Pleuraerkrankungen – wo stehen wir heute?
Moderne Behandlung des Pleuraempyems – eine Standortbestimmung
G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 403 - 407
Abstract
G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Klinik Ambrock, Hagen, Kooperierende Klinik der Universität Witten/Herdecke
Der komplizierte parapneumonische Erguß/Pleuraempyem ist eine häufige Komplikation einer Pneumonie. Die Prognose verschlechtert sich entscheidend beim Vorliegen eines der folgenden Kriterien: einem pH-Wert von unter 7,2 oder einem positiven Kulturergebnis/Gramfärbung in der Pleuraflüssigkeit, dem makroskopischen Bild von Eiter, einer Ausdehnung von mehr als der Hälfte des Thoraxraums oder einer Septierung. Falls eines dieser Kriterien erfüllt ist, so wird der unmittelbare Beginn einer Drainagetherapie empfohlen. Obwohl in der Praxis häufig großlumige Pleuradrainagen eingelegt werden, konnten die Vorteile der großlumigen Drainagen bisher durch Studien nicht zweifelsfrei belegt werden, möglicherweise ist die exakte Positionierung der Drainage, z.B. durch eine Ultraschallkontrolle, wichtiger. In den letzten Jahren sind mehrere Studien bezüglich des Einsatzes von intrapleural applizierten Fibrinolytika erschienen, insbesondere hat eine multizentrische, prospektive randomisierte Studie aus Großbritannien (MISTI) aufgrund der Patientenzahl von 427 großes Interesse ausgelöst. Der generelle Einsatz von intrapleural applizierten Fibrinolytika bei allen Patienten mit einer Pleuradrainage kann derzeit nicht empfohlen werden, da ein signifikanter Vorteil sowohl für das Überleben als auch für die Notwendigkeit einer Operation nicht gezeigt werden konnte. Allerdings können einzelne Subgruppen von Patienten eventuell mit einem septierten Erguß durchaus von einer solchen Therapie profitieren. Engmaschige klinische Kontrollen sind unbedingt zu empfehlen, um die Notwendigkeit von invasiveren Maßnahmen rechtzeitig erkennen zu können. Eine definitive Therapie sollte innerhalb von 14 Tagen erfolgen.Correspondence to:
Dr. med. G. Nilius
Klinik für Pneumologie
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Serie: Aktuelles aus der Literatur
Mit neuen diagnostischen Methoden zu neuen Ufern: Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und anatomische optische Cohärenz-Tomographie (aOCT) bei Patienten mit OSAS
K.H. Rühle und G. Nilius
Price
42.00 $
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Jahrgang 32 p. 0 - -1
Abstract
K.H. Rühle und G. Nilius
Trainingstherapie bei chronisch obstruktiven Atemwegs- erkrankungen
Training der Atemmuskulatur bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung
K.H. Rühle und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 533 - 538
Abstract
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
In den letzten Jahren wurde außer dem Training der Extremitätenmuskulatur vermehrt die Trainierbarkeit der Atemmuskulatur untersucht. Es konnte gezeigt werden, daß bei COPD durch Training der Atemmuskulatur eine Leistungsverbesserung und eine Abnahme der Dyspnoe erreicht werden kann. In dieser Übersicht werden die Meßmethoden zur Analyse der Kraft und Ausdauer sowie die verschiedene Formen des Atemmuskeltrainings (inspiratorisches Muskeltraining (IMT), exspiratorisches Muskeltraining (EMT), und respiratorisches Muskeltraining (RMT)) vorgestellt. Früher bestand das Atemmuskeltraining in der Atmung gegen einen Widerstand. Heute kann das Training mit Geräten, bei denen Druck oder der Fluß genau definiert sind, sehr viel besser dosiert werden. Ein weiteres Trainingsverfahren arbeitet mit erhöhter Atemfrequenz und erhöhtem Atemzugvolumen und einem Rückatmungsbeutel, so daß Hypokapnien vermieden werden und eine ausreichende Trainingslast (Atemarbeit) erreicht wird. Die Tests zum Nachweis des Trainingseffekts wie maximale Leistungsfähigkeit, gemessen mit der maximalen O2- Aufnahme, Sechs-Minuten-Gehstrecke, dem maximalen Inspirationsdruck und maximalen Exspirationsdruck, sind allerdings erheblich mitarbeitsabhängig. Der positive Effekt des Trainings der Atemmuskulatur hinsichtlich Dyspnoe und Ausdauerleistung bei Patienten mit mittel- und schwergradiger COPD dürfte sowohl durch eine Verbesserung der Atemmuskelkraft- und Ausdauer als auch durch zentrale Anpassungsmechanismen wie verbesserte Koordination oder Änderung der Dyspnoeschwelle bedingt sein. Atemmuskeltraining ist deshalb eine weitere wichtige Komponente von Rehabilitationsprogrammen bei COPD-Patienten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin
Klinik Ambrock
Universität Witten-Herdecke
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Bedeutung schlafbezogener Atmungsstörungen für die Medizin
Wieviel Schlafmedizin braucht der Pneumologe?
Pneumology and sleep medicine
K.H. Rühle und G. Nilius
Jahrgang 34 p. 204 - 207
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 6/2008, S. 204–207
Wieviel Schlafmedizin braucht der Pneumologe?
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen
In diesem Überblick werden die Argumente zusammengetragen, die für die Erfordernis einer intensiven Beschäftigung des Pneumologen mit schlafmedizinischen Fragestellungen sprechen. Da für viele Patienten, die sich in einer pneumologischen Praxis beziehungsweise Klinik vorstellen, der nicht erholsame Schlaf im Vordergrund steht, sollte dem Pneumologen ein breites diagnostisches Spektrum zur Verfügung stehen. Bei der Einordnung grenzwertiger Krankheitsbilder hilft die Polysomnographie bei der Beurteilung der Relevanz, aber auch bei differenzialtherapeutischen Überlegungen. Eine Untersuchung aus der Versorgungspraxis weist darauf hin, dass bei alleiniger Polygraphie 6% der Patienten mit behandlungsbedürftigem Schlaf-Apnoe-Syndrom fälschlicherweise unbehandelt blieben, hingegen 11% der Patienten übertherapiert würden, bei denen keine Behandlung erforderlich ist. Vor allem bei Patienten mit schlechter Schlafqualität und Begleiterkrankungen wie COPD und Herzinsuffizienz wird der Schweregrad der schlafbezogenen Atemstörung falsch eingeschätzt. Eine aktuelle Studie zeigt zum Beispiel, dass 25% von Patienten mit Herzinsuffizienz durch die ambulante Polygraphie falsch negativ eingestuft würden. Besondere Erfahrung sollte der Pneumologe auf dem Gebiet der objektiven und subjektiven Einschätzung von Schläfrigkeit mitbringen, insbesondere im Hinblick auf die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit. Schlussfolgernd kann der Pneumologe erst durch die Kombination von pneumologischem und schlafmedizinischem Repertoire den genannten Anforderungen gerecht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrockerweg 60
D-58091 Hagen
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Übersicht
Das Management des obstruktiven Schlafapnoesyndroms im Spannungsfeld zwischen Evidenz und vereinfachten Strategien
The management of obstructive sleep apnea syndromes: between evidence and simplified strategies
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 34 p. 346 - 352
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 9/2008, S. 346–352
Das Management des obstruktiven Schlafapnoesyndroms im Spannungsfeld zwischen Evidenz und vereinfachten Strategien
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten-Herdecke, Hagen
In den letzten Jahren wurden die Empfehlungen zur Therapie des Schlafapnoesyndroms von verschiedenen Expertengremien überarbeitet und aktualisiert. Nach Empfehlungen der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin (AASM) gibt es klare Indikationen mit hohem Evidenz-Niveau zur Therapie mit CPAP. Das Vorgehen zur CPAP-Titration ist mit Studien, allerdings mit geringerem Evidenzniveau, abgesichert. Mit der Intention, Aufwand und Kosten einzusparen, zielen neuere Strategien auf eine Vereinfachung der Diagnostik, indem die unüberwachte Polygraphie favorisiert wird. Vereinfachte Therapiemodalitäten beinhalten häusliche Selbsttitration, Festlegung des fixen Druckes mit Formeln, die AHI und anthropometrische Daten enthalten. Besonders häufig wird die unüberwachte Autotitration im Schlaflabor oder Zuhause genutzt. In einem weiteren strategischen Ansatz wird sofort mit CPAP behandelt und man verzichtet auf die diagnostische Polysomnographie, sofern eine hohe Prätest-Wahrscheinlichkeit eines Schlafapnoesyndroms besteht. Diese vereinfachten Strategien leiden aber darunter, dass ein nicht unerheblicher Prozentsatz von Patienten nicht adäquat behandelt wird und viele Einschränkungen zu beachten sind. Die auf Evidenzgraden beruhenden Empfehlungen kompetenter Gremien bieten die Gewähr, dass alle Patienten einer richtigen Behandlung zugeführt werden. Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Spezielle Lungenfunktionsdiagnostik
Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen
Importance of lung function testing in the control and treatment of neuromuscular diseases
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 45 - 51
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 35, Nr. 1/2009, S. 45–51
Bedeutung der Lungenfunktionsdiagnostik bei der Therapiesteuerung von neuromuskulären Erkrankungen
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, HELIOS-Klinik Ambrock, Universität Witten/Herdecke, Hagen
Die Lungenfunktionsdiagnostik gewinnt in der Beurteilung von neuromuskulären Erkrankungen eine zunehmend wichtige Bedeutung. Neben der seriellen Bestimmung der Lungenvolumina sollte zusätzlich die Muskelkraft bestimmt werden, so dass eine drohende ventilatorische Erschöpfung rechtzeitig erkannt wird. Mittels portabler Geräte ist es möglich, die Muskelkraft der Atemmuskulatur auch im Krankenbett mit Tests wie Psniff und Pwhistle relativ zuverlässig zu bestimmen. Für wissenschaftliche Fragestellungen werden nicht mitarbeitsabhängige Tests wie z.B. die Messung der transdiaphragmalen Druckentwicklung nach elektrischer Stimulation (TwitchPdi) entwickelt. Eine drohende Muskelschwäche wird frühzeitig durch einen Sauerstoffsättigungsabfall beziehungsweise Anstieg des PCO2 während des Schlafs erkannt, so dass rechtzeitig die Indikation für eine nichtinvasive Beatmung gestellt werden kann. Die Elimination von Sekret durch die Husten-Clearance kann mit dem Husten-Peakflow überprüft und optimiert werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle; HELIOS-Klinik Ambrock, Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Ambrockerweg 60, D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Übersichtsarbeit
Differentialtherapie obstruktiver, schlafbezogener Atmungsstörungen
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 336 - 339
Abstract
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
HELIOS-Klinik Ambrock Hagen, Klinik für Pneumologie, Universität Witten-Herdecke
Aktuelle Therapiemöglichkeiten des obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS) beinhalten eine Therapie mittels Überdruckverfahren (APAP, BPAP, CPAP, PRCPAP) evtl. in Kombination mit einer Gewichtsreduktion. Bei Maskenintoleranz oder Druckintoleranz besteht die Alternative einer Protrusionsschienenbehandlung. Liegt der erforderliche Druck > 10 cmH2O oder besteht eine ausgeprägte Lage- und Schlafstadienabhängigkeit der Obstruktion, sollte der Patient mit einem automatischen CPAP- oder BPAP-Gerät versorgt werden. Weder automatischer CPAP, noch Bilevel-positiver Atemwegsdruck, noch PRCPAP erhöhen entscheidend die Langzeitcompliance. Protrusionsschienen (Oral Appliances, OAP) erweitern den Durchmesser der oberen Atemwege durch eine Vorverlagerung des Unterkiefers. Bei leichteren Formen erreicht man günstigere Ergebnisse bezüglich der Besserung der Symptome. Bei Versagen von PAP-Therapien sind OAP die erste Alternative. Die am häufigsten durchgeführten chirurgischen Behandlungen des Schnarchens und Schlafapnoesyndroms sind die Uvulopalatopharyngoplastik und die Radiofrequenz-Therapie. Die wenigen randomisierten, kontrollierten Studien zeigten im Vergleich zur Kontrolle keinen signifikanten Effekt, jedoch häufig Nebenwirkungen. Chirurgische Maßnahmen bei anatomisch bedingten Störungen sind eine weitere Therapieoption zur Behandlung eines nachgewiesenen obstruktiven Schlafapnoesyndroms.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Klinik für Pneumologie
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Schlaf und Atmung bei restriktiven Ventilationsstörungen
Schlaf und Atmung bei restriktiven Lungenerkrankungen – Diagnostik und Therapie
Sleep and breathing in restrictive lung diseases. Diagnosis and therapy
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Jahrgang 35 p. 451 - 455
Abstract
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Bei schwergradigen restriktiven Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose, Thoraxwanderkrankungen und neuromuskulären Erkrankungen werden pathologische Atmungsstörungen mit Verminderung des Atemzugvolumens und alveolärer Hypoventilation während des Schlafes beobachtet. Arousal-Reaktionen lösen vegetative Störungen wie unter anderem Blutdruckanstieg und Herzfrequenzerhöhung aus. Die Störungen der Atemtätigkeit verursachen erhebliche Änderungen der Schlafstruktur mit Konsequenzen für die Tagesbefindlichkeit, Lebensqualität und Lebenserwartung. Die Diagnose des Schweregrades und die Verschlechterung der Atmungsstörung kann mit geringem Aufwand am Tage mittels Lungenfunktionsuntersuchungen und frühzeitig durch eine Polysomnografie erfolgen. Nächtliche nichtinvasive Beatmung führt zu einer Verbesserung der nächtlichen Ventilation, des Gasaustausches und der Schlafarchitektur. In der vorliegenden Übersicht wird insbesondere auf die den Erkrankungen zugrunde liegenden Pathomechanismen sowie auf die neueren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten näher eingegangen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS Klinik Ambrock
Ambrockerweg 60
D–58091 Hagen
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Serie
Leitsymptome der Pneumologie: Dyspnoe
Guiding symptoms of pneumology: Dyspnea
K.-H. Rühle und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 428 - 434
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 10/2010, S. 428–434
Leitsymptome der Pneumologie: Dyspnoe
K.-H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen
Bei Dyspnoe handelt es sich um eine subjektive Erfahrung von Atembeschwerden, die aus qualitativ unterschiedlichen Empfindungen mit wechselnder Intensität bestehen. Atemnot resultiert aus Zusammenspiel von physiologischen, psychologischen, sozialen und Umweltfaktoren und kann physiologische Veränderungen und Verhaltensreaktionen auslösen. In der vorliegenden Übersicht soll hauptsächlich auf die pulmonal bedingte Dyspnoe näher eingegangen werden. Akute Atemnot ist das wichtigste Symptom bei Asthma bronchiale, chronische Dyspnoe stellt die häufigste und am meisten beeinträchtigende Beschwerdesymptomatik bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) dar. Dyspnoe entsteht aus einer Aktivierung des sensorischen und affektiven Kontrollsystems der Atmung. Lufthunger stellt ein wichtiges Signal dar, welches ähnlich wie die Empfindung von Schmerz vor einer eventuell lebensbedrohlichen Gefahr warnt. Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie können neuerdings die Aktivierungswege im limbischen System des Zentralnervensystems untersucht werden. Neben der Anamnese stehen zur Beurteilung von Dyspnoe während der täglichen Aktivität und unter Belastung verschiedene Fragebögen zur Verfügung. Die Patienten beschreiben die Atemnot mit relativ charakteristischen Begriffen, sodass eine schnelle Zuordnung zu einer pulmonalen oder kardialen Erkrankung möglich ist. Neben der medikamentösen, antiobstruktiven Therapie von Asthma und COPD stehen physikalische Maßnahmen im Vordergrund. Durch regelmäßiges Ergometer-Training bei COPD gelingt es zum Beispiel, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Dyspnoe zu verbessern. Sauerstofftherapie zur Reduktion der Ventilation, Atemmuskeltraining, medikamentöse Dämpfung des zentralen Atemantriebs sowie pharmakologische oder verhaltenstherapeutische Ansätze zur Veränderung der zentralen Wahrnehmung stellen weitere Optionen zur Behandlung der Dyspnoe dar.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrockerweg 60
D–58091 Hagen
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Übersicht
Obesitas-Hypoventilations-Syndrom: mehr als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?
Obesity-hypoventilation syndrome: more than obstructive sleep apnea syndrome?
K.H. Rühle und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 25 - 29
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 37, Nr. 1/2011, S. 25–29
Obesitas-Hypoventilations-Syndrom: mehr als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Das Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS) wird charakterisiert durch Adipositas (BMI > 30 kg/m2), eine schlafbezogene Atmungsstörung und alveoläre Hypoventilation mit Hyperkapnie (PaCO2 > 45 mmHg) im Wachzustand. Die Ursachen des OHS beruhen auf einer durch die Adipositas veränderten Atemmechanik und einer Atmungsregulationsstörung. Im Vergleich zum obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) sind Lebenserwartung und Lebensqualität vermindert. Das Risiko für eine pulmonale Hypertonie ist im Vergleich zum reinen OSA erhöht. Die Kosten, die durch ein OHS verursacht werden, liegen im Vergleich zu Obesitas-Patienten ohne Hyperkapnie wesentlich höher. Die Therapie des OHS mit CPAP ist in mehr als der Hälfte der Fälle erfolgreich. Gelingt es nicht, die Apnoe-Frequenz zu normalisieren sowie die nächtliche Desaturation und die Tageshyperkapnie zu beseitigen, sollten BiPAP-Verfahren eventuell in Kombination mit zusätzlicher O2-Zufuhr zum Einsatz kommen. Die Entscheidung über das endgültige Therapieverfahren kann oftmals erst nach einigen Wochen getroffen werden, deshalb sind Kontrolluntersuchungen unerlässlich. Bei guter Therapieadhärenz ist eine Verbesserung der Hyperkapnie zu erwarten. Da die Obesitas in starkem Maße mit der Hypoventilation korreliert, sollte eine relevante Gewichtsabnahme angestrebt werden. Konservative, medikamentös unterstützte Verfahren zur Gewichtsreduktion sind aufwendig und häufig nicht nachhaltig. Bei mittel- und schwergradiger Adipositas sollten auch operative Verfahren diskutiert werden. Im Vergleich zu Magen-Bypass und Gastroplastik stellt das Magenbanding ein weniger invasives Verfahren dar. Trotz der durch operative Verfahren erreichten Gewichtsreduktion persistiert das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, wenn auch in geringerer Ausprägung. Durch frühzeitige Diagnostik und Therapie des OHS können Komplikationen des im Vergleich zu OSAS schwergradigeren Krankheitsbildes verhindert werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik für Pneumologie
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
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Literatur-Kommentar
Metabolische Chirurgie bei obstruktiver Schlafapnoe
Metabolic surgery in obstructive sleep apnea
K.H. Rühle und G. Nilius
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Jahrgang 38 p. 311 - 312
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 7/2012, S. 311–312
Metabolische Chirurgie bei obstruktiver Schlafapnoe
K.H. Rühle1,2 und G. Nilius1,2
1HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen, 2Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS-Klinik Hagen-Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
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Schlafmedizin 2012
Längere obere Atemwege erhöhen das Risiko für obstruktive Schlafapnoe
Longer upper airways increase the risk of obstructive sleep apnea
K.H. Rühle und G. Nilius
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42.00 $
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Jahrgang 38 p. 455 - 455
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 11/2012, S. 455
Längere obere Atemwege erhöhen das Risiko für obstruktive Schlafapnoe
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock, Hagen, Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Prof. Dr. med. Karl-Heinz Rühle zum 70. Geburtstag
Editorial
Editorial
G. Nilius
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Jahrgang 38 p. 483 - 484
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 12/2012, S. 483–484
Editorial
G. Nilius
Prof. Dr. med. Karl-Heinz Rühle zum 70. Geburtstag
Die Atmungsunterstützung mittels nasaler High-Flow-Kanülen-Therapie (HFNC). Eine aktuelle Standortbestimmung
Respiratory support by high-flow nasal cannula therapy (HFNC)
G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 501 - 507
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 12/2012, S. 501–507
Die Atmungsunterstützung mittels nasaler High-Flow-Kanülen-Therapie (HFNC). Eine aktuelle Standortbestimmung
G. Nilius
Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Helios Klinik Ambrock, Hagen
In der Behandlung der akuten und chronischen respiratorischen Insuffizienz haben sich sowohl die Langzeitsauerstofftherapie (LOT) als auch die nichtinvasive Beatmung als Standardtherapien etabliert. Unter beiden Therapien treten jedoch unerwünschte Effekte auf, hierdurch ist die Adhärenz eingeschränkt: die LOT bewirkt besonders bei höheren Flüssen eine Austrocknung der Schleimhäute, die NIV wird von den Patienten aufgrund der Notwendigkeit, eine dicht schließende Maske zu tragen, häufig nicht ausreichend genutzt. Die nasale High-Flow- Therapie (HFNC) basiert auf der Einleitung eines auf etwa 32 bis 37 °C erwärmten, von etwa 100% relativer Luftfeuchtigkeit befeuchteten Sauerstoff-Luftgemisches in die Nase. In dem Artikel werden die bisher bekannten physiologischen Wirkmechanismen dieser Therapie diskutiert, möglicherweise ist die Auswaschung des nasalen Totraums hierbei der entscheidende Faktor. Weiterhin werden die Daten der bisher vorliegenden Studien besprochen. In der Neonatologie wird die HFNC bereits seit längerer Zeit eingesetzt. In der Erwachsenen-Medizin liegen bisher erst wenige Untersuchungen vor. In der Behandlung der akuten respiratorischen Insuffizienz scheint jedoch sowohl eine Steigerung der alveolären Ventilation als auch eine Verbesserung der Oxygenierung nachweisbar zu sein. In der Behandlung von Patienten mit einer chronischen respiratorischen Insuffizienz können möglicherweise eine Verbesserung der mukoziliären Clearance infolge der verbesserten Befeuchtung und eine Entlastung der Atempumpe infolge der Reduktion des nasalen Totraums erreicht werden. Jedoch müssen sowohl in der Behandlung der akuten als auch der chronischen respiratorischen Insuffizienz weitere Studien erfolgen.Correspondence to:
PD Dr. med. G. Nilius
Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin
HELIOS Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Übersicht
High-Flow-Sauerstofftherapie
High-flow oxygen therapy
K.-H. Rühle, U. Domanski und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 270 - 274
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 39, Nr. 7/2013, S. 270–274
High-Flow-Sauerstofftherapie
K.-H. Rühle1,2, U. Domanski1 und G. Nilius1,2
1Klinik für Pneumologie, HELIOS Klinik Ambrock, Hagen, 2Universität Witten-Herdecke
Bei einer High-Flow-O2-Therapie werden Flussraten über 6 l/min appliziert. Dabei ist eine Anfeuchtung und Anwärmung erforderlich, da sonst die Schleimhäute der oberen Atemwege austrocknen würden und durch die kalte Luft eine Bronchokonstriktion ausgelöst werden kann. High-Flow-O2-Therapie wird zur Therapie des hypoxämischen Atemversagens eingesetzt. Infolge technischer Verbesserungen können heute Flussraten bis 50 l/min erreicht werden. Bei dieser Flussrate entsteht ein Staudruck, wodurch eine Erweiterung der oberen Atemwege mit Reduktion des Atemwegswiderstands resultiert. Infolge der kontinuierlichen Luftzufuhr wird der Totraum der oberen Atemwege ausgewaschen, sodass die CO2-Elimination verbessert wird. Die Anwendung der High-Flow-O2-Therapie erfordert spezielle Nasenkanülen, die aber die Nasenöffnung nicht verschließen sollten, sodass Luft sowohl während der In- als auch der Exspiration vorbeifließen kann. Durch Beimischung von reinem Sauerstoff können selbst bei Flussraten von über 40 l/min inspiratorische Sauerstoffkonzentrationen über 40% erreicht werden. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen der Sauerstofftherapie empfiehlt es sich, die arterielle Sauerstoffsättigung zwischen 88% und 92% zu titrieren. Bei den Geräten zur High-Flow- O2-Therapie wird die angesaugte Luft durch einen Warmluftbefeuchter geleitet. Die angefeuchtete und angewärmte Luft wird über einen beheizten Schlauch bis zur Nasenkanüle weitergeleitet. Durch den kombinierten Effekt der erhöhten Sauerstoffkonzentration, der Anhebung des endexspiratorischen Druckes und der Auswaschung des Totraums wird eine signifikant geringere Atemfrequenz bei konstantem bzw. erniedrigtem PCO2 erzielt. Erste Untersuchungen weisen darauf hin, dass bei dem Vorliegen einer geringgradigen ventilatorischen Insuffizienz und Akzeptanzproblemen hinsichtlich einer nichtinvasiven Ventilation die High-Flow-O2-Therapie als Alternative infrage kommt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
Klinik für Pneumologie
HELIOS Klinik Hagen-Ambrock
Ambrocker Weg 60
D–58091 Hagen
Email: [email protected]
Literatur-Kommentar
Blutdrucksenkende Effekte von CPAP bei therapieresistenter Hypertonie
Blood pressure-lowering effects of CPAP in therapy-resistant hypertension
K.H. Rühle und G. Nilius
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Jahrgang 40 p. 200 - 201
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 40, Nr. 5/2014, S. 200–201
Blutdrucksenkende Effekte von CPAP bei therapieresistenter Hypertonie
K.H. Rühle und G. Nilius
Klinik für Pneumologie, HELIOS-Klinik Ambrock Hagen, Universität Witten-Herdecke
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.H. Rühle
Klinik Ambrock
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: [email protected]
Nasaler High-Flow
NHF in klinischen Situationen: Akute Exacerbationen der COPD
NHF in clinical situations: Acute exacerbations of COPD
M. Richter und G. Nilius
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42.00 $
Jahrgang 46 (2020) p. 52 - 60
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 46, Nr. 1/2020, S. 52-60
NHF in klinischen Situationen: Akute Exacerbationen der COPD
M. Richter1 und G. Nilius1#2
1Kliniken Essen Mitte, Essen, 2Universität Witten-Herdecke
Exacerbationen sind bedeutsame Ereignisse für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und haben nachteilige Auswirkungen auf die Progression und Lebensqualität. Häufige Exacerbationen sind mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Im Vordergrund der Therapie steht die Behandlung mit β2-Sympathikomimetika und Anticholinergika, Glukokortikoiden und mit Antibiotika. Eine Hypoxie wird oftmals mit Sauerstoff-Applikationen ausgeglichen, jedoch kann eine unkontrollierte hohe Sauerstoff-Gabe eine Erhöhung der Sterblichkeit bewirken [1]. Daher wird eine Titration der Sauerstoffgabe mit einer Zielsättigung von 88 – 92% in Kombination mit regelmäßigen Blutgasanalysen empfohlen. Patienten mit einer akuten hyperkapnischen Ateminsuffizienz und respiratorischer Azidose (pH < 7,35) zeigen eine hohe Letalität. Daher ist die sofortige Einleitung einer nichtinvasiven Beatmung (NIV) notwendig. Wie ein aktuelles Cochrane Review zeigt, kann die Sterblichkeit hierdurch um 46% und die Notwendigkeit für eine Intubation sogar um 64% gesenkt werden [2]. Entgegen dieser klaren wissenschaftlichen Datenlage stellt sich die Versorgungsrealität in Europa konträr dar: Nur bei etwa 82% der Patienten erfolgt die notwendige Blutgasanalyse und nur etwa die Hälfte der Patienten mit einer respiratorischen Azidose werden mit einer NIV behandelt [3]. Eine erhöhte Sterblichkeit der COPD-Patienten aufgrund der fehlenden Umsetzung der klaren wissenschaftlichen Evidenz ist daher zu vermuten.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Georg Nilius
KEM | Kliniken Essen-Mitte
Pneumologie
Am Deimelsberg 34 a
45276 Essen
Email: [email protected]
Nachruf
In Memoriam Prof. Dr. med. Karl Heinz Rühle
N. Netzer und G. Nilius
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Jahrgang 50 (2024) p. 593 - 594
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 50, Nr. 12/2024, S. 593-594
In Memoriam Prof. Dr. med. Karl Heinz Rühle
N. Netzer und G. Nilius
Aktuelle Aspekte in der Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen
Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Schlafmedizin – Stehen wir vor einem Zeitenwandel?
The impact of artificial intelligence on sleep medicine – the dawning of a new era?
G. Nilius
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42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 523 - 527
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 10/2025, S. 523-527
Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Schlafmedizin – Stehen wir vor einem Zeitenwandel?
G. Nilius
Klinikum Dortmund gGmbH, Dortmund
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) leitet eine tiefgreifende technologische Wende ein, die zahlreiche Bereiche, von der Verwaltung bis zur Medizin, fundamental verändert. KI ist ein Oberbegriff für Technologien, die menschliches Denken und Problemlösen nachahmen, wobei besonders das maschinelle Lernen und Deep-Learning mittels neuronaler Netzwerke zum Einsatz kommen, um aus großen Datenmengen zu lernen. In der Medizin gewinnt KI zunehmend an Bedeutung, beispielsweise in der Bildverarbeitung (Röntgenbilder) und der Mustererkennung in elektronischen Patientenakten. Insbesondere in der Schlafmedizin verspricht KI eine Zeitenwende: Sie kann zur Verbesserung von Diagnosen und Optimierung von Therapien bei Schlafstörungen beitragen. Fortschritte zeigen sich in der ambulanten Diagnostik durch tragbare Sensoren (Wearables) und KI-Algorithmen, die eine zuverlässigere Erkennung von Schlafmustern und schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) ermöglichen, selbst bei gigantischen Datenmengen. Auch im Schlaflabor unterstützt KI die Diagnostik mittels Polysomnographie (PSG). Durch die Analyse riesiger Biosignaldaten kann KI das „Scoring“ (die Einteilung der Schlafstadien) präziser, schneller und standardisierter gestalten, um die hohe Variabilität der manuellen Auswertungen zu reduzieren. Zukünftig versrpicht KI eine personalisierte Risikovorhersage für Folgeerkrankungen von Schlafstörungen ermöglichen, die über den alleinigen AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index) hinausgeht und so zu maßgeschneiderten Therapieentscheidungen führt. Trotz Herausforderungen wie dem Datenschutz und der Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen bleibt die Verantwortung und Haftung beim Arzt. Dennoch ist die Zukunft klar: KI wird zu einem unverzichtbaren Werkzeug für eine präzisere, effizientere und personalisierte Schlafmedizin, ohne den Schlafmediziner zu ersetzen.Correspondence to:
Prof. Dr. Georg Nilius
Klinikum Dortmund gGmbH
Münsterstr. 240
44145 Dortmund
Email: [email protected]
Übersicht
Nasale High-Flow Therapie bei hyperkapnischen COPD-Patienten
Nasal high-flow therapy for hypercapnic COPD patients
M. Khalaf und G. Nilius
Price
42.00 $
Jahrgang 51 (2025) p. 536 - 540
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 51, Nr. 10/2025, S. 536-540
Nasale High-Flow Therapie bei hyperkapnischen COPD-Patienten
M. Khalaf1 und G. Nilius2
1Kliniken Essen Mitte, 2Klinikum Dortmund, Universität Witten-Herdecke, Dortmund
Die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, charakterisiert durch eine progressive, nur teilreversibie Obstruktion und Zerstörung der kleinen Atemwege, die zu einer exspiratorischen Flusslimitation führt. Die Erkrankung ist heterogen und umfasst Phänotypen wie die chronische Bronchitis, das Lungenemphysem und den pulmonalvaskulären Phänotyp. Hyperkapnie (erhöhter CO2-Gehalt im Blut) bei COPD resultiert aus einem Ungleichgewicht zwischen erhöhtem Atemantrieb und verminderter Kapazität der Atempumpe. Die Nasale High-Flow (NHF) Therapie liefert bis zu 60 l/min erwärmten und befeuchteten Sauerstoff und hat sich zwischen konventioneller Sauerstofftherapie und nicht invasiver Beatmung (NIV) etabliert. Physiologisch verbessert NHF die Atmung, indem sie den anatomischen Totraum auswäscht (CO2-Rebreathing reduziert), die mukoziliäre Clearance fördert und einen positiven Atemwegsdruck erzeugt. Aktuelle Studien deuten auf eine Überlegenheit der NHF-Therapie gegenüber der Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) bei mild hyperkapnischen COPD-Patienten hin. NHF konnte das Risiko moderater bis schwerer Exazerbationen und Hospitalisierungen reduzieren, während sie die PaCO2-Werte stabil hielt oder im Schlaf sogar senkte. Die NHF-Therapie könnte eine Alternative zur NIV für chronisch hyperkapnische COPD-Patienten darstellen, insbesondere bei NIV-Unverträglichkeit. Aktuelle Studien deuteten auf eine Nicht-Unterlegenheit der NHF im Vergleich zur NIV hinsichtlich der PCO2-Absenkung hin, wobei NHF oft mit einem höheren Patientenkomfort verbunden ist. Die Evidenz zur Rolle der NHF bei akuter COPD-Exazerbation mit hyperkapnischem Atemversagen ist begrenzt. Erste Studien deuten auf keine Unterlegenheit der NHF gegenüber der NIV bezüglich des Intubationsrisikos, wobei auch hier der höhere Komfort der NHF hervorgehoben wurde. Größere, laufende Studien sind erforderlich, um den Stellenwert von NHF in diesem akuten Setting abschließend zu klären.Correspondence to:
Prof. Dr. Georg Nilius
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