mittlere Konzentration (100 ppm) und drei erst auf die höchste Konzentration (250 ppm), ohne daß Reaktionen auf die Vehikel-Kontrolle auftraten. Bei denjenigen, die auf die niedrigste ROAT-Konzentration reagierten, entwickelte sich die Kontaktdermatitis innerhalb von 1 – 7 Tagen. Die Stärke sowohl der initialen als auch der späteren Epikutantest-Reaktion war mit dem ROAT-Ergebnis positiv assoziiert. Von den 24 Patienten, die mit MDBGN epikutan nachgetestet werden konnten, reagierten 15 auf 0,1% MDBGN, 16 auf 0,2%, 17 auf 0,3% und 22 auf 0,5% MDBGN. Bei der höchsten Konzentration (0,5%) nimmt der Anteil von ROAT-Negativen, aber Epikutantest-Positiven, deutlich zu, vor allem durch + Reaktionen. Eine maximale Sensitivität von 94% (95% KI: 70 – 100%) wird bei einer Epikutantest-Konzentration von 0,2% erreicht, die durch eine Erhöhung der Konzentration nicht weiter gesteigert wird. Allerdings nimmt die Spezifität dramatisch von 88% (95% KI: 47 – 100%) bei 0,2% auf nur 12,5% (0 – 53%) bei 0,5% ab. Daher kann 0,2% MDBGN als wahrscheinlich geeignetste Testkonzentration angesehen werden. Als wesentliches Ergebnis gilt, daß bereits 50 ppm in “Leave-on”-Produkten eine allergische Kontaktdermatitis bei Sensibilisierten auslösen. Somit konnte eine sichere, noch antimikrobiell wirksame Einsatzkonzentration von MDBGN für "Leave-on"-Produkte nicht gefunden werden. Bei anderen Kontaktallergenen könnte es mit derartigen Dosis-Wirkungs-Anwendungstests gelingen, eine nichtauslösende Konzentration zu identifizieren, die als Basis für die Definition einer nichtinduzierenden (sicheren) Einsatzkonzentration in Produkten dienen kann.Correspondence to:
PD Dr. med. A. Schnuch
IVDK-Zentrale
Institut an der Universität Göttingen
von-Siebold-Straße 3
D–37075 Göttingen
Email: [email protected]
Leitlinien
Insektengiftallergie – Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
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42.00 $
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Jahrgang 27 p. 375 - 380
Abstract
B. Przybilla, F. Ruëff, Th. Fuchs, C. Pfeiffer, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Serie: Zur Diskussion gestellt
Aktueller Stellenwert der sublingualen Immuntherapie bei allergischen Krankheiten
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
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42.00 $
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Jahrgang 27 p. 381 - 384
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-C. Bergmann, A. Bufe, F. Friedrichs, Th. Fuchs, Th. Hirsch, L. Klimek, U. Lepp, B. Przybilla, J. Rakoski, W. Rebien, J. Saloga, G. Schultze-Werninghaus und J.-C. Virchow
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
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42.00 $
Jahrgang 29 p. 135 - 156
Abstract
J. Kleine-Tebbe, K.-Ch. Bergmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, K. Jung, L. Klimek, J. Kühr, W. Lässig, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, W. Rebien, H. Renz, J. Saloga, J. Simon, H. Sitter, Ch. Virchow und M. Worm
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen SIT (SCIT), die als einzige kausale Therapieform IgE-vermittelter allergischer Erkrankungen gilt, entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermittelten allergischen Asthma ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert. Präventive Aspekte, insbesondere vermindertes Asthmarisiko und weniger Neusensibilisierungen, sind bei der Entscheidung zur SCIT unbedingt zu berücksichtigen. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten unter Umständen lebenslang. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Diagnostik, Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollen nur durch einen Facharzt mit allergologischer Weiterbildung oder allergologischen Fachkenntnissen erfolgen (gemäß Leitlinientext). Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Die sublinguale Immuntherapie (SLIT) mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt werden, besonders wenn eine SCIT nicht in Frage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Die Routineanwendung wird bei Kindern und Jugendlichen aufgrund der gegenwärtigen Datenlage nicht empfohlen. Eine abschließende Bewertung zur SLIT bei Kindern und Jugendlichen wird bis zur Vorlage weiterer Studienergebnisse zurückgestellt. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvanzien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130, Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie. Positionspapier der Arbeitsgruppe Insektengiftallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
