Case reports
Vasculitic purpura with antineutrophil cytoplasmic antibody-positive acute renal failure in a patient with Streptococcus bovis and Neisseria subflava bacteremia and subacute endocarditis
A. Bauer, W.J. Jabs, S. Süfke, M. Maass and B. Kreft
Price
42.00 $
Volume 62 (2004) p. 144 - 148
Abstract
A. Bauer1, W.J. Jabs1, S. Süfke1, M. Maass2 and B. Kreft1
1Department of Medicine I and 2Institute of Medical Microbiology and Hygiene, University of Lübeck School of Medicine, Lübeck, Germany
Subacute bacterial endocarditis is frequently associated with extracardiac manifestations and renal failure. Clinical variety of endocarditis manifestation is wide and has the potential to mimic vasculitis. Whereas Streptococcus bovis is often isolated and associated with colonic tumors, Neisseriaceae are rarely found. An association of subacute bacterial endocarditis and antineutrophil cytoplasmic antibodies has been described. We report on a 62-year-old man who was admitted to our hospital with acute oliguric renal failure and a nonpruritic purpural rush without fever. Antineutrophil cytoplasmic antibody diagnostic revealed perinuclear staining with a titre of 1 : 512 and antiproteinase-3 specificity. Immune complex-mediated glomerulonephritis without extracapillary proliferation was diagnosed in renal biopsy. Finally, blood cultures became positive for Streptococcus bovis and Neisseria flava. Echocardiography showed mobile vegetations on tricuspid valve. Under treatment with penicillin G and gentamicin, skin efflorescences and renal function recovered, but vegetations increased. A colonic tumor could be excluded, a disastrous dental status may have been a predisposal factor. When classical findings of subacute bacterial endocarditis are less clear, the presence of renal failure and antineutrophil cytoplasmic antibodies in absence of fever may lead to misdiagnosis and deleterious immunosuppressive therapy. Neisseria subflava, an upper respiratory tract commensal, may cause subacute bacterial endocarditis without typical symptoms. Correspondence to:
Dr. A. Bauer
Department of Medicine I
University of Lübeck School of Medicine
Ratzeburger Allee 160
D-23538 Lübeck, Germany
Email: [email protected]
Berufsbedingte Handekzeme
Möglichkeiten und Grenzen der Primärprävention von Handekzemen im Nahrungsmittelgewerbe
Chances and limits of primary prevention of occupational hand dermatitis in the food industry
A. Bauer, D. Kelterer, R. Bartsch, M. Stadeler, P. Kleesz
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 396 - 402
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 9/2003, S. 396–402
Möglichkeiten und Grenzen der Primärprävention von Handekzemen im Nahrungsmittelgewerbe
A. Bauer1, D. Kelterer1, R. Bartsch2, M. Stadeler3, P. Kleesz4,
1Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 3Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten, Abteilung
In Nahrungsmittelberufen, wie in vielen anderen Hautrisikoberufen, wird die regelmäßige Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung, d.h. von Hautschutzsalben und Schutzhandschuhen sowie regelmäßige Hautpflege zur Prävention von berufsbedingten Handekzemen empfohlen. Wir haben für das Backhandwerk die kurz- und langfristige Akzeptanz verschiedener Präventionsstrategien (Unterweisungen in Hautschutz und Hautpflege, vorberufliches Hardening mit UV-Licht) und ihre Wirksamkeit in der Primärprävention von beruflich bedingten Handekzemen untersucht. Wir konnten zeigen, daß die Akzeptanz und regelmäßige Anwendung von Hautschutz- und Pflegemaßnahmen durch theoretischen und praktischen Unterricht bei Auszubildenden im Backhandwerk signifikant gesteigert werden konnte. Die höchste Akzeptanz wurde bei der Verwendung von Hautschutzsalbe (100%) und Hautpflege (90%) erreicht. Schutzhandschuhe (43,3%) wurden deutlich seltener getragen. Die Verbesserung des Hautschutzverhaltens wirkte sich auf die Handekzemprävalenz aus. Auszubildende in der Hautschutzgruppe hatten ein geringeres relatives Risiko, Handekzeme zu entwickeln als ihre Kollegen in der UV-Hardening-Gruppe und der Kontrollgruppe. Die Handekzem-Punktprävalenz in den genannten Gruppen lag nach 6 Monaten bei 13,3%, 19,4% und 29,1%. Diese klinischen Trends wurden durch statistisch signifikante Unterschiede bei den basalen TEWL- Werten untermauert. Adäquater Hautschutz und regelmäßige Hautpflege scheinen ein vielversprechender Ansatz in der Prävention von beruflich bedingten Handekzemen zu sein. Ein experimenteller Ansatz, die Handekzemfrequenz durch vorberufliches Hardening mit UV-Licht zu reduzieren, erfüllte die Erwartungen nicht.Correspondence to:
Dr. med. A. Bauer, MPH
Klinik für Dermatologie und
dermatologische Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität
Erfurtstraße 35
D-07740 Jena
Berufsbedingte Handekzeme
Präventionsprojekt bei berufsbedingten Hauterkrankungen im Back-, Hotel- und Gaststättengewerbe
Skin disease prevention program in the baking, hotel and catering trades
M. Stadeler, D. Kelterer, A. Bauer, J. Grosch und P. Elsner
Price
42.00 $
Jahrgang 26 p. 403 - 412
Abstract
Allergologie, Jahrgang 26, Nr. 9/2003, S. 403–412
Präventionsprojekt bei berufsbedingten Hauterkrankungen im Back-, Hotel- und Gaststättengewerbe
M. Stadeler1, D. Kelterer2, A. Bauer2, J. Grosch3 und P. Elsner2
1Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten, Außenstelle Erfurt, 2Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie, Friedrich-Schiller- Universität, Jena, 3Arbeitsmedizinisches Präventionszentrum der FSA mbH, Erfurt
