Empfehlungen
Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der Sinusitis und Polyposis nasi
C. Bachert, K. Hörmann, R. Mösges, G. Rasp, H. Riechelmann, R. Müller, H. Luckhaupt, B.A. Stuck und C. Rudack
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42.00 $
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Jahrgang 26 p. 52 - 72
Abstract
C. Bachert, K. Hörmann, R. Mösges, G. Rasp, H. Riechelmann, R. Müller, H. Luckhaupt, B.A. Stuck und C. Rudack
Sektion HNO der DGAI, Arbeitsgemeinschaften der DG-HNO: 1Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin, 2Endoskopie, 3Infektiologie, *Vorsitz; HNO-Klinik, Universität Gent, Belgien, HNO-Klinik, Universität Mannheim, Abteilung für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Universität Köln, HNO-Klinik, Klinikum Großhadern, Universität München, HNO-Klinik, Universität Ulm, HNO-Klinik, Universität Dresden, HNO-Klinik, Klinikum Dortmund, HNO-Klinik, Universität Münster
Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
HNO-Klinik
Universitätskrankenhaus Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Originalarbeit
Mometasonfuroat in der Therapie der saisonalen allergischen Rhinitis
Mometasone furoate in the treat ment of seasonal allergic rhinitis
B.A. Stuck, T. Hummel, K. Hecksteden, J. Czajkowski
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 196 - 201
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 5/2003, S. 196–201
Mometasonfuroat in der Therapie der saisonalen allergischen Rhinitis
B.A. Stuck1, T. Hummel2, K. Hecksteden1, J. Czajkowski1,
1Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim, 2Klinik für Riech- und Schmeckstörungen, Universitäts-HNO-Klinik, Dresden
Einleitung: Neben den klassischen Beschwerden zeigt sich bei der allergischen Rhinitis häufig eine Beeinträchtigung des Riechvermögens und der Lebensqualität. Ziel der vorliegenden Studie war es, den Einfluß von Mometasonfuroat Nasenspray auf das Riechvermögen und die Lebensqualität bei saisonaler allergischer Rhinitis zu untersuchen. Materialien und Methoden: 24 Patienten wurden in die prospektive, randomisierte, plazebokontrollierte Studie eingeschlossen. Vor und nach zweiwöchiger Therapie mit Mometasonfuroat Nasenspray wurden mittels Fragebögen fünf allergische Symptome sowie die rhinitisassoziierte Lebensqualität (RQLQ) erfaßt. Die Quantifizierung der Riechfunktion erfolgte mit den “Sniffin’ Sticks”. Der nasale Flow wurde mittels anteriorer Rhinomanometrie gemessen. Ergebnisse: Die allergischen Symptome reduzierten sich bei allen Patienten, wobei in der Verumgruppe die deutlicheren Unterschiede zu verzeichnen waren. Hinsichtlich der rhinitisassoziierten Lebensqualität fanden sich signifikante Gruppenunterschiede in den Bereichen “praktische Probleme” und “nasale Beschwerden”. Bezüglich der Riechtestung zeigte die Plazebogruppe eine Verschlechterung, während sich die Verumgruppe verbesserte. Für die Riechschwellen ließen sich statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen feststellen. Interessanterweise korrelierte die Verbesserung der Riechfunktion nicht mit der Verbesserung der nasalen Ventilation. Diskussion: Die topische Therapie mit Mometasonfuroat Nasenspray bei der saisonalen allergischen Rhinitis führt nicht nur zu einer Reduktion der klassischen allergischen Symptomatik, sondern darüber hinaus zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. Die Verbesserung der Riechfunktion der Verumgruppe erwies sich als unabhängig von der Verbesserung der nasalen Ventilation. Dies unterstreicht die Bedeutung entzündlicher bzw. antientzündlicher Faktoren in der Pathogenese und Therapie allergisch bedingter Riechstörungen.Correspondence to:
Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik
Theodor-Kutzer-Ufer
D-68135 Mannheim
Originalarbeit
Diagnostik des Analgetika-Intoleranz-Syndroms mittels funktioneller Zelltestung (Analgetika-Intoleranz-Test: AIT)
Diagnosis of analgesic intolerance using a functional cell test (“analgesic intolerance test”: AIT)