Diagnosis and therapy of bee and yellow jacket venom allergy
Franziska Ruëff, B. Przybilla, T. Fuchs, H. Gall, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
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42.00 $
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Jahrgang 24 p. 78 - 92
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 2/2001, S. 78–92
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie. Positionspapier der Arbeitsgruppe Insektengiftallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
Franziska Ruëff, B. Przybilla, T. Fuchs, H. Gall, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie Ludwig-Maximilians-Universität, München
Correspondence to:
Dr. med. F. Ruëff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D-80337 München
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
Allergen immunotherapy – a position paper of the German Society for Allergology and Clinical Immunology
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Jahrgang 24 p. 525 - 534
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 11/2001, S. 535–544
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Die Wirkung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (SIT) ist komplex und induziert zahlreiche immunologische Veränderungen. Ihr Erfolg beruht vermutlich auf einer funktionellen Umorientierung und einer Toleranzentwicklung antigenspezifischer T-Lymphozyten mit verminderter allergischer Reaktionsbereitschaft und Entzündung. Die subkutane SIT ist bei allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bronchiale für einige klinisch relevante Allergene (unter anderen Birken-, Gräser-, Beifußpollen, Hausstaubmilben, Tierepithelien) kontrolliert untersucht und mit gutem Erfolg angewandt worden. Sie gilt derzeit als einzige kausale Therapie neben der Allergenkarenz und kann den natürlichen Verlauf der Allergie beeinflussen. Bei Hymenopterengiftallergien (Bienen- und Wespengift) zeigt die SIT die besteWirksamkeit im Vergleich zur Therapie mit anderen Allergenen. Eine Indikation zur SIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht oder schwer möglich ist und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollte nur ein Arzt mit allergologischer Ausbildung oder allergologischen Fachkenntnissen vornehmen. Die SIT wird von Ärzten mit Erfahrung in dieser Therapieform durchgeführt. Nach einer obligaten Zwischenanamnese und Injektion der vorgesehenen bzw. individuell angepaßten Dosis, die sorgfältig dokumentiert werden, muß der Patient 30 Minuten unter ärztlicher Kontrolle bleiben. Die Indikationsstellung und Durchführung der SIT bei Kindern entspricht im wesentlichen der Behandlung Erwachsener. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SIT. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Wirkungen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Veränderte Allergene, rekombinante Proteine und Adjuvantien zur Immunmodulation aus der modernen Grundlagenforschung versprechen zukünftig eine verbesserte Wirksamkeit der SIT mit Allergenen bei geringeren unerwünschten Wirkungen. Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Schloßstraße 51
D-14059 Berlin
Übersicht
Das "Öko-Syndrom" ("Multiple Chemical Sensitivity"): Allergologisch-umweltmedizinisches Management
The "Eco-Syndrome" ("Multiple Chemical Sensitivity"): Allergological and environmental-medical management
C. Triendl, S. Borelli, J. Rakoski, P. Herschbach, H. Behrendt und J. Ring
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 744 - 760
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 12/1999. S. 744-760
