Originalarbeit
In-vitro-Leukotrienproduktion gemessen im CAST-ELISA über einen Beobachtungszeitraum von 5 Monaten
Seasonal effects of in-vitro leukotriene release
E.M. Engels, J. Lange, D. Beischer, J. Kühr und M.V. Kopp
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 460 - 465
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 9/2002, S. 460–465
In-vitro-Leukotrienproduktion gemessen im CAST-ELISA über einen Beobachtungszeitraum von 5 Monaten
E.M. Engels, J. Lange, D. Beischer, J. Kühr und M.V. Kopp
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universität Freiburg
Einleitung: Der Cellular Antigen Stimulation Test (CAST; Bühlmann Laboratory AG, CH) quantifiziert die In-vitro-Cystinyl-Leukotrienproduktion (= CysLT: LTC4, LTD4, LTE4) isolierter Leukozyten, die bei der allergischen Entzündungsreaktion Bronchokonstriktion, gesteigerte Gefäßpermeabilität und Hypersekretion hervorrufen. Fragestellung: Lassen sich saisonale Effekte bei der In-vitro-CysLT-Produktion beobachten? Population und Methoden: Es wurden 9 Probanden im Alter von 7 – 18 Jahren rekrutiert (3 ohne Sensibilisierung, 2 mit Hausstaubmilbensensibilisierung sowie 4 Probanden mit Sensibilisierung gegen Gräserpollen). Monatlich erfolgte jeweils eine Blutentnahme. Nach Dextransedimentation wurden die isolierten Zellen mit Medium alleine (Negativkontrolle), mit einem Anti-IgE-Rezeptor-Antikörper (Anti-IgE-rAK; 0,5 mg/mL; Positivkontrolle) sowie mit Graspollenallergen (Sechs-Gräsermischung GX1, 20 ng/ml) stimuliert. Die CysLT-Produktion (LTC4, LTD4, LTE4) wurde mittels ELISA quantifiziert (CAST-ELISA, Bühlmann Laboratory AG, Schönenbuch, Schweiz). Ergebnisse: Nach Stimulation mit Anti-IgE-rAK lagen die CysLT-Konzentrationen im März zwischen 1163 und 6187 pg/ml, im Monat Mai zwischen 2048 und 7620 pg/ml (mediane Zunahme 63%; Range: 35% – 114%; p = 0,012). Nach Stimulation mit Graspollenallergen wurde eine CysLT-Konzentration zwischen 158 und 208 pg/ml im März sowie zwischen 337 und 7057 pg/ml im Mai gemessen (mediane Zunahme 49,9%; Range: 38 – 133%; p = 0,004). Die mediane In-vitro-CysLT-Produktion nach Stimulation mit Graspollenallergen im Monat Mai lag bei Probanden mit Graspollensensibilisierung bei 6137 pg/ml (Range: 4249 – 7620), bei Probanden ohne Graspollensensibilisierung bei 2130 pg/ml (2048 – 5421). Schlußfolgerung: Es konnten saisonale Schwankungen mit einer signifikant höheren In-vitro-Produktion der CysLT im Monat Mai im Vergleich zum Monat März gezeigt werden. Diesem saisonalen Effekt muß beim Einsatz des CAST-ELISA im Rahmen von klinischen Langzeitstudien Rechnung getragen werden.Correspondence to:
Dr. med. M.V. Kopp
Zentrum für Kinderheilkunde
und Jugendmedizin
Universität Freiburg
Mathildenstraße 1
D-79106 Freiburg
Übersicht
Asthma und Allergien bei Kindern: Studien in Südwestdeutschland
Asthma and allergies in children
J. Kühr
Price
42.00 $
Jahrgang 22 (1999) p. 48 - 53
Abstract
Allergologie, Jahrgang 22, Nr. 1/1999, S. 48 - 53
Asthma und Allergien bei Kindern: Studien in Südwestdeutschland
J. Kühr
Universitäts-Kinderklinik, Freiburg
In den letzten 20 Jahren sind in Südwestdeutschland eine Reihe von epidemiologischen Studien zum Thema Asthma und Allergien im Kindesalter durchgeführt worden. Eingedenk unterschiedlicher Zielsetzungen, Altersgruppen und Methoden kann eine Zusammenschau der wichtigsten Studiendaten dazu beitragen, die heutige epidemiologische Situation in Baden-Württemberg bezüglich Asthma und Allergien im Kindesalter besser zu verstehen. Aus den Studien ab Mitte der 80er Jahre zeigten sich für Schulkinder und Jugendliche Lebenszeitprävalenzen von Asthma bronchiale zwischen 3,5% und 5,0%. Ein Atemnotzustand in den letzten 12 Monaten wurde für 4,4 - 6,4% der Kinder im Grundschulalter berichtet. Die Frage nach einem quantitativen oder qualitativen Anstieg der Asthmamorbidität kann aus den Studiendaten derzeit nicht sicher beantwortet werden. Klare Stadt-Land-Unterschiede sind nicht erkennbar. Bezüglich der Pollinosis dürften die Studiendaten eine Häufigkeitszunahme mit dem Lebensalter wiedergeben. wobei Lebenszeitprävalenzen von 5,9% für durchschnittlich Siebenjährige und von 11,4% für durchschnittlich Elfjährige angetroffen wurden. 