Originalarbeiten
Malassezia sympodialis als krankheitsspezifisches Allergen bei der atopischen Dermatitis
Malassezia sympodialis as illness-specific allergen in atopic dermatitis
B. Fischer, M. Tengvall-Linder, S. Flückiger, C. Johansson, K. Blaser, A. Scheynius, B. Wüthrich, R. Crameri und P. Schmid-Grendelmeier
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 509 - 515
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 12/2003, S. 509–515
Malassezia sympodialis als krankheitsspezifisches Allergen bei der atopischen Dermatitis
B. Fischer1, M. Tengvall-Linder2, S. Flückiger3, C. Johansson2, K. Blaser3, A. Scheynius2, B. Wüthrich1, R. Crameri3 und P. Schmid-Grendelmeier1
1Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 2Innere Medizin, Karolinska Institut, Stockholm, 3Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF), Davos
Der Hefepilz Malassezia gehört zur normalen Hautflora und kann auch eine IgE-vermittelte Sensibilisierung bei Patienten mit atopischer Dermatitis (AD) auslösen. Wir untersuchten in der folgenden Studie die Prävalenz einer Sensibilisierung auf M. sympodialis (serologisch und im Hauttest) bei verschiedenen allergischen Erkrankungen. Um die auslösende allergene Struktur zu identifizieren, führten wir zusätzlich Untersuchungen mit verschiedenen rekombinanten Allergenen von M. sympodialis durch. Insgesamt wurden 613 Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis (378), allergischem Asthma (83), AD (55), Urtikaria (31), Nahrungsmittelallergien (24), Insektengiftallergien (42) und 38 gesunde Kontrollpersonen in die Studie eingeschlossen. Als natürliches Allergen diente ein Extrakt, welcher aus dem M. sympodialis Stamm ATCC 42132 hergestellt wurde. Rekombinante M. sympodialis Allergene (rMal s1, tMal s5, rMal s6, rMal s7, rMal s8 und rMal s9) wurden kloniert und im E. coli M15-System angereichert. Spezifisches Serum-IgE wurde mit dem ImmunoCAP (“m70" Pharmacia Diagnostik, Uppsala, Schweden) bestimmt; für die rekombinanten Allergene wurde ein ELISA-Test entwickelt. In 34 von 55 Patienten mit AD wurde spezifisches IgE gegen M. sympodialis gefunden. Am häufigsten zeigte sich im ELISA-Test eine Sensibilisierung auf rMal s5, rMal s6 und rMal s9. In den anderen Patientengruppen und bei den gesunden Kontrollpersonen konnte keine Reaktivität gegenüber rMal-s-Allergenen gefunden werden. Zusammenfassend kommt eine Sensibilisierung auf M. sympodialis praktisch nur bei Patienten mit AD vor. Rekombinante Allergene sind ein sehr gutes Untersuchungsinstrument, um die immunologische Relevanz von Pilzallergenen bei AD zu untersuchen. Der Gebrauch von Antimykotika kann somit in einer gewissen Patientengruppe mit AD von Nutzen sein.Correspondence to:
Dr. med. P. Schmid-Grendelmeier
Allergiestation
Dermatologische Klinik
Universitätsspital
Gloriastraße 31
CH-8091 Zürich
Originalarbeiten
IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien – Klassifikation nach dem Sensibilisierungsweg anhand von 87 Fällen des Jahres 1998
IgE-mediated food allergies: classification based on the way of sensitization among 87 patients of the year 1998
I.C. Blötzer und B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 191 - 202
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 5/2004, S. 191–202
IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien – Klassifikation nach dem Sensibilisierungsweg anhand von 87 Fällen des Jahres 1998
I.C. Blötzer und B. Wüthrich
Allergiestation, Dermatologische Klinik und Poliklinik, UniversitätsSpital, Zürich
Im Jahre 1998 wurden auf der Allergiestation der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich 87 Patienten mit einer gesicherten Nahrungsmittelallergie (NMA) abgeklärt. Diese Patienten wurden aufgrund des Sensibilisierungsweges (gastrointestinal oder inhalativ) und des Manifestationsalters in 3 Typen A, B und C (Klassifikation nach W.J. Pichler [1998]) unterteilt und miteinander verglichen. Sieben Kinder (8%) im Alter von 1 – 4 Jahren, wurden dem Typ A zugewiesen. Wegen der geringen Anzahl ist diese Gruppe nicht repräsentativ. NMA-Typ-B umfaßt 64 Patienten (73,6%) im Alter von 6 – 60 Jahren, mit einem Manifestationsgipfel zwischen 21 und 30 Jahren. Zwei Drittel der Patienten sind weiblich. Die persönliche Atopiebelastung ist mit 89,1% sehr hoch, vor allem in Form einer Rhinokonjunktivitis pollinosa (78,1%). Besonders Früchte (Äpfel, Kiwi, Banane), Gemüse (Sellerie, Karotten), Nüsse (Haselnuß) und Gewürze (Kamille) verursachen in erster Linie ein orales Allergiesyndrom (OAS) (67,2%), neben Symptomen der Haut (Urtikaria) (48,8%) und der Atemwege (Dyspnoe) (48,8%). 16 Patienten (18,4%), im Alter von 12 – 58 Jahren, wurden dem Typ C zugeordnet. Fische/Meeresfrüchte (insbesondere Crevetten und Krabben), diverse Fleischsorten und Früchte (Kiwi) verursachen ohne Beisein einer Kreuzreaktion vor allem Symptome der Haut (Urtikaria und Quincke-Ödem) und der Atemwege (Dyspnoe). Ein OAS ist hier selten. Bei einem Patienten vom Typ C äußert sich die NMA zunächst in Form einer Kontakturtikaria. Es wird ein vierter Nahrungsmittelallergie Typ D postuliert, bei welchem die Sensibilisierung perkutan stattfindet.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Im Ahorn 18
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Kasuistik
Allergische Rhinitis auf die Zierpflanze Philodendron bipennifolium: Nachweis von spezifischem IgE und positive Reaktion auf Provokation mit Blätterextrakt
Chronic rhinoconjunctivitis due to the ornamental plant Philodendron bipennifolium: detection of specific IgE and positive provocation results
M.D. Anliker,, I.A.F.M. Heijnen und B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 211 - 214
Abstract
Allergologie, Jahrgang 27, Nr. 5/2004, S. 211–214
Allergische Rhinitis auf die Zierpflanze Philodendron bipennifolium: Nachweis von spezifischem IgE und positive Reaktion auf Provokation mit Blätterextrakt
M.D. Anliker1,2,3, I.A.F.M. Heijnen4 und B. Wüthrich2