Das "Öko-Syndrom" ("Multiple Chemical Sensitivity"): Allergologisch-umweltmedizinisches Management
C. Triendl1,2, S. Borelli2, J. Rakoski1, P. Herschbach3, H. Behrendt1 und J. Ring1
1 Klinische Kooperationsgruppe Umweltdermatologie und Allergologie GSF/TUM, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2 Forschungsgruppe Noxenkatalog - Krankheiten durch Kontakte in Umwelt und Beruf - Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 3Abteilung für Psychosomatik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München
Unter "Öko-Syndrom" verstehen wir das "Vorliegen polysomatischer Beschwerden, meist subjektiver Natur, bei vom Patienten vermuteter Allergie oder sonstiger Schädigung durch Umweltschadstoffe". Andere Namen sind "Multiple Chemikaliensensitivität (MCS) oder "'Idiopathische Umweltunverträglichkeit" (IUU). Die ätiopathogenetischen Erklärungsversuche reichen von immunologischen Störungen über Hypothesen einer Beeinflussung des hypothalamisch-limbischen Systems durch olfaktorische Reize bis hin zu manifesten psychischen Erkrankungen. Zusammenfassend haben bis zum heutigen Tage sämtliche aufgeführte Theorien nur arbeitshypothetischen Charakter. Vorgestellt wird ein in vier Schritten gegliederter Untersuchungsplan, der dem allergologisch/umweltmedizinisch orientierten Arzt checklistenmäßig das schrittweise Vorgehen bei Verdacht auf Umweltschadstoff- induzierter Erkrankungen ermöglicht. Im speziellen ist bei Öko-Syndrom-Patienten eine umfassende allergologische Diagnostik erforderlich. Da in der Regel keine üblichen allergischen Reaktionen nachweisbar sind, muß eine eventuell vorliegende, nicht immunologisch bedingte Überempfindlichkeitsreaktion (Idiosynkrasie, Intoleranz oder pseudo-allergische Reaktion) ausgeschlossen werden. Der OPTI (oraler Provokationstest bei Idiosynkrasie) dient als valides Testverfahren zum Nachweis von Nahrungsmitteladditiva bzw. Arzneimittelunverträglichkeiten. Des weiteren haben wir für Öko-Syndrom-Patienten ein psychosomatisch- psychiatrisch orientiertes Diagnose- und Behandlungskonzept erstellt. Ein eigens entwickelter Fragebogen soll zur pathophysiologischen Klärung beitragen, inwieweit bei diesem Krankheitsbild psychiatrische bzw. psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen. Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
der Technischen Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Serie - Der interessante Fall
Propyphenazon-Intoleranz unter dem klinischen Bild einer Latexallergie
Propyphenazone-intolerance with clinical symptoms suggesting a latex allergy
Th. Krusche und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 78 - 80
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 2/1996, S. 78-80
Propyphenazon-Intoleranz unter dem klinischen Bild einer Latexallergie
Th. Krusche und J. Rakoski
Dermatologische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München
Bei einer 27-jährigen OP-Schwester war es nach kurzem Tragen von Latexhandschuhen zu einer anaphylaktoiden Reaktion mit generalisierter Urtikaria und Atemnot gekommen. Im Rahmen der allergologischen Diagnostik konnte jedoch der dringende anamnestische Verdacht auf eine Soforttyp-Allergie auf Latex nicht bestätigt werden. Bei erneuter gründlicher Befragung gab die Patientin an, daß sie sieben Stunden vor Beginn der Symptomatik wegen Kopfschmerzen das Kombinationspräparat Optalidon special N (Propyphenazon 125 mg, Dihydroergotaminmesilat 0,5 mg, Coffein 40 mg) eingenommen hatte. Nachdem im Pricktest Propyphenazon und die übrigen Wirk- und Zusatzstoffe von Optalidon special N negativ waren, konnte erst durch orale Provokationstests Propyphenazon als Auslöser der anaphylaktoiden Reaktion identifiziert werden. Analgetika anderer Stoffklassen (Azetylsalizylsäure, Paracetamol) wurden bei oraler Exposition reaktionslos vertragen.Correspondence to:
Dr. med. Th. Krusche, Biedersteiner Straße 29, D–80802 München
Serie - Der interessante Fall
Bird-egg-Syndrom als Ursache einer chronisch rezidivierenden Urtikaria
Bird-egg-syndrome as cause of a chronic urticaria
K.M. Schönlein, J. Rakoski und B. Jessberger
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 139 - 141
