Übersicht
DNA-Immunstimulation: Ein neuer Ansatz zur Therapie allergischer Erkrankungen
DNA immunostimulation: A novel therapeutic approach for allergic diseases
H. Petering, Th. Werfel und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 202 - 211
Abstract
Al ler gol o gie, Jahr gang 26, Nr. 5/2003, S. 202–211
DNA-Immunstimulation: Ein neuer Ansatz zur Therapie allergischer Erkrankungen
H. Petering, Th. Werfel und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Umfangreiche epidemiologische Studien haben zeigen können, daß eine Zunahme der Prävalenz und des Schweregrades atopischer Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden hat. Insbesondere die fehlende Auseinandersetzung des kindlichen Immunsystems mit bakteriellen Infektionskrankheiten aufgrund verbesserter sozioökonomischer Lebensumstände und medizinischer Prävention und Therapie wird für dieses Phänomen als ursächlich betrachtet. Zugrunde liegt vermutlich eine Polarisierung des frühkindlichen Immunsystems von einem T-Helferzell(TH)-1-typischen Zytokinmuster, das für Autoimmun- und Infektionserkrankungen charakteristisch ist, hin zu einer prädominanten atopieassoziierten TH2-Immunantwort. Hierfür mitverantwortlich ist womöglich eine fehlende Auseinandersetzung des Organismus mit immunstimulatorischen DNA-Sequenzen (CpG-Motive) bakteriellen Ursprungs, die im Rahmen einer Infektionskrankheit einen protektiven Effekt hinsichtlich der Entwicklung einer prädominanten TH2-Immunantwort bewirken können. In diesem Übersichtsartikel wird für das Verständnis atopischer Erkrankungen zunächst auf das TH1/TH2-Paradigma eingegangen und anschließend der Aufbau immunstimulatorischer DNA-Sequenzen sowie ihre immunologischen Wirkungen detailliert besprochen. Ferner werden klinische Ansätze zur immunstimulatorischen Therapie allergischer Erkrankungen erläutert.Correspondence to:
PD Dr. med. H. Petering
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Leitlinien
Atopische Dermatitis
T. Werfel, W. Aberer, T. Bieber, N. Buhles, A. Kapp und D. Vieluf
Price
42.00 $
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Jahrgang 26 p. 446 - 455
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 10/2003, S. 446–455
Atopische Dermatitis
T. Werfel1, W. Aberer2, T. Bieber3, N. Buhles4, A. Kapp1 und D. Vieluf5
1Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover,
2Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Graz, 3Universitätsklinik für
Dermatologie und Venerologie, Bonn, 4Asklepios Nordseeklinik, Westerland/Sylt,
5Zentrum für Dermatologie, Allergologie, Pädiatrie und Umweltmedizin,
Fachklinikum Borkum
Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Werfel
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Übersicht
Aktuelles zur Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 391 - 401
Abstract
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Nahrungsmittelallergien sind bei Patienten mit atopischer Dermatitis insbesondere im Kindesalter häufig und werden hier oft durch Grundnahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Sojabohne und Weizen ausgelöst. Während klassische Soforttypreaktionen recht häufig beobachtet werden, wird das Vorkommen oral provozierbarer ekzematöser Spätreaktionen im Sinne einer Exazerbation der atopischen Dermatitis nach wie vor kontrovers diskutiert. Wir haben daher anhand eines Kollektivs von 64 Kindern mit atopischer Dermatitis im Alter von 1 – 10 Jahren untersucht, inwieweit Ekzemverschlechterungen durch die oben genannten Nahrungsmittel ausgelöst werden können. In diesem Zusammenhang wird die relevante Literatur der letzten Jahre diskutiert. Insgesamt fielen 46% der Nahrungsmittelprovokationen positiv aus. Es kam bei 43% der positiv ausfallenden Provokationen zu alleinigen Soforttypreaktionen, während in 12% der Fälle alleinige Ekzemverschlechterungen beobachtet wurden. Bei 45% der positiven Provokationen manifestierte sich zunächst eine Soforttypreaktion mit darauffolgender Ekzemverschlechterung. Eine Korrelation der Provokationsergebnisse mit dem nahrungsmittelspezifischen IgE und den Resultaten von Atopie-Patchtesten ergab eine relativ geringe Zuverlässigkeit von In-vitro- und Hauttesten insbesondere für die ekzematösen Spätreaktionen. Aus diesem Grunde erscheinen doppelblinde plazebokontrollierte Provokationstestungen nach wie vor unverzichtbar für die akkurate Diagnosestellung der Nahrungsmittelallergie bei Patienten mit atopischer Dermatitis.Correspondence to:
Dr. med. Kristine Breuer
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Übersichten
Neues zur Urtikaria
B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 435 - 443
Abstract
B. Wedi, U. Raap, D. Wieczorek und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie,Medizinische Hochschule Hannover
