Original
Sensibilisierung gegen „Domestic mites“ bei ganzjährigen nasalen Beschwerden
Sensitization to domestic mites in patients with persistent nasal symptoms
H.M. Appel, F. Kunick, T.K. Hoffmann und J. Greve
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 298 - 301
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 7/2016, S. 298-301
Sensibilisierung gegen „Domestic mites“ bei ganzjährigen nasalen Beschwerden
H.M. Appel, F. Kunick, T.K. Hoffmann und J. Greve
Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Ulm
Eine routinemäßige Allergiediagnostik mit Vorratsmilben (VRM) bei chronischen nasalen Problemen wird kontrovers diskutiert. Ziel ist es, die Sensibilisierungsrate gegen Domestic mites, Hausstaubmilben (HSM) und VRM, sowie ihre Bedeutung bei Patienten mit permanenten nasalen Beschwerden zu ermitteln. 3.489 Patienten mit überwiegend chronischer Nasenatmungsbehinderung wurden hinsichtlich einer Typ ISensibilisierung gegen Dermatophagoides pteronyssinus (D. pter.), D. farinae (D. far.), Acarus siro (A. sir.), Lepidoglyphus destructor (L. dest.) und Tyrophagus putrescentiae (T. put.) untersucht. 27% (n = 956) zeigten eine kutane Sensibilisierung gegen Domestic mites, 13% (n = 452) isoliert gegen HSM, 12,6% (n = 439) gegen HSM und VRM sowie 1,9% (n = 65) isoliert gegen VRM. Bei vergleichbar hoher Sensibilisierung gegen VRM und HSM sowie isoliert gegen HSM ist die Allergiediagnostik mit HSM und VRM bei permanenter nasaler Symptomatik sinnvoll. Die klinische Relevanz ist individuell unter Berücksichtigung der spezifischen Anamnese und der klinischen Befunde abzuklären.Correspondence to:
Heike M. Appel
Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Kopf- und Halschirurgie
Frauensteige 12
89070 Ulm
Email: [email protected]
Positionspapier
Hereditäres Angioödem durch C1- Inhibitor-Mangel
Hereditary angioedema due to C1 inhibitor deficiency
K. Bork, E. Aygören-Pürsün, M. Bas, T. Biedermann, J. Greve, K. Hartmann, M. Magerl, I. Martinez-Saguer, M. Maurer, H. Ott, L. Schauf, P. Staubach und B. Wedi
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42.00 $
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Jahrgang 42 (2019) p. 170 - 189
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 4/2019, S. 170-189
Hereditäres Angioödem durch C1- Inhibitor-Mangel
K. Bork1, E. Aygören-Pürsün2, M. Bas3, T. Biedermann4, J. Greve5, K. Hartmann6, M. Magerl7, I. Martinez-Saguer8, M. Maurer7, H. Ott9, L. Schauf10, P. Staubach1 und B. Wedi11
1Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Frankfurt, 3Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Ottobrunn, 4Hautklinik Campus Biederstein, Technische Universität München, 5Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Ulm, 6Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 7Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Charité – Universitätsmedizin, Berlin, 8Hämophilie-Zentrum Rhein-Main, Mörfelden-Walldorf, 9Auf der Bult, Fachbereich Pädiatrische Dermatologie und Allergologie, Hannover, 10HAE-Vereinigung, Selbsthilfegruppe, Aldenhoven, 11Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Correspondence to:
Prof. Dr. Konrad Bork
Hautklinik
Universitätsmedizin Mainz
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Email: [email protected]
Übersicht
Notfall Angioödem – Erkennen und therapieren
Diagnosis and management of acute angioedema
J. Greve und N. Dominas
Price
42.00 $
Jahrgang 45 (2020) p. 128 - 135
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 45, Nr. 4/2020, S. 128-135
Notfall Angioödem – Erkennen und therapieren
J. Greve1 und N. Dominas2
1Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Ulm, 2Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Helios Klinikum Krefeld
Akute Angioödeme können im Bereich der Haut und Schleimhäute des gesamten Körpers auftreten. Eine Manifestation im Bereich der oberen Atem- und Speisewege kann lebensbedrohlich sein. Hier steht die Sicherung der Atemwege an erster Stelle. Angioödeme können mastzell- oder bradykininvermittelt sein und werden aufgrund dieser unterschiedlichen Pathophysiologie auch verschieden therapiert. Antihistaminika und Glukokortikoide sind bei bradykininvermittelten Angioödemen nahezu wirkungslos. Im Notfall ist eine Differenzialdiagnostik nur allein anhand klinischer Symptome und der Familien- und Medikamentenanamnese möglich, da Laborparameter nicht zeitnah zur Verfügung stehen. Bei bradykininvermittelten Angioödemen sollte eine spezifische Therapie mit C1-Esterase-Inhibitor-Konzentraten oder Bradykinin-2-Rezeptor-Antagonisten erfolgen. Diese Therapien sind aber bisher für medikamenteninduzierte bradykininvermittelte Angioödeme nicht zugelassen.Correspondence to:
Prof. Dr. Jens Greve
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinikum Ulm
Frauensteige 12
89075 Ulm
Email: [email protected]
Angioödeme
Die internationale HAE-Leitlinie im Alltag: von zugelassenen Therapieoptionen bis Einzelfallentscheidungen in der Behandlung einer seltenen Erkrankung – Daten aus 8 deutschen Angioödemzentren
The international HAE guideline under real-life conditions: From possibilities to limits in daily life – current real-world data of 8 German angioedema centers
J. Greve, R. Lochbaum, S. Trainotti, E.-V. Ebert, T. Buttgereit, A. Scherer, L. Knipps, A. Smola, S. Volc, A. Recke, K.M. Duda, M. Sulk und J. Hahn
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2024) p. 691 - 708
Abstract
Allergologie, Jahrgang 47, Nr. 11/2024, S. 691-708
Die internationale HAE-Leitlinie im Alltag: von zugelassenen Therapieoptionen bis Einzelfallentscheidungen in der Behandlung einer seltenen Erkrankung – Daten aus 8 deutschen Angioödemzentren
J. Greve1, R. Lochbaum1, S. Trainotti2, E.-V. Ebert2, T. Buttgereit3, A. Scherer4, L. Knipps4#5, A. Smola6, S. Volc7, A. Recke8, K.M. Duda9, M. Sulk10 und J. Hahn1
1Abteilung für Oto-Rhino-Laryngologie, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Ulm, 2Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Technische Universität München, München, 3Institut für Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, korporatives Mitglied der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, 4Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 5Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, St.-Josefs-Hospital Hagen, Universität Witten/Herdecke, Hagen, 6Abteilung für Dermatologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, 7Abteilung für Dermatologie, Universität Tübingen, Tübingen, 8Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Universität zu Lübeck, Lübeck, 9Klinik für Dermatologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 10Klinik für Dermatologie, Universität Münster, Münster
Hintergrund: Patienten mit seltenen Erkrankungen wie dem hereditären Angioödem (HAE) werden in der Regel an ein Angioödemzentrum angebunden, um eine leitliniengerechte und erfahrungsbasierte Therapie zu gewährleisten. Obwohl es etablierte Leitlinien und mehrere zugelassene Therapeutika gibt, bestehen im Behandlungsalltag von HAE-Patienten offene Fragen, Individualentscheidungen und Situationen, in denen ein Austausch zwischen den Zentren erforderlich ist.
Methoden: Es erfolgte eine Umfrage unter Ärzten aus deutschen Angioödem-Zentren zu Herausforderungen und Problemen im Behandlungsalltag mit HAE-Patienten. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Langzeitprophylaxe (LTP). Für seltenere Subgruppen des Angioödems führten die Zentren ein Review der aktuellen Literatur durch, um offene Fragen zu diskutieren.
Ergebnisse: Die Antworten von 12 Ärzten aus 8 Angioödem-Zentren wurden in der Umfrage ausgewertet. Die Attackenhäufigkeit war das wichtigste Kriterium für die Entscheidung, eine LTP bei HAE-Patienten einzuleiten (100%). Zwei Zentren empfehlen nicht mehr generell die Einleitung einer präinterventionellen Prophylaxe bei HAE-Patienten unter LTP. Die Therapiekonzepte des erworbenen Angioödems aufgrund eines C1-Inhibitor-Mangels und das HAE bei Kindern waren spezifische Themen, die ausführlicher diskutiert wurden.
Schlussfolgerungen: Die aktuelle Leitlinie dient als Grundlage für die tägliche Praxis bei der Behandlung von HAE in spezialisierten Zentren. Bei seltenen Erkrankungen wie HAE ist dennoch ein Austausch zwischen den behandelnden Zentren unerlässlich, um spezifische Probleme und seltene Untergruppen angemessen zu behandeln.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren
Zitierung:
Greve J, Lochbaum R, Trainotti S, Ebert E-V, Buttgereit T, Scherer A, Knipps L, Smola A, Volc S, Recke A, Duda KM, Sulk M, Hahn J. The international HAE guideline under real-life conditions: From possibilities to limits in daily life – current real-world data of 8 German angioedema centers. Allergol Select. 2024; 8: 346-357.
