Übersicht
Prävention von Allergie und Asthma – ein Überblick über aktuelle Konzepte und Mechanismen der Immunmodulation
K. Gerhold, Y. Darcan und E. Hamelmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 67 - 79
Abstract
K. Gerhold, Y. Darcan und E. Hamelmann
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité, Universitätsmedizin Berlin
Als “Epidemie des 21. Jahrhunderts” und erhebliches Gesundheitsproblem der westlichen Industrienationen erfordern Erkrankungen des atopischen Formenkreises die Entwicklung innovativer Strategien zur primären Prävention. In dieser Übersichtsarbeit werden aktuelle experimentelle, immunmodulatorische Ansätze vorgestellt und deren prinzipielle Mechanismen basierend auf den Mechanismen der allergischen Sensibilisierung erläutert.Correspondence to:
Dr. med. Kerstin Gerhold
Klinik für Pädiatrie
m.S. Pneumologie und Immunologie
Charité, Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
D–13353 Berlin
Email: [email protected]
Bildgebende Verfahren in der Pneumologie
Pathogenese des Asthma bronchiale
E. Hamelmann
Price
42.00 $
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Jahrgang 29 p. 0 - -1
Übersicht
Wirkungsweise und Pharmakodynamik von Anti-IgE
E. Hamelmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 315 - 322
Abstract
E. Hamelmann
Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Lange Zeit basierte die pharmakologische Therapie von allergischen Erkrankungen wie Asthma oder Rhinitis lediglich auf symptomatischer Behandlung mit Kortikosteroiden, Sympathomimetika und Antihistaminika. Aufgrund des verbesserten Verständnisses der Grundlagen dieser Erkrankungen wurden in den letzten Jahren jedoch zunehmend Strategien entwickelt, die an der Pathogenese angreifen und darauf zielen, spezifisch in der immunologischen Kaskade zu intervenieren. Das erste zugelassene Medikament aus dieser Gruppe steht nun als Anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) für die Behandlung von schwerem allergischem Asthma zu Verfügung, verspricht aber aufgrund des besonderen anti-allergischen Wirkprofils weitere spannende Indikationen für die Zukunft. In dieser Übersicht werden die grundlegende Wirkungsweise und die pharmakodynamischen Besonderheiten einer Therapie mit Anti-IgE zusammengefasst und bewertet.Correspondence to:
Prof. Dr. med. E. Hamelmann
Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: [email protected]
Anti-IgE-Therapie
Immunologisches Monitoring einer Therapie mit Anti-IgE
U. Wahn, E. Hamelmann und P. Stock
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 323 - 325
Abstract
U. Wahn, E. Hamelmann und P. Stock
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Charité, Campus Virchow-Klinikum, Berlin
Seit einigen Jahren steht mit Anti-Immunglobulin E ein neues allergologisches Therapieprinzip zur Verfügung, welches zunächst für die Behandlung des schweren allergischen Asthma bronchiale zugelassen ist. Die Dosierung des rekombinanten, humanisierten Antikörpers erfolgt nach einem Algorithmus, der auf dem Körpergewicht und dem Gesamt-IgE-Serumspiegels des Patienten beruht. Mit der Entwicklung neuer Assays für die Messung des freien, nicht komplexierten Immunglobulin E könnten sich neue Wege zur Optimierung der Anti-IgE-Therapie ergeben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. U. Wahn
Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie
Charité, Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
D-13353 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
S3-Leitlinie Allergieprävention – Update 2009
Evidence-based and consented guideline on allergy prevention – update 2009
C. Muche-Borowski, M. Kopp, I. Reese, H. Sitter, T. Werfel und T. Schäfer und weitere Mitglieder der Konsensusgruppe Allergieprävention: K. Beyer, F. Friedrichs, E. Hamelmann, M. Hellermann, J. Huss-Marp, A. Kleinheinz*, S. Lau
Price
42.00 $
Jahrgang 32 p. 383 - 393
Abstract
C. Muche-Borowski1, M. Kopp2, I. Reese3, H. Sitter4, T. Werfel5 und T. Schäfer6 und weitere Mitglieder der Konsensusgruppe Allergieprävention: K. Beyer7, F. Friedrichs8, E. Hamelmann9, M. Hellermann10, J. Huss-Marp11, A. Kleinheinz12*, S. Lau13,
1Institut für Sozialmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, 2Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Freiburg (DGKJ), 3Ernährungsberatung und -therapie, Schwerpunkt Allergologie, München (AK-Diätetik in der Allergologie), 4Institut für theoretische Chirurgie, Universität Marburg (AWMF), 5Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover (DGAKI), 6Ratekau (DDG), 7Allergiezentrum Charité, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Berlin (GPA), 8Kinderarztpraxis Laurensberg (BV Kinder- und Jugendärzte), 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital (DGAKI, Sektion Pädiatrie), 10Therapie Schwelmer Modell GmbH, Schwelm, 11Zentrum Allergie und Umwelt, München, 12Elbe Klinikum Buxtehude, Dermatologisches Zentrum (ADP), 13Allergiezentrum Charité, Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie, Berlin (PINA), 14Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Kinderklinik der Universität zu Köln(GPA), 15HNO-Klinik, Universitätsklinikum Münster (DGHNOKHC), 16Kinderumwelt GmbH, Osnabrück, 17Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V, Mönchengladbach (DAAB), 18HNO-Praxis, Grevesmühlen (BV HNO-Ärzte)
Die weitere Zunahme allergischer Erkrankungen in westlichen Industrienationen macht eine evidenzbasierte Primärprävention wichtig. Die Empfehlungen der 2004 veröffentlichten S3-Leitlinie Allergieprävention wurden auf der Basis einer aktuellen systematischen Literatursuche überarbeitet und konsentiert. Die Evidenzsuche erfolgte für den Zeitraum Februar 2003 – Mai 2008 in den elektronischen Datenbanken Cochrane und MEDLINE, sowie in den Referenzlisten von aktuellen Übersichtsarbeiten und durch Expertenanschreiben. Die aufgefundene Literatur wurde in zwei Filterprozessen zunächst nach Titel und Zusammenfassung und die verbliebenen Arbeiten im Volltext auf Relevanz hin überprüft. Für eingeschlossene Studien wurden Evidenzgrade vergeben und die Studienqualität im Sinne des Verzerrungspotentials (niedrig/hoch) angegeben. Die überarbeiteten Empfehlungen wurden unter Beteiligung von Vertretern relevanter Fachgesellschaften und (Selbsthilfe-)Organisationen formal konsentiert (nominaler Gruppenprozess). Von 4.556 Nennungen wurden 217 Studien (4 Cochrane Reviews, 14 Metaanalysen, 19 RCTs, 115 Kohorten- und 35 Fall-Kontroll-Studien) eingeschlossen und bewertet. Im wesentlichen unverändert blieben die Empfehlungen zur Vermeidung der Tabakrauchexposition, zum Stillen über 4 Monate (bei Risikokindern alternativ hypoallergene Säuglingsnahrung), der Vermeidung eines schimmelpilzfördernden Innenraumklimas, der Impfung nach Empfehlungen der STIKO und der Vermeidung felltragender Tiere (insbesondere Katzen) bei Risikokindern. Die Empfehlung zur Reduktion des Hausstaubmilbengehalts wurde als primärpräventive Maßnahme gestrichen. Eine Verzögerung der Beikosteinführung und eine Meidung potenter Nahrungsmittelallergene zur Primärprävention können aufgrund fehlender Belege nicht empfohlen werden. Neu aufgenommen wurden die Empfehlungen zum Fischkonsum (in Schwangerschaft/Stillzeit und als Beikost), zur Vermeidung von Übergewicht und zur Minimierung der Exposition gegenüber Luftschadstoffen im Innen- und Außenraum. Die Überarbeitung der Leitlinie auf einer umfangreichen Evidenzgrundlage führte sowohl zu einer Bestätigung bestehender Empfehlungen als auch zu wesentlichen Modifikationen sowie zu neuen Em- pfehlungen. Die Aktualisierung der Leitlinie ermöglicht es, evidenzbasierte und aktuelle Präventionsempfehlungen zu geben.Correspondence to:
Dr. hum. biol. Cathleen Muche-Borowski, MPH
Schwenckestraße 60
D-20255 Hamburg
Email: [email protected]
Leitlinie
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 1: Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
S3-guideline urticaria. Part 1: Classification and diagnosis of urticaria: German language version of the international S3-guideline
T. Zuberbier, W. Aberer, K. Brockow, J. Grabbe, E. Hamelmann, K. Hartmann, T. Jakob, H.F. Merk, M. Ollert, F. Ruëff, P. Schmid-Grendelmeier, P. Staubach, I. Voigtmann, B. Wedi und M. Maurer
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 569 - 580
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 12/2011, S. 569–580
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 1: Klassifikation und Diagnostik der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier1, W. Aberer2, K. Brockow3, J. Grabbe4, E. Hamelmann5, K. Hartmann6, T. Jakob7, H. F. Merk8, M. Ollert3, F. Ruëff9, P. Schmid- Grendelmeier10, P. Staubach11, I. Voigtmann12, B. Wedi13 und M. Maurer1
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz, 5Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität, Bochum, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln, 7Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 8Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 10Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 11Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 12Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Urtikaria ist eine häufige Erkrankung. Die Lebenszeitprävalenz für Urtikaria liegt bei nahezu 20%. Urtikaria verursacht nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und in der Schule und zählt daher zur Gruppe der schweren allergischen Erkrankungen. Diese Leitlinie um- fasst die Definition und Klassifikation der Urtikaria unter Einbeziehung der wesentlichen Fortschritte in der Erforschung der Ursachen, auslösenden Faktoren und Pathomechanismen dieser Erkrankung. Darüber hinaus befasst sie sich mit evidenzbasierten Strategien zur ökonomischen Diagnostik der verschiedenen Unterformen der Urtikaria. Die optimale Therapie der Urtikaria ist von enormer Wichtigkeit für die Patienten und sehr komplex. Sie wird daher in einer separaten Leitlinie behandelt. Diese deutschsprachige Leitlinie wurde auf der Basis der internationalen englischsprachigen, durch die UEMS (European Union of Medical Specialists) anerkannten Leitlinie unter besonderer Berücksichtigung der medizinischen Gegebenheiten im deutschsprachigen Raum erstellt. Diese Leitlinie ist zusammen mit der Schwesterleitlinie zur Therapie der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde. Die „Urticaria 2008“ war eine gemeinsame Initiative der Sektion Dermatologie der EAACI (European Academy of Allergy and Clinical Immunology), des EU-geförderten Network of Excellence GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network), des EDF (European Dermatology Forum) und der WAO (World Allergy Organization). Zum ersten Mal wurde hier, bei ausreichender Beweislage, die Grading-of-Recommendations-Assessment- Development-and-Evaluation(GRADE)- Methode mit Modifikationen so weit möglich verwendet.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Zuberbier
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
S3-guideline urticaria. Therapy of urticaria: German language version of the international S3- guideline
T. Zuberbier, W. Aberer, K. Brockow, J. Grabbe, E. Hamelmann, K. Hartmann, T. Jakob, H.F. Merk, M. Ollert, F. Ruëff, P. Schmid-Grendelmeier, P. Staubach, I. Voigtmann, B. Wedi und M. Maurer
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 187 - 208
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 4/2012, S. 187–208
S3-Leitlinie Urtikaria. Teil 2: Therapie der Urtikaria – deutschsprachige Version der internationalen S3-Leitlinie
T. Zuberbier1, W. Aberer2, K. Brockow3, J. Grabbe4, E. Hamelmann5, K. Hartmann6, T. Jakob7, M. Maurer1, H. F. Merk8, M. Ollert3, F. Ruëff9, P. Schmid-Grendelmeier10, P. Staubach11, I. Voigtmann12 und B. Wedi13
1Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2Universitätshautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 4Abteilung für Dermatologie und Allergologie, Kantonsspital Aarau, Schweiz, 5Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sankt- Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität Köln, 7Universitätshautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 8Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitäts-Hautklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen, 9Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 10Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 11Klinik für Dermatologie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, 12Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Mönchengladbach, 13Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Eine länger dauernde Urtikaria hat einen starken Einfluss auf die Lebensqualität. Daher ist, wenn kausale Faktoren nicht beseitigt werden können, eine effektive symptomatische Behandlung notwendig. Die empfohlene Therapie der ersten Wahl ist die Gabe von nicht sedierenden H1-Antihistaminika der neuen Generation. Wenn die Standarddosierung nicht ausreichend wirksam ist, sollte die Dosis bis auf das Vierfache erhöht werden. Bei Patienten, die auch auf eine solche Behandlung nicht ansprechen, sind Therapeutika der zweiten Wahl zusätzlich zu Antihistaminika zu empfehlen. Dabei sollten sowohl das Nutzen-Risiko-Profil als auch die Kosten berücksichtigt werden. Kortikosteroide sind für die Langzeitbehandlung aufgrund ihrer unvermeidbaren schweren Nebenwirkungen nicht empfohlen. Die hier vorgelegte deutschsprachige Leitlinie wurde auf der Basis der internationalen englischsprachigen unter besonderer Berücksichtigung der medizinischen Gegebenheiten im deutschsprachigen Raum erstellt. Diese Leitlinie ist gemeinsam mit der Leitlinie zur Klassifikation und Diagnose der Urtikaria das Ergebnis eines Konsensus, der auf einer Podiumsdiskussion beim 3. Internationalen Konsensusmeeting zur Urtikaria, der „Urticaria 2008“, erzielt wurde. Die „Urticaria 2008“ war eine gemeinsame Initiative der Sektion Dermatologie der EAACI (Euro pean Academy of Allergology and Clinical Immunology), des EU-geförderten Network of Excellence GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network), des EDF (European Dermatology Forum) und der WAO (World Allergy Organization). Die Autoren der deutschsprachigen Version waren während des Treffens anwesend.Correspondence to:
Prof. Dr. T. Zuberbier
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin
Email: [email protected]
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
Diagnosis and therapy of bee and wasp venom allergy
B. Przybilla, F. Ruёff, A. Walker, H.-C. Räwer, W. Aberer, C.P. Bauer, D. Berdel, T. Biedermann, K. Brockow, J. Forster, Th. Fuchs, E. Hamelmann, T. Jakob, R. Jarisch, H.F. Merk, U. Müller, H. Ott, W. Sitter, R. Urbanek und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 563 - 562
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 11/2012, S. 563–589
Diagnose und Therapie der Bienenund Wespengiftallergie
B. Przybilla1, F. Ruёff1, A. Walker1, H.-C. Räwer1, W. Aberer2, C.P. Bauer3, D. Berdel4, T. Biedermann5, K. Brockow6, J. Forster7, Th. Fuchs8, E. Hamelmann9, T. Jakob10, R. Jarisch11, H.F. Merk12, U. Müller13, H. Ott14, W. Sitter15, R. Urbanek16 und B. Wedi17
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, AllergieZentrum, Ludwig- Maximilians-Universität München, 2Universitäts-Hautklinik, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Fachklinik Gaißach der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Gaißach, 4Forschungsinstitut zur Prävention von Allergien und Atemwegserkrankungen, Marien-Hospital, Wesel, 5Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen, 6Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 7Kinderabteilung St. Hedwig, St. Josefskrankenhaus, Freiburg, 8Funktionsbereich Allergologie, Universitätshautklinik Göttingen, 9Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr- Universität Bochum, 10Forschergruppe Allergologie und Allergieabteilung, Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Freiburg, 11Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 12Hautklinik, Medizinische Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 13Allergiestation, Medizinische Klinik, Spital Ziegler, Spitalnetz Bern, Schweiz, 14Abteilung Pädiatrische Dermatologie, Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, 15Institut für chirurgische Forschung, Philipps-Universität Marburg, 16Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Freiburg, 17Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen (Apis mellifera) oder Faltenwespen (insbesondere Vespula vulgaris, V. germanica) manifestieren sich fast immer als gesteigerte örtliche Reaktionen (schwere Lokalreaktion; bei bis zu 25% der Bevölkerung) oder als Allgemeinreaktionen mit den Symptomen der Soforttypallergie (Anaphylaxie; bei bis zu 3,5% der Bevölkerung). Anaphylaktische Stichreaktionen werden durch IgE-Antikörper, die gegen Giftinhaltsstoffe gerichtet sind, ausgelöst. Andere klinische Bilder allergischer Reaktionen („ungewöhnliche Stichreaktionen“) sind – ebenso wie Intoxikationen durch eine große Anzahl von Stichen – sehr selten. Insbesondere schwere anaphylaktische Reaktionen können zu bleibenden Körperschäden oder zum Tod führen. Akute Reaktionen werden symptomatisch behandelt. Danach ist bei Patienten mit allergischen Reaktionen eine langfristige Therapie notwendig. Sie umfasst Expositionsprophylaxe, Selbsthilfemaßnahmen des Patienten (einschließlich der Anwendung einer Notfallmedikation) bei erneutem Stich und, bei systemischer Soforttypreaktion, die spezifische Immuntherapie (SIT; Hyposensibilisierung). Adrenalin zur Selbstinjektion ist Bestandteil der Notfallmedikation bei Patienten mit früherer systemischer Soforttypreaktion. Grundlage der Diagnostik bei Patienten mit systemischen Soforttypreaktionen sind Anamnese sowie Hauttests und Bestimmung der spezifischen Serum-Immunglobulin- E(IgE)-Antikörper gegen Gesamtgift. Wird bei diesen Tests eine aufgrund der Anamnese erwartete Sensibilisierung nicht gefunden, so werden die spezifischen Serum- IgE-Antikörper gegen relevante Einzelallergene (zurzeit verfügbar Api m 1 und Ves v 5) bestimmt sowie gegebenenfalls zelluläre Tests vorgenommen. Die Ergebnisse der Diagnostik werden von verschiedenen Variablen beeinflusst, „alsch-negative“oder „falsch-positive“ Ergebnisse sind bei allen Tests möglich. Bei Patienten mit erhöhter Konzentration der basalen Serumtryptase 95. Perzentile 11,4 μ/l) und/oder Mastozytose verlaufen anaphylaktische Stichreaktionen häfig sehr schwer. Um diese Risiken zu erkennen, sind die Bestimmung der basalen Serumtryptasekonzentration und die Untersuchung der Haut auf das Vorliegen einer kutanen Mastozytose angezeigt. Bienen- oder Wespengift-SIT ist bei Patienten obligat, die eine Stichanaphylaxie mit respiratorischen oder kardiovaskulären Symptomen erlitten haben, sowie bei Patienten mit individuellen Risikofaktoren. Im Übrigen kann die SIT allen erwachsenen Patienten mit systemischer Stichreaktion vom Soforttyp unabhängig vom Schweregrad empfohlen werden. Nur bei Kindern mit systemischer Reaktion ausschließich der Haut kann auf der Grundlage von Studienergebnissen berechtigt auf die SIT verzichtet werden. Für die Dosissteigerung der SIT gibt es zahlreiche Behandlungsprotokolle, mit denen die Erhaltungsdosis in einem Tag (Ultra-Rush-Protokoll), nach 3 – 5 Tagen (Rush-Protokoll) oder in einigen ochen bis Monaten (konventionelle SIT) erreicht wird. Mit der Geschwindigkeit der Dosissteigerung nehmen die Nebenwirkungen zu. Die Standarderhaltungsdosis ist 100 μ. Bei Risikopatienten kann bei Bienengift- SIT, die weniger wirksam ist als Wespengift- SIT, von vornherein eine besser wirksame Erhaltungsdosis von 200 μ gegeben werden; manchmal kann dies auch bei Wespengift- SIT angezeigt sein. Als Nebenwirkungen der SIT können insbesondere in der Einleitungsphase systemische anaphylaktische Reaktionen und subjektive Allgemeinbeschwerden auftreten; schwere Reaktionen sind selten. In Einzelfällen kommt es zu wiederholten anaphylaktischen Reaktionen, die den Behandlungsverlauf stark behindern oder zum Therapieabbruch zwingen können. Um hier Verträlichkeit der SIT zu erreichen, erscheint derzeit eine Begleit- und/oder Vortherapie mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (gegenwärtig „off-label use“) am aussichtsreichsten; weiter erhalten diese Paienten eine erhöte Erhaltungsdosis (≥200 μ). Der Erfolg der SIT kann nicht durch Laborparameter erfasst werden. Eine Kontrolle der Wirksamkeit der Therapie durch einen Stichprovokationstest mit einem lebenden Insekt sollte etwa 6 –18 Monate nach Erreichen der Erhaltungsdosis (bei besonderer Gefährdung des Patienten auch früher) erfolgen. Bei Stichprovokationstests ist die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten. Kommt es trotz SIT zu einer erneuten systemischen Reaktion, so führt eine Steigerung der Erhaltungsdosis (meist sind 200 μ ausreichend) fast immer zum Erfolg. Bei den meisten Patienten kann die SIT nach 3 – 5 Jahren beendet werden, sofern SIT und ein erneuter Stich ohne systemische Reaktion vertragen wurden. Ist dies nicht der Fall oder bestehen besondere Risiken, so wird der Patient gegebeenfalls läger behandelt. Manchmal (z.B. bei Mastozytose oder früerer Stichreaktion mit Herzkreislaufstillstand) ist eine lebenslange SIT indiziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Przybilla
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
AllergieZentrum
Ludwig-Maximilians-Universität
Frauenlobstraße 9 – 11
D–80337 München
Email: [email protected]
Pädiatrische Allergologie
Editorial
Editorial
E. Hamelmann
Login
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Jahrgang 36 p. 479 - 480
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 11/2013, S. 479–480
Editorial
E. Hamelmann
Pädiatrische Allergologie
Entwicklung von allergischer Atemwegsentzündung im frühen Lebensalter – Zusammenspiel von frühen Virusinfektionen und allergischer Sensibilisierung
Development of allergic airway inflammation in early life – interaction of early viral infections and allergic sensitization
E. Hamelmann für die WAG Forschung der GPA und die Sektion Pädiatrie der DGAKI
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 486 - 491
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 11/2013, S. 486–491
Entwicklung von allergischer Atemwegsentzündung im frühen Lebensalter – Zusammenspiel von frühen Virusinfektionen und allergischer Sensibilisierung
E. Hamelmann für die WAG Forschung der GPA und die Sektion Pädiatrie der DGAKI
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr-Universität Bochum
Die Entzündung der oberen und unteren Atemwege ist ein wesentliches Schlüsselmerkmal der allergischen Atemwegserkrankung, wie allergische Rhinitis oder allergisches Asthma bronchiale. Typischerweise finden sich histologische Veränderungen in der Schleimhaut mit Hyperplasie der Becherzellen, vermehrter Schleimproduktion, teilweise auch Verlust der epithelialen Barriere, Veränderungen in der Submukosa, wie Verdickung der Basalmembran und Zellinfiltrate, und schließlich strukturelle Veränderungen der glatten Atemwegsmuskeln mit Hypertrophie und Hyperplasie. Diese entzündlichen Veränderungen treten oft bereits früh im Lebensalter auf und können von strukturellen Umgestaltungen (Remodeling) auch in jungen Jahren begleitet sein. In dieser Übersicht sollen die wesentlichen Mechanismen der Entstehung von allergischer Atemwegsentzündung und Remodeling näher beleuchtet und die Frage diskutiert werden, welche Faktoren bei der Chronifizierung der Entzündung bei persistierendem Asthma zugrunde liegen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. E. Hamelmann
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Ruhr-Universität Bochum
Alexandrinenstraße 5
D-44791 Bochum
Email: [email protected]
Leitlinie
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
Guideline on allergen-specific immunotherapy in IgE-mediated allergic diseases
O. Pfaar, C. Bachert, A. Bufe, R. Buhl, C. Ebner, P. Eng, F. Friedrichs, T. Fuchs, E. Hamelmann, D. Hartwig- Bade, T. Hering, I. Huttegger, K. Jung, L. Klimek, M.V. Kopp, H. Merk, U. Rabe, J. Saloga, P. Schmid-Grendelmeier, A. Schuster, N. Schwerk, H. Sitter, U. Umpfenbach, B. Wedi, S. Wöhrl, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 431 - 470
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 9/2015, S. 431–470
Leitlinie zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen
O. Pfaar1,2, C. Bachert3, A. Bufe4, R. Buhl5, C. Ebner6, P. Eng7, F. Friedrichs8, T. Fuchs9, E. Hamelmann10, D. Hartwig-Bade11, T. Hering12, I. Huttegger13, K. Jung14, L. Klimek1, M.V. Kopp15, H. Merk16, U. Rabe17, J. Saloga18, P. Schmid-Grendelmeier19, A. Schuster20, N. Schwerk21, H. Sitter22, U. Umpfenbach23, B. Wedi24, S. Wöhrl25, M. Worm26 und J. Kleine-Tebbe27; Kommentierende Teilnahme und Prozessbegleitung: S. Kaul28 und A. Schwalfenberg29
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, 3HNO-Universitätsklinik, Gent, Belgien, 4Abt. für Experimentelle Pneumologie, Ruhr-Universität Bochum, 5III. Med. Klinik und Poliklinik, Schwerpunkt Pneumologie, Johannes-Gutenberg-Univ., Mainz; 6Ambulatorium für Allergie und klinische Immunologie, Wien, Österreich, 7Klinik für Kinder und Jugendliche, Aarau und Kinderspital Luzern, Schweiz, 8Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Laurensberg, 9Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 10Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderzentrum Bethel, Evang. Krankenhaus Bielefeld, 11HNOPraxis, Lübeck, 12Lungenarztpraxis Tegel, Berlin, 13Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Paracelsus Med. Privatuniversität, Salzburger Landeskliniken, Salzburg, Österreich, 14Praxis für Dermatologie, Erfurt, 15Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, UKSH, Univ. zu Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), 16Klinik für Dermatologie und Allergologie – Hautklinik, RWTH, Aachen, 17Abt. Pneumologie, Klinik III, Johanniterkrankenhaus im Flämig, Treuenbrietzen, 18Hautklinik und Poliklinik, Universitätsmed., Johannes Gutenberg-Univ., Mainz, 19Allergiestation, Dermatologische Universitätsklinik, Zürich, Schweiz, 20Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, 21Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmed., Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie, Med. Hochschule Hannover, 22Institut für theoretische Chirurgie, Univ. Marburg; 23Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Viersen, 24Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Med. Hochschule Hannover, 25Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ), Wien, Österreich, 26Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 27Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 28Abteilung Allergologie, Paul- Ehrlich-Institut, Langen, 29Deutscher Allergie- und Asthmabund, Mönchengladbach
Die vorliegende Leitlinie (LL) (S2k) zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie (SIT) wurde von den deutschen, österreichischen und schweizerischen allergologischen Fachverbänden im Konsens mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Pneumologie sowie einer deutschen Allergikerselbsthilfeorganisation (Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)) nach Kriterien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeitet. Die SIT ist eine kausale immunmodulierende Therapie. Durch die Gabe von Allergenextrakten werden spezifische blockierende Antikörper, toleranzinduzierende Zellen und Botenstoffe aktiviert, die eine weitere Verstärkung der durch Allergene ausgelösten Immunantwort verhindern, die spezifische Immunantwort blockieren und die Entzündungsreaktion im Gewebe dämpfen. Produkte zur subkutanen Immuntherapie (SCIT) oder sublingualen Immuntherapie (SLIT) sind aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung derzeit nicht vergleichbar. Desgleichen sind die angegebenen Allergenkonzentrationen unterschiedlicher Hersteller aufgrund unterschiedlicher Methoden zur Messung der wirksamen Inhaltsstoffe zurzeit nicht vergleichbar. Zur SCIT werden nicht modifizierte Allergene als wässrige oder physikalisch gekoppelte (Semidepot-)Extrakte sowie chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) als Semidepotextrakte eingesetzt. Die Allergenextrakte zur SLIT werden als wässrige Lösungen oder Tabletten angewandt. Die klinische Wirksamkeit einer SIT wird mithilfe verschiedener Scores als primärer und sekundärer Zielparameter erfasst. Die European Medicines Agency (EMA) sieht für den primären Zielparameter einen kombinierten Symptom- und Medikationsscore vor. Für eine Vergleichbarkeit verschiedener Studienergebnisse ist zukünftig eine Harmonisierung der Auswertescores, z.B. durch den von der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) empfohlenen kombinierten Symptom- und Medikationsscore (CSMS), erstrebenswert. Die aktuellen CONSORT(„consolidated standards of reporting trials“-Empfehlungen der ARIA/ GA2LEN-Gruppe geben Standards fü die Auswertung, Darstellung und Veröfentlichung von Studienergebnissen vor. Präarate, die häfige Allergenquellen enthalten (Pollen der Süßräer oder von Birke, Erle und Hasel, Hausstaubmilben, Bienen- und Wespengift), bedüfen in Deutschland aufgrund der Therapieallergene-Verordnung (TAV) in jedem Fall der Zulassung. Im Zulassungsverfahren werden diese auf Qualitä, Sicherheit und Wirksamkeit üerprüt. Aus Sicht der Autoren sollten zugelassene Allergenpräarate mit dokumentierter Wirksamkeit und Sicherheit oder im Rahmen der TAV verkehrsfäige Präarate, die bereits in klinischen Studien nach World-Allergy-Organization(WAO)- oder EMA- Standards eine Wirksamkeit und Sicherheit dokumentiert haben, bevorzugt eingesetzt werden. Individualrezepturen dienen der Verordnung seltener Allergenquellen (z.B. Pollen von Esche, Beifußoder Ambrosia, Schimmelpilz Alternaria, Tierallergene) zur SIT. Sie könen nicht mit den TAV-Allergenen gemischt werden. Die allergische Rhinitis und ihre Folgeerkrankungen (wie Asthma bronchiale) verursachen volkswirtschaftlich enorme direkte und indirekte Kosten. Entsprechend werden die Therapieoptionen, insbesondere der SIT, sozioöonomisch anhand von Kosten-Nutzenund Kosten-Effektivitäs-Analysen beurteilt. Die SIT ist auf lägere Dauer betrachtet im Vergleich zur Pharmakotherapie bei allergischer Rhinitis und allergischem Asthma deutlich kosteneffektiver –ein Effekt, der stark von der Compliance der Patienten beeinflusst wird. Metaanalysen belegen eindeutig die Wirksamkeit von SCIT und SLIT fü bestimmte Allergene und Altersgruppen. Die Daten der kontrollierten Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualitä und Dosierungsschemata und erfordern eine produktspezifische Bewertung. Es empfiehlt sich daher die Beurteilung der Einzelpräarate nach klar definierten Kriterien. Eine verallgemeinernde Üertragung der Wirksamkeit von Einzelpräaraten auf alle Präarate einer Applikationsform verbietet sich. Auf der Internetseite der DGAKI (www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit) finden sich Tabellen mit einer präaratespezifischen Darstellung der in Deutschland sowie in der Schweiz und Öterreich auf dem Markt befindlichen SIT-Produkte. Die Tabelle listet Studien fü Erwachsene und Kinder auf, das Jahr der Zulassung, den zugrunde gelegten Score, die Anzahl der randomisierten und ausgewerteten Patienten, und das Auswertungsverfahren (ITT, FAS, PP) fü Gräer- und Birkenpollen- sowie Hausstaubmilbenallergene sowie den Genehmigungsstatus fü die Durchfürung klinischer Studien. Die Wirksamkeit der SCIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollenallergie im Erwachsenenalter durch zahlreiche Studien sehr gut und im Kindes- und Jugendalter durch wenige Studien belegt. Bei Hausstaubmilbenallergie im Erwachsenenalter ist die Wirksamkeit durch einige und im Kindesalter durch wenige kontrollierte Studien belegt. Bei Schimmelpilzallergie (insbesondere Alternaria) liegen unabhägig vom Alter nur wenige kontrollierte Studien vor. Bei einer Tierallergie (in erster Linie auf Katzenallergene) finden sich nur kleine Studien mit teilweise methodischen Mägeln. Zur Wirksamkeit bei atopischer Dermatitis zeigte sich bisher nur ein moderater und uneinheitlicher Therapieeffekt bei einer hohen Heterogenitä der durchgefürten Studien. Bei kontrolliertem Asthma bronchiale (Global Initiative for Asthma (GINA)2007) bzw. bei intermittierendem und geringgradig persistierendem Asthma (GINA 2005) ist die SCIT fü einzelne Präarate gut untersucht und als Therapieoption neben Allergenkarenz und Pharmakotherapie empfehlenswert, sofern ein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen respiratorischen Symptomen und entsprechendem Allergen besteht. Die Wirksamkeit der SLIT ist bei der allergischen Rhinokonjunktivitis durch eine Gräerpollenallergie bei Erwachsenen und Kindern sehr gut und bei Baumpollenallergie bei Erwachsenen gut belegt. Bei der Hausstaubmilbenallergie belegen neue kontrollierte Studien mit teilweise hohen Patientenzahlen die Wirksamkeit der SLIT bei Erwachsenen. Im Vergleich zur allergischen Rhinokonjunktivitis finden sich nur begrenzt Studien zur Wirksamkeit der SLIT bei allergischem Asthma. Dabei zeigen neuere Studien eine Wirksamkeit auf die Asthmasymptome in der Subgruppe gräerpollenallergischer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Asthma und eine Wirksamkeit der SLIT bei primä hausstaubmilbenallergischem Asthma bei Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren und bei Erwachsenen. Sekundäpräentive Aspekte, insbesondere die Reduktion von Neusensibilisierungen und ein vermindertes Asthmarisiko, sind wichtige Grüde, den Therapiebeginn im Kindes- und Jugendalter frü zu wälen. Dabei sollten solche Produkte berüksichtigt werden, fü die entsprechende Effekte gezeigt worden sind. Bei Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis kann eine SCIT oder SLIT mit Pollen- oder Milbenallergenextrakten durchgefürt werden, deren Wirksamkeit in mindestens einer doppelblind placebokontrollierten Studie gezeigt wurde. Derzeit erfolgen klinische Studien in den Indikationen Asthma und Hausstaubmilbenallergie, deren Ergebnisse teilweise publiziert sind bzw. noch ausstehen (vgl. DGAKI-Tabelle „enehmigte/ evtl. abgeschlossene Studien“via www.dgaki.de/leitlinien/ s2k-leitlinie-sit (nach www.clinicaltrialsregister. eu)). Bei der Indikationsstellung sind Faktoren, die die klinische Wirksamkeit erhöen, zu beachten. Unterschiede zwischen SCIT und SLIT sind in erster Linie bei den Kontraindikationen zu berüksichtigen. Auch bei Vorliegen von Kontraindikationen kann im begrüdeten Einzelfall eine Indikation zur SIT vorliegen. Die Injektionen zur SCIT sowie die Einleitung der SLIT werden von einem Arzt durchgefürt, der mit dieser Therapieform Erfahrung hat und bei einem allergologischen Zwischenfall zur Notfallbehandlung befäigt ist. Eine vorherige Aufkläung mit Dokumentation ist erforderlich („herapieinformationsblatt“ Abb. 5 und 6; als Handout auch via www.dgaki.de/leitlinien/s2k-leitlinie-sit). Die Therapie sollte entsprechend der Fach- und Gebrauchsinformation des Herstellers durchgefürt werden. Sofern die SIT nach der Indikationsstellung von einem anderen Arzt durch- oder weitergefürt wird, ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich, um eine konsequente Umsetzung und risikoarme Durchfürung der Therapie sicherzustellen. Generell wird die Durchfürung sowohl der SCIT als auch der SLIT nur mit Präaraten empfohlen, fü welche ein entsprechender Nachweis der klinischen Wirksamkeit aus entsprechenden Studien vorliegt. Die Therapieadhäenz der SIT-Patienten ist unabhägig von der Applikationsform niedriger als von äztlicher Seite angenommen wird; sie ist allerdings fü den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung. Die Verbesserung der Adhäenz in der SIT ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft, um eine kausale Wirksamkeit der Therapie zu gewärleisten. Das Auftreten schwerer, potenziell lebensbedrohlicher systemischer Reaktionen bei der SCIT ist mölich, aber bei Einhaltung aller Sicherheitsmaßahmen sehr selten. Die meisten unerwüschten Reaktionen sind leicht bis mittelschwer und lassen sich gut behandeln. Dosisabhägige unerwüschte lokale Symptome im Mund- und Rachenraum treten häfig bei der SLIT auf. Systemische Reaktionen hingegen sind zwar beschrieben, kommen aber deutlich seltener vor als bei der SCIT. Die SLIT zeigt im Hinblick auf anaphylaktische und andere schwere systemische Reaktionen ein besseres Sicherheitsprofil als die SCIT. Das Risiko und die Folgen unerwüschter systemischer Reaktionen im Rahmen einer SIT könen durch Schulung des Personals, Beachtung der Sicherheitsstandards und rasche Anwendung von Notfallmaßahmen –einschließich der früzeitigen Adrenalin-i.m.-Gabe –wirksam vermindert werden. Details der Akuttherapie und des Managements anaphylaktischer Reaktionen finden sich in der aktuellen Anaphylaxie- S2-Leitlinie der AWMF. Die SIT zeigt in vielen Bereichen (z.B. Allergencharakterisierung, neue Applikationswege, Adjuvanzien, schnellere und sichere Aufdosierung) einige innovative Entwicklungen, die teilweise bereits auf ihre klinische Wirksamkeit untersucht werden.Correspondence to:
Prof. Dr. Oliver Pfaar
HNO-Universitätsklinik Mannheim
und
Zentrum für Rhinologie and Allergologie
An den Quellen 10
D–65189 Wiesbaden, Deutschland
Email: [email protected]
Stellungnahme
Evidenz versus Wirksamkeit am Beispiel von in Deutschland verkehrsfähigen Präparaten zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie
Evaluation of evidence versus efficiency of marketable allergen extracts for allergen specific immunotherapy
R. Brehler, L. Klimek, C. Vogelberg, T. Werfel, O. Pfaar und E. Hamelmann
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 29 - 35
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 1/2016, S. 29–35
Evidenz versus Wirksamkeit am Beispiel von in Deutschland verkehrsfähigen Präparaten zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie
R. Brehler1, L. Klimek2, C. Vogelberg3, T. Werfel4, O. Pfaar5 und E. Hamelmann6
1Klinik für Hautkrankheiten, UKM, Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 3Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dresden, 4Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, 5Universitäts-HNO-Klinik Mannheim und Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 6Allergie-Centrum Ruhr, Ruhr-Universität Bochum und Kinderzentrum Bethel, Bielefeld
Die publizierte S2k-Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie (AIT) gibt eine hervorragende Übersicht zur Evidenz bezüglich der publizierten Wirksamkeitsstudien in Deutschland erhältlicher Allergenpräparate für die AIT. Aus der Leitlinie abgeleitete Publikationen werden aktuell von kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen eingesetzt, um über die Erstattungsfähigkeit von Allergenpräparaten zu diskutieren. Nach unserer Auffassung ist es strikt abzulehnen, die Erstattungsfähigkeit von verkehrsfähigen AIT-Präparaten aufgrund der Beurteilung der aktuellen Evidenzlage in dieser Leitlinie infrage zu stellen. Über die Verkehrsfähigkeit von AIT-Präparaten entscheidet einzig das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und Entscheidungen zur Erstattungsfähigkeit von AIT-Produkten müssen auf Kosten-Nutzen-Analysen basieren und nicht allein auf einer Evidenzbewertung. In diesem Artikel sollen die Zusammenhänge zwischen Evidenz, Wirksamkeit, Verkehrsfähigkeit und Erstattungsfähigkeit von AITPräparaten daher näher beleuchtet werden.
Diese Arbeit wird in Absprachen mit den jeweiligen Schriftleitungen zeitgleich im „Allergo J“ und in der „Allergologie“ publiziert, um zeitnah eine möglichst große deutschesprachige Fach-Leserschaft zu erreichen.
Einige Textpassagen dieses Artikels wurden aus einer Stellungnahme der drei allergologischen Fachgesellschaften Aeda, DGAKI und GPA im Allergo J zum Verordnungsforum Nr. 34/2015 der KV Baden- Württemberg im Allergo J 2015; 24: 68-71 mit freundlicher Genehmigung der Schriftleitung des Allergo J übernommen.Correspondence to:
Prof. Dr. Randolf Brehler
Universitätsklinikum Münster
Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie
und Umweltmedizin
Von-Esmarch-Straße 58
48149 Münster
Email: [email protected]
Übersicht
Neurodermitis und Schlaf in der frühen Kindheit – ein Überblick
Neurodermatitis and sleep in early childhood – a review
A.A. Schlarb1, J. Brinkmann1, M. Dökel1, L. Quint1, E. Hamelmann2, A. Lohaus1, S. Hellmann1 und F. Lollies1
Price
42.00 $
Jahrgang 40 (2017) p. 3 - 15
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 1/2017, S. 3-15
Neurodermitis und Schlaf in der frühen Kindheit – ein Überblick
A.A. Schlarb, J. Brinkmann, M. Dökel, L. Quint, E. Hamelmann, A. Lohaus, S. Hellmann und F. Lollies
1Fakultät für Psychologie und Sport, Universität Bielefeld, Bielefeld, 2Zentrum für Kinder und Jugendmedizin, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld gGmbH, Bielefeld
Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung Neurodermitis, besser atopische Dermatitis (AD) oder atopisches Ekzem genannt, tritt meist im frühen Kindesalter auf und ist dann oft mit einer verminderten Lebensqualität des Kindes assoziiert. Forschungsergebnisse im Bereich des Erwachsenenalters haben gezeigt, dass Patienten mit Neurodermitis häufiger unter Schlafstörungen leiden als beschwerdefreie Erwachsene. Für das Kindesalter stehen zu diesem Thema jedoch weniger Erkenntnisse zur Verfügung. Ziel dieser Arbeit war, einen Überblick über den Zusammenhang von Schlaf und Neurodermitis in der frühen Kindheit zu geben. Mit Hilfe einer strukturierten Literaturrecherche konnten für diese Altersgruppe sieben Studien in die Übersichtsarbeit einbezogen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass auch Kinder mit AD von verschiedenen Schlafproblemen belastet sein können. Vor allem scheinen die Schlafeffizienz und Schlafdauer beeinträchtigt und die Schlaffragmentierung verstärkt zu sein, so dass die Kinder mehr Zeit als gesunde Kinder brauchen, um einzuschlafen. Zudem hat der Schweregrad der Erkrankung direkten Einfluss auf den Schlaf des Kindes. Insgesamt existieren jedoch nur wenige Studien, die diesen beschriebenen Zusammenhang bei Kleinkindern und Kindern untersuchen, weitere systematische Studien sind daher notwendig. Es ist wichtig, chronische Hauterkrankungen wie die AD schon im frühen Kindesalter zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln, auch um Schlafstörungen der betroffenen Kinder vorzubeugen und somit weitere negative Auswirkungen zum Beispiel auf das psychische Wohlbefinden der Kinder zu vermeiden.Correspondence to:
Angelika A. Schlarb
Universität Bielefeld
Fakultät für Psychologie und Sport
Universitätsstrasse 25
33015 Bielefeld
Email: [email protected]
Allergologie in der HNO
Immuntherapie unter Evidenz- und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Stellungnahme der Deutschen Allergologischen Gesellschaften (AeDA, DGAKI und GPA) zum Verordnungsforum Nr. 34/2015 der KV Baden-Württemberg
Evidence and cost-effectiveness of immunotherapy. Statement of the German Allergological Societies (AeDA, DGAKI and GPA)
L. Klimek, C. Vogelberg und E. Hamelmann
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42.00 $
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Jahrgang 40 (2017) p. 77 - 82
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 2/2017, S. 77-82
Immuntherapie unter Evidenz- und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Stellungnahme der Deutschen Allergologischen Gesellschaften (AeDA, DGAKI und GPA) zum Verordnungsforum Nr. 34/2015 der KV Baden-Württemberg
L. Klimek1, C. Vogelberg2 und E. Hamelmann3
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitätsklinikum Dresden, 3Kinder und Jugendmedizin, Evangelisches Krankenhaus, Bielefeld
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
EAACI-Leitlinie
Umsetzung der Strategien des Programms „Chronische Atemwegserkrankungen“ der Europäischen Innovationspartnerschaft „Aktives und gesundes Altern“ – Executive Summary
Scaling up strategies of the Chronic Respiratory Disease programme of the European Innovation Partnership on Active and Healthy Ageing – Executive Summary
I. Agache, P. Hellings, A. Muraro, J. Bousquet, E. Hamelmann und C. Taube
Price
42.00 $
Jahrgang 40 (2017) p. 219 - 226
Abstract
Allergologie, Jahrgang 40, Nr. 6/2017, S. 219-226
Umsetzung der Strategien des Programms „Chronische Atemwegserkrankungen“ der Europäischen Innovationspartnerschaft „Aktives und gesundes Altern“ – Executive Summary*
I. Agache1, P. Hellings2, A. Muraro3, J. Bousquet4, E. Hamelmann5 und C. Taube6
1Transylvania University Brasov, Brasov, Romania, 2Laboratory of Clinical Immunology, Department of Microbiology and Immunology, KU Leuven, Leuven, Belgium, 3The Referral Centre for Food Allergy Diagnosis and Treatment Veneto Region, Department of Mother and Child Health, University of Padua, Padua, Italy, 4Hôpital Arnaud de Villeneuve, University Hospital of Montpellier, Montpellier, France, 5Children’s Center, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Bielefeld, 6Department of Pulmonary Medicine, Ruhrlandklinik, West German Lung Center, University Hospital Essen, University Duisburg-Essen, Germany
Der Aktionsplan B3 der Europäischen Partnerschaft für Innovation „Aktives und gesundes Altern“ (englisch: European Innovation Partnership on Active and Healthy Ageing (EIP on AHA)) hat sich die Verbesserung der integrierten Versorgung von chronischen Erkrankungen zum Ziel gesetzt. Der Bereich 5 („Behandlungspfade“) wurde modellhaft für chronische Atemwegserkrankungen initiiert (englisch: integrated care pathways for airway diseases ( AIRWAYS ICPs)). Sie werden in Zusammenarbeit mit der Globalen Allianz gegen chronische Atemwegserkrankungen (englisch: Global Alliance against Chronic Respiratory Diseases (GARD)) der WHO umgesetzt. Die EIP on AHA hat folgenden 5-Stufen-Plan zur Entwicklung einer individuellen Umsetzungsstrategie vorgeschlagen: 1. Was soll umgesetzt werden: 1a. Good-Practice- Datenbanken, 1b. Realisierbarkeitsbewertung der Umsetzung der Good Practices, 1c. Klassifizierung der Good Practices für den lokalen Transfer. 2. Wie soll die Umsetzung erfolgen: 2a. Ermöglichung von Umsetzungspartnerschaften, 2b. Implementierung von Schlüsselfaktoren für den Erfolg und von gemachten Erfahrungen sowie z.B. auch von neuen Technologien für die individualisierte und prädiktive Medizin. Diese Strategie wurde bereits auf den Aktionsplan „Chronische Atemwegserkrankungen“ der EIP on AHA angewandt.
*Erstpublikation in Bousquet J, Farrell J, Crooks G, Hellings P, Bel EH, Bewick M, … Mercier J. Scaling up strategies of the chronic respiratory disease programme of the European Innovation Partnership on Active and Healthy Ageing (Action Plan B3: Area 5). Clinical and Translational Allergy. 2016; 6: 29. DOI 10.1186/s13601-016- 0116-9Correspondence to:
Prof. Dr. med. Christian Taube
Ruhrlandklinik gGmbH
Westdeutsches Lungenzentrum
am Universitäts-Klinikum Essen
Tüschener Weg 40
45239 Essen
Email: [email protected]
Review
Development of allergic airway inflammation in early life – interaction of early viral infections and allergic sensitization
E. Hamelmann for the Scientific Working Group “Forschung” (Research) of the GPA (German Society of Pediatric Allergology) and the Section “Pediatrics” of the DGAKI (German Society for Allergology and Clinical Immunology)
Volume 2 (2018) p. 132 - 137
Abstract
Allergologie select, Volume 2, Nr. 1/2018 (132-137)
Development of allergic airway inflammation in early life – interaction of early viral infections and allergic sensitization
E. Hamelmann for the Scientific Working Group “Forschung” (Research) of the GPA (German Society of Pediatric Allergology) and the Section “Pediatrics” of the DGAKI (German Society for Allergology and Clinical Immunology)
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ruhr-Universität Bochum
Airway inflammation is a key feature of upper and lower respiratory allergic diseases, such as allergic rhinitis and asthma. Characteristically, histological alterations such as goblet cell hyperplasia, mucus hypersecretion, loss of epithelial barrier function, airway infiltration and structural changes such as basal membrane thickening and airway smooth muscle hyperplasia. These inflammatory signs are often obvious already early in life and may be accompanied by structural changes (remodeling) occurring in early lifetime. This review focusses on the main mechanisms underlying the development of airway inflammation and remodeling and discusses the question which factors contribute to the persistence of airway inflammation in chronic allergic airway disease.
German version published in Allergologie, Vol. 36, No. 11/2013, p. 486-491Correspondence to:
Prof. Dr. med. E. Hamelmann
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Ruhr-Universität Bochum
Alexandrinenstraße 5
D-44791 Bochum
Email: [email protected]
Versorgungssituation von Allergikern
Editorial: Versorgung allergischer Patienten: Diagnostik, Medikamente und Immuntherapie
Editorial: Health Services for allergic patients: diagnostics, medication and allergen immunotherapy
L. Klimek, W. Wehrmann, E. Hamelmann und T. Werfel
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Jahrgang 41 (2018) p. 1 - 2
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 1/2018, S. 1-2
Editorial: Versorgung allergischer Patienten: Diagnostik, Medikamente und Immuntherapie
L. Klimek, W. Wehrmann, E. Hamelmann und T. Werfel
Versorgungssituation von Allergikern
Therapieallergene-Verordnung (TAV) und allergenspezifische Immuntherapie: Was darf man überhaupt noch verordnen?
Therapy Allergen Ordinance and allergen-specific immunotherapy: what can be prescribed in the German Health care system?
L. Klimek, E. Hamelmann und T. Werfel
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Jahrgang 41 (2018) p. 15 - 18
Abstract
Allergologie, Jahrgang 41, Nr. 1/2018, S. 15-18
Therapieallergene-Verordnung (TAV) und allergenspezifische Immuntherapie: Was darf man überhaupt noch verordnen?