In den letzten Jahren sind neue Konzepte zur Urtikaria entwickelt worden. In dieser Publikation wird daher eine Auswahl aktueller Aspekte vorgestellt, die sich auf Klassifikation und Diagnose, Autoimmunurtikaria, Autoreaktivität, Infektassoziation, veränderte Laborparameter sowie Therapie und Abgrenzung zu besonderen Urtikariaformen und anderen Krankheitsbildern bezieht. Einige dieser Aspekte haben bereits zu einem veränderten Management betroffener Patienten geführt, während bei anderen noch Forschungsaktivitäten zur Bestätigung bzw. weiteren Klärung erforderlich sind. Es ist zu hoffen, daß in den nächsten Jahren vor allem neue therapeutische Strategien entwickelt werden, die das Management der oft langjährig betroffenen und in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkten Patienten erleichtern werden.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Originalarbeiten
SEB-Oktapeptide induzieren eine enterotoxinspezifische T-Zellantwort bei atopischer Dermatitis
K. Breuer, S. Dubinker, A. Kapp, und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 29 p. 383 - 392
Abstract
K. Breuer1,2, S. Dubinker2, A. Kapp1,2 und T. Werfel2
1Nordseeklinik Norderney, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Hintergrund: Staphylogene Enterotoxine sind mittlerweile in ihrer Eigenschaft als Triggerfaktoren der atopischen Dermatitis gut untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass Enterotoxine wie das staphylogene Enterotoxin B (SEB) nicht nur als Superantigene, sondern auch als Allergene fungieren, welche spezifische IgE-Antikörper induzieren. Der Nachweis enterotoxinspezifischer IgE-Antikörper bei Patienten mit atopischer Dermatitis ist hinweisend auf die Existenz enterotoxinspezifischer T-Zellen, welche in ihrer Funktion als T-Helferzellen bei der Synthese spezifischer IgE-Antikörper Hilfe leisten und darüber hinaus durch die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine zur kutanen Entzündung direkt beitragen könnten. Da Enterotoxine in ihrer Eigenschaft als Superantigene zu einer unspezifischen T-Zellaktivierung führen, ist es nicht möglich, in vitro zwischen einer enterotoxinreaktiven (superantigenmediierten) und einer enterotoxinspezifischen (allergenmediierten) T-Zellantwort zu unterscheiden. Wir haben daher die T-Zellantwort gegenüber 30 sequentiellen Oktapeptiden des SEB-Moleküls untersucht. Aufgrund ihrer Struktur reflektiert eine Antwort gegenüber diesen Peptiden eine SEB-spezifische T-Zellantwort. Methoden: Mononukleäre Zellen aus peripherem Blut von Patienten mit atopischer Dermatitis und einer Sensibilisierung gegenüber dem SEB-Molekül (bestimmt mittels CAP FEIA) sowie gesunden Kontrollen wurden mit SEB-Peptiden inkubiert. Die Proliferation wurde mittels Vibrant CFDA SE Cell Tracer Assay bestimmt. Peptidreaktive T-Zellklone wurden mittels der Grenzwertverdünnungsmethode (“limiting dilution”) aus peripherem Blut und läsionaler Haut von Patienten gewonnen, die im Proliferationsassay eine Reaktion gegenüber mindestens einem Oktapeptid gezeigt hatten. Die Frequenz der peptidreaktiven T-Zellen in peripherem Blut und läsionaler Haut wurde berechnet. Ergebnisse: 70% der gegenüber SEB sensibilisierten Patienten zeigten eine proliferative Antwort gegenüber mindestens einem der 30 Peptide. Wir konnten 2 Peptide identifizieren, welche besonders häufig eine T-Zellaktivierung induzierten. Die Frequenzen der peptidreaktiven T-Zellen in peripherem Blut und läsionaler Haut waren mit 0,1 – 0,5% aller isolierten T-Zellen im Vergleich zu etablierten Allergenen unter diesen Kulturbedingungen eher niedrig. Es konnten peptidspezifische T-Zellklone aus peripherem Blut und läsionaler Haut generiert werden. Die Restimulation dieser T-Zellklone mit den entsprechenden Oktapeptiden führte zu eher niedrigen Stimulationsindices. Die meisten der peptidreaktiven T-Zellklone waren CD4+ und wiesen ein TH0- oder TH1-Zytokinprofil auf. Schlussfolgerungen: Diese Daten zeigen, dass eine enterotoxinspezifische T-Zellantwort bei Patienten mit atopischer Dermatitis und einer Sensibilisierung gegenüber staphylogenen Enterotoxinen in läsionaler Haut und peripherem Blut nachweisbar ist, welche aber wahrscheinlich von deutlich geringerer klinischer Bedeutung ist als die durch Superantigene induzierte T-Zellantwort.Correspondence to:
Dr. med. Kristine Breuer
Nordseeklinik Norderney
Bülowallee 6
D-26548 Norderney
Email: [email protected]
Kasuistik
Anaphylaktische Reaktion auf Cefazolin bei guter Verträglichkeit von Penicillin, Amoxicillin und einzelnen anderen Cephalosporinen
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 431 - 435
Abstract
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Penicilline und Cephalosporine werden häufig zur Behandlung bakterieller Infektionen sowie zur Durchführung einer Endokarditisprophylaxe eingesetzt. Nach Auftreten einer IgE-vermittelten allergischen Reaktion stellt sich die Frage einer Gruppenallergie der Penicilline, bzw. einer Kreuzallergie zu einzelnen oder allen Cephalosporinen. Wir präsentieren eine mittels In-vitro-Diagnostik und Hauttestung gesicherte allergische Reaktion vom Soforttyp auf Cefazolin bei anamnestisch intraoperativer Anaphylaxie. Die weitere Abklärung zeigte eine gute Verträglichkeit von Penicillin und Amoxicillin sowie des Drittgenerations-Cephalosporins Ceftriaxon, aber auch positive Reaktionen auf Cefotiam, Cefuroxim und Cefuroximaxetil im Hauttest bzw. in der oralen Expositionstestung.
