Fallbericht
Erythema ab igne (Livedo reticularis e calore) bei drei Patientinnen mit Eßstörung
Three cases of erythma ab igne (EAI) in patients with eating disorders
J. Fischer, K. Rein, C. Erfurt-Berge und M. de Zwaan
Price
42.00 $
Band 24 p. 141 - 143
Abstract
Neuropsychiatrie, Band 24, Nr. 2/2010, S. 141–143
Erythema ab igne (Livedo reticularis e calore) bei drei Patientinnen mit Eßstörung
J. Fischer1, K. Rein1, C. Erfurt-Berge2 und M. de Zwaan1
1Psychosomatische und Psychotherapeutische Abt., Universitätsklinikum Erlangen, 2Dermatologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen
Das Erythema ab igne (EAI) ist eine netzartige, pigmentierte Dermatose, die durch kontinuierliche oder wiederholte Hitzeeinwirkungen bzw. Infrarotbestrahlung verursacht wird. Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch retikuläre hyperpigmentierte Makulae, die mit Schuppung einhergehen können. Die Dermatose kann irreversibel sein und birgt in seltenen Fällen die Gefahr einer malignen Entartung. Die vorliegende Fallserie beschreibt drei Patientinnen mit Essstörung, welche durch wiederholte stundenweise Applikation heißer Wärmflaschen ein EAI entwickelten. Begründet wurde der Gebrauch der Wärmflaschen mit allgemeinem Kältegefühl, vor allem aber mit einem aversiv erlebtem subjektiven Völlegefühl nach Nahrungsaufnahme, welches die Patientinnen durch Wärmezufuhr zu lindern versuchten. Bei zwei der drei Patientinnen konnte durch Karenz der Wärmezufuhr innerhalb von 8 Wochen ein rascher Rückgang, jedoch keine vollständige Remission der Dermatose beobachtet werden, während bei einer Patientin aufgrund des fortlaufenden Gebrauchs von Wärmflaschen das EAI unverändert bestehen blieb.Correspondence to:
Dr. med. Julia Fischer
Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung
Universitätsklinikum Erlangen
Email: [email protected]
Übersicht
Therapie chronischer Bronchitis und chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) mit Ambroxol
Therapy of chronic bronchitis and chronic obstructive lung disease (COPD) with Ambroxol
J. Fischer
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 71 - 81
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 2/2012, S. 71–81
Therapie chronischer Bronchitis und chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) mit Ambroxol
J. Fischer
Nordseeklinik Norderney
Die chronische Bronchitis und die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) besitzen in Deutschland mit 5 – 7% Erkrankten in der erwachsenen Bevölkerung eine sehr hohe Prävalenz. Sie verursachen hohe individuelle und volkswirtschaftliche Kosten. In diesem Übersichtsartikel wird neben der Medikation mit kurz-und langwirksamen Anticholinergika und β2-Sympathomimetika besonders die Stellung von Mukopharmaka unter besonderer Berücksichtigung von Ambroxol in der Therapie dieser Erkrankungen dargestellt. Die meisten nationalen und internationalen Leitlinien zur Therapie der COPD weisen auf die besondere Bedeutung dieser Präparate bei der Verbesserung der Sekretelimination, auf die antioxidative Wirkung und auf die Reduktion der akuten Exazerbationen um 20 – 25% in den Wintermonaten mit dem Evidenzgrad B hin. In verschiedenen Studien mit dem Einschluss von z.T. über 5.000 Patienten ergab sich für Ambroxol eine deutliche Reduktion der Anzahl der akuten Exazerbationen. Für Ambroxol konnte neben der sekretolytischen und sekretomotorischen Wirkung, die Verbesserung der mucoziliären Clearance und die Reduktion der bronchialen Hyperreagibilität in verschiedenen Studien gezeigt werden. In einer mehr als 2 Jahre dauernden randomisierten, placebokontrollierten doppelblinden Langzeitstudie an 180 Patienten mit COPD fand sich ine signifikante Verminderung der subjektiven Beschwerden und die Behandlungskosten reduzierende Einsparung von Antibiotika und Corticosteroiden. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage betrug in der Ambroxol- Gruppe 1.216 Tage und konnte gegenüber der Placebo-Gruppe mit 1.789 Tagen um 30% reduziert werden. Die antinflammatorische Wirkung von Ambroxol auf das Cytokinnetzwerk und die Reduktion des oxidativen Stresses sind in vielen Untersuchungen in vivo und in vitro dargestellt. Kürzlich erschienene Untersuchungen zeigen ebenfalls einen Einfluss von Ambroxol auf den Abbau der Arachidonsäure in humanen primären bronchialen Epithelzellen. Entzündungsfördernde Mediatoren wie das Leukotrien LTB4 werden gehemmt und den Entzündungsprozess beendende Mediatoren wie Lipoxin A4 werden vermehrt produziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med J. Fischer
Nordseeklinik Norderney
Bülowallee 6
D-26548 Norderney
Email: [email protected]
Supplement
Wirksamkeit und Patientenakzeptanz einer kompakten sublingualen Immuntherapie (SLIT)
Efficacy and patient acceptance of a compact sublingual immunotherapy (SLIT)
M. Piller, J. Boettcher, K.J. Fischer von Weikersthal-Drachenberg
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 9 - 15
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 8/2012, S. S9–S15
Wirksamkeit und Patientenakzeptanz einer kompakten sublingualen Immuntherapie (SLIT)
M. Piller, J. Boettcher, K.J. Fischer von Weikersthal-Drachenberg
Bencard Allergie GmbH, München
231 SLIT-Patienten wurden in einer offenen prospektiven Anwendungsbeobachtung zu ihrer Akzeptanz von zwei verkürzten Aufdosierungs-Schemata befragt. Nach einem Jahr beantworteten 126 Patienten aus dieser Gruppe weitere Fragen zur Compliance, Veränderungen im Gebrauch von symptomatischer Begleitmedikation und Allgemeinbefinden in Bezug auf die allergische Erkrankung. Im Ergebnis zeigten sich gute Patienten-Compliance und guter Therapieerfolg mit wesentlicher Reduktion der Begleitmedikation, sowohl für das Therapieschema mit hoher täglicher Dosis über 3 Monate als auch für das Therapieschema mit einer niedrigeren Dosis über 7 Monate.Correspondence to:
M. Piller
Bencard Allergie GmbH
Messerschmittstraße 4
D-80992 München
Email: [email protected]
Supplement
Beurteilung der Wirksamkeit der spezifischen Immuntherapie anhand einer neuartigen Methode auf der Basis des Plazebo-Scores
Assessment of specific immunotherapy efficacy using a novel placeboscore-based method
A.J. Frew, L. DuBuske, P.K. Keith, C.J. Corrigan, W. Aberer und K.J. Fischer von Weikersthal-Drachenberg
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 1 - 10
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 6/2013, S. S1–S10
Beurteilung der Wirksamkeit der spezifischen Immuntherapie anhand einer neuartigen Methode auf der Basis des Plazebo-Scores
A.J. Frew1, L. DuBuske2, P.K. Keith3, C.J. Corrigan4, W. Aberer5 und K.J. Fischer von Weikersthal-Drachenberg6
1Department of Respiratory Medicine, Royal Sussex County Hospital, Brighton, United Kingdom, 2Division of Allergy and Immunology, Department of Internal Medicine, George Washington University School of Medicine, Washington DC, USA, and Immunology Research Institute of New England, Gardner, Massachusetts, USA, 3McMaster University, Hamilton, Canada, 4Department of Asthma, Allergy and Respiratory Science, King’s College London School of Medicine, London, United Kingdom, 5Medical University of Graz, Austria, 6Allergy Therapeutics, Worthing, United Kingdom
Hintergrund: In Studien zur allergenspezifischen Immuntherapie wird die Allergenexposition typischerweise durch Pollenzählungen bestimmt. Wird diese Zählung fern der Studienzentren durchgeführt, könnte sie die tatsächliche Vor-Ort-Belastung falsch repräsentieren. Ziel: Feststellung, ob die Symptomatik der Plazebopatienten in den einzelnen Zentren ein besseres Maß für die lokale Allergenbelastung ist. Methoden: Daten einer multizentrischen, plazebokontrollierten, präsaisonalen Immuntherapie mit einem Gräserpollenpräparat wurden erneut analysiert. Dazu wurden für jedes Zentrum die 4 Wochen identifiziert, in denen die Plazebopatienten den höchsten kombinierten Symptom-/ Medikations-Score (CSMS) hatten. Der Unterschied im CSMS zwischen der Verumund der Plazebogruppe wurde verglichen während der 4 höchsten Plazebo-Score-Wochen (PlSW) und den 4 höchsten Pollenflugwochen (PoCW). Ergebnisse: Die Überlegenheit der Verumbehandlung über Plazebo war während der PlSW stärker ausgeprägt (18,5%) als während der PoCW (13,6%), gepaart mit einer höheren statistischen Signifikanz (p = 0,0001 bzw. 0,0038). Eine ähnlich verbesserte Trennschärfe wurde erhalten beim Vergleich der Subgruppen der Patienten mit schwerer Symptomatik, mit einer erhöhten Krankheitslast und in verschiedenen geografischen Regionen. Konklusion: Diese neuartige PlSW-Analyse verschafft eine höhere Trennschärfe in der Darstellung der Wirksamkeit der allergenspezifischen Immuntherapie und könnte sowohl prospektiv als auch retrospektiv in ähnlichen Studien breite Anwendung finden.Correspondence to:
Prof. A.J. Frew, M.D.