1Dermatologische Abteilung, Medizinische Klinik, Kantonsspital Aarau, 2Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 3Fachbereich Dermatologie/Allergologie, Kantonsspital St. Gallen, 4Abteilung Immunologie, Zentrum für Labormedizi
Philodendron-spezies sind beliebte Zierpflanzen und sind bislang nicht bekannt als Auslöser einer Soforttypallergie. Wir berichten über eine 46jährige Patientin mit einer chronischen Rhinokonjunktivitis im häuslichen Umfeld, wo ein Philodendron (Ph.) bipennifolium vorhanden war. Die Hautpricktestungen mit inhalativen Routineallergenen waren positiv für Gräser-, Roggen-, Hasel- und Eschenpollen. Der Scratchtest war positiv für Ph. bipennifolium und F. benjamina. Das spezifische IgE (CAP-FEIA) war erhöht für Ph.-bipennifolium-Blätter, Ph. scandens, Ficus benjamina und Latex. Eine nasale Provokation (NPT) mit frischem Blätterextrakt von Ph. bipennifolium führte zu einer Rhinorrhö, Jucken im Rachen und einer nasalen Obstruktion. Dies ist der erste Bericht über eine Soforttypallergie auf Ph. bipennifolium und den Nachweis spezifischer IgE. Die klinische Relevanz wurde mittels NPT aufgezeigt. Philodendron ssp. können deshalb Allergene genügender Potenz emittieren, um im häuslichen Umfeld allergische Reaktionen auszulösen.Correspondence to:
Dr. med. M.D. Anliker
Fachbereich Dermatologie/Allergologie
Kantonsspital St. Gallen
Peter-und-Paul-Straße 34
CH-9010 St. Gallen
Email: [email protected]
Kasuistik
Die Pizza: eine Quelle von unerwarteten Allergenen – anaphylaktische Reaktion auf Lupinenmehl im Pizzateig und in einem Lebkuchen
B. Wüthrich, D. Mittag und B.K. Ballmer-Weber
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 495 - 502
Abstract
B. Wüthrich, D. Mittag und B.K. Ballmer-Weber
Allergiestation, Dermatologische Klinik und Poliklinik, UniversitätsSpital, Zürich
Lupinenmehl (Lupinus albus), aus der Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae), findet heute eine weite Verwendung in der Nahrungsindustrie, vor allem als Zusatz zu Getreidemehlen und als Emulgator. Wir stellen den Fallbericht eines Patienten mit hochgradiger Erdnußallergie vor, der nach Genuß einer "Take-away"-Pizza mit einem schweren Status asthmaticus reagierte, welcher eine Intubation auf der Intensivstation erforderte. Durch mehrere Nachfragen an den Großverteiler dieser “Take-away”-Pizza ergab sich, daß der Pizzateig mit Lupinenmehl angereichert war. Die Lupinensensibilisierung wurde im Pricktest und serologisch (CAP-Klasse 4; 44,30 kU/l) nachgewiesen. Eine Erdnußkontamination der Pizza wurde ausgeschlossen. Der IgE-Immunoblot zeigte Hauptbanden bei 20, 34, 60 und 62 kDa. Durch Inhibitionsexperimente mit Erdnußextrakt konnte eine partielle Inhibition der IgE-Bindung an Lupinenproteine beobachtet werden. Kurz nach dieser ersten Beobachtung wurde uns eine Patientin zugewiesen, welche nach Genuß eines Lebkuchens mit deklariertem Zusatz von Lupinenmehl mit einem Quincke-Ödem des Gesichts und Abdominalschmerzen reagierte. Der Pricktest und der CAP mit Lupinenmehl waren positiv (CAP-Klasse 3; 7,59 kU/l). Die gleichzeitige Inkubation des Blotstreifens mit Patientenserum und Erdnußextrakt führte zu keiner Inhibition der IgE-Bindung an Lupinenextrakt. Allergische Reaktionen auf Lupinen kommen sowohl im Rahmen von Kreuzreaktionen auf andere Leguminosen wie Erdnüsse, Kichererbsen und weiße Bohnen vor, als auch als isolierte Sensibilisierungen. Aufgrund einer zunehmenden industriellen Verwendung sollte Lupinenmehl deshalb als allergenes Nahrungsmittel mit starkem Allergiepotential vermehrte Berücksichtigung finden. Nebst Erdnuß- und Soja sollte auch Lupine in die Liste der obligatorisch zu deklarierenden Nahrungsmittel der EU und der Schweiz aufgenommen werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Facharzt FMH für Allergologie und Dermatologie
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Übersichten
Aktuelles zur atopischen Dermatitis (Neurodermitis)
New insights to atopic dermatitis (atopic eczema)
B. Wüthrich, A. Roll, B. Fischer, G. Senti
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 92 - 104
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 3/2005, S. 92–104
Aktuelles zur atopischen Dermatitis (Neurodermitis)
B. Wüthrich1,2, A. Roll2, B. Fischer2, G. Senti2
1Praxis für Allergologie, klinische Immunologie und Dermatologie, Spital Zollikerberg, 2Allergiestation, Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich
Die atopische Dermatitis (AD) oder Neurodermitis (N) ist eine entzündliche, multifaktoriell bedingte Hauterkrankung mit multiplen Facetten und assoziierten Störungen, welche auf dem Boden einer genetischen Prädisposition entsteht und durch verschiedene Umweltfaktoren getriggert wird. In dieser Übersicht wird auf folgende aktuelle Aspekte eingegangen: neue Terminologie ("atopisches Ekzem" versus "nichtatopisches Ekzem"), atopische Karriere ("atopy march"), diagnostische Bedeutung der Atopie-Patchteste (APT), Pathophysiologie, krankheitsspezifische Rolle von Staphylococcus aureus – als Infekterreger – und von Staphylococcus-aureus-Enterotoxinen – als Superantigene – sowie von saprophytären Pilzen (Coprinus comatus und Malassezia furfur sive sympodialis). Ebenfalls werden therapeutische Möglichkeiten mit antimikrobiellen Textilien und topischen Immunmodulatoren (Tacrolimus und Pimecrolimus) aufgezeigt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Facharzt FMH für Allergologie und Dermatologie
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]<br>[email protected]
Editor's Note
IgG/IgG4-Bestimmungengegen Nahrungsmittel – Patientenabzocken durchsinnlose Allergietests
B. Wüthrich
Jahrgang 28 p. 161 - 164
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 5/2005, S. 161–164
IgG/IgG4-Bestimmungengegen Nahrungsmittel – Patientenabzocken durchsinnlose Allergietests
B. Wüthrich
