Originalarbeit
Bestimmungen von L-Laktat im Atemkondensat in Ruhe sowie bei fahrradergometrischen Belastungsuntersuchungen
Measurements of L-lactate in exhaled breath condensate at rest and bicycle exercise
E. Marek, K. Mückenhoff, H.J. Streckert, G. Becher und W. Marek
Jahrgang 34 p. 252 - 260
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 34, Nr. 7/2008, S. 252–260
Bestimmungen von L-Laktat im Atemkondensat in Ruhe sowie bei fahrradergometrischen Belastungsuntersuchungen
E. Marek1, K. Mückenhoff2, H.J. Streckert3, G. Becher4 und W. Marek1
1Institut für Arbeitsphysiologie an der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum, 2Institut für Physiologie, Ruhr-Universität Bochum, 3dsdiagnostics GmbH Witten, 4FILT GmbH Berlin
Hintergrund: Die Bestimmung von Stoffwechselmetaboliten wie L-Laktat im Atemkondensat hat den Vorteil einer nichtinvasiven Methode. Dies wurde durch die neuartige Entwicklung von Enzymsensoren für L-Laktat möglich. Wir überprüften an jungen gesunden Versuchspersonen, ob ein Nachweis von L-Laktat im Atemkondensat unter der Bedingung der Ruhe und der submaximalen Belastung möglich ist. Methoden: Unter Ruhebedingungen und während körperlicher Belastung von 60 und 120 Watt auf dem Fahrradergometer im steady state wurde bei 21 Probanden bei jeder Belastungsstufe Atemkondensat (EBC) aus 100 l ausgeatmeter Luft hergestellt, in dem mit Hilfe der Enzymbiosensoren (Eco-Check, Viasys Health Care) Wasserstoffperoxid gemessen wurde. Dabei wurde L-Laktat durch Oxidation zu Pyruvat und H2O2 gespalten, anschließend wurde das entstandene H2O2 amperometrisch nach peroxidasevermittelter Reduktion zu Wasser und H+-Ionen gemessen. Die Ausscheidungsraten wurden aus den Konzentrationen im Atemkondensat und der Sammelzeit berechnet und in den Einheiten nmol/min für L-Laktat angegeben. Ergebnisse: In Ruhe wurden 100 l Ausatemluft in 9,4 ± 4,35 min gesammelt und daraus im Mittel 1,25 ± 0,48 ml EBC gewonnen, auf der 60 Wattstufe in 6,15 ± 1,8 min 1,21 ± 0,40 ml EBC und auf der 120 Wattstufe in 4,35 ± 0,94 min 1,06 ± 0,29 ml. In Ruhe fanden wir eine mittlere L-Laktatabgabe von 3,1 ± 2,67 nmol/min, die auf der 60 Wattstufe auf 9,3 ± 4,9 nmol/min anstieg (p < 0,0005) und bei 120 Watt einen Wert von 15,9 ± 10,6 nmol/min (p < 0,0005) erreichte. Die Laktatabgabe war dabei proportional zur Sauerstoffaufnahme (r = 0,99). Schlussfolgerungen: Bereits in Ruhe werden deutlich bestimmbare Ausscheidungsraten für L-Laktat im Atemkondensat gefunden. Unter externer Belastung wird ein Anstieg der L-Laktatabgabe gemessen, der mit der Sauerstoffaufnahme korrelierte. Inwieweit dieser mit der belastungsabhängigen Laktatkonzentration im arteriellen Blut korreliert, soll in weiterführenden Untersuchungen ermittelt werden.Correspondence to:
PD Dr. rer. nat. W. Marek
Institut für Arbeitsphysiologie
an der Augusta-Kranken-Anstalt
Bergstraße 26
D-44791 Bochum
Email: [email protected]
Originalarbeit
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich und K.P. Zimmer
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 421 - 428
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 10/2010, S. 421–428
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 und K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Hintergrund: Omalizumab wird erfolgreich als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Kindern ab 6 Jahren mit schwerem persistierendem allergischen Asthma eingesetzt. Dosierung und Häufigkeit der Applikation von Omalizumab richten sich nach dem Gesamt-IgE im Serum und dem Körpergewicht vor Therapiebeginn. Da bei den meisten kommerziellen IgE-Assays sowohl freies als auch an Omalizumab gebundenes IgE gemessen wird, kommt es zu einem angeblichen Anstieg des Gesamt-IgE im Verlauf der Therapie. Diese allgemein akzeptierte Feststellung soll überprüft werden. Methodik: Wir berichten von 10 Patienten im Alter von 8 – 17 Jahren, bei denen wir wegen eines schweren allergischen Asthma bronchiale eine Therapie mit Omalizumab einleiteten. Das Asthma war teilweise kombiniert mit einer ausgeprägten Rhinokonjunktivitis, Erdnussallergie, Insektengiftallergie oder atopischen Dermatitis. Im Abstand von 3 – 6 Monaten wurde vor jeder Omalizumab-Injektion das Gesamt-IgE im Serum bestimmt (Sandwich-Immunassay ADVIA Centaur). Ergebnisse: Sechs Monate nach Therapiebeginn mit Omalizumab war bei allen Patienten ein deutlicher Abfall der Gesamt-IgE-Konzentration im Vergleich zum Therapiebeginn nachweisbar (p < 0,003). Bei allen Patienten zeigte sich eine sehr gute Verträglichkeit von Omalizumab sowie eine Reduktion der Häufigkeit der Asthmaexazerbationen, der Notfallbehandlungen und der Dosis der inhalativen Glukokortikoide sowie eine Verbesserung des PEF. Alle Kinder und Jugendlichen berichten von einer deutlich gebesserten Lebensqualität. Schlussfolgerungen: Der in der Literatur beschriebene Anstieg der Gesamt-IgE-Konzentrationen nach Omalizumab konnte nicht bestätigt werden. Die Wertigkeit des Gesamt-IgE im Serum als Verlaufsparameter sollte durch kontrollierte Studien zur Sensitivität und Spezifität der jeweiligen Assays untersucht werden. Damit gerade im Kindes- und Jugendalter die angemessene Dosis von Omalizumab appliziert wird, erscheint die Etablierung eines Verlaufsparameters (freies IgE und/oder Gesamt-IgE) zur Steuerung der Therapie dringend erforderlich. Patienten mit einer Omalizumab-Therapie müssen engmaschig ärztlich betreut werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich und K.P. Zimmer
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 131 - 138
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 37, Nr. 4/2011, S. 131–138
Therapiemonitoring von Omalizumab im Kindes- und Jugendalter
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 und K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Hintergrund: Omalizumab wird erfolgreich als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Kindern ab 6 Jahren mit schwerem persistierendem allergischen Asthma eingesetzt. Dosierung und Häufigkeit der Applikation von Omalizumab richten sich nach dem Gesamt-IgE im Serum und dem Körpergewicht vor Therapiebeginn. Da bei den meisten kommerziellen IgE-Assays sowohl freies als auch an Omalizumab gebundenes IgE gemessen wird, kommt es zu einem angeblichen Anstieg des Gesamt-IgE im Verlauf der Therapie. Diese allgemein akzeptierte Feststellung soll überprüft werden. Methodik: Wir berichten von 10 Patienten im Alter von 8 – 17 Jahren, bei denen wir wegen eines schweren allergischen Asthma bronchiale eine Therapie mit Omalizumab einleiteten. Das Asthma war teilweise kombiniert mit einer ausgeprägten Rhinokonjunktivitis, Erdnussallergie, Insektengiftallergie oder atopischen Dermatitis. Im Abstand von 3 – 6 Monaten wurde vor jeder Omalizumab-Injektion das Gesamt-IgE im Serum bestimmt (Sandwich-Immunassay ADVIA Centaur). Ergebnisse: Sechs Monate nach Therapiebeginn mit Omalizumab war bei allen Patienten ein deutlicher Abfall der Gesamt-IgE-Konzentration im Vergleich zum Therapiebeginn nachweisbar (p < 0,003). Bei allen Patienten zeigte sich eine sehr gute Verträglichkeit von Omalizumab sowie eine Reduktion der Häufigkeit der Asthmaexazerbationen, der Notfallbehandlungen und der Dosis der inhalativen Glukokortikoide sowie eine Verbesserung des PEF. Alle Kinder und Jugendlichen berichten von einer deutlich gebesserten Lebensqualität. Schlussfolgerungen: Der in der Literatur beschriebene Anstieg der Gesamt-IgE-Konzentrationen nach Omalizumab konnte nicht bestätigt werden. Die Wertigkeit des Gesamt-IgE im Serum als Verlaufsparameter sollte durch kontrollierte Studien zur Sensitivität und Spezifität der jeweiligen Assays untersucht werden. Damit gerade im Kindes- und Jugendalter die angemessene Dosis von Omalizumab appliziert wird, erscheint die Etablierung eines Verlaufsparameters (freies IgE und/oder Gesamt-IgE) zur Steuerung der Therapie dringend erforderlich. Patienten mit einer Omalizumab-Therapie müssen engmaschig ärztlich betreut werden.Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Original paper
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß, A. Schmidt, H. Lindemann, S. Rudloff, A. Staatz, P. Strohner, G. Becher, L. Nährlich and K.P. Zimmer
Volume 2 (2018) p. 32 - 38
Abstract
Allergologie select, Volume 2, Nr. 1/2018 (32-38)
Monitoring of omalizumab therapy in children and adolescents
J.O. Steiß1, A. Schmidt1, H. Lindemann1, S. Rudloff1, A. Staatz2, P. Strohner2, G. Becher3, L. Nährlich1 and K.P. Zimmer1
1Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2BioTeZ Berlin-Buch GmbH, 3BecherConsult GmbH Berlin
Background: Omalizumab is a successfully implemented supplementary therapy for improving asthma control in children aged 6 years and older with severe persistent allergic asthma. The dosage of omalizumab depends on body weight and IgE level, yet no parameter has been established to guide dosage changes during therapy. Clinical studies in patients with allergic asthma or allergic rhinitis revealed a clinically relevant improvement by using omalizumab leading to concentrations of free serum IgE reported to be lower than 50 ng/ml. Therefore, only the question concerning the concentrations of free IgE used in a therapy with omalizumab is regarded of clinical importance, while total IgE (free and omalizumab-bound IgE) increases during treatment.
Patients and methods: Ten patients, 8 to 17 years of age, received therapy with omalizumab due to severe allergic asthma. In addition, the patients had pronounced rhinoconjunctivitis, food allergy, insect sting allergy, and/or neurodermitis. The total IgE in the serum was measured in the patients 3 – 6 monthly before each omalizumab injection as a potential progress parameter (Sandwich-Immunoassay ADVIA Centaur).
Results: Six months after beginning of the therapy with omalizumab, a significant decrease of the total IgE concentration was found, in comparison to the baseline values (p < 0.003). In all patients the tolerability of omalizumab was very good: there was a reduction in the frequency of the asthma exacerbations and rescue medications. All patients reported a clearly improved quality of life.
Conclusions: A general increase in IgE was not observed in any of the children we treated with omalizumab. Apart from the development of routine assays to determine free serum IgE levels, the significance of the total serum IgE as a suitable control of an omalizumab therapy should be further investigated in controlled studies with regard to sensitivity and specificity. In order to only administer the lowest necessary dose of omalizumab especially in children and adolescents, the establishment of laboratory parameters (free IgE and/or total IgE) to adequately monitor the therapy is urgently needed. Patients undergoing an omalizumab therapy require medical supervision at close intervals.
German version published in Allergologie, Vol. 33, No. 10/2010, p. 421-428Correspondence to:
PD Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Justus-Liebig-Universität
Feulgenstraße 12
D–35385 Gießen
Email: [email protected]
Lungenfunktionsdiagnostik, Teil 5
Atemgasanalyse (Exhalat-Diagnostik)
Breath gas analysis (exhalate diagnostic)
G. Becher
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2023) p. 482 - 498
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 49, Nr. 10/2023, S. 482-498
Atemgasanalyse (Exhalat-Diagnostik)
G. Becher
BecherConsult GmbH, Bernau bei Berlin
Die Atemgasanalyse hat in den letzten Jahren einen völlig neuen Stellenwert erlangt. Nach einer zeitweiligen Euphorie zur Atemkondensatsammlung und zur Erkennung von Krankheitsmarkern aus dem Atemkondensat, ermöglichen verbesserte Aufnahme- und Analyseverfahren neue Ansätze zur Übernahme in die klinische Diagnostik, nicht nur im Sinne von Atemwegserkrankungen. Die Messung des exspiratorischen Stickstoffmonoxids (Fraction of exhaled NO; FeNO) ist inzwischen für das nichtinvasive Monitoring der Atemwegsentzündung, der Eosinophilenaktivität und dem Ansprechen auf Glukokortikoide beim Asthma etabliert. Derzeitiger Hinderungsgrund für eine breite Anwendung der Atemgasanalyse sind die Geräteverfügbarkeit und die hohen Kosten pro Messung bei fehlender Abrechenbarkeit über EBM. Damit gibt es zumindest in Deutschland weiterhin noch keine Anwendung im engmaschigen Entzündungsmonitoring, was dem Trend zur individualisierten Medizin widerspricht. Andere Atemgasanalyseverfahren sind immer noch im experimentellen Stadium. Schon jetzt interessant sind auf jeden Fall das Therapiemonitoring z. B. für Propofol im Exhalat als Ersatz für eine Serumuntersuchung und die Möglichkeit einer Infektionskontrolle mittels Ausatemluft. Die Ionenbeweglichkeitsspektrometrie, die inzwischen online verfügbar ist, gestattet die Durchführung beider Methoden.Correspondence to:
Dr. med. Gunther Becher
Facharzt für Pathophysiologie/Umweltmedizin
BecherConsult GmbH
Fröbelweg 33
16321 Bernau bei Berlin
Email: [email protected]