Department of Respiratory Medicine
Royal Sussex County Hospital
Eastern Road
Brighton BN2 5BE – United Kingdom
Email: [email protected]
Molekulare Allergologie I
Anaphylaxie auf Mungbohnenkeimlinge
Anaphylaxis due to mung bean seedlings
F. Jacobs, P. Caponetto, C. Boss, J. Fischer und T. Biedermann
Price
42.00 $
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Jahrgang 36 p. 359 - 363
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 8/2013, S. 359–363
Anaphylaxie auf Mungbohnenkeimlinge
F. Jacobs, P. Caponetto, C. Boss, J. Fischer und T. Biedermann
Universitäts-Hautklinik, Tübingen
Correspondence to:
Dr. med. F. Jacobs
Universitäts-Hautklinik Tübingen
Liebermeisterstraße 25
D-72076 Tübingen
Email: [email protected]
Molekulare Allergologie I
Meeresfrüchte – nicht immer ein Genuss
Seafood – not always a joy
P. Caponetto, F. Jacobs, M. Kneiling, J. Fischer und T. Biedermann
Price
42.00 $
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Jahrgang 36 p. 364 - 367
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 8/2013, S. 364–367
Meeresfrüchte – nicht immer ein Genuss
P. Caponetto, F. Jacobs, M. Kneiling, J. Fischer und T. Biedermann
Correspondence to:
Dr. med. Patricia Caponetto
Universitäts-Hautklinik Tübingen
Liebermeisterstraße 25
D-72076 Tübingen
Email: [email protected]
Original
Limited health literacy is associated with low glomerular filtration in the Chronic Renal Insufficiency Cohort (CRIC) study
Ana C. Ricardo, Wei Yang, Claudia M. Lora, Elisa J. Gordon, Clarissa J. Diamantidis, Virginia Ford, John W. Kusek, Amada Lopez, Eva Lustigova, Lisa Nessel, Sylvia E. Rosas, Susan Steigerwalt, Jacqueline Theurer, Xiaoming Zhang, Michael J. Fischer, and James P. Lash
Price
42.00 $
Volume 81 (2014) p. 30 - 37
Abstract
Clinical Nephrology, Vol. 81 – No. 1/2014 (30-37)
Limited health literacy is associated with low glomerular filtration in the Chronic Renal Insufficiency Cohort (CRIC) study
Ana C. Ricardo1, Wei Yang2, Claudia M. Lora1, Elisa J. Gordon3, Clarissa J. Diamantidis4, Virginia Ford2, John W. Kusek5, Amada Lopez1, Eva Lustigova6, Lisa Nessel2, Sylvia E. Rosas7, Susan Steigerwalt8, Jacqueline Theurer9, Xiaoming Zhang2, Michael J. Fischer1,10, and James P. Lash1, on behalf of the CRIC Investigators
1Department of Medicine, University of Illinois at Chicago, Chicago, IL, 2Center for Clinical Epidemiology and Biostatistics, University of Pennsylvania, Philadelphia, PN, 3Feinberg School of Medicine, Northwestern University, Chicago, IL, 4University of Maryland School of Medicine, Baltimore, MD, 5National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases, National Institutes of Health, Bethesda, MD, 6Tulane University, New Orleans, LA, 7Department of Medicine, University of Pennsylvania/Philadelphia VA Medical Center, Philadelphia, PN, 8St. John’s Health System, Detroit, MI, 9Division of Nephrology, Department of Medicine, MetroHealth Medical Center, Cleveland, OH, and 10Center for Management of Complex Chronic Care, Jesse Brown VA Medical Center, Chicago, IL, USA
Background: Low health literacy in the general population is associated with increased risk of death and hospitalization. The evaluation of health literacy in individuals with predialysis chronic kidney disease (CKD) is limited. Methods: We conducted a cross-sectional study to evaluate the associations of limited health literacy with kidney function and cardiovascular disease (CVD) risk factors in 2,340 non-Hispanic (NH) Whites and Blacks aged 21 – 74 years with mild-to-moderate CKD. Limited health literacy was defined as a Short Test of Functional Health Literacy in Adults (STOFHLA) score ≤ 22. Outcomes evaluated included estimated glomerular filtration rate (eGFR), 24-hour urine protein excretion, and CVD risk factors. Results: The prevalence of limited health literacy was 28% in NH-Blacks and 5% in NH-Whites. Compared with participants with adequate health literacy, those with limited health literacy were more likely to have lower eGFR (34 vs. 42 mL/min/1.73 m2); higher urine protein/24-hours (0.31 vs. 0.15 g); and higher self-reported CVD (61 vs. 37%); and were less likely to have BP < 130/80 mmHg (51 vs. 58%); p ≤ 0.01 for each comparison. After adjustment, limited health literacy was associated with self-reported CVD (OR 1.51, 95% CI 1.13 – 2.03) and lower eGFR (β –2.47, p = 0.03). Conclusion: In this CKD cohort, limited health literacy was highly prevalent, especially among NH-Blacks, and it was associated with lower eGFR and a less favorable CVD risk factor profile. Further studies are needed to better understand these associations and inform the development of health literacy interventions among individuals with CKD.Correspondence to:
Ana C. Ricardo, MD, MPH
Section of Nephrology, University of Illinois at Chicago
820 South Wood Street, Room 470, Chicago, IL 60616, USA
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie
Guideline on acute care and management of anaphylaxis
J. Ring, K. Beyer, T. Biedermann, A. Bircher, D. Duda, J. Fischer, F. Friedrichs, T. Fuchs, U. Gieler, T. Jakob, L. Klimek, L. Lange, H.F. Merk, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, F. Ruëff, E. Rietschel, S. Schnadt, R. Seifert, H. Sitter, E.-M. Varga, M. Worm und K. Brockow
Price
42.00 $
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Jahrgang 38 p. 111 - 132
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 3/2015, S. 111–132
Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie
J. Ring1, K. Beyer2, T. Biedermann3, A. Bircher4, D. Duda5, J. Fischer3, F. Friedrichs6, T. Fuchs7, U. Gieler8, T. Jakob9, L. Klimek10, L. Lange11, H.F. Merk12, B. Niggemann13, O. Pfaar10, B. Przybilla14, F. Ruëff14, E. Rietschel15, S. Schnadt16, R. Seifert17, H. Sitter18, E.-M. Varga19, M. Worm20 und K. Brockow1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3Universitäts-Hautklinik Tübingen, 4Klinik für Dermatologie, Universitätskrankenhaus Basel, Schweiz, 5Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Katholisches Klinikum Mainz, 6Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 7Hautklinik, Universitätsmedizin Göttingen, 8Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität Gießen, 9Universitäts-Hautklinik Freiburg, 10Zentrum für Allergologie und Rhinologie Wiesbaden, Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 11St.-Marien-Hospital Bonn, 12Hautklinik, Universitätsklinikum Aachen, 13DRK Kliniken Berlin Westend, 14Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität, München, 15Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Köln, 16Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V., Mönchengladbach, 17Institut für Pharmakologie, Medizinische Hochschule Hannover, 18Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität, Marburg, 19Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Graz, Österreich, 20Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Allergie- Centrum-Charité, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Correspondence to:
Prof. Dr. Dr. med. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D–80802 München
Email: [email protected]
Allergologie im Kloster 2015
Nahrungsmittelallergie durch Zeckenstiche – ein neues Gesundheitsrisiko?
Food allergy due to tick bites – a new health risk?
J. Fischer
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42.00 $
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Jahrgang 38 p. 194 - 195
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 4/2015, S. 194–195
Nahrungsmittelallergie durch Zeckenstiche – ein neues Gesundheitsrisiko?