Berufsbedingte Hauterkrankungen nehmen im Back-, Hotel- und Gaststättengewerbe neben den allergisch obstruktiven Atemwegserkrankungen der Bäcker eine führende Rolle im Berufskrankheitengeschehen des Nahrungsmittelgewerbes ein. Der zuständige Unfallversicherungsträger, die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), mußte für die Berufsdermatosen in den Jahren 1999 und 2000 jährlich ca. 13 Mio Euro an finanziellen Aufwendungen aufbringen. Ca. 11 Mio davon wurden für berufliche Rehabilitationsmaßnahmen aufgewendet, und das in einer Zeit, in der die allgemeine Arbeitsmarktlage sehr angespannt ist, so daß viele der teuren Umschulungsmaßnahmen in der Arbeitslosigkeit enden bzw. die Wiederaufnahme der schädigenden Tätigkeit zur Folge haben. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde 1999 ein “Interdisziplinäres Präventionsprogramm Haut für das Back-, Hotel- und Gaststättengewerbe” von der BGN, Außenstelle Erfurt, der Klinik für Dermatologie und Dermatologische Allergologie der FSU Jena sowie dem Arbeitsmedizinischen Präventionszentrum der FSA mbH Erfurt als Pilotprojekt für den Raum Thüringen und Sachsen initiiert. Dabei wurde versucht, durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit die bisherige Betreuung im Rahmen der Sekundärpräventionsmaßnahme “Hautarztbericht” zu verbessern und somit den Erhalt des Arbeitsplatzes zu erreichen. Nach einer detaillierten Expositionsanalyse am Arbeitsplatz sowie berufsdermatologischer Untersuchung werden bisherige Diagnosen und Therapiestrategien reevaluiert und gegebenenfalls ergänzt. Individuelle, auf den jeweiligen Arbeitsplatz zugeschnittene Hautschutz-, Reinigungs- und Pflegeprogramme werden erarbeitet und dem Versicherten anhand von praktischen Hautschutzübungen ausführlich erklärt. Die benötigten Schutzmittel werden von der BGN für den Zeitraum der Teilnahme, maximal 2 Jahre, zur Verfügung gestellt. Hautschutzseminare und Nachuntersuchungen werden angeschlossen. Im Zeitraum 1.1.1999 – 31.10. 2001 wurden 107 Versicherte in der berufsdermatologischen Sprechstunde vorstellig. Die bisherigen Ergebnisse zeigen ein Defizit in der Aufklärung über die Entstehungsursachen und Verhinderungsmöglichkeiten berufsbedingter Hauterkrankungen sowie in der Bereitstellung und richtigen Anwendung adäquater Hautschutz-, -reinigungs- und -pflegemittel. Bei 84 (78%) der Patienten lag ein subtoxisch-kumulatives Handekzem als Haupt- (64%) oder weitere Diagnose vor. Im genannten Zeitraum ist der Verlauf bei 62 (58%) Patienten beurteilbar. Im Vergleich mit einer Referenzgruppe zeigte sich die Überlegenheit des Präventionsprogramms insbesondere bei mehrmaliger und damit längerfristiger Betreuung sowie intensiver Schulung. Abheilung und Besserung ergaben für die Interventionsgruppe einen signifikanten (p < 0,05) Unterschied von 79% Erfolgsrate versus 36% in der Vergleichsgruppe.Correspondence to:
Dr. med. M. Stadeler
Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel- und Gaststätten
Geschäftsbereich Prävention
Abteilung Gesundheitsschutz
Außenstelle Erfurt
Lucas-Cranach-Platz 2
D-99099 Erfurt
Originalarbeit
Dosis-Wirkungs-Beziehungen bei Epikutantestung und ROAT mit Methyldibromoglutaronitril (MDBGN) bei MDBGN-sensibilisierten Patienten – Ergebnisse des IVDK
A. Schnuch, D. Kelterer, A. Bauer, Ch. Schuster, W. Aberer, V. Mahler, K. Katzer, J. Rakoski, U. Jappe, A. Krautheim, A. Bircher, P. Koch, M. Worm, H. Löffler, U. Hillen, P.J. Frosch und W. Uter
Jahrgang 53 p. 37 - 49
Abstract
A. Schnuch1, D. Kelterer2, A. Bauer2, Ch. Schuster3, W. Aberer3, V. Mahler4, K. Katzer5, J. Rakoski5, U. Jappe6, A. Krautheim7, A. Bircher7, P. Koch8, M. Worm9, H. Löffler10, U. Hillen11, P.J. Frosch12 und W. Uter13
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) an der Universität Göttingen, 2Universitäts-Hautklinik und Allergologie, Jena, 3Universitäts-Hautklinik Graz, Österreich, 4Universitäts-Hautklinik Erlangen/Nürnberg, 5Universitäts-Hautklinik, T
Kontaktsensibilisierungen gegen das Biozid (Konservierungsmittel) Methyldibromoglutaronitril (MDBGN), das oft kombiniert mit Phenoxyethanol eingesetzt wird (z.B. als Euxyl K 400®), nahmen in den 90er Jahren in Europa deutlich zu. Infolgedessen verbot die Europäische Kommission 2003 die Verwendung von MDBGN in “Leave-on”-Produkten, da die übliche Einsatzkonzentration als zu hoch angesehen wurde und eine nichtsensibilisierende Konzentration bislang noch nicht identifiziert werden konnte. Die beiden Ziele der vorliegenden Untersuchung waren: 1) eine höchstmögliche, nicht ekzemauslösende Konzentration für “Leave-on”-Produkte bei MDBGN/PE-sensibilisierten Patienten zu finden, die wahrscheinlich auch als sicher bezüglich einer Sensibilisierungsinduktion gelten könnte, und 2) die optimale epikutane Testkonzentration für MDBGN zu finden, welche bisher kontrovers diskutiert wird. Hierfür wurde ein repetitiver offener Anwendungstest (ROAT) bei MDBGN/PE-Sensibilisierten (n = 39) mit drei Konzentrationen von MDBGN/PE (mit 50 ppm, 100 ppm und 250 ppm MDBGN) in 10 – 15% Glycerylstearat in Wasser als Vehikel verwendet. Darüber hinaus wurde ein Teil dieser Patienten (n = 24) anschließend mit verschiedenen Konzentrationen (0,1%, 0,2%, 0,3% und 0,5% MDBGN) epikutan getestet. Von den 39 Patienten wiesen 15 (38%; 95% KI: 23 – 55%) ein negatives und 24 (62%; 95% KI: 45 – 77%) ein positives ROAT-Ergebnis auf; 13 reagierten bereits auf die niedrigste Konzentration (50 ppm), acht auf die mittlere Konzentration (100 ppm) und drei erst auf die höchste Konzentration (250 ppm), ohne daß Reaktionen auf die Vehikel-Kontrolle auftraten. Bei denjenigen, die auf die niedrigste ROAT-Konzentration reagierten, entwickelte sich die Kontaktdermatitis innerhalb von 1 – 7 Tagen. Die Stärke sowohl der initialen als auch der späteren Epikutantest-Reaktion war mit dem ROAT-Ergebnis positiv assoziiert. Von den 24 Patienten, die mit MDBGN