K. Hecksteden, D. Schäfer, B.A. Stuck
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 263 - 271
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 7/2003, S. 263–271
Diagnostik des Analgetika-Intoleranz-Syndroms mittels funktioneller Zelltestung (Analgetika-Intoleranz-Test: AIT)
K. Hecksteden1, D. Schäfer1, B.A. Stuck1,
1HNO-Klinik, Universitätsklinikum Mannheim, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Das klinisch manifeste Analgetika-Intoleranz-Syndrom (AIS) ist typischerweise durch rezidivierende Polyposis nasi, Asthma bronchiale und Analgetika-Unverträglichkeit gekennzeichnet. Es beruht nach gängiger Meinung auf Dysbalancen im Arachidonsäure-Metabolismus, ausgelöst durch die Einnahme von non-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Bisher sind in der Diagnostik des AIS Anamnese und Provokationstests etabliert. Die Methoden der nasalen, bronchialen und oralen Provokationstests sind für die Praxis umfangreich und für die Patienten meist unangenehm und risikobehaftet. Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, inwieweit ein komplikationsloses In-vitro-Verfahren mit funktioneller Zelltestung (Analgetika-Intoleranz-Test: AIT) zur Diagnosesicherung herangezogen werden kann. Hierfür wurde die herkömmliche Diagnostik mit den Ergebnissen des AIT an 50 Patienten mit Verdacht auf Analgetikaintoleranz verglichen. Zur Kontrolle dienten Tests an 38 Patienten mit leerer Anamnese und ohne klinische Zeichen einer Polyposis oder eines Asthma bronchiale. Für die Sensitivität des Tests wurden 100%, für die Spezifität 73,3% berechnet, der negative Vorhersagewert des AIT lag bei 100% und der positive Vorhersagewert bei 71%. Dies erklärt sich durch eine Gruppe von Patienten, bei denen die herkömmliche Diagnostik zu einem negativen, der AIT hingegen zu einem positiven Ergebnis gekommen war. Eine Follow-up-Studie muß klären, ob bei diesen Patienten ein klinisch nicht manifestes AIS vorliegt, oder ob der Test falsch-positive Ergebnisse liefert. Zusammenfassend ist der AIT bisher – trotz der guten Ergebnisse – nicht zur Diagnosesicherung eines AIS ausreichend, betrachtet man aber seine Vorteile in Praktikabilität und Risikominimierung, so ist eine weitere Validierung des Tests zu fordern.Correspondence to:
Dr. med. K. Hecksteden
HNO-Klinik
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
D-79106 Freiburg
Autorenreferate
12. Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie / Mannheim, 11. – 12. Oktober 2002
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. K. Hör mann, Mann heim, Prof. Dr. L. Kli mek, Wies ba den/Mann heim und Dr. B.A. Stuck, Mann heim
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42.00 $
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Jahrgang 26 p. 119 - 131
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 3/2003, S. 119–131
12. Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie / Mannheim, 11. – 12. Oktober 2002
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. K. Hör mann, Mann heim, Prof. Dr. L. Kli mek, Wies ba den/Mann heim und Dr. B.A. Stuck, Mann heim
Übersichten
Schlaf und Schläfrigkeit bei allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, O. Pfaar, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 165 - 170
Abstract
B.A. Stuck1, O. Pfaar1,2, K. Hörmann1 und L. Klimek1,2
1Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim, 2Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Neben den klassischen Symptomen der allergischen Rhinitis treten die damit assoziierten sekundären Symptome in jüngster Zeit zunehmend in das Zentrum des Interesses. Hierbei spielen vor allem die Aspekte Müdigkeit (fatigue) und Schläfrigkeit (sleepiness) eine besondere Rolle. Häufig werden diese Störungen auf eine Beeinträchtigung des Nachtschlafs zurückgeführt, auch wenn sich der entsprechende Nachweis schwierig gestaltet und bis dato nicht überzeugend gelungen bzw. der Zusammenhang fragwürdig ist. Zu den subjektiven Aspekten Müdigkeit und