Correspondence to:
Dr. med. Dorothea Wieczorek
Zentrum für Allergologie und Umweltmedizin
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Hautklinik Linden
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Leitlinien
Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen
J. Ring, K. Brockow, D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter und G. Schul
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 469 - 486
Abstract
J. Ring1, K. Brockow1, D. Duda2, T. Eschenhagen3, T. Fuchs4, I. Huttegger5, A. Kapp6, L. Klimek7, U. Müller8, B. Niggemann9, O. Pfaar7, B. Przybilla10, W. Rebien11, E. Rietschel12, F. Rueff10, S. Schnadt13, M. Tryba14, M. Worm15, H. Sitter16 und G. Schul
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sankt-Hildegardis-Krankenhaus, Katholisches Klinikum Mainz, 3Institut für experimentelle und kl
kein Abstract verfügbarCorrespondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Email: [email protected]
Übersicht
Lyophylisierte Graspollentablette zur sublingualen Immuntherapie bei Graspollenallergie: aktueller Wissensstand und Ergebnisse des Entwicklungsprogramms eines neuen Präparats
M. Möhrenschlager, A. Kapp, J. Kleine-Tebbe, C. Bachert, J. Ring und E. Wüstenberg
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 23 - 35
Abstract
M. Möhrenschlager1, A. Kapp2, J. Kleine-Tebbe3, C. Bachert4, J. Ring1 und E. Wüstenberg5
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie Medizinische Hochschule Hannover, 3Allergie und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, 4Kliniek v
Ca. 15 – 25% der deutschen Bevölkerung leiden unter einer allergischen Rhinokonjunktivitis, die in etwa der Hälfte der Fälle durch Gräserpollen bedingt ist. Die allergenspezifische Immuntherapie gilt als einzige kausale Therapieform neben der Allergenkarenz. Mit einer lyophilisierten Graspollentablette steht erstmals ein zugelassenes Präparat zur sublingualen spezifischen Immuntherapie zur Behandlung der gräserpollenbedingten allergischen Rhinokonjunktivitis zur Verfügung. Die Tablette besteht aus hochgereinigten und SQ (“Standard-Quality”)-standardisierten Allergenen von Wiesenlieschgras (Phleum pratense) in einer Dosierung von 75.000 SQ pro Tablette. Die Applikation erfolgt einmal täglich. Die Übersicht fasst die Ergebnisse der klinischen Studien zusammen, die zur Beurteilung der Sicherheit, Verträglichkeit und klinischen Wirksamkeit des neuen Präparats durchgeführt wurden. In der Frühphase des Entwicklungsprogramms konzentrierte sich das Hauptinteresse auf Aspekte der Sicherheit und Verträglichkeit. Insgesamt 3 Phase-I-Studien wurden durchgeführt. In einer dieser Studien wurden die Patienten außerhalb der Pollensaison mit Dosen von bis zu 1 Million SQ-T (SQ-Tabletteneinheiten) behandelt (dies entspricht mehr als dem 13-Fachen der Dosis der jetzt zugelassenen Tablette), ohne dass schwere Nebenwirkungen beobachtet worden wären. In einer Dosis-Findungs-Studie wurde die optimale therapeutische Dosis bei 75.000 SQ-T einmal täglich gefunden. Mit dieser Dosis wurden die folgenden Studien durchgeführt. In einer Phase-III-Studie an 634 Patienten fand sich eine mittlere Reduktion des Symptom-Scores von 30% (p < 0,0001), des Medikations-Scores um 38% (p < 0,0001) im ersten Behandlungsjahr. Für das zweite Behandlungsjahr (351 Patienten) fand sich eine mittlere Reduktion der Symptome um 36% (p < 0,0001) und des Medikations-Scores um 46% (p < 0,0001). Immunologische Untersuchungen im Serum zeigten eine Modifikation der systemischen Immunantwort mit einem signifikanten und über beide Therapiejahre zunehmenden Anstieg von spezifischen IgG4-Antikörpern.Correspondence to:
PD Dr. med. E.G. Wüstenberg
Otorhinolaryngologe, Allergologe
Vice President Medical and Regulatory Affairs
ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH
Feldstraße 170
D-22880 Wedel
Email: [email protected]
Leitlinien
Notfälle in der Allergologie: Akuttherapie der Anaphylaxie
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 71 - 76
Abstract
J. Ring und K. Brockow für die AG Anaphylaxie (D. Duda, T. Eschenhagen, T. Fuchs, I. Huttegger, A. Kapp, L. Klimek, U. Müller, B. Niggemann, O. Pfaar, B. Przybilla, W. Rebien, E. Rietschel, F. Rueff, S. Schnadt, M. Tryba, M. Worm, H. Sitter, G. Schultze
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein und Zentrum Allergie und Umwelt GSF/TUM, Technische Universität München