1m Vergleich zu diesen Morbiditätswerten, meist basierend auf Elternangaben, liegt die objektivierbare Häufigkeit von Sensibilisierungen auf Inhalationsallergene (Gräser-, Birkenpollen, Hausstaubmilbe, Katzenepithelien) anhand von Punktprävalenzen zwischen 24.8% (Altersmittelwert 8,3 Jahre) und 31,5% (8,9 Jahre) erstaunlich hoch. Es ist gegenwärtig überhaupt nicht absehbar, inwieweit Sensibilisierungen bei Schulkindern erst im späteren Leben klinische Relevanz gewinnen. Verständlicherweise ist jedoch die Entwicklung von der IgE-Immunreaktion auf Umweltallergene hin zur klinischen Allergie-Erkrankung von eminenter Bedeutung für zukünftige Trends und damit verbundene Bedarfsfragen im Gesundheitswesen.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kühr
Universitäts-Kinderklinik
Mathildenstraße 1
D - 79106 Freiburg
Leitlinien
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
Allergen immunotherapy – a position paper of the German Society for Allergology and Clinical Immunology
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Jahrgang 24 p. 525 - 534
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 11/2001, S. 535–544
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit Allergenen: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, inhaltlich abgestimmt mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen
J. Kleine-Tebbe, Th. Fuchs, L. Klimek, J. Kühr, U. Lepp, B. Niggemann, J. Rakoski, H. Renz, J. Saloga und J. Simon: Arbeitsgruppe Spezifische Immuntherapie der Sektion Immunologie der DGAI
Die Wirkung der spezifischen Immuntherapie mit Allergenen (SIT) ist komplex und induziert zahlreiche immunologische Veränderungen. Ihr Erfolg beruht vermutlich auf einer funktionellen Umorientierung und einer Toleranzentwicklung antigenspezifischer T-Lymphozyten mit verminderter allergischer Reaktionsbereitschaft und Entzündung. Die subkutane SIT ist bei allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma bronchiale für einige klinisch relevante Allergene (unter anderen Birken-, Gräser-, Beifußpollen, Hausstaubmilben, Tierepithelien) kontrolliert untersucht und mit gutem Erfolg angewandt worden. Sie gilt derzeit als einzige kausale Therapie neben der Allergenkarenz und kann den natürlichen Verlauf der Allergie beeinflussen. Bei Hymenopterengiftallergien (Bienen- und Wespengift) zeigt die SIT die besteWirksamkeit im Vergleich zur Therapie mit anderen Allergenen. Eine Indikation zur SIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht oder schwer möglich ist und ein geeigneter Extrakt vorhanden ist. Indikationsstellung und Auswahl der Allergene sollte nur ein Arzt mit allergologischer Ausbildung oder allergologischen Fachkenntnissen vornehmen. Die SIT wird von Ärzten mit Erfahrung in dieser Therapieform durchgeführt. Nach einer obligaten Zwischenanamnese und Injektion der vorgesehenen bzw. individuell angepaßten Dosis, die sorgfältig dokumentiert werden, muß der Patient 30 Minuten unter ärztlicher Kontrolle bleiben. Die Indikationsstellung und Durchführung der SIT bei Kindern entspricht im wesentlichen der Behandlung Erwachsener. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SIT. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Wirkungen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Veränderte Allergene, rekombinante Proteine und Adjuvantien zur Immunmodulation aus der modernen Grundlagenforschung versprechen zukünftig eine verbesserte Wirksamkeit der SIT mit Allergenen bei geringeren unerwünschten Wirkungen. Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Schloßstraße 51