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 3/1996, S. 139-141
Bird-egg-Syndrom als Ursache einer chronisch rezidivierenden Urtikaria
K.M. Schönlein, J. Rakoski und B. Jessberger
Dermatologische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München
Als Ursache einer chronisch rezidivierenden Urtikaria konnte bei einer 23-jährigen Patientin ein Bird-egg-Syndrom festgestellt werden. Die Kreuzsensibilisierung zwischen ingestiven und inhalativen Allergenen von Hühnerei und Vogelfedern ist vielfach beschrieben, als Ursache einer chronisch rezidivierenden Urtikaria bisher selten. Als gemeinsames kreuzreagierendes Antigen wird eine Proteinkomponente der Livetinfraktion vermutet. Es finden sich identische Proteine als Allergendeterminanten in Serum, Federn und Kot von Vögeln sowie im Eigelb (in der Livetinfraktion) und im Eiweiß. Unterschieden wird entsprechend der Anamnese ein Egg-bird-Syndrom und ein Bird-egg-Syndrom, je nachdem ob die Sensibilisierung über ingestives Allergen (Ei) oder inhalatives Allergen (Vogelfedern) erworben wurde. In den meisten Fällen wird die Allergie durch in der Wohnung gehaltene Vögel aquiriert. Atopiker sind häufiger betroffen. Wir stellen den Fall einer jungen Patientin vor, die seit 8 Jahren einen Wellensittich besitzt. Die Unverträglichkeit von Hühnerei besteht seit etwa drei Jahren. Allergische Beschwerden auf Inhalationsallergene beim Reinigen des Vogelkäfigs bestehen erst seit kurzem.Correspondence to:
PD Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. B. Jeßberger, Biedersteiner Straße 29, D–80802 München
Original
Bedeutung des Geburtsmonates für die Erkrankung an Rhinoconjunctivitis allergica und Neurodermitis constitutionalis atopica
Importance of month of birth for the disease of allergic rhinitis and atopic dermatitis
J. Pilz und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 18 (1995) p. 7 - 12
Abstract
Allergologie, Jahrgang 18, Nr. 1/1995, S. 7-12
Bedeutung des Geburtsmonates für die Erkrankung an Rhinoconjunctivitis allergica und Neurodermitis constitutionalis atopica
J. Pilz und J. Rakoski
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Ärztlicher Direktor: Univ. -Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
In den vergangenen Jahren wurde in zahlreichen Arbeiten der Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und der Entwicklung von allergischen Erkrankungen untersucht. Die Ergebnisse waren häufig widersprüchlich. In einer großen Studie wurden die Geburtsmonate von 5507 Patienten mit Rhinoconjunctivitis allergica (RKA) sowie von 6430 Patienten mit Neurodermitis constitutionalis atopica (NCA) untersucht. Die Patienten waren in den Jahren von 1974 bis 1990 in Behandlung der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München. Die Geburtsverteilung der Patienten mit RKA wich statistisch signifikant von der Verteilung aller Lebendgeborenen in Bayern des gleichen Zeitraums ab. Patienten mit RKA wiesen überzufällig die Geburtsmonate März, April und Mai auf (p = 0,001). Im Monat August wurden dagegen weniger Patienten geboren, die später eine RKA entwickelten. Bei den 6430 Patienten mit NCA fand sich eine Gleichverteilung mit allen Lebendgeborenen in Bayern des entsprechenden Zeitraums. Im weiteren wurden die Geburtsmonate von Patienten, bei denen ein RAST (Radioimmunosorbent-Test) in den Jahren 1974 bis 1990 auf Hausstaubmilbe, Gräser-Gruppe, früh- und spätblühende Bäume, Katze sowie die Schimmelpilze Alternana alternata und Cladosporium herbarum durchgeführt wurde, mit den Lebendgeborenen in Bayern des gleichen Zeitraums verglichen. Es fand sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Sensibilisierungen auf die oben erwähnten Allergene, mit Ausnahme von Hausstaubmilbe und Alternaria alternata. Neben der genetischen Veranlagung zur atopischen Diathese scheinen Allergenkontakte in den ersten 6 Lebensmonaten für die spätere klinische Manifestation von pathogenetischer Bedeutung zu sein. Möglicherweise spielt ein zeitweiliger Serum IgA-Abfall um den dritten Lebensmonat in der Entwicklung von spezifischen IgE-Immunreaktionen eine ursächliche Rolle. Neuere Arbeiten erwähnen aufgrund der Korrelation von erhöhtem Nabelschnur-IgE und Geburtsmonat eine Sensibilisierung bereits in utero.Correspondence to:
Dr. med. J. Pilu, Biedersteinerstraße 29, D–80803 München
Original
Klassisch-homöopathische Therapie bei Neurodermitis constitutionalis atopica. Plan einer prospektiven randomisierten, Plazebo-kontrollierten Doppelblindstudie an der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der TU München
Classical homeopathic treatment in atopic dermatitis. Study protocol
W. Remy, J. Rakoski, J. Siebenwirth, K. Ulm und M. Wiesenauer
Price
42.00 $
Jahrgang 18 (1995) p. 246 - 252
Abstract
Allergologie, Jahrgang 18, Nr. 6/1995, S. 246-252
Klassisch-homöopathische Therapie bei Neurodermitis constitutionalis atopica. Plan einer prospektiven randomisierten, Plazebo-kontrollierten Doppelblindstudie an der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der TU München
W. Remy1, J. Rakoski1, J. Siebenwirth1, K. Ulm2 und M. Wiesenauer3
1Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor:Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München, 2Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie, Technische Universität München, 3Lehrauftrag für Allgemeinmedizin, Universität Göttingen
Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit klassisch-homöopathischer Therapie bei Patienten mit Neurodermitis, mit dem Anspruch, sowohl dem wissenschaftlichen Standard klinischer Studien als auch den Anforderungen der klassischen Homöopathie zu genügen. Dazu wird sukzessiv bei allen Patienten nach einer vierwöchigen Baseline-Phase eine homöopathische Anamnese erhoben, woraus der klassisch-homöopathisch ausgebildete Studienarzt in Zusammenarbeit mit einem homöopathischen Supervisor individuell ein auf den Krankheitsfall und die Persönlichkeitsmerkmale des Patienten abgestimmtes Arzneimittel nach homöopathischen Gesichtspunkten bestimmt. Danach werden die Patienten durch Randomisierung einer Plazebo- oder Verumgruppe zugeordnet und über 8 Monate betreut, wobei zur externen Therapie nur indifferente, pflegende Salben verwandt werden dürfen. In diesem Zeitraum hat der homöopathische Studienarzt vollkommene Therapiefreiheit im Rahmen der Regeln und Gesetzmäßigkeiten klassischer Homöopathie, d.h. die Arzneimittel, die Potenzen und Dosierungen können je nach Reaktion und Zustand des Patienten frei gewählt und beliebig oft geändert werden. Die Wirksamkeit der Therapie wird anhand des Vergleichs der Scorepunkte des am Anfang und Ende der Studie erhobenen Multiparameter-Neurodermitis-Scores statistisch beurteilt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Remy, Biedersteinerstraße 29, D–80802 München
Original
Allergenspezifisches IgE bei Patienten mit stark erhöhtem Gesamt-IgE
Allergen-specific IgE in patients with significantly increased total IgE
B. Schön, R. Bübl und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 16 (1993) p. 295 - 298
Abstract
Allergologie, Jahrgang 16, Nr. 7/1993, S. 295-298
Allergenspezifisches IgE bei Patienten mit stark erhöhtem Gesamt-IgE
B. Schön, R. Bübl und J. Rakoski
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
Ziel unserer Studie war die Bestimmung von allergenspezifischem IgE in Seren mit stark erhöhtem Gesamt-IgE. Im Rahmen einer vergleichenden Untersuchung wurden Seren mit einem Gesamt-IgE größer als 5.000 U/ml sowohl nach dem RAST- als auch nach dem CLA-Verfahren untersucht. Beide Methoden führten in 84% der Fälle zu übereinstimmenden Ergebnissen. In den meisten Seren wurde allergenspezifisches IgE in hohen RAST-Klassen gegenüber nahezu allen untersuchten Allergenen nachgewiesen. Durch eine einfache Variation des Meßverfahrens konnte der Meßbereich des CLA-Verfahrens erweitert werden. So konnte eine Differenzierung hoher RAST-Klassen-Ergebnisse erzielt werden. Zusätzlich wurde durch das variierte Meßverfahren beim CLA-Test der nivellierende Einfluß hoher Negativwerte vermieden.Correspondence to:
Dr. med. B. Schön, Biedersteiner Straße 29, D–80802 München
Original
Allergenspezifische IgG-Antikörper bei Atopikern
Allergen-specific IgG in atopic patients