epikutan nachgetestet werden konnten, reagierten 15 auf 0,1% MDBGN, 16 auf 0,2%, 17 auf 0,3% und 22 auf 0,5% MDBGN. Bei der höchsten Konzentration (0,5%) nimmt der Anteil von ROAT-Negativen, aber Epikutantest-Positiven, deutlich zu, vor allem durch + Reaktionen. Eine maximale Sensitivität von 94% (95% KI: 70 – 100%) wird bei einer Epikutantest-Konzentration von 0,2% erreicht, die durch eine Erhöhung der Konzentration nicht weiter gesteigert wird. Allerdings nimmt die Spezifität dramatisch von 88% (95% KI: 47 – 100%) bei 0,2% auf nur 12,5% (0 – 53%) bei 0,5% ab. Daher kann 0,2% MDBGN als wahrscheinlich geeignetste Testkonzentration angesehen werden. Als wesentliches Ergebnis gilt, daß bereits 50 ppm in “Leave-on”-Produkten eine allergische Kontaktdermatitis bei Sensibilisierten auslösen. Somit konnte eine sichere, noch antimikrobiell wirksame Einsatzkonzentration von MDBGN für "Leave-on"-Produkte nicht gefunden werden. Bei anderen Kontaktallergenen könnte es mit derartigen Dosis-Wirkungs-Anwendungstests gelingen, eine nichtauslösende Konzentration zu identifizieren, die als Basis für die Definition einer nichtinduzierenden (sicheren) Einsatzkonzentration in Produkten dienen kann.Correspondence to:
PD Dr. med. A. Schnuch
IVDK-Zentrale
Institut an der Universität Göttingen
von-Siebold-Straße 3
D–37075 Göttingen
Email: [email protected]
Kasuistiken
Anaphylaktischer Schock nach Ingestion von Pinienkernen
U.-Ch. Hipler, J. Spoo, P. Elsner und A. Bauer
Price
42.00 $
Jahrgang 27 p. 462 - 467
Abstract
U.-Ch. Hipler, J. Spoo, P. Elsner und A. Bauer
Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Pinien gehören zur Familie der Pineaceae spp. und haben eine weite Verbreitung im Mittelmeerraum. Allergische Reaktionen gegen Pinienkerne sind bisher selten beschrieben worden. Wir stellen den Fallbericht eines Patienten vor, der nach Genuß von Pinienkernen mit schwerem Schockzustand und Bewußtseinsverlust reagierte. Die Pinienkernsensibilisierung wurde mit Hilfe des Hautpricktests (SPT), der spezifischen IgE-Antikörperbestimmung mittels UniCAP-100, dem Zellantigenstimulationstest (CAST) sowie dem Westernblot untersucht. Die Sensibilisierung gegenüber Pinienkernen konnte in den Inhibitionsexperimenten anhand einer homologen Inhibition der spezifischen IgE-Antikörper zu etwa 98% durch Pinienkernextrakt nachgewiesen werden. Die CAST-Untersuchungen zeigten eine erhöhte Freisetzung von Sulfidoleukotrienen (sLT) (2 400 – 2 600 pg/ml). Mit Hilfe der Immunoblotuntersuchungen konnten Hauptbanden bei 10, 30 und 47,5 kDa gefunden werden, die für die Proteine der Pinienkerne charakteristisch sind. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine isolierte, IgE-vermittelte Sensibilisierung vom Typ C (nach Pichler) gegen Pinienkerne.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Uta-Christina Hipler
Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität
Erfurter Straße 35
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Kasuistik
Orale Rush-Toleranzinduktion bei einem Jungen mit schwerer IgE-vermittelter Kuhmilchallergie
I. Schmidt, U.-C. Hipler, M. Kaatz, P. Elsner und A. Bauer
Price
42.00 $
Jahrgang 30 p. 372 - 377
Abstract
I. Schmidt, U.-C. Hipler, M. Kaatz, P. Elsner und A. Bauer
Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Die Inzidenz der IgE-vermittelten Kuhmilchallergie bei Säuglingen und Kleinkindern wird in der Literatur zwischen 2,5 und 7% angegeben, bildet sich jedoch bei 80 – 90% der Kinder in den ersten 3 Lebensjahren spontan zurück. Nach dem 6. Lebensjahr ist eine spontane Rückbildung der Allergie jedoch selten. Wir berichten über die orale Toleranzinduktion mit einem Kurzzeitschema über 6 Tage bei einem 5-jährigen Jungen mit persistierender, schwerer IgE-vermittelter Kuhmilchallergie (Anaphylaxie Grad III). Die Toleranzinduktion erfolgte nach Bestimmung der Schwellendosis im Pricktest. Dabei wurde in aufsteigender Dosierung mit 1 ml der im Pricktest negativen Verdünnung von 1 : 1.000.000 (Milch/Wasser) begonnen. Die Trinkmenge und damit die Milchproteinkonzentration wurden im Abstand von 20 – 60 Minuten erhöht. Während der Steigerungsphase traten bis auf einzelne periorale Quaddeln und eine leichte Rhinitis keine schweren anaphylaktischen Nebenwirkungen auf. Am Tag 6 wurden 250 ml Kuhmilch reaktionslos vertragen. Die erfolgreiche Toleranzinduktion korrelierte in der Erhaltungsphase auch mit veränderten immunologischen Parametern (Abnahme des spezifischen IgEs für Milcheiweiß (von 2,68 auf 1,12 kU/l), Kasein (von 2,99 auf 0,56 kU/l) und Molke (von 1,78 auf 0,63 kU/l). Eine Toleranzinduktion bei IgE-vermittelter Kuhmilchallergie kann mit einem Kurzzeitschema bereits nach wenigen Tagen erreicht werden. Aufgrund potentieller anaphylaktischer Nebenwirkungen wird eine Behandlung unter stationären Bedingungen empfohlen.Correspondence to:
Dr. med. M. Kaatz
Klinik für Dermatologie und
dermatologische Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität
Erfurter Straße 35
D-07740 Jena
Email: [email protected]
Originalarbeit
Untersuchungen zur Verlaufskontrolle der Hyposensibilisierung mit Hilfe des Zellantigenstimulationstests (CAST)
Investigations on the monitoring of hyposensitization by means of the Cellular Antigen Stimulation Test (CAST)
U.-Ch. Hipler, A. Bauer, G. Schlenvoigt und P. Elsner
Price
42.00 $
Jahrgang 24 p. 9 - 13
Abstract
Allergologie, Jahrgang 24, Nr. 1/2001, S. 9–13
Untersuchungen zur Verlaufskontrolle der Hyposensibilisierung mit Hilfe des Zellantigenstimulationstests (CAST)
U.-Ch. Hipler1, A. Bauer1, G. Schlenvoigt2 und P. Elsner1
1Klinik für Dermatologie und Allergologie und 2Institut für Klinische Immunologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena
30 Patienten, die auf vorangegangene allergische Reaktionen gegenüber Bienengift und Wespengift reagierten, wurden in unserer Studie vor und während der Hyposensibilisierungstherapie hinsichtlich der spezifischen IgE-Antikörper gegen Bienen- und Wespengift charakterisiert. Wir führten außerdem vor und während der Hyposensibilisierungstherapie mit EDTA-Vollblut den Zellantigenstimulationstest durch. Bei unseren Patienten handelt es sich um 13 Frauen und 17 Männer mit einem Alter von 39 ± 16 Jahren. Es wurden bei den 30 Patienten alle Schweregrade von allergischen Reaktionen nach Mueller diagnostiziert. Es handelt sich um 9 Patienten mit dem Schweregrad I nach Mueller, 11 Patienten mit dem Schweregrad II, 4 Patienten mit dem Schweregrad III und 6 Patienten mit dem Schweregrad IV. Die allergologische Abklärung umfaßte die Anamnese, die Hauttests (Schwellenwertbestimmung bis 1 mg/ ml), die spezifische IgE-Antikörperbestimmung mit dem CAP-FEIA-System und die Durchführung des Zellantigenstimulationstests. Der CAST wurde mit einer Konzentration von jeweils 0,2 mg/ml, in einzelnen Fällen auch mit einer Konzentration von 0,02 mg/ml Bienen- und Wespengift, durchgeführt. Von den 30 Patienten mit einer eindeutig nachgewiesenen Bienen- und/oder Wespengiftallergie konnte lediglich bei 2 Patienten im Verlauf der Hyposensibilisierungstherapie einen Abfall der Sulfidoleukotrienwerte im Zellantigenstimulationstest festgestellt werden. Es zeigt sich, daß auch bei Patienten, die einen Feldstich problemlos vertragen haben, kein Absinken der Sulfidoleukotrienwerte auftritt. Nach den Erkenntnissen dieser Studie scheint der Zellantigenstimulationstest kein geeignetes diagnostisches Werkzeug für die Verlaufskontrolle von Hyposensibilisierungstherapien zu sein.Correspondence to:
Dr. rer. nat. U.-Ch. Hipler
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Friedrich-Schiller-Universität
Am Johannesfriedhof 3
D-07740 Jena
Durch UV-Strahlung induzierte bösartige Hauttumoren – Erarbeitung und Evaluation von versicherungsrechtlich relevanten Abgrenzungskriterien
Berufliche UV-Exposition als Risikofaktor für nichtmelanozytären Hautkrebs – epidemiologische Evidenz zur Frage einer neuen Berufskrankheit
Occupational UV-light exposure as a risk factor for non-melanocytic skin cancer – epidemiological evidence concerning a new occupational disease
J. Schmitt, A. Bauer, A. Seidler und T.L. Diepgen
Jahrgang 59 p. 50 - 54
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 59, Nr. 2/2011, S. 50–54
Berufliche UV-Exposition als Risikofaktor für nichtmelanozytären Hautkrebs – epidemiologische Evidenz zur Frage einer neuen Berufskrankheit
J. Schmitt1, A. Bauer2, A. Seidler1 und T.L. Diepgen3
1Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, 2Klinik und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 3Universitätsklinikum Heidelberg, Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Heidelberg
Einleitung: Exposition gegenüber UVStrahlung gilt als bedeutendste Einzelursache für kutane Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinome. In Deutschland sind Beschäftigte an vielen Arbeitsplätzen einer zum Teil wesentlich erhöhten berufsbedingten UV-Exposition ausgesetzt. Daher wird derzeit diskutiert, das kutane Plattenepithelkarzinom bzw. Basalzellkarzinom durch berufsbedingte UV-Stahlung in die Berufskrankheitenliste aufzunehmen. Methodik: Publizierte Studien (Kohortenstudien und Fall-Kontroll-Studien), die den epidemiologischen Zusammenhang berufsbedingter natürlicher UV-Exposition und Risiko für kutane Plattenepithelkarzinome bzw. Basalzellkarzinome belegen, werden systematisch zusammengefasst – mit einer Meta-Analyse (random effects model) qualitativ homogener Studien unter Berücksichtigung maximal adjustierter Odds Ratios (OR). Der Einfluss der methodischen Studienqualität auf die Stärke des Zusammenhangs von beruflicher UV-Exposition und Hautkrebsrisiko wird anhand einer Sensitivitätsanalyse untersucht. Ergebnisse: Insgesamt 18 Studien untersuchten den Zusammenhang von beruflicher UV-Exposition und Plattenepithelkarzinom- Risiko, wobei 16 Studien konsistent eine Erhöhung des Risikos für Plattenepithelkarzinome bei berufl ich UV-Exponierten fanden. Zwei Studien fanden keinen Zusammenhang. Insgesamt fand sich ein statistisch signifi kanter und relevanter Zusammenhang von berufl icher Exposition gegenüber natürlicher UV-Strahlung und dem Auftreten kutaner Plattenepithelkarzinome (gepooltes OR = 1,77; 95% Konfi denz-Intervall (95%KI) 1,40 – 2,22). Es gibt deutliche Hinweise für eine Unterschätzung des wahren Zusammenhangs von beruflicher UV-Exposition und Plattenepithelkarzinom-Risiko durch ungenaue Expositionserfassung. Auch die insgesamt 24 epidemiologischen Studien zum Stellenwert von berufl icher UV-Exposition als Risikofaktor für das Basalzellkarzinom zeigten insgesamt einen signifi kanten Zusammenhang (gepooltes OR = 1,42; 95%KI 1,23 – 1,66). Die Mehrzahl der Studien fand einen positiven und keine Studie einen signifi kanten inversen Zusammenhang von berufl icher UV-Exposition und Basalzellkarzinomrisiko. Schlussfolgerung: Epidemiologische Studien belegen einen positiven, statistisch signifi kanten und relevanten Zusammenhang von berufsbedingter UVExposition und Plattenepithelkarzinom-Risiko, so dass nach Ansicht der Autoren ein wesentliches Kritierium für die Aufnahme in die Berufskrankheitenliste erfüllt ist. Für das Basalzellkarzinom deutet die Studienevidenz ebenfalls auf eine signifi kante Assoziation mit berufsbedingter UV-Licht-Exposition hin. Jedoch sind die Studienergebnisse weniger einheitlich als beim Plattenepithelkarzinom und der Effekt – zumindest in den bisher vorliegenden Studien, in denen die berufl iche und außerberufl iche UV-Exposition nicht hinreichend differenziell erfasst wurde – ist weniger deutlich. Aus diesem Grund ist nach Ansicht der Autoren vor einer möglichen Aufnahme des Basalzellkarzinoms durch berufsbedingte UV-Exposition in die Berufskrankheitenliste zunächst weitere methodisch hochwertige epidemiologische Evidenz notwendig.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Schmitt, MPH
