Extended Abstracts
Grußwort
E. Paditz und J. Bickhardt
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Jahrgang 31 p. 0 - -1
Abstract
E. Paditz und J. Bickhardt
Extended Abstracts
Schlaf und Atempumpeninsuffizienz
J. Bickhardt
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Jahrgang 31 p. 0 - -1
Bildgebende Verfahren in der Pneumologie
Vorwort
W. Matthiessen und J. Bickhardt
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Jahrgang 29 p. 491 - 490
Abstract
W. Matthiessen und J. Bickhardt
Bildgebende Verfahren in der Pneumologie
Insektengiftallergie
J. Bickhardt
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Jahrgang 29 p. 0 - -1
9. Herbsttagung der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie
Abklärung nach anaphylaktischen/ anaphylaktoiden Reaktionen
J. Bickhardt
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Jahrgang 33 p. 412 - 412
9. Herbsttagung der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie
Aussagefähigkeit von Lungenfunktionsuntersuchungen
J. Bickhardt
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Jahrgang 33 p. 437 - 439
Erweitertes Abstract
Eosinophile Lungenkrankheiten
J. Bickhardt
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Jahrgang 34 p. 460 - 463
Originalarbeit
Modellprojekt zur Tabakentwöhnung bei COPD-Patienten in Sachsen und Thüringen: Methodik und erste Ergebnisse
Model project for tobacco cessation for patients with COPD in Saxony and Thuringia: methodology and initial results
F.G. Loth, J. Bickhardt, T. Heindl und S. Mühlig
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Jahrgang 43 (2017) p. 276 - 287
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 6/2017, S. 276-287
Modellprojekt zur Tabakentwöhnung bei COPD-Patienten in Sachsen und Thüringen: Methodik und erste Ergebnisse
F.G. Loth1, J. Bickhardt2#3, T. Heindl2#4 und S. Mühlig1
1Institut für Psychologie, Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Chemnitz, 2Berufsverband der Pneumologen in Sachsen e.V., 3Pneumologische Praxis Dresden, 4Pneumologische Praxis Leipzig
Zusammenfassung: Tabakrauchen ist der wichtigste Einzelrisikofaktor für die Entstehung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). In pneumologischen Facharztpraxen in Sachsen und Thüringen wurde eine strukturierte Tabakentwöhnung inklusive vollfinanzierter medikamentöser Entzugssyndrombehandlung etabliert und evaluiert. Methode: Für die vorliegende Arbeit wurden die Fälle der Interventionsgruppe (n = 99) eines Studienzentrums einer multizentrischen Studie separat ausgewertet, um anhand von standardisierter Anamnese, Bodyplethysmographie, CO-Messung im Exhalat und Fragebögen ausgewählte Fragestellungen zu beantworten. Primärer Endpunkt ist die Totalabstinenz 12 Monate nach der Behandlung, gesichert durch ärztliche Untersuchung und CO-Messung (≤ 9 ppm). Ergebnis: Nach 12 Wochen waren 61,9% (intention-to-treat, ITT: 52,5%) und nach 12 Monaten 58,5% der Teilnehmer rauchfrei (ITT: 38,8%). Schlussfolgerung: Ein krankheitsspezifisches Tabakentwöhnungsangebot unter Einschluss von Verhaltenstraining, medikamentöser und telefonischer Unterstützung ist im fachärztlichen Setting praktisch umsetzbar und erzielt hohe und nachhaltige Abstinenzerfolge.Correspondence to:
Dr. med. Jakob Bickhardt
Pneumologische Praxis
Königsbrücker Straße 57
01099 Dresden
und
M.Sc. Psych. Franziska Loth
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie
Raucherambulanz Chemnitz
TU Chemnitz
Wilhelm-Raabe-Straße 43
09120 Chemnitz
Email: [email protected] und [email protected]
Übersicht
Berufliche Soforttypallergie gegen Phytase, Cellulase, Pectinase und Xylanase und Proteinkontaktdermatitis gegen Cellulase bei einer Beschäftigten in der Futtermittelzusatzstoffindustrie
