Schweres Lungenversagen (ARDS)
Extrakorporale Therapie des akuten Lungenversagens
Acute respiratory distress syndrome – extracorporeal therapy
F. Seiler, S.I. Hörsch, P.M. Lepper und A. Becker
Price
42.00 $
Jahrgang 45 (2019) p. 142 - 148
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 45, Nr. 3/2019, S. 142-148
Extrakorporale Therapie des akuten Lungenversagens
F. Seiler1#3, S.I. Hörsch2#3, P.M. Lepper1#3 und A. Becker1#3
1Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie, Intensivmedizin, 2Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, 3ECLS Center Saar, Homburg
Das akute Lungenversagen (ARDS) ist gekennzeichnet durch variabel ausgeprägte Gasaustauschstörungen. Bei schweren Verläufen kann es trotz optimierter Beatmung zu einem hypoxischen und/oder hyperkapnischen Lungenversagen kommen; für diese Fälle stehen moderne extrakorporale Lungenersatzverfahren zur Verfügung. Auch wenn wenig qualitativ hochwertige Daten existieren, die einen Vorteil im Hinblick auf die Mortalität belegen, hat sich die extrakorporale Therapie im klinischen Einsatz bewährt und wird in den aktuellen Leitlinien bei therapierefraktärem hypoxischem Lungenversagen als Rescue-Therapie empfohlen. Bei hyperkapnischem Lungenversagen ist der Stellenwert einer extrakorporalen Lungenersatztherapie weniger klar, kann jedoch als Rescue-Therapie ebenfalls erwogen werden. Bei drohendem respiratorischem Versagen sollte daher frühzeitig die Kontaktaufnahme mit einem ARDS-/ECMO-Zentrum mit entsprechender Erfahrung und Strukturqualität erfolgen.Correspondence to:
PD Dr. med. Philipp M. Lepper
Klinik für Innere Medizin V –
Pneumologie, Allergologie, Intensivmedizin
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße 100
66421 Homburg/Saar
Email: [email protected]
Schweres Lungenversagen (ARDS)
Extrakorporale Therapie des akuten Lungenversagens
Acute respiratory distress syndrome – extracorporeal therapy
F. Seiler, S.I. Hörsch, P.M. Lepper und A. Becker
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2019) p. 206 - 212
Abstract
Intensiv und Notfallbehandlung, Jahrgang 44, Nr. 4/2019, S. 206-212
Extrakorporale Therapie des akuten Lungenversagens
F. Seiler1#3, S.I. Hörsch2#3, P.M. Lepper1#3 und A. Becker1#3
1Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie, Intensivmedizin, 2Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, 3ECLS Center Saar, Homburg
Das akute Lungenversagen (ARDS) ist gekennzeichnet durch variabel ausgeprägte Gasaustauschstörungen. Bei schweren Verläufen kann es trotz optimierter Beatmung zu einem hypoxischen und/oder hyperkapnischen Lungenversagen kommen; für diese Fälle stehen moderne extrakorporale Lungenersatzverfahren zur Verfügung. Auch wenn wenig qualitativ hochwertige Daten existieren, die einen Vorteil im Hinblick auf die Mortalität belegen, hat sich die extrakorporale Therapie im klinischen Einsatz bewährt und wird in den aktuellen Leitlinien bei therapierefraktärem hypoxischem Lungenversagen als Rescue-Therapie empfohlen. Bei hyperkapnischem Lungenversagen ist der Stellenwert einer extrakorporalen Lungenersatztherapie weniger klar, kann jedoch als Rescue-Therapie ebenfalls erwogen werden. Bei drohendem respiratorischem Versagen sollte daher frühzeitig die Kontaktaufnahme mit einem ARDS-/ECMO-Zentrum mit entsprechender Erfahrung und Strukturqualität erfolgen.Correspondence to:
PD Dr. med. Philipp M. Lepper
Klinik für Innere Medizin V –
Pneumologie, Allergologie, Intensivmedizin
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße 100
66421 Homburg/Saar
Email: [email protected]
Pneumologische Intensivmedizin
Frühzeitige Tracheotomie bei COVID-19-Patienten – eine retrospektive Analyse und mathematische Risikoabschätzung
Early tracheotomy in COVID-19 patients: A retrospective analysis and mathematical risk estimation
T. Mertke, G. Danziger, S. Mang, A. Becker, C. Metz, A. Raddatz, A. Westheider, H. Wehrfritz, D.Horn, R.M. Muellenbach, T. Volk, R. Bals, F. Seiler und P.M. Lepper
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2022) p. 176 - 177