Schläfrigkeit konnten zunehmend valide Daten gesammelt werden. Systematische objektive Untersuchungen, namentlich zu den objektiven Einflüssen auf den Nachtschlaf der Betroffenen, sind bis heute jedoch die Ausnahme geblieben. Die Auswertung der verfügbaren Literatur macht deutlich, dass die allergische Rhinitis zumindest in epidemiologischen Studien als Risikofaktor für schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen und vor allen Dingen bei Kindern gelten kann. In entsprechenden klinischen Studien konnte darüber hinaus auch deutlich gemacht werden, dass mit dem Einsetzen der Pollenflugsaison bei der saisonalen allergischen Rhinitis eine signifikante Zunahme der Tagesschläfrigkeit verbunden ist, die sich auch mit standardisierten Instrumenten nachweisen lässt. Eine antiallergische Therapie, vornehmlich mit topischen Steroiden, führt auch bei Patienten mit perennialer allergischer Rhinitis zu einer Verbesserung der subjektiven Einschätzung der Schlafqualität und der Tagesbefindlichkeit. Im Gegensatz hierzu konnten klinisch relevante Veränderungen bzw. Verschlechterungen objektiver Schlafparameter insbesondere in jüngeren, methodisch belastbareren Studien nicht nachgewiesen werden. Eine allergische Rhinitis alleine ist daher offenbar nicht in der Lage, eine manifeste, klinisch relevante schlafbezogene Atmungsstörung bei ansonsten gesunden Allergikern auszulösen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klini
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68167 Mannheim
Email: [email protected]
Übersicht
In-vitro-Testverfahren bei Analgetikaintoleranz
R. Dollner, L. Klimek, O. Pfaar, B.A. Stuck und K. Hörmann
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 240 - 248
Abstract
R. Dollner1,2, L. Klimek1, O. Pfaar1,2, B.A. Stuck2 und K. Hörmann2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg
Das Krankheitsbild der Analgetikaintoleranz (AIT) wird heute als eine fortschreitende, nichtallergische Überempfindlichkeitsreaktion verstanden, die auf einer pathognomonischen Dysbalance des Arachidonsäurestoffwechsels basiert. Durch die Einnahme von COX-1-Inhibitoren exazerbiert die Erkrankung und es kommt aufgrund der überschießenden Leukotrienproduktion und der reduzierten Gegenregulation durch Prostaglandin E2 zu den typischen asthmatischen und anaphylaktoiden Akutreaktionen. Bislang gilt der Provokationstest als der Goldstandard in der Diagnostik der AIT. Allerdings ist ein solches Vorgehen aufgrund der möglichen Komplikationen Zentren mit intensivmedizinischem Hintergrund vorbehalten. In Kenntnis der pathophysiologischen Vorgänge wurden daher seit den 90er Jahren In-vitro-Testverfahren als mögliche Alternativen zu der Provokationstestung entwickelt. Die Verfahren lassen sich in Mediatorfreisetzungstests, durchflusszytometrische Verfahren und Hybridverfahren bzw. Methodenkombinationen einteilen. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt die Testrationale und die aktuelle diagnostische Wertigkeit der verfügbaren Verfahren gegenüber und gibt damit einen kritischen Überblick über den heutigen Stand der anspruchsvollen In-vitro-Diagnostik der Analgetikaintoleranz.Correspondence to:
PD Dr. med. R. Dollner
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeiten
Tagesschläfrigkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
Daytime sleepiness in seasonal allergic rhinitis
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 45 - 48
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 2/2004, S. 45–48
Tagesschläfrigkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
B.A. Stuck, J. Czajkowski, A.-E. Hagner, L. Klimek, J.T. Maurer, K. Hörmann und T. Verse
Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim
Neben den klassischen allergischen Symptomen beklagen Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis häufig eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Zunahme von Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tage. Diese Veränderungen werden häufig mit einer möglichen Beeinträchtigung des Nachtschlafs in Verbindung gebracht, wurden bis dato jedoch nicht systematisch anhand von validierten Fragebögen evaluiert. Ziel der Studie war es daher, den Einfluß der saisonalen allergischen Rhinitis auf die Tagesschläfrigkeit anhand eines validierten Fragebogens zu untersuchen. 25 Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis wurden 25 gesunden Kontrollen in einem prospektiven kontrollierten Studiendesign gegenübergestellt. Allergische Symptome und die Tagesschläfrigkeit wurden vor und während der Pollenflugsaison 2002 anhand von Fragebögen evaluiert (Symptomfragebogen und Epworth Sleepiness Scale) und eine Einteilung des Schweregrades der Rhinitis vorgenommen. Die Tagesschläfrigkeit erhöhte sich mit Einsetzen der saisonalen Beschwerden in der Allergikergruppe während die Werte in der Kontrollgruppe unverändert blieben. Dies ergab signifikante Gruppenunterschiede für die Tagesschläfrigkeit. Die Veränderung der Scorewerte zeigten sich vornehmlich in den beiden Untergruppen mittelgradige und schwergradige allergische Rhinitis. Die saisonale allergische Rhinitis führt neben den klassischen Beschwerden auch zu einer erhöhten Tagesschläfrigkeit während der Pollensaison. Das Ausmaß der Schläfrigkeit steigt mit der Schwere der allergischen Rhinitis.Correspondence to:
Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik
D-68135 Mannheim
Email: [email protected]
Originalarbeiten
Adaptive Desaktivierung bei ASS-intoleranten Patienten mit Polyposis nasi et sinuum – Möglichkeiten eines neuen Therapieprinzips mit intravenöser Applikation
O. Pfaar, M. Spielhaupter, H. Wrede, C. Barth, D. Schäfer, B.A. Stuck, R. Mösges, H. Hanschmann, K. Hecksteden, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 322 - 331
Abstract
O. Pfaar1,2, M. Spielhaupter1,2, H. Wrede1,2, C. Barth1,2, D. Schäfer2, B.A. Stuck2, R. Mösges3, H. Hanschmann1,4, K. Hecksteden5, K. Hörmann2 und L. Klimek1,2
1Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, 2HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 3IMSIE, Universität zu Köln, 4Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, Universität Marburg, 5HNO-Universitätsklinik, Fr
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Acetylsalizylsäure (ASS-Intoleranz) und andere nichtsteroidale Antiphlogistika sind in Kombination mit einer Polyposis nasi und einem Asthma bronchiale unter dem Begriff Samter-Trias (Morbus Samter, Morbus Widal) bekannt. Die adaptive Desaktivierung ist die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit ASS-Intoleranz. Derzeit wird diese Therapie üblicherweise mit oraler Applikation von ASS repetitiv in aufsteigender Dosierung eingeleitet. Dies ist die erste Studie, die einen intravenösen Applikationsweg im Rahmen der initialen Dosissteigerungsphase bei der adaptiven Desaktivierung untersucht. In dieser prospektiven, offenen Studie wurden die Durchführbarkeit sowie die Sicherheitsaspekte einer intravenösen Applikation von Lysin-ASS im Rahmen der Dosissteigerung bei adaptiver Desaktivierung herausgearbeitet. Bei 36 Patienten mit ASS-Intoleranz (20 Frauen, 16 Männer) im Alter von 20 – 64 Jahren (Altersdurchschnitt 34,3 ± 6,9 Jahre) wurden hierzu die während der Dosissteigerungsphase auftretenden Nebenwirkungen analysiert. Die Gesamtzahl der systemischen Reaktionen betrug n = 27 entsprechend 6,6% aller Therapiedosierungen. Hiervon waren 20 (74%) Sofortphasenreaktionen, 6 (22%) Spätphasenreaktionen und 1 (4%) sowohl eine Sofort- als auch Spätphasenreaktion. Von allen systemischen Reaktionen entsprachen 81% einer Allgemeinreaktion ersten Grades und 19% einer Allgemeinreaktion zweiten Grades. Reaktionen entsprechend Grad 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Zusammenfassend konnte die vorliegende Studie demonstrieren, daß die intravenöse Desaktivierung mit Lysin-ASS in der initialen Dosissteigerungsphase unter stationären Bedingungen möglich ist. Unserer Erfahrung nach unterscheidet sich die Nebenwirkungsrate nicht von der oralen Aufdosierung. Einen wichtigen Vorteil sehen wir in der Möglichkeit der sofortigen Unterbrechung der intravenösen Allergenzufuhr bei den ersten Zeichen von Nebenwirkungen. Bezüglich der optimalen Dosierung dieses Vorgehens und des direkten Vergleichs mit der peroralen Dosissteigerung sind weitere Studien mit einer größeren Fallzahl geplant.Correspondence to:
Dr. med. O. Pfaar
Zentrum für Rhinologie und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Email: [email protected]
Originalarbeit
Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhino-Konjunktivitis
Specific immunotherapy in allergic rhinoconjunctivitis: Current standard and new approaches
I. Hansen, B.A. Stuck, S. Schneider-Gene, R. Mösges, K. Hörmann und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 549 - 556
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 11/2002, S. 549–556
Cluster-Immuntherapie bei allergischer Rhino-Konjunktivitis
I. Hansen1, B.A. Stuck1, S. Schneider-Gene1, R. Mösges2, K. Hörmann1 und L. Klimek1,3
1HNO-Universitätsklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 2IMSIE, Universität zu Köln, 3Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Die Hyposensibilisierungstherapie oder spezifische Immuntherapie (SIT) ist neben der Allergenkarenz die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit von Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis. Die Effektivität der SIT ist abhängig vom spezifischen Allergen, der Qualität und Gesamtdosis der verabreichten Allergenextrakte und dem Applikationsschema. Bei der klassischen SIT wird ein Allergenextrakt repetitiv in ansteigenden Dosen subkutan injiziert. Es existieren unterschiedliche Therapie-Schemata für die subkutane SIT. Bei der Cluster-Therapie werden hierzu 2 – 3 Injektionen je Behandlungstag in wöchentlichen Abständen verabreicht. Wir untersuchten in dieser offenen Studie 247 Patienten (135 Frauen, 112 Männer) im Alter von 18 – 59 Jahren (Altersdurchschnitt: 31,2 ± 6,9 Jahre) hinsichtlich auftretender Nebenwirkungen des Cluster-Therapieschemas in der Dosissteigerungsphase. Die Gesamtzahl der übersteigerten Lokalreaktionen (³ Grad 1) betrug n = 512 entsprechend 11,3% aller Injektionen. Hiervon waren 374 (73,0%) Sofortphasenreaktionen, 131 (25,6%) Spätphasenreaktionen und 7 (1,4%) sowohl Sofort- als auch Spätphasenreaktionen. Von allen übersteigerten Lokalreaktionen waren 435 (85,1%) Grad 1-Reaktionen, 66 (12,9%) Grad 2-Reaktionen, 9 (1,7%) Grad 3-Reaktionen und 2 (0,3%) Grad 4-Reaktionen. Die Gesamtzahl der systemischen Reaktionen betrug n = 89 entsprechend 1,96% aller Injektionen. Hiervon waren 71 (80%) Sofortphasenreaktionen, 17 (19%) Spätphasenreaktionen und 1 (1,2%) sowohl eine Sofort- als auch Spätphasenreaktion. Von allen systemischen Reaktionen wurden 73 (82,02%) dem Stadium 1 zugeordnet und 16 (17,98%) dem Stadium 2. Reaktionen entsprechend Stadium 3 und 4 wurden nicht beobachtet. Art und Anzahl der unerwünschten Reaktionen bei dem verwendeten Cluster-SIT Schema entspechen somit dem bei anderen Schemata üblichen Rahmen. Unter Sicherheitsaspekten könnte daher die Cluster-SIT zu einer interessanten Alternative herkömmlicher Therapieschemata für die Dosissteigerungsphase werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. L. Klimek
Zentrum für Rhinologie
und Allergologie
An den Quellen 10
D-65183 Wiesbaden
Übersicht
Chirurgische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe und des Schnarchens
Surgical treatment of obstructive sleep apnea and snoring
B.A. Stuck
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 160 - 168
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 37, Nr. 4/2011, S. 160–168
Chirurgische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe und des Schnarchens
B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik, Universitätsmedizin Mannheim
