Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 469 - 486
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Leitlinien
Notfälle in der Allergologie: Akuttherapie der Anaphylaxie
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 71 - 76
Abstract
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Anaphylaktische Reaktionen gehören zu den schwersten und häufig dramatischen Ereignissen in der Allergologie. Zur Akutbehandlung der Anaphylaxie sind nationale und internationale Leitlinien unabdingbar. Auf Vorstandsbeschluss der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe “Anaphylaxie” gebildet, die den Auftrag erhielt, eine Leitlinie zu erstellen, die inzwischen veröffentlicht worden ist. Die Therapiemaßnahmen anaphylaktischer Reaktionen richten sich nach der Anamnese (z.B. auslösendes Agens und zeitlicher Verlauf) und dem klinischen Befund (Erscheinungsbild und Schweregrad). Ein Algorithmus zur Behandlung der Anaphylaxie in Abhängigkeit vom Schweregrad wurde erstellt (Abb. 1) [1]. Die sofortige Beendigung der Zufuhr des mutmaßlichen Auslösers ist die erste Maßnahme. Zu den Basistherapiemaßnahmen bei Anaphylaxie zählen geeignete Lagerung (flach, Trendelenburg) und das Anlegen eines venösen Zuganges. Ein Programm zur “Anaphylaxie-Schulung” für Betroffene und Angehörige wird von der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) erarbeitet. Bei manifesten kardiovaskulären oder pulmonalen Reaktionen empfiehlt sich die Applikation von Sauerstoff. In der spezifischen medikamentösen Therapie haben sich Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin), Volumengabe (Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmittel), Antihistaminika und Glukokortikoide bewährt. In der Behandlung der Anaphylaxie im Kindesalter sind die besonderen Dosierungen zu berücksichtigen. Bei Atem- oder Kreislaufstillstand muss die sofortige und sachgemäße Reanimation entsprechend den interdisziplinären Empfehlungen der Bundesärztekammer eingeleitet werden. Jeder Patient, der eine Anaphylaxie erlitten hat, muss über die wesentlichen Verhaltensmaßregeln aufgeklärt werden, die zu Prophylaxe und Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen geeignet sind. Zur Selbstmedikation erhält der Patient ein “Notfallset”. Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen beinhaltet ein “Notfallset” zur Selbstmedikation Adrenalin als Autoinjektor (siehe oben), bei zu erwartenden respiratorischen Symptomen zusätzlich ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren, ferner ein Glukokortikosteroid und ein H1-Antihistaminikum.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Leitlinie
In-vitro-Diagnostik und molekulare Grundlagen von IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien
J. Kleine-Tebbe, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S. Erdmann, T. Fuchs, M. Henzgen, I. Huttegger, U. Jappe, L. Jäger, U. Lepp, B. Niggemann, M. Raithel, I. Reese, J. Saloga, Z. Szépfalusi, S. Vieths, M. Worm, T. Zuberbier
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 177 - 194
Abstract
J. Kleine-Tebbe1, B. Ballmer-Weber2, K. Beyer3, S. Erdmann4, T. Fuchs5, M. Henzgen6, I. Huttegger7, U. Jappe8, L. Jäger9, U. Lepp10, B. Niggemann11, M. Raithel12, I. Reese13, J. Saloga14, Z. Szépfalusi15, S. Vieths8, M. Worm16, T. Zuberbier16
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich, Schweiz, 3Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 4Praxis für Dermatologie Bergisch-Gladbach, 5Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 6Pneumologie und Allergologie, Klinik für Innere Medizin I, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Abteilung Allergologie, Paul-Ehrlich-Institut Langen, 9Jena, 10Herz-Lungen-Praxis Stade, 11Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 12Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Medizinische Klinik 1, Universität Erlangen, 13Ernährungsberatung München, 14Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 15Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 16Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 17Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Wichtigstes Instrument zur In-vitro-Diagnostik von Nahrungsmittelallergien ist die spezifische IgE-Bestimmung, deren Varianten (einzelne Allergenquellen oder -mischungen, Paneltests, Einzelallergene) sich erheblich in ihrer diagnostischen Wertigkeit unterscheiden. Hohe IgE-Werte gegen Hühnerei, Kuhmilch, Erdnuss oder Fisch sind mit erhöhtem Risiko für klinische Reaktionen assoziiert, erlauben aber selten den Verzicht auf eine orale Provokation. Zelluläre Methoden mit basophilen Leukozyten zum indirekten Nachweis IgE-vermittelter Sensibilisierungen gegen Nahrungsmittel sind nur in Einzelfällen sinnvoll. Bestimmte Molekülfamilien (z.B. Bet-v-1-Homologe, Lipidtransferproteine und Profiline) enthalten Allergene ähnlicher Sequenz und Struktur, deren gemeinsame IgE-Bindungsstellen die Grundlage der Kreuzreaktionen darstellen. Kreuzreaktive Kohlenhydratepitope (CCD), häufig pflanzlichen