Kaum haben der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) in einer Pressemeldung vom 29. November 2004 vor unseriösem Test auf IgG gewarnt [1] und prompt erhalte ich per E-mail eine Information von emed-buy („Der Marktplatz für medizinische Geräte und Medizintechnik. Tipps von Praxis zu Praxis – immer kurz und bündig!“) (www.emed-buy.de, Färberstr. 20, 90402 Nürnberg), welche mich über die Pathophysiologie und Klinik der Nahrungsmittelallergie informiert (sic!). Es ist in diesem E-mail zu lesen: „Neben klassischen Nahrungsmittelallergien durch IgE-Antikörper, Pseudoallergien oder Zuckerintoleranz (Milch-/ Fruchtzucker) kommt vor allem IgG4-vermittelten (antiallergen) Unverträglichkeiten eine wachsende Bedeutung zu. Hierbei handelt es sich nicht um Allergien im klassischen Sinne. Sehr viel häufiger äußern sich Unverträglichkeitsreaktionen durch IgG4 in Form unspezifischer Symptome, die in der Regel erst Stunden oder Tage nach dem Verzehr der verantwortlichen Nahrungsmittel auftreten. Zu den mit Nahrungsmitteltunverträglichkeiten assoziierten Beschwerdebildern gehören Magen- Darm-Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfallneigung, Verstopfung, Hautsymptome wie Ekzeme, Hautrötungen, Juckreiz, Neurodermitis, Atemwegsbeschwerden, wie Asthma bronchiale, Nebenhöhlenentzündung sowie chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Gelenk- oder Gliederschmerzen und Übergewicht“. Nach der Beschreibung der Nahrungsmittelallergien durch IgE-Antikörper erfahre ich über Unverträglichkeiten durch IgG4-Antikörper. „Antikörper der Klasse IgG lassen sich in 4 Subklassen aufteilen: IgG1 = antibakteriell, antiviral; IgG2 = antibakteriell; IgG3 = antiviral und IgG4 = antiallergen. Die hohe IgG4-Antikörperkonzentrationen im Blut gehen meist mit einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut einher. Nur 5 % aller IgG-Antikörper gehören im Durchschnitt der Subklasse IgG4 an. Es entstehen gegen Nahrungsmittel gerichtete Antikörper, die mit den Nahrungsmittel-Allergenen Komplexe bilden. Können die anfallenden Komplexe durch Immunzellen des Körpers nicht mehr abgebaut werden, kommt es zu einer Ablagerung in den Organen und damit zu multiplen chronischen Beschwerdebildern“. Deshalb sei es wichtig – fährt das Newsletter fort –, mit einem Test Unverträglichkeiten frühzeitig zu erkennen. „Mit dem Wissen um Ihre spezifischen Unverträglichkeiten lassen sich viele Beschwerdebilder vermeiden oder wieder beseitigen, falls Sie Ihre Ernährung erfolgreich umstellen können“. Angeboten wird dieser Test von www.biopoint.biz, Bahnhofstr. 17, 86150 Augsburg. Die Botschaft, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu Übergewicht führen können, hatte bereits ein Arzt in meiner Wohngemeinde übernommen, denn in seiner Homepage www.swissestetix.ch empfiehlt er folgendes: „Bei den von uns durchgeführten Nahrungsmitteltests werden mittels Blutentnahme Lebensmittel gesucht, die vom Immunsystem schlecht toleriert werden. Als Folge dieser Unverträglichkeiten bilden sich Immunkomplexe, die zu Übergewicht führen können. Hat man einmal die individuell schädlichen Nahrungsmittel entdeckt, ist es möglich, durch eine einfache Umstellung das Wohlbefinden zu steigern und Übergewicht zu reduzieren“.
Nicht nur die Deutschen Allergologenverbände [1], sondern auch die Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie [2] und die Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (SGAI) [3, 4] haben eine fundierte ablehnende Stellungnahme bezüglich der von mehreren Firmen („Yorktest / Foodscan“ [siehe www.yorktest.com], Food Allergy Profile von Great Smokies Diagnostic Laboratory, GSDL [www.gsdl.com], GANZIMMUN Allergoscreen [www.orthoanalytic.ch] u.a.) bzw. von mehreren Laboratorien angebotenen IgG- oder IgG4-Nahrungsmittel-Bestimmungen abgegeben. Auch unlängst hatte ich davor gewarnt, sich auf die Ergebnisse dieser kostenpflichtigen Tests auf IgG oder IgG4 zu verlassen [5, 6, 7, 8, 9, 10].
Die angebotenen IgG/IgG4-Bestimmungen auf eine breite Palette von bis zu 100 Nahrungsmittelallergenen als diagnostischer Suchtest einer Nahrungsmittelallergie ist strikte abzulehnen, da nahrungsspezifische IgG-Antikörper physiologisch auch bei Gesunden oder bei einer ganzen Reihe von entzündlichen Darmerkrankungen als Epiphänomen angetroffen werden [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16]. So sind IgG-Antikörper gegen mindestens ein Kuhmilch-Protein bei gesunden Säuglingen und Kleinkindern sehr häufig (60 – 80%), bei größeren Kindern und Erwachsenen etwas seltener (10 – 40%). Innerhalb der ersten 4 – 6 Lebensmonate sind die nachgewiesenen Antikörper häufig diaplazentar von der Mutter übertragen. Am häufigsten sind Antikörper gegen Kasein, gefolgt von Antikörpern gegen b-Laktoglobulin. In Untersuchungen mit oralen Provokationstesten an Patienten mit Nahrungsmittelüberempfindlichkeit vermochte eine IgG-RAST-Bestimmung nicht die provokationspositiven von den provokationsnegativen Probanden zu unterscheiden [17, 18]. In einer Follow-up-Studie bei Kindern mit Nahrungsmittelallergie war ein hohes nahrungsmittelspezifisches IgG/IgE- Verhältnis mit einer Toleranzentwicklung assoziiert, was auf eine mögliche schützende Funktion der IgG-Antikörper hinweist [19]. Der Nachweis nahrungsmittelspezifischer Antikörper ist in erster Linie Ausdruck der Auseinandersetzung des Immunsystems mit diesen Antigenen, sagt aber nichts über deren pathogene Rolle aus [11, 12, 13, 14, 15]. Ebenfalls wird die diagnostische Bedeutung von nahrungsspezifischen IgG-Subklassen, wie IgG4, oder von IgA, als gering eingestuft [11, 15]. In einer Studie wurden in Seren von 400 Atopikern und 48 gesunden Kontrollpersonen mittels eines kommerziellen Chemolumineszenz-Tests spezifische IgG- und IgE- Antikörper gegenüber 53 Nahrungsmitteln untersucht [20]. Die Serumspiegel von allergenspezifischen IgG waren bei Atopikern und Kontrollpersonen ähnlich. Atopiker mit stark erhöhtem Gesamt-IgE zeigten jedoch erhöhte Serumspiegel an allergenspezifischen IgG-Antikörpern gegenüber einzelnen Allergenen, jedoch ohne klinische Relevanz.