R. Bübl, B. Schön und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 16 (1993) p. 299 - 304
Abstract
Allergologie, Jahrgang 16, Nr. 7/1993, S. 299-304
Allergenspezifische IgG-Antikörper bei Atopikern
R. Bübl, B. Schön und J. Rakoski
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
Gegenüber 35 Allergenen wurden allergenspezifische IgG- und IgE-Antikörper in den Seren von 400 Atopikern und 48 gesunden Kontrollpersonen mittels eines kommerziellen Chemolumineszenztests bestimmt. Die Qualität der IgG-Bestimmung wurde durch Isolierung der IgG-Antikörper überprüft. Die Serumspiegel von allergenspezifischem IgG waren bei Atopikern und Kontrollpersonen ähnlich. Patienten mit stark erhöhtem Gesamt-IgE zeigten jedoch erhöhte Serumspiegel an allergenspezifischem IgG. Betrachtet man einzelne Allergene oder Allergengruppen, so unterscheiden sich die Serumspiegel von IgG- und IgE-Antikörpern. Allergenspezifisches IgG wurde insbesondere gegenüber Schimmelpilzen und einigen Nahrungsmitteln nachgewiesen, jedoch kaum gegenüber pflanzlichen Inhalationsallergenen.Correspondence to:
Dr. med. R. Bübl, Biedersteiner Straße 29, D–80802 München
Original
Perkutane Iontophorese von Molekulargewichtsfraktionen aus Gräserpollenextrakten bei Allergikern
Percutaneous iontopheresis of molecular-weight fractions of grass pollen extracts in allergic persons
J. GAUGER, W REMY, E. WACHTER, E. VOCKS, B. JESSBERGER und J. RAKOSKI
Price
42.00 $
Jahrgang 13 (1990) p. 339 - 343
Abstract
Allergologie, Jahrgang 13, Nr. 9/1990, S. 339-343
Perkutane Iontophorese von Molekulargewichtsfraktionen aus Gräserpollenextrakten bei Allergikern
J. GAUGERl, W REMYl, E. WACHTER2, E. VOCKSl, B. JESSBERGER1 und J. RAKOSKI1
1Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München, 2Institut für physiologische Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität München
Die gentechnologische Verfügbarkeit biologisch und immunologisch hoch wirksamer Proteine (Interleukine, Interferone etc.) hat die perkutane Absorption hochmolekularer Substanzen für die dermatologische Diagnostik und Therapie in das Blickfeld wissenschaftlichen Interesses gerückt. In Fortsetzung vorausgegangener Untersuchungen zur perkutanen Absorption von Peptiden und Typ-I-Allergenen mit Iontophorese wurde die Permeabilität der intakten Haut für hochmolekulare Allergenproteine aus Gräserpollenextrakt in Abhängigkeit von der Molekülgröße näher untersucht. Hierzu wurde ein nach dem Molekulargewicht fraktionierter Gräserpollenextrakt klinisch in einem empfindlichen, klinisch allergologischen Hauttest an GräserpollenAllergikern geprüft. Die Ergebnisse belegen die perkutane Absorption von Proteinen und Glykoproteinen mit einem Molekulargewicht von ca. 30.000 Dalton.Correspondence to:
Dr. med. Dr. rer. nato J. Gauger
Biedersteiner Straße 29
D-8000 München 40
Allergien gegen Substanzen aus der Pflanzenfamilie der Asteraceae
Allergies to substance from the asteraceae family
J. RAKOSKI
Price
42.00 $
Jahrgang 12 (1989) p. 230 - 234
Abstract
Allergologie, Jahrgang 12, Nr. 6/1989, S. 230-234
Allergien gegen Substanzen aus der Pflanzenfamilie der Asteraceae
J. RAKOSKI
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
Pflanzen aus der Familie der Asteraceae können über Typ-I- und Typ-IV-Allergien allergische Erkrankungen beim Menschen auslösen. Bei den Typ-I-Allergien bestehen Kreuzsensibilisierungen, die man mit Prick-Test, RAST und RAST-Inhibitionstest nachweisen kann. Die wichtigsten Pollen für die IgE-vermittelten Erkrankungen sind in Europa Beifuß und Wermutpollen, in Amerika die Pollen der Ambrosiaceae. Bei 3600 Graspollensensibilisierten hatten 2/3 der Patienten auch eine Sensibilisierung gegen Asteraceenpollen. Bei 20 Patienten mit IgE-vermittelten Asteraceenpollenallergie bestand keine Typ-IV-Allergie gegen Sesquiterpenlaktone von Asteraceen, man fand aber Soforttypallergien gegen die Gewürze Sellerie, Kümmel, Dill und Koriander bei 3 von 20 Patienten.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Rakoski
Biedersteiner Straße 29
D-8000 München 40
Thema des Monats
Wann kann eine spezifische Insektengift-Hyposensibilisierung beendet werden?