Ursprungs, können ebenfalls IgE binden, das selten klinisch relevant ist. Allergenquellen pflanzlicher (z.B. Nüsse, Früchte, Gemüse) und tierischer Herkunft (Kuhmilch, Hühnerei, Fisch) werden als Extrakte zur Diagnostik eingesetzt, sofern es ihre Qualität erlaubt. Die IgE-Diagnostik mit Einzelallergenen gestattet eine molekülspezifische Diagnostik, deren Bedeutung je nach Allergenquelle und klinischer Charakterisierung der Einzelallergene variiert. Indikationen zur IgE-Diagnostik bestehen bei begründetem Verdacht einer Nahrungsmittelallergie und fehlender Aussage nach Anamnese und Hauttest, bei Sensibilisierung auf hauttestungeeignete Nahrungsmittel, bei bedrohlicher Reaktion auf Nahrungsmittel, bei Bedingungen, die Hauttests bzw. deren Auswertung nicht zulassen, und im Kindesalter. Die Interpretation hat potentiell falsche Resultate durch unzureichende Reagenzienqualität oder Laborfehler und klinisch irrelevante Ergebnisse durch stark erhöhtes Gesamt-IgE, zu hohe Nachweisempfindlichkeit oder kreuzreagierende Allergene (Interpretationsfehler) zu berücksichtigen. Positive Testergebnisse entsprechen allergenspezifischen Sensibilisierungen, die nur bei korrespondierenden Symptomen relevant sind. Untauglich zur Diagnostik von Nahrungsmittelallergien sind Bioresonanz, Kinesiologie, Elektroakupunktur, zytotoxischer Lebensmitteltest (Methoden ohne Aussagekraft und/oder Überprüfung), Lymphozytentransformationstest, nahrungsmittelspezifisches IgG und IgG4 (Methoden mit unzulässiger Interpretation).Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Spandauer Damm 130
Haus 9
D-14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
Specific immunotherapy (hyposensitization) for IgE-mediated allergic diseases
J. Kleine-Tebbe, A. Bufe, C. Ebner, P. Eigenmann, F. Friedrichs, T. Fuchs, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M. Kopp, W. Lässig, H. Merk, B. Niggemann, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, H. Sitter, J.C. Virchow, M.
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 3 - 33
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 1/2010, S. 3–34
Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
J. Kleine-Tebbe1, A. Bufe2, C. Ebner3, P. Eigenmann4, F. Friedrichs5, T. Fuchs6, I. Huttegger7, K. Jung8, L. Klimek9, M. Kopp10, W. Lässig11, H. Merk12, B. Niggemann13, U. Rabe14, J. Saloga15, P. Schmid-Grendelmeier16, H. Sitter17, J.C. Virchow18, M.
1Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 2Abteilung für experimentelle Pneumologie, Universitätsklinik Bergmannsheil, Bochum, 3Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 4Allergologie Pédiatrique, Hôpital des Enfants, Hôpitaux Universitaires de Genève, Schweiz, 5Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 6Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen, 7Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 8Praxis für Dermatologie und Immunologie, Erfurt, 9Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 10Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg, 11Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Halle/Saale, 12Universitätshautklinik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Hedwig-von-Rittberg-Zentrum, DRK-Kliniken Westend, Berlin, 14Abteilung Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 15Universitätshautklinik, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 16Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 17Institut für theoretische Chirurgie, Universität Marburg, 18Abteilung Pneumologie, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universität Rostock, 19Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 20Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 21Allergie-Centrum Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Die vorliegende Leitlinie (S2) zur spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergiker-Selbsthilfeorganisation nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) entsteht durch zahlreiche immunologische Veränderungen eine über die Therapiedauer hinaus anhaltende Toleranz gegenüber den eingesetzten Allergenen. Zu den Wirkmechanismen der sublingualen Immuntherapie (SLIT) gibt es bisher noch keine einheitlichen Vorstellungen, allerdings werden bei hoch dosierten Präparaten ähnliche systemische Immuneffekte wie bei der SCIT beobachtet. Allergenkonzentrationen und Produkte zur SCIT oder SLIT sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung und unterschiedlicher Messmethoden ihrer wirksamen Inhaltsstoffe derzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepot-Extrakte eingesetzt. Die vorwiegend unmodifizierten Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs und ihrer Qualität und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Systematische Reviews zeigen erhebliche Heterogenität der Studienergebnisse zur SIT, die teilweise auf unterschiedlichen Probandengruppen, den eingesetzten Allergenprodukten sowie der Therapiedauer und -dosis beruhen. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie durch zahlreiche kontrollierte Studien und bei Tier- (Katzen) und Schimmelpilzallergie (Alternaria, Cladosporium) durch wenige Studien belegt. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (nach neuen GINA-Leitlinien, 2008) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem IgE-vermitteltem allergischem Asthma (nach alten GINA-Leitlinien, 2005) ist die SCIT gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, insbesondere wenn zusätzlich eine allergische Rhinokonjunktivitis vorliegt. Sekundärpräventive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind daher Gründe, die Indikation zum Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter früh zu stellen. Diagnostik, Indikationsstellung und die Auswahl der relevanten Allergene sollen grundsätzlich von einem Facharzt vorgenommen werden, der über die allergologische Weiterbildung im Kerngebiet oder die Zusatzweiterbildung Allergologie verfügt. Eine Indikation zur SCIT besteht bei nachgewiesener IgE-vermittelter Sensibilisierung mit korrespondierenden klinischen Symptomen durch Allergene, bei denen eine Karenz nicht möglich oder nicht ausreichend ist und ein geeigneter, wirksamer Extrakt zur Verfügung steht. Die Kontraindikationen müssen individuell berücksichtigt werden. Die Injektionen zur SCIT werden von einem Arzt durchgeführt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befähigt ist. Eine vorherige Aufklärung mit Dokumentation ist erforderlich. Die Therapie sollte 3 Jahre durchgeführt werden. Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und profitieren besonders von den immunmodulatorischen Effekten der SCIT. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist möglich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen sehr selten. Die meisten unerwünschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Das Risiko und die Folgen unerwünschter systemischer Reaktionen können durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Notfallmaßnahmen wirksam vermindert werden. Bei systemischen Reaktionen durch eine Hymenopterengiftallergie (Biene, Wespe) ist die SCIT ausgezeichnet wirksam und sollte mindestens 3 – 5 Jahre durchgeführt werden, bei manchen Patienten lebenslang. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch Gräserpollenallergene in mehreren großen, kontrollierten Studien belegt. Bei anderen Allergenquellen (Hausstaubmilben, Tierepithelien, Schimmelpilzsporen) existieren bisher weniger und teilweise methodisch unzureichende Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei allergischem Asthma bronchiale bislang unzureichend belegt. Die SLIT mit Pollenallergenen kann bei Erwachsenen mit allergischer Rhinokonjunktivitis mit wirksamen Produkten eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie oder anderen Allergenquellen bzw. allergischem Asthma durch Inhalationsallergene stellt die SLIT keinen Ersatz für die SCIT dar. Bei Kindern und Jugendlichen kann die Anwendung der SLIT mit Präparaten, für die eine klinische Wirksamkeit in dieser Altersgruppe dokumentiert ist, in Betracht gezogen werden, wenn eine SCIT nicht infrage kommt. Die SLIT wird von einem Arzt eingeleitet, der mit der Therapie allergischer Erkrankungen Erfahrung (siehe Leitlinientext) hat. Die Therapie wird dem Patienten gemäß den Gebrauchsinformationen des Herstellers erläutert und 3 Jahre prä- und kosaisonal oder ganzjährig durchgeführt. Der Therapieverlauf sollte durch ärztliche Konsultationen wenigstens alle 3 Monate begleitet werden. Abgesehen von sehr häufig bis häufig auftretenden, dosisabhängigen unerwünschten lokalen Symptomen im Mund- und Rachenraum sind systemische Reaktionen vorwiegend leichterer Ausprägung nach einer SLIT bisher sehr selten beschrieben worden. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische oder andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Die SIT zeigt in vielen Bereichen, wie Allergencharakterisierung, Applikationswege, Adjuvantien, Aufdosierung und präventive Aspekte, neue Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Kleine-Tebbe
Allergie- und Asthma-Zentrum Westend
Praxis Hanf, Herold und Kleine-Tebbe
Spandauer Damm 130, Haus 9
D–14050 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
Guideline on allergen-specific immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases
O. Pfaar, C. Bachert, A. Bufe, R. Buhl, C. Ebner, P. Eng, F. Friedrichs, T. Fuchs, E. Hamelmann, D. Hartwig- Bade, T. Hering, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M.V. Kopp, H. Merk, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, N. Schwerk, H. Sitter, U. Umpfenbach, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 431 - 470
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 9/2015, S. 431–470
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1,2, C. Bachert3, A. Bufe4, R. Buhl5, C. Ebner6, P. Eng7, F. Friedrichs8, T. Fuchs9, E. Hamelmann10, D. Hartwig-Bade11, T. Hering12, I. Huttegger13, K. Jung14, L. Klimek1, M.V. Kopp15, H. Merk16, U. Rabe17, J. Saloga18, P. Schmid-Grendelmeier19, A. Schuster20, N. Schwerk21, H. Sitter22, U. Umpfenbach23, B. Wedi24, S. Wöhrl25, M. Worm26 und J. Kleine-Tebbe27; Kommentierende Teilnahme und Prozessbegleitung: S. Kaul28 und A. Schwalfenberg29