Die kürzlich mitgeteilten Diäterfolge nach Elimination von im IgG-RAST positiven Nahrungsmitteln bei Patienten mit sogenannten “verzögerten” Nahrungsmittelallergien (Asthma, Menièr’sche Krankheit, Migräne, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gehörverminderung, Husten, Nasensymptome) wurden nicht mittels DBPCFC überprüft und entbehren jeglicher Wissenschaftlichkeit [21]. Auch zwei Publikationen aus der Oktober-Ausgabe der Zetschrift Gut, in welcher gezeigt wurde, dass eine Eliminationsdiät auf Grund der IgG-Bestimmung die Symptome des Reizdarmes effektiver als Medikamente zu lindern vermag [22, 23], wurde prompt wegen Mangels einer echten Kontrollgruppe und Fehlen von Provokationstesten auf die IgG-positiven Nahrungsmitteln in einer Flut von Stellungnahmen (Electronic Letters) heftig kritisiert [24, 25].
Die Great Smokies Allergy Laboratories bieten simultane IgE- und IgG-Bestimmungen gegen mehr als 100 Nahrungsmittel an (sogennante Food Allergy Profiles). Die Ergebnisse werden kolorimetrisch in verschiedenen Stärkeklassen ausgedrückt und gleichzeitig computermäßig die Vorschriften einer sogenannten Eliminations- und Rotationsdiät. Nahrungsmittel, gegen welche ein hoher IgG-Antikörpertiter gefunden wurde, müssen für mindestens 6 Monate eliminiert werden; andere mit mittleren oder schwachen Antikörpertitern entsprechend für eine kürzere Periode. Gleichzeitig soll eine Rotationsdiät verabfolgt werden, die in der Abwechslung der Nahrungsmittel nach einem bestimmten Rotationsschema erfolgt. Grund dafür sei, dass der Körper einen Zeitraum von etwa 4 – 6 Tagen benötige, um ein Lebensmittel völlig auszuscheiden. Durch die Einhaltung des vorgeschriebenen Zyklus soll es zur Stoffwechselaktivierung und damit zur Entgiftung kommen. Allergene würden dabei ihre Wirkung verlieren. Erfahrungsgemäß kann eine echte, IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie auch nach einer strikten Karenz über Jahre persistieren, so dass eine unbeabsichtigte Zufuhr des spezifischen Nahrungsmittels zu einer schweren allergischen Reaktion bis zum anapylaktischen Schock, ja sogar zum Erstickungstod führen kann [26]. Dass die Patienten nach dem Rotationsdiät-Prinzip die verbotenen Nahrungsmittel nach einer Zeitspanne von einigen Tagen, einigen Wochen bis maximal von 6 Monaten wieder reaktionslos zu sich nehmen können, lässt an der Richtigkeit der gestellten Diagnose zweifeln. Glücklicherweise waren bei den mir zur Überprüfung der vermeintlichen Nahrungsmittelallergie wegen Nutzlosigkeit der durchgeführten Rotationsdiätvorschriften zugewiesenen Patienten die IgE-Werte immer negativ, sodass kein Unheil während der Rotationsdiät geschah. Wegen des hohen Placeboeffektes von Diätritualen und der eindrücklichen Technologie mit farbigen Ausdrücken der Befunde wird man jedoch immer wieder Patienten antreffen, die von diesen Methoden überzeugt sind. Richtigerweise wurde in einem Leserbrief in MEDICAL TRIBUNE zu verschiedenen Beiträgen zu dieser Thematik festgestellt, dass Patienten, die angeblich an Nahrungsmittelallergien und -Intoleranzen leiden, nicht selten eine ganz andere Erkrankung haben: eine Somatisierungsstörung oder eine larvierte Depression [27]. Insofern sei es wichtig, diese Patienten auch psychosomatisch zu untersuchen, bevor eine aufwendige alternative Allergiediagnostik erfolgt und die Patienten mit Maßnahmen behandelt werden, die ohne Wirksamkeit, teuer, sogar gefährlich sein können und mit irrsinnigen Diätvorschriften die Lebensqualität dieser Patienten noch verschlechtern.
Zusammenfassend, auch wenn übereinstimmend verschiedene Stellungnahmen und Positionspapiere von allergologischen und immunologischen Fachgesellschaften die unkritische Durchführung von IgG/IgG4-Bestimmungen gegen eine breite Palette von Lebensmittelantigenen strikte ablehnen, wird das weiterhin die Vertriebsfirmen und gewisse Laboratorien nicht hindern, diese Bestimmungen einem breiten Publikum anzupreisen. Viele nichtspezialisierte Ärzte werden – vielleicht in Unkenntnis ihrer Unwissenschaftlichkeit –, solche Untersuchungen bei ihren Patienten veranlassen. Manche Krankenkassen in der Schweiz übernehmen bei Zusatzversicherten diese Laborkosten oder die Patienten sind bereit, diese selbst zu übernehmen und sich unsinnigen Diäten zu unterziehen. Die Schweizer Behörde (Swissmedic), an welche die SGAI einen entsprechenden Antrag stellte, sieht keine Möglichkeit, gegen die Labors vorzugehen. „Die Testmethode zur Bestimmung der IgG-Antikörper ist wissenschaftlich und zertifiziert. Einzig die Interpretation der Resultate ist anfechtbar. Aber dagegen können wir nicht vorgehen“, lautete die Antwort. Unsere Gesundheitsbehörde sind nun gefordert, einen Riegel gegen diese Auswüchse zu setzen. Der Patient steht ja immer im Spannungsfeld zwischen Schul- und Alternativmedizin [28]. Quo vadis, Allergologie? [29].
Brunello Wüthrich, Zollikerberg
Literatur
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Ärzteverband Deutsche Allergologen (ÄDA) und Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI): Pressemitteilung 24. November 2004. Patientenabzocke durch sinnlose Allergietests. Pressemappe auf www.allergietherapie.de/texte/laien/pm/aeda_11_04/dgai4.html
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Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie: Stellungnahme zum Thema Yorktest / Foodscan. Allergologie 27, 314-315 (2004).