Anaphylaktische Reaktionen gehören zu den schwersten und häufig dramatischen Ereignissen in der Allergologie. Zur Akutbehandlung der Anaphylaxie sind nationale und internationale Leitlinien unabdingbar. Auf Vorstandsbeschluss der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurde im Jahr 2003 eine Arbeitsgruppe “Anaphylaxie” gebildet, die den Auftrag erhielt, eine Leitlinie zu erstellen, die inzwischen veröffentlicht worden ist. Die Therapiemaßnahmen anaphylaktischer Reaktionen richten sich nach der Anamnese (z.B. auslösendes Agens und zeitlicher Verlauf) und dem klinischen Befund (Erscheinungsbild und Schweregrad). Ein Algorithmus zur Behandlung der Anaphylaxie in Abhängigkeit vom Schweregrad wurde erstellt (Abb. 1) [1]. Die sofortige Beendigung der Zufuhr des mutmaßlichen Auslösers ist die erste Maßnahme. Zu den Basistherapiemaßnahmen bei Anaphylaxie zählen geeignete Lagerung (flach, Trendelenburg) und das Anlegen eines venösen Zuganges. Ein Programm zur “Anaphylaxie-Schulung” für Betroffene und Angehörige wird von der Deutschen Akademie für Allergologie und Umweltmedizin (DAAU) erarbeitet. Bei manifesten kardiovaskulären oder pulmonalen Reaktionen empfiehlt sich die Applikation von Sauerstoff. In der spezifischen medikamentösen Therapie haben sich Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin), Volumengabe (Elektrolytlösungen, Plasmaersatzmittel), Antihistaminika und Glukokortikoide bewährt. In der Behandlung der Anaphylaxie im Kindesalter sind die besonderen Dosierungen zu berücksichtigen. Bei Atem- oder Kreislaufstillstand muss die sofortige und sachgemäße Reanimation entsprechend den interdisziplinären Empfehlungen der Bundesärztekammer eingeleitet werden. Jeder Patient, der eine Anaphylaxie erlitten hat, muss über die wesentlichen Verhaltensmaßregeln aufgeklärt werden, die zu Prophylaxe und Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen geeignet sind. Zur Selbstmedikation erhält der Patient ein “Notfallset”. Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen beinhaltet ein “Notfallset” zur Selbstmedikation Adrenalin als Autoinjektor (siehe oben), bei zu erwartenden respiratorischen Symptomen zusätzlich ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren, ferner ein Glukokortikosteroid und ein H1-Antihistaminikum.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Ring
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie am Biederstein
Technische Universität München
Biedersteiner Straße 29
D-80802 München
Kasuistik
Ungewöhnlich starkes allergisches Kontaktekzem auf Inhaltsstoffe einer schwarzen Lederbörse
M. Niebuhr, A. Kapp und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 31 p. 524 - 527
Abstract
M. Niebuhr, A. Kapp und T. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover
Wir berichten über einen 51-jährigen Patienten, der sich wegen seit einigen Tagen vor Vorstellung aufgetretener Hautveränderungen an wechselnden Lokalisationen in unserer Ambulanz vorstellte. Wir sahen gluteal und im Oberschenkelbereich, später auch im Brustbereich ein unscharf begrenztes Erythem, teils nässend, infiltriert und krustig belegt mit kleinen Streuherden. Im Verlauf berichtete der Patient, dass die Hautveränderungen kurz nach Beginn des Tragens einer neuen schwarzen Lederbörse und eines dazu passenden Schlüsseletuis erstmals aufgetreten seien. In der von uns durchgeführten Epikutantestung ergab sich der Nachweis einer starken epikutanen Sensibilisierung gegenüber Nickel sowie ebenfalls starke Reaktionen auf das mitgebrachte Leder und ein Metalletikett als Bestandteile des Portemonnaies. Der daraufhin von uns durchgeführte Dimethylglyoximtest erbrachte einen Nickelnachweis im Metalletikett der Geldbörse sowie an den metallhaltigen Haken im Inneren des Schlüsseletuis, jedoch keinen Nickelnachweis im Leder, auf das der Patient ebenfalls heftig in der Epikutantestung reagiert hatte. Zusätzlich zu einer ausgeprägten Kontaktallergie gegenüber Nickel, die trotz dazwischenliegender Kleidung an den Kontaktstellen zur Haut ungewöhnlich stark war, vermuten wir eine zusätzliche Kontaktallergie gegenüber weiteren Inhaltsstoffen des Leders wie z.B. Farb- oder Gerbstoffen, die in den kommerziell erhältlichen und von der DKG empfohlenen Testreihen nicht enthalten sind.Correspondence to:
Dr. med. Margarete Niebuhr; Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Medizinische Hochschule Hannover, Ricklinger Straße 5, D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Allergie: Eine systemische Entzündung
Zu allergischen Entzündungsreaktionen der Haut
Allergic inflammatory skin reactions
Th. Werfel, M. Wittmann, K. Breuer und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 108 - 116