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 3HNO-Universitätsklinik, Gent, Belgien, 4Abt. für Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 5III. Med. Klinik und Poliklinik, Schwerpunkt Pneumologie, Johannes-Gutenberg-Univ., Mainz; 6Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 7Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Kinderspital Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 9Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 10Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderzentrum Bethel, Evang. Krankenhaus Bielefeld, 11HNOPraxis, Lübeck, 12Lungenarztpraxis Tegel, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Med. Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Praxis für Dermatologie, Erfurt, 15Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Univ. zu Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 16Klinik für Dermatologie und Allergologie – Hautklinik, RWTH, Aachen, 17Abt. Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 18Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmed., Johannes Gutenberg-Univ., Mainz, 19Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 20Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, 21Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmed., Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie, Med. Hochschule Hannover, 22Institut für theoretische Chirurgie, Univ. Marburg; 23Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Viersen, 24Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Med. Hochschule Hannover, 25Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 26Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 27Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 28Abteilung Allergologie, Paul- Ehrlich-Institut, Langen, 29Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach
Die vorliegende Leitlinie (LL) (S2k) zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergikerselbsthilfeorganisation (Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)) nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Die SIT ist eine kausale immunmodulierende Therapie. Durch die Gabe von Allergenextrakten werden spezifische blockierende Antikörper, toleranzinduzierende Zellen und Botenstoffe aktiviert, die eine weitere Verstärkung der durch Allergene ausgelösten Immunantwort verhindern, die spezifische Immunantwort blockieren und die Entzündungsreaktion im Gewebe dämpfen. Produkte zur subkutanen Immuntherapie (SCIT) oder sublingualen Immuntherapie (SLIT) sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung derzeit nicht vergleichbar. Desgleichen sind die angegebenen Allergenkonzentrationen unterschiedlicher Hersteller aufgrund unterschiedlicher Methoden zur Messung der wirksamen Inhaltsstoffe zurzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepotextrakte eingesetzt. Die Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die klinische Wirksamkeit einer SIT wird mithilfe verschiedener Scores als primärer und sekundärer Zielparameter erfasst. Die European Medicines Agency (EMA) sieht für den primären Zielparameter einen kombinierten Symptom- und Medikationsscore vor. Für eine Vergleichbarkeit verschiedener Studienergebnisse ist zukünftig eine Harmonisierung der Auswertescores, z.B. durch den von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) empfohlenen kombinierten Symptom- und Medikationsscore (CSMS), erstrebenswert. Die aktuellen CONSORT(„consolidated standards of reporting trials“-Empfehlungen der ARIA/ GA2LEN-Gruppe geben Standards fü die Auswertung, Darstellung und Veröfentlichung von Studienergebnissen vor. Präarate, die häfige Allergenquellen enthalten (Pollen der Süßräer oder von Birke, Erle und Hasel, Hausstaubmilben, Bienen- und Wespengift), bedüfen in Deutschland aufgrund der Therapieallergene-Verordnung (TAV) in jedem Fall der Zulassung. Im Zulassungsverfahren werden diese auf Qualitä, Sicherheit und Wirksamkeit üerprüt. Aus Sicht der Autoren sollten zugelassene Allergenpräarate mit dokumentierter Wirksamkeit und Sicherheit oder im Rahmen der TAV verkehrsfäige Präarate, die bereits in klinischen Studien nach World-Allergy-Organization(WAO)- oder EMA- Standards eine Wirksamkeit und Sicherheit dokumentiert haben, bevorzugt eingesetzt werden. Individualrezepturen dienen der Verordnung seltener Allergenquellen (z.B. Pollen von Esche, Beifußoder Ambrosia, Schimmelpilz Alternaria, Tierallergene) zur SIT. Sie könen nicht mit den TAV-Allergenen gemischt werden. Die allergische Rhinitis und ihre Folgeerkrankungen (wie Asthma bronchiale) verursachen volkswirtschaftlich enorme direkte und indirekte Kosten. Entsprechend werden die Therapieoptionen, insbesondere der SIT, sozioöonomisch anhand von Kosten-Nutzenund Kosten-Effektivitäs-Analysen beurteilt. Die SIT ist auf lägere Dauer betrachtet im Vergleich zur Pharmakotherapie bei allergischer Rhinitis und allergischem Asthma deutlich kosteneffektiver –ein Effekt, der stark von der Compliance der Patienten beeinflusst wird. Metaanalysen belegen eindeutig die Wirksamkeit von SCIT und SLIT fü bestimmte Allergene und Altersgruppen. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualitä und Dosierungsschemata und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Es empfiehlt sich daher die Beurteilung der Einzelpräarate nach klar definierten Kriterien. Eine verallgemeinernde Üertragung der Wirksamkeit von Einzelpräaraten auf alle Präarate einer Applikationsform verbietet sich. Auf der Internetseite der DGAKI (www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit) finden sich Tabellen mit einer präaratespezifischen Darstellung der in Deutschland sowie in der Schweiz und Öterreich auf dem Markt befindlichen SIT-Produkte. Die Tabelle listet Studien fü Erwachsene und Kinder auf, das Jahr der Zulassung, den zugrunde gelegten Score, die Anzahl der randomisierten und ausgewerteten Patienten, und das Auswertungsverfahren (ITT, FAS, PP) fü Gräer- und Birkenpollen- sowie Hausstaubmilbenallergene sowie den Genehmigungsstatus fü die Durchfürung klinischer Studien. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollenallergie im Erwachsenenalter durch zahlreiche Studien sehr gut und im Kindes- und Jugendalter durch wenige Studien belegt. Bei Hausstaubmilbenallergie im Erwachsenenalter ist die Wirksamkeit durch einige und im Kindesalter durch wenige kontrollierte Studien belegt. Bei Schimmelpilzallergie (insbesondere Alternaria) liegen unabhägig vom Alter nur wenige kontrollierte Studien vor. Bei einer Tierallergie (in erster Linie auf Katzenallergene) finden sich nur kleine Studien mit teilweise methodischen Mägeln. Zur Wirksamkeit bei atopischer Dermatitis zeigte sich bisher nur ein moderater und uneinheitlicher Therapieeffekt bei einer hohen Heterogenitä der durchgefürten Studien. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (Global Initiative for Asthma (GINA)2007) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem Asthma (GINA 2005) ist die SCIT fü einzelne Präarate gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, sofern ein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen respiratorischen Symptomen und entsprechendem Allergen besteht. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch eine Gräerpollenallergie bei Erwachsenen und Kindern sehr gut und bei Baumpollenallergie bei Erwachsenen gut belegt. Bei der Hausstaubmilbenallergie belegen neue kontrollierte Studien mit teilweise hohen Patientenzahlen die Wirksamkeit der SLIT bei Erwachsenen. Im Vergleich zur allergischen Rhinokonjunktivitis finden sich nur begrenzt Studien zur Wirksamkeit der SLIT bei allergischem Asthma. Dabei zeigen neuere Studien eine Wirksamkeit auf die Asthmasymptome in der Subgruppe gräerpollenallergischer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Asthma und eine Wirksamkeit der SLIT bei primä hausstaubmilbenallergischem Asthma bei Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren und bei Erwachsenen. Sekundäpräentive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind wichtige Grüde, den Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter frü zu wälen. Dabei sollten solche Produkte berüksichtigt werden, fü die entsprechende Effekte gezeigt worden sind. Bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis kann eine SCIT oder SLIT mit Pollen- oder Milbenallergenextrakten durchgefürt werden, deren Wirksamkeit in mindestens einer doppelblind placebokontrollierten Studie gezeigt wurde. Derzeit erfolgen klinische Studien in den Indikationen Asthma und Hausstaubmilbenallergie, deren Ergebnisse teilweise publiziert sind bzw. noch ausstehen (vgl. DGAKI-Tabelle „enehmigte/ evtl. abgeschlossene Studien“via www.dgaki.de/leitlinien/ s2k-leitlinie-sit (nach www.clinicaltrialsregister. eu)). Bei der Indikationsstellung sind Faktoren, die die klinische Wirksamkeit erhöen, zu beachten. Unterschiede zwischen SCIT und SLIT sind in erster Linie bei den Kontraindikationen zu berüksichtigen. Auch bei Vorliegen von Kontraindikationen kann im begrüdeten Einzelfall eine Indikation zur SIT vorliegen. Die Injektionen zur SCIT sowie die Einleitung der SLIT werden von einem Arzt durchgefürt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befäigt ist. Eine vorherige Aufkläung mit Dokumentation ist erforderlich („herapieinformationsblatt“ Abb. 5 und 6; als Handout auch via www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit). Die Therapie sollte entsprechend der Fach- und Gebrauchsinformation des Herstellers durchgefürt werden. Sofern die SIT nach der Indikationsstellung von einem anderen Arzt durch- oder weitergefürt wird, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich, um eine konsequente Umsetzung und risikoarme Durchfürung der Therapie sicherzustellen. Generell wird die Durchfürung sowohl der SCIT als auch der SLIT nur mit Präaraten empfohlen, fü welche ein entsprechender Nachweis der klinischen Wirksamkeit aus entsprechenden Studien vorliegt. Die Therapieadhäenz der SIT-Patienten ist unabhägig von der Applikationsform niedriger als von äztlicher Seite angenommen wird; sie ist allerdings fü den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung. Die Verbesserung der Adhäenz in der SIT ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft, um eine kausale Wirksamkeit der Therapie zu gewärleisten. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist mölich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßahmen sehr selten. Die meisten unerwüschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Dosisabhägige unerwüschte lokale Symptome im Mund- und Rachenraum treten häfig bei der SLIT auf. Systemische Reaktionen hingegen sind zwar beschrieben, kommen aber deutlich seltener vor als bei der SCIT. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische und andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Das Risiko und die Folgen unerwüschter systemischer Reaktionen im Rahmen einer SIT könen durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Anwendung von Notfallmaßahmen –einschließich der früzeitigen Adrenalin-i.m.-Gabe –wirksam vermindert werden. Details der Akuttherapie und des Managements anaphylaktischer Reaktionen finden sich in der aktuellen Anaphylaxie- S2-Leitlinie der AWMF. Die SIT zeigt in vielen Bereichen (z.B. Allergencharakterisierung, neue Applikationswege, Adjuvanzien, schnellere und sichere Aufdosierung) einige innovative Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. Oliver Pfaar
HNO-Universitätsklinik Mannheim
und
Zentrum für Rhinologie and Allergologie
An den Quellen 10
D–65189 Wiesbaden, Deutschland
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
Guidelines on the management of IgE-mediated food allergies
M. Worm, I. Reese, B. Ballmer- Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, M. Claßen, P.J. Fischer, T. Fuchs, I. Huttegger, U. Jappe, L. Klimek, B. Koletzko, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, A. Nast, B. Niggemann, U. Rabe, M. Raithel, J. Saloga, C.Schäfer, S. Schnadt, J. Schreiber, Z. Szépfalusi, R. Treudler, M. Wagenmann, B. Watzl, T. Werfel, T. Zuberbier und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Add to Cart
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 39 p. 302 - 344
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 7/2016, S. 302-344
Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien
M. Worm1, I. Reese2, B. Ballmer-Weber3, K. Beyer4, S.C. Bischoff5, M. Claßen6, P.J. Fischer7, T. Fuchs8, I. Huttegger9, U. Jappe10, L. Klimek11, B. Koletzko12, L. Lange13, U. Lepp14, V. Mahler15, A. Nast1, B. Niggemann4, U. Rabe16, M. Raithel17, J. Saloga18, C. Schäfer19, S. Schnadt20, J. Schreiber21, Z. Szépfalusi22, R. Treudler23, M. Wagenmann24, B. Watzl25, T. Werfel26, T. Zuberbier1 und J. Kleine-Tebbe27
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München, Deutschland, 3Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 4Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 5Institut für Ernährungsmedizin und Prävention, Universität Hohenheim, Stuttgart, 6Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Links der Weser gGmbH, Bremen, 7Praxis für Kinder- und Jugendmedizin m. S. Allergologie und Kinderpneumologie, Schwäbisch Gmünd, 8Hautklinik, Georg-August-Universität, Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 10Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 11Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 12Abteilung Stoffwechsel und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU, München, 13Kinder- und Jugendmedizin, St.-Marien-Hospital, Bonn, 14Praxis für Lungenheilkunde und Allergologie, Buxtehude, 15Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 16Abteilung für Asthma und Allergologie, Fachklinik für Pneumologie, Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen gGmbH, Treuenbrietzen, 17Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, Universität Erlangen, 18Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, 19Allergologische Schwerpunktpraxis, Ernährungstherapie, Hamburg, 20Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach, 21Pneumologie, Universitätsklinikum der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Deutschland, 22Klinik für Kinderund Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 23Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, 24Hals-Nasen- Ohren-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, 25Max-Rubner-Institut, Physiologie und Biochemie der Ernährung, Karlsruhe, 26Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, und 27Allergie- und Asthma- Zentrum Westend, Berlin
Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. Margitta Worm
Allergie-Centrum-Charité
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Campus Charité Mitte
Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Mukoviszidose
Allergische bronchopulmonale Aspergillose bei Cystischer Fibrose
Allergic bronchopulmonary aspergillosis in cystic fibrosis
I. Huttegger
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2017) p. 346 - 355
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 43, Nr. 7/2017, S. 346-355
Allergische bronchopulmonale Aspergillose bei Cystischer Fibrose
I. Huttegger
Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Salzburg, Österreich
Die allergische bronchopulmonale Aspergillose bei Patienten mit Cystischer Fibrose frühzeitig zu diagnostizieren bereitet häufig Schwierigkeiten, da die Klinik dieser beiden Erkrankungen sehr ähnlich und damit maskiert sein kann. Möglicherweise ist das eine Erklärung für „klinisch stumme“Fäle mit bereits deutlichen radiologischen und serologischen Veräderungen. Die Diagnose wird manchmal erst nach Jahren und damit in einem späeren, fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung gestellt. Hilfreich fü die Patienten ist ein gezieltes Screening, mit Dokumentation der Parameter im Verlauf und eine darauf aufbauende Diagnostik mit rasch einsetzender Therapie. Dieser Beitrag soll fü den klinisch täigen Mukoviszidose-Betreuer einen Üerblick zur Diagnostik und Therapie geben.Correspondence to:
Dr. Isidor Huttegger
Pädiatrische Allergologie und Pneumologie
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Paracelsus Medizinische, Privatuniversität
Salzburger Landeskliniken
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg, Österreich
Email: [email protected]
Positionspapier
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
Non-celiac gluten/wheat sensitivity (NCGS) – a currently undefined disorder without validated diagnostic criteria and of unknown prevalence
I. Reese, C. Schäfer, J. Kleine- Tebbe, B. Ahrens, O. Bachmann, B. Ballmer-Weber, K. Beyer, S.C. Bischoff, K. Blümchen, S. Dölle, P. Enck, A. Enninger, I. Huttegger, S. Lämmel, L. Lange, U. Lepp, V. Mahler, H. Mönnikes, J. Ockenga, B. Otto, S. Schnadt, Z. Szepfalusi, R. Treudler, A. Wassmann-Otto, T. Zuberbier, T. Werfel und M. Worm
Price
42.00 $
Jahrgang 42 (2019) p. 111 - 117
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 3/2019, S. 111-117
Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS) – ein bislang nicht definiertes Krankheitsbild mit fehlenden Diagnosekriterien und unbekannter Häufigkeit
I. Reese1, C. Schäfer2, J. Kleine-Tebbe3, B. Ahrens4,5, O. Bachmann6, B. Ballmer- Weber7, K. Beyer5, S.C. Bischoff8, K. Blümchen9, S. Dölle10, P. Enck11, A. Enninger12, I. Huttegger13, S. Lämmel14, L. Lange15, U. Lepp16, V. Mahler4,17, H. Mönnikes18, J. Ockenga19, B. Otto20, S. Schnadt14, Z. Szepfalusi21, R. Treudler22, A. Wassmann- Otto23, T. Zuberbier10, T. Werfel24 und M. Worm10
1Ernährungsberatung und -therapie Allergologie, München, 2Allergologische Schwerpunktpraxis, Hamburg, 3Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 4Paul-Ehrlich- Institut, Fachgebiet Klinische Allergologie, Langen, 5Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, 6Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Hannover, 7Forschung und Lehre Allergologie, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 8Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim, Stuttgart, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Abteilung Allergologie, Pneumologie und Mukoviszidose, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, 10Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 11Abteilung für Innere Medizin VI, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Tübingen, 12Ärztlicher Direktor Pädiatrie 2, Klinikum Stuttgart – Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart, 13Pädiatrische Allergologie und Pneumologie, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB, Mönchengladbach, 15St. Marien- Hospital, Bonn, 16Praxis Dr. Lepp Lungenheilkunde, Allergologie, Buxtehude, 17Medizinische Fakultät Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Innere Medizin, Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin, 19Medizinische Klinik m.S. Gastroenterologie, Endokrinologie und Ernährungsmedizin, Klinikum Bremen Mitte, 20Klinikum der Universität München DAM, München, 21Univ. Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Wien, Österreich, 22Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Leipziger Interdisziplinäres Centrum für Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, 23Dermatologisches Ambulatorium, Hamburg, 24Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Abteilung Immundermatologie und experimentelle Allergologie, Hannover