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Wüthrich B. für die Spezialistenkommission der SGAI: Allergie-Diagnostik In-vitro. Zur Bedeutung von IgG-Antikörper-Bestimmungen auf Nahrungsmittel bei Abklärung auf Nahrungsmittelallergien. Schweiz. Ärztezeitung 74, 1995-1997 (1993).
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Bircher A.J., C. Hauser, W. Pichler, B. Wüthrich und die Spezialistenkommission der SGAI: Stellenwert und Indikation der Bestimmung spezifischer IgE- und IgG-Antikörper in der Allergiediagnostik. Schweiz. Ärztezeitung 82, 1605-1606 (2001). Allergologie 25, 338-340 (2002).
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Wüthrich B.: Allergologie: Quo vadis? Schweiz. Med. Wochenschr. 129, 905-914 (1999).Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Facharzt FMH für Allergologie und Dermatologie
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]<br>[email protected]
Originalarbeiten
Allergieauslösende Nahrungsmittel im Laufe der Zeit – eine Statistik der Jahre 1978 – 1998
Frequency of food allergies over time – longitudinal statistics from 1978 – 1988
B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 28 p. 355 - 358
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 9/2005, S. 355–358
Allergieauslösende Nahrungsmittel im Laufe der Zeit – eine Statistik der Jahre 1978 – 1998
B. Wüthrich
Allergiestation, Dermatologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich
Bei Erwachsenen sind keine detaillierten Angaben über die Häufigkeit der auslösenden Nahrungsmittelallergene in einem bestimmten Zeitraum bekannt, und somit kann keine Aussage über einen möglichen Wechsel des Allergenspektrums im Laufe der Zeit gemacht werden. Basierend auf vier Publikationen über die periodischen Auswertungen des Patientenguts der Allergiestation der Dermatologischen Universitätsklinik Zürich mit Nahrungsmittelallergien für die Zeitspanne 1978 – 1998 wurde die festgestellte Häufigkeit der auslösenden Nahrungsmittel für die jeweilige Untersuchungsperiode als Jahresdurchschnitt (Benennung des jeweiligen Nahrungsmittel geteilt durch die ausgewerteten Jahre) errechnet. Sellerie löste über die ganze Zeitspanne am häufigsten Nahrungsmittelallergien aus. Relativ konstant, jedoch mit einer niedrigen Häufigkeit, ist auch Karotte. Seit den 90er Jahren ist eine deutliche Zunahme der Allergien auf Erdnuß und Soja, beide Hülsenfrüchte, auf Nüsse (Haselnuß und Mandeln), exotische Früchte (Kiwi, Banane) und zuletzt auf Krustentiere zu verzeichnen. Die möglichen Gründe für diese Zunahme werden diskutiert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Im Ahorn 18
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]<br> [email protected]
Stellungnahme
Sinnlose Allergietests
B. Wüthrich, P.C. Frei, A. Bircher, E. Dayer, C. Hauser, W. Pichler, P. Schmid-Grendelmeier, F. Spertini, D. Olgiati und U. Müller
Price
42.00 $
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Jahrgang 28 p. 465 - 468
Abstract
Allergologie, Jahrgang 28, Nr. 11/2005, S. 465–468
Sinnlose Allergietests
B. Wüthrich1, P.C. Frei2, A. Bircher3, E. Dayer4, C. Hauser5, W. Pichler6, P. Schmid-Grendelmeier7, F. Spertini8, D. Olgiati9 und U. Müller10
1Praxis für Allergologie und Dermatologie, Spital Zollikerberg, 2Chemin de Mourat
73, Lutry, 3Allergologische Poliklinik, Dermatologische Universitätsklinik Basel,
4Präsident der Laborkommission der SGAI, Consilia, Laboratoires et Conseils
Médicaux SA, Sion, 5Unité dAllergologie, Service dImmunologie et dAllergologie et
Service de Dermatologie, GenPve, 6Klinik für Rheumatologie und Klinische
Immunologie/Allergologie, Inselspital Bern, 7Allergiestation, Dermatologische
Universitätsklinik, Zürich, 8Unité dimmunologie et dallergologie, CHUV, Lausanne,
9Präsidentin der Fachkommission der SGAI, Praxis für Innere Medizin und
Allergologie, Delsberg, 10Präsident der SGAI, Medizinische Klinik, Spital
Bern-Ziegler
Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergie II
Histaminintoleranz: Wie sinnvoll ist die Bestimmung der Diaminoxidase-Aktivität im Serum in der alltäglichen klinischen Praxis?