When an immunotheraphy with insect venoms can be stopped?
J. RAKOSKI und B. FEISST
Price
42.00 $
Jahrgang 12 (1989) p. 361 - 365
Abstract
Allergologie, Jahrgang 12, Nr. 9/1989, S. 361-365
Wann kann eine spezifische Insektengift-Hyposensibilisierung beendet werden?
J. RAKOSKI und B. FEISST
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
132 Patienten mit Hyposensibilisierungstherapie mit Insektengiften wurden mit Hauttest, RAST und spezifischer IgG-Bestimmung nachuntersucht. Bei zunehmender Therapiedauer fielen die spezifischen IgE-Werte und die Hauttestempfindlichkeit ab. Nach 6 Jahren Behandlung waren bei rund 90% der Patienten die zuvor pathologischen Parameter normalisiert. Die spezifischen IgG-Titer zeigten eine große Streuung und fielen nach dem fünften Therapiejahr bei allen Patienten ab. Es wird empfohlen, eine Hyposensibilisierungstherapie zu beenden, wenn sich der zuvor positive RAST (≤ Klasse 2) und der Hauttest (i. c. ≥ 0,1 mg/ml) normalisiert haben.Correspondence to:
PD Dr. med.J. Rakoski
Biedersteinerstraße 29
D-8000 München 40
Thema des Monats
Kuhmilchallergie beim Erwachsenen
Cow's milk allergy in adults
B. Jessberger und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 14 (1991) p. 133 - 136
Abstract
Allergologie, Jahrgang 14, Nr. 4/1991, S. 133-136
Kuhmilchallergie beim Erwachsenen
B. Jessberger und J. Rakoski
Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Dr. S. Borelli), Technische Universität München
Seit 1974 wurde bei 1396 von 26690 Patienten (5%) ein erhöhtes spezifisches IgE gegen Milcheiweiß nachgewiesen. Im Pricktest mit Milcheiweiß traten bei 89 von 10725 Patienten (1%) positive Reaktionen auf. Eine klinisch aktuelle, IgE-vermittelte Kuhmilchallergie wurde bei 5 Patientinnen diagnostiziert und mittels Anamnese, RAST und Hauttestung verifiziert. Die allergologischen Symptome reichten von Asthma bronchiale his zum anaphylaktischen Schock mit Herzstillstand. Zwei Patientinnen wurden oral mit Kuhmilch reexponiert. Neben Juckreiz im Hals traten Atemnot und Diarrhoe auf. Diese Symptome wurden unterdriickt, wenn vor der Exposition Dinatrium cromoglicicum (Colimune) eingenommen wurde. Eine Kuhmilchtoleranz entwickelte sich in 20% der Fälle nach Einhaltung einer dreijährigen strikten Kuhmilchkarenz.Correspondence to:
Dr. med. Dr. rer. nat. B. Jessberger, Biedersteiner StraBe 29, W-8000 München 40
Untersuchungen über Nahrungsmittelallergien bei Kindern mit Neurodermitis
Food allergy in children with atopic dermatitis
H. RENZ, H. DÜNGEMANN und J. RAKOSKI
Price
42.00 $
Jahrgang 11 (1988) p. 16 - 21
Abstract
Allergologie, Jahrgang 11, Nr. 1/1988, S. 16-21
Untersuchungen über Nahrungsmittelallergien bei Kindern mit Neurodermitis
H. RENZ, H. DÜNGEMANN und J. RAKOSKI
Klinik für Dermatologie und Allergie (Direktor: Prof Dr. Dr. S. Borelli), Davos
Auf eine Nahrungsmittelallergie wurden 321 atopisch kranke Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren mittels Anamnese und Bestimmung von Gesamt-IgE und spezifischen IgEAntikörpern gegen Nahrungsmittel untersucht. Auf einem hohen Signifikanzniveau konnte gezeigt werden, daß eine Übereinstimmung zwischen eindeutiger Anamnese auf Nahrungsmittelallergie und RAST-Befunden der Klassen III und IV bestand. Die Mehrzahl der RAST-Befunde der Klassen III und IV bei Patienten mit stummer Anamnese auf Nahrungsmittelallergie waren Ausgangspunkt für eine durch weitere