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 2/2002, S. 108–116
Zu allergischen Entzündungsreaktionen der Haut
Th. Werfel, M. Wittmann, K. Breuer und A. Kapp
Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
An allergischen Entzündungsreaktionen der Haut sind sowohl konstitutive Zellen der Dermis und Epidermis als auch aus der Zirkulation eingewanderte Leukozyten beteiligt. Das Verständnis zur Rolle der unterschiedlichen Zelltypen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. In der vorliegenden Übersichtsarbeit wird auf Funktionen von Keratinozyten, dermalen Endothelzellen sowie antigenpräsentierenden Zellen der Haut und hautinfiltrierenden T-Lymphozyten im einzelnen eingegangen. Da insbesondere allergische Ekzemkrankheiten durch eine Infiltration von T-Zellen in das entzündete Organ gekennzeichnet sind, wird auf diesen Zelltyp näher eingegangen. Die Arbeit schließt mit Überlegungen zu therapeutischen Perspektiven, in denen immunmodulatorische Prinzipien bei allergischen Hautreaktionen angewandt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Th. Werfel
Klinik für Dermatologie und
Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Atopische Dermatitis
Der Einfluß infektiöser Mikroorganismen auf den Verlauf der atopischen Dermatitis
The influence of infectious microorganisms on atopic dermatitis
K. Breuer, A. Kapp und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 256 - 263
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 5/2002, S. 256–263
Der Einfluß infektiöser Mikroorganismen auf den Verlauf der atopischen Dermatitis
K. Breuer, A. Kapp und T. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Der Einfluß von Infektionen auf die Manifestation atopischer Erkrankungen ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen der letzten Jahre. Ein Zusammenhang zwischen einer Abnahme von viralen und bakteriellen Infekten und einer Zunahme der Inzidenz atopischer Erkrankungen konnte in verschiedenen Studien herausgearbeitet werden. Darüberhinaus können infektiöse Mikroorganismen als Provokationsfaktoren der atopischen Dermatitis nicht nur zu Superinfektionen führen, sondern auch zu einer Verschlechterung des Ekzems selbst beitragen. Insbesondere S. aureus bzw. staphylogene Exotoxine können durch eine Beeinflussung der T-Zell-Antwort zu einer Förderung der kutanen Inflammation führen. Der Einfluß der staphylogenen Exotoxine auf die atopische Dermatitis und ihre mögliche Funktion als Superantigene und konventionelle Allergene werden in diesem Artikel diskutiert. Ein Zusammenhang zwischen einer kutanen Kolonisierung und einer Verschlechterung der atopischen Dermatitis wurde auch für den lipophilen Sproßpilz Pityrosporon ovale gefunden, der als Bestandteil der normalen Hautflora in talgdrüsenreichen Arealen nachweisbar ist und insbesondere als Triggerfaktor der “head and neck dermatitis” diskutiert wird. Die Bedeutung von Candida-Spezies bei der Pathogenese der atopischen Dermatitis erscheint vor dem Hintergrund bislang erhobener Daten dagegen eher fragwürdig.Correspondence to:
Dr. med. K. Breuer
Klinik und Poliklinik
für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Atopische Dermatitis
Apoptosemechanismen bei der atopischen Dermatitis
Mechanisms of apoptosis in atopic dermatitis
B. Wedi, D. Wieczorek, U. Raap und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 279 - 290
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 5/2002, S. 279–290
Apoptosemechanismen bei der atopischen Dermatitis
B. Wedi, D. Wieczorek, U. Raap und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Apoptosemechanismen sind in die Regulation einer Vielzahl biologischer Prozesse involviert. Da Apoptose zu einem sicheren Zelltod ohne sekundären Gewebeschaden führt, könnte eine Dysregulation von Apoptosemechanismen für die allergische Entzündungsreaktion von wesentlicher Bedeutung sein. Bei der atopischen Dermatitis wie auch bei anderen allergischen Entzündungsreaktionen finden sich modulierte Apoptosemechanismen von wesentlich an der allergischen Entzündungsreaktion beteiligten Zellen. Die Apoptose eosinophiler Granulozyten ist signifikant verzögert, was die Eosinophilie im peripheren Blut wie auch im Gewebe erklären könnte. Diese verzögerte Apoptose kann durch eine Dysregulation von exokrin bzw. autokrin produzierten Zytokinen wie IL-3 und IL-5 und Wachstumsfaktoren wie GM-CSF bedingt sein. Denkbar ist auch eine Modulation durch Staphylokokkentoxine. Parallel zur Apoptose Eosinophiler scheint