In den letzten Jahren häuft sich die Nennung der Nicht-Zöliakie-Gluten-/Weizen-Sensitivität (NCGS, „non celiac gluten sensitivity“) sowohl in den Medien, aber auch in Fachkreisen. Die Existenz und die möglichen verantwortlichen Trigger werden kontrovers diskutiert. Drei internationale Expertentreffen mit Empfehlungen zur NCGS waren nicht unabhängig organisiert und wenig transparent bezüglich potenzieller Interessenkonflikte der Teilnehmer. Die vorliegende Stellungnahme enthält wichtige Überlegungen aus allergologischer und ernährungsphysiologischer Sicht: 1. Aufgrund häufiger Selbstdiagnosen, unklarer Prävalenz und unbestätigter Ätiologie der NCGS sind validierte Diagnosekriterien und/oder verlässliche Biomarker notwendig. 2. Infolge hoher Nocebo- und häufiger Placebo-Effekte konnte Gluten bislang nicht sicher als Auslöser einer NCGS identifiziert werden. Doppelblinde, placebokontrollierte Provokationen (DBPCFC: double-blind, placebo-controlled food challenge) sind bei Verdacht auf NCGS nur in modifizierter Form (verändertes Verhältnis von Placebo zu Verum) geeignet. 3. Zahlreiche Störgrößen (Confounder) erschweren die Bewertung subjektiver Symptome unter glutenarmer/-freier Kost. Letztere kann je nach Lebensmittelauswahl (z.B. vermehrt Gemüse mit löslichen Ballaststoffen) physiologische Verdauungseffekte bewirken und gastrointestinale Transitzeiten unabhängig vom Glutenverzicht verändern. 4. Streng glutenfreie Kost ist bei einer gesicherten Zöliakie wissenschaftlich begründet und unerlässlich. Bei einem medizinisch unbegründeten Glutenverzicht überwiegen jedoch potenzielle Nachteile und Risiken. 5. Aktuell kann wegen fehlender überzeugender Diagnosekriterien bei Verdacht einer NCGS ausschließlich eine sorgfältige Differenzialdiagnostik empfohlen werden. Hierzu gehören eine sorgfältige Anamnese, einschließlich eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs, eine allergologische Diagnostik und ein sicherer Ausschluss einer Zöliakie. Wir befürworten ein derartiges strukturiertes Vorgehen, da ohne eine medizinisch gesicherte Diagnose die Durchführung einer längeren Glutenkarenz nicht zu empfehlen ist.
Erstpublikation in Allergo J Int. 2018; 27: 147-151; DOI: 10.1007/s40629-018-0070-2Correspondence to:
Dr. rer. medic. Imke Reese
Ernährungsberatung und -therapie/Allergologie
Ansprenger Straße 19
80803 München
Email: [email protected]
Leitlinie
AWMF-Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie – Update 2021
Guideline (S2k) on acute therapy and management of anaphylaxis – 2021 update
J. Ring, K. Beyer, T. Biedermann, A. Bircher, M. Fischer, T. Fuchs, A. Heller, F. Hoffmann, I. Huttegger, T. Jakob, L. Klimek, M.V. Kopp, C. Kugler, L. Lange, O. Pfaar, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, R. Seifert, B. Stöcker, R. Treudler, C. Vogelberg, T. Werfel, M. Worm, H. Sitter und K. Brockow
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 356 - 388
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 5/2021, S. 356-388
AWMF-Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie – Update 2021
J. Ring1, K. Beyer2, T. Biedermann1, A. Bircher3, M. Fischer4, T. Fuchs5, A. Heller6, F. Hoffmann7, I. Huttegger8, T. Jakob9, L. Klimek10, M.V. Kopp11, C. Kugler1, L. Lange12, O. Pfaar13, E. Rietschel14, F. Ruëff15, S. Schnadt16, R. Seifert17, B. Stöcker18, R. Treudler19, C. Vogelberg20, T. Werfel21, M. Worm22, H. Sitter23 und K Brockow1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, München, 2Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 3Allergologische Poliklinik, Klinik für Dermatologie, Universitätsspital Basel, Basel, Schweiz, 4Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, ALB FILS Kliniken Göppingen, Göppingen, 5Hautklinik Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, 6Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, 7Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Ludwig-Maximilians- Universität München, München, 8Klinik für Pädiatrie, Universitätsklinikum Salzburg, Salzburg, Österreich, 9Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen, UKGM, Justus-Liebig-Universität, Gießen, 10Zentrum für Allergologie und Rhinologie Wiesbaden, Wiesbaden, 11Pädiatrische Pneumologie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital, Universität Bern, Schweiz, 12St. Marien-Hospital Bonn, Bonn, 13Sektion Rhinologie und Allergologie, HNO-Universitätsklinik Marburg, Medizinische Fakultät Marburg, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 14Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Universitätsklinikum Köln, Köln, 15Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum der Ludwig-Maximilians- Universität, München, 16Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), Mönchengladbach, 17Institut für Pharmakologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 18Praxis für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Poppelsdorfer Allee, Bonn, 19Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsmedizin Leipzig, Leipzig, 20Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Dresden, 21Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, 22Klinik für Dermatologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 23Institut für Chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, Marburg
Erstpublikation in Ring J, Beyer K, Biedermann T et al. Allergo J Int. 2021; 30: 1-25.
https://doi.org/10.1007/s40629-020-00158-yCorrespondence to:
Prof. Dr. Dr. Johannes Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
80802 München
Email: [email protected]