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
D–01307 Dresden
Email: [email protected]
Editorial
Editorial
Editorial
A. Bauer, T.L. Diepgen, P. Elsner und S.M. John
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 59 p. 93 - 93
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 59, Nr. 3/2011, S. 93
Editorial
A. Bauer, T.L. Diepgen, P. Elsner und S.M. John
Autorenreferate
11. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) – Dresden, 27. – 29. Oktober 2011
A. Bauer, P. Elsner, S.M. John und T.L. Diepgen
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 59 p. 106 - 138
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 59, Nr. 3/2011, S. 106–138
11. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) – Dresden, 27. – 29. Oktober 2011
A. Bauer, P. Elsner, S.M. John und T.L. Diepgen
Seltene Allergene
Proteinkontaktdermatitis
Protein contact dermatitis
V. Mahler, A. Glöckler, M. Worm, P. Spornraft-Ragaller, A. Bauer, H. Dickel, E. Weisshaar und J. Geier
Price
42.00 $
Jahrgang 36 p. 219 - 226
Abstract
Allergologie, Jahrgang 36, Nr. 5/2013, S. 219–226
Proteinkontaktdermatitis
V. Mahler1, A. Glöckler1, M. Worm2, P. Spornraft-Ragaller3, A. Bauer3, H. Dickel4, E. Weisshaar5 und J. Geier6
1Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 4Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 5Abteilung Klinische Sozialmedizin, Schwerpunkt: Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, 6Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), Göttingen
Das Krankheitsbild der Proteinkontaktdermatitis (PKD) ist in der Allgemeinbevölkerung selten. Durch fehlende Standardisierung der Testmodalitäten zum Nachweis einer PKD und die fehlende Abbildbarkeit im ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ist ein zusätzliches Underreporting anzunehmen. Im IVDK-Gesamttestkollektiv (n = 140.840) der Jahre 1994 – 2008 wurde die Diagnose einer Proteinkontaktdermatitis insgesamt bei 249 Fällen gestellt, was einer Häufigkeit von 0,2% im Gesamtkollektiv entspricht. In den Nahrungsmittel verarbeitenden Berufen ist der prozentuale Anteil an PKD jedoch deutlich höher: bei Back- und Konditorwarenherstellern 4%, Fleisch- und Fischverarbeitern 1,9%, Köche und Speisenbereitern 1,5%. Patienten mit Proteinkontaktdermatitis sind im Vergleich zum Gesamtkollektiv jünger, der Anteil an Handekzemen ist zweifach, der Anteil an Berufsdermatosen vierfach höher, der Anteil an Patienten mit atopischer Dermatitis in der Vorgeschichte ist bei PKD fast doppelt so hoch wie im IVDK-Gesamtkollektiv. Eine Vielzahl von Allergenquellen, überwiegend Nahrungsmittel, wie z.B. Fisch, Krustentieren, Fleisch, Gemüse, Früchte, Getreideprodukte wurden als Auslöser der PKD identifiziert. Verschiedene diagnostische Verfahren werden eingesetzt, jedoch mit limitiertem Aufklärungserfolg. Ein Epikutantest ist meist negativ. Trotz des ekzematösen Erscheinungsbildes stützt sich die Diagnose einer Proteinkontaktdermatitis daher meistens auf eine positive Sofortreaktion im Pricktest, positive in vitro IgE-Befunde und eine positive Expositionsanamnese. Eine Optimierung und Standardisierung der Testbedingungen ist für eine aussagekräftige Diagnosestellung und frühe Intervention mit Einleitung geeigneter Präventionsmaßnahmen erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Vera Mahler
Hautklinik
Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18
D-91054 Erlangen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Zertifizierung: „Berufsdermatologie für Pflegekräfte und Fachangestellte (DDA)“
Certification: „Occupational Dermatology for Nurses and Physician Assistants (DDA)“
P. Elsner, W. Aberer, A. Bauer, T.L. Diepgen, H. Drexler, M. Fartasch, S.M. John und U. Schuhmacher-Stock
Jahrgang 61 p. 92 - 96
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 61, Nr. 3/2013, S. 92–96
Zertifizierung: „Berufsdermatologie für Pflegekräfte und Fachangestellte (DDA)“
P. Elsner1, W. Aberer2, A. Bauer3, T.L. Diepgen4, H. Drexler5, M. Fartasch6, S.M. John7 und U. Schuhmacher-Stock8
1Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena, 2Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, Österreich, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 4Institut für Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg, 5Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, 6Abteilung für klinische und experimentelle Berufsdermatologie, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 7Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Universität Osnabrück, 8Hautarztpraxis Berlin