auch die Apoptose von Monozyten bei der atopischen Dermatitis verzögert zu sein. Monozyten zeigen außerdem bzgl. ihrer Modulation durch GM-CSF und das Staphylokokkentoxin SEB ein mit Eosinophilen vergleichbares Verhalten. Im Gegensatz zu Eosinophilen und Monozyten ist die Apoptose von T-Zellen deutlich gesteigert und läßt sich auch durch Stimulation mit Stapyhlokokkentoxinen induzieren. In den Hautläsionen der atopischen Dermatitis finden sich darüber hinaus apoptotische Keratinozyten. Diese scheinen über in die Epidermis gewanderte T-Zellen mittels an ihrer Oberfläche exprimiertem Fas-Ligand ein Apoptose-Signal zu erhalten. Zusammenfassend wurde zumindest für Eosinophile, Monozyten, T-Zellen und Keratinozyten eine dysregulierte Apoptose bei der atopischen Dermatitis gezeigt. Zukünftige Untersuchungen werden diese veränderten Apoptosemechanismen im Detail charakterisieren müssen und sollten weitere an der allergischen Entzündungsreaktion beteiligte Zellen einschließen. Möglicherweise läßt sich dann auch klären, ob bestimmte apoptose-relevante Mechanismen/Gene als Marker für Atopie im Allgemeinen oder für einzelne Erkrankungen des atopischen Formenkreises dienen können.Correspondence to:
PD Dr. med. Bettina Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Kasuistik
Beruflich bedingte Urtikaria, Angioödeme, Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale bei multiplen Typ I-Sensibilisierungen gegenüber Nahrungsmitteln
Occupational urticaria, angioedema, rhinoconjunctivitis and acute asthma secondary to multiple immediate-type sensitization to food substances
C. Rieger, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 25 p. 382 - 387
Abstract
Allergologie, Jahrgang 25, Nr. 7/2002, S. 382–387
Beruflich bedingte Urtikaria, Angioödeme, Rhinokonjunktivitis und Asthma bronchiale bei multiplen Typ I-Sensibilisierungen gegenüber Nahrungsmitteln
C. Rieger, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Bei inhalativem Kontakt zu Johannisbrotkernmehl und anderen Nahrungsmittelstäuben entwickelte ein in der Tierfutterproduktion tätiger Mann berufsabhängig wiederholt Urtikaria, Angioödeme, rhinokonjunktivitische und asthmatische Beschwerden. Später traten gleiche Symptome auch nach dem Genuß von Erbsen und Bohnen auf. In der allergologischen Diagnostik fanden sich allergen- spezifische IgE Antikörper und positive Prickteste für Hülsenfrüchte, Mehle und birkenpollenassoziierte Nahrungsmittel. Nach oraler Provokation mit Johannisbrotkernmehl und Sojamehl kam es zu Angioödemen, rhinokonjunktivitischen und asthmatischen Beschwerden. Johannisbrotkernmehl, Sojamehl, Erbsen und Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Vermutlich führte die beruflich erworbene Sensibilisierung gegenüber Johannisbrotkernmehl über eine Kreuzreaktion zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auch gegenüber Sojamehl, Erbsen und Bohnen. Nach Meldung an die Berufsgenossenschaft erfolgte eine Umschulung zum Industriekaufmann. Es läuft ein Verfahren zur Anerkennung einer Berufskrankheit nach Ziffer 4301.Correspondence to:
Dr. med. C. Rieger
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Neurodermitis
Spezifische Immuntherapie (SIT) bei der atopischen Dermatitis
Specific immunotherapy (SIT) in atopic dermatitis
M. Niebuhr, A. Kapp und T. Werfel
Price
42.00 $
Jahrgang 33 p. 172 - 179
Abstract
Allergologie, Jahrgang 33, Nr. 4/2010, S. 172–179
Spezifische Immuntherapie (SIT) bei der atopischen Dermatitis
M. Niebuhr, A. Kapp und T. Werfel
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie , Medizinische Hochschule Hannover
Die atopische Dermatitis (AD) ist eine der häufigsten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen mit zunehmender Prävalenz, an der ca. 10 – 20% der Kinder und 1 – 3% der Erwachsenen in Industriestaaten leiden. Ungefähr 80% der erwachsenen Patienten mit atopischer Dermatitis haben Sensibilisierungen gegenüber saisonalen sowie perennialen Aeroallergenen und/oder Lebensmittelallergenen, die als Provokationsfaktoren für die Entstehung und Unterhaltung von Ekzemen dienen können. Neben vielfältigen befundadaptierten lokalen und systemischen Therapiemöglichkeiten der atopischen Dermatitis spielt das Erkennen und nach Möglichkeit auch die konsequente Meidung dieser Provokationsfaktoren eine herausragende Rolle im Krankheitsmanagement. Während die klinische Wirksamkeit einer SIT bei Patienten mit allergischer Rhinitis, Asthma bronchiale und Insektengiftallergie gut belegt ist, wird der Stellenwert dieser Therapie bei der atopischen Dermatitis nach wie vor kontrovers diskutiert. Inzwischen gibt es doppelblinde, plazebokontrollierte, klinische Studien, die eine gute Wirksamkeit der SIT bei Patienten mit AD zeigen. Bis die SIT jedoch als Behandlungsoption in der Routineversorgung von Patienten mit AD angesehen werden kann, erfordert es weitere klinische Studien an größeren Patientenkollektiven.Correspondence to:
Dr. med. Margarete Niebuhr
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D–30449 Hannover
Email: [email protected]
Möglichkeiten und Grenzen der allergologischen In-vitro-Diagnostik
Möglichkeiten und Grenzen der zellulären In-vitro-Allergiediagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion
Options and limitations of cellular invitro diagnostic assays in drug hypersensitivity reactions of immediate type
B. Wedi, B. Linhart und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 51 - 56
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 2/2013, S. 51–56
Möglichkeiten und Grenzen der zellulären In-vitro-Allergiediagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion
B. Wedi, B. Linhart und A. Kapp
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule
Hannover
Eine Arzneimittelüberempfindlichkeit mit klinischer Sofortreaktion kann über spezifische IgE-Antikörper oder aber IgE-unabhängig vermittelt werden. Da für viele Arzneimittel der Nachweis spezifischer IgEAntikörper in vitro nicht möglich ist, wurden zelluläre Tests als Ausdruck der zellgebundenen IgE-Reaktivität sowie IgE-unabhängiger Reaktionsmechanismen entwickelt. Problematisch in der Bewertung der klinischen Relevanz der Ergebnisse der zellulären In-vitro-Diagnostik bei Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen ist, dass nur wenige Daten vorliegen, die an verifizierten Toleranten bzw. Überempfindlichen erhoben wurden. Trotzdem stellen Basophilenaktivierungstests (BAT) und cellulärer Antigenstimulationstest (CAST) eine wertvolle diagnostische Ergänzung dar, da sie ohne Risiko für den Patienten eine Arzneimittelstimulation seiner Leukozyten im Reagenzglas ermöglichen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Bettina Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: [email protected]
Chronische Urtikaria
Omalizumab bei Urtikaria: Eines für Alle?
Omalizumab in Urticaria: One fits all?
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 39 p. 22 - 28
Abstract
Allergologie, Jahrgang 39, Nr. 1/2016, S. 22–28
Omalizumab bei Urtikaria: Eines für Alle?
D. Wieczorek, A. Kapp und B. Wedi
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Das therapeutische Management der chronischen Urtikaria ist häufig eine Herausforderung. Nach einer genauen Klassifikation des Subtyps und einer Fokussuche stehen neben verschiedener Antihistaminika mit individueller Wirkstärke und meist überschaubaren unerwünschten Wirkungen einige weitere Optionen zur Verfügung. Diese führen angewandt gemäß dem Stufenschema der aktuellen Leitlinie in den meisten Fällen zu guten Therapieerfolgen. Nach einer Zulassungserweiterung kann Omalizumab zur Therapie schwer betroffener Patienten eingesetzt werden und stellt eine Bereicherung im klinischen Alltag dar. Insbesondere ist hervorzuheben, dass der Anti-IgE-Antikörper ohne besondere Laboruntersuchungen vor- oder während der Therapie eingesetzt werden kann; überdies ist Omalizumab bei nahezu allen Urtikariasubtypen bereits erfolgreich eingesetzt worden. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Erfolgsstory von Omalizumab in der Behandlung der chronischen Urtikaria.Correspondence to:
Dr. med. Dorothea Wieczorek
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
der Medizinischen Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Email: [email protected]
Übersicht
Eosinophile Granulozyten im Netzwerk der Chemokine
Eosinophils in the network of chemokines
J. Elsner und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 368 - 389
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 9/2001, S. 368–389
Eosinophile Granulozyten im Netzwerk der Chemokine