Tests und/oder Provokationen zu diagnostizierende Nahrungsmittelallergie. Die Auswertung des Gesamt-IgE zeigte: Patienten mit gesicherter Nahrungsmittelallergie wiesen ein erhöhtes Gesamt-IgE mit Werten über 1000 U/ml auf (59,1% bei Patienten mit ausschließlicher Hautsymptomatik, 81,3% in der Gruppe mit Haut- und Schleimhautsymptomatik). Eine Eliminationsdiät bezüglich allergieauslösenden Nahrungsmitteln wurde zwischen 100% (für Fische) und 62,5% (für Nüsse) konsequent durchgeführt. Die Häufigkeit einer Nahrungsmittelallergie lag bei 16,8%.Correspondence to:
Dr. med. H. Renz
Institut für Immunologie
Robert-Koch-Straße 8
D-3550 Marburg
Forum Allergologicum
Fenistil-Retard versus Hismanal bei Patienten mit chronisch-juckenden Dermatosen - Eine randomisierte, kontrollierte, offene Vergleichsprüfung
Fenistil-Retard versus Hismanal by patients with chronic itching dermatoses
R. Kiehn und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 10 (1987) p. 512 - 515
Abstract
Allergologie, Jahrgang 10, Nr. 11/1987, S. 512-515
Fenistil-Retard versus Hismanal bei Patienten mit chronisch-juckenden Dermatosen - Eine randomisierte, kontrollierte, offene Vergleichsprüfung
R. Kiehn1 und J. Rakoski2
1Zyma GmbH, Medizinische Abteilung, München, 2Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. Siegfried Borelli) der Technischen Universität München
In einer randomisierten, kontrollierten, offenen Studie wurde die juckreizstillende Wirkung von Dimetindenmaleat (Fenistil) im Vergleich zu Astemizol (Hismanal) untersucht. Unter der Behandlung kam es in der Dimecindenmaleat-Gruppe zu einem ausgeprägten Rückgang des Juckreizes und der Kratzeffloreszenzen. Im Vergleich zu Astemizol zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied. Auffällig war jedoch, daß insbesondere in den ersten Behandlungstagen mit Dimecindenmaleat ein schnellerer Erfolg eintrat als unter Astemizol. Dies galt sowohl für den Juckreiz als auch für die Kratzeffloreszenzen. Erwartungsgemäß wurde bei der Gruppe mit Dimetindenmaleat häufiger als bei Astemizol über Müdigkeit berichtet. Die Verträglichkeit wurde für beide Präparate gleich gut beurteilt.Correspondence to:
Dr. med. R. Kiehn, Zielstattstraße 40, D-8000 München 70
Neurodermitis atopica - Therapeutische Möglichkeiten
Neurodermitis atopica - Klimatherapie im Hochgebirge
Atopic dermatitis - climatotherapy in high mountain areas
W. Kneist und J. Rakoski
Price
42.00 $
Jahrgang 10 (1987) p. 531 - 535
Abstract
Allergologie, Jahrgang 10, Nr. 12/1987, S. 531-535
Neurodermitis atopica - Klimatherapie im Hochgebirge
W. Kneist1 und J. Rakoski2
1Klinik fur Dermatologie und Allergie Davos (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli), 2Dermatologische Klinik und Poliklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. S. Borelli) der Technischen Universität München
Die Neurodermitis atopica läßt sich durch Klimatherapie im Hochgebirge gut beeinflussen. Es gelang bei 78,1% von 1456 Patienten eine deutliche Besserung zu erzielen. Der positive Therapieeffekt hielt bei 95% der Patienten über 12 Monate nach Entlassung an. 82 Patienten benötigten zu Beginn der Hochgebirgstherapie interne Steroidmedikation, 919 Patienten wurden lokal regelmäßig mit Steroid-haltigen Externa behandelt, bei 77% bzw. 84% konnte die Steroidmedikation abgesetzt werden.Correspondence to:
Dr. med. W. Kneist, Tobelmühlestraße 2, CH-7270 Davos-Platz