Chirurgische Verfahren in der Schlafmedizin sind noch immer umstritten. Dies erklärt sich unter anderem durch den Mangel an belastbaren kontrollierten Therapiestudien, die gerade in der Behandlung des Schnarchens und der obstruktiven Schlafapnoe von besonderer Bedeutung sind. In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden die Möglichkeiten für kontrollierte Therapiestudien in der Chirurgie kritisch diskutiert und beispielhaft aktuelle, methodisch anspruchsvolle Studien vorgestellt. Dies soll deutlich machen, dass sich die wissenschaftliche Datenlage derzeit stetig verbessert und eine objektivere Einschätzung der Wirksamkeit der chirurgischen Verfahren zulässt. Der Vergleich zwischen konservativen und operativen Verfahren sollte die Unterschiede in der Compliance berücksichtigen, wie dies in aktuellen Arbeiten beispielhaft vorgestellt wurde. Werden operative Verfahren als Alternative zu konservativen Therapieoptionen verstanden (z.B. bei mangelnder Akzeptanz oder Compliance), tritt dieser Vergleich jedoch in den Hintergrund. Auf Basis dieser Überlegungen werden grundsätzliche Erwägungen bei der Indikation und Auswahl der chirurgischen Verfahren erläutert und die wichtigsten Eingriffe beispielhaft beurteilt. Ziel ist es hierbei, dem nichtoperativ tätigen Schlafmediziner die Möglichkeiten und Grenzen der chirurgischen Therapie näher zu bringen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B.A. Stuck
Universitäts-HNO-Klinik
Universitätsmedizin Mannheim
Theodor-Kutzer-Ufer
D–68135 Mannheim
Email: [email protected]
Acetylsalicylsäure (ASS)-Intoleranz-Syndrom
In-vitro-Diagnostik des ASS-Intoleranz- Syndroms (Aspirin-exacerbated Respiratory Disease: AERD)
In vitro diagnostic of aspirin-exacerbated respiratory disease (AERD)
R. Dollner, K. Hörmann, B.A. Stuck, O. Pfaar und L. Klimek
Price
42.00 $
Jahrgang 37 p. 11 - 19
Abstract
Allergologie, Jahrgang 37, Nr. 1/2014, S. 11–19
In-vitro-Diagnostik des ASS-Intoleranz- Syndroms (Aspirin-exacerbated Respiratory Disease: AERD)
R. Dollner1,2, K. Hörmann2, B.A. Stuck2, O. Pfaar2,3 und L. Klimek2,3
1Department of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, Clinic for Surgery and Clinical Neuroscience, Oslo University Hospital, Oslo, Norway, 2Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mannheim, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,3Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
Das ASS-Intoleranz-Syndrom ist charakterisiert als eine chronische, nicht allergische Entzündung der Atemwege, welche unter Einnahme von COX-1-Inhibitoren zwar akut exazerbiert, jedoch auch ohne Einnahme von NSAIDs progredient verläuft. Bislang gilt die Provokationstestung als Goldstandard in der Diagnostik des ASS-Intoleranz-Syndroms. Allerdings ist diese aufgrund der zum Teil schweren anaphylaktoiden Reaktionen und den potenziellen Komplikationen der Provokationstestung auf Zentren mit entsprechender Erfahrung beschränkt. Aus diesem Grunde ist die Entwicklung diagnostischer Alternativen zur Provokationstestung von hohem klinischem Interesse und motiviert seit Jahren internationale Forschungsgruppen zur Entwicklung verlässlicher In-vitro-Testverfahren mit dem Ziel, die Provokationstestung im individuellen Fall zu ersetzen. Analog zur klinischen Provokationstestung basieren die heute existierenden In-vitro-Verfahren hierbei auf zellulären Stimulationsprotokollen, wobei die zentralen pathophysiologischen Alterationen des Eicosanoidmetabolismus und die damit verbundenen zellulären Veränderungen analysiert werden. Die vorliegende Übersichtsarbeit stellt die aktuell verfügbaren Tests in ihrer methodischen Ausarbeitung und klinisch-diagnostischen Wertigkeit vor und gibt darüber hinaus einen kritischen Überblick über den heutigen Stand der komplexen und anspruchsvollen In-vitro-Diagnostik des ASS-Intoleranz-Syndroms.Correspondence to:
PD Dr. med. R. Dollner
Department of Otorhinolaryngology,
Head and Neck Surgery
Clinic for Surgery and Clinical Neuroscience
Oslo University Hospital
Sognsvannsveien 20
NO-0027 Oslo
Email: [email protected]
Biologika in der Allergologie
Anti-IgE: Einsatz auch bei allergischer Rhinitis?