J. Fischer
Universitäts-Hautklinik Tübingen
Correspondence to:
Dr. med. J. Fischer
Universitäts-Hautklinik Tübingen
Liebermeisterstraße 25
D–72076 Tübingen
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
Guidelines on the management of IgE-mediated food allergies
M. Worm, I. Reese, B. Ballmer- Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, M. Claßen, P.J. Fischer, T. Fuchs, I. Huttegger, U. Jappe, L. Klimek, B. Koletzko, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, A. Nast, B. Niggemann, U. Rabe, M. Raithel, J. Saloga, C.Schäfer, S. Schnadt, J. Schreiber, Z. Szépfalusi, R. Treudler, M. Wagenmann, B. Watzl, T. Werfel, T. Zuberbier und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
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Jahrgang 39 p. 302 - 344
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 7/2016, S. 302-344
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
M. Worm1, I. Reese2, B. Ballmer-Weber3, K. Beyer4, S.C. Bischoff5, M. Claßen6, P.J. Fischer7, T. Fuchs8, I. Huttegger9, U. Jappe10, L. Klimek11, B. Koletzko12, L. Lange13, U. Lepp14, V. Mahler15, A. Nast1, B. Niggemann4, U. Rabe16, M. Raithel17, J. Saloga18, C. Schäfer19, S. Schnadt20, J. Schreiber21, Z. Szépfalusi22, R. Treudler23, M. Wagenmann24, B. Watzl25, T. Werfel26, T. Zuberbier1 und J. Kleine-Tebbe27
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München, Deutschland, 3Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 4Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 5Institut für Ernährungsmedizin und Prävention, Universität Hohenheim, Stuttgart, 6Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Links der Weser gGmbH, Bremen, 7Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 8Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 10Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 11Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 12Abteilung Stoffwechsel und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU, München, 13Kinder- und Jugendmedizin, St.-Marien-Hospital, Bonn, 14Praxis für Lungenheilkunde und Allergologie, Buxtehude, 15Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 16Abteilung für Asthma und Allergologie, Fachklinik für Pneumologie, Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen gGmbH, Treuenbrietzen, 17Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Universität Erlangen, 18Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, 19Allergologische Schwerpunktpraxis, Ernährungstherapie, Hamburg, 20Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 21Pneumologie, Universitätsklinikum der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Deutschland, 22Klinik für Kinderund Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 23Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 24Hals-Nasen- Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 25Max-Rubner-Institut, Physiologie und Biochemie der Ernährung, Karlsruhe, 26Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, und 27Allergie- und Asthma- Zentrum Westend, Berlin
Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. Margitta Worm
Allergie-Centrum-Charité
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Campus Charité Mitte
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Allergie und Impfen
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
Prevention and management of allergic reactions to vaccines in the doctor´s office. Recommendations for the vaccination of children and adolescents with increased risk of allergies
P.J. Fischer, F. Friedrichs und T. Lob-Corzilius
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 367 - 370
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 8/2016, S. 367-370
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer1, F. Friedrichs2 und T. Lob-Corzilius3
1Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Schwäbisch Gmünd, 2Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 3Christliches Kinderhospital Osnabrück, Osnabrück
Maßnahmen zur Prävention und zum Management allergischer Impfreaktionen sollen für den Impfling eine größtmögliche Sicherheit gewährleisten, sie dürfen allerdings nicht zu einer unberechtigten Verunsicherung des Impflings oder dessen Sorgeberechtigten führen. Bei unbekannter allergologischer und Impfanamnese soll vor Impfung nach früherer allergischer Impfreaktion und nach allergischer Reaktion gegen Bestandteile des Impfstoffs gefragt werden. Bei erhöhtem Risiko für allergische Impfreaktion soll auch speziell über dieses Risiko aufgeklärt werden. Bei erhöhtem Risiko für anaphylaktische Impfreaktion sollte eine Nachbeobachtung von mindestens 2 Stunden erfolgen. Die Durchführung jeder Schutzimpfung erfordert die fachliche Qualifikation und die Ausstattung zur Erkennung und Behandlung potenzieller anaphylaktischer Reaktionen einschließlich der Schulung des medizinischen Assistenzpersonals. Die Behandlung allergischer Impfreaktionen entspricht der Behandlung systemischer allergischer Reaktionen anderer Ätiologie. Eine Verzögerung des Impfschutzes gegen potenziell zu Behinderung führende oder tödliche Erkrankungen unter der vermeintlichen Vorstellung, Allergien oder Asthma zu verhindern, ist nicht gerechtfertigt.Correspondence to:
Dr. med. Peter J. Fischer
Praxis für Kinder- und Jugendmedizin
m.S. Allergologie und Kinderpneumologie
Mühlbergle 11
73525 Schwäbisch Gmünd
Email: [email protected]
Übersicht
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
Prevention and management of allergic reactions to vaccines in the doctor´s office. Recommendations for the vaccination of children and adolescents with increased risk of allergies
P.J. Fischer, F. Friedrichs und T. Lob-Corzilius
Price
42.00 $
Jahrgang 29 (2017) p. 30 - 33
Abstract
Prävention und Rehabilitation, Jahrgang 29, Nr. 1/2017, S. 30-33
Prävention und Management allergischer Impfreaktionen in der Praxis des niedergelassenen Arztes. Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Allergie-Risiko
P.J. Fischer1, F. Friedrichs2 und T. Lob-Corzilius3
1Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Schwäbisch Gmünd, 2Kinderarztpraxis Laurensberg, Aachen, 3Christliches Kinderhospital Osnabrück, Osnabrück
Maßnahmen zur Prävention und zum Management allergischer Impfreaktionen sollen für den Impfling eine größtmögliche Sicherheit gewährleisten, sie dürfen allerdings nicht zu einer unberechtigten Verunsicherung des Impflings oder dessen Sorgeberechtigten führen. Bei unbekannter allergologischer und Impfanamnese soll vor Impfung nach früherer allergischer Impfreaktion und nach allergischer Reaktion gegen Bestandteile des Impfstoffs gefragt werden. Bei erhöhtem Risiko für allergische Impfreaktion soll auch speziell über dieses Risiko aufgeklärt werden. Bei erhöhtem Risiko für anaphylaktische Impfreaktion sollte eine Nachbeobachtung von mindestens 2 Stunden erfolgen. Die Durchführung jeder Schutzimpfung erfordert die fachliche Qualifikation und die Ausstattung zur Erkennung und Behandlung potenzieller anaphylaktischer Reaktionen einschließlich der Schulung des medizinischen Assistenzpersonals. Die Behandlung allergischer Impfreaktionen entspricht der Behandlung systemischer allergischer Reaktionen anderer Ätiologie. Eine Verzögerung des Impfschutzes gegen potenziell zu Behinderung führende oder tödliche Erkrankungen unter der vermeintlichen Vorstellung, Allergien oder Asthma zu verhindern, ist nicht gerechtfertigt.Correspondence to:
Dr. med. Peter J. Fischer
Praxis für Kinder- und Jugendmedizin
m.S. Allergologie und Kinderpneumologie
Mühlbergle 11
73525 Schwäbisch Gmünd
Email: [email protected]
Kasuistik
Dyspnoe bei COPD: nur eine gewöhnliche Exazerbation?
Dyspnea in COPD: just a usual exacerbation?
J. Fischer, S. Schön und C. Riedel
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2018) p. 363 - 365
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 44, Nr. 7/2018, S. 363-365
Dyspnoe bei COPD: nur eine gewöhnliche Exazerbation?*
J. Fischer, S. Schön und C. Riedel
Klinik für Innere Medizin II, HELIOS Klinikum Pirna
Eine 71-jährige Patientin wurde mit Dyspnoe bei COPD eingewiesen. Unter antibiotischer und antiobstruktiver Therapie sowie nichtinvasiver Ventilation wurde keine wesentliche Besserung erzielt. Bronchoskopisch bestand der Verdacht auf eine Fremdkörperaspiration. Vor einer CT des Thorax wurde die Patientin intubiert. Beim Umlagern auf den CT-Tisch kam es zu kräftigem Husten, und eine Ventilation war aufgrund einer im distalen Ende des Tubus impaktierten Erdnuss nicht mehr möglich. Die anschließende CT zeigte einen weiteren Fremdkörper im Bronchus intermedius. Bronchoskopisch wurde eine Erdnuss geborgen. Die Patientin konnte rasch extubiert werden, war im weiteren Verlauf stabil und letztendlich auf der Stationsebene mobil. Dieser Fall verdeutlicht, dass eine Bronchoskopie bei Patienten mit einer exazerbierten COPD und ausbleibender Besserung sinnvoll ist, um behebbare Ursachen zu identifizieren – in der Regel dürfte dies aber Sekretverhalt sein. Bei Patienten mit einer Fremdkörperaspiration sollte zudem an die Möglichkeit einer Mobilisation des Fremdkörpers mit konsekutiver Obstruktion des Beatmungszugangs gedacht werden.
*Basiert auf einem Vortrag im Rahmen des DGP-Kongresses 2017Correspondence to:
Dr. med. Jan Torben Fischer
Klinik für Innere Medizin II
HELIOS-Klinikum Pirna GmbH
Struppener Straße 13
01796 Pirna
Email: [email protected]
Positionspapier
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
ARIA guideline 2019: treatment of allergic rhinitis in the German health system
L. Klimek, C. Bachert, O. Pfaar, S. Becker, T. Bieber, R. Brehler, R. Buhl, I. Casper, A. Chaker, W. Czech, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, K. Hörmann, T. Jakob, K. Jung, M.V. Kopp, V. Mahler, H. Merk, N. Mülleneisen, K. Nemat, U. Rabe, J. Ring, J. Saloga, W. Schlenter, C. Schmidt-Weber, H. Seyfarth, A. Sperl, T. Spindler, P. Staubach, S. Strieth, R. Treudler, C. Vogelberg, A. Wallrafen, W. Wehrmann, H. Wrede, T. Zuberbier, A. Bedbrook, G.W. Canonica, V. Cardona, T.B. Casale, W. Czarlewski, W.J. Fokkens, E. Hamelmann, P.W. Hellings, M. Jutel, D. Larenas-Linnemann, J. Mullol, N.G. Papadopoulos, S. Toppila- Salmi, T. Werfel und J. Bousquet
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 43 - 72
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 2/2020, S. 43-72
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
L. Klimek1, C. Bachert2, O. Pfaar3, S. Becker4, T. Bieber5, R. Brehler6, R. Buhl7, I. Casper1, A. Chaker8, W. Czech9, J. Fischer10, T. Fuchs11, M. Gerstlauer12, K. Hörmann13, T. Jakob14, K. Jung15, M.V. Kopp16, V. Mahler17, H. Merk18, N. Mülleneisen19, K. Nemat20, U. Rabe21, J. Ring22, J. Saloga23, W. Schlenter24, C. Schmidt-Weber25, H. Seyfarth26, A. Sperl1, T. Spindler27, P. Staubach23, S. Strieth28, R. Treudler29, C. Vogelberg30, A. Wallrafen31, W. Wehrmann32, H. Wrede33, T. Zuberbier34, A. Bedbrook35, G.W. Canonica36, V. Cardona37, T.B. Casale38, W. Czarlewski39, W.J. Fokkens40, E. Hamelmann41, P.W. Hellings42, M. Jutel43, D. Larenas-Linnemann44, J. Mullol45, N.G. Papadopoulos46, S. Toppila-Salmi47, T. Werfel48 und J. Bousquet49
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 2Forschungslabor für obere Atemwege und Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universität Gent und Universitätsklinikum Gent, Belgien; Abteilung für HNO-Erkrankungen, CLINTEC, Karolinska-Institut, Universität Stockholm, Schweden, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, 4Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universität Bonn, Christine Kühne – Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-CARE) Davos-Augsburg-Bonn-St. Gallen-Zürich, St. Gallen, Schweiz, 6Klinik für Allergologie, Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, Münster, 7Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mainz, 8Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Klinikum rechts der Isar, Technische Universität und Helmholtz- Zentrum München, 9Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 10Klinik für Dermatologie, Eberhard Karls Universität Tübingen, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 12Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 13Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Mannheim, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Campus Gießen, Justus-Liebig- Universität, Gießen, 15Gemeinschaftspraxis für Dermatologie, Erfurt, 16Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Lungenzentrums (DZL), Lübeck, 17Med. Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 19Asthma- und Allergiezentrum, Leverkusen, 20Klinik für Pädiatrie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 21Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 22Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München; Christine Kühne-Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-Care), Davos, Schweiz, 23Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 24Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Universität zu Lübeck, 25Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität München und Helmholtz-Zentrum München, 26Vorsitzender des Apothekenverbandes in Hessen, Hessischer Apothekerverband, Offenbach, 27Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Lungenzentrum Süd-West, Wangen im Allgäu, 28Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Mainz, 29Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipziger interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA, Leipzig, 30Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin, Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, 31Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB, Mönchengladbach, 32Dermatologische Gemeinschaftspraxis, Münster, 33Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 35MACVIAFrance, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 36Allergie und Atemwegserkrankungen, DIMI, Universität Genua, Italien, 37Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Vall d‘Hebron, Barcelona, Spanien, 38Abteilung für Allergie und Immunologie, University of South Florida, Tampa, Florida, USA, 39Medizinische Beratung Czarlewski, Levallois, Frankreich, 40Abteilung Otorhinolaryngologie, Akademische Medizinische Zentren, Amsterdam, Niederlande, 41Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Bielefeld, 42Klinik für Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde, Universitätskliniken Leuven, Belgien, 43Klinik für klinische Immunologie, Medizinische Universität Wroclaw und medizinisches Forschungsinstitut „ALL-MED“, Wroclaw (Breslau), Polen, 44Krankenhaus Médica Sur, México City, México, 45Unitat de Rinologia i Clínica de l‘Olfacte, Servei d‘ORL, Universitat de Barcelona, Klinische und experimentelle respiratorische Immunallergie, IDIBAPS, CIBERES, Barcelona, Spanien, 46Abteilung für Allergie, 2. Kinderklinik, Universität Athen, Griechenland, 47Haartman-Institut, Universität Helsinki, Finnland, 48Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 49MACVIA-LR CHU, Montpellier, Frankreich
Hintergrund: Die Anzahl der von Allergien betroffenen Patienten nimmt weltweit zu. Hiermit gehen erhebliche Kosten für die Gesundheits- und Sozialsysteme durch allergische Erkrankungen einher. Integrierte Versorgungskonzepte sind erforderlich, die innerhalb der nationalen Gesundheitssysteme eine umfassende Versorgung ermöglichen. Die ARIA-Initiative entwickelt international gültige Leitlinien für allergische Atemwegserkrankungen.
Methoden: ARIA dient der verbesserten Versorgung von Patienten mit Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen. In Zusammenarbeit mit anderen internationalen Initiativen, nationalen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen im Bereich Allergien und Atemwegserkrankungen wurde eine realitätsnahe, integrative Versorgungsleitlinie („integrated care pathways“, ICPs) für eine digital unterstützte, integrative, individualisierte Behandlung von allergischer Rhinitis (AR) mit komorbidem Asthma entwickelt, die in der vorliegenden Arbeit auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen wird.
Ergebnisse: Die vorliegende ICP-Versorgungsleitlinie umfasst wesentliche Bereiche der Versorgung von Patienten mit AR mit und ohne Asthma einschließlich der Sicht von Patienten und weiterer versorgungsnaher Gesundheitsdienstleister.
Diskussion: Eine umfassende ICP-Leitlinie kann die Versorgungsrealität wesentlich besser abbilden als herkömmliche Leitlinienmodelle.
Erstpublikation in Klimek L, Bachert C, Pfaar O et al. Allergo J Int. 2019; 28: 255-276.
https://doi.org/10.1007/s40629-019-00110-9Correspondence to:
Prof. Dr. Jean Bousquet
Centre Hospitalier Régional Universitaire de Montpellier (CHU)
371 Avenue du Doyen Gaston Giraud
34295 Montpellier Cedex 5, Frankreich
Email: [email protected]
Guideline
Update of the S2k guideline on the management of IgE-mediated food allergies
Margitta Worm, Imke Reese, Barbara Ballmer-Weber, Kirsten Beyer, Stephan C. Bischoff, Barbara Bohle, Knut Brockow, Martin Claßen, Peter J. Fischer, Eckard Hamelmann, Uta Jappe, Jörg Kleine-Tebbe, Ludger Klimek, Berthold Koletzko, Lars Lange, Susanne Lau, Ute Lepp, Vera Mahler, Katja Nemat, Martin Raithel, Joachim Saloga, Christiane Schäfer, Sabine Schnadt, Jens Schreiber, Zsolt Szépfalusi, Regina Treudler, Martin Wagenmann, Thomas Werfel, and Torsten Zuberbier
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Volume 5 (2021) p. 195 - 243
Abstract
Allergologie select, Vol. 5/2021 (195-243)
Update of the S2k guideline on the management of IgE-mediated food allergies
Margitta Worm1, Imke Reese2, Barbara Ballmer-Weber3, Kirsten Beyer4, Stephan C. Bischoff5, Barbara Bohle6, Knut Brockow7, Martin Claßen8, Peter J. Fischer9, Eckard Hamelmann10, Uta Jappe11#12, Jörg Kleine-Tebbe13, Ludger Klimek14, Berthold Koletzko15, Lars Lange16, Susanne Lau4, Ute Lepp17, Vera Mahler18, Katja Nemat19, Martin Raithel20, Joachim Saloga21, Christiane Schäfer22, Sabine Schnadt23, Jens Schreiber24, Zsolt Szépfalusi25, Regina Treudler26, Martin Wagenmann27, Thomas Werfel28, and Torsten Zuberbier29
1Allergology and Immunology, Department of Dermatology, Venereology, and Allergology, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Germany, 2Nutritional Counseling and Therapy, Focus on Allergology, Munich, Germany, 3University Hospital Zurich, Department of Dermatology, Zurich, Switzerland, and Cantonal Hospital St. Gallen, Department of Dermatology and Allergology, St. Gallen, Switzerland, 4Clinic of Pediatrics m. S. Pneumology, Immunology and Intensive Care Medicine, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Germany, 5Institute of Nutritional Medicine and Prevention, University of Hohenheim, Stuttgart, Germany, 6Institute of Pathophysiology and Allergy Research, Center for Pathophysiology, Infectiology and Immunology, Medical University of Vienna, Austria, 7Department of Dermatology and Allergology, Biederstein, Klinikum rechts der Isar, Technical University of Munich, Germany, 8Klinik für Kinder und Jugendmedizin/Päd. Intensivmedizin, Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess Klinikum Bremen-Mitte, 9Practice for Pediatric and Adolescent Medicine m. S. Allergology and Pediatric Pneumology, Schwäbisch Gmünd, 10University Clinic for Pediatric and Adolescent Medicine, Evangelisches Klinikum Bethel gGmbH, Bielefeld, 11Research Group Clinical and Molecular Allergology, Research Center Borstel, Airway Research Center North (ARCN), member of the German Center for Lung Research (DZL), Borstel, 12Interdisciplinary Allergy Outpatient Clinic, Medical Clinic III, University Hospital Schleswig-Holstein, Lübeck, 13Allergy and Asthma Center Westend, Berlin, 14Center for Rhinology and Allergology, Wiesbaden, 15Pediatric Clinic and Pediatric Polyclinic, Dr. von Haunersches Kinderspital, Department of Metabolic and Nutritional Medicine, Ludwig-Maximilians-University, Munich, 16Pediatric and Adolescent Medicine, St.- Marien-Hospital, Bonn, 17Practice for Pulmonary Medicine and Allergology, Buxtehude, 18Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 19Practice for Pediatric Pneumology/Allergology at the Children’s Center Dresden (Kid), Dresen, 20Medical Clinic II, Malteser Waldkrankenhaus, Erlangen, 21Department of Dermatology, University Medical Center, Johannes Gutenberg-University Mainz, 22Nutritional Therapy, Focus on Allergology and Gastroenterology, Schwarzenbek, Germany, 23German Allergy and Asthma Association, Mönchengladbach, Germany, 24Pneumology, University Hospital of Otto von Guericke University, Magdeburg, Germany, 25University Hospital for Pediatrics and Adolescent Medicine, Medical University of Vienna, Austria, 26Clinic of Dermatology, Venereology and Allergology, University Medical Center Leipzig, Germany, 27Nose and Throat Clinic, University Hospital Düsseldorf, Germany, 28Clinic of Dermatology, Allergology and Venerology, Hannover Medical School, Germany, and 29Department of Dermatology, Venerology and Allergology, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. Margitta Worm, Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie, und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie
Update Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien – S2k-Leitline der DGAKI
Update of the guideline on the management of IgE-mediated food allergies – S2k-Guideline of the DGAKI
M. Worm, I. Reese, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, B. Bohle, K. Brockow, M. Claßen, P.J. Fischer, E. Hamelmann, U. Jappe, J. Kleine- Tebbe, L. Klimek, B. Koletzko, L. Lange, S. Lau, U. Lepp, V. Mahler, K. Nemat, M. Raithel, J. Saloga, C. Schäfer, S. Schnadt, J. Schreiber, Z. Szépfalusi, R. Treudler, M. Wagenmann, T. Werfel und T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 488 - 541
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 7/2021, S. 488-541 © 2021
Update Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien – S2k-Leitline der DGAKI
M. Worm1, I. Reese2, B. Ballmer-Weber3, K. Beyer4, S.C. Bischoff5, B. Bohle6, K. Brockow7, M. Claßen8, P.J. Fischer9, E. Hamelmann10, U. Jappe11#12, J. Kleine- Tebbe13, L. Klimek14, B. Koletzko15, L. Lange16, S. Lau4, U. Lepp17, V. Mahler18, K. Nemat19, M. Raithel20, J. Saloga21, C. Schäfer22, S. Schnadt23, J. Schreiber24, Z. Szépfalusi25, R. Treudler26, M. Wagenmann27, T. Werfel28 und T. Zuberbier29
1Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München, 3Universitätsspital Zürich, Dermatologische Klinik, Zürich, und Kantonsspital St. Gallen, Klinik für Dermatologie und Allergologie, St. Gallen, Schweiz, 4Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 5Institut für Ernährungsmedizin und Prävention, Universität Hohenheim, Stuttgart, 6Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien, Österreich, 7Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, 8Klinik für Kinder und Jugendmedizin/Päd. Intensivmedizin, Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess Klinikum Bremen-Mitte, 9Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 10Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Evangelisches Klinikum Bethel gGmbH, Bielefeld, 11Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie, Forschungszentrum Borstel, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), Borstel, 12Interdisziplinäre Allergie-Ambulanz, Medizinische Klinik III, Universitätsklinikum Schleswig- Holstein, Lübeck, 13Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 14Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 15Kinderklinik und Kinderpoliklinik, Dr. von Haunersches Kinderspital, Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin, Ludwig- Maximilians-Universität, München, 16Kinder- und Jugendmedizin, St.-Marien-Hospital, Bonn, 17Praxis für Lungenheilkunde und Allergologie, Buxtehude, 18Paul-Ehrlich-Institut, Langen, 19Praxis für Kinderpneumologie/Allergologie am Kinderzentrum Dresden (Kid), Dresden, 20Medizinische Klinik II, Malteser Waldkrankenhaus, Erlangen, 21Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 22Ernährungstherapie, Schwerpunkt Allergologie & Gastroenterologie, Schwarzenbek, 23Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 24Pneumologie, Universitätsklinikum der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, 25Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 26Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, 27Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 28Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 29Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Worm M, Reese I, Ballmer-Weber B, Beyer K, Bischoff SC, Bohle B, Brockow K, Claßen M, Fischer PJ, Hamelmann E, Jappe U, Kleine-Tebbe J, Klimek L, Koletzko B, Lange L, Lau S, Lepp U, Mahler V, Nemat K, Raithel M, Saloga J, Schäfer C, Schnadt S, Schreiber J, Szépfalusi Z, Treudler R, Wagenmann M, Werfel T, Zuberbier T. Update of the SK2 guideline on the management of IgE-mediated food allergies. Allergologie select. 2021; 5: 195-243. DOI 10.5414/ALX02257E.Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. M. Worm
Allergologie und Immunologie
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
corporate member of Freie Universität Berlin and
Humboldt-Universität zu Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Guideline
Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases
Oliver Pfaar, Tobias Ankermann, Matthias Augustin, Petra Bubel, Sebastian Böing, Randolf Brehler, Peter A. Eng, Peter J. Fischer, Michael Gerstlauer, Eckard Hamelmann, Thilo Jakob, Jörg Kleine-Tebbe, Matthias Volkmar Kopp, Susanne Lau, Norbert Mülleneisen, Christoph Müller, Katja Nemat, Wolfgang Pfützner, Joachim Saloga, Klaus Strömer, Peter Schmid-Grendelmeier, Antje Schuster, Gunter Johannes Sturm, Christian Taube, Zsolt Szépfalusi, Christian Vogelberg, Martin Wagenmann, Wolfgang Wehrmann, Thomas Werfel, Stefan Wöhrl, Margitta Worm, and Bettina Wedi
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Volume 6 (2022) p. 167 - 232
Abstract
Allergologie select, Vol. 6/2022 (167-232)
Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases
Oliver Pfaar1, Tobias Ankermann2, Matthias Augustin3, Petra Bubel4, Sebastian Böing5, Randolf Brehler6, Peter A. Eng7, Peter J. Fischer8, Michael Gerstlauer9, Eckard Hamelmann10, Thilo Jakob11, Jörg Kleine-Tebbe12, Matthias Volkmar Kopp13, Susanne Lau14, Norbert Mülleneisen15, Christoph Müller16, Katja Nemat17,18, Wolfgang Pfützner19, Joachim Saloga20, Klaus Strömer21, Peter Schmid-Grendelmeier22, Antje Schuster23, Gunter Johannes Sturm24, Christian Taube25, Zsolt Szépfalusi26, Christian Vogelberg27, Martin Wagenmann28, Wolfgang Wehrmann29, Thomas Werfel30, Stefan Wöhrl31, Margitta Worm32, and Bettina Wedi30
1Department of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, Section of Rhinology and Allergy, University Hospital Marburg, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 2Department of Pediatrics, Städtisches Krankenhaus Kiel, Kiel, 3Institute for Health Services Research in Dermatology and Nursing, University Medical Center Hamburg, Hamburg, 4ENT practice Dr. Bubel, Eisleben, 5Specialized Practice in Pneumology, Allergology and Sleep Medicine, Düsseldorf/Meerbusch, 6Department of Dermatology, University Hospital Münster, Münster, Germany, 7Section of Pediatric Pulmonology and Allergy Children’s Hospital, Aarau, Switzerland, 8Practice for Pediatric and Adolescent Medicine m.S. Allergology and Pediatric Pneumology, Schwäbisch Gmünd, 9Paediatric Pulmonology and Allergology, University Medical Center Augsburg, Augsburg, 10Department of Paediatrics, Children‘s Center Bethel, University Bielefeld, Bielefeld, 11Department of Dermatology and Allergology, University Medical Center, Justus Liebig University Gießen, Gießen, 12Allergy & Asthma Center Westend, Outpatient Clinic & Research Center, Berlin, Germany, 13Department of Paediatrics, Inselspital, Bern University Hospital, University of Bern, Bern, Switzerland, 14Charité Universitätsmedizin Berlin, Pediatric Respiratory Medicine, Immunology and Critical Care Medicine, Berlin, 15Asthma-Allergiezentrum Leverkusen, 16Medical Center – University of Freiburg, Center for Pediatrics, Department of General Pediatrics, Adolescent Medicine and Neonatology, Freiburg, 17Pediatric Pneumology and Allergology (medical practice), Children’s Center Dresden-Friedrichstadt (Kid), Dresden, 18University AllergyCenter Dresden, University Hospital Dresden (UKD), Dresden, 19Department of Dermatology and Allergology, University Clinic, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 20Department of Dermatology, University Medical Center, Johannes Gutenberg-University, Mainz, 21Private Office Dermatology, Ahaus, Germany, 22Allergy Unit, Dept. Of Dermatology, University Hospital of Zurich, Zurich, Switzerland, 23Department of Pediatrics, Düsseldorf University Hospital, Düsseldorf, Germany, 24Department of Dermatology and Venerology, Medical University of Graz, Allergy Outpatient Clinic Reumannplatz, Vienna, Austria, 25Department of Pulmonary Medicine, University Hospital Essen – Ruhrlandklinik, Essen, Germany, 26Department of Pediatrics and Adolescent Medicine, Division of Pediatric Pulmonology, Allergology and Endocrinology, Comprehensive Center Pediatrics, Medical University of Vienna, Vienna, Austria, 27Department of Pediatric Pneumology and Allergology, University Hospital Carl Gustav Carus Dresden, Technical, University Dresden, Dresden, 28Department of Otorhinolaryngology (HNO-Klinik), Düsseldorf University Hospital (UKD), Düsseldorf, 29MVZ Dermatology and Dermatological Surgery Münster, Münster, 30Department of Dermatology & Allergy, Comprehensive Allergy Center, Hannover Medical School, Hannover, Germany, 31Floridsdorf Allergy Center (FAZ), Vienna, Austria, 32Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt-Universität zu Berlin, Department of Dermatology and Allergy, Berlin
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar, Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Baldingerstraße, 35043 Marburg
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar, T. Ankermann, M. Augustin, P. Bubel, S. Böing, R. Brehler, P.A. Eng, P.J. Fischer, M. Gerstlauer, E. Hamelmann, T. Jakob, J. Kleine-Tebbe, M.V. Kopp, S. Lau, N. Mülleneisen, C. Müller, K. Nemat, W. Pfützner, J. Saloga, K. Strömer, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, G.J. Sturm, C. Taube, Z. Szépfalusi, C. Vogelberg, M. Wagenmann, W. Wehrmann, T. Werfel, S. Wöhrl, M. Worm und B. Wedi
Jahrgang 45 (2022) p. 643 - 702
Abstract
Allergologie, Jahrgang 45, Nr. 9/2022, S. 643-702
Leitlinie zur Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1, T. Ankermann2, M. Augustin3, P. Bubel4, S. Böing5, R. Brehler6, P.A. Eng7, P.J. Fischer8, M. Gerstlauer9, E. Hamelmann10, T. Jakob11, J. Kleine-Tebbe12, M.V. Kopp13, S. Lau14, N. Mülleneisen15, C. Müller16, K. Nemat17,18, W. Pfützner19, J. Saloga20, K. Strömer21, P. Schmid-Grendelmeier22, A. Schuster23, G.J. Sturm24, C. Taube25, Z. Szépfalusi26, C. Vogelberg27, M. Wagenmann28, W. Wehrmann29, T. Werfel30, S. Wöhrl31, M. Worm32 und B. Wedi30
1Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps Universität Marburg, Marburg, 2Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH, Kiel, 3Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, 4HNO Praxis Dr. Bubel, Lutherstadt Eisleben, 5Schwerpunktpraxis Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Schlafmedizin Düsseldorf/Meerbusch, Standort Meerbusch, Meerbusch, 6Universitätsklinikum Münster, Klinik für Hautkrankheiten, Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Münster, 7Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Löwenpraxis Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpulmologie und -allergologie, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, 10Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, Bielefeld, 11Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen (UKGM), Justus Liebig Universität Gießen, Gießen, 12Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern, Universität Bern, Bern, Schweiz, 14Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 15Asthma und Allergiezentrum Leverkusen, Leverkusen, 16Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg, Freiburg, 17Pädiatrische Pneumologie und Allergologie (Arztpraxis), Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt (Kid), Dresden, 18Universitäts AllergieCentrum Dresden, Universitätsklinikum Dresden (UKD), Dresden, 19Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Marburg, 20Hautklinik, Universitätsmedizin, Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Mainz, 21Dermatologische Privatpraxis, Ahaus, 22Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz, 23Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 24Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, Österreich; Allergieambulatorium Reumannplatz, Wien, Österreich, 25Klinik für Pneumologie, Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, Essen, 26Klinische Abteilung für Pädiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Universitäts Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich, 27Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dresden, 28Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf, 29MVZ Dermatologie und Dermatochirurgie, Münster, 30Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 31Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 32Allergologie und Immunologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité Campus Mitte, Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Pfaar O, et al. Guideline on allergen immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases. Allergol Select. 2022; 6: 167-232. DOI 10.5414/ALX02331ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Standort Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie
Diagnosis and treatment of Hymenoptera venom allergy
F. Ruëff, A. Bauer, S. Becker, R. Brehler, K. Brockow, A.M. Chaker, U. Darsow, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, S. Gernert, E. Hamelmann, W. Hötzenecker, L. Klimek, L. Lange, H. Merk, N.K. Mülleneisen, I. Neustädter, W. Pfützner, W. Sieber, H. Sitter, C. Skudlik, R. Treudler, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und T. Jakob
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2023) p. 649 - 689
Abstract
Allergologie, Jahrgang 46, Nr. 10/2023, S. 649-689
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie
F. Ruëff1, A. Bauer2, S. Becker3, R. Brehler4, K. Brockow5, A.M. Chaker6, U. Darsow5, J. Fischer7, T. Fuchs8, M. Gerstlauer9, S. Gernert10, E. Hamelmann11, W. Hötzenecker12, L. Klimek13, L. Lange10, H. Merk14, N.K. Mülleneisen15, I. Neustädter16, W. Pfützner17, W. Sieber18, H. Sitter19, C. Skudlik20, R. Treudler21, B. Wedi22, S. Wöhrl23, M. Worm24 und T. Jakob25
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technischen Universität Dresden, 3Universität HNO-Klinik, Tübingen, 4Klinik für Hautkrankheiten, Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, 5Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 6Universität HNO-Klinik, Technische Universität München, 7Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum Oldenburg, 8Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, 9Klinik für Kinder und Jugendliche, Universitätsklinikum Augsburg, 10Abteilung für Pädiatrie, St. Marien- Hospital, GFO Kliniken, Bonn, 11Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, 12Med Campus III, Kepler Universitätsklinikum GmbH, Linz, Österreich, 13Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen, 15Asthma-Allergiezentrum, Leverkusen, 16Cnopfsche Kinderklinik, Nürnberg, 17Klinik für Dermatologie und Allergologie, UKGM Standort Marburg, Philipps-Universität Marburg, 18Krankenhaus Wörth an der Donau, 19Institut für Theoretische Chirurgie, Philipps-Universität Marburg, 20Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück und BG Klinikum Hamburg, Osnabrück und Hamburg, 21Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 22Comprehensive Allergy Center, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 23Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 24Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Berlin, 25Klinik für Dermatologie und Allergologie, UKGM Standort Gießen, Justus Liebig Universität Gießen
Bei einem Stich von Hymenopteren (Blattflügler) wie zum Beispiel Bienen oder Wespen wird Hymenopterengift (HG) in die Haut injiziert. Einige Bestandteile der HGe sind potenzielle Allergene und können bei entsprechend sensibilisierten Individuen verstärkte lokale und/oder systemische allergische Reaktionen (SAR) verursachen. Etwa 3% der Allgemeinbevölkerung entwickeln im Lauf ihres Lebens SAR nach einem Hymenopterenstich. Diese Leitlinie stellt das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei SAR nach einem Hymenopterenstich dar. Nach einer verstärkten lokalen Reaktion ist i. d. R. zwar eine symptomatische Therapie, jedoch keine spezifische Diagnostik oder eine Allergen-Immuntherapie mit HG (HG-AIT) erforderlich. Nach einer SAR sollen in der Anamnese mögliche Risikofaktoren für häufigere Stichereignisse und für schwerer verlaufende anaphylaktische Reaktionen erfasst werden. Für schwerere Reaktionen stellen Mastzellerkrankungen und vor allem im Kindesalter unkontrolliertes Asthma die wichtigsten Risikofaktoren dar. Daher sollen ab einer über die Haut hinausgehenden SAR (gemäß Klassifikation nach Ring und Messmer > Schweregrad I) zur Erfassung einer möglichen Mastozytose eine Bestimmung der basalen Serumtryptase und eine Hautinspektion erfolgen. Nach Asthmasymptomen soll gezielt gefragt werden. Der Nachweis einer HG-Sensibilisierung erfolgt mittels Bestimmung von spezifischen IgE-Antikörpern (sIgE) gegen Bienen- und/oder Wespengift bzw. deren Komponenten, gegebenenfalls auch gegen andere Gifte. Bei negativen Testergebnissen, die weniger als 2 Wochen nach der Stichreaktion erhoben wurden, sollen die Tests wiederholt werden (frühestens ab 4 – 6 Wochen nach der Stichreaktion). Wurde primär nur die Bestimmung von sIgE gegen die Gesamtgiftextrakte vorgenommen, soll bei Doppelsensibilisierung oder einem nicht plausiblen Ergebnis eine Testung von sIgE gegen die verschiedenen Giftkomponenten erfolgen. Hauttests können unterbleiben, wenn mit In-vitro-Verfahren bereits eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Kann weder mittels Labordiagnostik noch mittels Hauttests eine therapierelevante Entscheidung getroffen werden, können gegebenenfalls zusätzlich zelluläre Tests durchgeführt werden. Die Therapie einer HG-Allergie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und eine HG-AIT. Nach einer SAR vom Schweregrad I und wenn keine sonstigen Risikofaktoren für häufigere Stiche oder schwerere Verläufe einer Anaphylaxie vorliegen, sind weder die Verordnung eines Adrenalin-Autoinjektors (AAI) noch die Durchführung einer HG-AIT erforderlich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch bei vorangegangener SAR vom Schweregrad I eine AIT vorgenommen werden, zum Beispiel bei zusätzlichen Risikofaktoren oder Einschränkung der Lebensqualität durch eine unterlassene HG-AIT. Kontraindikationen der HG-AIT sind zu beachten, wobei sie in begründeten Einzelfällen unter Abwägung von Nutzen und Risiko dennoch erfolgen kann. Die Anwendung von Betablockern und ACE-Hemmern stellen keine Kontraindikation für die Durchführung einer HG-AIT dar. Die Patienten sollten über mögliche Interaktionen aufgeklärt werden. Für die HG-AIT soll der Giftextrakt verwendet werden, der gemäß der Anamnese und der Ergebnisse der allergologischen Diagnostik krankheitsursächlich war. Ist bei Doppel-Sensibilisierung und unklarer Anamnese hinsichtlich des Auslösers auch mit zusätzlichen diagnostischen Verfahren keine Festlegung auf das krankheitsursächliche Gift möglich, soll eine HG-AIT mit beiden Giftextrakten erfolgen. Die Standarderhaltungsdosis der HG-AIT beträgt 100 µg HG. Bei Bienengiftallergie und erhöhtem Stichrisiko oder dem Risiko für besonders schwere Anaphylaxie kann bei Erwachsenen ab Beginn eine Erhaltungsdosis von 200 µg erwogen werden. Die Gabe eines nicht sedierenden H1-blockierenden Antihistaminikums zur Minderung von Nebenwirkungen ist möglich. Die Erhaltungsdosis sollte im 1. Jahr im Abstand von 4 Wochen und, unter Berücksichtigung der Herstellerinformationen je nach verwendetem Präparat ab dem 2. Jahr alle 5 – 6 Wochen erfolgen, bei Verwendung eines Depotpräparats kann ab dem 3. Jahr das Intervall auf 8 Wochen ausgedehnt werden. Im Falle bedeutsamer wiederholt auftretender Systemreaktionen im Zuge der HG-AIT sollen diese Reaktion begünstigende Ko-Faktoren ermittelt und ausgeschaltet werden. Ist dieses nicht möglich oder liegen keine entsprechenden Ko-Faktoren vor, ist eine präventive Gabe eines H1-blockierenden Antihistaminikum nicht wirksam und hat eine Höherdosierung der HG-AIT nicht eine Verträglichkeit der HG-AIT bewirkt, sollte eine begleitende Behandlung mit einem Anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) im Rahmen eines Off-label-use vorgenommen werden. Unter stationärer Überwachung und Notfallbereitschaft vorzunehmende Stichprovokationen zur Überprüfung des Therapieerfolges können aus Praktikabilitätsgründen nur wenigen Patienten angeboten werden. Voraussetzung dafür ist, dass die HG-AIT in der geplanten Erhaltungsdosis vertragen wird. Wenn unter Anwendung eines ACE-Hemmers ein Therapieversagen evident ist, sollte das Absetzen des ACE-Hemmers erwogen werden. Bei fehlender Toleranzinduktion soll eine Erhöhung der Erhaltungsdosis auf 200 µg bis maximal 400 µg, bei Kindern maximal 200 µg HG erfolgen. Falls sich auch durch eine Erhöhung der Erhaltungsdosis kein ausreichender Schutz erreichen lässt und Risikofaktoren für eine schwere Verlaufsform der Anaphylaxie nach Stich bestehen, sollte während der relevanten Insektenflugzeit eine Komedikation mit einem Anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) im Rahmen eines Off-label-use erwogen werden. Bei Patienten ohne besondere Risikokonstellationen kann die HG-AIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern die Erhaltungstherapie ohne wiederholte anaphylaktische Nebenwirkungen vertragen wurde. Eine längere bzw. dauerhafte HG-AIT kann erwogen werden u. a. bei Vorliegen einer Mastozytose, Z. n. Herz-/Kreislauf- oder Atemstillstand aufgrund eines Hymenopterenstichs (Schweregrad IV) oder anderen besonderen Konstellationen für ein erhöhtes individuelles Risiko erneuter und/oder schwerer SAR (zum Beispiel hereditäre Alpha-Tryptasämie). Bei stark erhöhter, nicht vermeidbarer Insektenexposition kann bei Erwachsenen die HG-AIT bis zum Ende des intensiven Kontaktes erfolgen. Auf die Verordnung eines AAI kann bei Patienten mit Anamnese eines SAR Schweregrad I bzw. II und fehlendem Vorliegen von Risikofaktoren verzichtet werden, wenn die Erhaltungsdosis einer HG-AIT erreicht und vertragen wurde, ebenso nach Beendigung einer HG-AIT. Bei Patienten mit SAR Schweregrad > III oder bei Patienten mit SAR Schweregrad II und zusätzlichen Risikofaktoren für ein Nicht-Ansprechen auf die HG-AIT oder eine erneute schwere Stichreaktion, sollen diese sowohl während als auch nach Ende der HG-AIT ein Notfallset mit AAI mitführen.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
Ruëff F, Bauer A, Becker S, Brehler R, Brockow K, Chaker AM, Darsow U, Fischer J, Fuchs T, Gerstlauer M, Gernert S, Hamelmann E, Hötzenecker W, Klimek L, Lange L, Merk H, Mülleneisen NK, Neustädter I, Pfützner W, Sieber W, Sitter H, Skudlik C, Treudler R, Wedi B, Wöhrl S, Worm M, Jakob T. Diagnosis and treatment of Hymenoptera venom allergy. Allergol Select. 2023; 7: 154-190.
DOI 10.5414/ALX02430ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Franziska Ruëff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Klinikum der Universität München
Frauenlobstraße 9-11
80337 München
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie
Diagnosis and treatment of Hymenoptera venom allergy
F. Ruëff, A. Bauer, S. Becker, R. Brehler, K. Brockow, A.M. Chaker, U. Darsow, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, S. Gernert, E. Hamelmann, W. Hötzenecker, L. Klimek, L. Lange, H. Merk, N.K. Mülleneisen, I. Neustädter, W. Pfützner, W. Sieber, H. Sitter, C. Skudlik, R. Treudler, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und T. Jakob
Jahrgang 72 (2024) p. 16 - 55
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 72, Nr. 1/2024, S. 16-55
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie
F. Ruëff1, A. Bauer2, S. Becker3, R. Brehler4, K. Brockow5, A.M. Chaker6, U. Darsow5, J. Fischer7, T. Fuchs8, M. Gerstlauer9, S. Gernert10, E. Hamelmann11, W. Hötzenecker12, L. Klimek13, L. Lange10, H. Merk14, N.K. Mülleneisen15, I. Neustädter16, W. Pfützner17, W. Sieber18, H. Sitter19, C. Skudlik20, R. Treudler21, B. Wedi22, S. Wöhrl23, M. Worm24 und T. Jakob25
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technischen Universität Dresden, 3Universität HNO-Klinik, Tübingen, 4Klinik für Hautkrankheiten, Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, 5Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 6Universität HNO-Klinik, Technische Universität München, 7Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum Oldenburg, 8Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, 9Klinik für Kinder und Jugendliche, Universitätsklinikum Augsburg, 10Abteilung für Pädiatrie, St. Marien- Hospital, GFO Kliniken, Bonn, 11Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Zentrum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Universität Bielefeld, 12Med Campus III, Kepler Universitätsklinikum GmbH, Linz, Österreich, 13Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen, 15Asthma-Allergiezentrum, Leverkusen, 16Cnopfsche Kinderklinik, Nürnberg, 17Klinik für Dermatologie und Allergologie, UKGM Standort Marburg, Philipps-Universität Marburg, 18Krankenhaus Wörth an der Donau, 19Institut für Theoretische Chirurgie, Philipps-Universität Marburg, 20Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück und BG Klinikum Hamburg, Osnabrück und Hamburg, 21Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 22Comprehensive Allergy Center, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 23Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 24Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Berlin, 25Klinik für Dermatologie und Allergologie, UKGM Standort Gießen, Justus Liebig Universität Gießen
Bei einem Stich von Hymenopteren (Blattflügler) wie zum Beispiel Bienen oder Wespen wird Hymenopterengift (HG) in die Haut injiziert. Einige Bestandteile der HGe sind potenzielle Allergene und können bei entsprechend sensibilisierten Individuen verstärkte lokale und/oder systemische allergische Reaktionen (SAR) verursachen. Etwa 3% der Allgemeinbevölkerung entwickeln im Lauf ihres Lebens SAR nach einem Hymenopterenstich. Diese Leitlinie stellt das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei SAR nach einem Hymenopterenstich dar. Nach einer verstärkten lokalen Reaktion ist i. d. R. zwar eine symptomatische Therapie, jedoch keine spezifische Diagnostik oder eine Allergen-Immuntherapie mit HG (HG-AIT) erforderlich. Nach einer SAR sollen in der Anamnese mögliche Risikofaktoren für häufigere Stichereignisse und für schwerer verlaufende anaphylaktische Reaktionen erfasst werden. Für schwerere Reaktionen stellen Mastzellerkrankungen und vor allem im Kindesalter unkontrolliertes Asthma die wichtigsten Risikofaktoren dar. Daher sollen ab einer über die Haut hinausgehenden SAR (gemäß Klassifikation nach Ring und Messmer > Schweregrad I) zur Erfassung einer möglichen Mastozytose eine Bestimmung der basalen Serumtryptase und eine Hautinspektion erfolgen. Nach Asthmasymptomen soll gezielt gefragt werden. Der Nachweis einer HG-Sensibilisierung erfolgt mittels Bestimmung von spezifischen IgE-Antikörpern (sIgE) gegen Bienen- und/oder Wespengift bzw. deren Komponenten, gegebenenfalls auch gegen andere Gifte. Bei negativen Testergebnissen, die weniger als 2 Wochen nach der Stichreaktion erhoben wurden, sollen die Tests wiederholt werden (frühestens ab 4 – 6 Wochen nach der Stichreaktion). Wurde primär nur die Bestimmung von sIgE gegen die Gesamtgiftextrakte vorgenommen, soll bei Doppelsensibilisierung oder einem nicht plausiblen Ergebnis eine Testung von sIgE gegen die verschiedenen Giftkomponenten erfolgen. Hauttests können unterbleiben, wenn mit In-vitro-Verfahren bereits eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Kann weder mittels Labordiagnostik noch mittels Hauttests eine therapierelevante Entscheidung getroffen werden, können gegebenenfalls zusätzlich zelluläre Tests durchgeführt werden. Die Therapie einer HG-Allergie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und eine HG-AIT. Nach einer SAR vom Schweregrad I und wenn keine sonstigen Risikofaktoren für häufigere Stiche oder schwerere Verläufe einer Anaphylaxie vorliegen, sind weder die Verordnung eines Adrenalin-Autoinjektors (AAI) noch die Durchführung einer HG-AIT erforderlich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch bei vorangegangener SAR vom Schweregrad I eine AIT vorgenommen werden, zum Beispiel bei zusätzlichen Risikofaktoren oder Einschränkung der Lebensqualität durch eine unterlassene HG-AIT. Kontraindikationen der HG-AIT sind zu beachten, wobei sie in begründeten Einzelfällen unter Abwägung von Nutzen und Risiko dennoch erfolgen kann. Die Anwendung von Betablockern und ACE-Hemmern stellen keine Kontraindikation für die Durchführung einer HG-AIT dar. Die Patienten sollten über mögliche Interaktionen aufgeklärt werden. Für die HG-AIT soll der Giftextrakt verwendet werden, der gemäß der Anamnese und der Ergebnisse der allergologischen Diagnostik krankheitsursächlich war. Ist bei Doppel-Sensibilisierung und unklarer Anamnese hinsichtlich des Auslösers auch mit zusätzlichen diagnostischen Verfahren keine Festlegung auf das krankheitsursächliche Gift möglich, soll eine HG-AIT mit beiden Giftextrakten erfolgen. Die Standarderhaltungsdosis der HG-AIT beträgt 100 µg HG. Bei Bienengiftallergie und erhöhtem Stichrisiko oder dem Risiko für besonders schwere Anaphylaxie kann bei Erwachsenen ab Beginn eine Erhaltungsdosis von 200 µg erwogen werden. Die Gabe eines nicht sedierenden H1-blockierenden Antihistaminikums zur Minderung von Nebenwirkungen ist möglich. Die Erhaltungsdosis sollte im 1. Jahr im Abstand von 4 Wochen und, unter Berücksichtigung der Herstellerinformationen je nach verwendetem Präparat ab dem 2. Jahr alle 5 – 6 Wochen erfolgen, bei Verwendung eines Depotpräparats kann ab dem 3. Jahr das Intervall auf 8 Wochen ausgedehnt werden. Im Falle bedeutsamer wiederholt auftretender Systemreaktionen im Zuge der HG-AIT sollen diese Reaktion begünstigende Ko-Faktoren ermittelt und ausgeschaltet werden. Ist dieses nicht möglich oder liegen keine entsprechenden Ko-Faktoren vor, ist eine präventive Gabe eines H1-blockierenden Antihistaminikum nicht wirksam und hat eine Höherdosierung der HG-AIT nicht eine Verträglichkeit der HG-AIT bewirkt, sollte eine begleitende Behandlung mit einem Anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) im Rahmen eines Off-label-use vorgenommen werden. Unter stationärer Überwachung und Notfallbereitschaft vorzunehmende Stichprovokationen zur Überprüfung des Therapieerfolges können aus Praktikabilitätsgründen nur wenigen Patienten angeboten werden. Voraussetzung dafür ist, dass die HG-AIT in der geplanten Erhaltungsdosis vertragen wird. Wenn unter Anwendung eines ACE-Hemmers ein Therapieversagen evident ist, sollte das Absetzen des ACE-Hemmers erwogen werden. Bei fehlender Toleranzinduktion soll eine Erhöhung der Erhaltungsdosis auf 200 µg bis maximal 400 µg, bei Kindern maximal 200 µg HG erfolgen. Falls sich auch durch eine Erhöhung der Erhaltungsdosis kein ausreichender Schutz erreichen lässt und Risikofaktoren für eine schwere Verlaufsform der Anaphylaxie nach Stich bestehen, sollte während der relevanten Insektenflugzeit eine Komedikation mit einem Anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) im Rahmen eines Off-label-use erwogen werden. Bei Patienten ohne besondere Risikokonstellationen kann die HG-AIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern die Erhaltungstherapie ohne wiederholte anaphylaktische Nebenwirkungen vertragen wurde. Eine längere bzw. dauerhafte HG-AIT kann erwogen werden u. a. bei Vorliegen einer Mastozytose, Z. n. Herz-/Kreislauf- oder Atemstillstand aufgrund eines Hymenopterenstichs (Schweregrad IV) oder anderen besonderen Konstellationen für ein erhöhtes individuelles Risiko erneuter und/oder schwerer SAR (zum Beispiel hereditäre Alpha-Tryptasämie). Bei stark erhöhter, nicht vermeidbarer Insektenexposition kann bei Erwachsenen die HG-AIT bis zum Ende des intensiven Kontaktes erfolgen. Auf die Verordnung eines AAI kann bei Patienten mit Anamnese eines SAR Schweregrad I bzw. II und fehlendem Vorliegen von Risikofaktoren verzichtet werden, wenn die Erhaltungsdosis einer HG-AIT erreicht und vertragen wurde, ebenso nach Beendigung einer HG-AIT. Bei Patienten mit SAR Schweregrad > III oder bei Patienten mit SAR Schweregrad II und zusätzlichen Risikofaktoren für ein Nicht-Ansprechen auf die HG-AIT oder eine erneute schwere Stichreaktion, sollen diese sowohl während als auch nach Ende der HG-AIT ein Notfallset mit AAI mitführen.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Franziska Ruëff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Klinikum der Universität München
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