Die Bedeutung des Pflege- und Fachpersonals an Kliniken und Praxen für die Sicherstellung einer hochqualitativen dermatologischen Patientenversorgung nimmt angesichts des wachsenden Bedarfs an dermatologischen Leistungen einerseits und des sich abzeichnenden Facharztmangels in Deutschland andererseits zu. Da bisher ausreichend zertifizierte Fortbildungsangebote für dermatologische Pflegekräfte und Fachangestellte kaum existiert haben, entwickelt die Deutsche Dermatologische Akademie (DDA) nicht nur zertifizierte Fortbildungsangebote für Fachärzte, sondern auch fachärztlich fundierte, praxisorientierte, zertifizierte Module für eine Fortbildung zur dermatologischen Pflegekraft/ Fachangestellten. Die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) hat seit 1998 ein Zertifikat „Berufsdermatologie (ABD)“ eingeführt, das von Fachärzten für Dermatologie nach Absolvierung von zunächst 3, seit 2010 4 Seminaren erworben werden kann. Die Rückmeldungen der zertifizierten Berufsdermatologen haben immer wieder gezeigt, dass auch ein Bedarf für eine spezifische Fortbildung ihrer nichtärztlichen Mitarbeiter in der Berufsdermatologie besteht. Daher hat der Vorstand der ABD auf der Basis der Anforderungen aus der Praxis ein eigenständiges Curriculum für dermatologische Pflegekräfte und Fachangestellte erarbeitet. Das vorliegende Curriculum „Berufsdermatologie für Pflegekräfte und Fachangestellte (DDA)“ befähigt die Absolventen, den Facharzt bei der Diagnostik, Therapie, Prävention und Begutachtung von Berufsdermatosen kompetent zu unterstützen und Verantwortung in der Organisation und Korrespondenz bei Hautarztverfahren und Gutachten zu übernehmen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. P. Elsner
Klinik für Hautkrankheiten
Universitätsklinikum Jena
Erfurter Straße 35
D–07743 Jena
Email: [email protected]
Originalarbeit
Proteinkontaktdermatitis
Protein contact dermatitis
V. Mahler, A. Glöckler, M. Worm, P. Spornraft-Ragaller, A. Bauer, H. Dickel, E. Weisshaar und J. Geier
Jahrgang 61 p. 97 - 104
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 61, Nr. 3/2013, S. 97–104
Proteinkontaktdermatitis
V. Mahler1, A. Glöckler1, M. Worm2, P. Spornraft-Ragaller3, A. Bauer3, H. Dickel4, E. Weisshaar5 und J. Geier6
1Hautklinik, Universitätsklinikum Erlangen, 2Allergie-Centrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Charité Mitte, 3Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, 4Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, 5Abteilung Klinische Sozialmedizin, Schwerpunkt: Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, 6Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), Göttingen
Das Krankheitsbild der Proteinkontaktdermatitis (PKD) ist in der Allgemeinbevölkerung selten. Durch fehlende Standardisierung der Testmodalitäten zum Nachweis einer PKD und die fehlende Abbildbarkeit im ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ist ein zusätzliches Underreporting anzunehmen. Im IVDK-Gesamttestkollektiv (n = 140.840) der Jahre 1994 – 2008 wurde die Diagnose einer Proteinkontaktdermatitis insgesamt bei 249 Fällen gestellt, was einer Häufigkeit von 0,2% im Gesamtkollektiv entspricht. In den Nahrungsmittel verarbeitenden Berufen ist der prozentuale Anteil an PKD jedoch deutlich höher: bei Back- und Konditorwarenherstellern 4%, Fleisch- und Fischverarbeitern 1,9%, Köche und Speisenbereitern 1,5%. Patienten mit Proteinkontaktdermatitis sind im Vergleich zum Gesamtkollektiv jünger, der Anteil an Handekzemen ist zweifach, der Anteil an Berufsdermatosen vierfach höher, der Anteil an Patienten mit atopischer Dermatitis in der Vorgeschichte ist bei PKD fast doppelt so hoch wie im IVDK-Gesamtkollektiv. Eine Vielzahl von Allergenquellen, überwiegend Nahrungsmittel, wie z.B. Fisch, Krustentieren, Fleisch, Gemüse, Früchte, Getreideprodukte wurden als Auslöser der PKD identifiziert. Verschiedene diagnostische Verfahren werden eingesetzt, jedoch mit limitiertem Aufklärungserfolg. Ein Epikutantest ist meist negativ. Trotz des ekzematösen Erscheinungsbildes stützt sich die Diagnose einer Proteinkontaktdermatitis daher meistens auf eine positive Sofortreaktion im Pricktest, positive in vitro IgE-Befunde und eine positive Expositionsanamnese. Eine Optimierung und Standardisierung der Testbedingungen ist für eine aussagekräftige Diagnosestellung und frühe Intervention mit Einleitung geeigneter Präventionsmaßnahmen erforderlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Vera Mahler
Hautklinik
Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18
D-91054 Erlangen
Email: [email protected]
Originalarbeit
Durch UV-Strahlung induzierte bösartige Hauttumoren – Erarbeitung und Evaluation von versicherungsrechtlich relevanten Abgrenzungskriterien beruflicher gegenüber nicht beruflicher Verursachung. Wissenschaftlicher Abschlussbericht des DGUV-
Malignant skin tumors induced by UVirradiation – development and evaluation of legally relevant criteria for differentiating occupational and non-occupational causes. DGUV Research Project FB 170
P. Elsner, A. Bauer, H. Blome, T. Brüning, H. Drexler, M. Fartasch, S.M. John, S. Letzel, P. Knuschke, J. Schmitt, M. Wittlich und T.L. Diepgen
Jahrgang 62 p. 107 - 132
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 62, Nr. 3/2014, S. 107–132
Durch UV-Strahlung induzierte bösartige Hauttumoren – Erarbeitung und Evaluation von versicherungsrechtlich relevanten Abgrenzungskriterien beruflicher gegenüber nicht beruflicher Verursachung. Wissenschaftlicher Abschlussbericht des DGUV-
P. Elsner1, A. Bauer2, H. Blome3, T. Brüning4, H. Drexler5, M. Fartasch4, S.M. John6, S. Letzel7, P. Knuschke2, J. Schmitt2, M. Wittlich4 und T.L. Diepgen8
1Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 3Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) St. Augustin, 4Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), Bochum, 5Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 6Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Universität Osnabrück, 7Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU), Universitätsmedizin Mainz, 8Institut für Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg
Plattenepithelkarzinome der Haut einschließlich aktinischer Keratosen (AK) können durch berufliche Exposition gegenüber UV-Strahlung verursacht werden, für Basalzellkarzinome ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen. Bisher fehlen jedoch evidenzbasierte, einheitliche Abgrenzungskriterien, um berufliche von außerberuflichen Ursachen klar und nachvollziehbar abgrenzen zu können. Hierbei handelt es sich einerseits um die standardisierte, reproduzierbare, quantitative Erfassung der Lichtschädigung an gegenüber beruflicher und nicht beruflicher UV-Strahlung exponierten und nicht lichtexponierten Hautarealen (Quantifizierung der lichtgeschädigten Haut) und andererseits um die Erfassung der beruflichen und außerberuflichen Exposition gegenüber UV-Strahlung (Expositionserfassung). Dies ist umso wichtiger, da nichtmelanozytäre Hautkrebserkrankungen die häufigsten Hautkrebserkrankungen sind und jährlich und außerberuflichen Exposition gegenüber UV-Strahlen bei der Entstehung von Plattenepithelkarzinomen (Fall-Kontroll-Studie A) und Basalzellkarzinomen (Fall-Kontroll- Studie B) zu untersuchen. Insgesamt erfolgten durch das Forschungsvorhaben die Erarbeitung und Validierung von Kriterien, die die Abgrenzung einer durch berufliche Faktoren verursachte Hautkrebserkrankung von einer durch außerberufliche Faktoren verursachten Hautkrebserkrankung (sog. Volkskrankheit) ermöglichen. Diese Kriterien sind für die Gefährdungsbeurteilung, für die Ableitung von Präventionsmaßnahmen der Unfallversicherungsträger sowie die Begutachtung von fraglich berufsbedingten Hautkrebserkrankungen unabdingbar. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen in Präventions- und Gutachtenempfehlungen (Bamberger Empfehlungen) Eingang finden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. P. Elsner
Klinik für Hautkrankheiten
Universitätsklinikum Jena
Erfurter Straße 35
D–07743 Jena
Email: [email protected]
Originalarbeit
Die neue BK 5103 „Hautkrebs“ – Notwendigkeit und Möglichkeiten der Primärprävention. Ergebnisse aus dem BAuA-Forschungsprojekt F 2036
The new occupational disease BK 5103 „Skin cancer“ – Needs of primary prevention and ways of realization. Results of the BAuA research project F 2036
P. Knuschke, G. Ott, M. Janßen, K. Mersiowsky, A. Püschel, H. Rönsch, St. Beissert und A. Bauer
Jahrgang 62 p. 153 - 164
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 62, Nr. 4/2014, S. 153–164
Die neue BK 5103 „Hautkrebs“ – Notwendigkeit und Möglichkeiten der Primärprävention. Ergebnisse aus dem BAuA-Forschungsprojekt F 2036
P. Knuschke1, G. Ott2, M. Janßen2, K. Mersiowsky1, A. Püschel1, H. Rönsch1, St. Beissert1 und A. Bauer1
1Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Medizinische Fakultät, TU Dresden, 2Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund
Die Jahresexposition durch solare UVStrahlung ist für ständig im Freien beschäftigte Arbeitnehmer 2- bis 3-mal höher als bei Innenbeschäftigten. Das führt aber trotzdem nur zu einem geringfügig erhöhten Eigenschutzvermögen der Haut gegen das UV-Erythem. Vor dem Hintergrund des, insbesondere für das Plattenepithelkarzinom nachgewiesenen, mit der kumulativen UV-Lebensdosis steigenden Erkrankungsrisikos, sind effektive UV-Schutzmaßnahmen für Arbeitsplätze im Freien Beschäftigter unumgänglich. Im Vorfeld der neuen BK „Hautkrebs“ (Plattenepithelkarzinom oder multiple aktinische Keratosen durch solare UV-Strahlung) wurde im Rahmen eines Forschungsvorhabens* die Notwendigkeit und die Effizienz von UV-Schutzmaßnahmen, deren Praktikabilität und Akzeptanz als Komponenten einer Primärprävention untersucht. Die Analysen meteorologischer Daten und UV-Expositionsdaten für Deutschland haben ergeben, dass von weitgehend einheitlichen Verhältnissen ausgegangen werden kann. Das bedeutet, dass die Untersuchungsergebnisse aus Befragungen, aus Labor- und aus Felduntersuchungen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen Relevanz für ganz Deutschland und Mitteleuropa besitzen. Aus Befragungen von Firmen und deren Außenbeschäftigten konnte der aktuelle Stand zu UV-Schutzmaßnahmen und praktikabel anwendbare Varianten ermittelt werden. Es wurden technische Maßnahmen zur Abschattungen am Arbeitsplatz messtechnisch bewertet. Das persönliche Verhalten zur UV-Expositionsreduktion wurde durch den Einsatz von mobilen UV-Index-Großanzeigen (MUVI) unterstützt. Basierend auf den Halbstunden-Erythemdosisdaten (2000 – 2008) des deutschen sUVMoNet (solares UV-Monitoringnetz) erfolgten arbeitsplatzbezogene Analysen des UV-Strahlenklimas mit Ergebnissen zur Häufigkeit von UV-Index-Stufen (und damit erforderlicher Schutzmaßnahmen) im Jahr, von Tagen mit Überschreiten der MED innerhalb der Arbeitsschicht, den höchstmöglichen UV-Expositionen, den Grenzen der sogenannten „Schattenregel“, die durch eine „Fußregel“ ergänzt wurde, und weiterhin zur Ableitung von Faktoren zur Bewertung des beruflichen UV-Jahresexpositionslevels (z.B. im BK-Fall). Organisatorische und technische Maßnahmen müssen häufig durch individuelle Schutzmaßnahmen ergänzt werden. In Anlehnung an das UV-Schutzkonzept der ICNIRP (für künstliche UV-Strahler) wurden mindest-erforderliche UV-Schutzfaktoren für die Haut durch textilen Sonnenschutz (UPF) sowie Sonnenschutzcreme (LSF) abgeleitet. Messtechnisch wurde die Effizienz von Oberbekleidungstextilien bestimmt. Durch Personendosimeter (PSF-Dosimeter) wurde die Effizienz von Mützen, Hüten und Helmen als UV-Schutzkomponenten für Augen und Haut messtechnisch untersucht. Dabei wurde auch das Akzeptanzverhalten der Außenbeschäftigten erfasst. Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass in unseren geografischen Breiten die gängige Kleidung mit Kopfbedeckung und Sonnenschutzbrille, ergänzt durch dermalen Lichtschutz – konsequent angewandt – wirksamen Schutz bieten. Bei Kopfbedeckungen und Kleidung sind jedoch deutliche Effektivitätsunterschiede zu verzeichnen. Ausreichender Sonnenschutz muss nicht teuer sein – aber er muss konsequent angewendet werden.
*Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Forschungsvorhaben F 2036:
„Schutzkomponenten zur Reduzierung solarer UV-Expositionen bei Arbeitnehmern im Freien“Correspondence to:
Dipl.-Physiker Peter Knuschke
Head of Experimental Photobiology
Department of Dermatology
Technische Universität Dresden, Medical Faculty
Fetscherstraße 74
D–01307 Dresden
Email: [email protected]
Originalarbeit
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei BK 5103 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“
Recommendations regarding the evaluation of a reduction in earning capacity for occupational skin cancer BK 5103 “Squamous cell carcinoma or multiple actinic keratosis of the skin caused by natural UV-irradiation”
T.L. Diepgen, A. Bauer, C. Bernhard- Klimt, P. Elsner, H. Drexler, M. Fartasch, S.M. John, A. Köllner, S. Letzel, H. Merk, P. Mohr und W. Wehrmann
Jahrgang 63 p. 3 - 7
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 63, Nr. 1/2015, S. 3–7
Minderung der Erwerbsfähigkeit bei BK 5103 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“
T.L. Diepgen1, A. Bauer2, C. Bernhard-Klimt3, P. Elsner4, H. Drexler5, M. Fartasch6, S.M. John7, A. Köllner8, S. Letzel9, H. Merk10, P. Mohr11 und W. Wehrmann12
1Institut für Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg, 2Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden, 3Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin, Saarbrücken, 4Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena, 5Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 6Abteilung für klinische und experimentelle Berufsdermatologie, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA), 7Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück und Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, 8Hautarztpraxis Duisburg, 9Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universität Mainz, 10Hautklinik des Universitätsklinikum der RWTH Aachen, 11Elbe Kliniken – Klinikum Buxtehude, 12Hautarztpraxis Münster
Mit der Novellierung der Berufskrankheitenverordnung (BKV) wurde zum 1. Januar 2015 die BK-Nr. 5103 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“ als neue Berufskrankheit in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Nachfolgend werden die Empfehlungen zur Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bei Plattenepithelkarzinomen oder multiplen aktinischen Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Diese Empfehlungen wurde von den medizinischen Sachverständigen der Arbeitsgruppe „Bamberger Empfehlungen“ erarbeitet und gemeinsam mit den Vertretern der Unfallversicherungsträger am 28. Oktober 2014 beraten.Correspondence to:
Prof. Dr. T.L. Diepgen
Universitätsklinikum Heidelberg
Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie
Thibautstraße 3
D–69115 Heidelberg
Email: [email protected]
7. Berufsdermatologisches Symposium Klinik Falkenstein
BK 5103 und § 3-Verfahren
BK 5103 and § 3 procedure
A. Bauer
Login
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Jahrgang 63 p. 35 - 35
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 63, Nr. 1/2015, S. 35
BK 5103 und § 3-Verfahren
A. Bauer
UniversitätsAllergieZentrum; Universitätsklinikum Carl Gustav Carus; TU Dresden
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Andrea Bauer
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
UniversitätsAllergieCentrum
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Fetscherstraße 74
D–01307 Dresden
Email: [email protected]
Kontaktekzem
Epikutantest-Ergebnisse mit der Europäischen Standardreihe bei Patienten mit berufsbedingtem Kontaktekzem in Europa. Ergebnisse des ESSCA Netzwerks 2002 – 2010
Patch test results with the European Baseline Series among patients with occupational dermatitis across Europe. Analyses of the ESSCA network, 2002 ‒ 2010
W. Uter, R. Jolanki, F. Larese Filon, M. Wilkinson, B. Kręcisz, M. Kieć-Świerczyńska, A. Bauer, V. Mahler, S.M. John, A. Schnuch und M. Pesonen im Namen des ESSCA Netzwerks
Price
42.00 $
Jahrgang 38 p. 356 - 366
Abstract
Allergologie, Jahrgang 38, Nr. 7/2015, S. 356–366
Epikutantest-Ergebnisse mit der Europäischen Standardreihe bei Patienten mit berufsbedingtem Kontaktekzem in Europa. Ergebnisse des ESSCA Netzwerks 2002 – 2010
W. Uter1, R. Jolanki2, F. Larese Filon3, M. Wilkinson4, B. Kręcisz5, M. KiećŚwierczyńska5, A. Bauer6, V. Mahler7, S.M. John8, A. Schnuch9 und M. Pesonen2 im Namen des ESSCA Netzwerks*
1Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, Universität Erlangen/ Nürnberg, Erlangen, 2Finnish Institute of Occupational Health, Occupational Medicine, Helsinki, Finland, 3Unit of Occupational Medicine, Department of Medicine and Public Health, University of Trieste, Italy, 4Department of Dermatology, The Leeds Teaching Hospitals NHS Trust, Leeds, UK, 5Department of Allergology and Environmental Health, Nofer Institute of Occupational Medicine, Lodz, Poland, 6Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Technische Universität, Dresden, 7Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie; Niedersächsisches Institut für Berufsdermatologie (NIB), Universität Osnabrück, 8Hautklinik Universitätsklinikum Erlangen, 9Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen
Hintergrund: Das berufsbedingte Kontaktekzem („Berufsekzem“) ist eine der häufigsten Berufskrankheiten in Europa. Effektive Präventionsmaßnahmen müssen auf aktuellen Resultaten zu Häufigkeit, Ursachen und zu besonders betroffenen Berufszweigen beruhen. Ziele: Beschreibung des Spektrums der Typ-IV Sensibilisierungen auf die Europäische Standardreihe bei Patienten mit Berufsekzem aus verschiedenen Berufen. Methoden: Daten des European Surveillance System on Contact Allergy (ESSCA) Netzwerks, erhoben 2002 – 2010 in 11 europäischen Ländern wurden ausgewertet. Ergebnisse: Allergene der Europäischen Standardreihe, die mit mindestens einem verdoppeltem Risiko eines Berufsekzems assoziiert waren, beinhalten Thiurame, Epoxidharz, sowie Chlormethylisothiazolinon/ Methylisothiazolinon. Schlussfolgerung: Bei Planung und Implementation präventiver Maßnahmen gegen beruflich bedingte Kontaktekzeme sollten vorrangig Hochrisiko- Berufe sowie häufige Berufsallergene berücksichtigt werden. Eine Epikutantest-Diagnostik ausschließlich mit der Standardreihe ist speziell im berufsdermatologischen Kontext als nicht adäquat anzusehen, vielmehr müssen entsprechende Spezial-Testreihen sowie ggf. mitgebrachte Materialien getestet werden, um möglichst alle relevanten Kontaktallergene zu identifizieren.Correspondence to:
Prof. Dr. W. Uter
Institut für Medizininformatik, Biometrie und
Epidemiologie, Universität Erlangen/Nürnberg
Waldstr. 4-6
D–91054 Erlangen
Email: [email protected]
Editorial
Editorial
P. Elsner, T.L. Diepgen, A. Bauer, und S. Schliemann
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Jahrgang 63 p. 89 - 89
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 63, Nr. 3/2015, S. 89
Editorial
P. Elsner, T.L. Diepgen, A. Bauer, und S. Schliemann
Statement
Änderungen der Gebühren für die Gutachten nach den Nrn. 160, 161 und 165. Erläuterungen der Leistungslegenden für dermatologische Gutachten
Change of fees for medical certificates according to Nos. 160, 161, and 165 of the German Ordinance on Occupational Diseases. Explaining the legends for dermatology certificates
C. Skudlik, W. Wehrmann, S. Krohn, O. Lenz, W. Römer, S. Brandenburg, A. Bauer, T.L. Diepgen und S.M. John
Login
###ENGLISH_ABSTRACT_LINK###
###FREE_ENGLISH_ARTICLE_DOWNLIAD_LINK###
Jahrgang 63 p. 96 - 99
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 63, Nr. 3/2015, S. 96–99
Änderungen der Gebühren für die Gutachten nach den Nrn. 160, 161 und 165. Erläuterungen der Leistungslegenden für dermatologische Gutachten
C. Skudlik1,2, W. Wehrmann1,3, S. Krohn4, O. Lenz4, W. Römer5, S. Brandenburg6, A. Bauer1,7, T.L. Diepgen1,8 und S.M. John1,2
1Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD), 2Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 3Mitglied der Ständigen Gebührenkommission Ärzte/Unfallversicherungsträger bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Berlin / Hautarztpraxis, Münster, 4Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Berlin, 5Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM), Mainz, 6Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Hamburg, 7Klinik und Poliklinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Dresden, 8Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg
Correspondence to:
Prof. Dr. med. Christoph Skudlik
Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
der Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: [email protected]