L. Klimek1, E. Hamelmann2 und T. Werfel3
1Allergiezentrum Wiesbaden, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA), 2Kinder und Jugendmedizin, Evangelisches Krankenhaus, Bielefeld, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI), 3Universitäts-Hautklinik Hannover, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI)
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Ludger Klimek
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Laudatio
Herzliche und beste allergologische Glückwünsche für den Schriftleiter der „Allergologie“ – Fakten und Zeitzeugen zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Thomas Werfel
Our best and most heartfelt allergological birthday wishes for the Editor-in-Chief of “Allergologie” – Facts and reports on the occasion of Prof. Dr. Thomas Werfel’s 60th birthday
E. Hamelmann, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
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Jahrgang 42 (2019) p. 191 - 194
Abstract
Allergologie, Jahrgang 42, Nr. 5/2019, S. 191-194
Herzliche und beste allergologische Glückwünsche für den Schriftleiter der „Allergologie“ – Fakten und Zeitzeugen zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Thomas Werfel
E. Hamelmann, M. Worm und J. Kleine-Tebbe
Positionspapier
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
ARIA guideline 2019: treatment of allergic rhinitis in the German health system
L. Klimek, C. Bachert, O. Pfaar, S. Becker, T. Bieber, R. Brehler, R. Buhl, I. Casper, A. Chaker, W. Czech, J. Fischer, T. Fuchs, M. Gerstlauer, K. Hörmann, T. Jakob, K. Jung, M.V. Kopp, V. Mahler, H. Merk, N. Mülleneisen, K. Nemat, U. Rabe, J. Ring, J. Saloga, W. Schlenter, C. Schmidt-Weber, H. Seyfarth, A. Sperl, T. Spindler, P. Staubach, S. Strieth, R. Treudler, C. Vogelberg, A. Wallrafen, W. Wehrmann, H. Wrede, T. Zuberbier, A. Bedbrook, G.W. Canonica, V. Cardona, T.B. Casale, W. Czarlewski, W.J. Fokkens, E. Hamelmann, P.W. Hellings, M. Jutel, D. Larenas-Linnemann, J. Mullol, N.G. Papadopoulos, S. Toppila- Salmi, T. Werfel und J. Bousquet
Price
42.00 $
Jahrgang 43 (2020) p. 43 - 72
Abstract
Allergologie, Jahrgang 43, Nr. 2/2020, S. 43-72
ARIA-Leitlinie 2019: Behandlung der allergischen Rhinitis im deutschen Gesundheitssystem
L. Klimek1, C. Bachert2, O. Pfaar3, S. Becker4, T. Bieber5, R. Brehler6, R. Buhl7, I. Casper1, A. Chaker8, W. Czech9, J. Fischer10, T. Fuchs11, M. Gerstlauer12, K. Hörmann13, T. Jakob14, K. Jung15, M.V. Kopp16, V. Mahler17, H. Merk18, N. Mülleneisen19, K. Nemat20, U. Rabe21, J. Ring22, J. Saloga23, W. Schlenter24, C. Schmidt-Weber25, H. Seyfarth26, A. Sperl1, T. Spindler27, P. Staubach23, S. Strieth28, R. Treudler29, C. Vogelberg30, A. Wallrafen31, W. Wehrmann32, H. Wrede33, T. Zuberbier34, A. Bedbrook35, G.W. Canonica36, V. Cardona37, T.B. Casale38, W. Czarlewski39, W.J. Fokkens40, E. Hamelmann41, P.W. Hellings42, M. Jutel43, D. Larenas-Linnemann44, J. Mullol45, N.G. Papadopoulos46, S. Toppila-Salmi47, T. Werfel48 und J. Bousquet49
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden, 2Forschungslabor für obere Atemwege und Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universität Gent und Universitätsklinikum Gent, Belgien; Abteilung für HNO-Erkrankungen, CLINTEC, Karolinska-Institut, Universität Stockholm, Schweden, 3Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Sektion Rhinologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, 4Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Tübingen, 5Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universität Bonn, Christine Kühne – Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-CARE) Davos-Augsburg-Bonn-St. Gallen-Zürich, St. Gallen, Schweiz, 6Klinik für Allergologie, Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Universitätsklinikum Münster, Münster, 7Schwerpunkt Pneumologie, III. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mainz, 8Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Klinikum rechts der Isar, Technische Universität und Helmholtz- Zentrum München, 9Klinik für Dermatologie, Universität Freiburg, 10Klinik für Dermatologie, Eberhard Karls Universität Tübingen, 11Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Göttingen, 12Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, Medizinische Universität Augsburg, 13Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Universitätsklinikum Mannheim, 14Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Campus Gießen, Justus-Liebig- Universität, Gießen, 15Gemeinschaftspraxis für Dermatologie, Erfurt, 16Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universität Lübeck, Airway Research Center North (ARCN), Mitglied des Deutschen Lungenzentrums (DZL), Lübeck, 17Med. Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, 18Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 19Asthma- und Allergiezentrum, Leverkusen, 20Klinik für Pädiatrie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 21Klinik für Allergologie, Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen, 22Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München; Christine Kühne-Zentrum für Allergieforschung und -bildung (CK-Care), Davos, Schweiz, 23Hautklinik, Universitätsmedizin Mainz, 24Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Universität zu Lübeck, 25Zentrum für Allergie & Umwelt (ZAUM), Technische Universität München und Helmholtz-Zentrum München, 26Vorsitzender des Apothekenverbandes in Hessen, Hessischer Apothekerverband, Offenbach, 27Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Lungenzentrum Süd-West, Wangen im Allgäu, 28Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Mainz, 29Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universität Leipzig, Leipziger interdisziplinäres Centrum für Allergologie – LICA, Leipzig, 30Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinderund Jugendmedizin, Abteilung für Kinderpneumologie und Allergologie, 31Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB, Mönchengladbach, 32Dermatologische Gemeinschaftspraxis, Münster, 33Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, Herford, Nordrhein-Westfalen, 34Klinik für Dermatologie und Allergologie, Allergie-Centrum-Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin, 35MACVIAFrance, Fondation partenariale FMC VIA-LR, Montpellier, Frankreich, 36Allergie und Atemwegserkrankungen, DIMI, Universität Genua, Italien, 37Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Vall d‘Hebron, Barcelona, Spanien, 38Abteilung für Allergie und Immunologie, University of South Florida, Tampa, Florida, USA, 39Medizinische Beratung Czarlewski, Levallois, Frankreich, 40Abteilung Otorhinolaryngologie, Akademische Medizinische Zentren, Amsterdam, Niederlande, 41Kinderzentrum Bethel, Evangelisches Klinikum Bethel, Universitätsklinikum OWL, Bielefeld, 42Klinik für Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde, Universitätskliniken Leuven, Belgien, 43Klinik für klinische Immunologie, Medizinische Universität Wroclaw und medizinisches Forschungsinstitut „ALL-MED“, Wroclaw (Breslau), Polen, 44Krankenhaus Médica Sur, México City, México, 45Unitat de Rinologia i Clínica de l‘Olfacte, Servei d‘ORL, Universitat de Barcelona, Klinische und experimentelle respiratorische Immunallergie, IDIBAPS, CIBERES, Barcelona, Spanien, 46Abteilung für Allergie, 2. Kinderklinik, Universität Athen, Griechenland, 47Haartman-Institut, Universität Helsinki, Finnland, 48Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, 49MACVIA-LR CHU, Montpellier, Frankreich
Hintergrund: Die Anzahl der von Allergien betroffenen Patienten nimmt weltweit zu. Hiermit gehen erhebliche Kosten für die Gesundheits- und Sozialsysteme durch allergische Erkrankungen einher. Integrierte Versorgungskonzepte sind erforderlich, die innerhalb der nationalen Gesundheitssysteme eine umfassende Versorgung ermöglichen. Die ARIA-Initiative entwickelt international gültige Leitlinien für allergische Atemwegserkrankungen.
Methoden: ARIA dient der verbesserten Versorgung von Patienten mit Allergien und chronischen Atemwegserkrankungen. In Zusammenarbeit mit anderen internationalen Initiativen, nationalen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen im Bereich Allergien und Atemwegserkrankungen wurde eine realitätsnahe, integrative Versorgungsleitlinie („integrated care pathways“, ICPs) für eine digital unterstützte, integrative, individualisierte Behandlung von allergischer Rhinitis (AR) mit komorbidem Asthma entwickelt, die in der vorliegenden Arbeit auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen wird.
Ergebnisse: Die vorliegende ICP-Versorgungsleitlinie umfasst wesentliche Bereiche der Versorgung von Patienten mit AR mit und ohne Asthma einschließlich der Sicht von Patienten und weiterer versorgungsnaher Gesundheitsdienstleister.
Diskussion: Eine umfassende ICP-Leitlinie kann die Versorgungsrealität wesentlich besser abbilden als herkömmliche Leitlinienmodelle.
Erstpublikation in Klimek L, Bachert C, Pfaar O et al. Allergo J Int. 2019; 28: 255-276.
https://doi.org/10.1007/s40629-019-00110-9Correspondence to:
Prof. Dr. Jean Bousquet
Centre Hospitalier Régional Universitaire de Montpellier (CHU)
371 Avenue du Doyen Gaston Giraud
34295 Montpellier Cedex 5, Frankreich
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