Anti-IgE: A treatment option in allergic rhinitis?
O. Pfaar, F. Gehrt, H. Li, S.A. Rudhart, A. Nastev, B.A. Stuck und S. Hoch
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 199 - 209
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 3/2021, S. 199-209
Anti-IgE: Einsatz auch bei allergischer Rhinitis?
O. Pfaar*, F. Gehrt*, H. Li, S.A. Rudhart, A. Nastev, B.A. Stuck und S. Hoch
Sektion für Rhinologie und Allergologie, Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg, Philipps-Universität Marburg
Hintergrund: Die allergische Rhinitis (AR) ist die häufigste IgE-vermittelte allergische Erkrankung. Zur Therapie der AR mittels Biologika wurde bereits eine Vielzahl klinischer Studienprogramme durchgeführt. Gute klinische Ergebnisse konnten insbesondere durch eine spezifische Anti-IgE-Therapie mit Omalizumab erzielt werden. Weiterhin ist Omalizumab bereits in der Behandlung von allergischem Asthma und der chronischen spontanen Urtikaria etabliert. Allerdings liegt in Deutschland keine Zulassung von Biologika in der Behandlung der AR vor.
Methode: In einer systematischen Literaturrecherche wurden zur Bewertung der Effektivität und Sicherheit bei der Behandlung der AR mit Omalizumab randomisierte, kontrollierte Studien, Metaanalysen und Reviews ausgewertet.
Ergebnis: Bei der systematischen Literaturrecherche zeigte sich eine hohe Evidenz für die Symptomverbesserung (nasale und konjunktivale Symptome), Reduktion der antiallergischen Bedarfsmedikation sowie Besserung der Lebensqualität durch die Anwendung von Omalizumab bei Patienten mit einer AR.
Schlussfolgerung: Omalizumab zeigt in der Behandlung der AR gute Ergebnisse hinsichtlich Symptomkontrolle, Patientensicherheit und dem Management vorhandener Komorbiditäten. Die klinische Prüfung weiterer Biologika in dieser Indikation ist zu erwarten.
*die beiden Erstautoren haben gleichen Anteil an der Publikation
Erstpublikation in Allergologie select, mit freundlicher Genehmigung der Autoren:


Zitierung:
Pfaar O, Gehrt F, Li H, Rudhart SA, Nastev A, Stuck BA, Hoch S. Anti-IgE: A treatment option in allergic rhinitis? Allergol Select. 2021 Feb 24; 5: 119-127. DOI 10.5414/ALX02205ECorrespondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Standort Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
CAC in Deutschland stellen sich vor
Comprehensive Allergy Center AZH am Universitätsklinikum Marburg
Comprehensive Allergy Center AZH at the University Clinic Marburg
W. Pfützner, J. Pickert, S. Mühlenbein, C. Möbs, M. Hertl, A. Nastev, S. Hoch, B.A. Stuck, M. Bauck, S. Weber, C. Skevaki, H. Renz und O. Pfaar
Price
42.00 $
Jahrgang 44 (2021) p. 738 - 748
Abstract
Allergologie, Jahrgang 44, Nr. 9/2021, S. 738-748 © 2021
Comprehensive Allergy Center AZH am Universitätsklinikum Marburg
W. Pfützner1#5, J. Pickert1#5, S. Mühlenbein1#5, C. Möbs1#5, M. Hertl1#5, A. Nastev2#5, S. Hoch2#5, B.A. Stuck2#5, M. Bauck3#5, S. Weber3#5, C. Skevaki4#5, H. Renz4#5 und O. Pfaar2#5
1Klinik für Dermatologie und Allergologie, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, 3Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, 4Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik, 5Allergiezentrum Hessen, Comprehensive Allergy Center, Universitätsklinikum Marburg, Philipps-Universität Marburg