Immediate type allergy to phytase, cellulase, pectinase and xylanase and protein contact dermatitis to cellulase in a feed additive industry worker
M. Kuske, K. Berndt, P. Spornraft- Ragaller, M. Raulf, I. Sander, D. Koschel, J. Bickhardt, S. Beissert und A. Bauer
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42.00 $
Jahrgang 41 (2018) p. 344 - 347
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 8/2018, S. 344-347
Berufliche Soforttypallergie gegen Phytase, Cellulase, Pectinase und Xylanase und Proteinkontaktdermatitis gegen Cellulase bei einer Beschäftigten in der Futtermittelzusatzstoffindustrie
M. Kuske1, K. Berndt1, P. Spornraft-Ragaller1, M. Raulf2, I. Sander2, D. Koschel3, J. Bickhardt4, S. Beissert1 und A. Bauer1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 2Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Ruhr-Universität Bochum (IPA), 3Fachkrankenhaus Coswig GmbH, Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie,
4Lungenfacharztpraxis und Schulungszentrum, Dresden
Die Verwendung gentechnisch veränderter Enzyme als Hilfsmittel zur Herstellung oder Optimierung von Produkten in verschiedenen Industriezweigen hat enorm zugenommen. Die allergene Potenz und damit die Gesundheitsgefahr, die von diesen Enzymen ausgeht, wird jedoch unterschätzt. Wir berichten über eine Patientin, die als MTA bei einem Futtermittelzusatzstoffhersteller beschäftigt war. Nach 6 Monaten in ihrer Tätigkeit entwickelten sich bei Siebanalysen mit Phytase, Cellulase, Pectinase und Xylanase rhinitische und im Verlauf asthmatische Beschwerden sowie ekzematöse Hautveränderungen. Mittels Prick- und Epikutantest und Bestimmung spezifischer IgE- und IgG-Antikörper konnten Typ I-Sensibilisierungen gegen Phytase, Cellulase, Pectinase und Xylanase nachgewiesen sowie eine Proteinkontaktdermatitis gegen Cellulase diagnostiziert werden. Eine BK 4301 und eine BK 5101 wurden bei der Patientin anerkannt. Arbeitsschutzmaßnahmen müssen darauf zielen, Inhalation und Hautexpositionen zu vermeiden.
Correspondence to:
Dr. med. Marvin Kuske
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
Email: [email protected]
Erfolgreiche Tabakentwöhnung im ärztlichen Alltag in Praxis und Klinik
Tabakentwöhnung in der pneumologischen Praxis im Rahmen der GKV – Erfahrungsbericht eines Modellprojekts bei COPD-Patienten in Sachsen und Thüringen
Tobacco cessation in the pulmonary practice within the framework of statutory health insurance – field report of a model project for patients with COPD in Saxony and Thuringia
F.G. Loth, J. Bickhardt, T. Heindl und S. Mühlig
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42.00 $
Jahrgang 45 (2019) p. 356 - 368
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 7/2019, S. 356-368
Tabakentwöhnung in der pneumologischen Praxis im Rahmen der GKV – Erfahrungsbericht eines Modellprojekts bei COPD-Patienten in Sachsen und Thüringen
F.G. Loth1, J. Bickhardt2#3, T. Heindl2#4 und S. Mühlig1
1Institut für Psychologie, Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Chemnitz, 2Berufsverband der Pneumologen in Sachsen e.V., 3Pneumologische Praxis Dresden, 4Pneumologische Praxis Leipzig
Tabakrauchen ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD. In einem Modellprojekt wurde durch pneumologische Facharztpraxen und Psychotherapeuten in Sachsen und Thüringen eine strukturierte Tabakentwöhnung inkusive. vollfinanzierter medikamentöser Entzugssyndrombehandlung etabliert. Methode: Der Tabakentwöhnungserfolg der Fälle (n = 99) eines Studienzentrums der Interventionsgruppe sowie Ergebnisse der formativen Evaluation zur Praktikabilität und Akzeptanz des Programms seitens der Facharztpraxen (n = 24) sowie Patienten (n = 436) wurden ausgewertet. Primärer Endpunkt war die 12 Monats-Tabakabstinenz, gesichert durch ärztliche Untersuchung und CO-Messung. Ergebnis: Nach 12 Monaten waren 59% der Teilnehmer rauchfrei (ITT: 39%). Schlussfolgerung: Ein krankheitsspezifisches Tabakentwöhnungsangebot inklusive Verhaltenstraining, medikamentöser und telefonischer Unterstützung ist im fachärztlichen Setting praktisch umsetzbar und erzielt hohe und nachhaltige Abstinenzerfolge.Correspondence to:
M.Sc. Psych. Franziska G. Loth
Institut für Psychologie
Professur für klinische Psychologie und Psychotherapie
Technische Universität Chemnitz
Wilhelm-Raabe-Straße 43
09120 Chemnitz
Email: [email protected]
Allergie und Berufskrankheiten, Kasuistiken – Haut und Lunge II
Heuschreckenallergie – seltene Ursache eines Berufsasthmas
Locust allergy – rare cause of occupational asthma
J. Bickhardt, J. Reinhardt, I. Sander und M. Raulf
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42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 94 - 97
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 3/2020, S. 94-97
Heuschreckenallergie – seltene Ursache eines Berufsasthmas
J. Bickhardt1, J. Reinhardt2, I. Sander3 und M. Raulf3
1Pneumologische Gemeinschaftspraxis Dresden, 2Allergologisch-Pneumologisches MVZ Dresden, 3Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)
Allergien auf Zootiere sind wegen der geringen Expositionshäufigkeit selten, obwohl die Sensibilisierungsrate hoch ist. Es wird der Fall einer Zoomitarbeiterin mit berufsbedingter Heuschreckenallergie präsentiert. Es bestanden expositionsabhängige respiratorische Beschwerden und eine deutliche Erhöhung des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxid. Bei positiver unspezifischer Provokation und Nachweis von spezifischen IgE-Antikörpern gegenüber Heuschreckenhaut (Immuno-Cap Klasse 3) und positivem Karenztest war die Erkrankung zu sichern. Der Allergennachweis erlaubte die Umsetzung in einen anderen Arbeitsbereich des Zoos und damit den Arbeitsplatzerhalt.Correspondence to:
Dr. med Jakob Bickhardt
Pneumologische Gemeinschaftspraxis Dresden
Königsbrücker Str. 57
01099 Dresden
Email: [email protected]
Pneumologische Berufskrankheiten Teil I
Editorial
Editorial
J. Bickhardt und S. Bartmuß
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Jahrgang 48 (2022) p. 275 - 275
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 48, Nr. 7/2022, S. 275
Editorial
J. Bickhardt und S. Bartmuß
Pneumologische Berufskrankheiten Teil I
Intrinsisches Asthma nach COVID-19-Infektion
Intrinsic asthma after SARS-CoV-19-infection
K.-T. Schulz und J. Bickhardt
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42.00 $
Jahrgang 48 (2022) p. 286 - 291
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 48, Nr. 7/2022, S. 286-291
Intrinsisches Asthma nach COVID-19-Infektion
K.-T. Schulz1 und J. Bickhardt2
1Praxis für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Magdeburg, 2Pneumologische Gemeinschaftspraxis Dres. Bickhardt/Bader, Dresden
Wir berichten über einen 40-jährigen bisher lungengesunden Versicherten, der sich bei seiner Arbeit in der Wohlfahrtspflege bei einer namentlich benannten Indexperson mit SARS-CoV-2 infizierte und im Verlauf ein intrinsisches Asthma bronchiale entwickelte. Diskutiert werden eine passagere bronchiale Hyperreaktivität nach Virusinfektion, ein Arbeitsunfall und eine Berufserkrankung nach Listennummer 3101.Correspondence to:
Dr. Karsten-Thomas Schulz
Praxis für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin
Große Diesdorfer Str. 51,
39110 Magdeburg
Email: [email protected]
Pneumologische Berufskrankheiten Teil II
Berufsbedingte chemisch-irritativ oder toxisch verursachte obstruktive Atemwegsund Lungenkrankheiten
Occupational chemically irritative or toxical induced obstructive respiratory and pulmonary diseases
J. Bickhardt
Price
42.00 $
Jahrgang 48 (2022) p. 311 - 327
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 48, Nr. 8/2022, S. 311-327