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 47, Nr. 4/2022, S. 176-177
Frühzeitige Tracheotomie bei COVID-19-Patienten – eine retrospektive Analyse und mathematische Risikoabschätzung
T. Mertke1#5, G. Danziger2#5, S. Mang2#5, A. Becker2#5, C. Metz2#5, A. Raddatz1#5, A. Westheider2#5, H. Wehrfritz2#5, D.Horn3#5, R.M. Muellenbach4, T. Volk1#5, R. Bals2#5, F. Seiler2#5 und P.M. Lepper2#5
1Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, 2Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie und Intensivmedizin, 3Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, 4Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Campus Kassel der Universität Southampton, Kassel, 5Interdisziplinäres COVID-19-Behandlungszentrum des Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg
Leitlinien zur Langzeitbeatmung kommen zum Schluss, dass die Tracheotomie Vorteile in der Patientenbehandlung bietet. In der Corona-Virus 19 (COVID19)-Pandemie wird die Tracheotomie jedoch allgemein als eine unsichere und riskante Prozedur angesehen. Um dieses Risiko zu quantifizieren haben wir die bei uns durchgeführten Tracheotomien evaluiert und ein mathematisches Modell zur Risikoevaluierung erstellt. Die Tracheotomien wurden sowohl von erfahrenen Intensivmedizinern, als auch Weiterzubildenden unter Aufsicht durchgeführt. Bei der Durchführung der Tracheotomien wurde eine persönliche Schutzausrüstung (PPE) getragen. Die Patienten oder ihre rechtlichen Vertreter gaben ihr Einverständnis für die Prozedur. Des Weiteren erfolgte die Berechnung des theoretischen Infektionsrisikos mittels Monte-Carlo-Simulation für aerogene Übertragungen, basierend auf der Wells-Riley-Gleichung. Unsere theoretischen Berechnungen ergaben ein Infektionsrisiko zwischen 0,08 ± 0,03% und 2,5 ± 0,8%, abhängig von den angestellten Vermutungen (z. B. Menge der generierten infektiösen Aerosole, Expositionsdauer, Art der Schutzausrüstung). Die Monte-Carlo-Simulation ergab ein niedriges bis sehr niedriges Infektionsrisiko, wenn die persönliche Schutzausrüstung korrekt genutzt wird. Die tracheotomierten Patienten waren im Durchschnitt 61 Jahre alt (Median 60 ± 7 Jahre), der durchschnittliche BMI war 31,3 kg/m² (Median 29,6 ± 6,9 kg/m²). Sämtliche Tracheotomien wurden als dilatative Tracheotomie (PDT) durchgeführt. Es kam zu keinen Komplikationen oder Todesfällen durch die Prozedur. Die Gesamtmortalität der tracheotomierten COVID-19-Patienten war 6 von 16 (37,5%). An den Tracheotomien waren insgesamt 59 Personen beteiligt, es konnte keine Infektion nachgewiesen werden. Das theoretische Risiko einer Infektion bei einer dilatativen Tracheotomie ist gering. Technisch erfolgt die Tracheotomie wie sonst auch, der einzige Unterschied besteht in der persönlichen Schutzausrüstung.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Philipp M. Lepper
Department of Pneumology, Allergology and Intensive Care Medicine
Saarland University Hospital
Kirrberger Strasse 100
66421 Homburg/Saar
Email: [email protected]
Pneumologische Intensivmedizin
Entwöhnung von der ECMO – eine einfache Anleitung
Achieving liberation from ECMO – a simple guide to weaning
A. Becker, T. Mokry, A. Omlor, S. Mang, G. Danziger, C. Zeiner, P.M. Lepper und F. Seiler
Price
42.00 $
Jahrgang 47 (2022) p. 189 - 189
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 47, Nr. 4/2022, S. 189
Entwöhnung von der ECMO – eine einfache Anleitung
A. Becker1#2, T. Mokry1#2, A. Omlor1#2, S. Mang1#2, G. Danziger1#2, C. Zeiner1#2, P.M. Lepper1#2 und F. Seiler1#2
1Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, 2ECLS-Zentrum Saar. Universität Saarland, Homburg/Saar
Spätestens seit der SARS-CoV-2-Pandemie erlangten das akute Lungenversagen (ARDS) und die therapeutischen Strategien (z. B. ECMO) mehr Aufmerksamkeit als zuvor. Extrakorporale Membranoxygenierung dient der Unterstützung von Hämodynamik/Herz-Kreislauf System und/oder dem Gasaustausch der Lunge. Eine ECMO-Therapie zu etablieren ist relativ simpel, diese jedoch fortzuführen und zu entwöhnen kann eine Herausforderung werden. Fundamentale Unterschiede zwischen veno-venösen Konfiguration und einer veno-arteriellen Konfiguration spielen eine wichtige Rolle im Weaning-Prozess. Nach Indikationsstellung wird das jeweilige Organsystem (Lunge oder Herz-Kreislauf) temporär unterstützt oder ersetzt und dadurch „Zeit gekauft“, um eine Restitutio ad functionem des erkrankten Organs zu ermöglichen. Essenzielle Etappen sind im Verlauf der Therapie die Definition von klinischen Zielparametern, die konsequente Anpassung der extrakorporalen Organunterstützung entsprechend dieser Parameter sowie der Übergang von mechanischem Organersatz zur nativen Organfunktion. Diese einzelnen Etappen unterscheiden sich zwischen einem Lungen- oder einem Herz-Kreislauf-Ersatz. Die jeweilige Beatmungssituation oder hämodynamische Unterstützung (medikamentös) muss während des Weaning-Prozesses in adäquatem Maß angepasst werden, sodass keine vermeidbare Schädigung durch die jeweilige Therapie entsteht (Stichwort „lungen-protektive Beatmung“ oder Vermeidung von Nebenwirkungen einer Katecholamintherapie). Zuletzt weist die Entfernung des Organersatzverfahrens zusätzliche Besonderheiten auf, welche unter anderem in einem erhöhten Blutungs- und oder Thromboserisiko bestehen. Ein standardisiertes Screening-Verfahren nach solchen Komplikationen sollte fest in den Weaning-Prozess einbezogen werden. Der englische Artikel beschreibt das oben genannte im Detail in einer kliniknahen und pragmatischen Herangehensweise und dient als orientierender Erfahrungsbericht aus einem Zentrum für ECMO-Therapie.Correspondence to:
André Becker, MD
Dept. of Internal Medicine V – Pneumology and Critical Care Medicine
ECLS Center Saar
University Hospital of Saarland
Kirrbergerstr. 1
66421 Homburg
Email: [email protected]
Notfalltechniken in der Akutmedizin
Hämoptysen und Hämoptoe – bronchoskopisches Blutungsmanagement
Hemotpysis and hemoptea – bronchoscopic management
M. Leitner und F. Seiler
Price
42.00 $
Jahrgang 49 (2024) p. 179 - 186
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 49, Nr. 4/2024, S. 179-186
Hämoptysen und Hämoptoe – bronchoskopisches Blutungsmanagement
M. Leitner und F. Seiler
Klinik für Innere Medizin V – Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin; Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg
Hämoptysen sind Expektorationen von Blut aus den unteren Atemwegen. Die Hämoptoe beschreibt das Auftreten von massiven Hämoptysen. Bereits eine Menge von 150 – 200 ml Blut kann zu einer Atemwegsverlegung führen, sodass eine respiratorische Verschlechterung vor einem laborchemisch detektierbaren Hb-Verlust auftritt. Kardiopulmonal stabile Patienten sollten als primäre Diagnostik ein CT erhalten. Bei massiver Hämoptoe sollte vorerst eine Atemwegssicherung und nachfolgend eine flexible Bronchoskopie angestrebt werden. Zur endoskopischen Blutstillung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die Instillation von kalter Kochsalzlösung oder Epinephrin kann durch eine lokale Vasokonstriktion eine Blutstillung herbeiführen. Alternativ kann mit endobronchialer Tranexamsäure die Ausbildung eines stabilen Clots gefördert werden. Zentrale Blutungen, bei denen die Blutungsquelle im einsehbaren Bereich liegt, können mit Argon-Plasma-Koagulation verödet werden. Bei peripheren Blutungen besteht die Möglichkeit, das blutende Segment mit Watanabe-Spigots oder Gazetupfer zu okkludieren, um einen Blutübertritt auf die übrigen Lungenareale zu verhindern. Durch das Einbringen von Ballonkathetern besteht die Möglichkeit, die Lunge auf Lappen- bzw. Hauptbronchusebene zu isolieren. Für die definitive Versorgung nach Blutungskontrolle ist die Bronchialarterienembolisation die Therapie der ersten Wahl, bei Therapieversagen ist eine chirurgische Therapie angezeigt.Correspondence to:
Dr. med. Frederik Seiler
Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für Innere Medizin V –
Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin
Kirrberger Straße
66421 Homburg
Email: [email protected]