Das 2005 am Universitätsklinikum Marburg gegründete Allergiezentrum Hessen wurde 2015 als zweites Comprehensive Allergy Center (CAC) in Deutschland zertifiziert und inzwischen zweimal re-zertifiziert, zuletzt 2020. Im Geltungsbereich des Zertifikats sind die Klinik für Dermatologie und Allergologie, die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie das Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie, Molekulare Diagnostik aufgenommen. Es werden die Ziele und Strukturen des AZH CAC, seine Aufgaben, Schwerpunkte und Perspektiven dargestellt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Wolfgang Pfützner
Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie
Allergie-Zentrum Hessen
Universitätsklinikum Marburg
Baldingerstraße
35043 Marburg
Email: [email protected]
Leitlinie
Therapie der chronischen Rhinosinusitis mit Polyposis nasi (CRScNP) mit monoklonalen Antikörpern (Biologika): S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und der Deutschen Gesell
Treatment of chronic rhinosinusitis with nasal polyps (CRSwNP) with monoclonal antibodies (biologics): S2k guideline of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery (DGHNO-KHC), and the German College of General Practitioners and Fam
O. Pfaar, A.G. Beule, M. Laudien, B.A. Stuck für die erweiterte Leitliniengruppe „Biologika bei CRScNP"
Price
42.00 $
Jahrgang 46 (2023) p. 739 - 748
Abstract
Allergologie, Jahrgang 46, Nr. 11/2023, S. 739-748
Therapie der chronischen Rhinosinusitis mit Polyposis nasi (CRScNP) mit monoklonalen Antikörpern (Biologika): S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und der Deutschen Gesell
O. Pfaar1, A.G. Beule2#3, M. Laudien4, B.A. Stuck1 für die erweiterte Leitliniengruppe „Biologika bei CRScNP“
1Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Philipps-Universität Marburg, Marburg, 2Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, Münster, 3Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsmedizin Greifswald, Greifswald, 4Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel
Monoklonale Antikörper (sog. Biologika) können bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRScNP, im englischen Sprachgebrauch CRSwNP) im Rahmen ihrer Zulassung verordnet werden. Allerdings ist die Verordnung auf die schwere CRScNP ohne Krankheitskontrolle begrenzt, wobei bestimmte Voraussetzungen zu beachten sind. Derzeit sind Dupilumab, Omalizumab und Mepolizumab zugelassen, in der Literatur gibt es entsprechende Evidenz für ihre Wirksamkeit und Sicherheit. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig weitere Biologika in dieser Indikation zugelassen werden. Die Schwere der Erkrankung sollte vor Therapieeinleitung sowie die Wirksamkeit dieser Therapie nach einem angemessenen Zeitraum objektiv und subjektiv überprüft werden. Hierfür kann der in diesem aktualisierten Leitlinien-Kapitel vorgeschlagene Dokumentationsbogen verwendet werden. Bei Vorliegen von relativen Kontraindikationen sollte nur nach differenzierter Abwägung durch erfahrene Ärzt/-innen und als Einzelfallentscheidung ein Therapieversuch mit Biologika erfolgen. Zusammenfassend hat das vorliegende Leitlinien-Kapitel zum Ziel, angesichts der zunehmenden Evidenz zur Therapie mit diesen Substanzen bzw. der zunehmenden Zahl an Zulassungen unterschiedlicher Biologika zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung von erwachsenen Patient/-innen mit dieser Therapieform beizutragen.
Erstpublikation in HNO. 2023; 71: 256-263.
https://doi.org/10.1007/s00106-023-01273-2Correspondence to:
Prof. Dr. med. Oliver Pfaar
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Philipps-Universität Marburg
Baldingerstraße, 35043 Marburg
Email: [email protected]