Berufsbedingte chemisch-irritativ oder toxisch verursachte obstruktive Atemwegsund Lungenkrankheiten
J. Bickhardt
Pneumologische Gemeinschaftspraxis Dres. Bickhardt/Bader, Dresden
Durch berufliche Noxen ausgelöste oder wesentlich verstärkte obstruktive Atemwegserkrankungen stellen wegen der hohen Prävalenz und der erheblichen sozialmedizinischen Konsequenzen ein wesentliches Problem für die Pneumologie und die Arbeitsmedizin dar. Dabei sind die durch chemisch-irritativ oder toxisch wirksame Noxen ausgelösten Fälle von Asthma bronchiale oder COPD mit etwa 10% gegenüber den Erkrankungen mit allergischer Genese eher selten. Phänotypisch sind das Reactive Airways Dysfunction Syndrom (RADS), Verläufe mit Latenz sowie Fälle mit fixierter Obstruktion zum Diagnosezeitpunkt zu unterscheiden. Die spezifischen Expositionen und deren Folgen für die Atemwege bei Tätigkeiten in der Landwirtschaft, an Schweißarbeitsplätzen und bei Umgang mit Stäuben sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln werden anhand aktueller Literaturdaten aufgezeigt. Diagnostisch kommen die detaillierte Anamnese, ein arbeitsbegleitendes Peak-Flow-Protokoll (PEF), die serielle unspezifische bronchiale Provokation und Messung des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) sowie in Einzelfällen immunologische Tests und die spezifische Provokation zur Anwendung. Das Management von beruflich bedingten obstruktiven Atemwegserkrankungen sollte zuerst auf die Aufgabe der Exposition zielen, wenn auch wegen der Aufhebung des Unterlassungszwangs im Berufskrankheitenrecht die Individualprävention einen deutlich höheren Stellenwert bekommen hat.Correspondence to:
Dr. Jakob Bickhardt
Pneumologische Gemeinschaftspraxis
Königsbrücker Str. 57
01099 Dresden
Email: [email protected]
Pneumologische Berufskrankheiten
Editorial
Editorial
J. Bickhardt und D. Nowak
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Jahrgang 50 (2024) p. 445 - 445
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 10/2024, S. 445
Editorial
J. Bickhardt und D. Nowak
Pneumologische Berufskrankheiten
Autoimmunthyreopathie (Morbus Basedow) nach COVID-19-Infektion
Autoimmune thyreopathy (Graves‘ disease) after COVID-19 infection
J. Bickhardt, T. Lohmann und A. Nienhaus
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42.00 $
Jahrgang 50 (2024) p. 479 - 485
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 10/2024, S. 479-485
Autoimmunthyreopathie (Morbus Basedow) nach COVID-19-Infektion
J. Bickhardt1, T. Lohmann2 und A. Nienhaus3#4
1Pneumologische Gemeinschaftspraxis und Schulungszentrum Dres. Bickhardt/Bader, Dresden, 2Städtisches Klinikum Dresden, Medizinische Klinik Innere Medizin, Infektiologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Diabetologie, Endokrinologie, Neustadt/Trachau, 3Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg, 4Abteilung Arbeitsmedizin, Gefahrstoffe und Gesundheitswissenschaften (AGG), Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Hamburg
Es wird über eine 56-jährige Patientin berichtet, die im März 2022 während ihrer beruflichen Tätigkeit in einer Kindertagesstätte eine COVID-19-Infektion akquiriert hat. Die Erkrankung der Versicherten ist durch positive PCR auf SARS-CoV-2-Viren im Vollbeweis gesichert. Es erfolgte die Anerkennung als BK nach Nr. 3101 bei gegebener Einwirkungskausalität, nachgewiesener Erkrankung und wahrscheinlicher Haftungsbegründung. Im Mai 2022, etwa 10 Wochen nach Erkrankung, hat sich bei der Patientin eine Hyperthyreose manifestiert, die im weiteren Verlauf als Autoimmunthyreopathie (Synonym Morbus Basedow) diagnostiziert wurde. Im Rahmen der Begutachtung ist trotz thyreostatischer Behandlung weiter eine Schilddrüsenüberfunktion nachweisbar. Ebenfalls sind die für den Morbus Basedow typischen Autoantikörper noch teils deutlich pathologisch erhöht. Klinisch besteht eine Leistungsschwäche, die Spiroergometrie war limitiert durch eine chronotrope Insuffizienz. Infolgedessen wurde dem Unfallversicherungsträger vorgeschlagen, eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von 30 v. H. zuzuerkennen. Wegen des häufig günstigen Verlaufs ist eine gutachterliche Nachuntersuchung in einem Jahr zu empfehlen.Correspondence to:
Dr. med. Jakob Bickhardt
Pneumologische Gemeinschaftspraxis und
Schulungszentrum Dres. Bickhardt/Bader
Königsbrücker Str. 57
01099 Dresden
Email: [email protected]
Beruflich bedingte Allergien
Berufsbedingte Typ 1-Allergie gegen Tenebrio molitor nach inhalativer Exposition: Fallbericht und Studien zur immunologischen Reaktivität
Airborne exposure-induced occupational type I allergy to Tenebrio molitor: Case report and studies on immunological reactivity
L. Weißenborn, S. Kespohl, S. Maryska, I. Sander, J. Bickhardt, T. Henle und M. Raulf
Price
42.00 $
Jahrgang 48 (2025) p. 449 - 458
Abstract
Allergologie, Jahrgang 48, Nr. 8/2025, S. 449-458
Berufsbedingte Typ 1-Allergie gegen Tenebrio molitor nach inhalativer Exposition: Fallbericht und Studien zur immunologischen Reaktivität
L. Weißenborn1, S. Kespohl2, S. Maryska2, I. Sander2, J. Bickhardt3, T. Henle1 und M. Raulf2
1Professur für Lebensmittelchemie, Technische Universität Dresden, 2Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 3Lungenfacharztpraxis und Schulungszentrum, Dresden
Der arbeitsmedizinische Fallbericht beschreibt eine 28-jährige Frau, die seit November 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Mehlkäferlarven (Tenebrio molitor) arbeitet. Sie entwickelte Anfang 2022 allergische Symptome mit leichter Atemnot sowie Rötung und Schwellung der Augen, was zur weiteren Untersuchung eines berufsbedingten allergischen Asthmas aufgrund einer inhalativen Sensibilisierung gegen Mehlwürmer führte. Nachfolgende serologische IgE-Bestimmungen bestätigten eine Monosensibilisierung gegen T. molitor und eine zusätzliche Kreuzsensibilisierung gegen Reismehlkäfer (Tribolium confusum). Weitere Untersuchungen zielten darauf ab, die antigene und allergene Potenz verschiedener, aus T. molitor isolierter, Proteinfraktionen und Aufzuchtmaterialien hinsichtlich Proteinmuster und immunologischer Aktivität durch T. molitor-spezifisches polyklonales Kaninchen-IgG und humanes IgE zu bestimmen. Der höchste Antigengehalt von T. molitor wurde im Aufzuchtmaterial gemessen, gefolgt von Mehlwurmmehl und wässrigem Extrakt. Im Mehlwurmmehl und in der wässrigen Fraktion wurden insbesondere allergene Proteine mit Molekulargewichten von 24 und 11 kDa nachgewiesen, die für eine primäre Sensibilisierung der Atemwege spezifisch zu sein scheinen. Um inhalative Expositionsquellen am Arbeitsplatz der Beschäftigten zu ermitteln, wurde die Konzentration an T. molitor-Antigenen in der Luft mit Hilfe von elektrostatischen Staubsammeltüchern (EDCs) gemessen. Es hat sich gezeigt, dass die Entsorgung von trockenem Insektenmaterial für die unbeabsichtigte Freisetzung von potenziellen Allergenen verantwortlich war. Insgesamt sollte das Bewusstsein für ein potenzielles Risiko einer Typ 1-Sensibilisierung aufgrund einer inhalativen Exposition gegen luftgetragene Insektenallergene am Arbeitsplatz geschärft werden.
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren


Zitierung:
Weißenborn L, Kespohl S, Maryska S, Sander I, Bickhardt J, Henle T, Raulf M. Airborne exposure-induced occupational type I allergy to Tenebrio molitor: Case report and studies on immunological reactivity. Allergol Select. 2025; 9: 66-74.
DOI 10.5414/ALX02580ECorrespondence to:
Laura Weißenborn
Technische Universität Dresden
Professur für Lebensmittelchemie
Bergstraße 66
01062 Dresden
Email: [email protected]