B. Töndury, B. Wüthrich, P. Schmid-Grendelmeier, B. Seifert und B.K. Ballmer-Weber
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 350 - 356
Abstract
B. Töndury1, B. Wüthrich1, P. Schmid-Grendelmeier1, B. Seifert2 und B.K. Ballmer-Weber1
1Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 2Abteilung Biostatistik, Universität Zürich
Hintergrund: Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann durch einen verminderten enzymatischen Histaminabbau aufgrund einer verringerten Aktivität der Diaminoxidase (DAO) induziert sein (Histaminintoleranz (HIT)). Zielsetzung: Ziel der vorliegenden Studie war es herauszufinden, ob die DAO-Aktivität im Serum bei Patienten, deren Vorgeschichte eine HIT vermuten lässt, im Vergleich zu Patienten ohne eine Vorgeschichte mit HIT signifikant verringert ist. Methoden: Untersucht wurden 61 Patienten und 20 Kontrollen. Bei 26 Patienten (schwere HIT) lag eine Vorgeschichte mit mindestens zwei typischen HIT-Symptomen in Zusammenhang mit der Aufnahme von mindestens zwei histaminreichen Nahrungsmitteln vor. Bei 35 Patienten (mäßige HIT) war nach der Aufnahme von mindestens einem histaminreichen Nahrungsmittel mindestens ein HIT-Symptom aufgetreten. Die 20 gesunden Kontrollen zeigten keinerlei HIT-Symptome. Die Patienten wurden zur Art der klinischen Symptome und zum Zusammenhang der Symptome mit der Aufnahme der Nahrungsmittel befragt. Die DAO-Aktivität im Serum wurde mittels ELISA analysiert. Ergebnisse: Es konnten keine Unterschiede bezüglich der DAO-Konzentration im Serum zwischen den Gruppen festgestellt werden. Schlussfolgerung: Basierend auf der Anamnese mit allergieähnlichen Symptomen nach Aufnahme von histaminreichen Nahrungsmitteln bietet die Bestimmung der DAO-Aktivität im Serum in der alltäglichen klinischen Praxis keine Hilfestellung für die Diagnose einer HIT.Correspondence to:
Dr. med. Bettina Töndury; Allergiestation/Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Gloriastrasse 31, CH-8091 Zürich
Email: [email protected]
Kasuistik
Kontaktallergie auf in der Epikutantestung verwendeten Markierungsstift
Allergic contact dermatitis due to marking pens used in patch testing
T.M. Fritz und B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 171 - 174
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 3/2002, S. 171–174
Kontaktallergie auf in der Epikutantestung verwendeten Markierungsstift
T.M. Fritz und B. Wüthrich
Allergiestation, Dermatologische Klinik und Poliklinik, Universitätsspital Zürich
Kontaktallergische Reaktionen auf Markierungsstifte, welche z.B. für Hautmarkierungen bei Epikutantestungen verwendet werden, sind außerordentlich selten. Es sind vor allem die verschiedenen Farbbestandteile, welche für die kontaktallergischen Reaktionen verantwortlich gemacht werden können; aber auch andere Bestandteile von Markierungsstiften, die vor allem für die mechanisch-physikalischen Eigenschaften verantwortlich sind, können Spättypsensibilisierungen hervorrufen. Im vorliegenden Fall wird eine Sensibilisierung vom Spättyp auf Astraflex Chrysoidin RR, einem Azo-Farbstoff, beschrieben, welcher ein Farbbestandteil eines Hautmarkierungsstiftes darstellt und ein Überblick über die in der Literatur erwähnten Fälle gegeben.Correspondence to:
Dr. med. T. M. Fritz
Allergiestation
Dermatologische Klinik und Poliklinik
Universitätsspital Zürich
Gloriastraße 31
CH-8091 Zürich
Atopische Dermatits
Zytokinexpression bei der atopischen Dermatitis
Expression of cytokines in atopic dermatitis: Regulation of the inflammatory reaction by T cells
P. Schmid-Grendelmeier, M. Akdis, A. Trautmann, B. Wüthrich, K. Blaser und C.A. Akdis
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 269 - 278
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 5/2002, S. 269–278
Zytokinexpression bei der atopischen Dermatitis
P. Schmid-Grendelmeier, M. Akdis, A. Trautmann, B. Wüthrich, K. Blaser und C.A. Akdis
Schweizer Institut für Allergie- und Asthmaforschung SIAF, Davos, und Allergiestation, Dermatologische Klinik, Zürich
Die atopische Dermatitis (AD) stellt ätiopathogenetisch ein ausgesprochen multifaktorielles Geschehen dar. Dabei spielen T-Zellen und zytokinvermittelte Prozesse eine zentrale Rolle bei deren Regulation. Wesentlich ist eine Subpopulation von T-Zellen, die für eine vermehrte Tendenz zur Einwanderung in die entzündete Haut prädisponieren. Diese T-Zellen exprimieren das sogenannte kutane lymphozytenassoziierte Antigen (cutaneous lymphocyte-associated antigen = CLA). Verschiedene Ursachen wie Aero- oder Nahrungsmittelallergene oder bakterielle Superantigene führen zur T-Zellaktivierung und einer differentiellen Zytokinausscheidung. Im Gegensatz zu anderen allergischen Erkrankungen sind beim atopischen Ekzem sowohl Zytokine vom Th2- wie auch Th1-Muster von Bedeutung. Während in der afferenten Phase und Induktion des Ekzems Zytokine vom Th2-Muster (wie IL-4, IL-5, IL-13) überwiegen, sind Zytokine vom Th1-Muster, insbesondere IFN-g, vor allem in der Phase der Epithelschädigung und Chronifizierung von Bedeutung. Die T-Zell-vermittelte Dysregulation des programmierten Zelltodes (Apoptose) stellt insbesondere in Keratinozyten eine wesentliche Ursache bei der Genese von Ekzemen und somit auch der AD dar.Correspondence to:
Dr. med. P. Schmid-Grendelmeier
Schweizerisches Institut für
Allergie- und Asthmaforschung SIAF
Obere Straße 22
CH-7270 Davos
Editorial
Fatale oder lebensbedrohende Nahrungsmittelallergien – Unsinnige Laborabklärungen
B. Wüthrich
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Jahrgang 25 p. 311 - 313
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 6/2002, S. 311–313
Fatale oder lebensbedrohende Nahrungsmittelallergien – Unsinnige Laborabklärungen
B. Wüthrich
Kasuistik
Status asthmaticus und Anaphylaxie bei hochgradiger Kuhmilchallergie. Schaf-, Ziegen- oder Stutenmilch als Alternative bei Milchproteinallergikern?
Severe asthma and anaphylaxis in a cow’s milk-allergic patient. Sheep’s, goat’s or horse’s milk as an alternative for milk-protein-allergic persons ?
G. Senti, Ch. Leser, J.-M. Wal, H. Bernard und B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 333 - 337
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 6/2002, S. 333–337
Status asthmaticus und Anaphylaxie bei hochgradiger Kuhmilchallergie. Schaf-, Ziegen- oder Stutenmilch als Alternative bei Milchproteinallergikern?