D-14059 Berlin
Originalarbeit
Bienengiftallergie bei Kindern: Langfristiger Vorhersagewert von standardisierten Provokationstests
Bee-venom allergy in children: Longterm predictive value of standardized challenge tests
.E. Schütze, J. Forster, P. Hauk, K. Friedel und J. Kühr
Price
42.00 $
Jahrgang 20 (1997) p. 333 - 335
Abstract
Allergologie, Jahrgang 20, Nr. 7/1997, S. 333-335
Bienengiftallergie bei Kindern: Langfristiger Vorhersagewert von standardisierten Provokationstests
.E. Schütze, J. Forster, P. Hauk, K. Friedel und J. Kühr
Universitäts-Kinderklinik, Freiburg
Die Allergen-Immunotherapie eröffnet die Möglichkeit, den Insektengiftallergiker vor gefährlichen systemischen Reaktionen zu schützen. Zur Indikationsstellung können Provokationstests verwandt werden, wobei zumindest bei Kindern bislang deren langfristiger prädiktiver Wert unbelegt ist. Zwischen 1988 und 1991 wurden in der Universitäts-Kinderklinik Freiburg prospektiv 92 Kinder zweimal in ein- – dreiwöchigem Abstand jeweils einer standardisierten Allergenprovokation mit Bienengift unterzogen. Die Aussage der damaligen Testergebnisse für den natürlichen Verlauf wurde jetzt überprüft. Im August 1996 wurden alle 92 Familien wieder erreicht, wobei in 48 Fällen mindestens von einer natürlichen Stichexposition berichtet wurde (52%). Zwölf der erneut gestochenen Kinder waren hyposensibilisiert worden. Davon erlitt eines ein Jahr nach Abschluß einer fünfjährigen Immunotherapie eine schwere, ein weiteres eine leichte Allgemeinreaktion. Von den übrigen 36 (nicht hyposensibilisierten) Patienten erlitten 2 eine milde systemische (Notfallapotheke ausreichend) und 34 eine lokale Reaktion. Die sequentielle Provokation mit Bienengift hat weiterhin für Nicht-Reagenten einen negativen Vorhersagewert (keine systemische Reaktion bei natürlichem Folgestich) von 94,4% (95%-Konfidenzintervall: 81,3% – 99,0%) für einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren.Correspondence to:
Dr. med. J. Kühr, Mathildenstraße 1, D–79106 Freiburg
Originalarbeit
Allergische Sensibilisierung auf Milbenallergene bei Kindern anhand von Prick-Test und spezifischen IgE-Antikörpern
Allergic sensitization to mite allergens in children by means of skin prick test and specific IgE antibodies
G. Schütze, T. Frischer und J. Kühr
Price
42.00 $
Jahrgang 20 (1997) p. 507 - 511
Abstract
Allergologie, Jahrgang 20, Nr. 10/1997, S. 507-511
Allergische Sensibilisierung auf Milbenallergene bei Kindern anhand von Prick-Test und spezifischen IgE-Antikörpern
G. Schütze1, T. Frischer2 und J. Kühr1
1Universitäts-Kinderklinik, Freiburg, 2Universitäts-Kinderklinik, Allgemeines Krankenhaus, Wien
Hintergrund: Zur Feststellung einer Sensibilisierung auf Staubmilbenallergene stehen Haut-Prick-Test (HPT) und die Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper (sIgE-AK) zur Verfügung. Wir analysierten die Übereinstimmung der Testergebnisse beider Verfahren auf der Basis eines mehrfach gleichlautenden HPT-Resultats. Population und Methodik: Wir untersuchten ein Subkollektiv (n = 138) einer epidemiologischen Studie von Schulkindern (Alter 6 – 8 Jahre), bei denen in 3 aufeinanderfolgenden Jahren HPTs sowie eine darauffolgende sIgE-AK-Messung auf die Allergene Dermatophagoides pteronyssinus (Dpt), Dermatophagoides farinae (Df), Katzen-, Hundehaare, Birke-, Hasel- und Gräserpollen durchgeführt wurde. Resultate: Für Probanden, die mindestens in den letzten beiden HPTs auf das entsprechende Allergen positiv waren, konnten in den meisten Fällen auch sIgE-AK (≥ 0,35 U/ml) nachgewiesen werden (Dpt: 82/86; Df: 53/53; Katzenhaare: 31/32; Hundehaare: 6/9; Birkepollen: 29/31; Haselpollen: 22/22; Gräserpollen: 37/37). Bei Sensibilisierung auf Dpt im HPT und Nachweis von sIgE-AK auf Dpt lagen in der Regel auch gegen eines von 2 Majorallergenen (75/82) sIgE-AK vor (Der p 1: 70/82, Der p 2: 68/82). Bei Probanden mit negativem HPT auf Dpt und Df in allen 3 HPTs (n = 27) wurden nur in Einzelfällen geringe Konzentrationen von sIgE-AK (0,35 – 0,7 U/ml) gegen Dpt (n = 2) und Df (n = 1) nachgewiesen. Bei Probanden ohne sIgE-AK gegen Dpt (n = 44) fand sich in nur einem Fall eine geringe Konzentration von sIgE-AK gegen Df. Ebenso war bei allen Probanden ohne HPT-Sensibilisierung auf Dpt (47/138) auch keine HPT-Sensibilisierung auf Df nachweisbar. Durch Nachweis einer HPT-Sensibilisierung auf Dpt wurden alle Df-Sensibilisierungen miterfaßt, während dies umgekehrt nicht der Fall war. Schlußfolgerung: Im Falle eines zuverlässig positiven Haut-Prick-Tests kann in aller Regel eine Übereinstimmung mit der Information durch spezifische IgE-Antikörper im Serum erwartet werden. Falls auf Dpt getestet wurde, liefert die Df-Testung in aller Regel keine zusätzliche Information und kann somit zwecks Kosteneinsparung entfallen.
Correspondence to:
Dr. med. J. Kühr, Mathildenstraße 1, D–79106 Freiburg
Originalarbeit
Therapie-Monitoring des Asthma bronchiale bei Kindern mittels EPX-Messung im Urin
Therapy monitoring of bronchial asthma in children with the measurement of urinary eosinophil protein X in children
M. Kopp, J. Forster, K. Storm Van’s Gravesande, H.H. Seydewitz, G. Burow, M. Brandis und J. Kühr
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 316 - 319
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 7/1996, S. 316-319
Therapie-Monitoring des Asthma bronchiale bei Kindern mittels EPX-Messung im Urin
M. Kopp1, J. Forster1, K. Storm Van’s Gravesande1, H.H. Seydewitz1, G. Burow2, M. Brandis1 und J. Kühr1
1Universitäts-Kinderklinik, Freiburg, 2Pharmacia, Freiburg
Hintergrund: Die eosinophile Entzündung als wichtigster Faktor in der Pathogenese des Asthma bronchiale wird auch bei Kindern zunehmend mit anti-inflammatorischen Medikamenten behandelt. Der dadurch vermehrte Einsatz von topischen Steroiden wirft Fragen nach einem angemessenen und verläßlichen Therapie-Monitoring auf. Um zu überprüfen, inwieweit die Bestimmung von Eosinophilem Protein X im Urin (U-EPX) als Parameter zum Entzündungsmonitoring bei Asthma herangezogen werden kann, wurden 18 Spontanurinproben von Kindern (Median 7 Jahre) mit bekanntem Asthma bronchiale sowie 5 Urinproben von Kindern ohne atopische Erkrankungen in der Anamnese (Median 7 Jahre) auf ihren Gehalt an Eosinophilem Protein X (RIA, Pharmacia) untersucht. Dabei zeigten Kinder mit akuter Exazerbation des Asthmas im Median höhere U-EPX-Konzentrationen als Kinder unter anti-asthmatischer Dauertherapie (U-EPX 384,5 vs. 100,8 µg/mmol Kreatinin), die wiederum höhere U-EPX-Werte aufwiesen als die Kontrollgruppe (89,8 µg/mmol Kreatinin). Schlußfolgerung: Erhöhte Konzentrationen von EPX im Urin von Kindern mit Asthma scheinen den Entzündungsgrad der Erkrankung widerzuspiegeln. Falls sich diese Aussage in einem größeren Kollektiv bestätigt, dürfte die Urinanalyse auf EPX eine wichtige zusätzliche Möglichkeit zum nicht-invasiven und nicht-mitarbeitsabhängigen Monitoring der anti-inflammatorischen Asthma-Therapie im Kindesalter darstellen.