DOI 10.5414/ALX02530ECorrespondence to:
Prof. Dr. Jens Greve
Abteilung für Oto-Rhino-Laryngologie, Kopf- und Halschirurgie
Universitätsklinikum Ulm
Frauensteige 12
89075 Ulm
Email: [email protected]
Original
Ein normales Leben mit hereditärem Angioödem: Lebensqualität und Behandlungslücken bei deutschen HAE-Patienten
Achieving a normal life in hereditary angioedema: Quality of life and treatment gaps among German HAE patients
M. Magerl, T. Buttgereit, I. Martinez-Saguer, P. Staubach-Renz, J. Greve, E. Aygören-Pürsün, L. Schauf und K. Schön
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2026) p. 155 - 166
Abstract
Allergologie, Jahrgang 49, Nr. 4/2026, S. 155-166
Ein normales Leben mit hereditärem Angioödem: Lebensqualität und Behandlungslücken bei deutschen HAE-Patienten
M. Magerl1#2*, T. Buttgereit1#2*, I. Martinez-Saguer3, P. Staubach-Renz4, J. Greve5, E. Aygören-Pürsün6, L. Schauf7 und K. Schön1#2#7
1Institut für Allergieforschung, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Mitglied der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, 2Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, Immunologie und Allergologie, Berlin, 3HZRM Hämophiliezentrum Rhein Main, Frankfurt am Main, 4Universitätsmedizin Mainz, Mainz, 5Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Ulm, Ulm, 6Universitätsklinikum Frankfurt, Abteilung für Kinder und Jugendliche, Frankfurt am Main, 7HAE Vereinigung e.V., Aldenhoven
Hintergrund: Das hereditäre Angioödem (HAE) ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch wiederkehrende Schwellungsattacken gekennzeichnet ist. Aktuelle Leitlinien zur Behandlung des HAE legen den Schwerpunkt auf eine vollständige Kontrolle der Erkrankung, um das Leben der Patienten zu normalisieren. Die Unterschiede in der Lebensqualität zwischen Patienten ohne Attacken und Patienten mit anhaltenden Attacken müssen noch untersucht werden.
Methoden: Die deutsche HAE Vereinigung e.V. führte 2024 eine Online-Umfrage unter 122 HAE-Patienten in Deutschland durch. Die Teilnehmer wurden nach ihrer Therapie – Langzeitprophylaxe (LTP) oder Bedarfstherapie (ODT) – und nach der Häufigkeit ihrer Attacken in den letzten 6 Monaten kategorisiert. Die von den Patienten angegebenen Ergebnisse zu funktionellen, emotionalen und sozialen Auswirkungen wurden analysiert, um die Lebensqualität zu bewerten.
Ergebnisse: Obwohl 83% der Patienten mit ihrer Behandlung zufrieden waren, hatten 59% der Patienten weiterhin Attacken. Patienten unter LTP berichteten über signifikant weniger Attacken (p < 0,001) und eine höhere Lebensqualität im Vergleich zu Patienten unter ODT (p < 0,001). Patienten mit 0 Attacken zeigten durchweg signifikant bessere Ergebnisse in allen Bereichen der Lebensqualität als Patienten mit 1 oder mehr Attacken (p < 0,001).
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass selbst eine minimale Restkrankheitsaktivität die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Um für Patienten mit HAE wieder Normalität herzustellen, ist es notwendig, eine vollständige Attackenfreiheit zu erreichen und nicht nur eine teilweise Kontrolle. Daher sind regelmäßige Anpassungen der HAE-Behandlungspläne auf der Grundlage der von den Patienten berichteten Ergebnisse von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Behandlungsstrategien sowohl den medizinischen als auch den Lebensqualitätsbedürfnissen gerecht werden.
*Die Autoren haben zu gleichen Teilen beigetragen.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Magerl M, Buttgereit T, Martinez-Saguer I, Staubach-Renz P, Greve J, Aygören-Pürsün E, Schauf L, Schön K. Achieving a normal life in hereditary angioedema: Quality of life and treatment gaps among German HAE patients.
Allergol Select. 2026; 10: 1-10.
DOI 10.5414/ALX02603ECorrespondence to:
PD Dr. med. Thomas Buttgereit
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Allergieforschung
Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie
ITMP, Immunologie und Allergologie
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
ORCID-ID: 0000-0002-9389-1767
Email: [email protected]