G. Senti1, Ch. Leser1, J.-M. Wal2, H. Bernard2 und B. Wüthrich1
1Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, 2Institut National de la Recherche Agronomique (INRA), Laboratoire d’Immuno-Allergie Alimentaire, Gif sur Yvette
Bei einem 24-jährigen Patienten mit leichter Rhinokonjunktivitis und Asthma auf Hunde- und Pferdehaare löste der Genuß von Milch erstmals im 14. Lebensjahr Asthmasymptome, Urtikaria und generalisierten Juckreiz aus. Die selben Symptome traten seit diesem Zeitpunkt bei der Einnahme von Käse, Joghurt und auch schon kleinsten Mengen von Butter auf. Serologisch konnte eine hochgradige Sensibilisierung gegen Kasein (CAP Klasse 5, 68,2 kU/L) festgestellt werden. Die Pricktestung zeigte stark positive Soforttypreaktionen auf Kuhmilch und Käse. Da die Prick-zu-Prick-Testung mit Schafskäse keine Soforttypreaktion zeigte, wurde ein offener oraler Provokationstest mit 5 g durchgeführt. Es kam zu einer schweren anaphylaktischen Reaktion. Die weiterführenden Untersuchungen zeigten spezifische IgE, die vorwiegend mit der a1-Kaseinfraktion aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch reagierten. Dem Patienten wurde geraten, eine milch- und milchproduktfreie Diät unter Kalziumsubstitution einzuhalten. Die Maßnahmen umfaßten neben der Empfehlung der Allergenkarenz das Ausstatten des Patienten mit einem Allergiepaß und mit Notfallmedikamenten (Antihistaminika, orale Steroide, Adrenalin-Autoinjektor) für den Fall einer akzidentellen Ingestion. Es ist zu beachten, daß auch allergische Reaktionen gegen die Milch und Milchprodukte anderer Tierarten auftreten können. Bei diskrepantem Ergebnis der allergologischen Abklärungen ist unter kontrollierten Bedingungen die orale Provokationstestung diagnostisch und für die Eliminationsdiät wesentlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Allergiestation
Dermatologische Klinik
Universitätsspital Zürich
Gloriastraße 31
CH-8091 Zürich
Positionspapier
Stellenwert und Indikation der Bestimmung spezifischer IgE- und IgG-Antikörper in der Allergiediagnostik
A.J. Bircher, C. Hauser, W. Pichler, B. Wüthrich und die Fachkommission der SGAI
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42.00 $
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Jahrgang 25 p. 338 - 340
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 6/2002, S. 338–340
Stellenwert und Indikation der Bestimmung spezifischer IgE- und IgG-Antikörper in der Allergiediagnostik
A.J. Bircher, C. Hauser, W. Pichler, B. Wüthrich und die Fachkommission der SGAI
Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI)
Correspondence to:
Prof. Dr. med. A.J. Bircher
Abteilung Allergologie
Dermatologische Universitätsklinik
Kantonsspital Basel
Petersgraben 4
CH-4031 Basel
Editorial
Good Allergy Practice
B. Wüthrich
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Jahrgang 24 p. 1 - 1
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 1/2001, S. 1
Good Allergy Practice
B. Wüthrich
Kasuistik
Nahrungsmittelbedingte, anstrengungsinduzierte Anaphylaxie bei starker Sensibilisierung auf Getreideproteine, insbesondere auf Omega-5-Gliadin, und bei fraglichem Hausstaubmilben-Krustazeen-Syndrom
Food-dependent, exercise-induced anaphylaxis (FDEIA) to wheat proteins, particularly to rTri alpha19-Omega-5-Gliadin, and light sensitization to crustaceans and house dust mite (so-called “house dust mite-crustaceans-syndrome”)
B. Wüthrich und T. Hofer
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 205 - 210
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 5/2010, S. 205–210
Nahrungsmittelbedingte, anstrengungsinduzierte Anaphylaxie bei starker Sensibilisierung auf Getreideproteine, insbesondere auf Omega-5-Gliadin, und bei fraglichem Hausstaubmilben-Krustazeen-Syndrom
B. Wüthrich1 und T. Hofer2
1Praxis für Allergologie und Dermatologie, Spital Zollikerberg, Schweiz, 2Praxis für Dermatologie und Venerologie, Wettingen, Schweiz
Eine 47-jährige Patientin ohne manifeste atopische Vorerkrankungen erlitt innerhalb eines Jahres 5 Episoden von schweren, anaphylaktoiden Reaktionen. Alle Ereignisse traten im Anschluss an körperliche Betätigungen auf (Nordic Walking, Radfahren, Tanzen). Vorangegangen war jeweils die Einnahme von Pasta oder Brot und, mindestens bei 3 Episoden, auch Krevetten. Es lag also das Krankheitsbild der nahrungsmittelbedingten, anstrengungsinduzierten Anaphylaxie (food-dependent, exercise-induced anaphylaxis: FDEIA) vor. Die in zwei Schritten durchgeführten allergologischen Abklärungen wiesen eine starke Sensibilisierung gegen Mehlproteine, insbesondere gegen Gluten und besonders stark gegen rTri α19-Omega-5-Gliadin nach sowie eine starke Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben und eine schwache gegen Krustazeen. Bei der Prick-Testung waren initial die Mehlallergene mit einem kommerziellen Extrakt negativ ausgefallen, sodass sich die Ursache der FDEIA zunächst lediglich auf die Einnahme der Krustazeen (Shrimps/Krevetten) richtete. Nach getreide- (und anfänglich auch krustazeen-)freier Kost vor einer Anstrengung blieben die anaphylaktischen Reaktionen aus.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Praxis für Allergologie und Dermatologie
Spital Zollikerberg
Trichtenhauserstraße 20
CH–8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Kasuistik
Akute allergische Reaktion durch berufliche Exposition gegenüber einem proteolytischen Enzympräparat mit hoher Peptidase- und Proteinase-Aktivität
Acute allergic reaction due to occupational exposure to a proteolytic enzyme preparation with high peptidase and high proteinase activity
B. Wüthrich und R. Schaffner
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 357 - 359
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 8/2010, S. 357–359
Akute allergische Reaktion durch berufliche Exposition gegenüber einem proteolytischen Enzympräparat mit hoher Peptidase- und Proteinase-Aktivität
B. Wüthrich und R. Schaffner
Früher Allergiestation, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz
Im Folgenden wird der Fall eines ausgebildeten Arbeiters in der Aromen- und Riechstoffindustrie vorgestellt. Bei ihm waren zuvor noch nie atopische Manifestationen wie Asthma, Heuschnupfen oder atopisches Ekzem aufgetreten. Nach der ersten Exposition gegenüber einem pulverförmigen Enzympräparat mit hoher Peptidase- und Proteinase-Aktivität (Umamizyme) entwickelte er akutes Asthma, Rhinokonjunktivitis und eine Zungenschwellung. Der Prick-Test und IgE-CAP waren eindeutig positiv für das Enzympräparat. Eine wahrscheinliche frühere, latente Sensibilisierung gegen andere proteolytische Enzyme, mit denen der Patient aufgrund seines Berufs Umgang hatte, könnte die Tatsache erklären, dass er nach dem ersten Kontakt mit dem Enzym reagierte. Untersuchungen auf spezifisches IgE gegen Enzyme, die in der Waschmittelindustrie angewandt werden (Maxatase, Alkalase, Savinase), oder gegen Proteasen pflanzlichen Ursprungs (Bromelain, Papain) waren negativ. Unseres Wissens ist dies der erste Fall, bei dem Serum-IgE-Antikörper gegen dieses proteolytische Enzym mit hoher Peptidase-Aktivität und ohne Kreuzreaktivität gegen andere Proteasen auftreten. Dieser Fall zeigt erneut, dass der Umgang mit pulverförmigen Enzymen auch bei Nicht-Atopikern zu Sensibilisierung und Allergie führen kann.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Wüthrich
Im Ahorn 18
CH–8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Nahrungsmittelallergene – Nahrungsmittelallergien
Editorial
Editorial
B. Wüthrich
Login
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Jahrgang 34 p. 371 - 372
Abstract
Editorial
B. Wüthrich
Nahrungsmittelallergene – Nahrungsmittelallergien
Weinallergien und -intoleranzen
Allergic and intolerance reactions to wine
B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 34 p. 427 - 436
Abstract
Allergologie, Jahrgang 34, Nr. 8/2011, S. 427–436
Weinallergien und -intoleranzen
B. Wüthrich
Facharzt für Allergologie und klinische Immunologie, Facharzt für Dermatologie, Zollikerberg, Schweiz
Die Häufigkeit von Hypersensitivitätsreaktionen nach Alkoholgenuss (vor allem Rotwein) ist nicht zu unterschätzen: Sie beträgt etwa 10% in einer Allgemeinbevölkerung. Die Alkohol-Hypersensitivitätsreaktionen, vor allem der Atemwege (Rhinitis- und Asthmaanfälle), sind signifikant häufiger bei Personen mit vorbestehender Rhinitis und Asthma. Pathogenetisch muss zwischen immunologischen, vor allem IgE-vermittelten Hypersensitivitätsreaktionen (Weinallergien), und Weinintoleranzen, bei welchen keine allergenspezifischen Immunmechanismen für deren Auslösung nachweisbar sind, unterschieden werden. Als Allergene kommen infrage Proteine aus der Traube (Vitis vinifera) selbst, vor allem ihr Hauptallergen, das Lipid-Transfer-Protein Vit v 1, Proteine und Zutaten zur Weinklärung (“Collage”), wie Fischgelatine oder Hausenblase (Schwimmblase der Fischart Hausen, des Störs), Hühnerei-Eiweiße (Ovalbumin), Milch-(Kasein)-Erzeugnisse, Gummi arabicum, Enzyme, wie Lysozym, Pektinase, Glukanase, Cellulase, Glukosidase, Urease und Aromaenzyme, Schimmelpilze, besonders Botrytis cinerea, verantwortlich für die Edelfäulnis des Weins, Hefen und Proteine aus Insekten, welche die Maische kontaminiert haben. Auf nichtorganische Inhaltsstoffe, wie Ethanol, Azetaldehyd und Essigsäure sowie Sulfite, wurden möglicherweise Typ-I-allergische Reaktionen (positive Prickteste) beschrieben, wobei es bei diesen Haptenen nicht gelang, spezifisches IgE im Serum nachzuweisen. Ethanol, Azetaldehyd und Essigsäure, Flavonoide (Anthozyanidine und Katechine), Sulfite, Histamin und andere biogene Amine sind die hauptsächlichen Auslöser von Weinintoleranzreaktionen (pseudoallergischen Reaktionen). Nach einem kurzen historischen Rückblick über den Weinbau und den Stellenwert des Weins in der Antike wird auf die Vorgänge bei der alkoholischen Gärung und auf das genetisch bedingte “Flush-Syndrom” infolge eines Polymorphismus der Azetaldehyd-Dehydrogenase 2 eingegangen, um anschließend detailliert auf die verschiedenen ätiologischen Faktoren bei Weinallergien und Weinintoleranzen einzugehen. Am häufigsten kommen Intoleranzreaktionen auf Sulfite, besonders nach Weißweingenuss und bei Asthmatikern vor sowie Intoleranzreaktionen auf Histamin und andere biogene Amine, vor allem nach Rotwein, bei Personen mit einem Diaminooxidase(DAO)-Defizit.Correspondence to:
Prof. em. Dr. med. B. Wüthrich
Im Ahorn 18
CH–8125 Zollikerberg
Email: [email protected]
Originalarbeit
Allergien im Alter
Allergies in elderly patients
B. Wüthrich
Price
42.00 $
Jahrgang 35 p. 505 - 511
Abstract
Allergologie, Jahrgang 35, Nr. 10/2012, S. 505–511
Allergien im Alter
B. Wüthrich
Facharzt für Allergologie und klinische Immunologie, Facharzt für Dermatologie, Zollikerberg, Schweiz
Die Literaturdaten bezüglich Prävalenz und Inzidenz von Atopie und allergischen Erkrankungen in den Altersklassen über 60 Jahren sind spärlich. Auf Grund der vorliegenden Daten muss mit einer Prävalenz von Atopie (definiert als Anwesenheit von spezifischen Serum-IgE – positiver Phadiatop- Test) von zwischen 15 – 20% gerechnet werden. Die Prävalenz von allergischer Rhinitis dürfte etwa 10 – 15% betragen. In einer Studie wurde eine Erstmanifestation der Pollenallergien im Alter (> 60 J.) von 5,5% gefunden. In Norditalien trat die Ambrosiaallergie in 30% der Fälle nach dem 50., in 9,5% nach dem 60. Lebensalter auf. Praktisch nichts bekannt ist über das Vorkommen von Nahrungsmittelallergien in dieser Alterspopulation. Es gibt auch nur wenige (prospektive) Studien über die Wirksamkeit und Verträglichkeit der spezifischen subkutanen Immuntherapie (SCIT) bei älteren Atopikern mit allergischer Rhinitis und Asthma, und es gibt keine Studien mit der sublingualen Immuntherapie (SLIT). Bei Insektenstichallergien soll die SIT mit Insektengiften auch Risikopatienten in hohem Lebensalter grundsätzlich nicht verwehrt werden, ein erhöhter Tryptase-Wert im Alter prädisponiert für schwerere Reaktionen, auch unter der SIT. Eine Medikation mit β-Blockern unter SCIT erhöt das Risiko von unerwüschten Atemwegsreaktionen (bronchiale Obstruktion) und birgt die Gefahr, dass eine im Notfall erforderliche Adrenalintherapie weniger effektiv ist. Über das Absetzen von Angiotensin- Rezeptor-Antagonisten ist man uneinig. Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf, die Inzidenz und die Präalenz der atopischen Sensibilisierung und allergischer Erkrankungen im Alter zu erforschen, und es ist wichtig, auch bei äteren Patienten mit einer Respirationssymptomatik eine sorgfältige Allergieabklärung durchzuführen.Correspondence to:
Prof. em. Dr. med. B. Wüthrich
Im Ahorn 18
CH-8125 Zollikerberg
Email: [email protected]