Correspondence to:
Dr. med. M. Kopp, Mathildenstraße 1, D–79106 Freiburg
Originalarbeit
Stichprovokationen bei Kindern mit Insektengiftallergien
Insect sting challenge in children with hymenoptera allergy
J. Forster, J. Kühr, P. Hauk, O. Schwab und R. Urbanek
Price
42.00 $
Jahrgang 19 (1996) p. 330 - 333
Abstract
Allergologie, Jahrgang 19, Nr. 7/1996, S. 330-333
Stichprovokationen bei Kindern mit Insektengiftallergien
J. Forster1, J. Kühr1, P. Hauk1, O. Schwab1 und R. Urbanek2
Universitäts-Kinderkliniken 1Freiburg im Breisgau und 2Wien
An 113 Kindern im Alter von 9 Jahren (Median) mit durchschnittlich mittelschwerer Allgemeinreaktion auf Insektengifte wurden konsekutive Stichprovokationen durchgeführt (91 mit Bienen-, 34 mit Wespengift). Die Plasma-Katecholamin-Reaktion auf die Stiche zeigte, daß zum Stichzeitpunkt selbst keine erhöhten Werte vorhanden waren, die das Ergebnis verfälscht hätten, alle Werte stiegen nach den Stichen erst an. Im ersten Durchgang reagierten 2 Kinder mit einer starken Allgemeinreaktion, im zweiten 11. Die letzteren erhielten eine spezifische Hyposensibilisierungs-Therapie, die restlichen wurden weiter beobachtet. Bei einer Nachbefragung 0,5 – 3 Jahre später hatten 39 einen Stich in der Natur erlebt, 37 mit nur lokaler Reaktion. Ein Mädchen erlitt eine Urtikaria, ein weiteres erhielt eine Hyposensibilisierung wegen Urtikaria und Bronchialobstruktion. Daraus ergibt sich für den Beobachtungszeitraum eine Vorhersagekraft der negativen Reaktion in der konsekutiven Stichprovokation für das Ausbleiben schwerer systemischer Reaktionen auf den nächsten Stich in der Natur von 97,4% (95%-Konfidenzintervall: 86 – 99,9%). Eine entsprechende Vorhersage-Möglichkeit ergibt sich weder aufgrund der Anamnese noch der Laborwerte. Schlußfolgerung: Bei insektengiftallergischen Kindern erlaubt die sequentielle Stichprovokation die genaueste Vorhersage nachfolgender natürlicher Stichreaktionen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Forster, Mathildenstraße 1, D–79106 Freiburg
Original
Untersuchung zur Allergenmodifikation durch preßluftgetriebene Düsenvernebler: Ergebnisse von ELISA-Inhibitionstest und Histaminfreisetzung aus Leukozyten
Study of allergen modification by pressurized jet nebulization: results of ELISA-inhibition tests and allergen-induced histamine release
V. STEPHAN, J. KÜHR und R. URBANEK
Price
42.00 $
Jahrgang 12 (1989) p. 377 - 380
Abstract
Allergologie, Jahrgang 12, Nr. 9/1989, S. 377-380
Untersuchung zur Allergenmodifikation durch preßluftgetriebene Düsenvernebler: Ergebnisse von ELISA-Inhibitionstest und Histaminfreisetzung aus Leukozyten
V. STEPHAN, J. KÜHR und R. URBANEK
Universitäts-Kinderklinik (Direktor: Prof Dr. M. Brandis), Freiburg
Mittels ELISA-Inhibitionstest und der antigeninduzierten Histaminfreisetzung aus dem Vollblut wurde die mögliche immunologische Modifikation von Gras- und Milbenallergen durch die Düsenvernebelung untersucht. Serum bzw. Vollblut von insgesamt 11 Probanden, die sowohl anamnestisch als auch serologisch eindeutig eine Monosensibilisierung gegen die erwähnten Allergene aufwiesen, wurden getestet. Die Vernebelung der Allergene erfolgte während 120 bzw. 300 Sekunden durch einen preßluftgetriebenen Düsenvernebler. Die Antigen-Inhibitionsteste zeigten eine weitestgehende Übereinstimmung bei Verwendung unvernebelter bzw. vernebelter Allergene. Ebenso unterschied sich die durch vernebeltes bzw. unvernebeltes Allergen induzierte Histaminfreisetzung nur um die durch den Assay bedingte Schwankung von 5-10%. Eine Veränderung der immunologischen Reaktionsfähigkeit durch den Vernebelungsprozeß konnte somit ausgeschlossen werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R. Urbanek
Mathildenstraße 1
D-7800 Freiburg