J. Elsner und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Chemokine sind chemotaktische Proteine, denen durch die Rekrutierung von Leukozyten eine zentrale Funktion bei immunologischen und entzündlichen Prozessen zukommt. Sie werden in Abhängigkeit ihrer konservierten Zysteine im aminoterminalen Ende in 4 Unterfamilien unterteilt: CXCChemokine (CXCL), CC-Chemokine (CCL), C-Chemokine (XCL) und CXXXC-Chemokine (CX3CL). Chemokine binden an Chemokinrezeptoren, die zur Gruppe der Gi-proteingekoppelten 7-transmembranösen Rezeptoren gehören. Ursprünglich war es allgemein anerkannt, daß sich die jeweiligen Unterfamilien in ihrer biologischen Aktivität durch Stimulation verschiedener Leukozyten unterscheiden. CXC-Chemokine vermittelten durch Aktivierung neutrophiler Granulozyten die akute Entzündungsreaktion, während CC-Chemokine durch die Einwanderung eosinophiler und basophiler Granulozyten, Monozyten oder Lymphozyten die chronische Entzündung regulieren. Vor kurzem konnte jedoch gezeigt werden, daß diese Regel zahlreiche Ausnahmen hat und die Wirkung der Zytokine wesentlich komplexer ist. In dieser Übersicht beschreiben wir die Rolle eosinophiler Granulozyten im Netzwerk der Chemokine. Dabei gehen wir unter Berücksichtigung der neuen Nomenklatur auf die Chemokine und Chemokinrezeptoren ein, die für die Rekrutierung eosinophiler Granulozyten von besonderer Bedeutung sind. Abschließend diskutieren wir am Beispiel der Chemokin-Rezeptorantagonisten neue Therapiestrategien bei allergischen Erkrankungen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Elsner
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Originalarbeit
Korrelation der infektassoziierten chronischen Urtikaria mit positivem autologem Serumtest
Correlation of infect-associated chronic urticaria with positive autologous serum skin test
T. Liekenbröcker, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 475 - 479
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 10/2001, S. 475–479
Korrelation der infektassoziierten chronischen Urtikaria mit positivem autologem Serumtest
T. Liekenbröcker, M. Körner, A. Kapp und B. Wedi
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Für die Auslösung einer chronischen Urtikaria kommen vielfältige Provokationsfaktoren in Betracht. Anhand der Untersuchungsergebnisse von 145 Patienten mit chronischer Urtikaria zeigen wir die besondere Bedeutung chronischer Infekte zur Triggerung der chronischen Urtikaria. Darüber hinaus wird die positive Korrelation von Helicobacter-pylori-Serologie bzw. sicherem Helicobacter-pylori-Nachweis mit der Serumaktivität (nachgewiesen mittels positivem Intrakutantest mit autologem Serum) dargestellt. Zukünftige Studien werden zeigen müssen, ob antiinfektive Therapieschemata neben ihrer Wirkung auf die urtikarielle Beschwerdesymptomatik auch den Intrakutantest mit autologem Serum beeinflussenCorrespondence to:
Dr. med. T. Liekenbröcker
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Übersicht
Infektassoziation und Serumaktivität bei der chronischen Urtikaria – Ausdruck molekularer Mimikry?
Persistent bacterial infections and serum activity in chronic urticaria – role of molecular mimicry?
B. Wedi, T. Liekenbröcker und A. Kapp
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 480 - 490
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 10/2001, S. 480–490
Infektassoziation und Serumaktivität bei der chronischen Urtikaria – Ausdruck molekularer Mimikry?
B. Wedi, T. Liekenbröcker und A. Kapp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Bei der chronischen Urtikaria wird die Mediatorausschüttung von Mastzellen und Basophilen für die quälende und oft langjährige, meist tägliche Beschwerdesymptomatik verantwortlich gemacht. Die exakten Triggermechanismen der Effektorzellaktivierung sind jedoch unbekannt. Für die Patienten ist die fehlende Identifizierung eines Triggers oft der unbefriedigendste Aspekt ihrer Erkrankung. Da so gut wie nie immunologische Pathomechanismen im Sinne einer spezifischen IgE-Antwort zugrunde liegen, werden neben pseudoallergischen Mechanismen persistierende bakterielle Infekte (z.B. mit Streptokokken, Helicobacter pylori), eine autoimmunogene Serumaktivität mit Autoantikörperbildung gegen IgE und den hochaffinen IgE-Rezeptor Fc RI sowie eventuell auch andere Autoimmunphänomene (Schilddrüsenautoantikörperbildung) als pathogene Faktoren diskutiert. In dieser Übersichtsarbeit werden einerseits die bisherigen Kenntnisse zur Rolle von Infekten (insbesondere der Helicobacter-pylori-assoziierten Gastritis) in der Pathogenese der chronischen Urtikaria und ihre mögliche Assoziation zu Autoimmunphänomenen detailliert dargestellt und diskutiert. Andererseits wird basierend auf langjährigen eigenen Erfahrungen in der Betreuung von mittlerweile über 600 Patienten mit chronischer Urtikaria ein bewährtes diagnostisches Procedere präsentiert. Correspondence to:
PD Dr. med. B. Wedi
Klinik und Poliklinik für
Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover